„Die athenische Demokratie ist für mich bedeutsamer als die Schoa“
Historikerstreit: Es wurde selbstverständlich vorausgesetzt, daß das Einzigartige vergleichbar ist und daß ein solcher historischer Vergleich notwendig ist.
(kreuz.net) Am 13. Juli veröffentlichte der Rostocker Historiker Egon Flaig (62) eine scharfe Abrechnung
mit dem Sozialphilosophen Jürgen Habermas (82).
Flaig ist Professor für Alte Geschichte an der Universität
Rostock.
Sein Artikel erschien in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
Er behandelt den sogenannten
„Historikerstreit“ zwischen Habermas und einer Gruppe von Historikern um den Berliner Geschichtswissenschaftler
Ernst Nolte (88).
Habermas unterstellte den Historikern eine „Verharmlosung“ der Schoah, weil sie festgestellt
hatten, daß deren Einzigartigkeit vergleichbar ist und sich erst im Vergleich zeigt.
Jede Einzigartigkeit
ist vergleichbar
Im Jahr 1987 erschien eine umfangreiche Dokumentation zum „Historikerstreit“.
Sie trug
den Untertitel: „Die Dokumentation der Kontroverse um die Einzigartigkeit der nationalsozialistischen
Judenvernichtung“.
Flaig erwähnt die „Ungeheuerlichkeit des Untertitels“, die augenblicklich spürbar
war.
Denn: Keiner der von Habermas diffamierten Historiker hatte diese „Einzigartigkeit“ bestritten:
Nolte habe aber als selbstverständlich vorausgesetzt, daß das Einzigartige „vergleichbar“ war – „ja,
daß der historische Vergleich notwendig war.“
Flaig fügt hinzu: „Jeder intelligente Mensch und jeder
Historiker, der die theoretischen Grundlagen seines Handwerks kennt, weiß das.“
Einzigartigkeit erscheint
nur im Vergleich
„Alles Einzigartige erscheint nur deswegen als einzigartig, weil man ein spezifisches
Merkmal als besonderes hervorhebt, ihm also eine besondere Bedeutung zuspricht“ – erklärt Flaig.
Doch
das ist nur möglich, „weil Menschen als Kulturwesen in der Lage sind, aus dem unendlichen Weltgeschehen
einzelnes zu selektieren, indem sie es für bedeutsam halten.“
Jegliche Besonderheit ist darum nach Flaig
ein ganz und gar semantisches Phänomen:
„Jeder Mensch hat das Recht, einer Sache Bedeutung zu geben.“
Es gibt keinen semantischen Gerichtshof
Flaig erinnert daran, daß es keinen „semantischen Gerichtshof“
gibt, „der verbieten würde, einem Geschehnis Bedeutung zu verleihen, und der anordnen könnte, einem
anderen Geschehnis Bedeutung zu entziehen.“
Er gibt ein Beispiel:
„Und wenn ich behaupte, die athenische
Demokratie sei ebenso einzigartig wie die Schoa, dann kann ich dafür einen guten Grund nennen: Sie ist
nämlich für mich bedeutsamer als die Schoa.“
Denn: „Wer kann mir verbieten, ihr diese Bedeutsamkeit
zu verleihen?“
Ein solches Denkverbot sei zwar möglich, aber in der freien Welt noch nicht explizit
erlassen.
Flaig betont aber, daß sich Verbot angekündigt hat:
„Wo die logische Argumentation unerwünscht
ist, muß man das Denken verbieten – nötigenfalls, indem man den Denkenden droht, sie moralisch zu diskreditieren.“
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#93 Blackspider 03:14:53 | Sonntag, 4. Dezember 2011
@AMG Selbstverfreilich war die Polis auf Sklavenhaltung und Frauenverachtung aufgebaut.Eine demokratischere Version im heutigen Sinne wäre gleichwohl denkbar. Habermas halte ich nicht für einen Betonkopf, der einer lernfähigen Altersweisheit unzugänglich wäre. Aber fragen Sie gern die Berufenen hier, die angeblich beim Frankfurter Institut für Sozialforschung immatrikuliert waren und angeblich keine Alternative zu seinen Lehrveranstaltingen zwecks Erlangung eines Leistungsnachweises hatten.
# 86 Greggy, a) wie Sie von einer Frage der Textauslegung so holterdiepolter zu einem Urteil über meinen
Glauben kommen, finde ich schon erstaunlich. b) daß wir in unterschiedlichen Welten leben, halte ich
für sehr wahrscheinlich. Mir ist es wichtig, Christ zu sein ohne diesen vermaledeiten Antijudaismus,
auch wenn der sich schon etwa ab dem Jahr 70 n. Chr. in der Kirche allmählich breitgemacht hat.
#88 Melchisedek 11:21:27 | Montag, 28. November 2011
Gehört Habermas nicht auch zu dieser altliberalen BRD- Dekadenz, dessen Endsieg die gleichgeschaltete
Meinung ist ?? Weit sind sie ja schon gekommen, die ‘68 Brüder !
Nixnutz, wenn Sie nicht glauben, dass der Neue Bund im Blut Christi die Erfüllung des Alten Bundes ist, dann leben wir in unterschiedlichen Welten und nützt uns auch eine Diskussion um Jes 7,14 nichts.
# 84 Damit ist zunächst die Verfälschung aus der Welt, von der Sie (# 47) gesprochen haben. Ansonsten
ist der Hinweis in Ihrem Link auf HL 1,3 sehr aufschlußreich. Zakovich verweist in seinem Kommentar zu
dieser Stelle auf andere AT-Stellen, wo dem griech. Wort „parthenos“ ein hebr. Wort zugrundeliegt, das
nicht „Jungfrau“, sondern „Mädchen“ bedeutet (ohne Jungfräulichkeit im biologischen Sinn auszuschließen).
Hilton sagt klar: „… mit einem griechischen Wort übersetzt, das »Jungfrau« bedeutet, aber gleichzeitig
auch »junge Frau« heißt, wie das hebräische Wort.“ Es liegt also auch keine Deutungs- Ä n d e r u
n g durch Juden vor, sondern beide Seiten haben sich gegensätzlich für eine der beiden Bedeutungen,
die im hebr. und im griech. Wort angelegt sind, entschieden. Polemik gab es ja wohl auf beiden Seiten,
und zwar nicht zu knapp. Damit wird für mich auch die Aussage, daß die Christen die (jüdische) Tradition
besser gewahrt hätten, hinfällig. Sie ist selbst polemisch.
#66 Die D e u t u n g , Nixnutz, wurde geändert. Die Juden geben es selbst zu, dass sie aus polemischen
Gründen nachträglich die andere Deutung gegeben haben. Bitte sehr: juden.judentum.org/…mission/jesaja-2.htm
# 66 „… und diese Deutung wurde geändert, nachdem man Jesus von Nazaret als Messias verworfen hatte
…“ Dazu hätte man nicht nur den hebräischen Text ändern sollen, sondern praktischerweise und vorrangig
auch den griechischen. Wenn schon fälschen, dann gleich richtig, und Nägeln mit Köpfen machen!
Ach wickerl, dann gehen sie doch einfach in die Palästinsensergebiete, schließen sich der Hamas an und
alles wir gut für Sie und vor allem für uns – wenn Sie da sind, wo Sie hin wollen! Sie dürfen sehr
gerne hier auf kreuz.net über ihre alltäglichen Bussübungen mit dem religiösen Arm der Hamas berichten,
Sie dürfen dort gerne Ihre allseits beliebten Zwangsmissionierungen durchführen! Wenn Sie dann die erste
Pius-Sekten-.Gemeinde in Gaza-Stadt gegründet haben, werde ich dies entweder in einem kreuz.net-Artikel,
einer Nachristcht der Pius-Bruderschaft oder in einem Drohbrief militanter Rechtsextremisten erfahren!
die athenische Demokratie hatte israelisches Niveau, 50 Prozent derer die unter der Herrschaft der jeweiligen Regierung zu leben haben, haben überhaupt keine Rechte, Palästinenser insbesondere in den besetzten Gebieten und athenische Sklaven sind gemeint.
Ja Antonio, schließlich waren die „Alten“ nicht allesamt Verbrecher! Man muss hier die Spreu vom Weizen
trennen! Der Hl. Nikolaus wird doch auch heutzutage noch zu Recht verehrt!Außerdem- wir kennen den Hl.
Martin von seiner „Mantelteilungslegende“ her- das ist gut und unseren Kindern super zu vermitteln! Sonst
wissen wir nichts über ihn, wie er mit anderen Menschenumgegangen ist, oder sonst was- das ist auch gut
so! Aber welcher Massstab sollte bzgl. solcher Gestalten wie Papst InnozenzIII. oder Pius V. oder Bonifaz
VIII. oder Alexander XI. heute noch gelten? Es Reicht doch, dass uns einige Menschen immer noch mit diesem
ominösen Pius dem Soundsovielten traktieren, den heutzutage auch keinen mehr interressiert! Der Hunnenführer
Attilla ist den meisten auch unbekannt- bis auf die Mitglieder diverser Hunnenhorden, die ihren eigenen
Verein gründen! Es kommt immer drauf an, an was man glaubt- und nicht an wen!
Ach- gütiger Pius V. ich sagte doch, die Demokratien haben gelernt…! Ich bin wirklich so frei und setze
mich auch mit all den Missständen auseinander, die in Demokratien passieren! Selbstverständlich können
wir heutzutage nicht die Massstäbe anöegen, wie vor 2000 oder 3000 Jahren!Heute würde kein demokratischer
Staat mehr Sklavenhaltung akzeptieren! Heutzutage würde kein Protestant mehr den Thesen Luthers hinsichtlich
der Juden folgen! Wir leben in einer anderen Zeit! Haben Sie das etwa noch nicht registriert? Wir wollen
Jesus Christus folgen- aber- wie Papst Johannes Paul II gesagt hat- es gibt so viele Wege zu Gott, wie
es Menschen auf der Welt gibt! Wir wollen alle unseren eigenen Weg finden – ob dies irgendeinem gefällt
oder nicht! Nur- physische und psychische Gewalt ist tabu! Und wer heute noch auch Zwangsmissionierung,
Rückkehrökumene oder andere kreuzzugsähnliche Gedanken zurückgreift, der ist ein Fanatiker, Schreibtischtäter
und neigt zu Gewalt! Dies ist mit dem Gedanken des Christentums und der Demokratie unvereinbar!
# 47 Greggy, wenn ich Sie richtig verstehe, gehen Sie davon aus, daß Juden die hebräische Bibel ins
Griechische übersetzt haben – und zwar richtig übersetzt – und daß deshalb die Übersetzung von Jes
7,14 jüdischem Verständnis entspricht. Im nächsten Satz meinen Sie, daß Juden die Bibel verfälscht
hätten. Heißt das, daß Juden n a c h der Übersetzung ins Griechische nachträglich den hebräischen
Originalext geändert und aus der ursprünglichen „Jungfrau“ eine „junge Frau“ gemacht haben? Daß sie
aber in der gleichfalls jüdischen Übersetzung ins Griechische die ursprünglich richtige „Jungfrau“,
die nun nicht mehr mit dem hebräischen Text übereinstimmte, stehen ließen? Für wie wahrscheinlich
halten Sie ein solches Vorgehen? Und für wie dämlich halten sie die „Fälscher“? Um kein Mißverständnis
aufkomen zu lassen: Ich kann sehr gut akzeptieren, daß die hebr. Bibel von Juden ins Griechische übersetzt
worden ist. Daß das 70 od. 72 Leute in 72 Tagen gemacht haben, ist natürlich eine Legende. Zum Teil
handelt es sich nicht um eine Übersetzung im strengen Sinn, sondern um eine ziemlich freie Übertragung
(Sprichwörter). Aber daß die Übersetzer Juden waren, beweist keineswegs, daß die Übersetzung fehlerfrei
ist. Schließlich ist noch kein Buch fehlerfrei übersetzt worden. Aber wie die Fälschung vor sich gegangen
sein soll, das würde mich schon interessieren.
#72 Greggy@ das stelle ich alles nicht generell in Abrede, kann sein. Ist eine Möglichkeit, über ein Ereignis zu denken, sich zu äußern. Ist ein Bild von der anderen Wirklichkeit, die wir in der irdischen Begrenztheit vielleicht nur über das Bild erfahren können. Aber die andere Wirklichkeit entzieht sich menschlichem Einfluss und noch so prachtvoller Dogmengebäude…!
@Pius V. Naja, ich bin eben ein Demokratie-Fan, wo jeder seine Meinung sagen darf, wo jeder seinen Glauben
ausüben darf, wo niemand aufgrund seines Glaubens oder seiner politischen Ausrichtung verurteilt werden
darf (es sei denn, er wendet Gewalt an, oder setzt sich dafür ein, dass anderen diese Rechte nicht zuteil
werden). Die athenische Demokratie ist ein Vorläufer unserer Demokratie (sie wurde immer wieder reformiert,
was man von vielen Bereichen der Kirche nicht sagen kann). Damit ist ja sicherlich der Gedanke der Demokratie
älter, als der Gedanke der röm.-kath. Kirche. Aber – das Christentum gepaart mit Demokratie ergibt nach
wie vor die ideale und optimale Staatsform- eine bessere gibts für mich nicht!
Tchibo, Sie sagen es selbst: es ist viel n a t ü r l i c h e r, dass eine junge Frau empfängt. Gott
spricht zu den Menschen mit Worten, er spricht aber auch mit Taten. Dass eine Jungfrau den Sohn Gottes
empfangen und geboren hat, damit will Gott zeigen, dass hier ein ganz neuer Anfang gesetzt ist, eine Neuschöpfung,
eine ü b e r n a t ü r l i c h e Schöpfung. So wie das Alte Testament mit den Worten „Im Anfang schuf
…“ (bereschit bara) beginnt, so beginnt das Johannes-Evangelium mit den Worten „En arche en…“ im Anfang
war… Und wie Moses auf dem Berg die Zehn Gebote (Worte) empfing, so verkündete der Gesetzgeber des
Neuen Bundes vom Berg der Seligpreisungen das neue Gesetz der Gnade und der Liebe, und so erschienen auf
dem Berg der Verklärung als Zeugen Moses und Elias und sprach die Stimme vom Himmel: Dies ist mein geliebter
Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Was sollte Gott noch mehr tun, um den Menschen seinen Willen zu offenbaren –
als was er in Jesus Christus getan hat? Denken Sie darüber nach, wir werden das heute abend durch Diskussionen
nicht klären. Eine gute Nachtruhe wünsche ich!
@Johann Wolfgang von Goethe Dass der Rostocker Historiker Egon Flaig die Athenische Demokratie verherrlicht
und verharmlost verstehe ich, schließlich lebt er als Althistoriker von ihr. Welchen Grund haben Sie?
#70 El Greco 21:15:15 | Sonntag, 27. November 2011
Die Saarbrücker Zeitung meldete, dass 25 Millionen Deutsche im KZ umkamen. Der Suchdienst des Roten Kreuzes meldet 65.000. Die Wundebare Welt des Holo-Kultes
Na, sowas!Ich dachte immer , dass da so richtig was los ist. Auf der Seite, die Mary Cruz verlinkt hat
müsste das doch schon im 19. Jahrhundert gewesen sein.
Athenische Demokratie… …das ist ja auch was, was hier in kreuz.net immer wieder durch den Dreck gezogen
wird! Demokratie ist ja auch „Scheisse“, genauso, wie die „Shoa“ eine Lebenslüge ist. Also ist dieser
Beitrag auch absolut unglaubwürdig. Hier wird ja wirklich jeder für die hinterfotzigen und asozialen
kreuz.net-Zwecke benutzt (siehe auch Thomas Gottschalk). Das ist absolut widerlich!
#60 Greggy@ Das Problem ist sie auch nicht. Aber sinnvoll wäre es schon, die hebräische Sprache häufiger
zu Rate zu ziehen. Nicht um sie zu ärgern, so ist es doch viel natürlicher, das eine junge Frau empfängt
und nicht eine Jungfrau, die mit einigen theologischen Kunstgriffen auch nach der Geburt Jungfrau bleibt.
Das sind geistige Prozesse, aber doch kein Grund, die fleischliche verwesliche Seite des Menschen in Frage
zu stellen. Wenn Gott die Schöpfung zu verantworten hat, braucht er keine Sonderwege, um seine Menschenfreundlichkeit
in der Welt aufleuchten zu lassen…Das kann doch kein boshafter Demiurg gewesen sein, der Fall- und andere
Stricke einsetzt, nur um Recht zu haben…!
Schalom, irgendwie fällt es Ihnen schwer, zu akzeptieren, dass die Übersetzung und somit Deutung von
alma ins Griechische als parthenos von jüdischen Schriftgelehrten stammt, die sowohl das Hebräische
als auch das zeitgenössische Griechische und die Bedeutung seiner Wörter beherrschten. Dass mit der
„jungen Frau“ an dieser Jesaja-Stelle eine „Jungfrau“ gemeint war, ist war als das jüdische Schriftverständnis
dieser Prophezeiung in jener vorchristlichen Epoche – und diese Deutung wurde geändert, nachdem man Jesus
von Nazaret als Messias verworfen hatte, während die alte christliche Kirche daran festhielt. Die Jungfräulichkeit
ist sowohl leiblich als geistig zu verstehen – beides bildet im Idealfall eine Einheit. Im erbsündlich
gefallenen Zustand der Menschheit ist die Natur des Menschen gebrochen und beschädigt. Nur Jesus Christus,
so glauben wir, hat niemals gesündigt und konnte deshalb Sieger über Satan und Tod werden (denn der
Tod ist, nach den Zeugnis der Schrift, eine Folge der Sünde), und zwar im Moment seiner tiefsten Erniedrigung
am Kreuz, durch seinen vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters.
#63 Mary Cruz 21:03:21 | Sonntag, 27. November 2011
@Blackmore: Im Text gibt es zwar einige Fehler, wie z. B. die Aussage, dass das ganze jüdische Volk Jesus
kreuzigte. Aber der Talmud ist damit nicht gemeint, sondern die Ablehnung Jesu Christi, obwohl die Schriftgelehrten
die Schriften kannten. Jesus sagte darum, dass er von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten
verworfen und getötet wird. Auch Jesus lehrte im Tempel und den Synagogen, und zitierte die Propheten.
Tchibo, erlauben Sie, dass ich mich einmische. Das Problem ist nicht die hebräische Sprache. Die katholischen
Theologen lernen die Anfangsgründe davon und lernen, die wissenschaftlichen Hilfsmittel zu benutzen.
Denn was nützt es, wenn Sie hebräisch konjugieren und deklinieren können, das genügt auch für Juden
mit hebräischer Muttersprache nicht, um dreitausend Jahre alte Texte zu verstehen. Das Neue Testament
(verfasst von J u d e n , die sehr gut die Stelle Jesaja 7,14 kannten) bezeugt eindeutig, dass Jesus Christus
von einer Jungfrau geboren ist, ohne Zutun eines Mannes, ohne Samen, durch ein übernatürliches Eingreifen
Gottes. Wer sich darüber lustig macht, versteht weder etwas von der Jungfräulichkeit noch vom Wirken
Gottes, weil er f l e i s c h l i c h (materialistisch, egoistisch, verweslich) denkt und nicht wiedergeboren
ist im Heiligen Geist, wie die Christen.
#58 Blackmore 20:50:45 | Sonntag, 27. November 2011
Frau Mary Cruz, in dem von Ihnen verlinkten Text habe ich auf Anhieb einen bösen Fehler gefunden. Dort wird nämlich behauptet, daß Jesus Christus wegen dieser Talmudstelle gekreuzigt wurde. Wie kann denn das sein? Der Talmud wurde erst lange nach der Kreuzigung, nach der Zerstörung des Tempel durch die Römer, begonnen.
ob Juden oder Christen: alma ist nicht parthenos Man hat christlicherseits die jungfräuliche Athene auf
Maria projeziert. parthenos, ein Titel der Athene ist griechisches Kulturerbe, das den griechischen Christen
sehr entgegenkommt. Auch Glaube hat seine Evolution.
#48 Antonio Michele Ghisleri@ Das ist kein Mangel. Meine Kritik richtet sich gegen die Ignoranz der Kirche,
der hebräischen Sprache ihre Position zuzuerkennen und von Theologen grundsätzlich hebräische Sprachkenntnisse
zu verlangen wie sie in Griechisch und Latein gefordert sind. Ich wette, dass dadurch viele Missverständnisse
sich gar nicht erst hätten festigen müssen. Zum Beispiel, dass die Jungfrau kein Wert an sich ist, sondern
dass es um eine junge Frau geht… Von solchen sprachlichen Missgriffen gibt es noch eine ganze Reihe,
werden aber weiter tradiert, damit der „heilige Schein“ leuchte. Profunde Hebräisch-Kenntnisse der Theologen
hätten die Missgriffe vermeiden können…! Das sollte aber möglicherweise nicht sein.
Schalom, welches Zeichen von Gott wäre es, dass eine junge Frau empfangen und einen Sohn gebären wird? Meinen Sie, Ihre Sichtweise wäre nicht vorprogrammiert? Sie sind in der unbequemen Lage, alle Prophezeiungen, die sich in Jesus Christus erfüllt haben, hinweginterpretieren zu müssen. Geht das wirklich, ohne die Wahrheit zu vergewaltigen? Haben Sie sich schon mal mit den Jahrwochen Daniels befasst? Aus ihnen ist ganz klar, dass das Kommen des Messias genau in der Zeit erwartet wurde, in der Jesus von Nazareth geboren wurde.
#47 Das ist Ihre vorprogrammierte Sichtweise … Nach jüdischer Auffassung: Siehe die Jung/e/frau (Mädchen)
wird empfangen und einen Sohn gebären … Damit ist nicht eine Jungfrauengeburt ausgesagt …
Schalom, noch mal: die griechische Übersetzung parthénos (Jungfrau) für hebräisch alma wurde von frommen jüdischen Gelehrten im 3. Jahrhundert vor Christus in Alexandria gemacht, nicht von Christen.
#49 Blackmore 20:30:45 | Sonntag, 27. November 2011
Nun, Frau Mary Cruz, da stellt sich mir doch die Frage, wieso in der mir vorliegenden jüdischen Bibel (Übersetzung von Naftali Herz Tur-Sinai, Hänssler 1993) die fraglichen Verse Daniel 9, 24-27 stehen…
Schalom, es waren Juden, die die hebräische Bibel ins Griechische übersetzt haben, und die Geburt des Messias aus einer Jungfrau war j ü d i s c h e s Verständnis. Nicht die Christen haben die Bibel verfälscht, sondern jene Juden, die ihren König und Erlöser verwarfen und den Heiden zum Kreuzigen auslieferten, bzw. deren Nachfolger – sie passten danach ihre gottesdienstlichen Schriftlesungen und Kommentare an diese grundfalsche Entscheidung an. Insofern ist die Septuaginta jüdischer als der masoretische Text und der Talmud, und insofern ist es das Christentum, das in der wahren Kontinuität des Alten Bundes steht, und nicht die Nachfahren der Hohenpriester Annas und Kaiphas.
#41@ Aber unnachahmlich ist der hebräische Text. Die Bibel ist zum größeren Teil nun mal im Judentum entstanden. Sonst wäre es doch sinnvoller im Gottesdienst Ilias oder Odyssee im Original zu verlesen.
@Mary Cruz und deshalb dürfen wir tun was wir wollen?Sind wir denn was Besseres?Wie war das nochmal?
Wer sich selbst erhöht,der wird erniedrigt werden?
Das Christentum hat sich insoweit an der Bibel vergangen, weil es die hebräische Sprache bei den Übertragungen
nicht einbezogen hat und Theologen Hebräisch meist nicht so beherrschen wie es notwendig wäre, als Sprache
der Bibel beherrscht zu werden. Die Septuaginta ist in Griechisch und die Vulgata ist in Latein übersetzt.
Auf anderes konnte auch Luther nicht zurückgreifen. Dennoch hat er es zu Wege gebracht, eine lesbare
Bibel in deutscher Sprache (Sächsische Kanzleisprache) vorzulegen…auch er beklagt, dass Hebräisch
kein Pflichtstatus in der Theologenausbildung besitzt…!
@Mary Cruz was um alles in der Welt habe ich denn geschrieben? Sie fingen doch an sich darüber zu empören,dass
den Juden einiges verboten ist zulesen. Ich habe doch nur gemeint,dass es bei uns AUCH verboten war. Also
was soll das jetzt? Man kann doch nicht anderen die Fehler,die man selbst AUCH macht, vorwerfen.
Vor Jahren fragte mich eine entlegene Bergbäuerin in Tirol aus. Als ich Ihr erzählte, auch die Bibel,
vorzugsweise die Psalmen, zu lesen, rief sie aus: „Um Gotts wuin, a Lutherischer bischt.“- * So hält
sich „Glauben“.
Da herrschte noch Ordnung und Sitte. Da wurde nicht lange gefackelt und dann herrschte wieder Friedhofsruhe ofer der Scheiterhaufen züngelte lichterloh und das Land verfiel dem Interdikt…!
#27 Mary Cruz 19:44:57 | Sonntag, 27. November 2011
Greggy, die Rede war vom Judentum – nicht vom Judenvolk. Außerdem mag ich keine faschistische Anwandlungen,
die das Recht auf Meinungsfreiheit verbieten. Lösen Sie Ihre Probleme.
@Mary Cruz Es heißt GLAUBEN.Man kann es eben nicht beweisen. Die Bibel stand mal auf dem Index,weil der
Vatikan nicht wollte,dass das gemeine Volk darin liest.Also, nicht so laut schreien!
Mary Cruz, halten Sie sich an Jesus Christus und an das, was er uns gelehrt hat, und überlassen Sie die Existenzberechtigung des Judenvolkes dem lieben Gott. Das Problem dürfte für Sie zu schwierig zu lösen sein.
#22 Mary Cruz 19:32:00 | Sonntag, 27. November 2011
Das Judentum hätte keine Existenzberechtigung, wenn die Juden Jesus als Messias und seine Göttlichkeit
anerkennen würden. Stattdessen verbieten sie die Schriftstellen (Daniel 8,9,12), die den Beweis erbringen,
dass Jesus der Messias ist.
#21 Ammerdeus † 19:30:35 | Sonntag, 27. November 2011
Ein alter Jude läuft schwerbepackt über einen Bahnhof in einer Kleinstadt und fragt nach längerem Zögern
einen seiner Mitreisenden: „Was halten Sie eigentlich von Juden?“ Darauf erwidert der Mann: „Ich bin ein
großer Bewunderer des jüdischen Volkes.“ Der alte Jude geht weiter und fragt den nächsten die selbe
Frage. Dieser erwidert:“ Ich bin fasziniert von den Leistungen jüdischer Mitmenschen in der Kultur und
der Wissenschaft.“ Der Jude bedankt sich für diese Antwort und geht zu einem weiteren Mann. Dieser erwidert
auf die Frage: „Ich mag Juden nicht besonders und bin froh, wenn ich nichts mit ihnen zu tun habe.“ Darauf
der alte Jude:“ Sie sind ein ehrlicher Mann, könnten Sie bitte mal auf mein Gepäck aufpassen, Ich muß
in die Toilette“
Du sollst den EWIGEN deinen GOTT lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
* Und deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
@Greggy Wenn diese Begründung die einzige ist, dann wäre für so kritische Geister wie unseren de Boer
oder den kritischen Katholiken die Sache selbst und ihre Begründung nur Aberglaube.
Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, nachzuforschen (allerdings nur anhand von Aufsätzen, Reden u. dgl., die im Internet veröffentlicht sind), worin die Einzigartigkeit der Schoa/des Holocausts liegt, und bin zu diesem Ergebnis gekommen: Sie liegt nicht in der Anzahl der Opfer, nicht in der einzigartigen Grausamkeit oder auch Gründlichkeit der Täter (man lese nur mal den Archipel GULAG von Solschenizyn) – obwohl diese enorm waren. Die Einzigkeit des Verbrechens liegt darin, dass es sich gegen das jüdische Volk richtete. Es ist die religiöse Qualität, die die Schoa einzigartig macht. Es wird dies selten offen ausgesprochen. In einem Vortrag von Kardinal Lehmann habe ich damals einen Hinweis darauf gefunden. Und die Juden selbst wissen es natürlich. Der Angriff der National-Sozialisten reiht sich in die Vernichtungsvorhaben von Amalek (Buch Exodus) und von Haman (Buch Esther). Beide haben mit ihre Anschläge mit der eigenen Vernichtung bezahlt – Amalek wurde von Saul und David und endgültig von den Söhnen Simeons vollständig ausgerottet, und der böse Haman wurde gehenkt. – Wie die Größen des „Tausendjährigen Reichs“ endeten, ist bekannt. – Ob das die Judenhasser nicht zum Nachdenken bringen sollte?
Kein Mensch kennt mehr den „Historikerstreit“ und auch damals hat ihn so gut wie niemand verstanden. Das
Gequatsche von Einzigartigkeit und Vergleichbarkeit ist sowieso totaler intellektueller Müll. Vor allem
ist kein Historiker ernst zu nehmen, der nicht die strangulierenden Verbotsgesetze kritisiert. Welcher
HIstoriker hat protestietr als Williamson wegen harmloser Äußerungen zweimal verurteilt wurde? Keiner!!
DIe brd-Historiker waren auch schon vor dem „Histoikerstreit“ änglstlich und lininentreu. Nolte hat vielfach
gelogen um seinen Arsch zu retten, Hildebrandt war es ja wohl, der das Dogma vom Überfall auf Sowjetrußland
in seiner Habil.schrift festgeklopft hat etc. etc. Das ist alles Dreck und Scheiße.
#7 Thomasius 16:25:31 | Sonntag, 27. November 2011
Wieviel „Artikel“ werden denn noch fabriziert? Die Leute hier haben doch kaum Ahnung vom „Historlierstreit“!
Übrigens: „Die athenische Demokratie“ war bekanntlich keine Demokratie.
#4 Ob die Schoa nur in quantitativer Hinsicht einzigartig sein soll, sei dahingestellt. M.M.n. ist dies
zu verneinen. Die Flucht ins Quantitative wird Sie jedoch nicht von der realen & logischen Unmöglichkeit,
etwas als einzigartig zu bestimmen, ohne daß dies das Ergebnis eines irgendwie gearteten Vergleichsprozesses
wäre. Wie soll der „größte“ Mensch der Welt auserkoren werden, ohne ihn vorerst mit allen anderen Menschen
verglichen zu haben? Aus einem logischen Standpunkt, ist die Position der konservativen Historiker unangreifbar.
Sie spiegelt einfach logische Prozesse wider, die jeder bei seinen analogischen Urteilen nachexerzieren
kann. Der Vorwurf dagegen ist theoretisch irrational & erfolgt aus rein praktischen Gründen der politischen
bzw. moralischen Schichlichkeit. M.E. ist er Kind deutscher Neurosen.
Einzigartigkeit kann aber eben auch in der Quantität einer Sache liegen…den größten Menschen der
Welt kann man mit fug und recht als einzigartig bezeichnen. Die Einzigartigkeit der Shoa liegt sicher
in der Gründlichkeit und dem Organisatorischem Aufwand der betrieben wurde. Jedes dahergelaufene Volk
kann ein paar Leute zusammentreiben und erschiessen oder totprügeln…wir haben aus der Ausrottung eine
Fließbandarbeit gemacht. Genau dieses Quantitative Element ist gemeint wenn von „einzigartig“ die Rede
ist. Mit Unvergleichlichkeit hat das nicht so viel zu tun. Genau darum kommt man jenen die die Einzigartigkeit
in Frage stellen auch gerne mal mit der Moralischen Keule, denn sie verharmlosen indem sie die Quantität
herunterspielen, vielleicht ohne das sie das beabsichtigen.
Die Bedingung der Möglichkeit, die Schoa ohne sie mit anderen historischen Geschehnissen Vergleichen
zu müssen, als Einzigartig zu definieren, ist es eben, dies als ein ‘a priori’ der Reinen Vernunft zu
betrachten – ich meine, leider, der durch die Erfahrungen des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs
neurotisierten & verunreinigten deutschen Vernunft, die sich in diesem einzigen Punkt den Verpflichtungen
der Aufklärung voluntaristisch & aus schlechtem Gewissen entzieht. Anders ausgedrückt, akzeptiere ich
den dogmatischen (und bald in Teutonien strafbewährten?) Satz „die Schoa ist einzigartig“, könnte es
mir ergehen, daß ich bei näherem, rein akzidentalem empirischem (historischem) Hinsehen, doch feststellen
muß, daß dies nicht der Fall ist. Soll ich mir historische Scheuklappen anziehen? Soll ich die Regeln
der Logik aus Rücksicht der moralischen Wiedergutmachung ausschalten? Soll ich mich bei der Wiedereinsetzung
von Logik und Historie mich von den Hohepriestern der politischen & medialen Korrektheit als antisemit
beschimpfen lassen? Und was passiert dann mit der „conscience malheureuse“ der nach Reinigung von der
historischen Schuld und nach zivilgeselschaftlicher Erlösung süchtigen Deutschen?