EU
Sehr geehrte Frau Baronin
Kürzlich trat die Vizepräsidentin des außenpolitischen Komitees im EU-Parlament mit antikatholischen Bigotterien an den Tag. Jetzt erhielt sie von ihrem ehemaligen parlamentarischen Assistenten eine Antwort. Von Chris Gillibrand, Brüssel.
(kreuz.net, Brüssel) Ich habe als parlamentarischer Assistent von Frau Baronin Nicholson gearbeitet, als sie vor zehn Jahren britische Abgeordnete war.

Meine Antwort auf ihren Leserbrief über eine Stellungnahme von Kardinal Camillo Ruini zu christlich-muslimischen Mischehen wurde leider von der britischen Tageszeitung ‘The Times’ nicht veröffentlicht.

Hier ist sie:

Als Katholik liegt es mir fern, den Ansichten von Kardinal Ruini über die Gefahren von christlich-muslimischen Mischehen zu widersprechen.

Der Kardinal zeigt als Hirte eine vorbildliche Sorge um westliche Frauen, die sich in moslemischen Ländern befinden, dort praktisch keinen Rechtsschutz genießen und Mißbräuchen ausgesetzt sind.

Ihre Kinder werden von ihnen weggenommen und – im Widerspruch zur katholischen Lehre – als Moslems erzogen.

Frauen, die sich zum Islam hingewendet haben, werden mit dem Tod bedroht, wenn sie sich entschließen, wieder zum Christentum zurückzukehren.

Als Befürworterin der Frauenrechte sollte Frau Baronin Nicholson – die anglikanisch-methodistisch ist – diese Wirklichkeit nicht leugnen und nicht versuchen, die Jurisdiktion des Europäischen Parlamentes auf Bereiche der Glaubens- und Sittenlehre auszudehnen.

Ich gehe davon aus, daß sie das von ihr kritisierte 27seitige Dokument von Kardinal Camillo Ruini nicht gelesen hat.

Außerdem ist festzuhalten, daß ihre Darstellung des Koran etwas selektiv ist.
      
16 Lesermeinungen
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#16   dickerlbaer   00:09:52 | Freitag, 23. Dezember 2005
@ Peccator
Warum gegen den Islam, lies mal die Bücher dann wirst du merken das sehr viel gemeinsam ist nur mir anderen Wörtern ausgeschmückt.
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#15   graham amor   09:33:16 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Stimme der Vernunft
Hallo nochmals. Sorry dich wiedermals wiedersprechen zu müssen, aber die Methodisten glauben NICHT an einen Realpräsens in katholischen Sinn. Ganz nebenbei; sie haben auch keine Bischöfen und sind in klassisch Presbyterianischen Sinne organisiert. (Britischen Version der Kalvinisten) Also in Gemeinden und „Circuits“; was so etwas wie Kriesen auf Deutsch genannt werden könnte. Ihr Pastoren nennen sich auch Minister und das Wort Priester lehnen sie ab. Ihr Kirchen haben keine Tabernakel und sie kennen nur die „Sakramenten“ Taufe und Eucharistie, wo aber, die Taufe nicht zum Heile notwendig ist, oder um die Eucharistie zu empfangen, und die Eucharistie wird nicht mal für den Kranken reserviert.
Die viele Versuchungen einer Wiedervereinigung mit den Anglikanern immer scheiteten an das Bischofsamt. Da die „Ober-minister“ also die Leiter des Kreises, die nur vorübergehend dieses Amt inner haben, wollen sich nicht wieder „weihen“ lassen von den anglikanischen Bischöfen.
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#14   Peccator   09:05:02 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Anstatt in Nebenschauplätzen zu streiten
sollten wir uns alle zusammenschließen und mit ganzer Kraft den Islam bekämpfen, der mehr und mehr versucht, die Weltherrschaft zu erobern. Das ist kein Hirngespinst sondern echte Realität.
Wer mehr wissen will und sich aktiv dagegen wehren möchte findet hier www.christliche-mitte.de/rand/material.htm weitere Informationen.
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#13   Gillibrand   00:12:29 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Eklärung
„anglikanisch-methodistisch“ so beschriebt sie sich selbst!
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#12   Brandenburgis   17:11:28 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Methodisten
Also, wenn sie exkommuniziert sind, dann haben sie sich getrennt, ergo nicht „angl.-method.“
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#11   stimme der vernunft †   17:02:05 | Dienstag, 20. Dezember 2005
na also, dankeschön
für die Aufklärung.
Ich habe übrigens nichts von einer Eucharistiefrömmigkeit der Methodisten geschrieben, sondern von einem Eucharistieverständnis.
Sie glauben an die Realpräsens im katholischen Sinne und nicht an eine allein „geistige Präsens“ oder gar nur an ein Symbol
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#10   graham amor   16:50:44 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Anglikaner & Methodisten
Es kommt mir vor als ob ihr alle nun Äpfel mit Bananen verwechseln. Alle Beiträge sind zum teil wahr. Aber Britische Kirchen Geschichte kennt wohl Keiner hier auf dem Festland.
Die Methodisten sind ganz und gar Protestantisch in typisch Kalvinistischen Sinne. Sie haben KEINE ausgeprägte Eucharistie Frömmigkeit, auf jeden Fall in England, und wenn Jemand das glaubt, dann ist er wohl nie bei den Methodisten in England gewesen. Das sie aus der Anglikanischen Kirche hervorgegangen sind is aber wahr. Sie sind sogar als einzige Vereinigung die von den Anglikaner offiziell exkommuniziert sind. Sie fingen an als teil der Erweckungsbewegung des 18. Jahrhunderts an, besonders nach Wesley seine „Erleuchtung“ während eines Gottesdientes in London empfing. Bald führen vielen mit in den Kolonien, auch N. Amerika. Er und seine Bewegung wurde von den englischen Bischöfen exkommuniziert und verfolgt.
Die moderne Methodisten sind ganz liberal und haben seit Jahren Pastorinnen und HomoEhe, und Scheidung und wieder Heirat (Kirchlich) sind auch akzeptiert.
Diese Bewegung war nur stark unter der Arbeiter Klasse, aber seit dem Ersten Weltkrieg nimmt sie stark ab, und Heutzutage hat wenige als ein Viertel die Mitglieder von 1900! In England sind sie bekannt für ihr Hymnen, die häufig auf Wesley zurück gehen. Wie andere Protestantischen Kirchen haben sie auch mehrfach gespalten, und es gibt mehrere Methodistischen „Kirchen“, auch innerhalb Englands.
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#9   stimme der vernunft †   16:29:53 | Dienstag, 20. Dezember 2005
ich seh schon…
… kommt mir nicht mit Tatsachen, ich hab meine Vorurteile. Naja, vielleicht hat es ja doch jemanden interessiert, wenn nicht, stört es mich auch nicht.
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#8   Athanasius   16:25:48 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Bitte, ach, bitte
Erstens: Längst nicht alle Anglikaner erkennen die 7 Sakramente an, in katholischer Weise tun es nur die High Church Anglikaner.
Zweitens: die Methodisten kennen eine Hierarchie, Bischöfe und Weihen. Sie sind eine Variante der Low Church Anglikaner.
Drittens: Stimme der Vernunft kennt die Geschichte der Wesley-Bewegung also nicht; ich fürchtete schon er würde das Beispiel Martin Luther benutzen in falscher Weise.
Viertens: die Anglikanische Kirche ist sicherlich keine „katholische Kirche“, denn – zumindest für Katholiken – sind nur die Römisch-katholische Kirche sowie die Ostkirchen in Einheit mit Rom die Katholische Kirche, und keine anderen (MC, 1943, par. 7).
Fünftens: John Wesley blieb anglikanisch und wollte für seine Bewegungen sogar anglikanische Bischöfe zum Weihen, diese bekam er dann auch. Der Methodismus ist sehr Cranmerisch, während die Anglikanische Kirche elisabethanisch ist.
Sechstens: Wem interessiert es wohl ob die Orthodoxen die Anglikanischen Weihen anerkennen? Das ist nur ökumenisches Gerede der Orthodoxen, denn sogar gültig geweihte Katholischen Priester werden aufs neue in der Orthodoxie geweiht, da man dort die Gültigkeit von der Gemeinschaft her und nicht ex opere operato anerkennt. Die Anglikanische „Priester“ sind keine gültigen Priester, sieh Apostolicae Curae, 1896.
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#7   stimme der vernunft †   16:01:24 | Dienstag, 20. Dezember 2005
exkurs nach GB
Die Anglikaner kann man als katholische Kirche ansehen (zumindest im weiteren Sinne), die Methodisten dagegen sind Protestanten.
Die Anglikaner kennen die 7 Sakramente, betonen insbesondere die Notwendigkeit der Weihe in apostolischer Sukzession zur Feier der Eucharistie und so weiter (dass die anglikanischen Weihen von Rom nicht anerkannt werde jetzt mal aussen vor, die Orthodoxie erkennt sie in vollem Umfang an)
Die Methodisten sind zwar insofern ein Stück weit besonders unter den Protestanten, weil sie sehr eucharistisch sind, sie glauben nämlich an die Realpräsenz im katholischen Sinne, davon abgesehen sind sie aber klare Protestanten.
Sie anerkennen nur 2 Sakramente, kennen insbesondere das Weiheamt nicht.
Das mit der Eucharistie gilt auch nur für die britischen Methodisten, die amerikanischen sind sind da eher auf der protestantischen Linie (die deutschen Methodisten stammen von den amerikanischen ab)
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#6   Brandenburgis   15:53:39 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@Stimme
Schon besser!! Trotzdem, ich glaube anglikanisch und methodistisch überschneidet sich doch sehr, ähnlich wie Pietismus und Luthertum oder Pietismus und Kalvinismus etc. Es gibt natürlich tatsächlich sinnlose KOmbinationen, die unvereinbares zusammen bringen wollen. Doch ist meine Kenntnis des angelsächsischen Glaubenslebens begrenzt …
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#5   stimme der vernunft †   15:49:06 | Dienstag, 20. Dezember 2005
also wenn wir
hier spitzfindig werden wollen und ihr den Begriff katholisch gegen eure sonstige Angewohnheit nach dem Credo definieren wollt, dann sage ich eben „anglikanisch-methodistisch“ ist genau so unsinnig wie „römisch-lutherisch“ Jetzt zufrieden?
Und kommt mir nicht damit, daß es in Rom eine lutherische Gemeinde gibt.
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#4   Brandenburgis   15:39:51 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@katholisch-lutherisch
Katholisch-lutherisch kann man sehr wohl sein. Die „echten“ Lutheraner betrachten sich als katholisch im Sinne des Nizenums und das Wort „katholisch“ steht sogar in ihrer deutschen Übersetzung des NIzenums, also „Ich glaube an die eine heilige katholische Kirche“. Das beten Sie in jedem Hochamt, pardon, jedem Hauptgottesdienst.
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#3   stimme der vernunft †   15:33:53 | Dienstag, 20. Dezember 2005
ganz genau
Der Methodismus ist eine pietistische Bewegung die aufs engste mit dem Anglikanismus verbunden ist und aus ihm hervorgegangen ist.
Ganz genau. So wie das Luthertum aus dem Katholizismus hervorgegangen ist. Und Luther war sogar katholischer Priester.
Trotzdem kann man nicht katholisch-lutherisch sein.
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#2   Athanasius   15:20:30 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@stimme der vernunft
Offensichtlich wissen Sie selber nicht warum man beides sein kann. Sie kennen Ihre Geschichte nicht, und urteilen ohne Grund über den Verfasser des Briefes.
Der Methodismus ist eine pietistische Bewegung die aufs engste mit dem Anglikanismus verbunden ist und aus ihm hervorgegangen ist. John Wesley, Gründer der Methodistischen Kirche Amerikas, war selber bis zu seinem Lebensende methodistischer Pfarrer.
Der Pietismus in Deutschland hatte viel kalvinistischere Züge, wie deutlich wird, wenn man etwa zur ‘Unitas Fratrum’ (den Mährischen Brüdern) schaut.
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#1   stimme der vernunft †   15:02:04 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Der Herr Leserbriefschreiber
scheint nicht viel Ahnung zu haben, wovon er da schreibt.
was soll den bitte „anglikanisch-methodistisch“ sein? Die Dame ist entweder anglikanisch oder methodistisch, aber beides zusammen ist ähnlich unsinnig wie wenn man jemand als „katholisch-protestantisch“ bezeichnen würde.
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