In Deutschland wird an einem Tabu gerüttelt. Die reaktionären Tabuhüter beginnen zu zittern. Zurecht.
Die 68er Zeitschrift ‘Emma’ beklagt in ihrer jüngsten Ausgabe: „Abtreibung: Lebensrechtler bedrohen Reform“
(kreuz.net) Die Anzeichen mehren sich, daß der berüchtigte deutsche Abtreibungs- paragraph schneller
ins Wanken geraten könnte, als es manchem Abtreibungs- lobbyisten lieb sein dürfte.
Das Recht auf Abtreibung
sei in akuter Gefahr. Damit sei auch eine „angstfreie Sexualität“ und „selbstbestimmte Lebensplanung“
der Frauen in Deutschland bedroht.
Das beklagt die vermeintliche deutsche Frauenrechtlerin Alice Schwarzer
(63) in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ‘Emma’.
Die Aufregung der Emma-Chefredakteurin ist alles
andere als unbegründet.
Tatsächlich kommt die Abtreibungsproblematik in Deutschland immer deutlicher
aus der Versenkung eines politischen Tabuthemas heraus.
Das Drama von offiziell rund 130.000 jährlichen
Kindestötungen in Deutschland wird zunehmend öffentlich debattiert.
Es besteht kein Zweifel mehr: Das
ehemalige Randthema Abtreibung drängt sich immer mehr in die Mitte des gesellschaftspolitischen Diskurses.
Zuletzt war das beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Wiesbaden zu spüren.
In der Jungen Union
gewinnt die Lebensrechtsfrage schon seit längerer Zeit größeres Gewicht.
Dies ist auch auf die vielfältigen
Aktivitäten und Informationskampagnen der ‘Christdemokraten für das Leben’ (CDL) zurückzuführen.
Die CDL kann sich gerade in Reihen der JU an rasch steigenden Mitgliederzahlen erfreuen.
Bereits im Dezember
2005 hatte sich der JU-Landesverband Oldenburg in einem Thesenpapier klar für den unbedingten Lebensschutz
und eine Revision des berüchtigten Abtreibungsparagraphen 218 ausgesprochen.
Genau diese Position wollte
nun auch der JU-Landesverband Hessen mit ihrem Vorsitzenden Peter Tauber in Form eines Sachantrages zur
Programmatik der Bundes-JU erheben.
Überraschenderweise signalisierte die Antragskommission im Vorfeld
Zustimmung. Das löste bei vielen Lebensschützern aus den Reihen der JU Euphorie aus.
Doch es kam anders
als geplant.
Am letzten Freitagabend verbreitete sich die Nachricht, der Antragsteller habe den Antrag
zurückgezogen und werde nun die Verweisung an den Bundesvorstand empfehlen.
Zur Begründung hieß es,
die komplexe Thematik könne dort besser als im großen Deutschlandtagsplenum behandelt werden.
Hinter
vorgehaltener Hand wurde jedoch auch vermutet, daß die JU-Führung dieses „heiße Eisen“ noch nicht anfassen
wollte.
Doch als Antrag 8 am frühen Samstag morgen im Tagungssaal des klassizistischen Kurhauses von
Wiesbaden aufgerufen wurde und per Akklamation und ohne weiteres Aufsehen weiterverwiesen werden sollte,
meldeten sich entgegen der Parteitagsregie zwei Delegierte zu Wort.
Sowohl der Oldenburger Delegierte
Jochen Steinkamp (Vechta) als auch der Vorsitzende des großen JU-Landesverbandes Bayern und EU-Parlamentarier,
Manfred Weber, forderten unter auffällig starkem Applaus der Delegierten, daß sich Junge Union und CDU
endlich dem Thema Abtreibung annehmen müßten. Der Paragraph 218 müsse auf den Prüfstand.
Letztendlich
wurde der Antrag zwar lediglich dem Bundesvorstand zur Behandlung überwiesen. Dennoch war nicht zu übersehen,
daß die große Mehrheit der Delegierten den Ausführungen Steinkamps und Webers im Grundsatz zustimmte.
Auf den Fluren des Kurhauses und bei der „Hessischen Nacht“ am Samstag abend blieb die Abtreibungsproblematik
ein heiß diskutiertes Thema.
Endlich sei offen angesprochen worden, was viele Mitglieder der Jungen
Union denken.
Auch aus dem JU-Bundesvorstand gab es klare Signale, daß man den Antrag nicht unter den
Tisch fallen lassen will, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der gesetzlichen Regelung zu
Kinderabtreibungen im Rahmen des Paragraphs 218 plane.
Darum scheint Frau Schwarzer Recht zu haben, wenn
sie schreibt:
„In Amerika bringen christliche Lebensschützer nach 33 Jahren gerade das Recht auf Abtreibung
ernsthaft ins Wanken. Das könnte in nicht allzu ferner Zeit auch bei uns der Fall sein. Wenn wir nicht
endlich aufwachen – und verhindern, daß im Namen des ‘ungeborenen Lebens’ wieder Macht über das geborene
Leben ausgeübt wird.“
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124 Lesermeinungen
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#124 Benedikt 19:01:59 | Sonntag, 12. November 2006
@ methusalix Auch das sehen einige Menschen inzwischen ein klein wenig anders; aber die Wahrheitsverkünder
(alles alte Männer, wie Sie wissen) halten an ihrer Deutungshoheit fest. Es natürlich ganz klar: Die
haben immer Unrecht. Im Gegensatz dazu haben Sie und ihresgleichen immer Recht.
#123 Pünktchen 21:13:45 | Samstag, 11. November 2006
Alice Schwarzer selbst ist übrigens dabei, die linksliberalen Denkprothesen abzuwerfen! (Im Unterschied
dazu ist „methusalix“ weit unbeweglicher und verschanzt sich in der linksliberalen Wagenburg, die schon
in den 80er Jahren von den Intelligenteren verlassen wurde!) Schwarzer hatte den Multikulti-Mainstream
aufgegeben, als ihr klar wurde, welche alltagskulturellen und emanzipatorischen Wirkungen von einem weiteren
Anwachsen des muslimischen Bevölkerungsanteils zu erwarten sind! Plötzlich war sie gegen den EU-Beitritt
der Türkei, sie unterstützte Merkel bei der letzten Wahl und zur Frage der Abtreibung äußert sie sich
angeblich auch schon „differenzierter“. „methusalix“, der sich seinen Namen redlich verdient hat, beglückt
uns dagegen mit Schattenboxen gegen Konrad Adenauer
#122 gelasius 20:55:14 | Samstag, 11. November 2006
pünktchen/ meth Das ist ja nicht das erste mal, daß er argumentativ strandet- er tut eigentlich nichts
anderes, versucht aber das durch eine große Wortschwurbelei zu kaschieren. Da zeigt sich , daß es außerhalb
der dem Methusalobelix eigenen ideologischen Scheuklappen und ohne die dazugehörige denkprothese nicht
geht.Je nun.
#121 Pünktchen 20:40:37 | Samstag, 11. November 2006
Methusalix ist offensichtlich argumenatativ gestrandet, sonst würde er nicht Zuflucht zu einem ganz und
gar unpassenden Zitat (aus einem fremden Leserbrief zum Thema „Homophobie“) nehmen! Wie jämmerlich sind
Sie doch, methusal. Si tacuisses, möchte ich sagen! Methusal: Scheinbar voller Hass und Abneigung gegen
etwas, was von ihren engen Normvorstellungen abweicht… Das Anerkennung des grundlegenden Rechtes auf
Leben sind also „enge Normvorstellungen“! (Der Leserbriefautor kennt i.ü. den Unterschied von „anscheinend“
und „scheinbar“ nicht!) Methusal: Ohne wirkliche Argumentationsbasis müssen sie dabei auf Bibelzitate
zurückgreifen… Ich hatte nicht die Bibel zitiert, wohl aber Immanuel Kant! (s.u.!) Und dieser hat ein
entscheidendes Argument gegen die Abtreibung geäußert. Dazu fällt unserem methusal natürlich nichts
ein, darum jetzt dieses hilflose Manöver! Methusal: auf angeblich wissenschaftlich belegte Studien …
hatte ich mich auch nicht bezogen, sondern auf prinzipien- und rechtfertigungstheoretische Argumente bei
dem genannten Aufklärungsphilosophen! (s.u.!) Den Wahrheitsgehalt der Behauptung, daß meine Zuschrift
„voller Hass und Abneigung“ (gegen Frauen, vermute ich!?) gewesen sei, möge der Leser bitte selber überprüfen
(meine Zuschrift in diesem thread: 10. November 2006 21:54 Uhr)!
@ Schwarzer, dieses Irrlicht… >>In Amerika bringen christliche Lebensschützer nach 33 Jahren gerade
das Recht auf Abtreibung ernsthaft ins Wanken. Das könnte in nicht allzu ferner Zeit auch bei uns der
Fall sein. Wenn wir nicht endlich aufwachen – und verhindern, daß im Namen des ‘ungeborenen Lebens’ wieder
Macht über das geborene Leben ausgeübt wird.<< Ja, diese Schwarzer hat eben NICHTS begriffen oder will
es nicht begreifen. Ihre Äußerung macht ganz klar, dass sie im Hinblick auf das ungeborene menschliche
Leben keinerlei Verpflichtung und Verantwortung sieht (immerhin spricht sie von „Leben“, was die Sache
umso schlimmer macht, weil sie die Problematik wohl zumindest ansatzweise begriffen hat). Sie stellt die
kalte, blanke Macht über das unveräußerliche Lebensrecht des ungeborenen Kindes. So hat diese Schwarzer
auch großes Glück, dass Sie hier in einem Rechtsstaat lebt, in dem ihr eigene, FRAGWÜRDIGE Existenz
vom Staate selbst beschützt wird. Aber wer weiß: Gesetze lassen sich ändern – und vielleicht kommt
einmal eine Zeit, in der Schwarzer selbst den Zynismus der Macht am eigenen Leibe zu SPÜREN bekommt.
Bisweilen soll dies ja ganz hilfreich sei: Bekenntnis zur Wahrheit im Angesicht letzter Entscheidungen…
#119 methusalix † 19:56:27 | Samstag, 11. November 2006
12345 Das passt auch hier perfekt, Pünktchen. Reflektor: Betrifft: Schnabeltierkönig,Rudolfsohn,Beobachterin
und weitere Diese und andere Schreiber tun mir auch irgendwie leid. Scheinbar voller Hass und Abneigung
gegen etwas, was von ihren engen Normvorstellungen abweicht, verbreiten sie hier ihre garstigen Attacken.
Ohne wirkliche Argumentationsbasis müssen sie dabei auf Bibelzitate zurückgreifen, auf angeblich wissenschaftlich
belegte Studien (gähn…) oder- noch schlimmer- auf die inhaltlich schwachen Darstellungen in den hiesigen
Artikeln. Dabei bedarf es nicht mal ausführlicher Psychologiekenntnisse, um zu erkennen, was dahinter
steckt: Einsamkeit, der Wunsch nach Anerkennung, gesellschaftliche Ausgrenzung, ein (durch falsche Erziehung?)
beengtes Weltbild, der Wunsch, durch Unterdrückung anderer (hier: Homosexueller) [sonst der Frauen; Einschub
von obelix] das Ego etwas aufzuwerten. So muß nun ein Internetforum als Ersatz für eine Therapie herhalten
und das ist wahrlich tragisch. Ohne Frage können solche Menschen ohne fremde Hilfe ihren Geist nicht
heilen. Sie selbst erkennen ihre Hilflosigkeit natürlich nicht, zumal sie ihre an Wahn grenzenden Vorstellungen
in den Beiträgen anderer wiederfinden und sich dadurch bestärkt fühlen. Was für ein Teufelskreis!
Öffnet Ihnen die Augen! Sucht Ihnen die besten Therapeuten, die ihr kennt! Und geht- wenn es auch schwerfällt-
auf ihre Tiraden ein. Sie verkümmern sonst, denn niemand hört ihnen sonst zu. BITTE!!!
#118 Pünktchen 21:54:17 | Freitag, 10. November 2006
@Adrian Sie zitieren nicht mich, sondern jemand anderen! @Methusal/Obel: Das Leben eines anderen Menschen
steht niemals rechtens in einem Abwägungsverhältnis zu eigenen Interessen. Ihre vermeintlichen „Katastrophenschutz“maßnahmen
könnten genausogut als Rechtfertigung für gewöhnliche Mörder dienen! Wie will jemand im Ernst eine
Abwägung zwischen einem fremden Leben und eigenen Lebenslagen vornehmen können, ohne daß eine moralisch
gültige Abwägung durch die eigene Vorteilsperspektive verfälscht wird? Das kategorische Tötungsverbot
bildet den Kern jeder Moral und jeden Rechtes, es ist keineswegs eine „katholische“ Marotte, sondern drängt
sich auch aus aufgeklärt-rechtsphilosophischen Gründen auf. So hielt auch I. Kant die Abtreibung für
unzulässig, weil wir gar keinen Begriff davon haben können (man beachte den prinzipiellen Begründungsansatz!),
wie aus einem „etwas“ ein „jemand“ werden könne! Wohlgemerkt: Kant sagte nicht, wir haben nicht genügend
Kenntnisse, sondern er sagte: wir haben ganz und gar keinen Begriff davon. Aus diesem Grunde gilt: Jeder
Mensch ist vom Anfang seiner Existenz an mit dem Recht auf Leben ausgestattet. Bejahen wir diesen Satz
nicht, ist die Tür für alles Mögliche offen …
#115 obelix † 21:19:19 | Freitag, 10. November 2006
Um des lieben Friedens willen Pünktchen: Es gibt kein Umdenken bei mir, weil ich einen Schwangerschaftsabbruch
schon immer für eine Katastrophe gehalten habe. Andererseits kann eine Frau in Situationen kommen, in
denen eine Fortführung der Schwangerschaft die grössere Katastrophe für die Frau ist (ersparen Sie
mir bitte eine Aufzählung, Sie wissen es ja). Dann müssen wir alles tun, dieser Frau helfend unter die
Arme zu greifen, um dies zu verhindern. Wenn wir es allerdings nicht verhindern können, dann halte ich
das Strafgesetzbuch in diesem Fall für die schlechteste und unwirksamste Methode einen Abbruch zu verhindern.
Ausser natürlich den „Lebensschützern“ die vor „Kinderschlachthöfen“ mit Plastikembryos schmeissen.
Die kann man gleich den Hasen geben.
#114 Pünktchen 20:48:45 | Freitag, 10. November 2006
Tja, Methusal/Obel, für den Fall der ungewollten Kinder, bzw. derjenigen Kinder, die, wenn sie auch ursprünglich
gewollt waren, schließlich nicht mehr gewollt sind, hatten Sie eine andere „Lösung“ für gerechtfertigt
erklärt: die Abtreibung! Oder gibt es da ein Umdenken bei Ihnen?
@ Obelix Ist alles drin, von NFP über Kondome bis hin zur Kontrazeptiva, die die Gynäkologin empfiehlt
(oder der Hautarzt). Und wenn der Pearl Index sich bemerkbar macht, dann tritt automatisch Plan B in Kraft.
Kommt oft genug vor…
#112 obelix † 20:38:51 | Freitag, 10. November 2006
Was Sie immer in meine Beiträge hineinlesen, Pünktchen Sondern sie muß lauten: …Und wenn ihr sie
nicht mehr wollt oder ihr sie etwa „ungewollt“ ge“macht“ habt, bringt sie beizeiten um! Das war Ihre erweitert
Version; wenn Sie meine Version erweitert haben wollen: Schafft Arbeitsplätze, soviel ihr braucht! Macht
Kinder, soviel ihr wollt! Und wenn ihr keine (mehr) wollt, verwendet einesichere Verhütungsmethode eurer
Wahl. Ist alles drin, von NFP über Kondome bis hin zur Kontrazeptiva, die die Gynäkologin empfiehlt
(oder der Hautarzt).
Methusalix Ihre Position in dieser Debatte ist nicht vollständig wiedergegeben mit den Worten: Schafft
Arbeitsplätze! Soviel ihr braucht! Macht Kinder! Sviel ihr wollt! Sondern sie muß lauten: Schafft Arbeitsplätze,
soviel ihr braucht! Macht Kinder, soviel ihr wollt! Und wenn ihr sie nicht mehr wollt oder ihr sie etwa
„ungewollt“ ge“macht“ habt, bringt sie beizeiten um!
#107 Pünktchen 19:47:35 | Freitag, 10. November 2006
Methusalix versucht sich auf Nebenschauplätzen! (Der errechnete und errechenbare Zusammenbruch unserer
sozialen Sicherungssysteme, die ja weitgehend auf einem intergenerationellen Umlageprinzip gegründet
waren und noch immer gegründet sind (!!!), wurde von so vielen Sozialpolitikern, Demographen, Versicherungsmathematikern
und anderen Fachleuten beschrieben, daß ich mir die Erörterung hier spare. Das Argument des sozialen/volkswirtschaftlichen
Risikos der Abtreibung wurde von mir – u.a. auch in diesem thread – natürlich NICHT als das viel schwerwiegendere
rechtsmoralische Argument behandelt. Die hypothetischen Zahlenannahmen von Methusalix haben daher keine
Bedeutung im rechtsmoralischen Diskurs! ) Zur Frage des Mordes an ungeborenen Kindern als angeblichem
„Frauenrecht“, das ein fundamentaleres und höhherrangiges Recht außer Kraft setzen könne, das man als
Grundrecht schlechthin bezeichnen muß: das Recht auf Leben, dazu von Methusalix natürlich kein Wort!
#104 methusalix † 19:30:46 | Freitag, 10. November 2006
OK, Pünktchen, weil Sie so darum betteln: …für den schon heute errechenbaren und errechneten Zusammenbruch
unserer sozialen Sicherungssysteme,… Auf Ihre sattsam bekannten Nazivergleiche a la Meisner schenke
ich mir eine Antwort, aber was um alles in der Welt bringt Sie dazu so einen Unsinn zu glauben? Die Sozialsysteme
brechen nicht zusammen, weil es zu wenig Menschen gibt, sondern weil die Bosse in ihrer masslosen Gier
Arbeitsplätze vernichten bis zum geht-nicht-mehr. In Deutschland leben jetzt weit über achtzig Millionen
Menschen, mehr als zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte; wir haben eine Bevölkerungsdichte die
Sie in grossen Flächenstaaten sonst kaum auf Erden finden. Jetzt machen wir ein Experiment: wir retten
alle „Kinder“ vor ihren „Abtreibungsmördern“. Das sind ja Abermillionen. Nehmen wir an, dass in zwanzig
Jahren auch zwanzig Millionen „Kinder“ errettet werden. Dann hat Deutschland eine Bevölkerungszahl von
etwa hundert Millionen Einwohnern. Haben wir auch zwanzig Millionen mehr Arbeitsplätze? Oder wenigstens
zehn Millionen mehr Ausbildungsplätze in Schulen, Hochschulen und Firmen? Sie wissen doch, dass heute
zehn Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (das sind die, die die Rente finanzieren!
Nicht arbeitlose Jugendliche!) fehlen und dass jetzt fünfzigtausend Jugendliche ohne Lehrstelle, also
ohne jede Aussicht auf eine selbst gestaltete und selbst finanzierte Zukunft, dastehen. Nix ist mit Rentensicherung
durch Geburtenzuwachs!
#102 methusalix † 18:34:28 | Freitag, 10. November 2006
Hallo Benedikt! Nach dem was wir wissen, berief Jesus nur Männer. Auch das sehen einige Menschen inzwischen
ein klein wenig anders; aber die Wahrheitsverkünder (alles alte Männer, wie Sie wissen) halten an ihrer
Deutungshoheit fest. Da haben Sie vollkommen recht. @Pünktchen, nur so als Fussnote: lassen Sie’s!
#101 Benedikt 16:40:28 | Freitag, 10. November 2006
@ methusalix Sehen Sie die Kirche wirklich so wie jeden Fussball- oder Turnverein oder wie jede politische
Partei? Ich bin sicher, Jesus sah dies anders. Nach dem was wir wissen, berief Jesus nur Männer.
#100 Pünktchen 16:27:36 | Freitag, 10. November 2006
Methusalix Interessanterweise sind viele Frauen (und längst nicht nur die kirchlich gebundenen) Gegner
der Abtreibung. Darunter auffallend viele Ärztinnen, Juristinnen und generell Akademikerinnen! Frauen
von Bildung und moralischem Format lassen sich nicht einreden, ein Verbrechen sei keines, nur deswegen,
weil auch die katholische Kirche – neben der evangelischen, der orthodoxen Kirche und anderen Weltreligionen –
sie als Verbrechen bezeichnet oder weil dieses Verbrechen eine tatsächliche oder vermeintliche Vorteilsposition
verschafft! Solange Frauen und Männer ihrem Vorteil den Vorzug vor der Wahrheit geben, bleiben die Abtreibungsgesetze!
Das stimmt! Auf die menschliche Korrumpierbarkeit durch amoralische individuelle Vorteilskalküle können
Sie also weiterhin hoffen, methusalix! (Die Entrechtung und Enteignung der Juden durch die Nürnberger
Gesetze haben ja auch so viele Personen in eine Vorteilsposition versetzt, daß von einer nennenswerten
Gegenwehr in der Bevölkerung nicht die Rede sein kann!) Eine jahrelang unterdrückte und verleugnete
Wahrheit wird jedoch irgendwann ihren Tribut fordern. Die Frauen und Männer in der Jungen Union, die
realisieren, daß sie es sind, die in fünfzehn bis zwanzig Jahren die Zeche bezahlen müssen für den
Abtreibungs-Massenmord von heute, für den schon heute errechenbaren und errechneten Zusammenbruch unserer
sozialen Sicherungssysteme, diese jungen Leute sind es, die plötzlich fragen: Wieso sollte es ein „Frauenrecht“
geben Kinder zu töten?
#99 methusalix † 12:34:25 | Freitag, 10. November 2006
@Pünktchen Wer Frauen das Gegenteil einredet, ist der wahre Frauenfeind: SIE, nämlich, methusalix!!
Das sehen die allermeisten Frauen auf der Welt anders, Pünktchen! Aber die sind ja auch nicht den katholischen
Wahrheitsverkündern und „Frauenverstehern“ hörig!
#98 Pünktchen 09:22:10 | Freitag, 10. November 2006
@Methusal/Obel: Wer für sich die Definitionshoheit beansprucht darüber, welches Individuum der Gattung
Mensch tatsächlich „Mensch“ sei, bzw. das grundlegende Recht auf Leben genießen dürfe, der ist bereits
Gegner der Menschenrechte. Wenn es nämlich wirklich Rechte gibt, die mit dem Menschsein als solchem gegeben
sind, dann könnte ein Menschenrecht nur noch verletzt werden a) im offenen Widerspruch zu einem solchen
Recht oder b) durch definitorische Manipulationen am Begriff des Menschseins. Der Versuch „Menschsein“
mit irgendwelchen erreichten oder verwirklichten Entwicklungsstadien zu identifizieren, scheitert jedoch
völlig! Tatsächlich ist nicht einzusehen, wie es britische Mediziner formulierten, warum die Tötung
eines Menschen am einen Ende des Geburtskanals Mord sein soll und am anderen nicht! (Warum wenige Sekunden
darüber entscheiden sollten, daß ein Individuum „Mensch“ sei oder nicht!) Die Diskriminierung der Ungeborenen
durch die Geborenen hat ihre Parallele in der rassistischen Diskriminierung, die ja oft genug auch damit
arbeitet, bestimmte Mitglieder der gemeinsamen Gattung als Un-Menschen oder defizitär-menschlich („Halb-Affe“,
„Insekten“ …) zu diskreditieren. Mit Ihrem Votum für das Abtreibungsrecht, das Sie kaltschnäuzig als
selbstverständliches „Frauenrecht“ deklarieren, sind Sie mitschuldiug am millionenfachen Kindermord,
methusalix. Es gibt kein Recht auf Vorsatztötung: für Männer nicht, für Frauen nicht! Wer Frauen das
Gegenteil einredet, ist der wahre Frauenfeind: SIE, nämlich, methusalix!!
#97 obelix † 19:48:44 | Donnerstag, 9. November 2006
fünf Zeichen als Titel Pünktchen: Methusalix, … >>Das Recht auf Leben ist keine konfessionelle, keine
sexualeth., keine geschlechtsspezifische Frage und im Prinzip auch keine Frage von „links“/„rechts“!<<
Sie plärren ja hier laut genug herum. Ich stimme Ihnen auch zu, dass dieses Recht auf Leben weltweit
schändlich mit Füssen getreten wird. In Tschetschenien, im Irak, in Nigeria, in Sri Lanka und auch sonst
überall wo Krieg und Terrorismus herrrscht. Darum bin ich der Meinung, dass die Einhaltung der Erklärung
der Menschenrechte durchgestzt werden muss, überall auf der Welt. Dass Sie und Ihre fundamentalistischen
Stichwortgeber, wie Meisner und Konsorten, dabei auf Frauen, vor allem verzweifelte Frauen eindreschen
ist zwar bedauerlich, angesichts der absoluten Verklemmtheit gegenüber allem körperlichen, nicht weiter
verwunderlich, aber sehr zu bedauern, weil dadurch die moralische Autorität der Kirche, eben durch diese
Einseitigkeit, von dieser selbst untergraben wird. Und jetzt sollten wir es lieber lassen. Sie werden
nicht aufhören, einseitig Frauen zu verurteilen, die in Notlagen ihre Schwangerschaft abbrechen, und
ich werde nicht aufhören die Einhaltung aller Menschenrechte durch alle einzufordern. Wobei Ihre spezielle
Ansicht dazu nicht in der Deklaration steht. Die ist der katholischen Wunschmoral entsprungen. Benedikt:
Sehen Sie die Kirche wirklich so wie jeden Fussball- oder Turnverein oder wie jede politische Partei?
Ich bin sicher, Jesus sah dies anders.
#96 Benedikt 14:15:06 | Donnerstag, 9. November 2006
@ methusalix Wenn Sie die Kirchenbeamten meinen: Jetzt? Diskriminieren. Früher? Verheizen. Diskriminieren?
Wenn ich einen Verein gründe und nur Rechtshänder Mitglied werden lasse, ist das dann Diskriminierung?
Wenn ja, dann ist so ziemlich alles Diskriminierung. Ich jedenfalls verlange dann, sofort in ein Nonnenkloster
aufgenommen zu werden. Kennen Sie die Gründe nicht, oder warum fragen Sie? Doch; ich habe es als rhetorische
Frage formuliert: zu viele Rechte für Frauen. (Glaubt der Klerus, ist nicht so) Na, also ich glaube eher,
dass das mit der Staatsform des Vatikan zusammenhängt. Fragen religiöser Bedeutung sind für die Menschenrechtserklärung
völlig irrelevant. Auch die Konvention räumt kein Recht auf den Sakramentenempfang in irgendeiner Konfession
ein. Eine Alltagsdiskriminierung, wie man sie etwa in islamischen Staaten beobachten kann (Ausgeh- & Fahrverbote,
Kleiderzwang etc.) gibt es in der Kirche nicht. Damit kann das also nichts zu tun haben. Logischer ist
da wirklich eher die Staatsform des Vatikan: der Papst als Alleinherrscher. Was ich in einem „normalen“
Flächenstaat auch eher ablehnen würde, halte ich für einen Staat wie den Vatikan, der eher eine Verwaltungsbehörde
ist für unproblematisch. Es ist ja nun nicht wirklich so, dass dem Papst ein Diktatoren-ähnliches Instrumentarium
zur Verfügung stände. Er könnte ja nicht mal verhindern, dass seine Staatsbürger einfach alle gehen,
falls er ein Tyrann wäre. Da muss man wirklich mal auf dem Teppich bleiben.
#95 Pünktchen 08:54:54 | Donnerstag, 9. November 2006
Methusalix, gehen Sie schon so auf dem Zahnfleisch, daß Ihnen keine sachlichen Erwiderungen mehr möglich
sind?Den Haupteinwand gegen Ihre Themen- und Prinzipienverwurstung lassen Sie unbeantwortet. Wenn Sie
den aber nicht entkräften, können Sie hier ganz einpacken! Er lautete: >>Das Recht auf Leben ist keine
konfessionelle, keine sexualeth., keine geschlechtsspezifische Frage und im Prinzip auch keine Frage von
„links“/„rechts“!<< Wie zum Beweis der Richtigkeit meines Vorwurfes versuchen Sie es dann dennoch mit
Themenverwurstungs- und Ausweichmanövern. Zum Beispiel der „USA“-Trick! Sie waren es, der den Wahlausgang
in den USA euphorisch begrüßte. Ich hatte Sie (daraufhin!) lediglich davor gewarnt, daraus langfristig
für die Abtreibungsdebatte erhebliche Vorteile zu erwarten. Sie darauf: Ausgerechnet die USA nimmt sich
ein Katholik als Vorbild? Bei Ihnen blickt man wirklich in die Werkstatt eines Rabulisten: An keiner Stelle
hatte ich die USA „als Vorbild“ bezeichnet! Aber mit solchen Methoden muß wohl arbeiten, wer zum rechtsmoralischen
Problem der Tötung ungeborener Kinder auf eben dieser Argumentationsebene keine schlagkräftigen Argumente
mehr hat. Unbeantwortet bleibt auch der Diskriminierungsvorwurf, der Abtreiber und Rassisten gleichermaßen
trifft! Abtreibung ist die Diskriminierung der Ungeborenen durch Geborene mit Hinweis auf einen erreichten
Entwicklungsstand. Rassismus diskriminiert mit Hinweis auf rassische Merkmale. In beiden Fällen ist die
letzte Konsequenz: Massenmord!
#93 obelix † 01:38:53 | Donnerstag, 9. November 2006
Nicht Nachtdienst, Breze; ich bin vom Typ eine Nachteule Pünktchen: Die Frage des Lebensrechtes …ensteht
jene braune Brühe der Abtreibungstoleranz, … Klar, wenn man keine Argumente mehr hat, als die katholische
Wunschmoral der Sexualtheoretiker, dann kommt die Nazikeule. Genau wie Ihr grosses Vorbild Meisner. (…daß
selbst innerh. d. demokrat. Partei in den USA…) Ausgerechnet die USA nimmt sich ein Katholik als Vorbild?
Machen Sie sich doch nicht noch lächerlicher als Sie es schon sind, Pünktchen. Die USA sind in Fragen
der Moral ungefähr so kompetent, wie der Papst für Fragen der Ehe. Dort sind ja sogar Kinderhinrichtungen
erlaubt, was allerdings auch bei der heiligen katholischen Kirche der Fall ist. …noch „Kirchenbeamte“,
die „Frauen verheizen“ und ähnliche rhetorische Vogelscheuchen an die Wand malen. Kleriker sind Beamte
der Kirche, Bischöfe schwören vor Amtsantritt einen Eid auf die Verfassung, genau wie jeder andere Beamte
auch. Dass Frauen auf Anordnung des katholischen Klerus verheizt wurden werden doch hoffentlich nicht
einmal Sie bestreiten. Oder wollen sie der Heiligen Johanna ihren Heiligenschein klauen? Sie, methusalix,
stehen…mit rassist. Massenmördern, bzw. ihren ideologischen Komplizen, auf einer Stufe! Sehr katholisch,
diese Einordnung. Finde ich prima, sie zeigt, wes Geistes Kind Sie sind. So machen das die islamischen
Terroristen auch. U.U. werden Sie die Revision des AbtreibungsR.s noch erleben müssen (ich… dürfen!)
In den USA ja, bei uns oder in Schweden und Holland eher nicht.
#91 obelix † 01:19:46 | Donnerstag, 9. November 2006
@Dr. Heger Dr. Heger @Methusalix …sondern der wohlbekannte Scharia-Staat stehen könnte? Die Deutschen
und die Österreicher neigen viel eher zum Faschismus, als zum Islam, wie die Geschichte beweist. Dass
Sie hier die Scharia als Teufel an die Wand malen, soll doch nur die Menschen in Angst und Schrecken versetzen,
mit der hintergründigen Drohung: Wenn ihr das katholische Moraldiktat nicht befolgt (und beim Vatikan-Roulette
möglichst viele Kinder macht), wird dieses Land in wenigen Jahren ein islamischer Gottesstaat, wie der
Iran sein. Wenn eine Religion derartig schäbige Methoden verwendet, Herr Doktor Heger, dann hat sie den
Untergang redlichst verdient. Angstmache als Bekehrungsmethode ist abgeschafft; zusammen mit den Folterkellern
und Scheiterhaufen der Heiligen Inquisition. …Leute Ihres Schlages treten schnell zum Islam über und
bringen ihr Schäflein ins Trockene. Nö, dann hätte mein Rosenkranz hundert Perlen und wäre mir viel
zu umständlich. Ausserdem habe ich schlechte Erfahrungen mit Chirurgen gemacht. Ist also nix, mit Ihrer
„Prophezeiung“, Sie möchtegern-Märtyrer. Ach Sie Naivling! Na dann müssen sie auch diesen Mann www.hwwi.org/Leitung.67.0.html
als Naivling einordnen, aber ich befürchte, dass er doch ein ganz klein wenig besser in Demografie ist
als Sie und dass Ihre Einschätzung der Entwicklung doch ein bischen von katholischer Ideologie geprägt
ist; etwa so, wie bei den Kreationisten und Co. Man schaut sich seine Glaubensaussagen an und versucht
dann die Realität diesen Aussagen anzupassen
@Methusalix Die Abnahme der Überbevölkerung Deutschlands verleitet Sie also zur Prophezeiung, dass sich
das Land in einen klerikal-faschistischen Staat wandeln wird Lesen müßte man können, Sie Obergescheiter!
Ich habe dergleichen durchaus nicht vorhergesagt. Sie Phantasieloser, haben Sie schon mal daran gedacht,
daß im Ergebnis „kein klerikal-faschistischer Staat“, wie Sie sich auszudrücken belieben, sondern der
wohlbekannte Scharia-Staat stehen könnte? … Da bin ich aber gespannt. Enspannen Sie sich, Leute Ihres
Schlages treten schnell zum Islam über und bringen ihr Schäflein ins Trockene. Was Sie als „demografische
Katastrophe“ beschreiben, wird von anderen als die grosse Chance für Deutschland beschrieben. Ach Sie
Naivling! Die große Chance, die Sie dann im Alter haben, ist die, daß Sie vielleicht noch irgendwo warm,
satt und trocken abgelegt werden. Aber auch das ist nicht sicher. MfG Christoph Heger
#89 Pünktchen 20:59:48 | Mittwoch, 8. November 2006
Die Frage des Lebensrechtes ist keine konfessionelle, keine sexualeth., keine geschlechtsspezifische und
im Prinzip auch keine Frage von „links“/„rechts“! Da Sie, methusalix, systematisch die rechtsmoral. Frage
nach dem Recht auf Leben mit den og. Fragen verrühren, ensteht jene braune Brühe der Abtreibungstoleranz,
die immer weniger Menschen überzeugt und aus der nur Propaganda und Ideologie zu schöpfen ist! (Ein
sicheres Indiz für das globale Umdenken in dieser Frage ist die Tatsache, daß selbst innerh. d. demokrat.
Partei in den USA die Abtreibungstoleranz wachsenden Widerstand www.democratsforlife.org/ erlebt, und
daß ausgerechnet eine Frau, Hillary Clinton nämlich, Bereitschaft signalisiert, das Lebensrecht in den
USA besser zu schützen! Ihre Freude über den Ausgang der Kongreßwahlen in den USA könnte also verfrüht
sein.) Ein „Frauenrecht“ auf Vorsatztötung kann es ebensowenig geben wie ein Männerrecht. Frauen lassen
sich auch immer weniger einreden, daß die „licence to kill“ irgendetwas mit ihrer Emanzipation oder Sexualität
oder (dem Fehlen einer) religiösen Konfession zu tun habe. Insofern stehen Sie bald schon auf verlorenem
Posten, methusalix, wenn Sie im Ernst noch „Kirchenbeamte“, die „Frauen verheizen“ und ähnliche rhetorische
Vogelscheuchen an die Wand malen. Sie, methusalix, stehen für eine willkürliche Einschränkung des Menschenrechtes
auf Leben,d.h. mit rassist. Massenmördern, bzw. ihren ideologischen Komplizen, auf einer Stufe! U.U.
werden Sie die Revision des AbtreibungsR.s noch erleben müssen (ich… dürfen!)
#88 obelix † 19:32:39 | Mittwoch, 8. November 2006
@Bendikt … Jeder, der dies tut riskiert, dass der Paragraph (bzw die Folgeparagraphen) …ganz anders
aussieht, als er das gewollt hat. Volle Zustimmung Benedikt! Wenn ich an die Lobbygruppen von allen Seiten
denke, wagt das niemand. Was machen Sie denn? Wenn Sie die Kirchenbeamten meinen: Jetzt? Diskriminieren.
Früher? Verheizen. Kennen Sie die Gründe nicht, oder warum fragen Sie? Doch; ich habe es als rhetorische
Frage formuliert: zu viele Rechte für Frauen. (Glaubt der Klerus, ist nicht so)
#87 Benedikt 18:35:55 | Mittwoch, 8. November 2006
@ methusalix Sie haben natürlich Recht Herr Doktor Heger. Auf ewig ist kein Gesetz gültig. Das war beim
Paragrafen 175 und beim berüchtigten Kuppeleiparagrafen so und das wird auch beim § 218 StgB so sein.
Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass fundamentalkatholische Wunschmoral sich hier niederschlagen werden.
Und ich wage zu bezweifeln, dass sich in näherer Zeit irgendein Irrer finden lässt, der Hand an den
§ 218 legt. Jeder, der dies tut riskiert, dass der Paragraph (bzw die Folgeparagraphen) am Ende des folgenden
Flügelstreites und der jahrelangen verfassungsgerichtlichen Auseinandersetzungen ganz anders aussieht,
als er das gewollt hat. Was die katholischen Kleriker mit den Frauen machen war früher oft ein Massenverbrechen,
Was machen Sie denn? Zuviele Frauenrechte darin verankert? Die man nicht mittragen will? Kennen Sie die
Gründe nicht, oder warum fragen Sie?
#86 obelix † 18:21:02 | Mittwoch, 8. November 2006
@Pünktchen Pünktchen: … Ich spüre deutlich, daß Sie selber nicht mehr an das glauben, was Sie da
schreiben. Oh, Pünktchen ist ein Medium, das auf tausende von Kilometern meine Gedanken und Gefühle
lesen kann und weiss, woran ich glaube und nicht glaube. Wenn die Sexualtheoretiker, die sich als die
Fachleute für Sexualität gerieren, nur halb so viel „Einfühlungsvermögen“ hätten, wie Sie, Pünktchen,
wären die Kirchenbänke jeden Sonntag voll. … darauf läuft nun Ihre gehaltlose Wortmeldung hinaus,
die nochmal feministische Reflexe aktivieren soll,… Sie haben natürlich Recht,Pünktchen, wenn Sie
auf die USA blicken. Zumindest bis heute Abend. Der Schwung nach rechts scheint doch vorbei zu sein. Die
Parallele zu rassistisch motivierten Massenverbrechen liegt im Akt der Diskriminierung und willkürlicher
Entrechtung. Sie haben den C. I. C. aber genau gelesen! Was die katholischen Kleriker mit den Frauen machen
war früher oft ein Massenverbrechen, heute ist es eben „nur noch diskriminierend“. Bald vorbei. Daher
stehen Sie für Willkürrecht, methusalix, Nö, ich bin für die ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE www2.amnesty.de/…f/windexde/TH2004001
Aber die Kirchenbeamten scheinen damit ihre Schwierigkeiten zu haben. Zuviele Frauenrechte darin verankert?
Die man nicht mittragen will? Oder, korrigieren Sie mich bitte, hat Ratzinger unterschrieben? Eher nie,
oder? …die Kirche tritt für ein überpositives und ewig gültiges moralisches Recht ein: Ewig klingt
ziemlich lange, Pünktchen. Seit wann genau? Tipp: schauen Sie sich mal Artikel 4 an
#85 methusalix † 18:16:02 | Mittwoch, 8. November 2006
@Dr. Heger Dr. Christoph Heger: Prophezeiungen sind immer schwierig, … besonders wenn sie sich auf die
Zukunft beziehen… Sie haben natürlich Recht Herr Doktor Heger. Auf ewig ist kein Gesetz gültig. Das
war beim Paragrafen 175 und beim berüchtigten Kuppeleiparagrafen so und das wird auch beim § 218 StgB
so sein. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass fundamentalkatholische Wunschmoral sich hier niederschlagen
werden. …sterben infolge ihrer statistisch signifikant geringeren Kinderzahl aus. In der Folge wird
möglicherweise nicht nur dieser Paragraph fallen. Die Abnahme der Überbevölkerung Deutschlands verleitet
Sie also zur Prophezeiung, dass sich das Land in einen klerikal-faschistischen Staat wandeln wird, wie
weiland Österreichs erste Republik? Da bin ich aber gespannt. …Die Folgen der demographischen Katastrophe…
Was Sie als „demografische Katastrophe“ beschreiben, wird von anderen als die grosse Chance für Deutschland
beschrieben. Deutschland altert – na und? Untergangsvisionen überall: Bücher und Fernseh-Talkrunden
stellen den bevorstehenden Bevölkerungsschwund als soziale und wirtschaftliche Zeitbombe dar. In Wirklichkeit
bietet der demografische Wandel viele übersehene Chancen. www.spiegel.de/…,1518,443804,00.html Den
Rest schenken wir uns. Sie glauben fest daran, dass ein Abbruch Mord ist, ich nicht (und etliche andere
auch nicht).
Prophezeiungen sind immer schwierig, … besonders wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Dafür ist
diese ein hübsches Beispiel: an der jetzt gültigen Version des Papragrafen 218 wird nichts geändert
werden Das Gegenteil scheint wahrscheinlicher. Die Kreise, die diese sowohl verfassungswidrige wie auch
ethisch nur als verbrecherisch zu bezeichnende Fassung des Paragraphen 218 StGB durchgesetzt haben, sterben
infolge ihrer statistisch signifikant geringeren Kinderzahl aus. In der Folge wird möglicherweise nicht
nur dieser Paragraph fallen. Es ist natürlich auch denkbar, daß nicht nur dieser Paragraph fällt, sondern
das ganze Gebäude der Nachkriegsverfassung Deutschlands überhaupt. Die Folgen der demographischen Katastrophe
wurden uns ja lange genug verschleiert und werden dem Volk auch jetzt nur häppchenweise zu Bewußtsein
gebracht. … und sich dazu versteigen, Abbrüche mit der Shoa zu vergleichen. Wieso versteigen? Der Vergleich
ist im Punkte ihres verbrecherischen Charakters völlig richtig. Die Frauen entscheiden, nicht der Pfarrer,
der Bischof oder gar der Papst. Das war bei der „Schoa“ nicht anders: Auch hier entschieden nicht Papst
und Co., sondern die Mörder. MfG Christoph Heger
#83 Pünktchen 10:44:03 | Mittwoch, 8. November 2006
Mit Ihrer letzten Wortmeldung verlassen Sie wieder einmal den sachlichen Diskurs und fallen in den bekannten
gebetsmühlenartigen Singsang zurück, den wir von Ihnen kennen, methusalix: „katholische Wunschmoral“,
„Kichenbeamte“, Frauen sollen „entscheiden“ dürfen, ihre Kinder zu töten, „nicht der Pfarrer“ … etc.pp.
Ich spüre deutlich, daß Sie selber nicht mehr an das glauben, was Sie da schreiben. Sie konnten interessanterweise
argumentativ auch gar nichts mehr auf meine letzte Zuschrift erwidern! „Beim Abtreibungsrecht bleibt alles
beim alten – und damit basta!“ darauf läuft nun Ihre gehaltlose Wortmeldung hinaus, die nochmal feministische
Reflexe aktivieren soll, obwohl Ihnen nicht entgangen sein kann, daß gerade die jungen Menschen (Männer
UND Frauen) in den großen Parteien und gesellschaftlichen Gruppierungen aller westlichen Länder nachzudenken
beginnen und vermehrt in Frage stellen, mit welchem Recht eine Menschengruppe – und sei es die Mehrheit! –
eine andere Menschengruppe ums Leben bringen dürfe. Die Parallele zu rassistisch motivierten Massenverbrechen
liegt im Akt der Diskriminierung und willkürlicher Entrechtung. Daher stehen Sie für Willkürrecht,
methusalix, die Kirche tritt für ein überpositives und ewig gültiges moralisches Recht ein: das Recht
jedes Menschen auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Dazu bekennt sich auch das Grundgesetz! Daran
bleibt gesetzgebende und staatliche Gewalt in Deutschland gebunden!
#82 methusalix † 10:12:02 | Mittwoch, 8. November 2006
Nein Pünktchen, Sie können Ihre juristischen Volten schlagen so viel Sie wollen, an der jetzt gültigen
Version des Papragrafen 218 wird nichts geändert werden und auch die Gerichte werden sich katholischer
Wunschmoral nicht beugen. Die Frauen sind für die Kinder verantwortlich und werden oft genug von den
Männern dabei vollkommen alleine gelassen. Die römisch-katholischen Kirchenbeamten mit ihrer absoluten
Null-Erfahrung, was das weibliche Geschlecht angeht, sind sowieso vollkommen unglaubwürdig, wenn sie
über „millionenfachen Kindermord“ jammern und sich dazu versteigen, Abbrüche mit der Shoa zu vergleichen.
Die Frauen entscheiden, nicht der Pfarrer, der Bischof oder gar der Papst. Der ist derartig weit von der
Realität entfernt, dass er keine Ahnung von Schwangerschaft, Geburt und Kindern haben kann. Und die unter
ihm dürfen davon keine Ahnung haben.
#81 Pünktchen 09:10:37 | Mittwoch, 8. November 2006
Wenn angeblich kein Konsens darüber besteht, daß der Schwangerschaftsabbruch, also die vorsätzliche
Tötung eines ungeborenen Menschen, Mord sei, methusalix, so bleibt die verfassungsmäßige Ordnung der
Bundesrepublik daran gebunden, daß der Staat durch seine Gesetze und sein Handeln menschliches Leben
vor der Vernichtung schützt! Aus diesem Grunde sind ja die Art.1 und 2 GG in ihrem Kern der Zustimmung
durch irgendwelche „Mehrheiten“ entzogen worden! Dabei hatte u.U. die Erfahrung mit dem Nationalsozialismus
Pate gestanden, die Erfahrung nämlich, daß auch „Mehrheiten“ in der Lage sind, elementare Menschenrechte
mit den Füßen zu treten. Was mit den Nürnberger Gesetzen (mehrheitlich vom Reichstag 1935 beschlossen!)
begann, endete schließlich in der Massenvernichtung mißliebiger Rassen und Andersdenkender! Auch gegen
dieses Massenverbrechen hat sich im Deutschen Reich keine Mehrheit formiert und wir sind uns einig, daß
auch eine Mehrheit niemals das „Recht“ (im überpositiven Sinne!) haben kann, Menschen unter welchen Gesichtspunkten
auch immer töten zu lassen! Das Grundgesetz bleibt für die Dauer seiner Geltung („Ewigkeitsgarantie“
der Grundrechte) an die Auffassung gebunden, daß der Staat menschliches Leben zu schützen habe (Art.1
u. 2 GG). Ob er dies im Falle des Abtreibungsrechtes umfassend und wirksam tut, das wird in nächster
oder fernerer Zeit sicher wieder Gerichte u. Parlamente beschäftigen. Auch die straffreie Abtreibung
wird vom VerfGer als rechtswidrig eingestuft. „Verbrechen gegen das Leben“ heißt es im StrafR.
#80 obelix † 20:13:04 | Dienstag, 7. November 2006
@Pünktchen Pünktchen: Methusalix offenbart bedauerliche geistes- und philosophiehistorische Bildungslücken, …
Sehr schön, Pünktchen, aber das ist doch das eigentliche Problem mit Ihrem Willkürrecht, dem Naturrecht:
Wikipedia stellt es so dar: Die Problematiken beider Konzeptionen liegen auf der Hand: Durch die Annahme
eines überpositiven Rechts werden elementare moralische Grundsätze, seien diese ethisch oder religiös
motiviert, dem Zugriff der positiven Gesetzgebung entzogen, was diese Grundsätze einerseits stärkt,
andererseits sie aber nur in dem Maße verwirklichen lässt, wie über deren Bestand ein möglichst breiter
Konsens herrscht. Es herrscht eben kein breiter Konsens zu Ihrem Wunschrecht, Pünktchen. Die von Ihnen
und dem Papst immer wieder mit Verve vorgetragenen kirchlichen Positionen zum §§ 218 werden nicht von
einer breiten Bevölkerungschicht getragen. Deswegen wird dieser von Ihnen „Schandpargraf“ beschimpfte
Teil des Strafrechtes auch nicht geändert. Da können Sie mir Vorwürfe machen so viel Sie wollen; es
besteht kein Konsens, dass ein Abbruch Mord ist. Also greift auch nicht Ihr gepriesenes Naturrecht, sondern
unser Strafrecht. Das ist demokratisch legitimiert. Die Wünsche der katholischen Kirche nicht.
#79 methusalix † 20:02:19 | Dienstag, 7. November 2006
@ A. Z. Alexandra Zayadeh: Frauenfeindlichkeit … wie glühend JP2 sich gegen die Ausbeutung von Frauen
ausgesprochen hat… Leider ist diese „glühende Marienverehrung“ so stark, dass für die jetzt auf Erden
weilenden Frauen nichts mehr an „Verehrung“ übrig bleibt. Fragen Sie mal eine Krankenschwester in einer
Klinik, zum Beispiel der Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul. Da werden Sie an Erfahrungen von Ausbeutung
bis Mobbing (besser gesagt Bossing, ist ja alles ad maiorem dei gloriam) teilhaben dürfen, wie sie sich
keine kommunale Klinik und keine Uniklinik leisten könnte, ohne sofort eine Klage am Hals zu haben. Von
den schlimmsten Fällen, wo es dann um das Wohl und Wehe der Patienten geht, wollen Sie gar nichts wissen.
Ich beobachte diese Szene seit über fünfundzwanzig Jahren als Teilnehmer an diesem Zirkus und werde
froh sein, wenn ich es hinter mir habe. Da bleibt von Ihrem theoretischen „Hochgefühl“, das Sie verspüren,
weil Sie von den Zuständen vor Ort keinen blassen Dunst haben, oder schlimmer noch, diese nicht wahr
haben wollen, rein gar nichts mehr übrig. Diese extreme Überhöhung der Maria findet eben ihr Gegenstück
in der automatischen Herabsetzung aller Frauen auf der Erde, weil eben absolut keine von den Frauen aus
Fleisch und Blut Maria das Wasser reichen kann.
#78 Pünktchen 09:22:22 | Dienstag, 7. November 2006
Methusalix offenbart bedauerliche geistes- und philosophiehistorische Bildungslücken, wenn er den Naturrechtsgedanken
mit sozialdarwinistischen Positionen verwechselt (also ungefähr mit dem Gegenteil!). Mit Naturrecht wird
bezeichnet: ein Recht, das dem durch soziale Normen geregelten gesetzten oder positiven Recht vorhergeht
und übergeordnet ist. Gegen einen reinen Rechtspositivismus wurde diese Konzeption eines mit dem Menschsein
als solchem gegebenen Rechtes sowohl von der scholastischen Theologie als auch von der europ. Aufklärung
vertreten de.wikipedia.org/wiki/Naturrecht! Nach dem Untergang des NS-Reiches war es besonders dem Einfluß
katholischer Intellektueller und Juristen zu danken, daß das Naturrechtskonzept bei der Formulierung
des Grundgesetzes zum Tragen kam. Demnach gibt es Grundrechte, die sich nicht von irgendeiner Mehrheit
ableiten, sondern die den Kernbestand von „Recht“ schlechthin bezeichnen, ohne dessen Geltung von „Recht“
gar nicht geredet werden kann. Zu diesen überpositiven „Natur“-Rechten gehört das Recht auf Leben, das
in keiner Weise von Mehrheiten oder Definitionshoheiten abhängig gemacht werden darf. Daß schon der
Embryo im Mutterleib „menschliches Leben“ ist, kann von niemandem bestritten werden, der nicht etwa davon
ausgeht, daß eine Frau auch ein Zebra austragen könne! Es handelt sich um Leben, denn es liegt ein selbstgesteuerter
Entwicklungsprozeß im Austausch mit der Umgebung vor; es handelt sich um menschliches Leben, denn das
heranwachsende Wesen gehört der Gattung Mensch an.
@ Alexandra Auch ich habe meine email gesperrt, mache sie aber jetzt kurz auf, dann kannst Du mir schreiben.
Das mit dem kreuzgang ist mir heute zu anstrengend (ich bin dort nicht registriert)…
Pünktchen, Zayadeh Pünktchen: herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Es ist, wie schon früher bemerkt,
hoch erfreulich, wenn sich gerade junge Meschen sowohl für den Lebensschutz als auch für die Kirche
einsetzen. Zu Ihren Ausführungen darf ich noch ergänzen, daß die Kirche ihre Schwangerschaftskonflktberatungsstellen
alleine finanziert, weil wegen der Verweigerung der Ausstellung von abtreibungslizensierenden Beratungsscheinen
keine öffentlichen Mittel gezahlt werden. Hinzu kommt die unsinnige Formulierung des Bundesverfassungsgerichtes,
nach der Abtreibung unter bestimmten Voraussetzungen zwar rechtswidrig, aber straffrei ist. Zayadeh: hier
darf ich ebenfalls ergänzen, daß die größte Heilige der Traditionskirchen eine Frau ist, nämlich
Maria, die Mutter unseres Herrn. Damit ist das Gerede von der Diskriminierung von Frauen in der Kirche
Unsinn. Da Gott selbst als Schöpfer das Gebären von Nachwuchs den Frauen vorbehalten hat, darf man fragen,
ob es sich hier nicht um eine Diskriminierung seitens Gottes selbst handelt.
@ Alexandra Da haben sich ja zwei getroffen… Ich könnte Dir sehr viel zu dem Thema erzählen, will
ich aber hier nicht… Hm… ich würde Dir gerne eine email schreiben, geht aber leider nicht…
@ Alexandra Wenn ich mir vor Augen führe, wie glühend JP2 sich gegen die Ausbeutung von Frauen ausgesprochen
hat, erfaßt mich noch immer ein wärmendes Hochgefühl. Mulieris Dignitatem, wunderschön!!!!!!
Frauenfeindlichkeit Es sind die Feinde der Kirche, die Frauenfeindlichkeit propagieren. Die Marienverehrung
ist mit das Tröstlichste, was meine Religion mir bieten kann. Wenn ich mir vor Augen führe, wie glühend
JP2 sich gegen die Ausbeutung von Frauen ausgesprochen hat, erfaßt mich noch immer ein wärmendes Hochgefühl.
Dieser Aspekt wäre zum Beispiel mal mit dem islamischen Counterpart abzugleichen. In Kommunitäten, wo
es sowohl muslimische als auch christliche Mitglieder gibt, wachen muslimische Familien selbst angesichts
bitterster Armut darüber, daß ihre Töchter nicht der Prostitution anheim fallen.
#66 methusalix † 23:26:17 | Montag, 6. November 2006
Antwort an Pünktchen, Teil 2 Erfreulicherweise kommt ja nun die Debatte überall wieder in Gang! In den
USA, in Großbrittannien und – wie man im hiesigen Artikel sieht – auch in der Bundesrepublik gibt es
hier Bewegung! Die Amerikaner sind gerade dabei, die heuchlerische Regierung des „wiedergeborenen Christen“
Bush (wenn der wirklich Christ wäre, wüsste ich genau, was ich nicht sein wollte) in den Midterms weitgehend
zu entmachten. Einige Verrückte werden weiterhin Ärzten und deren Helfern, die Schwangerschaftsabbrüche
anbieten nach dem Leben zu trachten und einige Verrückte werden weiterhin Christen nach dem Leben trachten.
Beide Gruppen sind vom gleichen Wahn beseelt: Wir haben Recht und glauben an den Endsieg und wenn wir
alle, die das nicht wahr haben wollen, umbringen müssen. Viel Spass in deren Gesellschaft! PS: In unserer
Republik ist dieser Wahn, Dank sei Gott, auf einige wenige beschränkt. Sogar in der katholischen Kirche
hat die Vernunft die Oberhand und Ratzinger ist so was von vernünftig, das glauben Sie gar nicht, Pünktchen.
Antwort an Pünktchen, Teil 1 Pünktchen: Mit „Naturrecht“ methusalix, ist dasjenige Rechtsverständnis
angesprochen, das die Katholische Kirche mit der europäischen Aufklärung teilt! Na so was! Seit Jahrhunderten
bekämpft die Kirche die Errungenschaften der Aufklärung und bejammert den Verlust von Hexen- und Gespensterglauben.
Der Exorzismus feiert in Kreisen der Ewiggestrigen fröhliche Urständ. Dann kommt Pünktchen und kehrt
das alles unter den Tisch. Chapeau! Es handelt sich also um prinzipielle und egalitäre Rechte, die Menschen
als solchen zukommen! Richtig und die Kirchenbeamten haben sich bis heute nicht daran gewöhnt, dass zum
Beispiel Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben und diese auch beanspruchen. (Ihre Gedanken zum
„Recht des Stärkeren“ etc. haben also gar nichts mit der angesprochenen Menschenrechtstradition und der
katholischen Lehre zu tun!) Na na! Ich habe Ihnen doch erklärt, warum die Kirche sich so gern zu Diktatoren
ins Bett legt, wenn diese bereit sind, dem Klerus einen Teil der Macht zu überlassen. Da gibt es doch
klassische Beispiele, von Konstantin dem Grossen bis zu Augusto Pinochet. Die europäische …In dieser
Tradition stehend, bejaht das BVerfGericht, daß die Menschenwürdegarantie des GG und die Verpflichtung
zum Lebensschutz… …steht die Verfassungsmäßigkeit der bundesrep. Abtreibungsgesetze sehr wohl wieder
zur Debatte. Dann machen Sie dies mal schön Frau Merkel, Herrn Müntefering und der bayerischen Nebenregierung
klar! Auf die Antwort bin ich gespannt.
Mit „Naturrecht“ methusalix, ist dasjenige Rechtsverständnis angesprochen, das die Katholische Kirche
mit der europäischen Aufklärung teilt! Es handelt sich also um prinzipielle und egalitäre Rechte, die
Menschen als solchen zukommen! (Ihre Gedanken zum „Recht des Stärkeren“ etc. haben also gar nichts mit
der angesprochenen Menschenrechtstradition und der katholischen Lehre zu tun!) Die europäische Naturrechtstradition
stand beim Grundgesetz Pate und die Bejahung eines überpositiv Rechtes, das von Staaten anerkannt werden
muß und nicht etwa durch den jew. Gesetzgeber „verliehen“ wird, ist gleichbedeutend mit einer Ablehnung
des Rechtspositivismus, wie er in der NS-Zeit seine übelsten Konsequenzen gezeitigt hatte. In dieser
Tradition stehend, bejaht das BVerfGericht, daß die Menschenwürdegarantie des GG und die Verpflichtung
zum Lebensschutz auch den ungeborenen Menschen umfassen! Aus diesem Grunde hatte das BVerfGericht eine
reine Fristenlösung beim Abtreibungsrecht abgelehnt! Der jetzt geltenden Beratungslösung hatte das Gericht
unter der Voraussetzung und dem Vorbehalt zugestimmt, daß sie wirklich den effektiveren Lebensschutz
gewährleisten könne. Da dies nachgewiesenermaßen nicht der Fall ist, steht die Verfassungsmäßigkeit
der bundesrep. Abtreibungsgesetze sehr wohl wieder zur Debatte. Erfreulicherweise kommt ja nun die Debatte
überall wieder in Gang! In den USA, in Großbrittannien und – wie man im hiesigen Artikel sieht – auch
in der Bundesrepublik gibt es hier Bewegung!
#63 methusalix † 19:55:03 | Montag, 6. November 2006
Antwort an Pünktchen, Teil 3 Die Justiz, als demokratisch legitimierte Gewalt, ist da ganz und gar nicht
Ihrer und des Herrn Meisners Meinung. Das ist einfach Ihr ganz persönlicher Glaube, den die grosse Mehrheit
der Menschen in unserem Land und in Europa nicht teilt. Die Stellungnahmen mögen einigen Propagandisten
des massenhaften Abtreibungsmordes unbequem sein, sie sind aber gerechtfertigt und notwendig! Sie (und
Herr Meisner natürlich) dürfen dieses auch gerne und vollkommen frei tun, solange Sie dabei die Freiheit
anderer nicht missbrauche oder verletzen. Genauso sind die von Ihnen (und Herrn Meisner) als „Abtreibungsbefürworter“
beschimpften, vollkommen frei darin, Ihren Glauben an die Mord-Theorie zu hinterfragen, zu kritisieren
und zu verneinen. Über die genannten Stellungnahmen hinaus versucht die Kirche manches,… Das ist ganz
wunderbar Pünktchen und ich kann die Kirche darin nur unterstützen (was ich mit meiner Kirchensteuer
auch sehr gern tue). Haben Sie sich hier schon bei den Mitarbeitern der Caritas entschuldigt,… Warum,
um alles in der Welt, sollte ich mich bei ausgerechnet Caritas-Mitarbeitern entschuldigen? Weil ich Seine
Eminenz Herrn Bischof Kothgasser von Salzburg dem Herrn Meisner als leuchtendes Beispiel vorgestellt haben?
Keine Rabulistik gegen „Abtreiberinnen“, dafür starke Hände, die diese verzweifelten Frauen auffangen?
Nicht in tausend kalten Wintern, Pünktchen.
Antwort an Pünktchen, Teil 2 Die Haltung der Kirche in der Abtreibungsfrage ist an den egalitären und
prinzipiellen Rechten aller auf Leben und körperliche Unversehrtheit orientiert. Trifft auf unsere Verfassung
und allgemeine Gesetzgebung zu: alle sind vor dem Gesetz gleich und niemand darf seinem gesetzlichen Richter
entzogen werden. Sie erinnert den Staat daran, dass er prinzipiell zwar dieselbe („naturrechtliche“) Position
vertritt,… Jetzt wird’s allerdings hanebüchen, Pünktchen. Das Willkürrecht, das Sie (und andere Fundamentalisten)
als „Naturrecht“ so goutieren, ist doch nichts anderes, als der Versuch dem guten alten „Recht des Stärkeren“
(man kann es auch Faustrecht nennen), zu fröhlicher Urständ zu verhelfen. Mir ist klar, warum der römisch-katholische
Klerus, vor allem der traditionalistisch gesinnte, dieses Willkürrecht unbedingt zurück haben will,
nachdem er sich über viele Jahrhunderte bei den Mächtigen angebiedert hat und so seinen Anteil an dieser
Macht konservieren konnte. So konnte man seinen Schäfchen einfach den Glauben befehlen und wenn diese
nicht gehorchten entsprechend eingreifen. Sie wissen ja, wie so etwas funktionierte. So ähnlich wie bei
Stalin, Hitler und in der verblichenen DDR. …seine Stimme gegen das hunderttausendfache Morden in den
Abtreibungskliniken zu erheben! Sie behaupten einfach ein Schwangerschaftsabbruch sei „Mord“ und Herr
Meisner und versteigt sich sogar zu einem Vergleich mit dem Völkermord an unseren jüdischen Mitbürgern.
tbc
#61 methusalix † 19:39:04 | Montag, 6. November 2006
Antwort an Pünktchen, Teil 1 Pünktchen: Lebensschutz ist im Kern nicht Aufgabe der Kirche, sondern des
Staates! … um den Schutz des geborenen und ungeborenen Lebens zu gewährleisten. Richtig, Pünktchen
und dieser Aufgabe kommt er auch nach, indem er Mörder, Totschläger und Körperverletzer durch die allgemeine
Gerichtsbarkeit (Sie erinnern sich an die Gewaltenteilung, die Judikative? Etwas das die römisch-katholische
Kirche fürchtet, wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser) verfolgen und aburteilen lässt. Das
funktioniert in Deutschland ganz gut; fast alle erkannten Straftaten gegen das Leben werden von der Polizei
aufgeklärt und von der Staatsanwaltschaft zur Anklage gebracht. Die Kirche hat …- die Pflicht, den
Staat an seine selbstgesetzten Ansprüche …zu erinnern! Zustimmung! So wie die Gewerkschaften sich um
Arbeitnehmerrechte kümmern, ist die römisch-katholische Kirche aufgerufen, ihre Vorstellungen von Moral
den Menschen nahe zu bringen. Sie tut dies im allgemeinen ganz erfolgreich, im besonderen klaffen aber
doch noch Lücken; wenn zum Beispiel von absoluten Sexualtheoretikern, unter der vollkommenen Missachtung
menschlicher Gefühlswelten, riogristisch eine „Sexualmoral“ eingefordert wird, die dem Leben der Menschen
einfach nicht gerecht werden kann, eben gerade wegen der extremen Überhöhung und Verabsolutierung angeblich
„moralischer“ Grundsätze. Dies kann die, manchmal durchaus vernünftigen, Absichten der Kirchenbeamten,
geradewegs in ihr Gegenteil verkehren. tbc
Lebensschutz ist im Kern nicht Aufgabe der Kirche, sondern des Staates! Dieser hat durch gesetzliche und
administrative Maßnahmen das seine zu tun, um den Schutz des geborenen und ungeborenen Lebens zu gewährleisten.
Die Kirche hat als eine wichtige gesellschaftliche Formation das Recht – und nach ihrem eigenen Verständnis: –
die Pflicht, den Staat an seine selbstgesetzten Ansprüche (Art. 1 GG: Menschenwürde u. 2 GG: Recht auf
Unversehrtheit und Lebnen ) zu erinnern! Die Haltung der Kirche in der Abtreibungsfrage ist an den egalitären
und prinzipiellen Rechten aller auf Leben und körperliche Unversehrtheit orientiert. Sie erinnert den
Staat daran, daß er prinzipiell zwar dieselbe („naturrechtliche“) Position vertritt, im Widerspruch dazu
aber das Lebensrecht einiger von Gesetz wegen (zwar nicht theoretisch, wohl aber:) praktisch ins Belieben
anderer stellt. Es ist das Recht und die Pflicht auch des Erzbischofs von Köln seine Stimme gegen das
hunderttausendfache Morden in den Abtreibungskliniken zu erheben! Die Stellungnahmen mögen einigen Propagandisten
des massenhaften Abtreibungsmordes unbequem sein, sie sind aber gerechtfertigt und notwendig! Über die
genannten Stellungnahmen hinaus versucht die Kirche manches, in eigenen sozialen Einrichtungen der staatlichen
Wohlfahrtspflege zur Hilfe zu kommen! Haben Sie sich hier schon bei den Mitarbeitern der Caritas entschuldigt,
methusalix, daß Sie deren Arbeit als nichtig und nicht-existent bezeichnet haben? Es wird Zeit!
#59 methusalix † 09:53:20 | Montag, 6. November 2006
@Pünktchen (Natürlich muß es gleich wieder „Heuchelei“ sein, wir wollen ja nicht auf unser Endsechziger-Vokabular
verzichten!) Also das finde ich wirklich lustig, Pünktchen! Sie werfen mir harte Worte vor und die Kirchenbeamten,
allen voran der riesen Maulheld Meisner, befleissigen sich Frauen gegenüber einer Rabulistik, die jedem
Landser zur Ehre gereichen würde. Sind Sie da nicht ein klein wenig zimperlich beim Einstecken, Pünktchen?
Erinnern Sie sich, was mir schon alles an den Kopf geworfen wurde? Abtreibungsbefürworter war da doch
fast noch ein Kompliment.
methusalix, Sie hatten behauptet, die Erzdiözese Köln würde „nichts“ tun für Frauen in Schwangerschaftskonfliktlagen.
Wahrheit ist hingegen, daß sie auf eigene Kosten in Beratungs-Einrichtungen der Caritas, in einem Mutter-Kind-Heim
und in einem Netz von Wohnprojekten für alleinstehende Frauen Hilfen und Unterstützung anbietet. Dies
wurde von Ihnen kategorisch bestritten, nun müssen Sie Ihren Vorwurf also abschwächen und behaupten,
dies sei nicht genug! (Natürlich muß es gleich wieder „Heuchelei“ sein, wir wollen ja nicht auf unser
Endsechziger-Vokabular verzichten!) Sicher haben Sie sich inzwischen informiert, wie die konkrete regionale
Bedarfslage ist und wie sich das kirchliche Angebot in die vorhandene Struktur der von staatlichen und
von freien Trägern finanzierten Einrichtungen einfügt? Wenn nein, wie können Sie dann über die Arbeit
von so vielen kirchlichen Mitarbeitern im Sozialbereich so pauschalisiert daherreden? Könnte es sein,
daß es Ihnen nicht um die Wahrheit geht, sondern ausschließlich um Propaganda? Nicht um „Hilfe für
Frauen“, sondern ausschließlich um den status quo der straffreien Abtreibung, die Sie uns hier mit allen
Mitteln der Propagandalüge als im Interesse der Frauen liegend verkaufen!? Sie sollten sich wenigstens
bei den vielen Mitarbeitern der Caritas entschuldigen,z.B. bei den Beratern/-Innen die sicher professionell
und mit höchstem persönlichen Einsatz für Frauen in Konfliktlagen da sind und deren Arbeit sie als
nicht-existent bezeichnet haben!
#57 methusalix † 21:06:40 | Sonntag, 5. November 2006
Sozialpädagogische Jugendhilfe finanziert ü. das Jugendamt. Unterkunftskosten bezahlt das Sozialamt!
Wenn Herr Meisner, Chef der reichsten Diözese der Welt, sich dafür nicht nur als Maulheld engagieren
würde, sondern in seinem Rahmen auch massiv finanziell, gäbe es in seinem Bistum ad hoc halb so viele
Abbrüche. Das habe ich mit Heuchelei gemeint. Im übrigen werden, wie Sie in der Titelzeile vollkommen
richtig vermerkt haben, fast alle von Ihnen aufgezählten Einrichtungen zum grössten Teil aus der Staatskasse
finanziert. Sie müssen sich also durchaus nicht mit fremden Federn schmücken und seien sie noch so schön.
#56 Pünktchen 12:47:05 | Sonntag, 5. November 2006
Methusal -V = Dummschwätzer, Propagandist . In der Kleinstadt Kerpen etwa sieht das Angebot so …ww.beratung-caritasnet.de/index.php?id=kerpen0
aus! Es schließt neben den zahlreichen Beratungs- und Vermittlungsangeboten ein: Begleitetes Wohnen mit
3 separaten Wohnungen für Schwangere und Frauen bis zu 3 Kindern Sozialpädagogische Jugendhilfe finanziert
über das Jugendamt. Unterkunftskosten bezahlt das Sozialamt. Das Angebot beinhaltet: die Förderung der
Kinder die Erarbeitung und Festlegung individueller Ziele in Zusammenarbeit mit der Frau und dem Jugendamt
langfristige Ziele wie die Stabilität der Lebenssituation von Mutter und Kind, eine positive, emotional
getragene Mutter-Kind-Beziehung sowie die Fähigkeit zur eigenen Lebensführung ein sozialpädagogisches
Angebot bestehend aus regelmäßigen Einzel-, auf Wunsch auch Paargesprächen sowie Erziehungsberatung
Hilfe bei Haushaltsführung, Behördenangelegenheiten, Finanzen und Sonstigem Ansprechpartnerin: Frau
Engels Tel.: 0 22 37 / 65 85-14 Die Erzdiözese Köln läßt keine einzige Frau im Stich, die sich hilfesuchend
an sie wendet! Dazu kommt es aber erst gar nicht, weil Leute wie methusal erfolgreich die Lüge von der
erbarmungslosen Priesterkirche verbreiten!
methusal IV – Dummschwätzer, Propagandist Und so …ww.beratung-caritasnet.de/index.php?id=mettmann zum
Beispiel sieht das Angebot in der Kleinstadt Mettmann aus! Es schließt auch ein: Wohnprojekte für allein
erziehende Frauen im Kreis Mettmann. Ansprechparterin: Ursula Gruse Links: www.skfm-vereinsverbandme.de
….skfm-vereinsverbandme.de/ Zu bedenken ist weiterhin, daß neben all den von der Kirche finanzierten
Wohnungsangeboten für alleinstehende Frauen in Konfliktschwangerschaft auch die Caritas-„Frauenhäuser“
jene Funktionen wahrnehmen, die in Köln das Mutter-Kind-Heim Adelheid anbietet. Hinzu kommen die Beratungen
und finazielle Hilfen und Sachmittelhilfen! Die Behauptungen des methusal sind unverantwortlich, weil
sie dazu führen können, daß alleinstehende schwangere Frauen in einem bloß vermeintlichen Alleingelassensein
den Weg zum Abtreibungsarzt wählen, wo sie zahlreiche angebotene Hilfen in Anspruch nehmen könnten!
#54 Pünktchen 12:10:23 | Sonntag, 5. November 2006
methusal – III – Dummschwätzer, Propagandist So sieht z.B. das lokale Angebot in Grevenbroich aus, eine
von den 21 kirchliche Beratungsstellen für Schwangere. Anschrift: Buckaustr. 1b 41515 Grevenbroich Telefon
02133-2500200 E-Mail esperanza@caritas-kreis-neuss.de Beraterinnen und Berater Karin Kloeters (Leiterin)
N.N. (Väterberatung) Maria Schweitzer (Sexualpädagogik) Sprechzeiten Mo – Fr 09:00 – 12:00 h Beratung
nur nach telefonischer Terminvereinbarung Ansprechpartnerin für Ärzte, Pfarrgemeinden: Karin Kloeters
Schulen: Maria Schweitzer Weitere Angebote Wohnprojekt „Haus der Familie“ Acht Wohnungen für allein Erziehende
und junge Familien, die in eine Notsituation geraten sind; vorübergehende Wohn- und Lebensmöglichkeit
für die Dauer von drei bis vier Jahren; Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte. (Ansprechpartnerin
Frau Schweitzer) Väterberatung Beratung für werdende Väter und Väter mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr
(Ansprechpartner N.N.) Babykleiderkammer (Ansprechpartnerin Frau Schweitzer) Vermittlung zur Selbsthilfegruppe
„Verwaiste Eltern“ Gruppenangebot für Mütter und Väter, die vom Tod eines Kindes betroffen sind – Organisation
von Trauerseminaren – Treffpunkt: Caritasverband Montanusstr. 40, 41515 Grevenbroich, jeden ersten Montag
im Monat, 19:30 h (Ansprechpartnerin Frau Kloeters)
methusal II = Dummschwätzer! Es ist eine böswillige Falschmeldung oder eine unentschuldbare Uninformiertheit,
wenn man behauptet, das Haus Adelheid in Köln sei die einzige Hilfsangebot der Erzdiözese Köln für
Schwangere in Not. Die 21 „esperanza“-Beratungsstellen sind in der Lage, vor Ort auch separate Wohnungen
anzubieten für Mütter, die sich in existentiellen Lebenskrisen befinden, untereinander „vernetzt“! Hier
eine Gesamtübersicht über die Einrichtungen nur der „Caritas“ in der Erzdiözese: Caritas im Erzbistum
Köln 57 Krankenhäuser in katholischer Trägerschaft mit knapp 15.000 Betten 160 Alten- und Altenpflegeheime
mit rund 15.000 Plätzen 43 Wohnhäuser für psychisch-, geistig-, Körper- und Mehrfachbehinderte 3 Hospize
und 3 Palliativstationen über 100 Pflegedienste und -stationen, die täglich rund 16.500 Menschen betreuen
15 Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtkranke und Drogenabhängige 13 Einrichtungen der stationären
Suchtkranken- bzw. Drogenhilfe 41 Heime der Erziehungshilfe mit 1.800 Plätzen 21 „esperanza“-Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen
32 Fachdienste für sozialpädagogische Familienhilfe 836 katholische Kindergärten mit fast 56.000 Kindern
in knapp 2.500 Gruppen 6 Familienferien-Stätten; 4 Frauenhäuser; 1 Mutter-Kind-Kurheim 16 Erziehungs-
sowie 12 Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen 36 Beratungsstellen für Ausländer; 2 Wohnheime für
ausländische Jugendliche 8 Beratungsstellen und Zentren für Arbeitslose 8 Beratungsstellen für Behinderte
14 Schuldnerberatungsstell
#52 Pünktchen 11:24:13 | Sonntag, 5. November 2006
methusal Haben Sie sich informiert, wieviele von den angebotenen Plätzen auch in Anspruch genommen werden
(Auslastungsquote)? Wie fügt sich das kirchliche Angebot in die tatsächliche regionale Angebotsstruktur
der staatlichen und freien sozialen Dienste ein? Bei wem werden Sie sich für die Falschmeldung entschuldigen,
die Diözese täte nichts für Frauen in Not? Hier wenigstens sollten Sie sich für Ihre ständigen Verleumdungen
und böswillige Desinformation öffentlich entschuldigen! Ihr Motto, methusal, heißt doch: Warum Frauen
in Not helfen, wenn man Sie zum Abtreibungsarzt schicken kann? Sie sind es, der Frauen allein läßt und
zum Abtreiben nötigt; Sie sind es, der ihnen vorlügt, sie stünden vollkommen ohne Hilfe da und der
Mord an ihren Kindern wäre der einzige Ausweg! Sie sind es, der gebetsmühlenartig das realitätsfremde
Bild einer Priesterkirche beschwört, obwohl die Kirche so sehr in ihren sozialen Engagements aufgeht,
daß manche ihr schon vorwerfen, sie solle darüber ihr „Kerngeschäft“: das Beten nicht vergesssen. Ich
habe mich häufig gefragt, was Sie eigentlich antreibt in Ihrem Bestreben, ein Zerrbild von Kirche und
Gesellschaft zu vermitteln, daß seinen Ursprung in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts haben
mag, aber nichts mehr zur Erhellung der heutigen Situation beiträgt. Ich persönlich glaube tatsächlich,
daß das von Ihnen gezeigte Maß an Böswilligkeit seine Erklärung nur darin findet, daß Sie selbst
schuldig geworden sind und sich verzweifelt rechtfertigen wol
#51 methusalix † 03:53:58 | Sonntag, 5. November 2006
Klasse Pünktchen, die reichste Diözese der Welt hat Plätze für 60 (in Worten: sechzig) „ungewünschte“
Kinder. Da haben sich die Massstäbe des Herrn Meisner doch ein ganz klein wenig zuungunsten der Kinder
verschoben. Pure Heuchelei, wie gehabt. Auf Frauen eindreschen und nix tun, als einen Tropfen auf den
heissen Stein fallen zu lassen.
#50 Pünktchen 23:39:08 | Samstag, 4. November 2006
Methusal trägt hier wieder seinen üblichen Quatsch vor von der kalten und selbstgerechten Kirche, die
nichts für Frauen täte! Wir kennen dieses Mantra der Abtreibungsbefürworter längst und wissen, daß
es mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat! Da es aber betroffene Frauen geben könnte, die diese Zeilen
lesen, hier eine Richtigstellung. (Das Methusal will natürlich, daß alle Frauen in Not abtreiben und
sich hilfloser fühlen, als es objektiv der Fall ist!) Die Angebote der Erzdiözese Köln – die das Methusal
angesprochen hat – reichen von der Schwangerschaftsberatung bei „esperanza“, über „Haus Adelheid …aritas.erzbistum-koeln.de/…d/haus_adelheid.html“ –
ein Wohnhaus für minderjährige und junge Schwangere und Mütter und ihre Kinder bis hin zum „Moses Baby
Fenster“. Es gibt flächendeckend 19 kirchliche Beratungsstellen für Schwangere und mehrere Mutter-Kind-Heime
in Nordrhein-Westfalen, die von der Caritas und anderen Katholischen Einrichtungen getragen oder unterstützt
werden.
#49 methusalix † 14:59:11 | Samstag, 4. November 2006
Ihr Wort in des Papstes Ohr, Herr Guttenberger! Allerdings lese ich herzlich wenig über „Hilfen“ die
seitens der Amtskirche angeboten werden, nachdem sich die Bischöfe dem Druck aus Rom gebeugt und sich
nach dem Pontius-Pilatus-Prinzip, „Wir waschen unsere Hände in Unschuld!“ aus der Verantwortung gestohlen
haben. Der Krieg gegen den bestehenden Paragrafen 218 StgB und der Kampf gegen das Phantom „Homoehe“ scheint
denen viel wichtiger zu sein. Alleine SE Bischof Kothgasser von Salzburg hat begonnen Mutter-und-Kind
Heime zu eröffnen. Möge sich Herr Meisner ein leuchtendes Beispiel daran nehmen.
Obelix: Abtreibung Natürlich geht es nicht ausschließlich um Strafe. Eine Hilfestellung, insbesonderen
der Kirchen, ist natürlich Voraussetzung, denn nur bei abgelehntem Hilfsangebot ist eine Strafe berechtigt.
Zum Verhältnis Hilfe – Strafe habe ich vor gut 6 Wochen unter dem Stichwort „Abtreibung“ geschrieben.
Sagen Sie Herr Guttenberger, haben Sie keine anderen Gedanken als immer nur Strafe, Strafe, Strafe? Jörg
Guttenberger, Köln: …Das Wissen um die Gefährdung des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit wird
sie vielleicht doch in einigen Fällen von ihrem schändlichen Tun abbringen. Jörg Guttenberger, Köln:
Methusalix: Abtreibung …Mir ist allerdings bisher kein Fall bekannt geworden, in dem der Anstifter der
Abtreibung bestraft worden ist. Sagen Sie Herr Guttenberger, haben Sie keine anderen Gedanken als immer
nur Strafe, Strafe und wieder Strafe? Zuerst soll die böse Abtreiberin möglichst noch bei der Tat bestraft
werden; (hierauf beziehen Sie sich ja: Domenico…Frauen, die beim Abtreibungsverbrechen das ihnen bekannte
Risiko eigenen Lebens auf sich nehmen, sind nicht im selben Sinne als „Opfer“ zu bezeichnen…) danach
beklagen Sie dass die Anstifter nicht der Strafe zugeführt werden, die Sie für richtig halten. Das ist
zwar eine sehr katholische Haltung, alles „sub ratione peccatis“ zu sehen, die natürlich Strafen nach
sich ziehen muss, aber wenig hilfreich zur Lösung des Problems, sprich senken der Abbrüche. Wegen solcher
Beiträge, die ja ganz sicher ernst gemeint sind, glauben Ihnen die meisten Menschen nicht, wenn Sie behaupten
Sie wollten diese Problem wirklich lösen. Was Sie wollen ist strafen, strafen und wieder strafen und
nicht Probleme lösen.
Methusalix: Abtreibung Wenn der Vater oder sonst wer die Mutter zur Abtreibung drängt, macht er sich
der Anstiftung zur Tötung der Leibesfrucht schuldig. Diese Fälle kommen, wie Sie leider zutreffend feststellen,
oft genug vor. Mir ist allerdings bisher kein Fall bekannt geworden, in dem der Anstifter der Abtreibung
bestraft worden ist.
#45 methusalix † 00:16:07 | Freitag, 3. November 2006
Der katholische Zweck heiligt die schäbigen Mittel Jörg Guttenberger, Köln: Jockel, Pünktchen, Protestant,
Anna Jockel, Pünktchen: volle Zustimmung Protestant, Anna: warum soll man einer Mutter, die ihrem ungeborenen
Kind nach dem Leben trachet, das Risiko eigenen Handelns abnehmen? Das Wissen um die Gefährdung des eigenen
Lebens und der eigenen Gesundheit wird sie vielleicht doch in einigen Fällen von ihrem schändlichen
Tun abbringen. Zum diesem Punkt ist eigentlich nur zu sagen dass Herr Guttenberger dem heuchlerischen
Richter in Memmingen an Schäbigkeit durchaus ebenbürtig ist. Spitzfindige Juristen könnten in seine
wahnsinnige Erklärung eine Art von Erpressung hineinlesen. Ich lese daraus, dass Herr Guttenberger nichts
von Frauen weiss, schon gar nichts von Frauen in verzweifelten Notlagen (nein Herr Guttenberger, nicht
Sie, oder der Pfarrer, oder der Bischof und schon gar nicht der Papst entscheidet, wann eine Frau in Not
ist!). Noch viel weniger weiss er (oder will er wissen) vom zentralen Gebot, das unser Herr Jesus Christus
aufgetragen hat: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Und der Hinweis, dass die Frau ein „Verbrechen“
begehen will, Herr Guttenberger, entlässt uns keineswegs aus diesem Befehl des Herrn. Der Zweck heiligt
nicht die Mittel! Diese marxistische Maxime ist eines Katholiken unwürdig und wirft uns zurück in die
Folterkeller der heiligen Inquisition.
Zur Heuchelei Protestant: @mariasalome Nach meinen Erfahrungen sind es in der Tat häufig Männer, die
Frauen die Abtreibung nahelegen! Da haben sich ja mal wieder alle römisch-katholisch-reaktionären Frauenfeinde
versammelt! Willkommen im fast-richtigen Leben. Zum Punkt, römisch-katholische Männer „strenger Observanz“,
die Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch drängen, gibt es ein leuchtendes Beispiel. Im berüchtigen
„Abtreibungsprozess“ in Memmingen gebärdete ein Richter sich besonders scharf den Frauen gegenüber.
Er liess keinerlei Ausrede gelten, wie zum Beispiel, dass der Mann die Frau zum Abbruch genötigt hätte.
Noch während des Prozesses wurde offenbar, dass dieser Mann höchstselbst vor einiger Zeit seine damals
schwangere Freundin zum Abbruch derselben genötigt hatte. Wie gesagt, ein leuchtendes Beispiel der wahren
Katholizität, wie sie nicht nur in Bayern grassiert.
#43 Protestant 20:04:27 | Donnerstag, 2. November 2006
@onan IV Wissen Sie, lassen Sie mich es sehr diplomatisch ausdrücken: Ich würde mich in Fragen, die
den Weinanbau in Griechenland betreffen doch auch nicht ans finnische Verteidigungsministerium wenden!“
Kompetenzen müssen sich ergänzen!!!Aber es gibt halt Gebiete, da sind manche Leute inkompetent!
Jockel, Pünktchen, Protestant, Anna Jockel, Pünktchen: volle Zustimmung Protestant, Anna: warum soll
man einer Mutter, die ihrem ungeborenen Kind nach dem Leben trachet, das Risiko eigenen Handelns abnehmen?
Das Wissen um die Gefährdung des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit wird sie vielleicht doch in
einigen Fällen von ihrem schändlichen Tun abbringen. Eine andere Frage ist die einer angemessenen Verhütung.
David A. Yallop – ich erwähnen diesen Autor in Unkenntnis seiner Zuverlässigkeit mit aller Vorsicht –
schreibt in seinem Werk „Im Namen Gottes“ (ISBN 3 499 61175 9), daß Papst Johannes Paul I, der sich im
Übrigen damals einer normalen Gesundheit erfreut hat, an eine Änderung der Verhütungspraxis gedacht
hat. Unser heutiges Problem ist u. a., daß über die Spätfolgen des umfangreichen Pillenkonsum in der
Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Die einzige mir bekannte Stellungnahme zu diesem Thema ist eine Predigt
in einer Kölner Innenstadtkirche, in der auf umfangreiche Umweltschäden aufmerksam gemacht wurde. Klar
ist natürlich, daß die liebende Begegnung zweier Menschen nicht zum die Menschenwürde verletzenden
Konsum verkommen darf. Damit scheidet eine in das freie Belieben der Betroffenen im Sinne der 68er Ideologie
gestellte Freigabe der „Pille“ aus. Da Abtreibung im Vergleich zur Verhütung ohne Zweifel das weit schlimmere
Übel ist, besteht hier grundsätzlich Regelungsbedarf. Wegen der Kompliziertheit der Materie ist es mit
einem Schnellschuß allerdings nicht getan.
#41 OnanIV 17:04:57 | Donnerstag, 2. November 2006
würde die Sexualität alls normaler Bestandteil des Lebens behandelt werden, dann wäre auch die Anzahl
der Abtreibungen geringer, da jeder Jugendliche unvoreingenommen Zugang zu Verhütungsmitteln hätte.
Ein Verbot wäre idiotisch, würde nur die Engelmacherin wieder auf den Plan rufen. Ausserdem: Mit welchen
Recht soll den der Papst beim Sex mitreden? Ich unterhalte mich auch nicht über Sachen bei denen ich
mich nicht auskennen darf *g* (zumindest schreibe ich niemanden etwas vor…)
#40 Protestant 15:18:19 | Donnerstag, 2. November 2006
@mariasalome Nach meinen Erfahrungen sind es in der Tat häufig Männer, die Frauen die Abtreibung nahelegen!
Das ist insofern schlimm, da es sich häufig eben gerade um selbsternannte gläubige Christen handelt,
die anderen Leuten verantwortungsvolles Handeln „aufschwatzen“wollen! Aber es sind nicht nur Ehemänner
oder Lebensgefährten(männlich) die Frauen häufig unter Druck setzen. Es sind vielfach auch „treu sorgende“Väter,
die sich durch eine Schwangerschaft ihrer Tochter dem „Geschäwtz“der Leute ausgesetzt sehen (ich habe
selbst einige Jahre in der Jugendsozialarbeit zugebracht, daher soll niemand behaupten,ich wisse-wie immer-nicht,
wovon ich rede)! Grundsätzlich denke ich aber auch, dass wir (und damit sind alle Schichten gemeint)
Abtreibung als etwas Negatives zu verkaufen. So einfach tu tun, als sei es „normal“ halte ich für nicht
richtig. Andererseits ist aber auch die Forderung radikaler Christen nach dem Verzicht auf Verhütungsmittel,
Keuschheit und immerwährender Jungfrauenschaft in größter Weise kontraproduktiv und tragen keineswegs
zur Lösung des Problems bei!
#39 Pünktchen 14:55:41 | Donnerstag, 2. November 2006
Niemand soll sich zurückhalten in einer Frage auf Leben und Tod von jährlich über hunderttausend Menschen,
die durch eine Vereinigung von Mann und Frau ins Leben gerufen und dann vor ihrer Geburt getötet wurden.
In der Mehrzahl der Fälle stecken auch Männer hinter der Abtreibung, die ja selber ein Interesse am
sog. „Entscheidungsrecht“ der Frauen haben, denn dieses „Recht“ gibt ihnen die Möglichkeit, Komplize
der gewünschten Kindstötung zu werden. Während man Frauen einredet, sich von ihrem biologischen „Schicksal“
emanzipieren zu können, emanzipieren sich die Männer von ihrer Unterhaltspflicht! Beide: Männer und
Frauen haben ein Interesse an der Abtreibung. Es gilt aber dennoch: vorsätzliche Tötung eines Menschen
ist kein Vorrecht von Frauen oder Männern. Es gibt überhaupt kein solches „Recht“! Das Lebensrecht des
Kindes ist in jedem Falle höherrangig als die Interessen von Frauen und Männern! Dies hat auch das BVerfGericht
ausdrücklich festgestellt.
#35 Unschuld 12:33:03 | Donnerstag, 2. November 2006
Domenico u.a. Liebe Mitchristen, ich möchte Ihnen gerne beipflichten. Die Abtreibung stellt auch für
mich den moralischen und menschlichen Super-Gau unserer Zeit dar. Abtreibung sollte ohne wenn und aber
verboten werden. Zuwiderhandelnde wie Kindsmörder behandelt respektive eingesperrt werden. Unschuld
#34 Pünktchen 11:35:50 | Donnerstag, 2. November 2006
zwobbel Danke, zwobbel, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, die feministisch hochgerchneten (in Wahrheit
aus dem Blauen heraus erlogenen!) Zahlen jenseits aller Wahrscheinlichkeit zu überprüfen!
#33 Jockel 11:28:32 | Donnerstag, 2. November 2006
Sehr richtig Ich kann Domenico nur zustimmen. Die Kirchen kümmern sich sehr wohl um Frauen in Schwangerschaftskonflikten
und vor allem nach Abtreibungen. Nicht nur die Caritas, sondern auch etliche andere kirchliche Einrichtungen
kümmern sich Frauen nach Abtreibungen. Viele Klöster bieten immer wieder „Heilungswochenenden“ an, in
denen Frauen nach dem „Abbruch“ sich wieder mit Gott und sich selbst versöhnen können, bei denen man
ihnen zuhört und Hilfen gibt. Mich regt das echt auf. Nur weil die Kirche zu 99% im Stillen und Verborgenen
gute Taten tut, Menschen hilft und Seelen heilt, heißt das noch lange nicht, sie sei untätig!
#32 zwobbel 11:28:27 | Donnerstag, 2. November 2006
Es ist noch schlimmer mit der Lüge als ich mich erinnert hatte! Zitat aus u.g. Quelle: Behauptung: „Die
Zahl der Frauen, die in Mexiko jährlich an der Abtreibung sterben, liegt bei ungefähr 100.000.“ (Quelle:
Mexikanisches Institut für Geschlechterkunde, 1989.) Vergleich: Die Gesamtzahl der Frauen, die jährlich
in Mexiko zwischen dem 15. und 44. Lebensjahr an allen möglichen Todesursachen sterben, liegt bei 20.000.
(Quelle: Weltgesundheitsorganisation, 1989.) – Behauptung: „Mehr als 400.000 Frauen in Brasilien sterben
jedes Jahr durch illegale Abtreibungen.“ (Quelle: Womens Health & Reproduction Rights, 1991.) Vergleich:
Gesamtzahl der in Brasilien im gebärfähigen Alter verstorbenen Frauen pro Jahr: 40.000. (Quelle: Demographisches
Jahrbuch der UNO, 1988.) Wie abgedreht die Sprüche derer sind die gerne Kinder und Mütter der Abtreibung
ausliefern sieht man daran, daß auch bei Tötungen in „Krankenhäusern“ oder andren Tötungszentren wo
die Täter Ärzte sind Frauen verletzt werden oder sterben. Die Freigabe der Tötung macht sie nicht weniger
gesundheits- und lebensgefährlich! Auch die Tötungen von Ungeborenen in Ländern wo dies auch vom Staat
her verboten ist (vom Naturrecht her ist es ohnehin verboten) werden meist von medizinisch geschulten
Personal (auch Ärzte) durchgeführt. Die hygienischen Zustände dabei entsprechen i.d.R. den dort üblichen
Bedingungen bei medizinischen Eingriffen.
Nochmals: Verlogene Sprache Der Leser „Protestant“ hat hier wieder einmal vorgeführt, wie die Lüge allmählich
in unseren Sprachgebrauch einsickert und schließlich die klare Sicht der Dinge vernebelt. „Lebensplanung“,
„sexuelle Selbstbestimmung“ haben wir schon abgehandelt! Nun kommt ein verschleiernder „Opfer“-begriff,
der Ungleiches gleich behandelt und zum Gegenstand ungerechter Abwägungen und Berechnungen (wo gibt es
mehr „Opfer“ usw.) macht: Protestant: Es ist eine doppelte Moral, die Abtreibungen zu verteufeln (diese
sind ja in der Tat nichts Gutes)-aber eben gleichfalls die von Ihnen (und eben auch von mir) genannten
Tatsachen totzuschweigen oder zu übergehen! Die Abtreibung muß nicht „verteufelt“ werden, sie ist vom
Teufel! Während in der Abtreibung wehrlose Kinder beseitigt werden, haben Mütter und Väter, die Wahl,
ob sie ein Verbrechen an ihrem Kind begehen oder nicht! Frauen, die beim Abtreibungsverbrechen das ihnen
bekannte Risiko eigenen Lebens auf sich nehmen, sind nicht im selben Sinne als „Opfer“ zu bezeichnen wie
wehrlose ungeborene Kinder, denen man mit Saugkürette und Zange ans Leben geht! Das die Kirche die Frauen
in einer Notlage nicht sähe, ist auch nur ideologisches Blabla. Die Caritas z.B. bietet auch Hilfen und
Beratung für Frauen nach einer Abtreibung an!
#30 athanasius1957 10:35:26 | Donnerstag, 2. November 2006
@pünktchen herzlichen dank für dein posting. diese zahlenspielerei hat system und wird nicht nur für
vermeintliche, tatsächliche oder wirkliche opfer im rahmen der „interruptio-industrie“ verwendet. konrad
lorenz vermerkt diese seelenlose spielerei in Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit und sir
winston churchill meinte sogar: Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.
#29 Pünktchen 10:28:46 | Donnerstag, 2. November 2006
zwobbel Sehr richtig! Frau/Man erkennt leicht, daß es massive organisierte Interessen sind, die sich
die Wirklichkeit zurechtlügt. Das fängt mit der Sprache an (Tötungspläne werden als „Lebensplanung“
verkauft!) und endet mit ordinären Fälschungen von Fakten und Zahlen!
#28 Protestant 10:26:04 | Donnerstag, 2. November 2006
@anna Wenn die Reaktionäre von „den Reaktionären“ sprechenstirbt alle 5 Minuten auf der Welt eine Frau
an einem illegalen Schwangerschaftsabbruch. Und wenn es nur alle 20 Minuten eine FRau wäre, wären es
zu viele! www.womenonwaves.org Warum soll man dieser Homepage wohl weniger Glauben schenken, als der ach
so sachlichen( ) kreuz.net-Seite…? Kurier von heute: jährlich 68.000 tote Frauen durch illegale
Schwangerschaftsabbrüche! Und wenn es nur halb so viele wären-schlimm genug! Kein Gott, kein heiland,
kein Papst, niemand findet auch nur ein Wort der Trauer. Was den Papst anbelangt und viele Kirchenvertreter
und kreuz.netler-so gebe ich Ihnen recht! Es ist eine doppelte Moral, die Abtreibungen zu verteufeln (diese
sind ja in der Tat nichts Gutes)-aber eben gleichfalls die von Ihnen (und eben auch von mir) genannten
Tatsachen totzuschweigen oder zu übergehen! Bei Gott oder beim Heiland bin ich da nicht Ihrer Meinung!
Da die Wege Gottes nicht erforschbar sind, fragen wir uns zu Recht, wieso hier Gott nicht eingreift, sowohl
auf der einen, als auch auf der anderen Seite! Wer aber weiß, dass Jesus Christus stets auf der Seite
der „Underdogs“ ,eben der Verzweifelten steht(dass sind sowohl die ungeborenen Kinder, wie auch viele
verzweifelte und alleingelassene Frauen), dem sollte das ein Trost sein! Ein Tabu eben! Ein tötliches!
Man muss über beide Seiten der Medaille reden!Das stimmt!Man darf auch nichts totschweigen!
#27 zwobbel 10:20:13 | Donnerstag, 2. November 2006
Handlungen sind seltener wenn sie verboten sind. Die Aktion Leben hatte vor ein paar Monaten in einem
Rundbrief eine Gegenübestellung der von interessierter Seite genannten Zahlen von Todesopfer unter Müttern
die Opfer einer Abtreibung wurden mit den Zahlen von überhaupt (insgesamt) in den jeweiligen Ländern
gestorbenen Frauen im gebärfähigen Alter. Danach müßten ALLE Frauen dieser Altersgruppe AUSSCHLIESSLICH
bei Abtreibungen (mit ihren Kindern) sterben! Aktion Leben www.aktion-leben.de/
#26 Pünktchen 10:02:51 | Donnerstag, 2. November 2006
Vorsicht Falle! Die Zahlenspielereien. Der Abtreibungsarzt Dr. B. Nathanson, der sich in den siebziger
Jahren vom ideologischen Befürworter (und Profiteur!) zum Gegner der Abtreibung wandelte über die systematischen
Fälschungen www.aktion-leben.de/…/Argumente/sld01.htm der Abtreiber: „Wir taten darum folgendes: Wir
fälschten die Zahl der illegalen Abtreibungen, die jährlich in den USA gemacht wurden. Wir wußten,
daß die Gesamtzahl der illegalen Abtreibungen in den USA jährlich etwa 100.000 betrug. Die Anzahl aber,
die wir wiederholt an die Öffentlichkeit und an die Medien weitergaben, war 1 Million. Und wenn man die
große Lüge oft genug wiederholt, wird man die Öffentlichkeit überzeugen… Wir wußten ebenfalls,
daß die Zahl der Frauen, die in den USA jährlich bei illegalen Abtreibungen starben, zwischen 200 und
250 lag. Die Anzahl, die wir beständig wiederholten und an die Medien weitergaben, war 10.000. Diese
Zahlen begannen, das öffentliche Bewußtsein in Amerika zu prägen, und diese Zahlen waren das beste
Mittel, Amerika zu überzeugen, daß wir die Abtreibungsgesetze beseitigen mußten. Wenn man weiß, daß
wir diese Zahlen gefälscht haben, besonders die Zahl der jährlichen illegalen Abtreibungen in den USA,
drängen sich einige Schlußfolgerungen auf; und wenn man die Zahl von 100.000 Abtreibungen vor der Legalisierung
mit 1.55 Millionen nachher vergleicht (einem 15fachen Anstieg), werden gewisse Mythen, Erfindungen und
Lügen, die wir in der amerikanischen Öffentlichkeit verbreiteten, durchschaubar.“
#25 Jawohl! 09:59:35 | Donnerstag, 2. November 2006
Schade, Anna Mit so einem Unsinn, liebe Anna, kannst du vieleicht auf der Leserinnen-Seite der Emma punkten,
hier bei kreuz.net gibt es zwar auch manchen Müll, doch in dieser wesentlichen Frage der massenweisen
Kindestötung – das Menschenrechtsproblem der Gegenwart – ist kreuz.net immer bemerkenswert sachlich.
Das solltest du dir zum Vorbild nehmen, sofern du hier von irgendjemandem ernstgenommen werden möchtest.
Mit diesem unsachlichen und unsinnigen Beitrag überzeugst du niemanden.