Politische Parteien, die sich der Tradition der kirchenfeindlichen Aufklärung verpflichtet fühlen, haben Mühe, der Kirche gegenüber tolerant, offen und transparent zu sein. Eine Nachlese.
(kreuz.net) „Jüngst ließen einige EU-Abgeordnete aufhorchen: Bei einer Segnung im Europäischen Parlament
dürfen kein Weihrauch und kein Weihwasser verwendet werden.“
Das erklärte Waldemar Hummer am 6. Mai
in einem Kommentar für die ‘Wiener Zeitung’. Hummer ist Universitätsprofessor für Europa- und Völkerrecht
an der Universität Innsbruck.
Angst vor einem Deckensturz
EU-Parlamentarier der Sozialdemokratischen
Fraktion, der Fraktion der Europäischen Volkspartei und Europäischen Demokraten sowie der Fraktion der
Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa ersuchten die ‘Kommission der Bischofskonferenzen der
Europäischen Gemeinschaft’ um Segnung ihrer Abgeordnetenbüros im EU-Parlament vor Beginn des Europawahlkampfes.
Die Bischöfe nahmen die Einladung an und segneten die Büros am 11. Mai 2009.
Die Bischöfe durften
zwar in ihren liturgischen Gewändern durch das Parlamentsgebäude ziehen. Die Verwendung von Weihwasser
und Weihrauch wurde ihnen aber „aufgrund möglicher Beeinträchtigungen der Innenarchitektur des Parlaments“
untersagt.
Die Parlamentsverwaltung im Wortlaut: „Insbesondere nach dem Deckensturz im Straßburger Plenarsaal
des Europa-Parlaments wolle man kein Risiko mehr eingehen“.
Hummer kommentiert: „Diese geradezu grotesken
Auflagen für die Vornahme einer kirchlichen Zeremonie zeugen von einer laizistischen Grundhaltung der
Parlamentsverwaltung“.
Die EU ist ein Feind der Religion
Diese widerspiegelt nach Hummer die allgemeine
Haltung der ‘Europäischen Gemeinschaft’ in religiösen Fragen.
Der Europarechtler stellt fest, daß
religiöse Bezüge in der EU nur sehr spärlich zu finden sind.
Er erwähnt eine ‘Erklärung zum Status
der Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften’ in der Schlußakte zum Amsterdamer Vertrag aus dem Jahr
1997. Diese postuliert die Achtung der Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften durch die EU.
In
Artikel 10 der EU-Grundrechtecharta wird außerdem die Religionsfreiheit verankert.
Dünner Hinweis auf
das religiöse Erbe
Hummer erinnert daran, daß während der Regierungskonferenz zur Ausarbeitung des
EU-Verfassungs-Vertrages versucht wurde, in dessen Präambel einen Gottesbezug oder wenigstens einen Bezug
auf die jüdisch-christliche Werteordnung einzuführen:
„Dieser Versuch scheiterte jedoch, und es kam
in der Präambel lediglich zur einem Verweis auf das »religiöse Erbe Europas«.“
Fadenscheinige Achtung
Im noch nicht in Kraft getretenen Vertrag von Lissabon würde sich die EU verpflichten, den Status zu
achten, den Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften in den EU-Mitgliedstaaten nach deren
Rechtsvorschriften genießen.
In gleicher Weise würde die Union den Status respektieren, den weltanschauliche
Gemeinschaften nach den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften genießen.
Zuletzt würde sie sich dazu
verpflichten, die Identität dieser Kirchen und Gemeinschaften anzuerkennen und mit ihnen einen offenen,
transparenten und regelmäßigen Dialog pflegen.
Das Fazit des Europarechtlers: „Achtet man aber die
Identität der Kirchen, dann sollte man auch deren liturgische Gebräuche respektieren und nicht mit fadenscheinigen
Argumenten deren Ausübung untersagen.“
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34 Lesermeinungen
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Das EU-Parlament… …verkommt mehr und mehr zum Teppichableger der freimaurerischen Umtriebe ! Die regelmässigen –
der Heiligen Mutter Kirche und ihrer reinen Lehre feindlich gesinnten – Vorstösse sind daher lediglich
ein Zerrbild jener unverhohlenen Tendenzen, denen es daran gelgegen ist, die Heilige Mutter Kirche zu
einer „profanen Gesellschaft“ herunter zu deklinieren. In der EU zählt die chrlistlich-abendländische
Kultur schon lange nichts mehr; sie wird „ersetzt“ durch eine – bewusst gesteuerte – debilen Synkretismus-Doktrie,
deren „Gemeinsamkeit“ die Verleugnung der alleinigen Ewigen Wahrheit JESUS CHRISTUS darstellt ! Die EU
kreiert sich ihre eigenen Götzen, deren Bannerträger „mit Herzblut“ die Fahnen der sich selbst vergötternden
Gesellschaften nach oben halten und jene um sich scharen, deren Weltbild sich – kreisend um die eigenen
Ego-Manie – im vergänglichen „Haben wollen“ erschöpft und das Streben nach unvergänglichen SEIN – durch
die Nachfolge der alleinigen Ewigen Wahrheit JESUS CHRISTUS- als Relikt „vergangener Tage“ in die Schublade
einer wahnwitzigen Hochmut-Zensur verbannen will. Gehuldigt wird also mehr und mehr dem „Tier“ ( siehe
Apokalypse des heiligen Johannes !) , das symbolisch für immer gottloser werdende Regierungen steht !
Das „Bild“ dieses „Tieres“ hat leider auch Einzug in Teile der Heiligen Mutter Kirche gefunden ! Doch
der HEILIGE GEIST wacht und hat Zeichen gesetzt. ER wird das Begonnene auch vollenden ! www.gloriapolo.net/
Verantwortlich sind nicht nur die Politiker, sondern auch der Architekt, wenn aufgrund möglicher Beeinträchtigungen
der Innenarchitektur des Parlaments, das Gebäude nicht gesegnet werden darf, denn dann muss es ziemlich
mies gebaut sein.
Verwechslung Nur weil die Kirche der Aufklärung feindlich gegenüberstand, bedeutet das nicht, daß die
Aufklärung ihrerseits auch der Kirche feindlich gegenübersteht. Wer den Unterschied nicht sieht, sollte
sich vielleicht einfacheren Themen zuwenden. Die Aufklärung sagt: Der Mensch muss für sich selbst Verantwortung
übernehmen und für sich selber denken. Aus christlicher Sicht ist das kein Widerspruch: Der Christ muss
selbst Verantwortung für seine Taten, seine Sünden tragen. Nicht nur hier, sondern in sehr vielen Punkten
fordert die Aufklärung, was uns heute auch aus christlicher Sicht völlig selbstverständlich vorkommt –
das war nicht immer so.
EvaFan akaFreimaurerin Guten Abend Eva! Heute war ich beim Pfarrfest war ein schöner Tag jetzt schau
ich mir gerade im Zentrum an da geht es wieder um Ausländer und da hab ich gefressen ich denke an Euch
fast jeden Tag Ihr seit doch meine Internetfreunde und jetzt ist es schon spät werde in absehbarer Zeit
ins Bett gehen und sage eine Gesegnete Nachtruhe schlaft wohl ich auch fast keine Schmerzen mehr schönen
Abend noch.
‘N Abend, Biene, musste heute morgen an Sie denken! Bin nämlich (ganz, ganz ausnahmsweise!) um halb
fünf aufgestanden. Ist direkt ganz schön, wenn man’s erstmal geschafft hat…
Schuca das ist eine gute Idee das mit den Eimer Wasser die sollen sich das selber machen. Nur nichts mit
Kirche zu tun haben aber ihr Gewissen sagt was anderes.
Segnung Wenn ich katholische Bischof wäre,hätte ich den Herrschaften ein Eimer voll Leitungswasser zugeschickt,natürlich
nicht geweiht.Kippt es euch selber in die Bude,die Weihe findet eh nicht statt. Per Mariam ad Christum.
Oooh ja… Ausserdem kenne ich einige Menschen, die die Kirche beim Gebrauch von Weihrauch verlassen müssen,
weil sie den Weihrauch nicht vertragen, Ich zum Beispiel. Dabei mag ich den Geruch eigentlich. Aber mir
war mal einen ganzen Ostersonntag speiübel davon, hat mich leider den Sonntagsbraten gekostet.
Weihwasser und Weihrauch Das Folgende ist kein Witz, sondern ich habe es von einem Anwalt Vor einem Amtsgericht
im Süden wurde eine Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts auf Schadensersetz verklagt. Der
Priester hatte bei der Segnung einer Wohnung einen Computer so unter Wasser gesetzt, dass dieser unrettbar
zerstört wurde. Die Kirche wurde nun verklagt, weil sie für ihren Erfüllungsgehilfen, den Priester
haftbar sei. Ausserdem kenne ich einige Menschen, die die Kirche beim Gebrauch von Weihrauch verlassen
müssen, weil sie den Weihrauch nicht vertragen, der ja durchaus psychotrope Wirkungen hat. Also ist die
Weisung des Parlamentes durchaus verständlich
Weihrauch Für ein Weihrauchverbot könnte ich sogar noch Verständnis aufbringen, da gestern wegen einer
blöden Wurst auf dem Elketrogrill der Rauchmelder ansprang und die Nachbarschaft aus den Wohnungen gerannt
kam. Die Teile sind überempfindlich, denn die Wurst hat keinen Rauch, sondern nur etwas Fettdunst von
sich gegeben. Aber Weihwasser zu verbieten ist tatsächlich eine Unverschämtheit! Zumal: Ich möchte
nicht wissen, wie viele volle Bierflaschen/Schnapsflaschen/Kaffeetassen täglich im Europäischen Parlament
zu Bruch gehen.
@Stephanus Eine höchst heikle Sache das: Die Eroberung und Zerstörung Jericho wurde durch den Klang
eines kleinen Schofarensembles eingeleitet. Und in Babel, da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm
anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Man tut also daran den Herrn vom neuen Turm von Babel fernzuhalten.
Bei Weihrauch und Weihwasser kann man ja nicht wissen. Die Bischöfe sind jedenfalls heterodox genug,
dass man sich vor denen nicht fürchten muss.
Nö, stimmt nicht Hummer kommentiert: „Diese geradezu grotesken Auflagen für die Vornahme einer kirchlichen
Zeremonie zeugen von einer laizistischen Grundhaltung der Parlamentsverwaltung“.
Was besagt denn das zuständige Baurecht? Da müßte doch sofort der Statiker dran, nicht wahr? Wenn das
ganze Konstrukt schon von leichtwallenden Weihrauchwolken und einigen wenigen Tropfen geweihten Wassers
bedroht, ja sogar, siehe den Hinweis auf Straßburg,einsturzgefährdet ist, dann muß schnell alles geräumt
werden. Sonst gibt es vielleicht ein zweites Köln ?(Archiv) Andererseits, ein zweites Köln wäre hier
weniger schade.Wer braucht schon all das beschriebene Gedümmelpapier was dabei verschütt ginge?
„Denkender“ bedenke: „Niemand in Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte hat sich in seinem Handeln jemals
auf eine „jüdisch-christliche Werteordnung“ berufen.“ (Selbstzitat)
Ohne Judentum kein Christentum, Sie vorgeblicher Christ! Was soll denn das sein? Dieser Blödsinnsbegriff
ist doch erst 2001 erfunden worden! Niemand in Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte hat sich in seinem
Handeln jemals auf eine „jüdisch-christliche Werteordnung“ berufen. Gibt es nicht, gab es nie!
sonst noch was, bitteschön? „jüdisch-christliche Werteordnung“ Was soll denn das sein? Dieser Blödsinnsbegriff
ist doch erst 2001 erfunden worden! Niemand in Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte hat sich in seinem
Handeln jemals auf eine „jüdisch-christliche Werteordnung“ berufen. Gibt es nicht, gab es nie!
Segnung ist doch nur der lächerliche Versuch, eine eigene Wichtigkeit zu generieren, die die Kirche inzwischen
zu recht verloren hat. Das Parlament braucht keine überflüssigen Rituale von Vereinen, deren einziger
Existenzgrund ein altes Märchenbuch samt dem darin behaupteten Geist ist.
Navon: Die ideale Demokratie ist laizistisch und hält sich von Religion fern, dieses Demokratierepublikideal
wird in der EU am besten von Sozialisten und Liberalen vertreten, beide international und laizistisch.
@ Marcelus: Religionsfreiheit schließt auch das Recht anderer ein, KEINE Religion zu haben! Und Religionsfreiheit
bedeutet NICHT, dass erst jemand GESCHÄDIGT werden muss, bereits die willentliche Äußerung des Hausherren
schränkt das Recht, an JEDEM Ort kultische Zeremonien abzuhalten, stark ein. Wenn Moslems in Deinem Haus
beten wollen, kannst Du das auch verbieten, obwohl Dir kein Schaden durch betende Moslems besteht. Und
genauso hat das Parlament entschieden. Niemand will überholte, sinnlose Rituale da, also gibt es sie
auch nicht.
Navon: Die EU ist eine laizistische Staatsorganisation mit Religionsfreiheit: Jeder Kult darf dort zelebriert
werden, sofern ein anderer dadurch nicht geschädigt wird.
Wie kommen Kultisten eigentlich dazu, zu denken, sie hätten ein Recht darauf, ihre spaßigen Rituale
überall abhalten zu dürfen? Wenn Scientology oder die Hindu im Europaparlament da so rumspielen wollten,
würde sich auch jeder an den Kopf fassen. Warum sollte das Spritzen mit Wasser oder das Räuchern da
ausgenommen werden?
Lieber doch kein Weihwasser, sonst fangen noch manche Abgeordnete an zu schreien, weil dieses sehr brennt…und
der Innewohnende dieses kaum ertragen kann.