Rückkehr-Ökumene
Erstellt: 17:13:42 | Freitag, 2. Juli 2010
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405 Lesermeinungen
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Pius-Aussöhnung in der Hand des Papstes + …
#59   Rückkehr-Ökumene   15:46:19 | Samstag, 19. Mai 2012
Das subsistit von LG, Art. 8 in Kombination mit UR, Art.3, verändert sowohl das Was als auch das Wie der kath. Kirche.
Das Konzil verändert das „Was“, indem es von ihrer trad. Lehre abrückt, derzufolge die kath. Kirche und die Kirche Christi ein und dasselbe ist, was Pius XII. in Humani generis sagt.
Und das Konzil verändert das „Wie“ der kath. Kirche, indem es die Unteilbarkeit derselben indirekt leugnet, indem es sie als aus Teilen, aus Elementen zusammengesetzt versteht.
Die doppelte Veränderung des Selbstverständnisses der kath. Kirche durch Veränderung ihres Was und ihres Wie öffnete die Tür zum Ökumenismus.
Die Veränderung des Was bedeutete die Preisgabe des Absolutheitsanspruchs der kath. Kirche, wodurch Platz für eine Teilhabe am Sein der Kirche Christi für die anderen christlichen Gemeinschaften geschaffen wurde.
Und mit der Elemente-Ekklesiologie wurde dieser Platz ausgefüllt, indem das Konzil den anderen christlichen Gemeinschaften zugebilligt, Teile der Kirche Christi, kirchliche Elemente, zu besitzen.
Nach dem Konzil gibt es nicht mehr eine einzige Kirche, sondern es gibt nur noch eine einzige vollzählige (!) Kirche, die katholische, weil sie alle kirchlichen Elemente enthält. Es gibt aber viele unvollständige Kirchen, nämlich alle christlichen Gemeinschaften, nach der neuen Lehre.
Das Zerhacken der Kirche in Teile ist der schwere Fehler, denn kirchliche Elelemente haben die Eigenschaft der Kirchlichkeit nur im Zusammenhang mit der Kirche.
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#84   Rückkehr-Ökumene   14:40:49 | Donnerstag, 17. Mai 2012
santa rita: „Man wird die roemischen Krallen nur dann nicht zu spüren bekommen, wenn man sich dem Monster erst gar nicht ausliefert.“
Sie haben Recht, aber dafür scheint es jetzt zu spät zu sein.
Fortsetzung von 80:
Es gibt übrigens noch eine, wenn auch nur sehr kleine Hoffnung, dass der Priesterbruderschaft St. Pius X. die römischen Krallen erspart bleiben:
Es ist nämlich möglich, dass das vom konsequenten Modernismus auch weiterhin dominierte Erscheinungsbild der Kirche in dieser „Schonfrist“ derart zerfällt, dass Rom nicht umhin kann, das Konzil als Ursache dieses Zerfalls auf den Prüfstand zu stellen und sich die unsinnige Behauptung von Benedikt XVI. nicht mehr aufrecht erhalten lässt, dass das Konzil in Kontinuität mit der traditionellen Lehre der Kirche interpretiert werden könne.
(Ich kann nur hoffen, dass sich das Generalhaus den Bären einer möglichen „Hermeneutik der Reform in Kontinuität“ nicht aufbinden lässt.)
Wird diese Unsinnigkeit von Rom erkannt, dann kann es nicht mehr die Anerkennung des Konzil einfordern und auch nicht für die Neue Messe sowie den neuen Katechismus, die Kinder des Pastoralkonzils sind.
Deshalb mein Appell an die Bischöfe, Priester und Gläubigen der Bruderschaft:
Spaltet euch nicht und versucht, zu einer gemeinsamen Linie zurückzufinden.
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#80   Rückkehr-Ökumene   13:26:38 | Donnerstag, 17. Mai 2012
Fortsetzung von 78:
Bischof Fellay sollte dem rechten Flügel verbindlich zusagen, dass er in diesem Fall mit ihm gemeinsam wieder ins Abseits gehen wird.
Der Druck, den Rom nach einer „Schonfrist“ möglicherweise auf die Bruderschaft ausüben wird, sollte auch den Gläubigen, wenn er beginnt, mitgeteilt werden, damit sie verstehen, warum ein erneutes ins Abseitsgehen um der Wahrheit willen notwendig wird
Wenn das Abkommen geschlossen wird, dann sollte die Strategie der Bruderschaft lauten: Wir gehen, wenn auch schweren Herzens, gemeinsam hinein, aber wir gehen auch gemeinsam wieder hinaus, falls es notwendig wird.
Aus der Erfahrung, die die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften gemacht haben, kann man damit rechnen, dass Rom seine Krallen erst zeigen wird, wenn eine längere Zeit verstrichen ist und womöglich dauert diese „Schonfrist“ bei der Priesterbruderschaft noch länger.
Vor wenigen Tagen hat Rom diese Krallen gegenüber dem Institut vom Guten Hirten gezeigt, nachdem die Petrusbruderschaft sie schon vor einigen Jahren zu spüren bekam.
Es gibt übrigens noch eine, wenn auch nur sehr kleine Hoffnung, dass der Priesterbruderschaft die römischen Krallen erspart bleiben:
Es ist nämlich möglich, dass das vom konsequenten Modernismus auch weiterhin dominierte Erscheinungsbild der Kirche in dieser „Schonfrist“ derart zerfällt, dass Rom nicht umhin kann, das Konzil als Ursache dieses Zerfalls auf den Prüfstand zu stellen und sich die unsinnige Behauptung von Benedikt XVI. nicht mehr aufrecht …
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#78   Rückkehr-Ökumene   12:55:38 | Donnerstag, 17. Mai 2012
Wenn Bischof Fellay ein Abkommen mit Rom schließt, dann kommt es darauf an, dass die Priesterbruderschaft sich nicht spaltet.
Es wird Abgänge von ihrem rechten Flügel geben, aber es gilt diese Abgänge zu minimieren. Insbesondere sollten die drei anderen Bischöfe sich nicht trennen.
Der rechte Flügel der Bruderschaft wird dann besonders wichtig werden, denn er muss darüber wachen, dass die Kritik am modernen Rom nicht leiser und leiser wird und dazu brauchen seine Vertreter nur daran zu erinnern, was von Vertretern des linken Flügels in der Vergangenheit gesagt wurde.
Wenn der rechte Flügel wegbricht, dann besteht die Gefahr, dass die Bruderschaft mit der Zeit zu einer etwa verbesserten Petrusbruderschaft degeneriert.
Wie können die Differenzen zwischen beiden Flügeln verkleinert werden?
Der rechte Flügel sollte Bischof Fellay zugute halten, dass er als ein Erpresster handelte. Denn er wollte ja kein Abkommen schließen, solange auf der doktrinellen Ebene keine Einigkeit erzielt ist.
Dann aber hat ihm Benedikt XVI. mit Exkommunikation gedroht, und um die schwerwiegenden, unabsehbaren Folgen für seinen Klerus und die Gläubigen abzuwenden, hat er das Abkommen geschlossen.
Andererseits sollte Bischof Fellay auf den rechten Flügel zugehen, ein Generalkapitel einberufen und eine gemeinsame Strategie festlegen, für den Fall, dass Rom die uneingeschränkte Anerkennung des Konzils, des neuen Katechismus und der Neuen Messe fordert.
Bischof Fellay sollte dem rechten Flügel verbindlich
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#28   Rückkehr-Ökumene   19:41:25 | Mittwoch, 16. Mai 2012
Der Streit zwischen den vier Bischöfen offenbart eine unterschiedliche Beurteilung des von Benedikt XVI. geprägten Roms.
Das Generalhaus sagt:
Benedikt hält zwar an den Irrtümern des Konzils fest, aber er ist bereit, der Tradition Heimatrecht zu gewähren. Es mehren sich in Rom die positiven Anzeichen für sein Gewogensein gegenüber der Tradition, und deshalb können wir jetzt ein Abkommen schließen.
Die drei Bischöfe sagen: Nein, Benedikt XVI. will der Tradition kein Heimatrecht gewähren, denn zur Tradition gehört der Anspruch auf objektive Wahrheit und zu ihr gehört die Verurteilung des Irrtums, wozu ja fast alle Konzilien einberufen wurden.
Benedikt will nur den traditionellen Formen Heimatrecht gewähren, aber diesen doppelten Anspruch, den kann er, als gemäßigter Modernist, nicht dulden.
Er will die Tradition nur akzeptieren, wenn sie nicht die Tradition bleibt mit dem genannten Anspruch, sondern sich auf die traditionellen Formen beschränkt und den Modernismus als eine andere Variante des Katholischseins anerkennt.
Mit diesem Subjektivismus sind wir drei Bischöfe nicht einverstanden, denn er verlangt die Verfälschung des Katholischen, und deshalb lehnen wir ein Abkommen ab.
Erst wenn Rom auf den Boden der Tradition zurückgekehrt ist, ist das traditionelle Katholischsein die einzige Weise des Katholischseins und nicht nur, wie es Benedikt will, die nostalgische Variante desselben.
Deshalb wird er aus innerer Notwendigkeit seiner Position jene Verfälschung einfordern.
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#14   Rückkehr-Ökumene   17:19:14 | Mittwoch, 16. Mai 2012
Das Positive an dieser Meldung scheint zu sein, dass das Abkommen noch lange nicht perfekt ist.
Jetzt sollte Bischof Fellay kurzfristig ein Generalkapitel einberufen, denn es geht um eine Existenzfrage der Bruderschaft.
Auf diesem Generalkapitel sollte es in erster Linie um die Beurteilung des Roms von Benedikt XVI. gehen, und die Abkommensfrage sollte zunächst zurückgestellt werden.
Die Differenzen in der Abkommensfrage beruhen nämlich wesentlich auf einer unterschiedlichen Beurteilung dieses Roms, was in letzter Zeit erst deutlich wurde.
Solange nur Briefe zwischen dem Generalhaus und den drei Bischöfen hin-und hergehen, kann die eine Seite der anderen ausweichen, aber in der offenen Feldschlacht, auf einem Generalkapitel, ist das nicht mehr möglich.
Dann wird sich zeigen, ob die Sichtweise des Generalrats von dem modernen Rom bestehen kann, oder ob sie als eine an der Realität vorbeigehende Verharmlosung der Position des von Benedikt XVI. geprägten Roms eingestuft werden muss.
An dem Ergebnis dieser Analyse sollte dann über die Abkommensfrage entschieden werden, natürlich auch unter dem Gesichtspunkt der angedrohten Exkommunikation.
Es könnte sein, dass sich dann die Frage stellt:
Dürfen bzw. müssen wir uns wegen der angedrohten Exkommunikation über die Kleriker und über die Gläubigen, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. verbunden sind, von Benedikt XVI. zu einem Abkommen erpressen lassen?
Redaktion benachrichtigen Der Text ging vorab zum Papst + …
#35   Rückkehr-Ökumene   16:03:43 | Mittwoch, 16. Mai 2012
Pfarrer Milch sprach oft von der mit Sicherheit zu erwartenden Wende in der Kirche. Worin besteht sie? In der Rückkehr Roms zu seiner traditionellen Lehre.
Das wurde von manchen dahingehend missverstanden, als hätte Pfarrer Milch gemeint, von heute auf morgen wird alles gut. Davon kann aber keine Rede sein, denn er unterschied dreierlei:
Die Vorbereitung der Wende, die Wende selbst und die Durchführung der Wende
Die Vorbereitung der Wende kann lange dauern. Sie wird aus positiven Schritten Roms in die richtige Richtung bestehen und sie wird durch einen fortschreitenden Zerfall des Erscheinungsbildes beschleunigt herbei geführt.
Die Wende selbst aber ist ein punktueller Akt, den der oberste Hirte setzt, und mit dem er den Irrtümern der pastoralkonziliaren Ära abschwört. Dieser Akt ist punktuell, weil die katholische Wahrheit unteilbar ist.
Die Durchführung der Wende, also die Durchsetzung des Richtigen, wird dann wieder lange dauern.
Wenn das Generalhaus den Gegnern des Abkommens vorhält: Wir können doch mit der Rückkehr nicht warten, bis wieder alles in Ordnung ist, dann hat es zwar Recht, aber darum geht es nicht. Zu warten ist nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem Rom zu seiner Tradition zurückkehrt. Dann gilt es mit dem bekehrten Rom gegen die Feinde der Wende zu kämpfen.
Redaktion benachrichtigen ‘Ecclesia Dei’ zensuriert
#32   Rückkehr-Ökumene   15:44:53 | Mittwoch, 16. Mai 2012
Der Streit zwischen den vier Bischöfen offenbart eine unterschiedliche Beurteilung des von Benedikt XVI. geprägten Roms. Das Generalhaus sagt:
Benedikt hält zwar an den Irrtümern des Konzils fest, aber er ist bereit, der Tradition Heimatrecht zu gewähren. Es mehren sich in Rom die positiven Anzeichen für sein Gewogensein gegenüber der Tradition, und deshalb können wir jetzt mit einem Abkommen einsteigen.
Die drei Bischöfe sagen: Nein, Benedikt XVI. will der Tradition kein Heimatrecht gewähren, denn zur Tradition gehört der Anspruch auf objektive Wahrheit und zu ihr gehört die Verurteilung des Irrtums, wozu ja fast alle Konzilien einberufen wurden.
Benedikt will nur den traditionellen Formen Heimatrecht gewähren, aber diesen doppelten Anspruch, den kann er, als gemäßigter Modernist, nicht dulden.
Er will die Tradition nur akzeptieren, wenn sie nicht die Tradition bleibt mit dem genannten Anspruch, sondern sich auf die traditionellen Formen beschränkt und den Modernismus als eine andere Variante des Katholischseins anerkennt.
Mit diesem Subjektivismus sind wir drei Bischöfe nicht einverstanden, denn er verlangt die Verfälschung des Katholischen, und deshalb lehnen wir ein Abkommen ab.
Erst wenn Rom auf den Boden der Tradition zurückgekehrt ist, ist das traditionelle Katholischsein die einzige Weise des Katholischseins und nicht nur, wie es Benedikt will, die nostalgische Variante desselben.
Deshalb wird er aus innerer Notwendigkeit seiner Position jene Verfälschung einfordern.
Redaktion benachrichtigen ‘Ecclesia Dei’ zensuriert
#30   Rückkehr-Ökumene   15:25:41 | Mittwoch, 16. Mai 2012
„Beide Maßnahmen müßten in der Piusbruderschaft die Alarmglocken läuten lassen.“
Allerdings müssten nach diesen Maßnahmen beim Generalrat der Priesterbruderschft St. Pius X. die Alarmglocken läuten.
Leider scheinen diese Herren aber taub geworden zu sein für alle Warnungen.
Sie befinden sich, zusammen mit vielen anderen, offenbar in einem Abkommensrauch, der die Vernunft nicht mehr zum Zuge kommen lässt.
Wie heißt es bei Schiller in anderem Zusammenhang:
„Der Wahn ist kurz, die Reu’ ist lang.“
Redaktion benachrichtigen Bischof Bernard Fellay im Vatikan
#87   Rückkehr-Ökumene   15:09:34 | Mittwoch, 16. Mai 2012
lux in tenebris, Sie haben mich gründlich missverstanden.
Ich halte Benedikt XVI. nicht für naiv, sondern im Gegenteil ich halte ihn für schlau.
Natürlich weiß er um den Absolutheitsanspruch, der mit der traditionellen Position verbunden ist. Gegen diesen hat er ja schon auf dem Pastoralkonzil als Peritus von Kardinal Frings gekämpft.
Und Ratzinger war es, der das „subsistit“ in die Theologische Kommission einbrachte, und er gab zu, dass es diese Konsequenz hat.
(vgl. W. Schüler: „Benedikt XVI. und das Selbstverst. der kath. Kirche“)
Auch heute noch bekämpft er diesen Anspruch, was man jetzt erneut an den Vorgängen um das Institut vom Guten Hirten sehen kann, denn er widersprcht
seinem Ökumenismus.
In Bezug auf die Priesterbr. St. Pius X. kann er diesen Anspruch nur mit Erfolg bekämpfen, wenn er sie in seine Gewalt gebracht hat.
Die Krise des Erscheinungsbildes der Kirche wird in dem Augenblick überwunden, in welchem dieser Papst oder ein Nachfolger desselben die Irrtümer des Zweiten Vatikanums widerruft.
Zur Gewinnung dieser Erkenntnis bedarf es offenbar noch eines weiteren Niedergangs des Erscheinungsbildes der Kirche.
Die Durchführung dieser Wende wird dann wohl lange Zeit in Anspruch nehmen.
Erst wenn Rom diese Wende vollzieht, ist, wenn es mit rechten Dingen zugeht, für die Bruderschaft der Augenblick gekommen, aus dem inoffiziellen in den offiziellen Innenraum der Kirche zurückzukehren und dem von seinen Irrtümern bekehrten Rom bei der Durchführung der Wende zu helfen.
Redaktion benachrichtigen Bischof Bernard Fellay im Vatikan
#77   Rückkehr-Ökumene   09:04:45 | Mittwoch, 16. Mai 2012
Der Streit zwischen den Bischöfen offenbart eine unterschiedliche Beurteilung des von Benedikt XVI. geprägten Roms. Das Generalhaus sagt:
Benedikt hält zwar an den Irrtümern des Konzils fest, aber er ist bereit, der Tradition Heimatrecht zu gewähren. Es mehren sich in Rom die positiven Anzeichen für sein Gewogensein gegenüber der Tradition, und deshalb können wir jetzt mit einem Abkommen einsteigen.
Die drei Bischöfe sagen: Nein, Benedikt XVI. will der Tradition kein Heimatrecht gewähren, denn zur Tradition gehört der Anspruch auf objektive Wahrheit und zu ihr gehört die Verurteilung des Irrtums, weshalb ja fast alle Konzilien einberufen wurden.
Benedikt will nur den traditionellen Formen Heimatrecht gewähren, aber diesen doppelten Anspruch, den kann er, als gemäßigter Modernist, nicht dulden.
Er will die Tradition nur akzeptieren, wenn sie nicht die Tradition bleibt mit dem genannten Anspruch, sondern sich auf die traditionellen Formen beschränkt und den Modernismus als eine andere Variante des Katholischseins anerkennt.
Mit diesem Subjektivismus sind wir drei Bischöfe nicht einverstanden, denn er verlangt die Verfälschung des Katholischen, und deshalb lehnen wir ein Abkommen ab.
Erst wenn Rom auf den Boden der Tradition zurückgekehrt ist, ist das traditionelle Katholischsein die einzige Weise des Katholischseins und nicht nur, wie es Benedikt will, die nostalgische Variante desselben.
Deshalb wird er aus innerer Notwendigkeit seiner Position jene Verfälschung einfordern.
Redaktion benachrichtigen Bischof Bernard Fellay im Vatikan
#34   Rückkehr-Ökumene   18:42:01 | Dienstag, 15. Mai 2012
Im Falle eines Abkommens ändert sich nicht nur der kirchenrechtliche Status der Priesterbruderschaft St. Pius X., sondern auch ihr Status unter philosophischem Gesichtspunkt, was leider die meisten nicht kümmert.
Jetzt, solange sie noch im Abseits in Bezug auf die kirchliche Offizialität steht, steht die Wahrheitsposition den modernistischen Irrtümern Roms gegenüber und sie hält diesem Rom den Spiegel vor.
Wenn sich die Priesterbruderschaft integrieren lässt in den offiziellen Innenraum der Kirche, (den Innenraum der Kirche hat sie ja nie verlassen) dann erweckt sie den Eindruck, als gäbe es zwei legitime Weisen katholisch zu sein, nämlich die traditionelle und die moderne Weise des Pastoralkonzils.
Dadurch erniedrigt die Priesterbruderschaft St. Pius X. ihr Werk zu einer nostalgischen Variante des Katholischseins.
Im gottgewollten Abseits, wie Pfarrer Milch sagte, war und ist sie heute noch die katholische Notwendigkeit.
Mit dem Modernismus durch ein Abkommen verbandelt, wird sie zu einer Möglichkeit des Katholischseins, zur nostalgischen Variante desselben und erweckt damit den falschen Eindruck, dass auch der römische Modernismus eine Variante des Katholischseins ist.
Wahrheit und Irrtum werden auf diese Weise auf eine Stufe gestellt.
Was ein Gewinn zu sein scheint, das ist in Wirklichkeit ein Elend, was aber die „Abkommens-Euphoriker“ nicht begreifen können oder wollen.
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#32   Rückkehr-Ökumene   17:55:41 | Dienstag, 15. Mai 2012
Warum wurde Bischof Fellay nach Rom gerufen?
Vermutlich deshalb, weil es den Herren in der Glaubenskongregation nicht behagt, dass drei der vier Bischöfe nicht mit einem Abkommen einverstanden sind.
Es wird ihnen ziemlich egal sein, wie viele Priester der Bruderschaft bei einem Abkommen nicht mitmachen, denn Priester können keine Priester weihen.
Aber die drei Bischöfe könnten außerhalb der angestrebten Prälatur Priester weihen und das will Rom verhindern.
Bischof Fellay sollte jetzt auf Zeit zu spielen und den Römern sagen:
Ich bin bereit, zu versuchen, eine einheitliche Linie unter uns Bischöfen herbeizuführen, aber ich brauche dafür Zeit.
Geben Sie mir drei Monate Zeit, dann werde ich inzwischen ein Generalkapitel einberufen, auf dem die Problematik eingehend erörtert werden soll.
Anschließend werden wir vier Bischöfe versuchen, zu einer einheitlichen Linie in der Abkommensfrage zu gelangen.
Damit könnten die Herren in der Glaubenskongregation einverstanden sein, denn sie wollen, dem Vernehmen nach, mehrheitlich kein Abkommen und die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Generalkapitel eine einheitliche Linie von den vier Bischöfen gefunden wird ist sehr gering.
Redaktion benachrichtigen Papst Benedikt XVI. verharrt in abgrundtiefen Illusionen
#25   Rückkehr-Ökumene   15:17:19 | Montag, 14. Mai 2012
Seit das Generalhaus umgeschwenkt ist, denn seine ursprüngliche Position lautete: Kein Abkommen ohne vorherige Übereinstimmung in der Doktrin, verharmlost es die Position des von Benedikt XVI. geprägten Roms, offenbar in der Absicht, seine Abkommenswilligkeit zu rechtfertigen.
Im Zeichen dieser Verharmlosung stand auch die Rede von Pater Pfluger am spes unica Sonntag, den 29.4.2012, in Hattersheim, wo er die Auffassung vertrat, dass unsere Gegner die Bischöfe seien.
Nein, Herr Pater Pfluger, Sie lenken damit vom entscheidenden Punkt ab. Unser eigentlicher Gegner ist das von Benedikt XVI. geprägte Rom!
Im Falle eines Abkommens sind wir doch gar nicht abhängig von den Ortsbischöfen, aber was nicht weniger schlimm ist, wir werden abhängig vom modernen Rom und das wird bald seine Krallen zeigen, wie es sie vor wenigen Tagen auch dem Institut vom Guten Hirten zeigte.
Welche Warnungen sind denn noch notwendig, um zu zeigen, dass dieses Elend mit Notwendigkeit auch auf die Bruderschaft zukommt!
Natürlich ist die Androhung der Exkommunikation im Falle der Verweigerung, ein Abkommen zu schließen, eine sehr ernste Sache.
Nachdem auf dem dringend notwendigen Generalkapitel die theologische Problematik geklärt worden ist, gilt es anschließend die Frage zu klären:
Dürfen bzw. müssen wir, um der von Benedikt XVI. angedrohten Exkommunikation zu entgehen, vor der viele unserer Priester und Gläubigen begreiflicherweise Angst haben, uns von Rom zum Abschluss eines Abkommens erpressen lassen?
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#18   Rückkehr-Ökumene   15:01:58 | Montag, 14. Mai 2012
Sie erkennen auch, dass das Rom Benedikts die traditionellen Formen als eine Spielart des Katholischseins versteht, keineswegs als eine katholische Notwendigkeit, und dass Rom diese Auffassung auch bei denen durchsetzen will, die diese traditionellen Formen des Glaubens im offiziellen Innenraum der Kirche praktizieren.
Rom verlangt die Subjektivierung der objektiven Wahrheit und macht sie auf diese Weise zu einer Variante des in der Kirche herrschenden Pluralismus.
Damit trifft das Rom Benedikts XVI. die der Tradition verbundenen Gemeinschaften, die sich ihm unterstellt haben, ins Herz. Die Fassade bleibt erhalten, aber sie sind innerlich gebrochen, weil sie den Absolutheitsanspruch, durch Anerkennung des Konzils, preisgeben mussten.
Was die Durchsetzung der Subjektivierung betrifft, gewährt Rom diesen Gemeinschaften eine Schonfrist. Nachdem sie bei der Petrusbr. schon seit Jahren abgelaufen ist, ist sie nun auch beim Institut vom Guten Hirten abgelaufen. Monsig. Pozzo hat von diesem die Anerkennung des Konzils und des Katechismus gefordert.
Die drei Bischöfe erkennen, offenbar im Gegensatz zum Generalhaus, dass der Modernismus von Benedikt XVI. diese Forderung aus innerer Notwendigkeit heraus stellt, weshalb er im Falle eines Abkommens über kurz oder lang auch der Bruderschaft aufgezwungen würde.
Seit das Generalhaus umgeschwenkt ist, denn seine ursprüngliche Position lau
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#15   Rückkehr-Ökumene   14:50:48 | Montag, 14. Mai 2012
Die unterschiedlichen Überzeugungen der drei Bischöfe und Bischof Fellay in der Abkommensfrage sind die Folge aus gegensätzlichen Beurteilungen des von Benedikt XVI. geprägten Roms.
Deshalb sollten diese der Gegenstand eines kurzfristig einberufenen Generalkapitels sein, bevor in der Abkommensfrage entschieden wird.
Die vier Bischöfe können nur dann zu einer einheitlichen Linie in der Abkommensfrage zurückkehren, wenn sie vorher zu einer einheitlichen Position in der Beurteilung des von Benedikt XVI. geprägten Roms gefunden haben.
Ihre gegensätzlichen Beurteilungen kann man kurz so kennzeichnen:
Bischof Fellay sieht mit Recht positive Schritte von Benedikt XVI., insofern er traditionellen Formen Heimatrecht in der Kirche geben will. Das führt ihn offenbar zu der Überzeugung, dass Benedikt eine Interpretation der Konzilstexte in Kontinuität mit der Tradition anstrebt und nur von seinem Umfeld daran gehindert wird, das schneller durchzuziehen.
Deshalb meint Bischof Fellay, die Bruderschaft solle durch Abschluss eines Abkommens mit dem Papst gemeinsam dieses Ziel anstreben.
Hier sehen die drei Bischöfe tiefer. Sie erkennen, dass Rom auf dem Konzil den katholischen Absolutheitsanspruch preisgegeben hat, dass diese Preisgabe die Voraussetzung für den Ökumenismus ist, und dass Benedikt eisern an dieser Preisgabe festhält.
Sie erkennen auch, dass schon aus diesem Grund eine traditionskonforme Interpretation gar nicht möglich ist.
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#44   Rückkehr-Ökumene   09:54:10 | Montag, 14. Mai 2012
Fortsetzung zu 41:
Im Zeichen dieser Verharmlosung stand auch die Rede von Pater Pfluger am spes unica Sonntag, den 29.4.2012, in Hattersheim, wo er die Auffassung vertrat, dass unsere hauptsächlichen Gegner die Bischöfe seien.
Nein, Herr Pater Pfluger, Sie lenken damit vom entscheidenden Punkt ab. Unser eigentlicher Gegner ist das von Benedikt XVI. geprägte Rom!
Natürlich ist die Androhung der Exkommunikation im Falle der Verweigerung, ein Abkommen zu schließen, eine sehr ernste Sache.
Nachdem auf dem dringend notwendigen Generalkapitel die theologische Problematik geklärt worden ist, gilt es anschließend die Frage zu klären:
Dürfen wir, um der von Benedikt XVI. angedrohten Exkommunikation zu entgehen, vor der viele unserer Priester und Gläubigen begreiflicherweise Angst haben, uns von Rom zum Abschluss eines Abkommens erpressen lassen?
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#41   Rückkehr-Ökumene   09:49:52 | Montag, 14. Mai 2012
Die unterschiedlichen Überzeugungen der drei Bischöfe und Bischof Fellay in der Abkommensfrage resultieren aus gegensätzlichen Beurteilungen des von Benedikt XVI. geprägten Roms.
Deshalb sollten diese der Gegenstand eines kurzfristig einberufenen Generalkapitels sein, bevor in der Abkommensfrage entschieden wird.
Die vier Bischöfe können nur dann zu einer einheitlichen Linie in der Abkommensfrage zurückkehren, wenn sie vorher zu einer einheitlichen Position in der Beurteilung des von Benedikt XVI. geprägten Roms gefunden haben.
Ihre gegensätzlichen Beurteilungen kann man kurz so kennzeichnen:
Bischof Fellay sieht mit Recht positive Schritte von Benedikt XVI., insofern er traditionellen Formen Heimatrecht in der Kirche geben will. Das führt ihn offenbar zu der Überzeugung, dass Benedikt eine Interpretation der Konzilstexte in Kontinuität mit der Tradition anstrebt und nur von seinem Umfeld daran gehindert wird, das schneller durchzuziehen.
Deshalb meint Bischof Fellay, die Bruderschaft solle durch Abschluss eines Abkommens mit dem Papst gemeinsam dieses Ziel anstreben.
Hier sehen die drei Bischöfe tiefer. Sie erkennen, dass Rom auf dem Konzil den katholischen Absolutheitsanspruch preisgegeben hat, dass diese Preisgabe die Voraussetzung für den Ökumenismus ist, und dass Benedikt eisern an dieser Preisgabe festhält.
Sie erkennen auch, dass schon aus diesem Grund eine traditionskonforme Interpretation gar nicht möglich ist.
Darüber hinaus erkennen sie, dass das Rom Benedikts die
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#184   Rückkehr-Ökumene   09:46:19 | Montag, 14. Mai 2012
Bei diesem Rosenkranzkreuzzug fand wohl etwas Seltsames statt:
Ein Teil der Beter betete für ein Abkommen, der andere Teil betete dafür, dass es nicht zustande kommt.
Trotzdem konnte eine Einheit bestehen, wenn beide Teile ihre Intention der Vater-Unser-Bitte unterstellten: „Dein Wille geschehe“
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#35   Rückkehr-Ökumene   09:41:17 | Montag, 14. Mai 2012
Die unterschiedlichen Positionen in der Abkommensfrage, die der Generalrat einerseits und die drei Bischöfe andererseits einnehmen, beruhen vor allem auf gegensätzlichen Beurteilungen des von Benedikt XVI. geleiteten Roms.
Hier müsste zunächst entschieden werden, welche Beurteilung richtig ist.
Der richtige Ort für solche eine Auseinandersetzung ist doch wohl das Generalkapitel.
Der Generalrat sollte v o r einer Entscheidung in der Abkommensfrage das Generalkapitel einberufen und bei diesem sollte es erst dann um die Abkommensfrage gehen, wenn Klarheit über die theologische Position des heutigen Roms erreicht ist und da zählen nur Argumente.
Hat sich an der theologischen Position Roms wirklich etwas prinzipiell geändert, oder ist das eine Illusion? Ist eine Interpretation des Konzils in Kontinuität mit der traditionellen Lehre möglich oder nicht?
Diese Fragen sollten nicht in Schreiben, die hin und hergehen, behandelt werden, in denen jede Seite den Argumenten der anderen ausweichen kann, sondern in „offener Feldschlacht“.
Das Generalhaus sollte den Mut haben, sich den Argumenten der Abkommensgegner zu stellen.
Keinesfalls sollte sich Bischof Fellay von Benedikt XVI. zeitlich unter Druck setzen lassen.
Der Papst sollte anerkennen, dass die Bruderschaft in einer für ihre Existenz so entscheidenden Frage ausreichend Zeit für eine Entscheidung braucht.
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#182   Rückkehr-Ökumene   05:49:22 | Montag, 14. Mai 2012
Die unterschiedlichen Positionen in der Abkommensfrage, die der Generalrat einerseits und die drei Bischöfe andererseits einnehmen, beruhen vor allem auf einer unterschiedlichen Beurteilung des von Benedikt XVI. geleiteten Roms.
Hier müsste zunächst entschieden werden, welche Beurteilung richtig ist.
Der richtige Ort für solche eine Auseinandersetzung ist doch wohl das Generalkapitel.
Der Generalrat sollte v o r einer Entscheidung in der Abkommensfrage das Generalkapitel einberufen und bei diesem sollte es erst dann um die Abkommensfrage gehen, wenn Klarheit über die theologische Position des heutigen Roms erreicht ist und da zählen nur Argumente.
Hat sich an der theologischen Position Roms wirklich etwas prinzipiell geändert, oder ist das eine Illusion? Ist eine Interpretation des Konzils in Kontinuität mit der traditionellen Lehre möglich oder nicht?
Diese Fragen sollten nicht in Schreiben, die hin und hergehen, behandelt werden, in denen jede Seite den Argumenten der anderen ausweichen kann, sondern in „offener Feldschlacht“.
Das Generalhaus sollte den Mut haben, sich den Argumenten der Abkommensgegner zu stellen.
Keinesfalls sollte sich Bischof Fellay von Benedikt XVI. zeitlich unter Druck setzen lassen.
Der Papst sollte anerkennen, dass die Bruderschaft in einer für ihre Existenz so entscheidenden Frage ausreichend Zeit für eine Entscheidung braucht.
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#177   Rückkehr-Ökumene   22:35:13 | Sonntag, 13. Mai 2012
„Der Heilige Vater sage, daß das Zweite Vatikanum in die große Tradition der Kirche gestellt und in Übereinstimmung damit interpretiert werden müsse:
„Das sind Aussagen mit denen wir völlig übereinstimmen.“
„Das Problem liege in der Anwendung: „Ist das, was geschieht, wirklich in Übereinstimmung und Harmonie mit der Tradition?“
Benedikt XVI. scheint es zu gelingen, dass ihm Rechtgläubige abnehmen, dass das Konzil in Übereinstimmung mit der Tradition interpretiert werden kann.
Das ist aber nicht wahr! Diese angebliche Interpretation in Kontinuität ist ein Phantom, eine Luftblase, eine Unmöglichkeit.
Und es hat sich gezeigt, dass der Papst selbst keine Interpretation dieser Art zu geben imstande ist.
Ein gutes Beispiel ist seine Weihnachtsansprache vor dem Kardinalskollegium 2006. Hier hat er die Religionsfreiheit des Konzils zu rechtfertigen versucht, indem er zwar zugibt, dass sie der vorkonziliaren Lehre widerspricht (Diskontinuität), dann aber versucht er eine Kontinuität mit der frühen Kirche herzustellen, die unhaltbar ist.
Sein nachweisbar gescheiterter Versuch, eine Kontinuität herzustellen zeigt. dass er selbst nicht in der Lage ist, Dignitatis humanae in Einklag mit der Lehre der Kirche zu bringen.
Er selbst liefert in Wahrheit eine Interpretation der Diskontinuität, die er andererseits bekämpfen will.
Man lasse sich nicht täuschen: Die Hermeneutik der Reform in Kontinuität, die gibt es nicht.
Die Behauptung ihrer Existenz ist ein untauglicher Beschwichtigungsversuch…
Redaktion benachrichtigen „Wir werden keinen Selbstmord begehen“
#64   Rückkehr-Ökumene   19:17:00 | Samstag, 12. Mai 2012
„Doch die Bruderschaft arbeite nicht alleine, um den Glauben zu verteidigen: ‘Es ist der Papst selbst, der es tut. Das ist seine Aufgabe.’“
Ja, das ist seine Aufgabe, aber er erfüllt sie leider nicht. Wollte man die falschen Lehren, die Benedikt XVI. vertritt, allein indem er sich uneingeschränkt hinter das Pastoralkonzil stellt, auflisten, dann ergäbe sich eine sehr lange Liste.
Um nur einige Schlaglichter zu werfen: Er verteidigt die subsistit-in-Lehre des Konzils von der er selbst einst zugegeben hat, dass mit ihr der katholische Absolutheitsanspruch aufgegeben wird. Verteidigt er damit den Glauben?
Er steht hinter dem Ökumenismusdekret, demzufolge die anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft besitzen? Verteidigt er damit den Glauben?
Er steht hinter der Religionsfreiheit des Konzils, mit der das Gottesrecht auf Verehrung durch die Völker verletzt wird. Verteidigt er damit den Glauben?
Besteht die neue Linie der Priesterbruderschft St. Pius X. darin, diese gravierenden Dinge zu verschweigen.
Ist das der Preis, der jetzt schon zu zahlen ist, damit ein Abkommen zustande kommt?
Beten wir dafür, dass die Bruderschaft nicht Zug um Zug die Irrtümer des modernen Roms verschweigt und dadurch zu einer nur leicht verbesserten Version der Petrusbruderschaft degeneriert.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden keinen Selbstmord begehen“
#59   Rückkehr-Ökumene   18:53:20 | Samstag, 12. Mai 2012
Bischof Fellay: „Wir haben nicht vor, Selbstmord zu begehen.“
Das sagte auch Erzbischof Lefebvre und unterstellte sich deshalb Rom n i c h t.
Die Behauptung, das heutige Rom sei prinzipiell von dem von 1988 verschieden ist falsch. An den modernen Pripien hat sich nichts geändert.
In seiner Predigt zu den Bischofsweihen sagte der Erzbischof:
„… ich halte es für meine Pflicht, die Mittel und Wege für ein Unternehmen zu bereiten, das ich als Unternehmen des Überlebens bezeichnen möchte, als ‘Operation Überleben der Tradition’. Dieser Tag heute ist die ‘Operation Überleben’. Wenn ich dieses Unternehmen aber gemeinsam mit Rom durch-geführt und die Absprachen, die wir unterschrieben haben, weitergeführt hätte und wenn ich dann diese Absprachen in die Tat umgesetzt hätte, unternähme ich eine ‘Operation Selbstmord’.“
Redaktion benachrichtigen „Wir werden keinen Selbstmord begehen“
#56   Rückkehr-Ökumene   18:42:43 | Samstag, 12. Mai 2012
Vor einiger Zeit waren sich die vier Bischöfe noch einig: Wir können kein praktisches Abkommen schließen, bevor Rom auf den Boden der traditionellen Lehre zurückgekehrt ist.
Dann drohte Benedikt XVI. mit der Exkommunikation, wobei sich die Drohung offenbar auf die Bruderschaft und die Gläubigen bezog.
Das war ein Erpressungsversuch.
Bischof Felley entschloss sich, diewsem Erpressungsversuch nachzugeben und erklärte sich bereit, ein Abkommen schließen.
Die anderen drei Bischöfe wollen der Erpressung nicht nachgeben und bleiben bei der Linie, die zuvor auch Fellay verfolgte.
Die Uneinigkeit der Bischöfe besteht also in ihrer gegensätzlichen Reaktion zu Benedikts Erpressungsversuch.
Nebenbei: „Der Heilige Vater sage, daß das Zweite Vatikanum in die große Tradition der Kirche gestellt und in Übereinstimmung damit interpretiert werden müsse. Das sind Aussagen mit denen wir völlig übereinstimmen.“
Nein, damit kann man nicht übereinstimmen, weil es die Interpretation der Konzilsdokumente in Kontinuität mit der traditionellen Lehre nicht geben kann.
Die Widersprüche zur traditionellen Lehre sind doch einer Interpretation gar nicht fähig.
Man lasse sich also von der falschen Existenzbehauptung, die Konzilsdokumente seien im Sinne der Tradition interpretierbar, die Benedikt XVI. immer wieder vorbringt, nicht irreführen.
Es gibt diese Interpretation nicht und es kann sie nicht geben.
Redaktion benachrichtigen „Unser Problem sind die Bischöfe“
#92   Rückkehr-Ökumene   21:24:57 | Freitag, 11. Mai 2012
Nein, Herr Pater Pfluger, das Hauptproblem sind nicht die Ortsbischöfe, das Hauptproblem ist das dem gemäßigten Modernismus verschworene Rom!
Und was Kardinal Koch betrifft: Wer hat ihn denn zum Nachfolger von Kardinal Kasper bestellt? Benedikt XVI. Und was sagte er als Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger über Kardinal Kasper :-* :-* , diesen konsequenten Modernisten?
„Die theologische Kompetenz und der pastorale Weitblick Kaspers sind für die katholische Kirche Deutschlands eine kostbare Gabe.“
Den Modernismus von Benedikt XVI. und seinen Vollstreckern, den werden Sie nach einem Abkommen und einer „Schonfrist“ ganz bald zu spüren bekommen.
Pater Pfluger, bitte tun Sie nicht so, als ginge von Benedikt XVI. keine Gefahr für die Bruderschaft aus. Vom modernen Rom geht die größte Gefahr aus. Wollen Sie das nicht wahrhaben?
Redaktion benachrichtigen Die Diözese Trier diskriminiert 2.500 Pilger
#33   Rückkehr-Ökumene   20:55:06 | Montag, 7. Mai 2012
Pater Pfluger am 29.4.:
„‘Kein praktisches Abkommen ohne eine lehrmäßige Einigung’ – so lautete das Prinzip, mit dem die Piusbruderschaft in die Gespräche mit dem Heiligen Stuhl gegangen war…
In den vergangenen Wochen wurde nun deutlich, daß Papst Benedikt XVI. so sehr an einer kanonischen Lösung für die Bruderschaft interessiert ist, daß er bereit ist, mit ihr ein Abkommen zu schließen, auch wenn diese die strittigen Texte des II. Vatikanischen Konzils und die Neue Messe nicht anerkennt“.
Das sollte doch kein Grund für die Bruderschaft sein, von ihrer ursprünglichen, richtigen Linie abzuweichen! …
Besteht nicht die Gefahr, daß die feindlich gesonnenen Ortsbischöfe das Abkommen nutzen werden, um ein weiteres Wirken der Bruderschaft zu bekämpfen und unterbinden?…“
Die eigentliche Gefahr geht doch nicht von den Ortsbischöfen aus, sondern von dem modernistischen Rom selbst!
Waren es etwa die Ortsbischöfe, die die Petrusbruderschaft und die anderen Ekklesia-Dei-Gemeinschaften mundtot gemacht haben? Nein, es waren die Beauftragten des Papstes.
Deren Druck wird die Priesterbruderschaft St. Pius X. bald zu spüren bekommen und ihr Zeugnis für die Wahrheit einschränken. Denn zur Wahrheitsposition gehört nicht nur das richtige Tun, sondern auch die Veruirteilung der Irrlehren.
Zug um Zug wird Rom die Bruderschaft davon abbringen, das Konzil und die Neue Messe als antikatholisch anzuprangern.
Also bitte keine Ablenkung von der eigentlichen Gefahr, Pater Pfluger!
Redaktion benachrichtigen Die Diözese Trier diskriminiert 2.500 Pilger
#24   Rückkehr-Ökumene   20:40:50 | Montag, 7. Mai 2012
Im Falle eines Abkommens ändert sich nicht nur der kirchenrechtliche Status der Priesterbruderschaft St. Pius X., sondern auch ihr Status unter philosophischem Gesichtspunkt, was leider die meisten nicht kümmert.
Jetzt, solange sie noch im Abseits in Bezug auf die kirchliche Offizialität steht, steht die Wahrheitsposition den modernistischen Irrtümern Roms gegenüber und sie hält diesem Rom den Spiegel vor.
Wenn sich die Priesterbruderschaft integrieren lässt in den offiziellen Innenraum der Kirche, (den Innenraum der Kirche hat sie ja nie verlassen) dann erweckt sie den Eindruck, als gäbe es zwei legitime Weisen katholisch zu sein, nämlich die traditionelle und die moderne Weise.
Dadurch erniedrigt die Priesterbruderschaft St. Pius X. ihr Werk zu einer nostalgischen Variante des Katholischseins.
Im gottgewollten Abseis, wie Pfarrer Milch sagte, war und ist sie heute noch die katholische Notwendigkeit.
Mit dem Modernismus durch ein Abkommen verbandelt, wird sie zu einer Möglichkeit des Katholischseins, zur nostalgischen Variante desselben und erweckt damit den falschen Eindruck, dass auch der römische Modernismus eine Variante des Katholischseins ist.
Wahrheit und Irrtum werden auf diese Weise auf eine Stufe gestellt.
Was ein Gewinn zu sein scheint, das ist in Wirklichkeit ein Elend.
Redaktion benachrichtigen „Erzbischof Marcel Lefebvre hätte die Versöhnung angenommen“
#45   Rückkehr-Ökumene   20:06:35 | Montag, 7. Mai 2012
Pater Pfluger: „Kein praktisches Abkommen ohne eine lehrmäßige Einigung“ – so lautete das Prinzip, mit dem die Piusbruderschaft in die Gespräche mit dem Heiligen Stuhl gegangen war…
In den vergangenen Wochen wurde nun deutlich, daß Papst Benedikt XVI. so sehr an einer kanonischen Lösung für die Bruderschaft interessiert ist, daß er bereit ist, mit ihr ein Abkommen zu schließen, auch wenn diese die strittigen Texte des II. Vatikanischen Konzils und die Neue Messe nicht anerkennt“.
Das sollte doch kein Grund für die Bruderschaft sein, von ihrer ursprünglichen, richtigen Linie abzuweichen!
„Besteht nicht die Gefahr, daß die feindlich gesonnenen Ortsbischöfe das Abkommen nutzen werden, um ein weiteres Wirken der Bruderschaft zu bekämpfen und unterbinden?…“
Die eigentliche Gefahr geht doch nicht von den Ortsbischöfen aus, sondern von dem modernistischen Rom selbst! Waren es etwa die Ortsbischöfe, die die Petrusbruderschaft und die anderen Ekklesia-Dei-Gemeinschaften mundtot gemacht haben? Nein, es waren die Beauftragten des Papstes.
Also bitte keine Ablenkung von der eigentlichen Gefahr, Pater Pfluger!
Redaktion benachrichtigen Am Sonntag überflutet die Piusbruderschaft die Heilige Stadt Trier
#221   Rückkehr-Ökumene   21:26:36 | Sonntag, 6. Mai 2012
Bezüglich der protestantischen Gemeinschaften spricht das Konzil von „Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften.“
Mit dem subsistit-in-Satz von LG, Art.8, in Kombination mit UR, Art.3, verändert das Pastoralkonzil sowohl das Was als auch das Wie der katholischen Kirche. Es verändert das, was die katholische Kirche ist, dadurch, dass es von ihrer traditionellen Lehre abrückt, derzufolge die katholische Kirche und die Kirche Christi ein und dasselbe ist, was Pius XII. in seiner Enzyklika Humani generis sagt.
Und das Konzil verändert das Wie der katholischen Kirche, indem es die Unteilbarkeit derselben indirekt leugnet, indem es sie als aus Teilen, aus Elementen zusammengesetzt versteht.
Die doppelte Veränderung des Selbstverständnisses der katholischen Kirche durch Veränderung ihres Was und ihres Wie öffnete die Tür zum Ökumenismus. Die Veränderung des Was bedeutete die Preisgabe des Ausschließlichkeitsanspruchs der katholischen Kirche, wodurch Platz für eine Teilhabe am Sein der Kirche Christi für die anderen christlichen Gemeinschaften geschaffen wurde. Und mit der Elemente-Ekklesiologie wurde dieser Platz ausgefüllt, indem das Konzil den anderen christlichen Gemeinschaften zugebilligt, Teile der Kirche Christi, kirchliche Elemente, zu besitzen.
Nach dem Konzil ist nicht mehr die Kirche einzig, einzig ist nur noch die
V o l l s t ä n d i g k e i t der Kirche (bzgl.der Heilsmittel). Demnach gibt es nur ein vollständige Kirche, die katholische und viele unvollständige Kirchen.
Redaktion benachrichtigen Guter Witz: Im Vatikan zaudert man nicht + …
#36   Rückkehr-Ökumene   16:06:19 | Freitag, 4. Mai 2012
Merkwürdige Allianzen:
Der recchte Flügel der Priesterbruderschaft St. Pius X. und der linke Flügel der römischen Modernisten, also die konsequenten Modernisten, verfolgen dasselbe Ziel, die Verhinderung eines Abkommens, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven.
Gewollt wird das Abkommen vom linken Flügel der Bruderschaft und vom rechten Flügel der römischen Modernisten, also von den inkonsequenten Modernisten, zu denen auch Benedikt XVI. gehört.
Es reicht ja aus, wenn entweder der rechte Flügel der Bruderschaft bei Bischof Fellay oder der linke Flügel des vom Pastoralkonzil geprägten Roms bei Benedikt XVI. erfolgreich ist. Noch ist Polen nicht verloren!
Redaktion benachrichtigen Guter Witz: Im Vatikan zaudert man nicht + …
#34   Rückkehr-Ökumene   15:52:06 | Freitag, 4. Mai 2012
Kardinal Koch: Ich baue auf Sie!
Viele treue Anhänger der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind in großer Sorge wegen eines Abkommens, das es nicht geben darf, solange das moderne Rom nicht seinen Irrtümern abschwört.
Sie fürchten, nicht ohne Grund, dass die Gruppe derer in der Bruderschaft, die sich einem solchen Abkommen widersetzt zu schwach ist, um es zu verhindern, und sie fürchten eine Spaltung der Bruderschaft
Aber da gibt es einen Trost, nämlich die Existenz der radikalen Modernisten, die sich dagegen wehren, dass der Bruderrschaft mit schwammigen Formulierungen indirekt Zugeständnisse in puncto Konzil gemacht werden.
Sie verlangen eine kompromißlose Anerkennung desselben und die kann und will die Bruderschaft nicht geben.
Diese beinharten Modernisten könnten es fertig bringen, dass es nicht zu einem Abkommen kommt.
Zu diesen gehört auch Kardinal Koch. Deshalb: Kardinal Koch, ich baue auf Sie!
Auch seinem Vorgänger, Kardinal Kasper und allen anderen konsequenten Modernisten rufe ich zu: Ich baue auf Sie!
Redaktion benachrichtigen Unspektakuläre Inhalte + …
#28   Rückkehr-Ökumene   18:48:19 | Mittwoch, 2. Mai 2012
Versucht Benedikt XVI. die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu erpressen?
Der schüchterne Professor-Papst hat sein anderes Gesicht gezeigt und brutal zugeschlagen.
Er hat nämlich der Piusbruderschaft, falls sie sich nicht unterstellt, eine „schmerzliche Trennung mit unabsehbaren Folgen“ in Aussicht gestellt, womit er ihr offenbar die Exkommunikation und die Schisma-Erklärung angedroht hat.
Für die Leitung der Priesterbruderschaft St. Pius X. kommt es jetzt darauf an, sich von einer solchen Drohung nicht einschüchtern zu lassen.
Natürlich ruht auf den Schultern von Bischof Fellay eine schwere Verantwortung.
Er weiß, dass wenn Benedikt seine Drohung wahr macht, nicht alle seine Priester und nicht alle Gläubigen, die mit der Bruderschaft verbunden sind, die Belastung aushalten wollen bzw.können und deshalb die Bruderschaft verlassen werden.
Aber er sollte jetzt großen Mut zeigen und Benedikt XVI. klar machen, dass die Bruderschaft bereit ist, wenn es sein muss, durch dieses Tal der Tränen hindurchzugehen im Wissen darum, dass diese Strafen ungültig wären und es nicht lange dauern wird, bis sie wieder aufgehoben werden.
Denn das Konzil ist ins Gerede gekommen und die Kritik an ihm wird nicht mehr verstummen, bis es revidiert worden ist, was zu einer glänzenden Rehabilitierung der Bruderschaft führen wird.
Redaktion benachrichtigen Jetzt müssen die deutschen Ungehorsams-Bischöfe endlich kapitulieren
#94   Rückkehr-Ökumene   20:25:13 | Mittwoch, 25. April 2012
Benedikt XVI. hat in seinem Brief an die Bischöfe vor wenigen Tagen eine weitschweifige Begründung für das „für viele“ gegeben. Er hätte sich besser auf den römischen Katechismus berufen, der nach den Beschlüssen des Konzils von Trient verfasst wurde. Dort heißt es:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht ein-sehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnah-me des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!]…“
Kurz: Das Heilsangebot ist universell, die Heilswirksamkeit ist nicht universell, weil nicht alle Menschen das Heilsangebot annehmen.
Redaktion benachrichtigen Ein dramatisches Hörspiel zum Zweiten Vatikanum – und viel Rotwein
#70   Rückkehr-Ökumene   04:39:55 | Dienstag, 24. April 2012
Das Hörspiel stellt auch vor Augen, dass sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht in die Abhängigkeit des vom Konzil geprägten Roms begeben darf.
Es schlägt nämlich auf mehreren Ebenen eine Brücke vom Konzil zu nachkonziliaren römischen Dokumenten, wobei deutlich wird, dass es die von Benedikt XVI. behauptete Interpretation der Konzilsdokumente unter Wahrung der Kontinuität in der Lehre der Kirche nicht gibt und nicht geben kann.
Und das Hörspiel zeigt darüber hinaus, dass Benedikt XVI., entgegen dem konservativen Eindruck, den er auf viele macht, als Präfekt und als Papst die negative Konzilslinie nicht nur aufgegriffen, sondern in mehr als einer Hinsicht noch weiter ausgezogen hat.
Er liefert also selbst eine Interpretation des Bruches in Bezug auf die Konzilsdokumente, was er anderen zu tun vorwirft.
Die nach seiner Behauptung existierende Interpretation der Konzilsdokumente unter Wahrung der Kontinuität in Bezug auf die überlieferte Lehre der Kirche hat sich damit als ein Phantom erwiesen, das zur Beschwichtigung der Katholiken dient, die den überlieferten Glauben bewahren wollen.
Man lasse sich von diesem Beschwichtigungsversuch nicht täuschen!
Insofern enthält das Hörspiel eine Warnung an die Priesterbruderschaft St. Pius X., sich in die Hand von Benedikt XVI. zu begeben.
Redaktion benachrichtigen Ein dramatisches Hörspiel zum Zweiten Vatikanum – und viel Rotwein
#56   Rückkehr-Ökumene   22:58:03 | Montag, 23. April 2012
Nähere Informationen über das Hörspiel findet man unter
www.zweites-vatikanisches-Konzil-hoerspiel.de
Redaktion benachrichtigen Pius-Aussöhnung: Papst entscheidet Mitte Mai + …
#43   Rückkehr-Ökumene   20:32:35 | Samstag, 21. April 2012
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, weil sonst die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen.
Das Angebot des modernen Roms scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
Übrigens müsste Benedikt XVI. ein schlechtes Gewissen in Bezug auf die Piusbruderschaft haben.
Trickreich hat er seinerzeit versucht, eine „biologische Lösung“ zu erreichen, indem er offenbar auf das Ableben des Erzbischofs spekulierte.
Seine Rechnung ging, Gott sei Dank, nicht auf.
Im Interview mit Bischof Fellay nannte er später den Erzbischof einen „großen Mann der Gesamtkirche“.
Wie kann Benedikt XVI. dann im Falle einer Nichteinigung von einer schmerzlichen Trennung sprechen?
Sollte Rom eine Trennung aussprechen, dann wäre das das Eingeständnis, dass es sich selbst von seiner Tradition getrennt hat, denn die Priesterbruderschaft setzt nachweislich die traditionelle Lehre der Kirche und ihre Liturgie fort.
Ihr Prinzip muss nach wie vor lauten: Keine Weihrauchkörner für die Irrlehren des Konzils und ein klares Zeugnis für die überlieferte Lehre!
Redaktion benachrichtigen Die Türe zum Neuen Ritus wird offengelassen
#49   Rückkehr-Ökumene   20:41:09 | Freitag, 20. April 2012
Kardinal Bengsch von Berlin sprach seinerzeit in Bezug auf gewisse Konzilsanhänger von der „Konzilsbesoffenheit“.
Wenn ich die Euphorie mancher Abkommensbefürworter sehe, bin ich geneigt, von einer „Abkommensbesoffenheit“ zu sprechen.
Redaktion benachrichtigen „Die Wirklichkeit ist eine andere“
#61   Rückkehr-Ökumene   03:25:34 | Freitag, 20. April 2012
Das Grundübel ist das vom Pastoralkonzil geprägte Rom.
Die zusätzlichen Übel auf Ortsbischofsebene und Theologenebene hätte es so gar nicht geben können, wenn Rom nicht die katastrophale pastoralkonziliare Fehlentwicklung eingeleitet hätte.
Das Versagen der Ortsbischöfe und der Theologen sind schlechte Früchte am schlechten Baum des Pastoralkonzils.
Dieser muss umgehauen werden und dann sind diese schlechten Früchte, jedenfalls im Prinzip, auch beseitigt.
Glaubenstreue Katholiken sollten sich übrigens nicht von der Mahnung von Benedikt XVI. ins Bockshorn jagen lassen, man dürfte die Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren.
Das ist ein beliebter Vorwurf, den schon Paul VI. gegen die Priesterbruderschaft erhoben hat und der in öffentlichen Diskussionen oft erhoben wird, vielleicht auch schon bald wieder von Rom.
Hier sollte man sogleich zum Gegenangriff übergehen und z. B. sagen:
Natürlich ist der Katholik immer an weiterer Entfaltung des Glaubenswissens interessiert, und diese Entfaltung hat in allen christlichen Jahrhunderten stattgefunden.
Was aber in der Ära des Pastoralkonzils stattfand, das ist keine Fortentwicklung, sondern das ist eine verhängnisvolle Fehlentwicklung.
Mit Pfarrer Milch werfen wir dem modernen Rom vor:
Infolge dieser Fehlentwicklung sind wir in den letzten 50 Jahren um den wahren Fortschritt in der Kirche von Rom betrogen worden.
Redaktion benachrichtigen Die Bundestagsschwuchtel verteufelt + …
#61   Rückkehr-Ökumene   19:03:46 | Donnerstag, 19. April 2012
Unter der Überschrift: „Bei einer Wiederaufnahme der Gespräche mit Rom stelle ich meine Bedingungen“, legte Erzbischof Lefebvre dar, dass inhaltliche und nicht organisatorische Fragen zum Prüfstein dafür gemacht werden sollen, ob er sich auf weitere Gespräche einlässt; der Erzbischof sagte:
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft?
Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
Die Wahrheit steht über der Einheit. Die Einheit ist nicht der absolute Wert. Nur die Einheit in der Wahrheit ist wertvoll und anzustreben.
De facto gibt es eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, pastoralkonziliarer Untreue und traditioneller Lehre. Aber es darf keine akzeptierte Koexistenz geben, was nur möglich ist, wenn die Piusbruderschaft im Abseits in Bezug auf den offiziellen Innenraum bleibt, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist.
Dadurch verbleibt sie natürlich im Innenraum der Kirche, aber sie meidet den offiziellen Innenraum, solange er vom Pastoralkonzil geprägt ist…
Redaktion benachrichtigen „Die Wirklichkeit ist eine andere“
#56   Rückkehr-Ökumene   18:53:56 | Donnerstag, 19. April 2012
Das Angebot des vom Pastoralkonzil geprägten Roms kann man kurz so kennzeichnen:
Rom bietet der Priesterbruderschaft einen komfortablen Status an unter der Vorraussetzung, dass sie eine Unwahrheit schriftlich anerkennt.
Die Unwahrheit besteht darin, dass es eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre gibt.
Eine solche Interpretation gibt es nicht, weil gewisse Konzilsbeschlüsse der traditionellen Lehre widersprechen.
Diese Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche lassen sich durch keine Interpretation aus der Welt schaffen.
Da gibt es keinen Interpretationsspielraum, dessen Existenz der Papst irrigerweise behauptet.
Die angeblich existierende Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre der Kirche ist also ein Phantom, das Benedikt XVI. irrigerweise als real existierend behauptet, und er verlangt von der Priesterbruderschaft, dass sie diese Unwahrheit unterschreibt.
Dabei weiß Benedikt XVI., dass für die Bruderschaft die Behauptung der Existenz einer solchen Interpretation eine Unwahrheit ist, und fordert trotzdem von ihr, sie zu unterschreiben.
Kurz: Der Papst fordert von der Priesterbruderschaft die schriftliche Anerkennung einer Unwahrheit, als Voraussetzung dafür, dass sie einen komfortablen Status erhält.
Damit wäre, objektiv gesehen, die Verunehrung der Wahrheit die Grundlage eines Abkommens des modernen Roms mit der Priesterbruderschaft, was Gott verhüten möge.
Redaktion benachrichtigen Die Türe zum Neuen Ritus wird offengelassen
#23   Rückkehr-Ökumene   13:25:43 | Donnerstag, 19. April 2012
Würde ein Abkommen die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Heuchlern machen?
Wenn es zur Unterstellung kommt, dann bedeutet das auch, dass Summorum pontificum von dieser Priesterbruderschaft anerkannt wird.
Damit erkennt sie an, dass auch die Priester eines Instituts, das ausschließlich die überlieferte Messe zelebrieren darf, im Prinzip die Zelebration der Neuen Messe nicht ausschließen darf, was obiger Artilel den Priestern des Instituts vom Guten Hirten noch einmal einschärft.
Nun kann man davon ausgehen, dass die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht bereit sind, im Prinzip nach dem NOM zu zelebrieren.
Mit der Unterschrift unter ein Abkommen, würde die Priesterbruderschaft St. Pius X. aber indirekt das Gegenteil zum Ausdruck bringen.
Würde nicht schon allein dieser Umstand die Priester derselben in die Heuchelei treiben, so wie die Priester der Petrusbruderschaft sich den Vorwurf der Heuchelei gefallen lassen müssen?
Diese sagen nicht nur, dass der NOM gültig ist, sondern auch, dass er ein würdiger Ritus ist.
Dennoch weigern sie sich, nach ihm zu zelebrieren.
Mit Recht können ihnen die Bischöfe Heuchelei vorwerfen und verweigern ihnen, sich in ihren Diözesen nieder zu lassen, bis sie ihrem Lippenbekenntnis gemäß gehandelt haben, d.h. bis sie, zumindest einmal exemplarisch, nach dem NOM zelebriert haben.
Wissend, dass sie dadurch gebrochen würden, hüllen sie sich in Schweigen und müssen mit dem Vorwurf der Heuchelei leben.
Redaktion benachrichtigen Die Türe zum Neuen Ritus wird offengelassen
#6   Rückkehr-Ökumene   10:44:31 | Donnerstag, 19. April 2012
Diese Meldung sollte für die Priesterbruderschaft eine erneute Warnung sein, ein Abkommen mit dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom zu schließen.
Redaktion benachrichtigen „Etwas voreilig“
#31   Rückkehr-Ökumene   15:54:55 | Mittwoch, 18. April 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschaft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft das Pastoralkonzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor auf dieser Forderung besteht.
Wenn es jetzt akzeptieren sollte, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Präambel in abgeschwächter Form unterschreibt, dann handelt es sich um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung des Restes der Präambel dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der die Präambel vollständig akzeptiert.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Denn man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
Redaktion benachrichtigen Bischof Bernard Fellay hat unterschrieben
#80   Rückkehr-Ökumene   15:50:09 | Mittwoch, 18. April 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschaft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft das Pastoralkonzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor auf dieser Forderung besteht.
Wenn es jetzt akzeptieren sollte, dass die Bruderschaft die Präambel in abgeschwächter Form unterschreibt, dann handelt es sich um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung des Restes der Präambel dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der die Präambel vollständig akzeptiert.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Denn man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
Redaktion benachrichtigen Versöhnung! Das Horrorszenarium für die Altliberalen naht
#179   Rückkehr-Ökumene   15:57:13 | Sonntag, 15. April 2012
Pamino 174: Haben Sie vielen Dank für den tröstlichen Hinweis:
„Man sollte nicht vergessen, daß jede evtl. Übereinkunft mit Rom einem außerordentlichen Generalkapitel der FSSPX zur Abstimmung vorgelegt werden muß, und daher beten, daß, wenn es tatsächlich soweit ist, der Hl. Geist die versammelten magnos et minores sacerdotes auf den rechten Pfad führe.“
Wenn ich Sie richtig verstehe, dann geht diese Bestimmung aus der Satzung der Priesterbruderschaft hervor.
Wenn es zu einem Generalkapitel kommt, dann besteht tatsächlich Hoffnung, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. davor bewahrt wird, sich dem Rom pastoralkonziliarer Prägung zu unterstellen.
Dann werden nämlich vermutlich diejenigen, die in Albano Widerstand gegen ein Abkommen geleistet haben, erneut ihre Stimme erheben.
Wenn Bischof Fellay bereit sein sollte, eine abgeschwächte Form der Präambel zu unterschreiben, deren ursprüngllich Version er nicht zu unterschreiben bereit war, dann besteht die Abschwächung wahrscheinlich in interpretierbaren Formulierungen, wobei Rom selbstverständlich die Deutungshoheit beanspruchen wird.
Bischof Fellay sagte kürzlich, wenn ich mich recht erinnere:
Wir können noch 10 Jahre warten!
Exzellenz, bitte tun sie das!
Verstärkte Gebetsintensität ist in der Tat das Gebot der Stunde.
Redaktion benachrichtigen Versöhnung! Das Horrorszenarium für die Altliberalen naht
#173   Rückkehr-Ökumene   14:00:15 | Sonntag, 15. April 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschaft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Einigung das Pastoralkonzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor auf dieser Forderung besteht.
Wenn es jetzt akzeptieren sollte, dass die Bruderschaft die Präambel in abgeschwächter Form unterschreibt, dann handelt es sich um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung des Restes der Präambel dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der die Präambel vollständig akzeptiert.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Denn man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
Redaktion benachrichtigen Versöhnung! Das Horrorszenarium für die Altliberalen naht
#171   Rückkehr-Ökumene   13:50:17 | Sonntag, 15. April 2012
In der gegenwärtigen Auseinandersetzung sollte man dem modernen Rom vorhalten:
Du behauptest, es gäbe für die Konzilsbeschlüsse eine Interpretation, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre der Kirche steht.
Es wurde aber schon der Nachweis erbracht, dass Du selbst eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse lieferst, die nicht traditionskonform ist.
Und das ist auch kein Wunder, denn es kann gar keine traditionskonforme Interpretation der Konzilsbeschlüsse geben, weil sie z. T. in offenem Widerspruch zur traditionellen Lehre stehen.
Diese Widersprüche sind doch einer Interpretation gar nicht fähig!
Du modernes Rom, Du wirst nicht umhin kommen, einzusehen, dass eine mit der Überlieferung der Kirche in Übereinstimmung befindliche Interpretation der Konzilsbeschlüsse ein Phantom ist, eine Luftblase, die zerplatzen wird. Unsinnigerweise verlangst Du von der Priesterbruderschaft St. Pius X., dass sie die Existenz einer solchen Interpretation anerkennen soll, obwohl Du sie selbst nicht liefern kannst, weil sie prinzipiell nicht geliefert werden kann.
Klammere Dich also nicht länger an Deine falsche Hermeneutik-These, gestehe Deinen Frevel ein, der Tradition mit gewissen Konzilsbeschlüssen widersprochen zu haben, widerrufe sie und kehre zurück auf den Boden der Tradition.
Redaktion benachrichtigen Versöhnung! Das Horrorszenarium für die Altliberalen naht
#95   Rückkehr-Ökumene   21:31:10 | Samstag, 14. April 2012
Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X., Heft Januar 1989, S. 37:
Erzbischof Marcel Lefebvre: „Bei einer Wiederaufname der Gespräche mit Rom stelle ich meine Bedingungen“ :
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale Dei’, ‘Libertas praestantissi-mum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid?
Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesell-schaft?
Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
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#160   Rückkehr-Ökumene   20:04:17 | Sonntag, 8. April 2012
Ich gebe noch einmal zu bedenken:
Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die eben nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
Das zeigt doch, dass „für viele“ richtig ist und dass „für alle“ falsch ist.
Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, der eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen. Dabei trifft das nachkonziliare Rom die Hauptschuld, denn es hat die Falschübersetzung der betreffenden Bischofskonferenzen gebilligt.
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#143   Rückkehr-Ökumene   01:17:09 | Sonntag, 8. April 2012
Fortsetzung von 141:
‘Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diese, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.’ (Jo 17,9).“
Mit anderen Worten:
Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die eben nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, dieser eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen. Dabei trifft das nachkonziliare Rom die Hauptschuld, denn es hat die Falschübersetzung der betreffenden Bischofskonferenzen gebilligt.
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#141   Rückkehr-Ökumene   01:09:33 | Sonntag, 8. April 2012
Der Catechismus Romanus, der nach den Beschlüssen des Konzils von Trient verfasst und von den Päpsten Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben wurde, gibt das entscheidende Argument dafür an, dass das „für alle“ falsch ist, wenn er sagt:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Aus-nahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wur-de ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!]. Und hierauf beziehen sich jene Worte des Apostels: ‘Christus ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler wegzunehmen’ (Hebr. 9,28), und was der Herr bei Johannes sagt:…
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#61   Rückkehr-Ökumene   20:51:51 | Mittwoch, 28. März 2012
Die gängige Ansicht der „Halbkonservativen“ kann man so beschreiben:
Die Piusbruderschaft sollte sich in den offiziellen Innenraum der Kirche integrieren lassen und mit Benedikt XVI. gegen die Modernisten in der Kirche kämpfen.
Das ist eine Fehlbeurteilung, denn die Modernisten bestehen aus zwei Gruppen, den gemäßigten und den konsequenten Modernisten.
Leider gehört Benedikt XVI. zur Gruppe der gemäßigten Modernisten, und da er eine Zuneigung zu traditionellen Formen hat, erscheint er Vielen als konservativ.
Tatsächlich aber ist er in den Modernismus verstrickt, und er möchte die Piusbruderschaft in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden, um in ihr ein Gegengewicht gegen die konsequenten Modernisten zu haben.
Aber ihre Aufgabe ist es, für die katholische Wahrheit Zeugnis abzulegen und nicht die gemäßigte Variante des Modernismus, die Benedikt XVI. vertritt, gegen seine konsequente Variante zu unterstützen!
Wie sehr er in den Modernismus verstrickt ist, zeigt www.subsistit.de in Bezug auf das mit der Tradition nicht zu vereinbarende Selbstverständnis der Kirche gemäß der Lehre des Pastoralkonzils, wonach die Kirche Christi und die katholischen Kirche nicht ein und dasselbe ist, was noch Pius XII. in seinen Enzykliken Mystici corporis und Humani generis sagt.
Darüber hinaus bietet www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de einen kompakten Überblick über die Lehrabweichungen dieses Konzils und des nachkonzilaren Roms und entwickelt sie aus einem Prinzip.
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#308   Rückkehr-Ökumene   08:57:02 | Montag, 26. März 2012
Unter der Überschrift: „Bei einer Wiederaufnahme der Gespräche mit Rom stelle ich meine Bedingungen“, legte Erzbischof Lefebvre dar, dass inhaltliche und nicht organisatorische Fragen zum Prüfstein dafür gemacht werden sollen, ob er sich auf weitere Gespräche einlässt; der Erzbischof führte aus:
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft?
Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
Die Wahrheit steht über der Einheit. Die Einheit ist nicht der absolute Wert. Nur die Einheit in der Wahrheit ist wertvoll und anzustreben.
De facto gibt es eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, pastoralkonziliarer Untreue und traditioneller Lehre. Aber es darf keine akzeptierte Koexistenz geben, was nur möglich ist, wenn die Piusbruderschaft im Abseits in Bezug auf den offiziellen Innenraum bleibt, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist.
Dadurch verbleibt sie natürlich im Innenraum der Kirche, aber sie meidet den offiziellen Innenraum, der vom Pastoralkonzil geprägt ist.
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#286   Rückkehr-Ökumene   23:16:44 | Sonntag, 25. März 2012
Das Angebot des vom Konzil geprägten Roms kann man kurz so kennzeichnen:
Rom bietet der Priesterbruderschaft St. Pius X. einen komfortablen Status an unter der Vorraussetzung, dass sie eine Unwahrheit schriftlich anerkennt.
Die Unwahrheit besteht darin, dass es eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre gibt.
Eine solche Interpretation gibt es nicht, weil gewisse Konzilsbeschlüsse der traditionellen Lehre widersprechen.
Diese Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche lassen sich durch keine Interpretation aus der Welt schaffen.
Da gibt es keinen Interpretationsspielraum, dessen Existenz der Papst irrigerweise behauptet.
Die angeblich existierende Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre der Kirche ist also ein Phantom, das Benedikt XVI. irrigerweise als real existierend behauptet, und er verlangt von der Priesterbruderschaft, dass sie diese Unwahrheit unterschreibt.
Dabei weiß Benedikt XVI., dass für die Bruderschaft die Behauptung der Existenz einer solchen Interpretation eine Unwahrheit ist, und fordert trotzdem von ihr, sie zu unterschreiben.
Kurz: Der Papst fordert von der Priesterbruderschaft die schriftliche Anerkennung einer Unwahrheit, als Voraussetzung dafür, dass sie einen komfortablen Status erhält.
Damit wäre, objektiv gesehen, die Verunehrung der Wahrheit die Grundlage eines Abkommens des modernen Roms mit der Priesterbruderschaft, was Gott verhüten möge.
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#209   Rückkehr-Ökumene   21:03:25 | Sonntag, 25. März 2012
Ein Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot des modernen Roms scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit! Ich habe Vertrauen in Bischof Fellay.
Übrigens müsste Benedikt XVI. ein schlechtes Gewissen in Bezug auf die Piusbruderschaft haben.
Schlau hat er seinerzeit versucht, eine „biologische Lösung“ zu erreichen, indem er offenbar auf das Ableben des Erzbischofs spekulierte.
Seine Rechnung ging, Gott sei Dank, nicht auf.
Im Interview mit Bischof Fellay nannte er später den Erzbischof einen „großen Mann der Gesamtkirche“.
Zweifellos geht die Bruderschaft unter der Leitung von Bischof Fellay den Weg des Erzbischofs weiter. Wie kann Benedikt XVI. dann im Falle einer Ablehnung der Präambel von einer schmerzlichen Trennung sprechen?
Sollte Rom eine Trennung aussprechen, dann wäre das das Eingeständnis, dass es sich selbst von seiner Tradition getrennt hat, denn die Priesterbruderschaft setzt nachweislich die traditionelle Lehre der Kirche und ihre Liturgie fort.
Ihr Prinzip muss nach wie vor lauten: Keine Weihrauchkörner für die Irrlehren des Konzils.
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#176   Rückkehr-Ökumene   04:59:30 | Montag, 19. März 2012
Die gängige Ansicht der „Halbkonservativen“ kann man so beschreiben:
Die Piusbruderschaft sollte sich in den offiziellen Innenraum der Kirche integrieren lassen und mit Benedikt XVI. gegen die Modernisten in der Kirche kämpfen.
Das ist eine Fehlbeurteilung, denn die Modernisten bestehen aus zwei Gruppen, den gemäßigten und den konsequenten Modernisten.
Leider gehört Benedikt XVI. zur Gruppe der gemäßigten Modernisten, und da er eine Zuneigung zu traditionellen Formen hat, erscheint er vielen als konservativ.
Tatsächlich aber ist er in den Modernismus verstrickt, und er möchte die Piusbruderschaft in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden, um in ihr ein Gegengewicht gegen die konsequenten Modernisten zu haben.
Aber ihre Aufgabe ist es für die katholische Wahrheit Zeugnis abzulegen und nicht die gemäßigte Variante des Modernismus, die Benedikt XVI. vertritt, gegen seine konsequente Variante zu unterstützen!
Wie sehr er in den Modernismus verstrickt ist, zeigt www.subsistit.de in Bezug auf das mit der Tradition nicht zu vereinbarende Selbstverständnis der Kirche gemäß der Lehre des Pastoralkonzils, wonach die Kirche Christi und die katholischen Kirche nicht ein und dasselbe ist, was noch Pius XII. in seinen Enzykliken Mystici corporis und Humani generis sagt. Darüber hinaus bietet www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de einen kompakten, strukturierten Überblick über die Lehrabweichungen dieses Konzil und des nachkonzilaren Roms und entwickelt sie aus einem Prinzip…
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#135   Rückkehr-Ökumene   22:39:56 | Sonntag, 18. März 2012
Es sei an die programmatischen Worte von Erzbischof Lefebvre erinnert, die er nach den seinerzeit gescheiterten Verhandlungen mit Rom sprach.
Unter der Überschrift: „Bei einer Wiederaufnahme der Gespräche mit Rom stelle ich meine Bedingungen“, legte er dar, dass inhaltliche und nicht organisatorische Fragen zum Prüfstein dafür gemacht werden sollen, ob er sich auf weitere Gespräche einlässt; der Erzbischof führte aus:
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
Es ist nicht zu kühn zu behaupten, dass Benedikt XVI. keine der genannten Enzykliken unterschreiben würde.
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#101   Rückkehr-Ökumene   21:00:53 | Sonntag, 18. März 2012
Die gängige Ansicht der „Halbkonservativen“ lautet:
Die Piusbruderschaft sollte sich in den offiziellen Innenraum der Kirche integrieren lassen und mit Benedikt XVI. gegen die Modernisten in der Kirche kämpfen.
Das ist eine Fehlbeurteilung, denn die Modernisten bestehen aus zwei Gruppen, den gemäßigten und den konsequenten Modernisten.
Leider gehört Benedikt XVI. zur Gruppe der gemäßigten Modernisten, und da er eine Zuneigung zu traditionellen Formen hat, erscheint er vielen als konservativ.
Tatsächlich aber ist er in den Modernismus verstrickt, und er möchte die Piusbruderschaft in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden, um in ihr ein Gegengewicht gegen die konsequenten Modernisten haben.
Aber ihre Aufgabe ist es für die Wahrheit Zeugnis abzulegen und nicht die gemäßigte Variante des Modernismus gegen seine konsequente Variante zu unterstützen.
Wie sehr Benedikt XVI. in den Modernismus verstrickt ist, zeigt www.subsistit.de in Bezug auf das mit der Tradition nicht zu vereinbarende Selbstverständnis der Kirche gemäß der Lehre des Pastoralkonzils und www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de bietet einen kompakten, strukturierten Überblick über die Lehrabweichungen dieses Konzil und des nachkonzilaren Roms.
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#75   Rückkehr-Ökumene   20:36:01 | Sonntag, 18. März 2012
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot des modernen Roms scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit! Ich habe Vertrauen in Bischof Fellay.
Übrigens müsste Benedikt XVI. ein schlechtes Gewissen in Bezug auf die Piusbruderschaft haben.
Trickreich hat er seinerzeit versucht, eine „biologische Lösung“ zu erreichen, indem er offenbar auf das Ableben des Erzbischofs spekulierte.
Seine Rechnung ging, Gott sei Dank, nicht auf.
Im Interview mit Bischof Fellay nannte er später den Erzbischof einen „großen Mann der Gesamtkirche“.
Zweifellos geht die Bruderschaft unter der Leitung von Bischof Fellay den Weg des Erzbischofs weiter. Wie kann Benedikt XVI. dann im Falle einer Ablehnung der Präambel von einer schmerzlichen Trennung sprechen?
Sollte Rom eine Trennung aussprechen, dann wäre das das Eingeständnis, dass es sich selbst von seiner Tradition getrennt hat, denn die Priesterbruderschaft setzt nachweislich die traditionelle Lehre der Kirche und ihre Liturgie fort.
Ihr Prinzip muss nach wie vor lauten: Keine Weihrauchkörner für die Irrlehren des Konzils!
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#88   Rückkehr-Ökumene   21:40:30 | Freitag, 16. März 2012
Der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist zu danken, dass sie sich nicht hat vom modernen Rom über den Tisch hat ziehen lassen und sie wird auch jetzt nicht einknicken.
Benedikt XVI. ist selbst in den Modernismus pastoralkonziliarer Prägung verstrickt. Auf seinen Vorschlag geht die schlimmste Stelle im Konzilstext hinsichtlich der Ekklesiologie zurück.
Er hatte sich dafür eingesetzt, dass vom Konzil nicht mehr bekannt wurde, was in allen christlichen Jahrhunderten von der Kirche bekannt wurde: Die katholische Kirche und die Kirche Christi ist ein und dasselbe.
(vgl. www.subsistit.de)
Der Verrat am Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche geht wesentlich auf das Konto von Benedikt XVI. In das Elend dieses Verrats wollte er schon Erzbischof Lefebvre und will er nun erneut die Piusbruderschaft St. Pius X. hineinziehen, und zwar auch deshalb, um eine Gegenkraft gegen die konsequenten Modernisten zu haben, die ihm immer mehr aus dem Ruder laufen.
Ein großer Dank der Piusbruderschaft, dass sie die Fahne der katholischen Wahrheit aufrecht erhält.
Sie wird jetzt vielleicht durch ein Tal der Tränen hindurchgehen müssen. Aber die Wende in der Kirche wird kommen und dann wird sie als die große Retterin der Kirche vom dann bekehrten Rom geehrt werden.
Wer eine kompakte Information über zentrale Abweichungen des vom Pastoralkonzil geprägten Roms von der traditionellen Lehre der Kirche sucht, dem sei empfohlen www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de.
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#75   Rückkehr-Ökumene   21:29:58 | Mittwoch, 14. März 2012
clarissa colonia: vielen Dank für die Richtigstellung in puncto Besoldung!
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#70   Rückkehr-Ökumene   20:50:27 | Mittwoch, 14. März 2012
Was von der Theologie von W. Beinert zu halten ist, der an den jährlichen Treffen in der Sommerresidenz von Benedikt XVI. teilnimmt, zeigt insbesondere sein Artikel „Das Christentum und die Religionen“, in „Stimmen der Zeit“, April 2011. In diesem legt er 10 Thesen vor, von denen nun die ersten zitiert werden:
1. These: Grundsätzlich ist jede Religion fähig, offenbarungshaltig zu sein und Gotteswahrheit zu formulieren. In ihr und durch sie kann Gotteswahrheit erkannt werden.
2. These: Grundsätzlich ist keine Religion fähig, die Gotteswahrheit ohne Rest und Abstriche auszusprechen.
3. These: Gleichwohl kann eine Religion, was sie von der göttlichen Wahrheit erkannt hat, besser als eine andere artikulieren, zumindest in Teilgebieten.
4. Sofern jede Kultur und somit auch jede Religion fähig und geeignet ist, Werkzeug und Mittel der göttlichen Heilsgnade zu sein, kann man prinzipiel in jeder Religion Gott begegnen…
Diese und die übrigen 6 Thesen kann die sogenannte Pluralistische Religionstheologie unterschreiben, die der schlimmste Feind der katholischen Kirche ist.
Einem solchen Zerstörer des Glaubens, wie W. Beinert, wird seit Jahrzehnten ein sehr großzügiges Monatsgehalt aus der Kirchensteuer gläubiger Katholiken gezahlt. Mit diesem Missbrauch von Kirchensteuergeldern sollte Schluss sein!
Der Austritt vieler Katholiken aus dem Kirchensteuerverband könnte helfen, den geistigen Sumpf auszutrocknen, den solche Irrlehrer wie W. Beinert erzeugt haben.
Redaktion benachrichtigen Konzilsheiliger Johannes Paul II? + …
#70   Rückkehr-Ökumene   14:41:59 | Montag, 12. März 2012
Ergänzung zu 63:
Dass Rom bisher noch nicht die Priesterbruderschaft St. Petrus ultimativ aufgefordert hat, den Novus Ordo zu zelebrieren und sich damit begnügte, es diesbezüglich bei einer mehrmals wiederholten dringenden Empfehlung zu belassen, hat die Petrusbruderschaft wohl nur der Existenz der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verdanken.
Denn sie kann geltend machen, dass sie die ihr von Rom zugedachte Aufgabe, die Gläubigen von der Piusbruderschaft ab- und zu sich herüberzuziehen, nicht mehr erfüllen könne, wenn sie offen zum Biliturgismus übergehen würde. Ein Gläubiger, der bei der Petrusbruderschaft praktiziert, brachte die Situation kürzlich auf den Punkt, als er bemerkte: „Ihr [die Priesterbruderschaft St. Pius X.] seid unsere Lebensversicherung!“
Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat also einen erbärmlichen Status, den man nach dem Wort eines bedeutenden Philosophen als „schimmerndes Elend“ bezeichnen kann.
Redaktion benachrichtigen Konzilsheiliger Johannes Paul II? + …
#63   Rückkehr-Ökumene   22:21:13 | Sonntag, 11. März 2012
Zur Priesterbruderschaft St. Petrus:
Als sich vor einigen Jahren eine Anzahl ihrer Mitglieder Beschwerde führend an Rom wandte, weil der damalige Generalobere, Pater Bisig, es unterbinden wollte, dass einige seiner Priester auch die Neue Messe zelebrieren, wurde er von Kardinal Castrillón Hoyos kurzerhand abgesetzt und durch einen Mann ersetzt, der dagegen nichts einzuwenden hatte. Über der Priesterbruderschaft St. Petrus schwebt ständig das Damoklesschwert, zur Zelebration des Novus Ordo verpflichtet zu werden. Daran wurde sie im Jahr 2008 durch Kardinal Castrillón Hoyos erinnert, indem dieser nämlich anlässlich der Priesterweihen in Frankreich und in den USA die Weihekandidaten aufforderte, nicht nur am Gründonnerstag in der Chrisam-Messe, sondern auch darüber hinaus den Novus Ordo zu konzelebrieren, obwohl dem Vernehmen nach der heutige Generalobere der Petrusbruderschaft vor diesen Weihen den Kardinal geradezu flehentlich gebeten hatte, diese Forderung nicht zu erheben. An die Priester und Weihekandidaten der Priesterbruderschaft St. Petrus richtete der Kardinal diese Forderung bei seiner Predigt in Lincoln (Nebraska) mit den Worten:
„Zeigen Sie einen tiefen Respekt für die gewöhnliche Form der Messfeier des römischen Ritus [d.h. für die Neue Messe], indem Sie mit Ihren Bischöfen in der Ölweihmesse konzelebrieren, und immer dann, wenn dieses Zeichen der priesterlichen Gemeinschaft besonders angebracht ist.“
Dass Rom bisher noch nicht die Petrusbruderschaft …
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#158   Rückkehr-Ökumene   13:42:40 | Donnerstag, 8. März 2012
Fortsetzung von 155:
Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemeinschaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst.
Zugleich verharmlost du dabei den Frevel der Abspaltung, den der hl. Augustinus, wie du wohl weißt, das größte Verbrechen nennt, weil die Abspaltung gegen die Liebe gerichtet ist. Außerdem machst du aus der Trennung von der Gemeinschaft der Kirche eine Trennung bloß von der vollen Gemeinschaft mit ihr, was ebenfalls eine Verfälschung des wahren Sachverhaltes darstellt.
Diese Winkelzüge dienen offenbar deiner Absicht, einer Kooperation mit den getrennten Gemeinschaften den Weg zu ebnen.
Revoluturus (ironisch): „Winkelzüge“ ist natürlich ein hartes Wort, aber ich kenne dich ja als einen unbestechlichen Richter. Zugegeben, die Methode der Ebenenvermischung ist moralisch anrüchig, aber sie ist sehr Erfolg versprechend, und deshalb werde ich nicht auf sie verzichten.
Vgl. www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
Es ist wichtig, auch die Methoden, mit denen die Revolutionäre auf dem Konzil operierten, kennen zu lernen. Die Vermischung von verschiedenen Ebenen ist eine solch üble Methode.
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#155   Rückkehr-Ökumene   11:44:01 | Donnerstag, 8. März 2012
Höchst raffiniert haben die Revolutionäre auf dem Konzil die angebliche Spaltung der Kirche in das Ökumenismusdekret, Art 3, eingebracht.
Dr. Wolfgang Schüler erläutert das in seinem dramatischen Hörspiel: Zweites Vatikanisches Konzil – Segen oder Fluch, indem der Revoluturus dem Moderaturus das Vorgehen beschreibt, wobei jener aus dem Konzilstext zitiert:
… Darüber hinaus werde ich in meiner Argumentation elegant, ja fast unmerklich, von der Ebene der Personen auf die Ebene ihrer Religionen hinüber gleiten. Zum Beleg werde ich dir die Passage zitieren:
„In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Anfängen an manche Spaltungen aufgekommen (1 Kor 11, 18-19; Gal 1, 6-9; 1 Joh 2, 18-19), die der Apostel als verwerflich schwer tadelt (1 Kor 1, 11ff: 11.22), in den späteren Jahrhunderten aber sind ausgedehntere Meinungsverschiedenheiten entstanden, und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche, …“
Darauf antwortet der Moderaturus: Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemein-schaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst…
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#112   Rückkehr-Ökumene   22:48:54 | Mittwoch, 7. März 2012
Fortsetzung von 110:
Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemeinschaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst.
Zugleich verharmlost du dabei den Frevel der Abspaltung, den der hl. Augustinus, wie du wohl weißt, das größte Verbrechen nennt, weil die Abspaltung gegen die Liebe gerichtet ist. Außerdem machst du aus der Trennung von der Gemeinschaft der Kirche eine Trennung bloß von der vollen Gemeinschaft mit ihr, was ebenfalls eine Verfälschung des wahren Sachverhaltes darstellt.
Diese Winkelzüge dienen offenbar deiner Absicht, einer Kooperation mit den getrennten Gemeinschaften den Weg zu ebnen.
Revoluturus (ironisch): „Winkelzüge“ ist natürlich ein hartes Wort, aber ich kenne dich ja als einen unbestechlichen Richter. Zugegeben, die Methode der Ebenenvermischung ist moralisch anrüchig, aber sie ist sehr Erfolg versprechend, und deshalb werde ich nicht auf sie verzichten.
(vgl. www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de,)
Es ist wichtig, auch die Methoden, mit denen die Revolutionäre auf dem Konzil operierten, kennen zu lernen. Die Vermischung von verschiedenen Ebenen ist eine solch üble Methode.
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#29   Rückkehr-Ökumene   22:39:43 | Mittwoch, 7. März 2012
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat völlig recht. Es kann den Gläubigen nicht zugemutet werden, mit ihrer Kirchensteuer z. B. Irrlehrer auf den Kanzeln und im Hörsaal mitzufinanzieren. Insofern beteiligt sich der Katholik ja ungewollt an der Finanzierung des Zerstörungswerks im heutigen offiziellen Innenraum der Kirche.
Den Zerstörern darf kein Geld mehr zur Verfügung gestellt werden. Nur diese Sprache verstehen sie.
Dem Missbrauch der Kirchensteuer muss Einhalt geboten werden, soweit es dem Katholiken möglich ist. Deshalb ist der Austritt aus dem Kirchensteuerverband notwendig.
Allerdings sollte das Steuergeld dann dorthin gegeben werden, wo man sicher sein kann, dass kein Missbrauch stattfindet.
Und da ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. eine erste Adresse.
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#110   Rückkehr-Ökumene   22:25:52 | Mittwoch, 7. März 2012
Es ist raffiniert, wie die Revolutionäre auf dem Konzil die angebliche Spaltung der Kirche in das Ökumenismusdekret, Art 3, eingebracht haben.
Dr. Wolfgang Schüler erläutert das in seinem dramatischen Hörspiel: Zweites Vatikanisches Konzil – Segen oder Fluch, indem der Revoluturus dem Moderaturus das Vorgehen beschreibt, wobei jener aus dem Konzilstext zitiert:
… Darüber hinaus werde ich in meiner Argumentation elegant, ja fast unmerklich, von der Ebene der Personen auf die Ebene ihrer Religionen hinüber gleiten. Zum Beleg werde ich dir die Passage zitieren:
„In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Anfängen an manche Spaltungen aufgekommen (1 Kor 11, 18-19; Gal 1, 6-9; 1 Joh 2, 18-19), die der Apostel als verwerflich schwer tadelt (1 Kor 1, 11ff: 11.22), in den späteren Jahrhunderten aber sind ausgedehntere Meinungsverschiedenheiten entstanden, und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche, …“
Darauf antwortet der Moderaturus: Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemein-schaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst…
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#48   Rückkehr-Ökumene   16:06:06 | Mittwoch, 7. März 2012
Fortsetzung von 43:
Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemeinschaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst. Zugleich verharmlost du dabei den Frevel der Abspaltung, den der hl. Augustinus, wie du wohl weißt, das größte Verbrechen nennt, weil die Abspaltung gegen die Liebe gerichtet ist. Außerdem machst du aus der Trennung von der Gemeinschaft der Kirche eine Trennung bloß von der vollen Gemeinschaft mit ihr, was ebenfalls eine Verfälschung des wahren Sachverhaltes darstellt.
Diese Winkelzüge dienen offenbar deiner Absicht, einer Kooperation mit den getrennten Gemeinschaften den Weg zu ebnen.
Revoluturus (ironisch): „Winkelzüge“ ist natürlich ein hartes Wort, aber ich kenne dich ja als einen unbestechlichen Richter. Zugegeben, die Methode der Ebenenvermischung ist moralisch anrüchig, aber sie ist sehr Erfolg versprechend, und deshalb werde ich nicht auf sie verzichten.
(vgl. www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de, zweite CD, 4/9, „Spaltungen in anstatt Abspaltungen von der Kirche.“
Redaktion benachrichtigen Schwere Ketzerei im Katechismus: „Die Kirche ist gespalten“
#43   Rückkehr-Ökumene   15:58:47 | Mittwoch, 7. März 2012
Es ist schon raffiniert, wie die Revolutionäre auf dem Konzil die angebliche Spaltung der Kirche in das Ökumenismusdekret, Art 3, eingebracht haben.
Dr. Wolfgang Schüler erläutert das in seinem dramatischen Hörspiel: Zweites Vatikanisches Konzil – Segen oder Fluch, indem der Revoluturus dem Moderaturus das Vorgehen beschreibt, wobei jener aus dem Konzilstext zitiert:
… Darüber hinaus werde ich in meiner Argumentation elegant, ja fast unmerklich, von der Ebene der Personen auf die Ebene ihrer Religionen hinüber gleiten. Zum Beleg werde ich dir die Passage zitieren:
„In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Anfängen an manche Spaltungen aufgekommen (1 Kor 11, 18-19; Gal 1, 6-9; 1 Joh 2, 18-19), die der Apostel als verwerflich schwer tadelt (1 Kor 1, 11ff: 11.22), in den späteren Jahrhunderten aber sind ausgedehntere Meinungsverschiedenheiten entstanden, und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche, …“
Darauf antwortet der Moderaturus: Karl, du vermischst zwei Ebenen, denn die von dir angeführten Stellen der Hl. Schrift sprechen von Uneinigkeiten zwischen Gläubigen der Kirche. In diesem Zusammenhang ist nicht von häretischen Gemeinschaften die Rede. Du vermischst die Personenebene mit der Ebene der Religionsgemeinschaften, indem du die Bildung von häretischen Gemein-schaften als Folge „ausgedehnterer Meinungsverschiedenheiten“ gegenüber Uneinigkeiten zwischen Gläubigen hinstellst…
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#47   Rückkehr-Ökumene   18:19:21 | Samstag, 25. Februar 2012
Dr. Schlämmer: In Bezug auf das „subsistit“ sollten m. M.nach nur die Äußerungen des Konzils und die nachkonziliaren römischen Verlautbarungen der Maßstab sein.
Wenn es in Art. 3 des Dekretes über den Ökumenismus heißt:
„Überdies können von den Elementen oder Gütern, aus denen insgesamt genommen die Kirche selbst erbaut und belebt wird, einige, ja sogar sehr viele und bedeutende außerhalb der sichtbaren Zäune der katholischen Kirche existieren …“, dann wird die katholische Kirche selbst als aus Elementen erbaut verstanden.
Übrigens hat das Konzil auch bezüglich der protest. Gemeinschaften die Bezeichnung „Kirchen“ verwendet, denn bereits die Überschrift des Art. 19 im Dekret über den Ökumenismus lautet:
„Die getrennten Kirchen und Kirchlichen Gemeinschaften im Abendland“ und dann heißt es: „Die Kirchen [!] und Kirchlichen Gemeinschaften, die in der schweren Krise, die im Abendland schon vom Ende des Mittelalters ihren Ausgang genommen hat, oder auch in späterer Zeit vom Römischen Apostolischen Stuhl getrennt wurden, sind mit der katholischen Kirche durch das Band besonderer Verwandtschaft verbunden, …“
Erinnert sei auch an Johannes Paul II., der in seiner Enzyklika Ut unum sint in den Artikeln 65 und 66 die protestantischen Gemeinschaften dreimal „Kirchen und kirchliche Gemeinschaften“ nennt.
Vordringlich in Bezug auf die weitere Klärung der subsistit-in-Lehre (vgl. www.subsistit.de) scheint mir zu sein, dass von Rom eine Definition des Begriffs „Kirche Christi“ erbeten wird…
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#29   Rückkehr-Ökumene   22:08:09 | Freitag, 24. Februar 2012
Worin liegt der Widerspruch der subsistit-in-Lehre des Konzils zur traditionellen Lehre der katholischen Kirche?
1)Nach der traditionellen Lehre der Kirche ist die Kirche Jesu Christi und die katholische Kirche ein und dasselbe.
2)Das Konzil sagt in LG, Art. 8.2., dass die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche subsistiert.
Das Verhältnis zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche im Sinne des Pastoralkonzils versteht man nur, wenn man Unitatis redintegratio, das Ökumenismusdekret, Art. 3, hinzunimmt, demzufolge die Kirche (gemeint ist die katholische Kirche) insgesamt aus Elementen erbaut wird.
3)Der subsistit-Satz von Lumen gentium sagt außerdem, dass außerhalb der Zäune der katholischen Kirche, in den anderen christlichen Gemeinschaften, Elemente der Wahrheit und der Heiligung vorhanden seien.
4)Wenn die katholische Kirche aus Elementen besteht und diese zum Teil auch in anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, dann ist die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche vollständig verwirklicht und in den anderen christlichen Gemeinschaften in mehr oder weniger großem Umfang.
5)Die katholische Kirche ist der Lehre des Pastoralkonzils gemäß demnach nicht die einzige Verwirklichung der Kirche Jesu Christi, sondern sie ist nur die einzige vollständige Verwirklichung derselben und die anderen christlichen Gemeinschaften sind unvollständige Verwirklichungen derselben.
Das ist eine neue Lehre, die mit der Tradition nicht zu vereinbaren ist.
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#27   Rückkehr-Ökumene   21:48:03 | Freitag, 24. Februar 2012
Ergänzung zu 25:
Kard. Kasper trägt der neuen Lehre auch sprachlich Rechnung, wenn er über die anderen christlichen Gemeinschaften sagt:
„… dass sich außerhalb der katholischen Kirche zwar keine volle, aber doch eine unvollkommene Verwirklichung der Kirche Jesu Christi findet.“
W. Kasper: „Communio – Leitbegriff katholischer ökumenischer Theologie“, Münster 2002, S. 255.
Nach der neuen Lehre ist die katholische Kirche und die Kirche Christi nicht mehr ein und dasselbe, sondern erstere ist nur noch die „vollständige Verwirklichung“ der letzteren, und die anderen christlichen Gem. sind mehr oder weniger „unvollständige Verwirklichungen“ der Kirche Christi.
Bei Benedikt XVI. steht das „subsistit“ für die „vollständige Verwirklichung“ (s. jenes „voll“), wenngleich er den Eindruck erweckt, als stünde es für die Verwirklichung schlechthin. Er spricht von „Verwirklichung“ nämlich dort, wo er im Sinne seiner konzilskonformen Elemente-Ekklesiologie „vollständige Verwirklichung“ meint.
Was die Elemente bei den anderen christl. Gemeinschaften betrifft, so haben sie in diesen Gemeinsch. nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit. Dies habe ich zu begründen versucht in meinen Lesermeinungen zum Artikel „In der modernen Kirche herrscht der Widerspruch“ vom 8.2., und zwar in den Positionen: 120, 128, 131, 136, 142, 152, 154, 157 und 164.
Da die Elemente der anderen Gemeinschaften nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit besitzen, sind diese keine „unvollständige Kirche“. Sie sind Nicht-Kirche…
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#25   Rückkehr-Ökumene   19:48:19 | Freitag, 24. Februar 2012
Dr. Schlämmer, 18:
„Überdies können von den Elementen oder Gütern, aus denen insgesamt genommen die Kirche selbst erbaut und belebt wird, einige, ja sogar sehr viele und bedeutende außerhalb der sichtbaren Zäune der katholischen Kirche existieren …“ (UR, Art.3)
Hier wird die katholische Kirche als aus Elementen erbaut verstanden, die z. T. auch in anderen christl. Gemeinschaften existieren.
Der Unterschied besteht nach Lehre des Konzils und der entsprechenden nachkonziliaren römischen Verlautbarungen darin, dass die katholische Kirche alle kirchlichen Elemente besitzt, die anderen nur in mehr oder weniger hohem Maße.
Bezeichnenderweise sagt Kardinal Ratzinger in der Erklärung Dominus Iesus, dass die Kirche Christi nur in der katholischen Kirche voll [!!!] weiter besteht, was ja nahe legt, dass sie in den anderen christlichen Gemeinschaften in unvollständiger Weise existiert.
Übrigens wird in der Erklärung der Glaubenskongr. vom 10.7. 2007 das „subsistit in“ nicht mehr mit „ist verwirklicht in“, sondern mit „weiter bestehen“ übersetzt, was aber keinen sachlichen Unterschied macht.
Sie haben Recht, dass der heutige Papst den Begriff „subsistit“ für die katholische Kirche reserviert, aber er vertritt die Überzeugung, dass der Unterschied zu den anderen christlichen Gemeinschaften darin besteht, dass die Kirche Christi in der katholischen Kirche „voll verwirklicht“ ist (s. obiges „voll“), wogegen er in den anderen Gemeinschaften nur in „unvollständiger Weise“ verwirklicht ist.
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#191   Rückkehr-Ökumene   21:33:20 | Donnerstag, 23. Februar 2012
Fortsetzung besonders für P. Lugmayr:
Das Konzil bindet die Menschenrechte nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, an deren göttliche Quelle zurück, sondern es schneidet sie von dieser ab!
Es verfährt wie die liberalen Verfassungen und Menschenrechtserklärungen, die, ob sie nun Gott erwähnen oder nicht, das Gottesrecht ignorieren und deshalb vom traditionellen kirchlichen Lehramt rund 150 Jahre lang heftig bekämpft wurden. Erinnert sei nur an die Stelle in der Enzyklika Quas primas von Pius XI. an der es heißt: „[Beim Jüngsten Gericht wird] Christus, der aus dem öffentlichen Leben verbannt und aus Verachtung vernachlässigt und übergangen wurde, unerbittlich streng solch schmähliche Mißhandlung rächen.“
Der Bruch mit der überlieferten Lehre der Kirche in Bezug auf das Verhältnis von Kirche und Staat, den das Konzil vollzog, und der in nachkonziliaren römischen Dokumenten seine Fortsetzung findet, wird auch deutlich wenn man bedenkt, dass tatsächlich Vertreter der Kirche in nachkonziliarer Zeit bei den Regierenden einiger katholischer Staaten, wie z. B. im Falle von Kolumbien, vorstellig wurden, um die Abschaffung der in den betreffenden Verfassungen festgeschrieben Vorrechte der katholischen Religion zu veranlassen.
Dieser Frevel hat seine Ursache in der Tat in Dignitatis humanae, weil diese Konzilserklärung für alle Religionen im Staat dieselben Rechte fordert, so dass dieses Vorgehen in nachkonziliarer Zeit nur konsequent war.
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#189   Rückkehr-Ökumene   20:07:38 | Donnerstag, 23. Februar 2012
P. Lugmayr möge bedenken:
Die traditionelle Lehre der Kirche ist durch den Grundsatz gekennzeichnet, dass Gott das Recht hat, nicht nur von den einzelnen Menschen, sondern auch durch das staatliche Gemeinwesen verehrt zu werden. Demzufolge steht nach der traditionellen Lehre das Gottesrecht obenan, und Menschenrechte gibt es nur im Rahmen des Gottesrechtes!
Um zu einer Übereinstimmung mit den liberalen Verfassungen zu gelangen, für die dieses Gottesrecht nicht der Maßstab ist, schränkten die Revolutionäre auf dem Pastoralkonzil die kirchliche Lehre über das Verhältnis von Kirche und Staat auf den Teilbereich ein, der die Menschenrechte zum Gegenstand hat und stellten über den ausgeklammerten Bereich die Be-hauptung auf, dass dieser durch die konziliare Lehre unangetastet bleibt. Das ist aber eine Unwahrheit, denn die neue Lehre schließt einen massiven Eingriff in das Gottesrecht ein, weil es für sie nicht der Maßstab ist.
Die Konzilserklärung Dignitatis humanae greift also massiv in das Gottesrecht ein, das zu wahren das traditionelle Lehramt als seine heilige Pflicht ansah. Auf diese Weise gelangt die Declaratio schließlich, nach eigenem Bekunden, zu einem Recht auf Religionsfreiheit, das sich mit dem deckt, was dazu in internationalen Menschenrechtserklärungen bzw. in Verfas-sungen moderner liberaler Staaten steht.
Das Konzil bindet die Menschenrechte nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, an deren göttliche Quelle zurück, sondern es schneidet sie von dieser ab!
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#181   Rückkehr-Ökumene   03:39:44 | Donnerstag, 23. Februar 2012
G. Pozzo, der Sekret. der Ecclesia Dei Gem. behauptet:
„Das Verdienst des Konzils besteht einerseits darin, die Einzigkeit, die Unteilbarkeit … der katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht zu haben, andererseits darin, anerkannt zu haben, daß auch in den christlichen, nicht kath. Konfessionen … Elemente existieren, die kirchlichen Charakter haben…
In dem Paradox, sozusagen, des Unterschieds zwischen Einzigkeit der kath. Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts, spiegelt sich der Widerspruch der Spaltung und der Sünde.“
Pozzo gibt also zu, dass die subsistit-in-Lehre eine Paradoxie enthält.
Die Paradoxie zeigt, dass diese Lehre vor dem logischen Denken keinen Bestand haben kann. Man kann doch nicht einerseits an der Unteilbarkeit der katholischen Kirche festhalten, und andererseits behaupten, dass sich Teile derselben außerhalb von ihr befinden. Wenn die Kirche unteilbar ist, dann gibt es keine Teile von ihr und solche können deshalb auch nicht außerhalb von ihr existieren.
Wenn Pozzo meint, die Sünde sei für den Widerspr. verantwortlich, die Kirche ist unteilbar und doch existieren Teile derselben außerhalb von ihr dann irrt er.
Denn kirchliche Elemente gibt es nur im Zusammenhang mit der kath. Kirche. Treten Inhalte derselben außerhalb von ihr auf, dann haben sie in diesen Gem. nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit und können diesen Gem. deshalb auch nicht den Charakter der Kirchlichkeit geben, was Ratzinger behauptet.
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#98   Rückkehr-Ökumene   18:51:37 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Dass Rom bisher noch nicht die Petrusbruderschaft ultimativ aufgefordert hat, den Novus Ordo zu zelebrieren und sich damit begnügte, es bei einer mehrmals wiederholten dringenden Empfehlung zu belassen, hat die Petrusbruderschaft wohl nur der Existenz der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verdanken.
Denn sie kann geltend machen, dass sie die ihr von Rom zugedachte Aufgabe, die Gläubigen von der Piusbruderschaft ab- und zu sich herüberzuziehen, nicht mehr erfüllen könne, wenn sie offen zum Biliturgismus übergehen würde.
Ein Gläubiger, der bei der Petrusbr. praktiziert, brachte die Situation auf den Punkt, als er bemerkte: „Ihr [die Priesterbruderschaft St. Pius X.] seid unsere Lebensversicherung!“
Die Petrusbruderschaft hat also einen erbärmlichen Status, den man nach dem Wort eines Philosophen als „schimmerndes Elend“ bezeichnen kann.
Aber sie verfügt über viele gute Priester, die im Stillen den Ausführungen von Pater Schmidberger wohl viel mehr zustimmen als denen ihres Mitbruders, Pater Lugmayr. Sie können sich aber aufgrund des Schweigeabkommens, das sie de facto mit dem modernen Rom geschlossen haben, nicht öffentlich äußern.
Im Gegensatz zu ihnen verteidigt P. Lugmayr hier zentrale Irrtümer des Konzils. Diesem Pater sei deshalb empfohlen, zu bedenken, ob er nicht besser die Petrusbruderschaft verlassen und sich als Priester einer Novus-Ordo-Diözese zur Verfügung stellen sollte.
Die Widerstandsbewegung gegen die Glaubenszerstörung hat er nach diesem Artikel verlassen.
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#95   Rückkehr-Ökumene   18:28:39 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Der erbärmliche Status der Priesterbruderschaft St. Petrus:
Als sich vor einigen Jahren eine Anzahl ihrer Mitglieder Beschwerde führend an Rom wandte, weil der damalige Generalobere, Pater Bisig, es unterbinden wollte, dass einige seiner Priester auch die Neue Messe zelebrieren, wurde er von Kardinal Castrillón Hoyos kurzerhand abgesetzt und durch einen Mann ersetzt, der dagegen nichts einzuwenden hatte. Über der Priesterbruderschaft St. Petrus schwebt ständig das Damoklesschwert, zur Zelebration des Novus Ordo verpflichtet zu werden. Daran wurde sie im Jahr 2008 durch Kardinal Castrillón Hoyos erinnert, indem dieser nämlich anlässlich der Priesterweihen in Frankreich und in den USA die Weihekandidaten aufforderte, nicht nur am Gründonnerstag in der Chrisam-Messe, sondern auch darüber hinaus den Novus Ordo zu konzelebrieren, obwohl dem Vernehmen nach der heutige Generalobere der Petrusbruderschaft vor diesen Weihen den Kardinal geradezu flehentlich gebeten hatte, diese Forderung nicht zu erheben. An die Priester und Weihekandidaten der Priesterbruderschaft St. Petrus richtete der Kardinal diese Forderung bei seiner Predigt in Lincoln (Nebraska) mit den Worten:
„Zeigen Sie einen tiefen Respekt für die gewöhnliche Form der Messfeier des römischen Ritus [d.h. für die Neue Messe], indem Sie mit Ihren Bischöfen in der Ölweihmesse konzelebrieren, und immer dann, wenn dieses Zeichen der priesterlichen Gemeinschaft besonders angebracht ist.“
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#91   Rückkehr-Ökumene   16:42:51 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Ergänzung zu 88:
Weil diesem Element in Bezug auf die andere Gemeinschaft die Kirchlichkeit nicht zukommt, deshalb kann es dieser auch keinen kirchlichen Charakter bzw. eine Teilhabe am Kirchesein vermitteln, was Kardinal Ratzinger irrigerweise behauptet hat.
Wenn nun ein Religionsdiener der anderen christlichen Religion gültig die Taufe spendet, dann spendet er etwas, was Eigentum der katholischen Kirche ist und was seiner Religionsgemeinschaft in keiner Weise zugerechnet werden kann. Wenn jener tauft, dann tauft die katholische Kirche außerhalb ihres Gefüges, aufgrund der Gnade die Christus ihr verliehen hat.
Keineswegs benutzt der Heilige Geist die andere Religion als Mittel des Heiles, denn diese ist aus Opposition zur Kirche Gottes ins Leben gerufen worden und als solche ist sie gegen den Heiligen Geist gerichtet.
Damit ist die Behauptung von Gemeinsamkeiten der katholischen Kirche mit anderen christl. Gemeinschaften widerlegt und damit ist auch der Ökumenismus des Konzils widerlegt, denn dieser beruht, wie Johannes Paul II. sagte, auf angeblich existierenden Gemeinsamkeiten.
Genoveva 85: Blamiert hat sich nicht P. Schmidberger, sondern er hat völlig Recht. Blamiert hat sich P. Lugmayr. Zu Ihrer Frage:
57 weist auf Fehler im Konzilstext hin
60 zeigt eine Widerspr. auf zwischen dem Satz, der dem subsistit-Satz vorangeht und dem ersten Teil desselben
84 zeigt, dass es kein Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum geben darf
86 behandelt die falsche Elemente-Ekklesiologie
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#88   Rückkehr-Ökumene   16:11:11 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Fortsetzung von 86: Denn kirchliche Elemente gibt es nur im Zusammenhang mit der katholischen Kirche. Treten Inhalte derselben außerhalb von ihr auf, dann haben sie in diesen Gemeinschaften nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit und können diesen Gemeinschaften deshalb auch nicht den Charakter der Kirchlichkeit geben, was Kardinal Ratzinger irrtümlich behauptete…
Trotzdem kann man Pozzo zugute halten, dass er eine Widersinnigkeit in der subsistit-in-Lehre des Konzils erkannt hat. Diese Einsicht ist zu P. Lugmayr noch nicht durchgedrungen.
Ein einfaches Beispiel dazu: Wenn der Eigentümer eines Fahrrads dieses Fahrrad auch im Besitz hat, dann hat es in Bezug auf den Eigentümer zwei Eigenschaften, nämlich es gehört zu seinem Eigentum und es gehört zu seinem Besitz.
Wenn nun ein Dieb das Fahrrad stiehlt, so verliert es zwar die Eigenschaft zum Besitz seines Eigentümers zu gehören, aber die Eigentumseigenschaft wird von dem Diebstahl nicht tangiert. Der Dieb erhält durch seinen Diebstahl in keiner Weise Anteil am Eigentum des Fahrrads.
Ebensowenig bleibt einem kirchlichen Element die Eigenschaft der Kirchlichkeit erhalten, wenn es eine andere christliche Gemeinschaft von der katholischen Kirche nimmt, vielmehr bleibt es auch in dieser Gemeinschaft das Eigentum der katholischen Kirche. In Bezug auf die andere christliche Gemeinschaft hat es nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit, weil es diese nur im Verbund mit der katholischen Kirche hat.
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#86   Rückkehr-Ökumene   15:57:34 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Mons. Guido Pozzo, der Sekretär der Ecclesia Dei Gemeinschaften sagte in einem Vortrag in Wigratsbad über den zweiten Teil des subsistit-Satzes:
„Das Verdienst des Konzils besteht einerseits darin, die Einzigkeit, die Unteilbarkeit und die Nicht-Multiplizierbarkeit der katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht zu haben, andererseits darin, anerkannt zu haben, daß auch in den christlichen, nicht katholischen Konfessionen Gaben und Elemente existieren, die kirchlichen Charakter haben…
In dem Paradox, sozusagen, des Unterschieds zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts, spiegelt sich der Widerspruch der Spaltung und der Sünde.“
Mons. Pozzo gibt also zu – wenn man von dem verschleiernden „sozusagen“ absieht –, dass die subsistit-in-Lehre eine Paradoxie enthält. Die Paradoxie zeigt, dass diese Lehre vor dem logischen Denken keinen Bestand haben kann. Man kann doch nicht einerseits, um Traditionsverbundenheit zu bekunden, an der Unteilbarkeit der katholischen Kirche festhalten, und andererseits behaupten, dass sich Teile derselben außerhalb von ihr befinden. Wenn die Kirche unteilbar ist, dann gibt es keine Teile von ihr und solche können deshalb auch nicht außerhalb von ihr existieren.
Wenn Mons. Pozzo meint, die Sünde sei für die widersprüchliche Aussage verantwortlich, die Kirche ist unteilbar und doch existieren Teile derselben außerhalb von ihr dann irrt er.
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#84   Rückkehr-Ökumene   15:40:44 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Ergänzung zu 60: Manche meinen, das Konzil verteidigen zu können, indem sie auf Vorhaltungen antikatholischer Passagen in den Konzilstexten auf glaubenskonforme Gegenstellen in denselben hinweisen.
Ein solcher Versuch ist aber gegen die Vernunft gerichtet, denn der Verteidiger akzeptiert stillschweigend eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum.
Diese Einstellung ist unvereinbar mit dem Willen zur Wahrheit im allgemeinen und zur Glaubenswahrheit im besonderen.
Wenn sich aber ein solcher Anwalt einer Koexistenz von Wahrheit und Irrtum schon nicht von der Vernunft leiten lassen will, die widersprüchliche Aussagen strikt ablehnt, dann sollte er sich von Pius VI. belehren lassen, der in seiner Konstitution Auctorem fidei (1794), in welcher er die Synode von Pistoja verurteilt, diese Mentalität mit folgenden Worten zurückweist:
„Das Lob einer Synode besteht ja besonders darin, daß sie beim Lehren jene klare Weise des Ausdrucks einhalte, welche keine Gefahr des Anstoßes mehr zurückläßt. Wenn daher etwas in dieser Art gesündigt worden ist, so kann es nicht verteidigt werden durch die heimtückische Entschuldigung, welche vorgebracht zu werden pflegt: nämlich, daß das, was sich als gefährlich gesagt herausstellt, an anderen Stellen deutlicher erklärt oder auch verbessert aufgefunden wird …“
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#60   Rückkehr-Ökumene   11:53:21 | Mittwoch, 22. Februar 2012
P. Lugmayr zitiert LG und verlangt, auf den Kontext zu achten:
„Dies ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche bekennen, die zu weiden unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen hat; ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut, und für immer hat er sie als ‘Säule und Feste der Wahrheit’ errichtet.
Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfaßt und geordnet, ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.“
Der erste Satz ist richtig, aber der zweite Satz relativiert diesen. Die Ersetzung des „est“ durch das „subsistit“ hatte ja den Grund, dass man einen Unterschied machen wollte zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche.
Kardinal Ratzinger hat ausdrücklich von einer Differenz zwischen beiden gesprochen, sagte er doch: „In der Differenz zwischen subsistit und est liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Insofern im zweiten Satz die Behauptung einer solchen Differenz steckt, steht er im Widerspruch zum ersten Satz. Dieser Widerspruch zerstört den Zusammenhang zwischen beiden Sätzen, den er zu beachten fordert. Also ist seine Forderung widersinnig…
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#57   Rückkehr-Ökumene   10:52:18 | Mittwoch, 22. Februar 2012
Im Hörspiel www.zweites-vatikanisches-Konzil-hoerspiel.de unterhalten sich ein Revolutionär mit einem Glaubenstreuen über Lumen gentium, §1:
Revoluturus: In der Absicht, das Selbstverständnis der Kirche zu verändern, werde ich im nächsten Schritt die Aufgabe der Kirche neu bestimmen und sagen:
„ … die Kirche [ist] in Christus gleichsam das Sakrament, bzw. Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott und für die Einheit des ganzen Menschengeschlechts …“
Außerdem wirst du im Konzilstext lesen: „Denn Er, der Sohn Gottes, hat Sich durch seine Fleischwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen geeint.“
Nimmt man beides zusammen, dann ist die Kirche „Zeichen und Werkzeug“ für das, was Christus am Menschen bereits ohne sie vollzogen hat, genauer, sie ist Zeichen für die Existenz jenes Seins eines jeden Menschen in Christus und Werkzeug für die Kundgabe dieses Seins.
Moderaturus (entsetzt): Aber Karl, du gibst ja den Begriffen Zeichen, Werkzeug und Einheit einen völlig anderen Sinn. Nach katholischer Lehre ist die Kirche doch Zeichen für die Einheit jener Menschen, die die Glieder der katholischen Kirche sind, also keineswegs Zeichen für die Einheit aller Menschen, was du auch immer mit dieser Einheit meinst, und sie ist Werkzeug für jene Einheit, insofern sie vom Herrn den Missionsauftrag erhalten hat, alle Menschen in die Einheit der katholischen Kirche hineinzunehmen, die hineingenommen werden wollen. Du vollziehst ja eine Umdeutung ihres Seins und ihrer Aufgabe.
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#31   Rückkehr-Ökumene   22:12:27 | Dienstag, 21. Februar 2012
Der Kommentar von P. Lugmayr zeigt, wie sehr sich dieser Pater pastoralkonziliare Irrtümer zueigen gemacht hat. Wer, wie er und die Petrusbruderschaft insgesamt, die Aussagen des Konzils uneingeschränkt annimmt, der macht sich schließlich jene Irrlehren zueigen und wird ggf. sogar zu einem Verteidiger derselben.
Fürs erste würde ich Pater Lugmayr das Studium des Werkes von Dr. W. Schüler über die subsistit-in-Lehre empfehlen (www.subsistit.de)
Seine übrigen Irrtümer, die er in diesem Kommentar vertritt, kann er möglicherweise durch mehrmaliges Anhören des dramatischen Hörspiels dieses Autors korrigieren, das unter www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de vorgestellt wird.
Den Bischöfen möchte ich empfehlen, von Pater Lugmayr und der Petrusbruderschaft insgesamt zu verlangen, im Zeichen der Einheit mit den Bischöfen, zumindest exemplarisch, die Neue Messe zu zelebrieren.
Denn wer das Konzil uneingeschränkt anerkennt, der muss auch die Verwirklichung seiner Absichten auf liturgischem Gebiet anerkennen.
Und dass die Neue Messe die Verwirklichung dieser Absichten ist, das hat Paul VI. durch die Promulgation derselben mit seiner Autorität gedeckt.
Wenn sich die Petrusbruderschaft dann weigert, dieser Aufforderung nachzukommen, dann wird sie sich gefallen lassen müssen, als Heuchler bezeichnet zu werden.
Sie kann sich nämlich nicht mit dem Hinweis auf die Genehmigung zur Zelebration der Alten Messe herausreden, denn von einem „nur“ steht nichts in ihrem Abkommen mit Rom!
Redaktion benachrichtigen In welcher Kirche lebt der Papst?
#79   Rückkehr-Ökumene   21:20:46 | Dienstag, 21. Februar 2012
Die Selbstrelativierung der katholischen Kirche, die das Pastoralkonzil durch die Ersetzung des est (Ecclesia catholica est ecclesia Christi – Die katholische Kirche ist die Kirche Christi) durch das subsistit-in vollzog, war in der Tat die Bedingung der Möglichkeit für die Ersetzung der vorkonziliaren Rückkehr-Ökumene durch die Koexistenz-Ökumene auf dieser unseligen Bischofsversammlung.
Wenn das „subsistit-in“ von dem zu seiner Tradition zurückgekehrten Rom der Zukunft beseitigt und durch das der traditionellen Lehre entsprechende „est“ ersetzt wird, was zum Zeitpunkt der großen Wende in der Kirche geschehen wird, dann verschwindet zugleich der pastoralkonziliare Ökumenismus.
Redaktion benachrichtigen In welcher Kirche lebt der Papst?
#77   Rückkehr-Ökumene   21:05:32 | Dienstag, 21. Februar 2012
Der Versuch, die Veränderung der Lehre der Kirche über sich selbst durch die subsistit-in-Lehre des Konzils herunterzuspielen, unternahm auch der Sekretär der Päpstl. Kommission Ecclesia Dei, Mons. Guido Pozzo, in einem Vortrag, den er am 20. 7. 2010 im Priesterseminar der PB St. Petrus gehalten hat. Dort bemerkte der Monsignore:
„Zusammenfassend tritt klar hervor, daß die authentische Verkündigung der Kirche in Bezug auf ihren Absolutheitsanspruch sich nicht wesentlich mit der Lehre des II. Vaticanums geändert hat.“
Damit gesteht Monsignore Pozzo indirekt ein, dass sich durch die subsistit-in-Lehre die Verkündigung der katholischen Kirche in Bezug auf ihren Absolut-heitsanspruch geändert hat, aber er bezeichnet diese Änderung als „nicht we-sentlich“.
Das ist aber, logisch gesehen, unhaltbar. Denn wenn man am Absolut-heitsanspruch etwas ändert, dann heißt das, dass er aufgegeben wird, da es hier es kein Mehr oder Weniger gibt.
Der Absolutheitsanspruch wird entweder erhoben oder er wird nicht erhoben, tertium non datur.
Also stellt die Preisgabe des katholischen Absolutheitsanspruchs durch die subsistit-in-Lehre eine wesentliche Veränderung der Lehre der Kirche über sich selbst dar.
Hier liegt doch ein klarer Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche über sich selbst vor, mit weitreichenden Folgen für das Verhältnis zu den anderen christlichen Gemeinschaften: Während das „est“ der Tradition dem Ökumenismus die Tür verschließt, wirkt das „subsistit“ als dessen Türöffner!
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#75   Rückkehr-Ökumene   20:49:23 | Dienstag, 21. Februar 2012
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“ Ja, aber man sollte nicht vergessen hinzuzusetzen: „… und das Zentrum dieser Krise ist das vom Pastoralkonzil geprägte Rom.“
Rom hat diese Krise wesentlich dadurch ausgelöst, dass es das Selbstverständnis der katholischen Kirche veränderte.
Ein die Sache verharmlosendes Eingeständnis dieser Veränderung enthält der Kommentar zur Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, den sie ihrer Erklärung beigefügt hat.
Dort liest man, dass „dem Übergang von ‘ist’ zu ‘subsistiert’ keine besondere theologische Bedeutung im Sinn einer Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre zukommt.“
Hier wird eine gewisse Bedeutung des „subsisitit“ im Sinne der Diskontinuität zur traditionellen Lehre der Kirche eingeräumt, wenn sie auch, die Sache sträflich verharmlosend, als nicht gewichtig hingestellt wird.
Natürlich ist das Gegenteil der Fall, was der Papst auch implizit eingestand, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war, und zwar mit den folgenden Worten:
„Die Differenz zwischen subsistit und est schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein“ bzw.
„In der Differenz zwischen subsistit und est liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Und da soll dieser Ersetzung „keine besondere theologische Bedeutung im Sinn einer Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre“ zukommen?
Weg mit dieser Beschwichtigungsstrategie!
Vgl. dazu www.subsistit.de und www. zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
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#46   Rückkehr-Ökumene   20:38:37 | Freitag, 17. Februar 2012
„Die inzwischen allgemein als notwendig erkannte Rückkehr der Konzilskirche zur Tradition wird sich nicht durch Paukenschläge …vollziehen „ Frau Jeanneret irrt:
Die Rückkehr Roms zu seiner Tradition wird sich sogar durch einen einzigen Paukenschlag vollziehen, nämlich durch den Akt eines Papstes, durch den er den Irtümern des Pastoralkonzils abschwört.
Diesem einen Akt, den HH Pfarrer Milch „die Wende“ nannte, gehen vermutlich vorbereitende Schritte voraus, und die Durchsetzung der Wende wird vermutlich auch ein zeitlich ausgedehnter Prozess sein.
Die Wende selbst aber besteht in einem punktuellen Akt und zwar deshalb, weil die katholische Wahrheit ebenso wenig in Teile zerlegt werden kann, (was die Elemente-Ekklesiologie behauptet) wie sie sich aus Teilen zusammensetzt.
Weder eine Zusammensetzung der katholischen Wahrheit aus Teilen noch eine Zerlegung derselben in Teile ist möglich, weil die katholische Wahrheit eine unteilbare Ganzheit ist
In Bezug auf den Komplex der Wende sind also 3 Punkte zu unterscheiden:
1) Die Vorbereitung der Wende, die vermutlich zeitlich ausgedehnt ist und möglicherweise schon begonnen hat
2) Die Wende selbst, die nur punktuell sein kann
3) Die Durchsetzung der Wende, die vermutlich zeitlich ausgedehnt sein wird.
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#77   Rückkehr-Ökumene   22:26:37 | Mittwoch, 15. Februar 2012
In der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Rom scheint es mir wichtig, diesem Rom zu sagen:
Du behauptest, es gäbe für die Konzilsbeschlüsse eine Interpretation, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre der Kirche steht.
Es wurde aber schon der Nachweis erbracht, dass Du selbst eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse lieferst, die nicht traditionskonform ist.
Und das ist auch kein Wunder, denn es kann gar keine traditionskonforme Interpretation der Konzilsbeschlüsse geben, weil sie z. T. in offenem Widerspruch zur traditionellen Lehre stehen.
Diese Widersprüche sind doch einer Interpretation gar nicht fähig!
Du modernes Rom, Du wirst nicht umhin kommen, einzusehen, dass eine mit der Überlieferung der Kirche in Übereinstimmung befindliche Interpretation der Konzilsbeschlüsse ein Phantom ist, eine Luftblase, die zerplatzen wird und die vermutlich nur noch eine relativ kurze Lebensdauer haben wird.
Unsinnigerweise verlangst Du von der Priesterbruderschaft St. Pius X., dass sie die Existenz einer solchen Interpretation anerkennen soll, obwohl Du sie selbst nicht liefern kannst, weil sie prinzipiell nicht geliefert werden kann.
Klammere Dich nicht länger an diesen Hermeneutik-Unsinn, und kehre zurück auf den Boden Deiner Tradition.
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#56   Rückkehr-Ökumene   18:55:07 | Mittwoch, 15. Februar 2012
Sinah 48:„Die neue Haltung der Fsspx ist dahingehend zu akzeptieren, daß jede berechtigte Kritik an Benedikt XVI., an Rom, zu unterlassen sei.“
Dem kann ich nicht zustimmen, was schon folgendes Beispiel zeigt:
Dr. Wolfgang Schüler hat ein dramatisches Hörspiel geschrieben, das unter www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de vorgestellt wird. Darin wird gezeigt, dass Benedikt XVI. in zentralen Punkten Positionen vertritt, die nicht mit der traditionellen Lehre der Kirche zu vereinbaren sind.
Vor allem wird nachgewiesen, dass er selbst nicht eine Interpretion der Konzilsdokumente in Kontinuität mit der überlieferten Lehre liefert, was auch gar nicht möglich ist.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat das Hörspiel auf ihrer Homepage positiv rezensiert, sie hat es zusammen mit dem Textbuch in das Programm ihres Verlages, des Sarto-Verlages aufgenommen, und es wurde auch in der Kirchlichen Umschau beworben.
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#45   Rückkehr-Ökumene   21:36:44 | Dienstag, 14. Februar 2012
Gregorius Nazianzenus. Die Frage war zwar gestellt in Bezug auf das Schema über die Kirche, aber die Antwort ist allegmein für alle Konzilstexte, denn es heißt: ‘Ein Text des Konzils ist selbstverständlich immer nach den allgemeinen, allseits bekannten Regeln auszulegen.’ … ‘Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens und der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert das Konzil nur das als für die Kirche verbindliche Glaubens- und Sittenlehre, was es selbst deutlich als solche erklärt’.“
„Ein Text des Konzils“ heißt „Irgendein Text des Konzils“ und das heißt „Jeder Text des Konzils“
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#42   Rückkehr-Ökumene   20:15:26 | Dienstag, 14. Februar 2012
Man kann die Frage stellen, ob das Konzil ausdrücklich auf die Verkündigung einer Lehre mit höchstem Verbindlichkeitsgrad verzichtet hat. Diese Frage ist zu bejahen mit Hinblick auf die „Bekanntmachungen, die der Generalsekretär des Konzils in der 123. Generalkongregation am 16. November 1964 mitgeteilt hat“, und die Paul VI. der Kirchenkonstitution Lumen gentium als deren Bestandteil hinzufügen ließ. Dort heißt es nämlich:
„Es ist gefragt worden, welcher theologische Verbindlichkeitsgrad der Lehre zukommt, die im Schema über die Kirche ausgeführt und der Abstimmung unterbreitet wird. Die Theologische Kommission hat auf diese Frage bei der Prüfung der Änderungsvorschläge zum dritten Kapitel des Schemas über die Kirche so geantwortet: ‘Ein Text des Konzils ist selbstverständlich immer nach den allgemeinen, allseits bekannten Regeln auszulegen.’ … ‘Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens und der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert das Konzil nur das als für die Kirche verbindliche Glaubens- und Sittenlehre, was es selbst deutlich als solche erklärt’.“
Der letzte Satz bezieht sich nicht nur auf Lumen gentium, sondern auf alle Konzilsdokumente und in keinem derselben findet sich eine derartige Erklä-rung. Demnach hat das Konzil von sich aus an keiner Stelle eine absolut verbindliche Glaubens- und Sittenlehre definiert.
Redaktion benachrichtigen Die Bruderschaft hofft trotzdem auf eine schnelle Lösung
#39   Rückkehr-Ökumene   10:20:43 | Dienstag, 14. Februar 2012
Die Aussagen von HH Pater Franz Schmidberger sind sehr überlegt. Benedikt XVI. ist leider theologisch eine schillernde Gestalt. Vielleicht wird er in die Kirchengeschichte eingehen als der Papst, der keinen Schrecken davor hatte, sich zu widersprechen.
Er spielte eine entscheidende Rolle beim Zustandekommen des „subsistit“, mit dem das Konzil den Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche preisgab und das auch als Grundlage des Ökumenismus eine verheerende Wirkung hatte. Vgl. dazu www.subsistit.de.
Bei ihm steht Positives und Negatives einfach nebeneinander. Er scheint mir in seiner Ambivalenz für die Widerstandsbewegung gegen die Glaubenszerstörung weit gefährlicher zu sein, als sein eindeutig modernistischer Vorgänger.
Redaktion benachrichtigen Warum wurden die zweideutigen Texte von den Konzilsvätern akzeptiert?
#153   Rückkehr-Ökumene   19:49:22 | Samstag, 11. Februar 2012
Die Aussage: „Viele [Konzilsväter] wunderten sich darüber daß ihr Standpunkt nach vier Jahren ein anderer war und ihr Horizont sich erweitert hatte, daß sie vieles guthießen, was sie vor dem Konzil für unannehmbar oder gewagt gehalten hätten.“ stammt von Paul VI… Guitton zitiert sie nur.
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#164   Rückkehr-Ökumene   19:15:41 | Donnerstag, 9. Februar 2012
157 piophil: Noch eine Ergänzung: Die Eigenschaft der Kirchlichkeit wird einem Element der katholischen Kirche von der Kirche erteilt. Es ist ein Element der Kirche, weil es mit allen anderen Elementen der katholischen Kirche verbunden ist. Nur im Verbundensein mit der katholischen Kirche ist es ein kirchliches Element.
Tritt es außerhalb der katholischen Kirche auf, dann geht dieses Verbundensein verloren, das es zu einem kirchlichen Element macht.
Sein Inhalt gehört freilich auch in der anderen christlichen Religion der katholischen Kirche, so wie ein gestohlener Gegenstand immer das Eigentum des Bestohlenen bleibt, auch wenn er im Besitz eines Diebes ist.
Hinter der Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils steckt der Irrtum, das die Eigenschaft der Kirchlichkeit dem Element selbst anhaftet, so dass es sie nicht verliert, wenn es in einer anderen christlichen Gemeinschaft auftritt.
Aber die Eigenschaft der Kirchlichkeit ist keine Eigenschaft, die dem Inhalt des Elementes anhaftet, sie „klebt“ nicht am Element, so dass sie übertragen werden könnte, wenn das Element aus der katholischen Kirche herausgenommen wird.
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#157   Rückkehr-Ökumene   18:43:51 | Donnerstag, 9. Februar 2012
156 piophil: In Wirklichkeit sind es aber gar keine Gemeinsamkeiten, weil jenen Elementen, die auch in den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, dort die wesentliche Eigenschaft der K i r c h l i c h k e i t fehlt.
Mit anderen Worten: Im Sinne des vom Pastoralkonzil geprägten Roms kommt das angebliche „unvollkommene Kirchesein“ der anderen christlichen Gemeinschaften dadurch zustande, dass sie zwar kirchliche Elemente besitzen, aber nicht alle, im Gegensatz zur katholischen Kirche.
In diesen Elementen erblickt das moderne Rom Gemeinsamkeiten mit diesen Gemeinschaften, welche die Basis des pastoralkonziliaren Ökumenismus sind.
Wenn diese Elemente aber keine Gemeinsamkeiten sind, was ich zu zeigen versuchte, dann besitzen die anderen christlichen Gemeinschaften nicht die Eigenschaft „unvollkommener Kirchlichkeit“, sondern sie besitzen überhaupt nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit. Deshalb besteht auch keine „unvollkommene Gemeinschaft“ zwischen der katholischen Kirche und den anderen christlichen Gemeinschaften, sondern es besteht überhaupt keine Gemeinschaft mit ihnen, was die traditionelle Communio-Ekklesiologie auch klipp und klar lehrte, im Widerspruch zur pastoralkonziliaren Communio-Ekklesiologie.
Diese Einsicht entzieht dem Ökumenismus pastoralkonziliarer Prägung den Boden, und er fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
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#154   Rückkehr-Ökumene   18:31:42 | Donnerstag, 9. Februar 2012
153 piophil: Keine Sorge, alles ist kostenlos:
Wenn z. B. ein Mathematikprofessor in sein Lehrbuch einen Lehrsatz von Gauß aufnimmt, dann gewinnt er durch diese Aufnahme keine „Elemente des Gauß-Seins“, keine „Teilhabe am Sein von Gauß“. Er gewinnt auch keinen „wirklich gauß’schen Charakter“, keine „wirklich gauß’sche Dimension“, und die „Gegenwart des Gauß-Seins“ ist bei diesem Mathematikprofessor nicht gegeben.
Gauß bleibt der einzige Eigentümer jener Lehrsätze und den Personen, die sie übernehmen, können sie nicht zugerechnet werden.
Hinzu kommt noch, dass es sich bei der Übernahme der Lehrsätze von C. F. Gauß in andere Werke um einen legitimen Vorgang handelt, wogegen die Übernahme von Inhalten der katholischen Kirche in andere christlichen Gemeinschaften ein illegitimer Vorgang ist, der mit der Sünde der Abspaltung von der Kirche Gottes beginnt.
Ebenso wenig haben die anderen christlichen Gemeinschaften „Elemente des Kircheseins“, sie haben eben keine „Teilhabe am Sein der Kirche“, sie haben keinen „kirchlichen Charakter“ und die „Gegenwart des Kircheseins“ ist bei ihnen nicht gegeben.
Im Widerspruch dazu spricht aber Kardinal Ratzinger, ganz im Sinne des Konzils, die in Anführungszeichen gesetzten Eigenschaften den anderen Gemeinschaften ausdrücklich zu, und die angeblichen Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Elemente bilden die Grundlage für den ganzen Ökumenismus.
(Es folgt noch ein letzter Beitrag von mir dazu, wenn Sie nicht die Geduld verlieren)
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#152   Rückkehr-Ökumene   18:15:21 | Donnerstag, 9. Februar 2012
149 piophiL Man kann die Problematik auch an folgendem Beispiel aus dem Alltag erläutern, das in letzter Zeit auf politischem Gebiet für großen Wirbel sorgte:
Wenn ein Student in seiner Dissertation ein Element des geistigen Eigentums einer anderen Person widerrechtlich als sein Eigentum ausgibt, dann gewinnt er dadurch nicht Anteil an deren Urheberschaft. Der Student besitzt zwar ein geistiges Produkt des Urhebers, aber kein Element von dessen Urheberschaft. Die Urheberschaft ist weder ganz noch in Teilen übertragbar, weil sie an den Urheber gebunden und unteilbar ist. Ebensowenig ist die Kirchlichkeit ganz oder in Teilen übertragbar, weil sie an die Kirche gebunden ist.
Deshalb ist ein kirchliches Element, das seinem Inhalt nach in einer anderen christlichen Gemeinschaft vorkommt, in dieser eben kein kirchliches Element.
Ich möchte Ihnen noch ein weiteres Beispiel geben, um zu verdeutlichen, dass die Eigenschaft der Kirchlichkeit eines kirchlichen Elements verloren geht, wenn es in einer anderen christlichen Gemeinschaft auftritt.
Carl Friedrich Gauß (1777-1855) gilt weithin als der bedeutendste deutsche Mathematiker. Er hat auf mehreren Gebieten, neben der Mathematik auch in Physik und Astronomie, die Wissenschaft in einzigartiger Weise bereichert. Nach ihm haben unzählige Wissenschaftler Lehrsätze von Gauß in ihre Lehrbücher aufgenommen…
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#142   Rückkehr-Ökumene   17:50:11 | Donnerstag, 9. Februar 2012
142 philo: Fazit: Kirchliche Elemente haben nur im Zusammenhang mit der katholischen Kirche die Eigenschaft kirchliche Elemente zu sein.
Tritt der Inhalt eines kirchlichen Elements außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche auf, wie z. B. bei der Taufe, wenn sie in einer anderen christlichen Gemeinschaft gültig gespendet wird, dann ist sie in dieser Gemeinschaft kein kirchliches Element, weil ein Verbundensein dieses Inhalts mit der katholischen Kirche infolge der Trennung dieser Gemeinschaft von ihr, nicht existiert.
Ich könnte auch folgendermaßen argumentieren: Die katholische Kirche ist die Braut Christi. Das Brautsein hat keine Teile und deshalb können auch keine Teile des Brautseins außerhalb von ihr angetroffen werden.
Wenn eine Braut ein Collier anlegt, dann ist dieses Collier Brautschmuck. Ihr Brautsein erteilt dem Collier diese Eigenschaft.
Wenn ein anderes Mädchen, das keine Braut ist, das Collier an sich nimmt, dann verliert es die Eigenschaft Brautschmuck zu sein. Es vermag also diesem Mädchen weder einen bräutlichen Charakter noch eine Teilhabe am Brautsein zu geben.
Analog besitzen die anderen christlichen Religionen keinen kirchlichen Charakter und eine Teilhabe am Sein der Braut Christi, der katholischen Kirche, ist bei ihnen nicht gegeben, entgegen der Behauptung des vom Pastoralkonzil geprägten Roms und insbesondere von Kardinal Ratzinger.
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#136   Rückkehr-Ökumene   17:32:04 | Donnerstag, 9. Februar 2012
Der Fehler der Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils besteht nun darin, dass es bei einem kirchlichen Element nur dessen Inhalt berücksichtigt, nicht aber dessen Verbundensein mit den anderen Elementen der katholischen Kirche, wodurch es aber überhaupt erst zu einem k i r c h l i c h e n Element wird!
Fällt dieses Verbundensein weg, und es fällt weg, wenn es eine andere christliche Gemeinschaft an sich nimmt, dann verliert das Element die Eigenschaft der Kirchlichkeit und zurück bleibt nur der Inhalt desselben.
Für den sakramentalen Bereich der Kirche möchte ich Ihnen das am Beispiel der Taufe verdeutlichen. Die Taufe als kirchliches Element ist, wegen der ersten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements, mit allen anderen Sakramenten verbunden sowie mit allen Glaubenswahrheiten und allen Aspekten der Hierarchie der katholischen Kirche.
Wegen der zweiten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements ist sie mit ausschließlich wahren Aussagen über den Glauben verbunden und wegen der dritten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements gehört die Taufe zum Eigentum der katholischen Kirche.
Das gleiche gilt für jede Glaubenswahrheit der katholischen Kirche sowie für alle Aspekte ihrer Hierarchie.
Fazit: Kirchliche Elemente haben nur im Zusammenhang mit der katholischen Kirche die Eigenschaft kirchliche Elemente zu sein. Tritt der Inhalt eines kirchlichen Elements außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche auf, …
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#131   Rückkehr-Ökumene   17:13:24 | Donnerstag, 9. Februar 2012
129: piophil: So gelangt man z. B. zum Sakrament der Taufe als eines kirchlichen Elements, wenn man vom Ganzen der katholischen Kirche ausgeht und die Betrachtung auf jenen Aspekt ihrer Sakramentenlehre einschränkt.
Aus dem Gesagten ergeben sich drei charakteristische Eigenschaften eines kirchlichen Elements, die für die Beurteilung der Elemente-Ekklesiologie von ausschlaggebender Bedeutung sind.
1) Jedes kirchliche Element ist mit allen anderen kirchlichen Elementen der katholischen Kirche verbunden, also ist es verbunden mit allen sakramentalen kirchlichen Elementen, mit allen kirchlichen Glaubenselementen und mit allen kirchlichen Elementen der Hierarchie der katholischen Kirche.
2) Jedes kirchliche Element ist verbunden mit ausschließlich wahren Aussagen über den Glauben.
3) Jedes kirchliche Element gehört nicht nur zum Besitz der katholischen Kirche, sondern es ist auch ihr Eigentum. Denn Christus hat Seine Kirche gestiftet und sie mit allen Gütern beschenkt.
An diesen Eigenschaften erkennt man, dass ein kirchliches Element nicht nur durch seinen Inhalt bestimmt ist, sondern auch durch sein Verbundensein mit allen anderen kirchlichen Elementen, eben mit dem Ganzen der katholischen Kirche, und dass es zum Eigentum der katholischen Kirche gehört. Dieses Verbundensein ist kein nebensächliches, sondern es ist ein wesentliches Merkmal eines kirchlichen Elements und darauf kommt hier entscheidend an.
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#128   Rückkehr-Ökumene   16:56:20 | Donnerstag, 9. Februar 2012
Vielen Dank für Ihr Interesse. Da ich mehrere Abschnitte dafür benötige, schlage ich vor, dass Sie, falls Sie keine Einwände haben, jeweils z. B. sagen: „bitte weiter“ Ich beginne nun:
Die anderen christlichen Gemeinschaften haben die, für sich betrachtet, wahren Elemente, die sie besitzen, von der katholischen Kirche genommen.
In der katholischen Kirche sind das kirchliche Elemente.
Das Konzil behauptet nun stillschweigend, dass die Eigenschaft der Kirchlichkeit diesen Elementen nicht verloren ging, als die anderen Gemeinschaften sie übernahmen.
Das ist aber falsch, denn einem Element der Kirche haftet die Eigenschaft der Kirchlichkeit nicht an, wenn es außerhalb der katholischen Kirche in einer anderen christlichen Gemeinschaft seinem Inhalt nach auftritt! Die Eigenschaft der Kirchlichkeit besitzt das betreffende Element nur im Zusammenhang mit der katholischen Kirche. Um den Fehler aufzudecken, muss man zunächst einmal definieren, was ein kirchliches Element überhaupt ist.
Definition: Ein kirchliches Element ist ein die Sakramente oder den Glauben oder die hierarchische Struktur betreffender Besitz der römisch-katholischen Kirche, den ihr Christus zu treuer Verwaltung anvertraut hat.
Die in dieser Definition genannten Besitztümer werden durch den jeweils ausgewählten Gesichtspunkt beschrieben, unter dem man das Ganze der katholischen Kirche betrachten kann.
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#120   Rückkehr-Ökumene   16:22:52 | Donnerstag, 9. Februar 2012
„Die Kirche besitzt die „Fülle der Gnade und Wahrheit“. Doch in der Konzilskirche geht es natürlich auch ohne Fülle.“ Deshalb wird im Ökumenismusdekret behauptet: „ „Der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie [die „getrennten Kirchen und Gemeinschaften“] als Mittel des Heiles zu gebrauchen, …“
Der gedankliche Fehler liegt in der Elemente-Ekklesiologie des Konzil. Im Ökumenismusdekret wird behauptet, dass die katholische Kirche aus Elementen erbaut wird und das heißt, dass sie aus Teilen besteht, und es wird behauptet, dass diese Teile z. T. auch bei den anderen christlichen Gemeinschaften vorkommen.
Das sind die angeblichen Gemeinsamkeiten, von denen Johannes Paul II. sagt, dass sie das Wesen des Ökumenismus ausmachen.
„Fülle“ wird im Sinne des Konzils verstanden, als der vollzählige Besitz der kirchlichen Elemente, was auch die nachkonziliaren römischen Verlautbarungen dazu bestätigen.
Wenn es aber falsch ist, dass die anderen christlichen Gemeinschaften, entgegen dem Anschein, k i r c h l i c h e Elemente besitzen, dann fällt der ganze Ökumenismus des Konzils und der nachkonziliaren Ära in sich zusammen.
Dann haben sie nämlich keinen „kirchlichen Charakter“ und sie besitzen keine „Teilhabe am Sein der Kirche Christi“, was Kardinal Ratzinger behauptet.
Also lohnt es sich doch, der Frage nachzugehen, ob die anderen christlichen Gemeinschaften kirchliche Elemente besitzen. Ich denke beweisen zu können, dass das nicht der Fall ist. Bei Interesse könnte ich das ausführen.
Redaktion benachrichtigen Es gibt sie schon – die neue dogmatische Präambel
#137   Rückkehr-Ökumene   09:18:08 | Mittwoch, 8. Februar 2012
Die Vorhaltungen, die Frau Jeannerat den Ortbischöfen macht, sind zutreffend. Aber leider verdecken sie die Ursache des Übels. Das Grundübel ist das vom Pastoralkonzil geprägte Rom.
Die zusätzlichen Übel auf Ortsbischofsebene und Theologenebene hätte es so gar nicht geben können, wenn Rom nicht die katastrophale pastoralkonziliare Fehlentwicklung eingeleitet hätte.
Das Versagen der Ortsbischöfe und der Theologen sind schlechte Früchte am Baum des Pastoralkonzils. Dieser muss umgehauen werden und dann sind diese schlechten Früchte, jedenfalls im Prinzip, auch beseitigt.
Glaubenstreue Katholiken sollten sich übrigens nicht von der Mahnung von Benedikt XVI. ins Bockshorn schlagen lassen, man dürfte die Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren.
Das ist ein beliebter Vorwurf, den schon Paul VI. gegen die Priesterbruderschaft erhoben hat und der in öffentlichen Diskussionen oft erhoben wird, vielleicht auch schon bald wieder von Rom.
Hier sollte man sogleich zum Gegenangriff übergehen und z. B. sagen:
Natürlich ist der Katholik immer an weiterer Entfaltung des Glaubenswissens interessiert, und diese Entfaltung hat in allen christlichen Jahrhunderten stattgefunden.
Was aber in der Ära des Pastoralkonzils stattfand, das ist keine Fortentwicklung, sondern das ist eine verhängnisvolle Fehlentwicklung.
Mit Pfarrer Milch werfen wir dem modernen Rom vor:
Infolge dieser Fehlentwicklung sind wir in den letzten 50 Jahren um den wahren Fortschritt in der Kirche von Rom betrogen worden.
Redaktion benachrichtigen Es gibt sie schon – die neue dogmatische Präambel
#51   Rückkehr-Ökumene   20:31:31 | Dienstag, 7. Februar 2012
Die Vorhaltungen, die Frau Jeannerat den Ortbischöfen macht, sind gut und richtig. Aber leider verdecken sie die Ursache des Übels. Das Grundübel ist das vom Pastoralkonzil geprägte Rom.
Die zusätzlichen Übel auf Ortsbischofsebene und Theologenebene hätte es so gar nicht geben können, wenn Rom nicht die katastrophale pastoralkonziliare Fehlentwicklung eingeleitet hätte.
Das Versagen der Ortsbischöfe und der Theologen sind schlechte Früchte am Baum des Pastoralkonzils. Dieser muss umgehauen werden und dann sind diese schlechten Früchte, jedenfalls im Prinzip, auch beseitigt.
Glaubenstreue Katholiken sollten sich übrigens nicht von der Mahnung von Benedikt XVI. ins Bockshorn schlagen lassen, man dürfte die Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren.
Das ist ein beliebter Vorwurf, den schon Paul VI. gegen die Priesterbruderschaft erhoben hat und der in öffentlichen Diskussionen oft erhoben wird, vielleicht auch schon bald wieder von Rom.
Hier sollte man sogleich zum Gegenangriff übergehen und z. B. sagen:
Natürlich ist der Katholik immer an weiterer Entfaltung des Glaubenswissens interessiert, und diese Entfaltung hat in allen christlichen Jahrhunderten stattgefunden.
Was aber in der Ära des Pastoralkonzils stattfand, das ist keine Fortentwicklung, sondern das ist eine verhängnisvolle Fehlentwicklung.
Mit Pfarrer Milch werfen wir dem modernen Rom vor:
Infolge dieser Fehlentwicklung sind wir in den letzten 50 Jahren um den wahren Fortschritt in der Kirche von Rom betrogen worden.
Redaktion benachrichtigen Welcher Ausgang der Verhandlungen?
#128   Rückkehr-Ökumene   21:58:08 | Montag, 6. Februar 2012
Warum klammert sich Benedikt XVI. daran, dass es eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse gibt, die sich in Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre befindet?
Weil er weiß und das auch ausdrücklich gesagt hat, dass Lehren, die im Widerspruch zur traditionellen Lehre stehen, nicht anerkannt werden dürfen. Um das Konzil retten zu können, behauptet er die Existenz einer traditionskonformen Interpretation der Konzilsbeschlüsse.
Aber die Behauptung einer solchen Existenz ist falsch.
Würde er diesen Irrtum einsehen und eingestehen, dann müsste er, seiner Aussage zufolge, dass nichts Traditionswidriges gelehrt werden dürfe, die infrage stehenden Konzilsbeschlüsse für ungültig erklären.
An diesen hängt aber die gesamte geistige Umorientierung, die das Konzil auf den Weg gebracht hat.
Der Papst müsste also diese geistige Umorientierung als einen verhängnisvollen Irrtum verurteilen und damit auch seine Beteiligung an diesem Unternehmen.
Dazu ist er aber keineswegs bereit, sondern er handelt nach dem Motto, dass nicht ist, was nicht sein darf, d.h.,
weil die Konzilsbeschlüsse nicht gegen die Tradition gerichtet sein dürfen, deshalb sind sie es auch nicht.
Der Papst ist davon überzeugt, dass er selbst eine Interpretation des Konzils in Kontinuität mit der Tradition liefert. Aber das ist nicht der Fall, was man z. B. an seinen Ausführungen zur „subsistit-in-Lehre“ von Lumen gentium erkennen kann.
Vgl. dazu www.subsistit.de und www.zweites-vatikanisches-Konzil-hoerspiel.de
Redaktion benachrichtigen Welcher Ausgang der Verhandlungen?
#47   Rückkehr-Ökumene   21:31:23 | Sonntag, 5. Februar 2012
alfredprivat: Nach katholischer Lehre besitzt ein dogmatisches Konzil den Beistand des Heiligen Geistes. Das Zweite Vatikanische Konzil ist aber kein dogmatisches Konzil, sondern n u r ein Pastoralkonzil.
Dass ein Pastoralkonzil den Beistand des Heiligen Geistes besitzt, ist aber nicht katholische Lehre.
Und wenn man die Texte des Pastoralkonzils analysiert, dann erkennt man, dass es diesen Beistand tatsächlich nicht hatte. Denn der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit, und deshalb kann er keiner Versammlung beigestanden haben, die sich mit gewissen Lehren gegen die Wahrheit gerichtet hat.
Redaktion benachrichtigen Welcher Ausgang der Verhandlungen?
#43   Rückkehr-Ökumene   21:19:52 | Sonntag, 5. Februar 2012
Warum klammert sich Benedikt XVI. daran, dass es eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse gibt, die sich in Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre befindet?
Weil er weiß und das auch ausdrücklich gesagt hat, dass Lehren, die im Widerspruch zur traditionellen Lehre stehen, nicht anerkannt werden dürfen. Um das Konzil retten zu können, behauptet er die Existenz einer traditionskonformen Interpretation der Konzilsbeschlüsse.
Aber die Behauptung einer solchen Existenz ist falsch.
Würde er diesen Irrtum einsehen und eingestehen, dann müsste er, seiner Aussage zufolge, dass nichts Traditionswidriges gelehrt werden dürfe, die infrage stehenden Konzilsbeschlüsse für ungültig erklären.
An diesen hängt aber die gesamte geistige Umorientierung, die das Konzil auf den Weg gebracht hat.
Der Papst müsste also diese geistige Umorientierung als einen verhängnisvollen Irrtum verurteilen und damit auch seine Beteiligung an diesem Unternehmen.
Dazu ist er aber keineswegs bereit, sondern er handelt nach dem Motto, dass nicht ist, was nicht sein darf, d.h., weil die Konzilsbeschlüsse nicht gegen die Tradition gerichtet sein dürfen, deshalb sind sie es auch nicht.
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#31   Rückkehr-Ökumene   20:28:39 | Sonntag, 5. Februar 2012
Die Behauptung von Frau Jeannerat, dass eine Einigung bevorstehe, ist offenbar falsch.
Am Freitag brachte kreuz.net unter der Überschrift: „Die Wahrheit ist nicht abhängig von der Zeit“,einen Bericht über eine Predigt von Bischof Fellay, die er im St. Thomas v. Aquin Seminar in Winona gehalten hat. Der Bericht zitiert die von Bischof Fellay an Rom gerichtete Aussage:
„Wenn Ihr uns akzeptiert, wie wir sind, ohne Veränderungen, ohne uns zu verpflichten, diese Dinge [Ökumenismus und Religionsfreiheit] zu akzeptieren, dann sind wir bereit.“
Und in dem Bericht über dieselbe Predigt, der sich auf der Homepage der Priesterbruderschaft befindet, sagt Bischof Fellay:
„Deswegen waren wir genötigt, nein zu sagen. Wir werden das nicht unterschreiben.“
Was ist denn der Knackpunkt in Bezug auf das Konzil.
Rom sagt: Man kann die strittigen Punkte so interpretieren, dass sie in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehen.
Die Bruderschaft sagt: Nein, eine solche Interpretation gibt es nicht und kann es auch gar nicht geben, weil der Konzilstext nachweisbare Widersprüche zur überlieferten Lehre enthält.
Diese Widersprüche lassen sich durch keine Interpretation aus der Welt schaffen!
Rom verlangt also von der Bruderschaft einem Abkommen zuzustimmen, das eine folgenschwere Unwahrheit zur Grundlage hat.
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#120   Rückkehr-Ökumene   16:17:52 | Samstag, 4. Februar 2012
monens: Ich bin völlig einverstanden: Alles, was gut bei Benedikt XVI. ist, soll anerkannt und gewürdigt werden.
Aber es gibt fatalerweise bei ihm daneben, in mehr als einer Hinsicht, und zwar auch in seiner Eigenschaft als Präfekt der Glaubenskongregation und als Papst, Lehren, die der Tradition der Kirche widersprechen. –
Leider bestehen bei vielen glaubenstreuen Katholiken die Kenntnisse über das Pastoralkonzil und über die nachkonziliare Ära aus mehr oder weniger zusammenhanglosen Bruchstücken.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de verweisen.
Hier wird in Dialogform das Übel des Konzils aus einem Prinzip entwickelt, nämlich aus dem vom Konzil veränderten Selbstverständnis der Kirche.
Darüber hinaus werden nachkonziliare römische Dokumente daraufhin geprüft, ob sie die der Tradition widersprechenden Lehren fortgesetz oder gar noch verschlimmert haben.
Auf diese Weise werden Zusammenhänge sichtbar, die sich wohl jeder zu erkennen wünscht, der sich mit jener Zusammenhanglosigkeit nicht zufrieden geben will.
Ein Priester, der schon Jahrzehnte der Tradition treu ist, äußerte dazu:
Erst durch dieses Hörspiel ist mir die Negativität des Konzils so richtig bewusst geworden.
Darin wird übrigens auch deutlich, welche Rolle Kardinal Ratzinger in dieser Tragödie spielt.
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#89   Rückkehr-Ökumene   12:01:10 | Samstag, 4. Februar 2012
monens: Ich schätze Ihre Beiträge. Nur in der Beurteilung von Benedikt XVI. stimme ich nicht mit Ihnen überein.
„Vor Kurzem hat der Heilige Vater den hl. Papst Pius X. gewürdigt, indem er betonte, dass dieser sich im Namen eines Glaubens, der sich der Tradition verpflichtet wisse, gegen modernistische Tendenzen gewandt habe.“
Das stimmt, aber der Heilige Vater ist selbst in den Modernismus verstrickt, allein wegen der Tatsache, dass durch ihn das verhängnisvolle „subsistit“ in Lumen gentium Eingang gefunden hat, das er nach wie vor verteidigt.
Wie verheerend seine Theologie gewirkt hat zeigt sich z. B. an seiner Abhandlung: „Das Problem der Dogmengeschichte“. Sie stammt zwar aus dem Jahre 1966/67, aber bekanntnlich gibt er als Papst seine Gesammelten Schriften heraus und dazu gehört diese Publikation.
Mit ihr hat er dem heute schlimmsten Feind der katholischen Kirche, der Pluralistischen Religionstheologie (PRT), die in den achtziger Jahren von John Hick entwickelt wurde, direkt in die Hände gearbeitet, und zwar vor allem
dadurch, dass er das Dogma in zwei Teile zerlegte, einen unveränderlichen Kern und eine angeblich zeitlich veränderbare Hülle, was die PRT aufgegriffen hat.
Später stellte er fest, dass „katholische“ Theologen über Umformulierungen den Inhalt von Dogmen änderten. Doch er selbst hat es getan, z. B. in Bezug auf das Assumpta-Dogma. Vgl. seine Abhandl. „Die Tochter Zion“; hier leugnet er, dass die Aufnahme Mariens in den Himmel eine historische Tatsache ist!!…
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#79   Rückkehr-Ökumene   06:34:40 | Samstag, 4. Februar 2012
Das Angebot des vom Pastoralkonzil geprägten Roms kann man kurz so kennzeichnen:
Rom bietet der Priesterbruderschaft St. Pius X. einen komfortablen Status an unter der Vorraussetzung, dass sie eine Unwahrheit schriftlich anerkennt.
Die Unwahrheit besteht darin, dass es eine Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre gibt.
Eine solche Interpretation gibt es nicht, weil gewisse Konzilsbeschlüsse der traditionellen Lehre widersprechen.
Diese Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche lassen sich durch keine Interpretation aus der Welt schaffen.
Da gibt es keinen Interpretationsspielraum, dessen Existenz der Papst irrigerweise behauptet.
Die angeblich existierende Interpretation der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre der Kirche ist also ein Phantom, das Benedikt XVI. irrigerweise als real existierend behauptet, und er verlangt von der Priesterbruderschaft, dass sie diese Unwahrheit unterschreibt.
Dabei weiß Benedikt XVI., dass für die Bruderschaft die Behauptung der Existenz einer solchen Interpretation eine Unwahrheit ist, und fordert trotzdem von ihr, sie zu unterschreiben.
Kurz: Der Papst fordert von der Priesterbruderschaft die schriftliche Anerkennung einer Unwahrheit, als Voraussetzung dafür, dass sie einen komfortablen Status erhält.
Damit wäre, objektiv gesehen, die Verunehrung der Wahrheit die Grundlage eines Abkommens des modernen Roms mit der Priesterbruderschaft, was Gott verhüten möge.
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#70   Rückkehr-Ökumene   23:44:15 | Freitag, 3. Februar 2012
„Die Bruderschaft müsse akzeptieren, daß die zweideutigen Punkte im Zweiten Vatikanum – wie Ökumenismus oder Religionsfreiheit – in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre zu verstehen seien.“
Das ist eine andere Formulierung der Behauptung von Benedikt XVI., dass es eine Hermeneutik der Konzilsbeschlüsse in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre gäbe. Aber genau eine solche Interpretation gibt es nicht, weil es sie aus logischen Gründen nicht geben kann.
Der Widerspruch gewisser Konzuilsbeschlüsse zur überlieferten Lehre der Kirche lässt sich nämlich durch keine Interpretation aus der Welt schaffen. Die angeblich existierende Möglichkeit, die Konzilsbeschlüsse in Kontinuität mit der traditionellen Lehre zu interpretieren, ist eine Luftblase, die zerplatzt, wenn man zur Konkretion übergeht.
Redaktion benachrichtigen „Die Wahrheit ist nicht abhängig von der Zeit“
#43   Rückkehr-Ökumene   20:50:52 | Freitag, 3. Februar 2012
Was geschieht, wenn Benedikt XVI. damit zufrieden ist, wenn die Bruderschaft nur einen Teil der Präambel unterschreibt? „(gestriger Artikel)
Das moderne Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Einigung das Konzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass dieses Rom nach wie vor diese Forderung durchsetzen will.
Wenn Rom nun akzeptieren sollte, dass die Bruderschaft die Präambel nur in Teilen unterschreibt, dann handelt es sich offenbar um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung jenes Teiles der Präambel, der noch nicht anerkannt ist, dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom dann viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der auch den anderen Teil der Präambel akzeptiert. Als Feigenblatt wird vielleicht hinzugesetzt „im Lichte der Tradition“, was aber gar nicht möglich ist, weil es sich um nicht interpretierbare Irrtümer handelt.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, weil dadurch die Wahrheit verunehrt wird und die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind die entscheidenden Tage
#170   Rückkehr-Ökumene   13:27:06 | Freitag, 3. Februar 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschaft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Einigung das Konzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor auf diese
Forderung durchsetzen will.
Wenn es jetzt akzeptieren sollte, dass die Bruderschaft die Präambel nur in Teilen unterschreibt, dann handelt es sich um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung jenes Teiles der Präambel, der noch nicht anerkannt ist, dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der auch den anderen Teil der Präambel nicht ablehnt.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Man darf nämlich nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, wodurch die Wahrheitsposition als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Kampfeinsatz für die Wahrheit. Das Angebot scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
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#109   Rückkehr-Ökumene   23:43:51 | Donnerstag, 2. Februar 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschaft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Einigung das Pastoralkonzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor auf dieser Forderung besteht.
Wenn es jetzt akzeptieren sollte, dass die Bruderschaft die Präambel nur in Teilen unterschreibt, dann handelt es sich um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung jenes Teiles der Präambel, der noch nicht anerkannt ist, dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat, dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der auch den anderen Teil der Präambel nicht ablehnt.
Jedes Abkommen, das mit Rom vor dessen Bekehrung zu seiner Tradition abgeschlossen wird, ist falsch.
Man darf nicht akzeptieren, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen. Das Angebot scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll.
Wird die Bruderschaft der Versuchung erliegen, sich in den Modernismus einbinden zu lassen? Beten wir für ihre Standhaftigkeit!
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#74   Rückkehr-Ökumene   21:09:06 | Donnerstag, 2. Februar 2012
Wenn es zu einer Einigung kommt, dann begibt sich die Bruderschahft in die Abhängigkeit des modernen Roms.
Rom hat in der Vergangenheit keinenZweifel daran gelassen, dass die Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Einigung das Pastoralkonzil uneingeschränkt anerkennen muss.
Man kann davon ausgehen, dass Rom immer noch auf dieser Forderung besteht.
Wenn es jetzt darauf verzichten sollte, dass die Bruderschaft die Präambel nur in Teilen unterschreibt, dann handelt es sich offenbar um ein taktisches Manöver, in der Absicht, die Anerkennung jenes Teiles der Präambel, der noch nicht anerkannt ist, dann zu erreichen, wenn eine Unterstellung stattgefunden hat.
Wer wollte daran zweifeln, dass das moderne Rom viele Möglichkeiten hat dieses Ziel Schritt für Schritt zu erreichen, spätestens wenn in der Priesterbruderschaft eine Bischofswahl ansteht, was wohl bald der Fall sein wird.
Dann wird nämlich Rom voraussichtlich nur einem Kandidaten zustimmen, der auch den anderen Teil der Präambel nicht entschieden ablehnt.
Ich halte jedes Abkommen mit Rom für falsch, das vor der Bekehrung Roms zu seiner Tradition abgeschlossen wird.
Es darf nicht akzeptiert werden, dass Wahrheit und Irrtum nebeneinander bestehen, und so die wahre Position als eine nostalgische Variante des Katholischseins erscheint.
Das entwertet den Einsatz derer, die für die Wahrheit kämpfen und an Rom appellieren, zu seiner Tradition zurückzukehren.
Das Angebor scheint verlockend zu sein, es ist aber verhängnisvoll…
Redaktion benachrichtigen Welche Optionen hat die Priesterbruderschaft St. Pius X.?
#216   Rückkehr-Ökumene   21:36:55 | Montag, 30. Januar 2012
„Konsequent katholisch“ in 183: Selbstverständlich gibt es keine Mitte zwischen sich widersprechenden Positionen. Das wusste Pfarrer Milch ebenso wie Dr. Schüler und beide haben das entschieden herausgestellt. Es spricht von Unkenntnis, wenn Sie das bestreiten.
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#177   Rückkehr-Ökumene   20:30:39 | Montag, 30. Januar 2012
Ergänzung: Aber das bedeutet nach dem Willen von Pfarrer Milch kein Sich-Einrichten im Abseits, sondern wir rufen in seinem Sinne diesem Rom zu:
Wir waren, wir sind und wir bleiben dem Ewigen Rom in Treue verbunden, und wir erkennen die gegenwärtig amtierenden Hierarchen als gültige Amtsträger an. Da du dich, modernes Rom, aber auf dem Konzil durch zwielichtige Aussagen und solche, die der überlieferten Lehre direkt widersprechen, vom Ewigen Rom getrennt hast und du dich seither auf der schiefen Bahn, auf welche diese unselige Bischofsversammlung geraten war, fortbewegst, müssen wir, um der Treue zu unserer heiligen Kirche willen, zu dir auf Distanz gehen.
Als du auf dem Konzil die Fackel der Wahrheit sinken ließest, ergriffen wir sie, und wir halten sie dir seit dieser Zeit beständig vor Augen; wir appellieren an dich ohne Unterlass, sie wieder zu ergreifen, durch Rückkehr auf den Boden deiner Tradition. Und wir danken Gott für die Gnade, unserer heiligen Kirche diesen Treuedienst erweisen zu dürfen.
Bis zur Wende, jenem Zeitpunkt, an dem du diesem Ruf zur Bekehrung folgen wirst, bleiben wir auf Distanz zu dir, weil das Heilige nur abseits des Unheiligen heilig gehalten werden kann, und damit wir uns nicht mit dem Geist des Konzils beflecken müssen, wie Erzbischof Lefebvre sagte. Wahrheit und Irrtum dürfen niemals auf eine Stufe gestellt werden.
Wie stark Benedikt XVI. in den Modernismus verstrickt ist, kann man erfahren unter www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
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#175   Rückkehr-Ökumene   20:17:14 | Montag, 30. Januar 2012
Solange Rom nicht den vom Pastoralkonzil auf den Weg gebrachten Modernismus widerruft, ist nach Pfarrer Milch das Abseits die gottgewollte Position der Gläubigen. In diesem Sinne sagt er in einem spes-unica-Brief:
Das Abseits ist der einzig legitime Standort der kleinen Herde. Das Abseits ist die Position unseres demütigen Stolzes und unserer gottmenschlichen Souveränität. Vom Ghetto unseres Hochsitzes aus rufen wir der Welt – und die Vertreter der den offiziellen Raum der Kirche in ihrem Bann haltenden Besatzungsmacht samt ihren Mitläufern sind eben auch Welt! – das Wort des Herrn ins Angesicht: ‘Unsere Stunde ist noch nicht gekommen – eure Zeit ist immer da!’
Die sich der verwehenden Zeit verschworen haben, werden mit der Zeit verwehen und vergehen. Ihnen entgegen – eingerammt in die flüchtige Zeit mit ihrem belanglosen Wechsel – steht die Stunde Gottes, unsere Stunde, die das Jetzt der Ewigkeit als haltenden Haft in den hoffnungslosen Fluss zeitlicher Dauer hineinstellt. Und wir rufen dieser armselig-selbstsicheren Welt, die sich fest im Sattel wähnt, auch zu: ‘Wir sind nicht eingeschlossen. Ihr seid – kraft eures verkehrten Willens – ausgeschlossen!’
Im Abseits, auf hohem Berge, sind wir dort, wo der Herr ist, dem Vater zugewandt.“
Redaktion benachrichtigen Das Problem liegt – auch ohne Mißbräuche – im Ritus selbst
#130   Rückkehr-Ökumene   20:53:35 | Samstag, 28. Januar 2012
Ergänzung zu 128:
Am 13. Oktober 1967 hieß es in derselben Zeitung, die Liturgiereform sei „einen beträchtlichen Schritt im Sinn der Ökumene weitergekommen und habe sich den liturgischen Formen der lutheranischen Kirche angenähert [!].“
Durch die Promulgation der Neuen Messe deckte der Papst mit seiner Autorität die Behauptung, dass diese Messe den Vorgaben des Pastoralkonzils entspricht. Insofern besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen der Liturgiekonstitu-tion und der Neuen Messe.
vgl.www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de, CD 4, „Zum Verhältnis von Liturgiekonstitution und Liturgiereform“
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#128   Rückkehr-Ökumene   19:37:55 | Samstag, 28. Januar 2012
Professor Georg May:
„An der Tatsache, daß Konzilsväter der Liturgiekonstitution zugestimmt haben, die völlig gegensätzliche, ja unversöhnliche Auffassungen über die Gestalt einer veränderten Liturgie hatten, ist zu erkennen, daß die ange-nommenen Texte derart kautschukartig sind, daß aus ihnen beinahe alles herausgelesen werden kann. Was man den Konzilsvätern zum Vorwurf machen muss, ist die Zustimmung zu solch schwammigen Bestimmungen.“
Die Liturgiekonstitution steckte also für die Umsetzung ihrer Vorgaben einen weiten Rahmen ab, der sehr unterschiedliche Verwirklichungen zuließ. Papst Paul VI. entschloss sich, diesen Rahmen sozusagen im linken Teil des Spektrums der Umsetzungsmöglichkeiten zu realisieren.
Er setzte diesen Entschluss insbesondere dadurch in die Tat um, dass er in den Rat zur Durchführung der Liturgiekonstitution, den er am 3. Januar 1964 errichtet hatte, Personen berief, die dieser Absicht entsprachen. Das gilt vor allem für die Besetzung der Schlüsselposition des Sekretärs dieses Rates mit Erzbischof Anibale Bugnini. Dieser beschrieb die Absicht, die ihn und seine Mitarbeiter bei der Ausarbeitung der neuen Messordnung leitete, mit folgenden, entlarvenden Worten, die im Osservatore Romano vom 19. März 1965 veröffentlicht wurden: „ … jeden Stein aus dem Weg zu räumen, der auch nur den Schatten der Gefahr eines Hindernisses oder des Mißfallens für unsere getrennten Brüder bilden könnte.“
Redaktion benachrichtigen Neues Meßbuch: Nur nicht richtig übersetzen
#48   Rückkehr-Ökumene   20:41:45 | Mittwoch, 25. Januar 2012
Fortsetzung von 45:
Es geht bei den Wandlungsworten also nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen.
Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, dieser eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen.
Dabei trifft das nachkonziliare Rom die Hauptschuld, denn es hat die Falschübersetzung der betreffenden Bischofskonferenzen gebilligt.
Vgl. dazu auch das Hörspiel, das unter www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de vorgestellt wird.
Wird Benedikt XVI. die von ihm 2006 geforderte Korrektur des „für alle“ in „für viele“ durchsetzen?
Die deutsche Bischofskonferenz hat die Frechheit besessen, auf der Falschübersetzung zu bestehen. Jetzt ist es Sache des Papstes, auf der Korrektur zu bestehen!
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#45   Rückkehr-Ökumene   20:24:39 | Mittwoch, 25. Januar 2012
Der Catechismus Romanus, nach den Beschlüssen des Konzils von Trient verfasst, gibt das entscheidende Argument dafür an, dass das „für alle“ falsch ist, wenn er sagt:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!].“
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#221   Rückkehr-Ökumene   08:47:50 | Mittwoch, 25. Januar 2012
Frager: Gerne setze ich die Erörterung der Problematik kirchlicher Elemente mit Ihnen einmal fort und stimme Ihnen zu, dass hier nicht der geeignete Ort ist.
Was die Volk Gottes Beschreibung der Kirche durch das Pastoralkonzil betrifft, so hat es, was ich zeigen könnte, den traditionellen Volk Gottes Begriff uminterpretiert. Aber auch das könnten wir an anderer Stelle erörtern.
Übrigens stimme ich Ihnen auch darin zu, dass glaubenstreue Katholiken den Evangelikalen heute in vieler Hinsicht näher stehen, als den „katholischen Modernisten“.
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#171   Rückkehr-Ökumene   19:57:14 | Dienstag, 24. Januar 2012
Tomas: Sie haben Recht, diese Elemente sind nicht das Eigentum der anderen christlichen Religionen, sie haben diese widerrechtlich an sich genommen. Sie haben sie zwar im Besitz, sie sind aber nicht deren Eigentum.
Die Frage ist jedoch, ob bei dieser widerrechtlichen Übername die Eigenschaft der Kirchlichkeit dieser Elemente erhalten blieb.
Das wird überall stillschweigend unterstellt. Aber ist das denn wahr?
Gesetzt, die Eigenschaft der Kirchlichkeit ging verloren, als die anderen christlichen Gemeinschaften Elemente der katholischen Kirche an sich nahmen.
Dann wären sie in diesen Gemeinschaften keine „kirchlichen“ Elemente.
Sie könnten diesen also auch keinen „kirchlichen Charakter“ geben und sie würden, wegen dieser fehlenden Eigenschaft, auch keine Gemeinsamkeiten mit der katholischen Kirche darstellen. Aber auf dieser Vorstellung von Gemeinsamkeiten beruht der ganze Ökumenismus, wie Johannes Paul II. sagte.
Gelänge es zu zeigen, dass die Elemente der anderen christlichen Gemeinschaften nicht die Eigenschaft der Kirchlichkeit besitzen, dann wäre der pastoralkonziliare Ökumenismus an der Wurzel widerlegt.
Es lohnt sich also, über diese Problematik nachzudenken.
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#160   Rückkehr-Ökumene   19:35:42 | Dienstag, 24. Januar 2012
Frager: Ihr Eucharistie-Beispiel ist sehr bedenkenswert. Was den subsisit-in-Satz aus Lumen gentium betrifft, so besteht er aus zwei Teilen: Mit dem Vordersatz wird der Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche aufgegeben und mit dem Nachsatz wird den anderen christlichen Gemeinschaften zuerkannt, dass sie kirchliche Elemente besitzen.
Dies wird dann in nachkonziliaren römischen Verlautbarungen zum Anlass genommen, ihnen – wie Kardinal Ratzinger sagte – einen kirchlichen Charakter, eine kirchliche Dimension und eine Teilhabe am Sein der Kirche Christi zuzusprechen, was die Grundlage für den Ökumenismus bildet. Auch die vom Konzil als existient behauptete „unvollkommene Gemeinschaft“ derselben mit der katholischen Kirche beruht auf der Vorstellung, dass die anderen christlichen Gemeinschaften kirchliche Elemente besitzen.
Man sieht sofort: Wenn es nicht stimmt, dass die anderen christlichen Gemeinschaften kirchliche Elemente besitzen, dann ist der gesamte Ökumenismus des Konzils verfehlt.
Nun scheint es aber doch so zu sein, dass sie kirchliche Elemente besitzen, z. B. die Taufe. Aber darin steckt meiner Überzeugung nach ein Fehler.
Bei Interesse, würde ich gerne versuchen, diesen Fehler aufzudecken.
Da die Ausführungen aber etwas umfangreicher sind, wäre es zweckmäßig, wenn ich sie am Stück vortragen könnte, was ggf. durch ein „bitte weiter“ von Ihnen möglich wäre, weil ja immer eine andere Lesermeinung dazwischen sein muss.
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#110   Rückkehr-Ökumene   17:07:53 | Dienstag, 24. Januar 2012
Ein Beispiel für die Ambivalenz von Äußerungen des Papstes:
Benedikt XVI. läßt die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7. 2007 zwar sagen, dass die katholische Kirche „vollständig identisch“ sei mit der Kirche Christi, um aber dann in dem der Erklärung beigefügten Kommentar zu bemerken, dass es sich nicht um eine exklusive, sondern nur um eine substantielle Identität handelt!
Dies entspricht seiner Behauptung, dass „das Sein der Kirche Christi weit über die katholische Kirche hinausreicht“, bzw., dass zwischen beiden keine „Totaldeckung“ bestehe.
Der Heilige Vater erweckt also an der einen Stelle den Eindruck, als würde er am Exklusivitätsanspruch der katholischen Kirche festhalten und an der anderen Stelle gibt er ihn auf. Bereits als Dogmatikprofessor hatte er ihn aufgegeben, als er die subsistit-in-Lehre des Konzils für die Preisgabe lobte.
Der Zerfall des Erscheinungsbildes der Kirche rührt nicht daher, dass das Konzil missbraucht wurde, sondern daher, dass es sozusagen selbst der Missbrauch ist.
Vgl. www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de und www.subsistit.de
Redaktion benachrichtigen Altliberale Kardinäle entscheiden über die Piusbruderschaft + …
#108   Rückkehr-Ökumene   16:25:44 | Dienstag, 24. Januar 2012
Wenn der Heilige Vater behauptet, es gäbe in Bezug auf die Konzilstexte neben der Interpretation des Bruches auch eine Interpretation derselben, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehe, dann irrt er.
Tatsächlich enthalten nämlich die Konzilstexte Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
Man kann zwar von zwei Interpretationen der Konzilstexte sprechen, aber diese sind beide Interpretationen des Bruches. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die einen Interpretationen solche des offensichtlichen Bruches sind, welche die konsequenten Modernisten liefern, wogegen die anderen Interpretationen solche des verschleierten Bruches sind und solche liefert das vom Pastoralkonzil geprägte Rom. Vergleiche dazu
www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
monens: Ich schätze Ihre Beiträge, die Ausdruck Ihrer Glaubenstreue sind.
Aber in Bezug auf Benedikt XVI. scheinen Sie nur die eine Seite von ihm zu sehen. Unverbunden daneben findet man aber seine andere Seite, die auf der Linie der konsequenten Modernisten liegt.
In Abwandlung jener Passage aus dem „Faust“ könnte man sagen:
„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, …
Die eine hält, in derber Liebeslust, sich ans Konzil mit klammernden Organen;
Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen.“
Redaktion benachrichtigen Zweite Antwort des Pius-Generaloberen
#64   Rückkehr-Ökumene   20:28:38 | Dienstag, 17. Januar 2012
Der von mir verehrte Prof. Georg May sagt:
„Es ist eine offenkundige und unbestreitbare Tatsache:
Die Bischöfe sind die Hauptverantwortlichen für den unaufhörlichen dramatischen Niedergang der Kirche.“
Ich stimme Hw. May zu, setze aber hinzu: Und der Hauptverantwortliche unter den Hauptverantwortlichen ist der römische Bischof.
Wenn ich den Artikel richtig verstehe, dann hat Rom deshalb eine zweite Erklärung von der Priesterbruderschaft gefordert, weil die erste Erklärung kein Urteil bzw. kein ausdrückliches Urteil über die Präambel in Bezug auf ihre Annahme oder Ablehnung enthielt.
Nun scheint Bischof Fellay dieses Urteil in der Weise nachgeliefert zu haben, dass er für sich betrachtet richtige Sätze in der Präambel ausdrücklich anerkannt hat und in Bezug auf offenbar vorhandene zwielichtige Aussagen der Präambel eine Präzisierung von der Glaubenskongrecgation verlangt.
Das ist ein legitimes Verlangen, denn niemand kann ein sinnvolles Urteil über etwas abgeben, was unklar ist.
Redaktion benachrichtigen Er glaubt, daß die Umsetzung des Konzils noch drei Generationen braucht
#10   Rückkehr-Ökumene   20:00:51 | Dienstag, 17. Januar 2012
Grundlegend in Bezug auf die Konzilsdokumente ist nicht die Konstitution Gaudium et spes, die das Verhältnis von Kirche und Welt zum Gegenstand hat, sondern die Kirchenkonstitution Lumen gentium, was übrigens Johannes Paul II. zutreffend festgestellt hat.
Denn in Lumen gentium wird das Selbstverständnis der katholischen Kirche (durch die subsistit-in-Lehre) in grundlegendeer Weise verändert. Die Falschheit dieser Lehre besteht in erster Linie darin, dass sie einen Unterschied macht zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche.
Dadurch setzt sich das Pastoralkonzil in Widerspruch zur traditionellen Lehre der Kirche.
Auf der Grundlage der Veränderung des Selbstverständnisses der Kirche konnte das Pastoralkonzil dann die Verhältnisse der Kirche zu den anderen Religionen und zur Welt verändern. Hier waltet ein Grund-Folge-Verhältnis.
Zum Nachweis sei empfohlen:
www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de und www.subsistit.de
Redaktion benachrichtigen Die Gläubigen müssen in Bussen anreisen
#207   Rückkehr-Ökumene   21:15:29 | Samstag, 14. Januar 2012
Frager: Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Beiträge in dieser Sache. Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu und habe mich in dieser Sache auch in Ihrem Sinne zu Wort gemeldet. Einen gesegneten Sonntag!
Redaktion benachrichtigen Wie verbindlich ist das Konzil?
#126   Rückkehr-Ökumene   15:26:48 | Freitag, 13. Januar 2012
Sinah 123: Pfarrer Milch hat immer daran festgehalten, dass das Pastoralkonzil in formaler Hinsicht ein gültiges Konzil war. Er war allerdings der Überzeugung, dass es, wegen seiner Irrlehren, inhaltlich gesehen kein gültiges Konzil war.
Redaktion benachrichtigen Wie verbindlich ist das Konzil?
#119   Rückkehr-Ökumene   12:25:18 | Freitag, 13. Januar 2012
113: Wenn sich die Bischöfe der Welt entschließen, sich in Rom zu einem Kaffeekränzchen zu treffen, dann kann man nicht rechtens behaupten:
Aha, alle Bischöfe haben sich versammelt, also wollen sie in Glaubens-und Sittenfragen eine Entscheidung treffen, und folglich haben sie sich zu einem dogmatischen Konzil versammelt.
Zwar trafen sich beim Pastoralkonzil die Bischöfe nicht zu einem Kaffekränzchen, aber ebensowenig trafen sie sich, um eine Entscheidung in Glaubens-und Sittenfragen zu treffen, sondern sie trafen sich erklärtermaßen, um Probleme der Seelsorge zu besprechen.
Das Pastoralkonzil hatte sich damit von vornherein, wie der heutige Papst zutreffend bemerkte, einen niedrigeren Rang gegenüber einem dogmatischen Konzil gegeben.
Was immer es auch auf der niedrigeren Ebene sagte, es hat nicht den Rang einer unfehlbaren Lehre.
Zudem hat es, auf Anfrage von Konzilsvätern, die sich über die Verbindlichkeit der Konzilsaussagen nicht im Klaren waren, diese ausdrücklich darüber belehrt, dass nur solche Konzilslehren verbindliche Lehren seien, die das Konzil selbst als solche deklariere.
Und was hat es als verbindliche Lehre erklärt? Gar nichts!
Rahner bemerkte zwar, dass es gar nicht leicht sei zu sagen, was ein Pastoralkonzil sei. Aber man kann sagen, was es nicht ist, nämlich ein dogmatisches Konzil.
Mit etwas Ironie und in mathematischer Terminologie kann man sagen, dass das Pastoralkonzil im offenen Intervall zwischen Kaffekränzchen und dogmatischem Konzil anzusiedeln ist.
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#107   Rückkehr-Ökumene   23:44:31 | Donnerstag, 12. Januar 2012
Konsequent katholisch: Das Konzil hat kein Dogma verkündet, sondern sich selbst in einem niedrigeren Rang ausgedrückt, was der heutige Papst ausdrücklich feststellte.
Es ist also auch in jenem Augenblick nicht mit dem Anspruch der Unfehlbarkeit aufgetreten. Außerdem hätte es nach seiner eigenen Festlegung der ausdrücklichen Erklärung bedurft, dass eine unfehlbare Lehre vorliegt und das ist nicht der Fall.
Das Dogma vom unfehlbaren Lehramt (unter den bekannten Bedingungen) besteht nach wie vor, allerdings wurde der Anspruch auf Unfehlbarkeit im gesamten Pastoralkonzil nicht erhoben.
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#103   Rückkehr-Ökumene   22:59:42 | Donnerstag, 12. Januar 2012
91: „Abgesehen von der „Kleinigkeit“, dass die in „Dignitatis Humanae“ vertretene Irrlehre über ein angebliches allgemeines Recht auf Religionsfreiheit dort mit dem ach so bescheidenen Anspruch daher kommt, von allen Christen (!) gewissenhaft befolgt zu werden!!“
Das macht DH nicht zur verbindlichen Lehre, denn die Bedingung, sie als solche zu erklären, ist nicht erfüllt.
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#89   Rückkehr-Ökumene   21:45:02 | Donnerstag, 12. Januar 2012
81: Es gibt eine Erklärung des Generalsekretärs des Konzils P. Felici in der 123. Generalkongregation am 16.11.1964 worin es heißt: „Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens u. der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert das Konzil nur das als für die Kirche verbindliche Glaubens- u. Sittenlehre, was es selbst deutlich als solche erklärt.“
Sehr richtig und ein wichtiger Hinweis!
Und was hat das Konzil als für verbindliche Glaubens-und Sittenlehre erklärt und als solche erklärt? Nichts!!!
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#52   Rückkehr-Ökumene   18:15:41 | Donnerstag, 12. Januar 2012
Hier ein Beispiel für die beiden Arten der Interpretation der Konzilstexte, derjenigen, die den Bruch eingesteht, ja sogar feiert und derjenigen, die ihn verschleiert.
Kardinal Kasper schreibt im Lexikon für Theologie und Kirche zur subsistit-in-Lehre von Lumen gentium:
„Lange Zeit hat die römisch-katholische Kirche in exklusiver Weise den Anspruch erhoben, die wahre Kirche zu sein.“
Damit will er sagen, dass die römisch-katholische Kirche seit dem Pastoralkonzil nicht mehr diesen Anspruch erhebt, und er begrüßt diese Revolution.
Benedikt XVI. läßt die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7. 2007 zwar sagen, dass die katholische Kirche „vollständig identisch“ sei mit der Kirche Christi, um aber dann in dem der Erklärung beigefügten Kommentar zu bemerken, dass es sich nicht um eine exklusive, sondern nur um eine substantielle Identität handelt!
Dies entspricht seiner Behauptung, dass „das Sein der Kirche Christi weit über die katholische Kirche hinausreicht“, bzw., dass zwischen beiden keine „Totaldeckung“ bestehe.
Der Heilige Vater erweckt also an der einen Stelle den Eindruck, als würde er am Exklusivitätsanspruch der katholischen Kirche festhalten und an der anderen Stelle gibt er ihn auf. Bereits als Dogmatikprofessor hatte er ihn aufgegeben, als er die subsist-in-Lehre des Konzils für die Preisgabe lobte.
Der Zerfall des Erscheinungsbildes der Kirche rührt nicht daher, dass das Konzil missbraucht wurde, sondern daher, dass es sozusagen selbst der Missbrauch ist…
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#46   Rückkehr-Ökumene   17:55:02 | Donnerstag, 12. Januar 2012
Wenn Benedikt XVI. behauptet, es gäbe in Bezug auf die Konzilstexte neben der Interpretation des Bruches auch eine Interpretation derselben, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehe, dann irrt er.
Tatsächlich enthalten nämlich die Konzilstexte Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
Man kann zwar von zwei Interpretationen der Konzilstexte sprechen, aber diese sind beide Interpretationen des Bruches. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die einen Interpretationen solche des offensichtlichen Bruches sind, welche die konsequenten Modernisten liefern, wogegen die anderen Interpretationen solche des verschleierten Bruches sind und solche liefert das vom Pastoralkonzil geprägte Rom. Solide Darlegungen dazu findet man unter
www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
Redaktion benachrichtigen Will der Regensburger Theolunken-Bischof an die Glaubenskongregation?
#22   Rückkehr-Ökumene   21:26:25 | Mittwoch, 11. Januar 2012
Noch einmal: Wenn Benedikt XVI. behauptet, es gäbe in Bezug auf die Konzilstexte neben der Interpretation des Bruches auch eine Interpretation derselben, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehe, dann irrt er.
Tatsächlich enthalten nämlich die Konzilstexte Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
Man kann zwar von zwei Interpretationen der Konzilstexte sprechen, aber diese sind beide Interpretationen des Bruches. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die einen Interpretationen solche des offensichtlichen Bruches sind, welche die konsequenten Modernisten liefern, wogegen die anderen Interpretationen solche des verschleierten Bruches sind und solche liefert das vom Pastoralkonzil geprägte Rom. Vergleiche dazu
www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
Redaktion benachrichtigen Jetzt kann die Glaubenskongregation nur noch dem Untergang zuschauen
#26   Rückkehr-Ökumene   21:17:27 | Mittwoch, 11. Januar 2012
Wegen der Fehler, die der Konzilstext enthält, mit denen das Pastoralkonzil der überlieferten Lehre widerspricht, ist eine Interpretation desselben in Kontinuität mit der überlieferten Lehre der Kirche gar nicht möglich.
Die Behauptung von Benedikt XVI., dass es diese Interpretation gäbe, ist einfach falsch. Gewollt oder ungewollt dient sie der Beschwichtigung glaubenstreuer Katholiken und ist geeignet ihren Widerstand gegen die verhängnisvollen Beschlüsse des Pastoralkonzils zu lähmen. Man lasse sich nicht täuschen!
Redaktion benachrichtigen Will der Regensburger Theolunken-Bischof an die Glaubenskongregation?
#20   Rückkehr-Ökumene   21:06:05 | Mittwoch, 11. Januar 2012
Eine Ergänzung zu 17:
In der Antwort auf Frage 4 heißt es in der Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, dass die Ostkirchen, die von der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche getrennt sind [!]: „ …verdienen sie den Titel ‘Teil- oder Ortskirchen’ und werden Schwesterkirchen der katholischen Teilkirchen genannt.
Bereits Paul VI. hatte den Begriff Schwesterkirchen in diesem Sinne gebraucht. In dem Dokument „Gemeinsame Erklärung des Papstes Paul VI. und des Patriarchen Athenagoras I. zum Abschluß des Besuches des Patriarchen in Rom“ vom 28. Oktober 1967 heißt es:
„Sie freuen sich darüber, daß ihre Begegnung dazu beitragen kann, daß ihre Kirchen sich noch mehr als Schwesterkirchen wiedererkennen.“
Darüber hinaus spricht Johannes Paul II. in seiner Ökumenismus-Enzyklika Ut unum sint, Art. 55f, bezüglich der „Teilkirchen oder Ortskirchen“ im Orient von Schwesterkirchen der katholischen Kirche.
Wäre der Begriff Schwesterkirchen in Übereinstimmung mit dem traditionellen Sprachgebrauch der katholischen Kirche in Bezug auf die orthodoxe Kirche tabu gewesen, dann hätte auch keine Ausdehnung auf die gesamtkirchliche Ebene erfolgen können.
Das moderne Rom tritt, wie gesagt, hier einem Fehler auf der höheren Ebene entgegen und begeht zugleich den analogen Fehler auf der unteren Ebene, wodurch es dem Irrtum auf der oberen Ebene Vorschub leistet, den es andererseits verurteilt.
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#17   Rückkehr-Ökumene   20:46:13 | Mittwoch, 11. Januar 2012
Mary Cruz: In der Note von 30.6.200 heißt es aber auch:
„Man kann von Schwesterkirchen im eigentlichen Sinn auch im Zusammenhang mit katholischen und nicht katholischen Teilkirchen sprechen; deshalb kann auch die Teilkirche von Rom Schwester aller Teilkirchen genannt werden.“
Das ist falsch: Schwesterkirchen sind in Bezug auf die katholische Kirche nur katholische Teilkirchen und Schwesterkirchen sind in Bezug auf die Orthodoxie nur die Teilkirchen der von der katholischen Kirche getrennten Gesamtkirchen. Die Rede von Schwesterkirchen kann also legitimerweise nicht über den Bereich der katholischen Kirche bzw. der orthodoxen Kirche hinaus ausgedehnt werden, sie ist also jeweils gebunden an die beiden getrennten Bereiche.
Beisp.Wenn zwei Familien jeweils mehrere Töchter haben, dann sind diese Schwestern in ihren jeweiligen Familien. Aber die Töchter der einen Familie sind keine Schwestern der Töchter der anderen Familie.
Die Note vom 30.6.2000 hat insofern einen ambivalenten Charakter, als sie einen Irrtum bekämpft, nämlich den Irrtum, dass die katholische Kirche und die orthodoxe Kirche Schwesterkirchen seien, zugleich aber den Fehler begeht, auf der Ebene der Teilkirchen beider Gesamtkirchen von Schwesterkirchen zu reden. Kardinal Ratzinger bzw. Benedikt XVI. tritt damit einem Fehler auf der höheren Ebene entgegen und begeht zugleich den analogen Fehler auf der unteren Ebene, wodurch er dem Irrtum auf der oberen Ebene Vorschub leistet, den er andererseits verurteilt.
Redaktion benachrichtigen Einschmeicheln bei den Kirchenfeinden: „Piusbruderschaft ist eine schwierige Gruppe“
#106   Rückkehr-Ökumene   20:55:44 | Sonntag, 8. Januar 2012
Der eingeblendete Text aus Lumen gentium stellt die Heilsnotwendigkeit der katholischen Kirche fest. Aber leider es gibt dazu auch jene Gegenstelle im Dekret über den Ökumenismus, an der es von den anderen christlichen Gemeinschaften heißt:
Daher sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften selbst, auch wenn sie, wie wir glauben, jene Mängel erleiden, keineswegs im Mysterium des Heiles der Bedeutung und des Gewichts beraubt. Der Geist Christi weigert sich nämlich nicht, sie als Mittel des Heils zu gebrauchen, deren Kraft sich von der Fülle der Gnade und Wahrheit selbst herleitet, die der katholischen Kirche anvertraut ist.“
Die beiden Passagen stehen im Widerspruch zueinander, so dass in dieser Hinsicht eine Interpretation des Konzilstextes in Kontinuität mit der überlieferten Lehre der Kirche gar nicht möglich ist. Genau das aber behauptet Benedikt XVI.
Über weitere Widersprüche zur überlieferten Lehre, die sich im Konzilstext und in nachkonziliaren römischen Dokumenten finden, informiert auf solide und spannende Weise das dramatische Hörspiel, das unter www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de.
Diese Beispiele zeigen, dass eine Interpretation des Konzilstextes in Kontinuität mit der traditionellen Lehre in mehr als einer Hinsicht gar nicht möglich ist.
Auch wenn es der Heilige Vater nicht wahrhaben will, muss gesagt werden, dass eine traditionskonforme Interpretation des Konzilstextes ein Phantom, ein Trugbild ist, von dem man sich nicht täuschen lassen darf.
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#90   Rückkehr-Ökumene   12:14:29 | Sonntag, 8. Januar 2012
89 Sie scheinen nicht zu wissen, dass Christus die katholische Kirche gestiftet hat, dass sie die Braut Christi ist, die heilig ist, sagt doch der hl. Paulus, dass sich Christus die Kirche in Seinem Blut rein gestaltet hat, ohne Makel und Runzel.
Dass es auf Seiten ihrer Vertreter Sünden und Fehler gegeben hat und gibt, ändert gar nichts an ihrer Heiligkeit.
Sie allein ist die Kirche, d.h. die Herausgerufene, nämlich die von Christus Herausgerufene. Alle anderen Religionen sind Menschenwerk, aber die katholische Kirche ist ein Gotteswerk und das erhebt sie über alle anderen Religionen.
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#88   Rückkehr-Ökumene   09:43:06 | Sonntag, 8. Januar 2012
Hier ein Beispiel für die beiden Arten der Interpretation der Konzilstexte, derjenigen, die den Bruch eingesteht, ja sogar feiert und derjenigen, die ihn verschleiert.
Kardinal Kasper schreibt im Lexikon für Theologie und Kirche zur subsistit-in-Lehre von Lumen gentium:
„Lange Zeit hat die römisch-katholische Kirche in exklusiver Weise den Anspruch erhoben, die wahre Kirche zu sein.“
Damit will er sagen, dass die römisch-katholische Kirche seit dem Pastoralkonzil nicht mehr diesen Anspruch erhebt, und er begrüßt diese Revolution.
Benedikt XVI. läßt die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7. 2007 sagen, dass die katholische Kirche „vollständig identisch“ sei mit der Kirche Christi, um dann im beigefügten Kommentar zu bemerken, dass es sich nicht um eine exklusive, sondern nur um eine substantielle Identität handelt.
Dies entspricht seiner Behauptung, dass „das Sein der Kirche Christi weit über die katholische Kirche hinausreicht“, bzw., dass zwischen beiden keine „Totaldeckung“ bestehe.
Wie man sieht „zerschießt sich“ der Heilige Vater selbst, indem er beide Seiten bedienen will, die im Widerspruch zueinander stehen. Niemand kann zwei Herren dienen.
Der Zerfall des Erscheinungsbildes der Kirche rührt nicht daher, dass das Konzil missbraucht wurde, sondern daher, dass es sozusagen selbst der Missbrauch ist.
Redaktion benachrichtigen Dreißig Jahre zu spät: Bischöfe sollen Katechismen überprüfen
#44   Rückkehr-Ökumene   09:38:38 | Sonntag, 8. Januar 2012
Botschafter: Hier ein Beispiel für die beiden Arten der Interpretation der Konzilstexte, derjenigen, die den Bruch eingesteht, ja sogar feiert und derjenigen, die ihn verschleiert.
Kardinal Kasper schreibt im Lexikon für Theologie und Kirche zur subsistit-in-Lehre von Lumen gentium:
„Lange Zeit hat die römisch-katholische Kirche in exklusiver Weise den Anspruch erhoben, die wahre Kirche zu sein.“
Damit will er sagen, dass die römisch-katholische Kirche seit dem Pastoralkonzil nicht mehr diesen Anspruch erhebt, und er begrüßt diese Revolution.
Benedikt XVI. läßt die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7. 2007 sagen, dass die katholische Kirche „vollständig identisch“ sei mit der Kirche Christi, um dann im beigefügten Kommentar zu bemerken, dass es sich nicht um eine exklusive, sondern nur um eine substantielle Identität handelt.
Dies entspricht seiner Behauptung, dass „das Sein der Kirche Christi weit über die katholische Kirche hinausreicht“, bzw., dass zwischen beiden keine „Totaldeckung“ bestehe.
Wie man sieht „zerschießt sich“ der Heilige Vater selbst, indem er beide Seiten bedienen will, die im Widerspruch zueinander stehen. Niemand kann zwei Herren dienen.
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#40   Rückkehr-Ökumene   00:34:00 | Sonntag, 8. Januar 2012
Wenn Papst Benedikt XVI. behauptet, es gäbe in Bezug auf die Konzilstexte neben der Interpretation des Bruches auch eine Interpretation derselben, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehe, dann irrt er.
Tatsächlich enthalten nämlich die Konzilstexte Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
2 mal 2= 5 ist eine falsche Aussage, die durch keine Interpretation mit der Aussage 2 mal 2 = 4 in Übereinstimmung gebracht werden kann.
Man kann zwar von zwei Interpretationen der Konzilstexte sprechen, aber diese sind beide Interpretationen des Bruches. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die einen Interpretationen solche des offensichtlichen Bruches sind, welche die konsequenten Modernisten liefern, wogegen die anderen Interpretationen solche des verschleierten Bruches sind und solche liefert das vom Pastoralkonzil geprägte Rom. Man lasse sich also nicht täuschen und widerstehe allen Beschwichtigungsversuchen!
Vergleiche dazu www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
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#83   Rückkehr-Ökumene   00:25:28 | Sonntag, 8. Januar 2012
Wenn Benedikt XVI. behauptet, es gäbe in Bezug auf die Konzilstexte neben der Interpretation des Bruches auch eine Interpretation derselben, die in Kontinuität mit der überlieferten Lehre stehe, dann irrt er.
Tatsächlich enthalten nämlich die Konzilstexte Widersprüche zur überlieferten Lehre der Kirche, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
Man kann zwar von zwei Interpretationen der Konzilstexte sprechen, aber diese sind beide Interpretationen des Bruches. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass die einen Interpretationen solche des offensichtlichen Bruches sind, welche die konsequenten Modernisten liefern, wogegen die anderen Interpretationen solche des verschleierten Bruches sind und solche liefert das vom Pastoralkonzil geprägte Rom. Vergleiche dazu
www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
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#20   Rückkehr-Ökumene   20:15:46 | Samstag, 7. Januar 2012
Das Pastoralkonzil ist erstverantwortlich für den Niedergang des Erscheinungsbildes der katholischen Kirche.
Die Behauptung von Benedikt XVI., dass die Konzilstexte so interpretiert werden können, dass sie in Kontinuität mit der überlieferten Lehre der Kirche stehen, diese Behauptung ist falsch.
Wer an einem kompakten Gegenbeweis interessiert ist, dem sei empfohlen: www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de
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#71   Rückkehr-Ökumene   20:02:58 | Samstag, 7. Januar 2012
HH Pater Gaudron hat Recht: Das Pastoralkonzil ist in erster Linie verantwortlich für den Niedergang des Erscheinungsbildes der katholischen Kirche in nachkonziliarer Zeit.
Über diesen Zusammenhang kann man sich unter www.zweites-vatikanisches-Konzil-hoerspiel.de informieren.
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#54   Rückkehr-Ökumene   21:28:34 | Freitag, 6. Januar 2012
Die Initiative der Herren Werner Rothenberger und Reinhard Dörner ist sehr zu loben. Der Entzug finanzieller Mittel scheint die einzige Sprache zu sein, die die Amtsträger verstehen.
Denn alle Appelle solcher Vereinigungen, die an die deutschen Bischöfe mit dem Ziel gerichtet waren, nicht länger Theologen und Priester zu finanzieren, die glaubenszerstörend wirken, waren, wie mir versichert wurde, vergeblich.
Wenn manch gutgesinnter Katholik wüsste, dass seine Kirchensteuer zu einem erheblichen Teil dafür verwendet wird, Irrlehrer auf theologischen Lehrstühlen und Kanzeln zu finanzieren, dann würde er dem Aufruf der Initiatoren folgen.
Übrigens liegen die deutschen Bischöfe in dieser Sache in offenem Streit mit Rom.
Denn Rom hat festgestellt, dass es keine Zwangsverbindung zwischen gläubiger Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und der Entrichtung der „Kirchensteuer“gibt.
Dies entspricht der Erklärung des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, die auf Anordnung von Papst Benedikt XVI. am 13. März 2006 veröffentlicht wurde.
Die deutschen Bischöfe wissen darum, und dennoch behaupten sie, dass der Austritt aus dem Kirchensteuerverband zugleich den Austritt aus der Kirche bedeute. Das ist eine Lüge!
Die deutschen Bischöfe praktizieren hier den Ungehorsam gegen Rom, und sie decken täglich den Ungehorsam gegen die katholische Lehre, indem sie Irrlehrer auf den Lehrstühlen im Amt lassen und bestens entlohnen.
aber wenn es ihnen ins Konzept passt, dann pochen sie auf Gehorsam.
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#26   Rückkehr-Ökumene   23:13:26 | Donnerstag, 5. Januar 2012
Die Initiative der Herren Werner Rothenberger und Reinhard Dörner ist sehr zu loben. Der Entzug finanzieller Mittel scheint die einzige Sprache zu sein, die die Amtsträger verstehen.
Denn alle Appelle solcher Vereinigungen, die an die deutschen Bischöfe mit dem Ziel gerichtet waren, nicht länger Theologen und Priester zu finanzieren, die glaubenszerstörend wirken, waren, wie mir versichert wurde, vergeblich.
Wenn manch gutgesinnter Katholik wüsste, dass seine Kirchensteuer zu einem erheblichen Teil dafür verwendet wird, Irrlehrer auf theologischen Lehrstühlen und Kanzeln zu finanzieren, dann würde er dem Aufruf der Initiatoren folgen.
Übrigens liegen die deutschen Bischöfe in dieser Sache in offenem Streit mit Rom.
Denn Rom hat festgestellt, dass es keine Zwangsverbindung zwischen gläubiger Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und der Entrichtung der „Kirchensteuer“gibt.
Dies entspricht der Erklärung des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, die auf Anordnung von Papst Benedikt XVI. am 13. März 2006 veröffentlicht wurde.
Die deutschen Bischöfe wissen darum, und dennoch behaupten sie, dass der Austritt aus dem Kirchensteuerverband zugleich den Austritt aus der Kirche bedeute. Das ist eine Lüge!
Die deutschen Bischöfe praktizieren hier den Ungehorsam gegen Rom, aber wenn es ihnen ins Konzept passt, dann pochen sie auf Gehorsam.
Was ist der deutsche Episkopat doch so elend heruntergekommen. Wie soll man vor solchen Bischöfen Achtung haben?
Schämt euch, deutsche Bischöfe…
Redaktion benachrichtigen Der Kirchensteuer-Simonie ein Ende setzen
#7   Rückkehr-Ökumene   20:38:46 | Donnerstag, 5. Januar 2012
Die Initiative der Herren Werner Rothenberger und Reinhard Dörner ist sehr zu loben. Der Entzug finanzieller Mittel scheint die einzige Sprache zu sein, die die Amtsträger verstehen.
Denn alle Appelle solcher Vereinigungen, die an die deutschen Bischöfe mit dem Ziel gerichtet waren, nicht länger Theologen und Priester zu finanzieren, die glaubenszerstörend wirken, waren, wie mir versichert wurde, vergeblich.
Wenn manch gutgesinnter Katholik wüsste, dass seine Kirchensteuer zu einem erheblichen Teil dafür verwendet wird, Irrlehrer auf theologischen Lehrstühlen und Kanzeln zu finanzieren, dann würde er dem Aufruf der Initiatoren folgen.
Übrigens liegen die deutschen Bischöfe in dieser Sache in offenem Streit mit Rom.
Denn Rom hat festgestellt, dass es keine Zwangsverbindung zwischen gläubiger Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und der Entrichtung der „Kirchensteuer“gibt.
Dies entspricht der Erklärung des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, die auf Anordnung von Papst Benedikt XVI. am 13. März 2006 veröffentlicht wurde.
Die deutschen Bischöfe wissen darum, und trotzdem behaupten sie, dass der Austritt aus dem Kirchensteuerverband zugleich den Austritt aus der Kirche bedeute.
Solch heuchlerisches Gebaren, das im Zeichen eines ungerechtfertigten Ungehorsams steht, legen diejenigen an den Tag, die gegen den gerechtfertigten Ungehorsam der Priesterbruderschaft St. Pius X. polemisieren.
Schämt euch, ihr deutschen Bischöfe!
Redaktion benachrichtigen Die Beziehungen mit Rom sind „schwierig“
#112   Rückkehr-Ökumene   21:54:56 | Mittwoch, 28. Dezember 2011
Jörg Guttenberg: Sie irren, das Pastoralkonzil hat nicht aus einer „ideologiscchen Enge“ geführt, sondern es hat in die Irre geführt!!!
Allein die Tatsache, dass es sich geweigert hat, mit allen christlichen Jahrhunderten zu bekennen, dass die katholische Kirche und die Kirche Christi ein und dasselbe ist, und an die Stelle dieser ausschließlichen Identität die Formulierung „subsistit-in“ setzte, die den Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche preisgibt, zeigt den Irrweg, den diese Bischofsversammlung ging.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche präsentiert sich als – überflüssiger – Sozialverein
#118   Rückkehr-Ökumene   21:55:54 | Dienstag, 27. Dezember 2011
Wenn gesagt wird: „Die Kirche präsentiert sich als – überflüssiger – Sozialverein“, dann ist selbstverständlich nicht die Kirche als solche gemeint, sondern ihr Erscheinungsbild seit dem Pastoralkonzil.
Die Kirche als solche kann auch nicht in eine Krise geraten, denn sie ist heilig. Was aber in die Krise geraten kann und tatsächlich in die Krise geraten ist, das ist das Erscheinungsbild der Kirche. Wenn von der Krise der Kirche gesprochen wird, dann ist das also nur eine verkürzte Ausdrucksweise für den Sachverhalt, dass sich ihr Erscheinungsbild in der Krise befindet.
Dieses wieder zum Aufstrahl ihres göttlichen Wesens werden zu lassen ist die gestellte Aufgabe.
Und die Priesterbruderschaft St. Pius X. arbeitet hingebungsvoll und in einer höchst dankenswerten Weise an der Bewältigung dieser Aufgabe.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche präsentiert sich als – überflüssiger – Sozialverein
#113   Rückkehr-Ökumene   20:33:13 | Dienstag, 27. Dezember 2011
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“. Viele, die diesen richtigen Satz zitieren, scheinen irrigerweise den römischen Bischof (seit Pius XII.) auszuschließen.
Richtigerweise müsste deshalb m. M. nach dieser Satz wie folgt ergänzt werden:
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe, und das Zentrum dieser Krise ist der römische Bischof seit dem Pontifikat von Johannes XXIII.“
Gewiss gelten für Benedikt XVI. die positven Momente, die hier erwähnt wurden. Aber das ist nur die eine Seite seines Pontifikats. U.a. Assisi und die Seligsprechung von Johannes Paul II. schlagen auf der negativen Seite zu Buch.
Dieser Papst ist – etwas pointiert ausgedrückt – ein theologischer Oszillator, der zwischen der katholischen und der antikatholischen Position hin-und herschwingt.
Man darf auch nicht seine Rolle im Konzil vergessen. Durch ihn kam das subsistit-in in das Konzil, das sich ein protestantischer Theologe ausgedacht hatte und das er, nach seiner schriftlichen Versicherung, Ratzinger vorschlug, der es in die Theologische Kommission hinein brachte.
Der ganze Ökumenismus hängt, wie der heutige Papst selbst feststellte, an der subsistit-in-Lehre. Der zentrale Irrtum dieser Lehre besteht darin, dass sie einen Unterschied zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche macht. Dieser Irrtum brachte den katholischen Absolutheitsanspruch zu Fall und öffnete dem Ökumenismus die Tür.
Und an dieser falschen Unterscheidung hält Benedikt XVI. eisern fest.
Redaktion benachrichtigen Einigung jetzt: Es wird nicht ohne Kompromiß gehen
#186   Rückkehr-Ökumene   23:13:35 | Mittwoch, 21. Dezember 2011
Die Ekklesia-Dei-Gemeinschaften, insbesondere die Petrusbruderschaft, akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum, nicht zuletzt bezüglich der hl. Messe und erkaufen sich damit, dass sie von Rom nicht zum Modernismus gezwungen werden.
Fatalerweise kommt es ihnen nur darauf an, das Richtige zu „machen“. Sie verschweigen die modernistischen Irrtümer Roms, um nicht das Falsche „machen“ zu müssen, insbesondere den NOM zelebrieren zu müssen.
Aber mit dem „Richtig-Machen“ ist es nicht getan!
Wer die Wahrheit verteidigen will, muss den Irrtum bekämpfen, und zwar in aller Öffentlichkeit. Das ist keine entbehrliche Zutat, sondern ergibt sich aus dem absoluten Geltungsanspruch der Wahrheit, der das Nein zum Irrtum notwendig macht: Die Wahrheit und nur die Wahrheit soll sein!
Faktisch besteht zwar eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, aber diese darf nie und nimmer akzeptiert werden, sie muss vielmehr in aller Öffentlichkeit bekämpft werden.
Der oben vorgeschlage Kompromiß würde von der Piusbruderschaft verlangen, dass sie das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert, um das Richtige machen zu dürfen.
Das wäre ein Verrat am Absolutheitsanspruch der Wahrheit und darf deshalb nicht infrage kommen.
Redaktion benachrichtigen Einigung jetzt: Es wird nicht ohne Kompromiß gehen
#161   Rückkehr-Ökumene   19:44:13 | Mittwoch, 21. Dezember 2011
Was ist denn in erster Linie das Elend der Petrusbruderschaft und der anderen Ekklesia-Dei-Gemeinschaften?
Sie akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum, insbesondere bezüglich der hl. Messe und erkaufen sich damit, dass sie von Rom nicht zum Modernismus gezwungen werden.
Fatalerweise kommt es ihnen nur darauf an, das Richtige zu „machen“. Sie verschweigen die modernistischen Irrtümer Roms, um nicht das Falsche „machen“ zu müssen, insbesondere den NOM zelebrieren zu müssen.
Aber mit dem „Richtig-Machen“ ist es nicht getan!
Wer die Wahrheit verteidigen will, muss den Irrtum bekämpfen, und zwar in aller Öffentlichkeit. Das ist keine entbehrliche Zutat, sondern ergibt sich aus dem absoluten Geltungsanspruch der Wahrheit, der das Nein zum Irrtum notwendig macht: Die Wahrheit und nur die Wahrheit soll sein!
Faktisch besteht zwar eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, aber diese darf nie und nimmer akzeptiert werden, sie muss vielmehr in aller Öffentlichkeit bekämpft werden.
Der oben vorgeschlage Kompromiß würde von der Piusbruderschaft verlangen, dass sie das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert, um das Richtige machen zu dürfen.
Das wäre ein Verrat am Absolutheitsanspruch der Wahrheit und darf deshalb nicht infrage kommen.
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#127   Rückkehr-Ökumene   22:12:51 | Dienstag, 20. Dezember 2011
In Sachen der Wahrheit darf es keinen Kompromiß geben!
Was ist denn in erster Linie das Elend der Petrusbruderschaft und der anderen Ekklesia-Dei-Gemeinschaften?
Sie akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum, insbesondere bezüglich der hl. Messe und erkaufen sich damit, dass sie von Rom nicht zum Modernismus gezwungen werden.
Fatalerweise kommt es ihnen nur darauf an, das Richtige zu „machen“. Sie verschweigen die modernistischen Irrtümer Roms, um nicht das Falsche „machen“ zu müssen, insbesondere den NOM zelebrieren zu müssen.
Aber mit dem „Richtig-Machen“ ist es nicht getan!
Wer die Wahrheit verteidigen will, muss den Irrtum bekämpfen, und zwar in aller Öffentlichkeit. Das ist keine entbehrliche Zutat, sondern ergibt sich aus dem absoluten Geltungsanspruch der Wahrheit, der das Nein zum Irrtum notwendig macht: Die Wahrheit und nur die Wahrheit soll sein!
Faktisch besteht zwar eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, aber diese darf nie und nimmer akzeptiert werden, sie muss vielmehr in aller Öffentlichkeit bekämpft werden.
Der oben vorgeschlage Kompromiß würde von der Piusbruderschaft verlangen, dass sie das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert, um das Richtige machen zu dürfen.
Das wäre ein Verrat am Absolutheitsanspruch der Wahrheit und darf deshalb nicht infrage kommen.
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#92   Rückkehr-Ökumene   19:51:05 | Dienstag, 20. Dezember 2011
„Ein solcher Kompromiß besteht darin, daß der Vatikan der Priesterbr. schriftlich zusichert, die Position des römischen Magisteriums auf dem Stand von 1962 vertreten zu dürfen.“
In Sachen der Wahrheit darf es keinen Kompromiß geben!
Was ist denn in erster Linier das Elend der Petrusbruderschaft und der anderen Ekklesia-Dei-Gemeinschaften?
Sie akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum, insbesondere bezüglich der hl. Messe und erkaufen sich damit, dass sie von Rom nicht zum Modernismus gezwungen werden.
Fatalerweise kommt es ihnen nur darauf an, das Richtige zu „machen“. Sie verschweigen die modernistischen Irrtümer Roms, um nicht das Falsche „machen“ zu müssen, insbesondere den NOM zelebrieren zu müssen.
Aber mit dem „Richtig-Machen“ ist es nicht getan!
Wer die Wahrheit verteidigen will, muss den Irrtum bekämpfen, und zwar in aller Öffentlichkeit. Das ist keine entbehrliche Zutat, sondern ergibt sich aus dem absoluten Geltungsanspruch der Wahrheit, der das Nein zum Irrtum notwendig macht: Die Wahrheit und nur die Wahrheit soll sein!
Faktisch besteht zwar eine Koexistenz von Wahrheit und Irrtum, aber diese darf nie und nimmer akzeptiert werden, sie muss vielmehr in aller Öffentlichkeit bekämpft werden.
Der oben vorgeschlage Kompromiß würde von der Piusbruderschaft verlangen, dass sie das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert, um das Richtige machen zu dürfen.
Das wäre ein Verrat am Absolutheitsanspruch der Wahrheit und darf deshalb nicht infrage kommen
Redaktion benachrichtigen Die Kirche liegt im Sterben – doch Papst und Bischöfe schauen weg
#102   Rückkehr-Ökumene   08:14:55 | Donnerstag, 15. Dezember 2011
Sinah: Sie sollten nicht verschweigen, dass Pfarrer Milch stets daran festgehalten hat, dass das Pastoralkonzil von einem gültigen Papst, Johannes XXIII., einberufen worden war, und dass es in formaler Hinsicht ein gültiges Konzil war. Die Ungültigkeit bezieht sich nach Pfarrer Milch nur auf die inhaltliche Seite des Konzils.
Das sollten Sie nicht verschweigen, auch wenn es Ihnen nicht ins Konzept passt.
Man wird schwerlich einen Priester finden, der sich heftiger als Pfarrer Milch gegen den Sedisvakantismus ausgesprochen hat, den Sie vertreten.
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#97   Rückkehr-Ökumene   22:48:31 | Mittwoch, 14. Dezember 2011
Greggy: Der renommierte Kirchenrechtler Professor Georg May hat, wenn ich mich recht erinnere, festgestellt, dass das Pastoralkonzil revidiert werden kann; es ist ja kein dogmatisches Konzil.
Kardinal Ratzinger hatte vor den Bischöfen in Chile ausdrücklich festgestellt: „Die Wahrheit ist, dass das Konzil selbst kein Dogma definiert hjat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte …“.
Insofern geriete bei einer Revision des Pastoralkonzils nicht „die Autorität der Kirchenhierarchie einschließlich des Papstums ins Wanken“.
Rom würde dann feststellen, es war möglich, dass wir uns geirrt haben, weil dieses Konzil kein dogmatisches Konzil ist, und wir haben von dieser Möglichkeit leider kräftig Gebrauch gemacht.
Aber damit ist jetzt Schluss; wir kehren auf den Boden der überlieferten Lehre zurück.-
Gelegentlich wird den glaubenstreuen Katholiken vorgeworfen, sie würden sich gegen den Fortschritt inn der Kirche sperren. Dagegen ist zu sagen: Wir werfen dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom vor, wie Pfarrer Milch betonte, dass wir seit diesem und wegen desselben um den wahren Erkenntnisfortschrit betrogen wurden, weil keine Fortentwicklung der Glaubenserkenntnis stattfand, sondern eine Fehlentwicklung.
Diese Fehlentwicklung brachte also nicht nur Falsches und Verderbliches, sondern sie verhinderte auch den mit Nachdruck zu wollenden Fortschritt in der Glaubenserkenntnis. Diesen Fortschritt zu verwirklichen ist eine wichtige Aufgabe Roms.
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#90   Rückkehr-Ökumene   21:05:54 | Mittwoch, 14. Dezember 2011
lux in tenebris: Sie irren, wenn Sie meinen, der Kairos sei da. Schon vor Beginn der Gespräche mit Rom hat die una voce Korrespondenz das irrigerweise behauptet und Prof. Walter Hoeres hat in „Theologisches“, Sept/Okt. 2008, S. 286ff gesagt: „ … wir [sind] mit vielen Freunden der Meinung, daß die Priesterbruderschaft nunmehr unter dem wohlwollenden Pontifikat von Benedikt XVI. sich endlich [!] mit Rom einigen soll und die ihr angebotene Vereinbarung annehmen sollte, solange es noch Zeit ist.“
Benedikt XVI. hat zwar einige anerkennenswerte Schritte im Sinne der Tradition unternommen, aber er hält fest an den Irrtümern des Pastoralkonzils und verlangt von der Bruderschaft ihre Anerkennung.
Eine Kritik am Konzil im Rahmen von dessen Anerkennung ist eine entbehrliche Kritik, die das Übel nicht an der Wurzel fasst.
Die notwendige Kritik, die sich auf den Bruch des Konzils mit der überlieferten Lehre richtet, die will Benedikt XVI. abwürgen.
Die von ihm behauptete Interpretation des Pastoralkonzils in Kontinuität mit der Tradition, die kann es gar nicht geben.
Denn die eindeutigen Fehler des Pastoralkonzils sind einer Interpretation doch gar nicht fähig. Sie widersprechen der überlieferten Lehre, und daran kann auch die ausgeklügelste Interpretation nichts ändern.
Die angebliche Interpretation der Konzilstexte in Kontinuität mit der Tradition ist ein Phantom, täuschender Irrtum.
Bischof Fellay sei gedankt, dass er sich auf ein solches beschwichtigendes Gerede nicht einlässt.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche liegt im Sterben – doch Papst und Bischöfe schauen weg
#36   Rückkehr-Ökumene   20:00:05 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Immer wieder wird das (soviel ich weiß) Kardinal Seper zugeschriebene Diktum vorgebracht:
„Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.“
Abgesehen davon, dass es gar keine Krise der Kirche als solcher geben kann, denn sie ist heilig, und es genauer heißen müsste: „Die Krise des Erscheinungsbildes der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“, verdeckt diese Beschreibung des wichtigsten Punkt.
Denn sie vermittelt den Eindruck, dass es um das Versagen der Bischöfe außerhalb Roms gehe. Aber deren Versagen ist nur eine Folge des Versagens des römischen Bischofs.
Deshalb könnte man jenen Satz zutreffender so formulieren: „Die Krise des Erscheinungsbildes der Kirche ist eine Krise der Bischöfe, wobei das Zentrum dieser Krise der römische Bischof ist.“
Redaktion benachrichtigen Deutsches Meßbuch: Die Kontroll-Kommission wurde kaltgemacht
#74   Rückkehr-Ökumene   03:30:31 | Mittwoch, 23. November 2011
Die Mitglieder der Überwachungskommission „pro principia“ mögen ansonsten ja „gute Mitarbeiter sein“, aber dass sie offenbar die Falschübersetzung der Wandlungsworte haben durchgehen lassen, ist ein unverzeihlicher Fehler.
Man muss kein Altphilologe sein, um zu wissen, dass pro omnibus mit „für alle“ und pro multis mit „für viele“ zu übersetzen ist.
Und diesen Mitgliedern waren doch gewiss die klaren Aussagen des Konzils von Trient bekannt, die ich unter 37 zitiert habe, so dass sie um die Falschheit des „für alle“ nicht nur in sprachlicher, sondern auch in theologischer Hinsicht wussten.
Wie konnten diese Mitglieder sich daran mitschuldig machen, dass der Skandal des „für alle“ in Deutschland fortbesteht.
Andere Länder, wie z. B. England, Spanien und die Niederlande sind in ihren revidierten Messbüchern der Aufforderung des Papstes nachgekommen und haben die richtige Übersetzung mit „für viele“ anstatt des bisherigen „für alle“ verwendet.
Im Gegensatz dazu meinte Erzbischof Zollitsch bei der Herbstvollversammlunmg der Bischöfe 2010, die deutschen Bischöfe seien dafür, die theologisch korrekte Aussage „für alle“ beizubehalten.
Der Erzbischof sollte sich endlich von der glasklaren Begründung des Konzils von Trient belehren lassen, derzufolge die Übersetzung mit „für alle“ eben nicht korrekt, sondern glatt falsch ist.
Wird Benedikt XVI. auf der Korrektur bestehen?
Redaktion benachrichtigen Deutsches Meßbuch: Die Kontroll-Kommission wurde kaltgemacht
#47   Rückkehr-Ökumene   20:19:49 | Dienstag, 22. November 2011
Greggy: Ich habe mich auch schon gewundert, warum die Bischöfe Rom gegenüber nicht mit dieser Stelle aus Ad gentes argumentiert haben, die natürlich ein glatter Fehler ist. Vermutlich kennen sie die Konzilstexte gar nicht so genau.
Übrigens ist diese Stelle im Konzilstext ein weiterer Beleg dafür, dass es in Bezug auf die Konzilsdokumente eine „Hermeneutik der Reform in Kontinuität mit der traditionellen Lehre der Kirche“, deren Existenz Benedikt XVI. behauptet, gar nicht geben kann.
An klaren Fehlern gibt es nämlich nichts zu interpretieren!
Ein weiterer Fehler im Konzilstext, an dem nach der sinngemäßen Feststellung des Dogmatikprofessors Ratzinger der ganze Ökumenismus hängt (!), besteht darin, dass das Konzil mit seiner subsistit-in-Lehre einen Unterschied macht zwischen der katholischen Kirche und der Kirche Christ. Damit setzt sich das Patoralkonzil in Widerspruch zu der gesamten Tradition der Kirche.
Ebenso setzt sich das Konzil in Widerspruch zur traditionellen Lehre der Kirche mit dem folgenden dritten Fehler, der dain besteht, dass das Konzil, den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkennt.
An jedem dieser Fehler kann man erkennen, dass es eine Interpretation der Konzilstexte in Kontinuität mit der traditionellen Lehre der Kirche gar nicht geben kann.
Wann wird das moderne Rom seine vergeblichen Rettungsversuche für das Pastoralkonzil als aussichtslos erkennen und die Wende in der Kirche einleiten?
Redaktion benachrichtigen Deutsches Meßbuch: Die Kontroll-Kommission wurde kaltgemacht
#37   Rückkehr-Ökumene   18:58:16 | Dienstag, 22. November 2011
Übrigens bereitet der Konzilstext die falsche Übersetzung von pro multis mit für alle vor, indem das Missionsdekret Ad gentes in Art. 3 eine Gleichsetzung von pro multis mit pro omnibus vornimmt:
„Filius Hominis non venit ut sibi ministraretur, sed ut ipse ministraret et daret animam suam redemptionem pro multis, id est pro omnibus.“ Die Übersetzung im LThK dafür lautet: „Der Menschensohn kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld hinzugeben für die vielen, das heißt für alle.“
Darüber hinaus: Das Konzuil trägt durchaus eine Mitschuld am Novus Ordo. Papst Paul VI. deckte mit seiner Autorität, dass der Novus Ordo den Vorgaben der Liturgiekonstitution des Konzils entspricht.
Gewiss hätten die „kautschukartigen Formulierungen“ (Prof. Georg May) der Liturgiekonstitution auch andere Verwirklichungen ermöglicht, aber Paul VI. wollte diese Verwirklichung.
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#34   Rückkehr-Ökumene   18:39:31 | Dienstag, 22. November 2011
Es geht bei den betreffenden Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, daß es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, daß das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sün-den.“
Die Falschheit der Übersetzung des pro multis mit für alle bringt der Catechismus romanus mit den klaren Worten zum Ausdruck:
„Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auser-wählten die Frucht des Heiles gebracht hat.“
Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, dieser eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen – ein beispielloser Skandal!
Wird Benedikt XVI. darauf bestehen, dass die falsche Übersetzung mit „für alle“ ersetzt wird durch „für viele“, was er 2006 gefordert hat?
Redaktion benachrichtigen Das Pastoralkonzil muß auf den Prüfstand
#70   Rückkehr-Ökumene   19:26:27 | Donnerstag, 17. November 2011
Benedikt XVI. behauptet, dass das Pastoralkonzil im Sinne der traditionellen Lehre der Kirche interpretiert werden könne. Das wäre aber nur unter der Voraussetzung möglich, dass das Konzil keine Fehler enthält, die einer Interpretation gar nicht fähig sind.
Die Texte des Pastoralkonzils enthalten aber Fehler, die einer Interpretation gar nicht fähig sind. Ich nenne zwei Beispiele:
1) In der subsistit-in-Lehre von Lumen gentium steckt die falsche Behauptung, dass zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche ein Unterschied besteht! Diesen Fehler enthalten auch alle nachkonziliaren römischen Verlautbarungen zu dieser Problematik.
Dieser Fehler kann einfach nicht weginterpretiert werden.
2) Im Unitatis redintegratio wird den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkannt. Auch das ist ein Fehler, der einer Interpretation gar nicht fähig ist.
Schon diese Beispiele zeigen, dass es für die Konzilstexte eine „Hermeneutik der Reform in Kontinuität mit der traditionellen Lehre der Kirche“, wie Benedikt XVI. behauptet, gar nicht geben kann.
Darüberhinaus spricht der Papst den Vertretern der „Interpretation des Bruches“, wie er sagt, keineswegs die wissenschaftliche Qualifikation ab.
Allein die Tatsache, dass die Konzilstexte demnach zum Teil in widersprüchlicher Weise und zwar wissenschaftlich korrekt interpretierbar sind, ist ein katastrophaler Defekt der Konzilstexte, der für den Papst Grund genug sein müsste, sie auf den Prüfstand stellen zu lassen…
Redaktion benachrichtigen Die Altliberalen müssen raus – sonst gibt es keine Reform
#116   Rückkehr-Ökumene   18:53:04 | Donnerstag, 17. November 2011
Pater Zimmer greift Folgen der Misere an, aber leider nicht die Ursachen. Würde er die Ursachen bedenken, dann müsste er feststellen: „Die Krise der Kirche, ist eine Krise der Bischöfe“.
Aber auch das reicht noch nicht, denn es wäre hinzuzufügen: Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe, und das Krisenzentrum ist der römische Bischof, solange er am Pastoralkonzil festhält.
Da Pater Zimmer das offenbar nicht erkannt hat, gelangt er zu einer falschen Beurteilung der Priesterbruderschaft St. Pius X., wenn er behauptet: Nicht Rom müsse auf diese zugehen, sondern sie müsse auf Rom zugehen.
Es geht in dieser Auseinandersetzung nicht in erster Linie um die Piusbruderschaft, denn sie ist nur das Sprachrohr der traditionellen Lehre der Kirche! Es geht vielmehr um eine Auseinandersetzung zwischen dem Rom der traditionellen Lehre und dem Rom, das mit dem Konzil von ihr abgewichen ist.
Pater Zimmer hätte demnach sagen sollen: Das vom Modernismus geprägte Rom muss zu seiner Tradition zurückkehren und darf nicht verlangen, dass die Tradition der Kirche auf den pastoralkonziliaren Modernismus einschwenkt.
Das hätte er aber nicht sagen dürfen, weil die Petrusbruderschaft wie alle Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, de facto ein Schweigeabkommen mit dem modernen Rom geschlossen haben.
Infolgedessen müssen sie Folgen als Ursachen ausgeben und insofern betreiben sie eine Irreführung der Gläubigen.
Das Elend dieser Gemeinschaften steht den Verantwortlichen der Piusbruderschaft warnend vor Auge…
Redaktion benachrichtigen Die Altliberalen müssen raus – sonst gibt es keine Reform
#102   Rückkehr-Ökumene   08:58:55 | Donnerstag, 17. November 2011
Die Ursachen, Herr Pater Zimmer, gilt es primär zu bekämpfen, nicht die Folgen!
Pater Zimmer greift Folgen der Misere an, aber leider nicht die Ursachen. Würde er die Ursachen bedenken, dann müsste er feststellen: „Die Krise der Kirche, (genauer: Die Krise des Erscheinungsbildes der Kirche) ist eine Krise der Bischöfe“.
Aber auch das reicht noch nicht, denn es wäre hinzuzusetzen: Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe und das Zentrum dieser Krise ist der römische Bischof, solange er am Pastoralkonzil festhält.
Da Pater Zimmer das offenbar nicht erkannt hat, gelangt er zu einer falschen Beurteilung der Priesterbruderschaft St. Pius X., wenn er behauptet: Nicht Rom müsse auf diese zugehen, sondern sie müsse auf Rom zugehen.
Er hat nämlich offensichtlich nicht begriffen, dass es in dieser Auseinandersetzung nicht in erster Linie um die Piusbruderschaft geht, denn sie ist nur das Sprachrohr der traditionellen Lehre der Kirche! Es geht demnach in der Auseinandersetzung zwischen dem heutigen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. in erster Linie um eine Auseinandersetzung zwischen dem Rom der traditionellen Lehre und dem Rom, das mit dem Konzil von ihr abgewichen ist.
Pater Zimmer hätte demnach sagen sollen: Das vom Modernismus geprägte Rom muss zu seiner Tradition zurückkehren und darf nicht verlangen, dass die Tradition der Kirche auf den pastoralkonziliaren Modernismus einschwenkt.
Redaktion benachrichtigen Wird Rom die Piusbruderschaft für schismatisch erklären?
#51   Rückkehr-Ökumene   21:54:32 | Donnerstag, 3. November 2011
Übrigens wurde in der Konzilsaula von Konzilsvätern die Frage gestellt, warum das „est“ durch „subsistit“ ersetzt werden soll. Die Theologische Kommission antwortete: „ …
damit der Ausdruck besser zusammenpaßt mit der Behauptung der kirchlichen Elemente, die woanders anwesend sind.“
Nun passt aber das „est“ nicht nur weniger gut, sondern überhaupt nicht damit zusammen, dass außerhalb der katholischen Kirche kirchliche Elemente existieren, weshalb das auch früher nicht behauptet wurde.
Andererseits gibt es aber bei den anderen christlichen Gemeinschaften z. B. die Taufe, die dort gültig gespendet werden kann und viele richtige Glaubenssätze.
Die Frage ist nur, ob es sich dabei um kirchliche Elemente handelt. Das logische Problem, wie diese Elemente mit der Unteilbarkeit der katholischen Kirche zu vereinbaren sind löst sich jedenfalls auf, wenn es sich, entgegen dem Anschein, gar nicht um kirchliche Elemente handelt, die außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche existieren.
Es lohnt sich also sehr, den Begriff „kirchliches Element“ einmal unter die Lupe zu nehmen. Wo ist diese Problematik eigentlich angegangen worden? Soweit ich sehe: nirgends. Also ist es doch höchste Zeit, dass das endlich geschieht.
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#49   Rückkehr-Ökumene   20:50:23 | Donnerstag, 3. November 2011
Was die subsistit-in Problematik betrifft, sollte man die römischen Verlautbarungen beachten, insbesondere die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, die ausschließlich dieser Problematik gewidmet ist.
Kardinal Ratzinger sagte im Jahre 2000: „Das Sein der Kirche [Jesu Christi] als solches reicht viel weiter als die römisch-katholische Kirche, …“.
Damit umfasst nach seiner Ansicht die Kirche Christi die katholische Kirche.
Übrigens ist das subsistit-in in LG, Art.8, unmittelbar mit der Elemente-Ekklesiologie verbunden.
Der ausschlaggebende subsistit-Satz besteht aus Anteilen: Mit dem Vordersatz schafft er Raum für die anderen christlichen Gemeinschaften, indem er den katholischen Absolutheitsanspruch preisgibt, und mit dem Nachsatz füllt er diesen Raum aus, indem er den anderen christlichen Gemeinschaften zuerkennt, einen Anteil an der Kirche Christi zu besitzen, indem erbehauptet, dass sie im Besitz kirchlicher Elemente seien.
Das Ökumenismusdekret hebelt in Art. 3 die Unteilbarkeit der katholischen Kirche aus, die Frager mit Recht festhält, indem dort gesagt wird, dass sie insgesamt aus Elementen erbaut wird [aedificatur], die z. T. auch außerhalb ihres Gefüges existieren.
Wenn der Leib Christi nicht zerstückelt werden kann, wie können dann Elemente von ihm außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche existieren?
Falls Interesse besteht, könnte ich versuchen darzulegen, warum diese Elemente-Vorstellung falsch ist.
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#33   Rückkehr-Ökumene   14:46:39 | Donnerstag, 3. November 2011
Frager: Sie sagen: „Die lebendige Tradition legt den unveränderlichen Glaubensschatz (Depositum fidei) immer wieder neu in die jeweilige Zeit hinein aus, kein starres Verharren auf Antworten, die unter anderen Bedingugen ausgesagt worden, ohne das Wesentliche zu verleugnen.“
An der Aussage, dass die kath. Kirche die Kirche Christi ist, gibt es nichts auszulegen! Dieser Satz ist für alle Zeiten klar und eindeutig und kann ebenso wenig „verbessert“ werden, wie 2 mal 2 =4. Was antwortet wohl ein Mathematiker, wenn man ihm vorhält, starr an 2 mal 2 =4 festzuhalten?
Nicht die Zeit ist der Maßstab, sondern die unveränderliche Wahrheit. Die Zeit hat sich nach der Wahrheit zu richten und nicht die Wahrheit nach der Zeit.
Die Zeit ist ein armer Patient, der sich selbst nicht helfen kann und der auf die Kirche angewiesen ist, die ihm Heilung bringen kann. Alle Zeit sah es die Kirche als ihre Aufgabe an, diesem Patienten das erforderliche Antibiotikum zu verabreichen, wobei sie sich freilich auf seinen Krankheitszustand in der jeweiligen Zeit einzustellen hatte.
Aber mit dem Pastoralkonzil hat dieser Arzt sein Selbstverständnis geändert: Er beugt sich über den Kranken, atmet seine Tuberkelbazillen ein und erklärt sich mit ihm solidarisch.
Diese Solidarität ist eine Solidarität im Ruin.
Unter dem falschen Etikett „lebendige Tradition“ wurde eben nicht die überlieferte Lehre neu ausgelegt, sondern sie wurde verändert. Also wurde Wesentliches verleugnet. Zum subsist vgl. www.subsistit.de
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#24   Rückkehr-Ökumene   13:16:28 | Donnerstag, 3. November 2011
Aus logischem Grund halte ich es nicht für zweckdienlich, die Kritik am Pastoralkonzil mit der Problematik der Religionsfreiheit zu beginnen.
So wichtig diese Problematik auch ist, so handelt es sich doch um eine abgeleitete Problematik.
Die Wurzel der wichtigsten Veränderungen, die das Pastoralkonzil ins Werk setzte, ist das neue Selbstverständnis der katholischen Kirche, dass ich vorhin beschrieben habe. Die Abkehr vom „est“ ermöglichte es nämlich, das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen und auch zur Welt auf eine neue Grundlage zu stellen, die nicht traditionskonform ist.
Ein Niederschlag der Veränderung des Verhältnisses zu den anderen Religionen ist die pastoralkonziliare Religionsfreiheit.
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#21   Rückkehr-Ökumene   12:59:28 | Donnerstag, 3. November 2011
Bischof Fellay wendet sich mit vollem Recht gegen die Behauptung, dass es eine Interpretation des Pastoralkonzils in Kontinuität mit der traditionellen Lehre der Kirche möglich ist.
Denn es gibt eindeutige Fehler im Konzilstext, die einer Interpretation gar nicht fähig sind!
Zwei wichtige Beispiele: Hinter der subsistit-in-Lehre von Lumen gentium, Art.8, steht die Überzeugung, dass ein Unterschied besteht zwischen der katholischen Kirche und der Kirche Christi. Das hat Kardinal Ratzinger im Jahre 2000 in einem Vortrag mit dem Titel: „Die Ekklesiologie von Lumen gentium“ bestätigt, als er sagte:„Die Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein …“ bzw. „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Nach der traditionellen Lehre hingegen ist die katholische Kirche und die Kirche Christi ein und dasselbe, was Pius XII. in Mystici corporis ausdrücklich gesagt hat und in Humani generis ausdrücklich bestätigt hat. Hier liegt also ein Bruch vor.
Auch in Bezug auf die Heilsmittlerschaft liegt ein klarer Bruch vor: Die traditionelle Lehre der Kirche besagt, dass nur die katholische Kirche die Heilsmittlerschaft besitzt, wogegen das Ökumenismusdekret auch den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkennt.
Diese Brüche können durch keine Interpretation aus der Welt geschafft werden.
Redaktion benachrichtigen Die Stellungnahme war „nicht autorisiert“
#37   Rückkehr-Ökumene   20:33:58 | Mittwoch, 2. November 2011
Bischof Fellay sagte doch, dass die dogmatische Präambel und auch das zweite Schreiben aus Rom Unklarheiten enthalte, und er bemerkte dazu : Wir werden keinen Text unterschreiben, der Unklarheiten enthält. Danach zu urteilen, ist die dogmatische Präambel auch für Bischof Fellay inakzeptabel.
Jetzt geht es darum, dass die Priesterbruderschaft solche Abänderungsvorschläge macht, dass Rom in seiner Reaktion darauf seine Absichten klarlegt. Und wenn sie wieder unklar bleiben sollten, dann sollte die Priesterbruderschaft erneut Änderungsvorschläge unterbreiten.
Dieses Verfahren gilt es so lange fortzusetzen, bis Klarheit herrscht und das kann lange dauern.
Die Priesterbruderschaft sollte sich auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen lassen, vielmehr dem Prinzip treu bleiben: Wir werden keinen unklaren Text unterschreiben.
Redaktion benachrichtigen Assisi: In der Basilika wird dem Olokun gehuldigt
#257   Rückkehr-Ökumene   14:48:39 | Samstag, 29. Oktober 2011
Zweifellos hat das Pastoralkonzil die Volk-Gottes-Beschreibung der Kirche geradezu als Definition derselben in den Mittelpunkt gestellt und ihre anderen hauptsächlichen Beschreibungen, die Kirche als der mystische Leib Christi bzw. die Kirche als die Braut Christi an den Rand gedrängt.
Zudem hat das Pastoralkonzil auch noch den Volk-Gottes-Begriff uminterpretiert, indem es die drei Bedingungen, welche die traditionelle Lehre für die Zugehörigkeit zum Volk Gottes stellt, nämlich:
a) Das Bekenntnis des integralen katholischen Glaubens
b) Die sakramentale Einheit, insbesondere die Eucharistiegemeinschaft
c) Die Unterordnung der Gläubigen unter die gottgewollte Hierarchie aufgegeben hat.
In Art. 9 von Lumen gentium heißt es nämlich:
„Gott hat die Versammlung derer, die zu Christus als dem Urheber des Heils und dem Ursprung der Einheit und des Friedens glaubend aufschauen, als seine Kirche zusammengerufen und gestiftet, damit sie allen und jedem das sichtbare Sakrament dieser heilbringenden Einheit sei.“
Hier wir keine der drei genannten Bedingungen gestellt.
Der Modernist O. H. Pesch bemerkt zu dieser Wesensbestimmung zutreffend:
„Die Nähe zu Luthers Worten von der Kirche als Versammlung derer, die an Christus glauben …, ist mit Händen zu greifen.“
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#252   Rückkehr-Ökumene   09:27:45 | Samstag, 29. Oktober 2011
Die Vermischung der Ebenen – Kirche als solche und Glieder der Kirche – wurde durch das Konzil begünstigt, weil es die Volk-Gottes-Beschreibung der Kirche geradezu als Definition der Kirche hinstellt (Lumen gentium).
Der heutige Papst hat schon als Dogmatikprofessor in dieser Hinsicht gewackelt. In seinem Buch „Das neue Volk Gottes“ (1967) stellt er zwar richtig fest, dass
das Neue Testament die Redeweise von der sündigen Kirche nicht kennt“, lehnt aber selbst diese Redeweise keineswegs ab, sagt er doch: „daß auch das neue Gottesvolk Kirche der Sünder, vielleicht sogar ‘sündige Kirche’ ist.“(S. 237f)
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#246   Rückkehr-Ökumene   03:58:46 | Samstag, 29. Oktober 2011
Die Vermischung der Ebenen findet auch im Konzilsdokument Lumen gentium statt.
Nicht die Kirche ist der Reinigung bedürftig, sondern ihre Glieder. Man darf nicht die Ebene der Kirche als solche verwechseln mit der Ebene ihrer Glieder. Die Kirche selbst ist heilig und deshalb nicht der Reinigung bedürftig, was wir ja auch im Credo bekennen.
Die Vermischung dieser Ebenen findet sich auch in Lumen gentium, wodurch die Heiligkeit der Kirche relativiert wird: „ … die Kirche, die in ihrem Schoß Sünder umfasst, [ist] zugleich heilig und stets reinigungsbedürftig, [sie geht] immerfort den Weg der Buße und Erneuerung“ .
Die Kirche als solche ist eben nicht zugleich heilig und reinigungsbedürftig, sondern sie ist nur heilig. An der katholischen Religon gibt es also nichts zu reinigen.
Die Glieder der Kirche sind aber leider nicht heilig, sondern der Reinigung bedürftig.
Redaktion benachrichtigen Assisi: In der Basilika wird dem Olokun gehuldigt
#217   Rückkehr-Ökumene   21:21:44 | Freitag, 28. Oktober 2011
Was Benedikt XVI. in Assisi gesagt hat, ist für die Beurteilung dieses Ereignisses zweitrangig.
Ausschlaggebend ist, zu was der Papst die Vertreter der anderen Religionen eingeladen hat, nämlich nicht zum Däumchendrehen, sondern zum Gebet.
Der Assisi-Skandal besteht in der Hauptsache in dem an die Vertreter der nichtchristlichen Religionen gerichteten Aufruf, zu ihren falschen Gottheiten zu beten. Denn wenn sie beten, dann beten sie zu ihren falschen Gottheiten, und das weiß der Papst genau.
Auch worin der Inhalt ihrer Gebete besteht, ist von untergeordneter Bedeutung, vielmehr kommt es darauf an, an wen diese Gebete gerichtet sind und das sind eben falsche Götter, zu denen zu beten das erste Gebot verbietet.
Allein die Tatsache, dass ein Papst es wagt, dazu aufzurufen, zu falschen Gottheiten zu beten, das ist der Skandal, weil dieser Aufruf ein Verstoß gegen das erste Gebot ist.
Der Hauptskandal hatte sich also schon ereignet, bevor die Vertreter der Religionen in Assisi eintrafen.
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#212   Rückkehr-Ökumene   20:28:21 | Freitag, 28. Oktober 2011
Frager: Sie behaupten: „„subsisitit“ ist präziser, weil es der Wirklichkeit entspricht, ohne das „est“ zu mindern“ Es gibt im Konzilstext keine andere Stelle, über die so viel Tinte geflossen ist wie über das „subsistit“, weil es unklar ist. Von „präzise“ kann also gar keine Rede sein. Natürlich mindert das „subsistit“ das „est“. Ich habe Ihnen doch mit den Worten von Prof. Ratzinger gezeigt, dass mit dem „subsistit“ der katholische Absolutheitsanspruch aufgegeben wurde, im Widerspruch zur Lehre aller christlichen Jahrhunderte.
Der entscheidende Fehler besteht darin, dass mit dem „subsistit“ ein Unterschied gemacht wird zwischen der Kirche Christi und der kath. Kirche. Richtig stellte er fest: „In der Differenz zwischen „subsistit“ und „est“ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Zwar kann in einer protest. Gemeinschaft gültig getauft werden, wie auch jeder Laie gültig taufen kann, aber die Taufe ist im Protestantismus kein kirchliches Element.
Denn ein kirchliches Element ist ein Besitz der katholischen Kirche und infolgedessen ist es mit ausschließlich wahren Glaubensaussagen verbunden, mit allen Sakramenten und mit allen Elementen der Hierarchie.
Diese Eigenschaften hat der Inhalt eines kirchlichen Elements nicht, wenn er in einer anderen Gemeinschaft existiert. Und weil diesem Inhalt diese Eigenschaften in einer anderen Gemeinschaft fehlen, ist er dort kein kirchliches Element.
Diese Erkenntnis erweist den Ökumenismus des Konzils als in der Wurzel falsch.
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#200   Rückkehr-Ökumene   17:15:08 | Freitag, 28. Oktober 2011
Guiseppe: Worin besteht den der Assisi-Skandal in erster Linie?
Der eigentliche Skandal ist die Einladung an die Vertreter der nichtchristlichen Religionen, zu ihren falschen Gottheiten zu beten. Denn wenn sie beten, dann beten sie zu ihren falschen Gottheiten, und das weiß der Papst genau.
Dass man sich in Assisi trifft und dass der Inhalt des Gebets der weltliche Friede ist, das ist ganz sekundär.
Der Skandal würde auch bestehen, wenn Benedikt XVI. auf ein Treffen verzichtet und einen anderen Gebetsinhalt gewählt hätte.
Allein die Tatsache, dass ein Papst dazu aufruft, zu falschen Gottheiten zu beten, das ist der Skandal, weil dieser Aufruf ein Verstoß gegen das erste Gebot ist.
Man sollte deshalb sein Urteil über das Assisi-Treffen nicht davon abhängig machen, ob dort noch zusätzliche Skandale stattfinden, möglicherweise in etwas geringerm Umfang als vor 25 Jahren. Der Hauptskandal hatte sich also schon ereignet, bevor die Vertreter der Religionen in Assisi eintrafen.
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#179   Rückkehr-Ökumene   15:23:36 | Freitag, 28. Oktober 2011
Frager 11:16: „LG 8 „Ecclesia subsistit in Ecclesia catholica“ bedeutet keinen Gegensatz zu „est“, die äußeren Grenzen sind jedoch nicht schwarz/weiß…“
In folgendem Sinn bedeutet das „subsistit“ eben doch ein Gegensatz zum „est“. Mit dem „est“ wird der katholische Absolutheitsanspruch erhoben und mit dem „subsistit“ wird er aufgegeben. Das gestand der Dogmatikprofessor Ratzinger ein, als er sagte, dass das „subsistit“ eine „Reduzierung des katholischen Absolutheitsanspruchs“ bedeutet. Da der Absolutheitsanspruch aber nur ganz oder gar nicht erhoben werden kann, bedeutet das „subsisitit“ die Preisgabe desselben, und zwar im Widerspruch zur gesamten traditionellen Lehre der Kirche.
Und diese Preisgabe eröffnete den Raum, den anderen christlichen Religionen des Besitz von kirchlichen Elementen zuzuerkennen.
Zwar besitzen sie Inhalte von kirchlichen Elementen, aber nicht diese selbst! Und weil sie diese nicht besitzen, haben sie auch keine „kirchliche Dimension“, stellen keine „echte kirchliche Wirklichkeit“ dar und eine „Teilhabe am Sein der Kirche Christi ist bei ihnen nicht gegeben“.
Denn ein kirchliches Element ist ein Besitz der katholischen Kirche und infolgedessen ist es mit ausschließlich wahren Glaubensaussagen verbunden, mit allen Sakramenten und mit allen Elementen der Hierarchie. Diese Eigenschaften hat der Inhalt eines kirchlichen Elements nicht, wenn er in einer anderen Gemeinschaft existiert. Eine gründliche Darstellung dazu findet man in www.subsistit.de.
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#133   Rückkehr-Ökumene   08:41:30 | Freitag, 28. Oktober 2011
Frager 23:18 Was den Anselmschen Gottesbeweis betrifft, stimmen wir wohl überein. Unsere eigentliche Kontroverse liegt an einer anderen, höchst bedeutsamen Stelle, nämlich in der Beurteilung des „Elemente-Denkens“.
Sie betrachten, wenn ich Sie richtig verstehe, die Eigenschaften einer Religion, die mit der katholischen Lehre übereinstimmen, als Gemeinsamkeiten mit dieser.
Ich unterscheide hier zwei Ebenen: Die Ebene der für sich betrachteten Eigenschaften und die Ebene der Einbindung dieser Eigenschaften in den Zusmmenhang einer Religion. Um konkret zu werden: Die Eigenschaft der Barmherzigkeit Gottes lehrt auch der Islam, was anzuerkennen ist, falls man diese Eigenschaft isoliert betrachtet. Aber als in den islamischen Glauben eingebunden, ist diese Eigenschaft gekoppelt mit Irrtümern und durch diese Anbindung an den Irrtum ist sie als Systemaussage entwertet. Sie ist nicht entwertet als isolierte Eigenschaft, wohl aber als Eigenschaft, die in ein irrtumsbehaftetes System eingebunden ist.
Daselbe Problem stellt sich, wenn man die katholische Kirche mit einer anderen christlichen Religion vergleicht. In „Ut unum sint“ sagt Johannes Paul II., dass das, was uns trennt, viel geringer ist, als das, was uns eint. Dahinter steht die Vorstellung, dass der Glaube sich aus Teilen zusammensetzt, was „Unitatis redintegratio“ behauptet, wenn dort gesagt wird, dass die katholische Kirche insgesamt aus Elementen erbaut sei. Nein, der Glaube ist unteilbar, er besteht nicht aus Teilen.
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#93   Rückkehr-Ökumene   22:49:56 | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Frager 19:54 Sie behaupten:
„Der ontologische Gottesbeweis d. Hl. Anselm v. Canterbury zeigt, dass die sich erhebende Vernunft notwendig den richtigen Gott und nicht irgendwelche Götzen intendiert“ Das stimmt nicht. Der ontologische Gottesbeweis nach Anselm von Canterbury sagt im Kern: Wenn Gott das allervollkommenste und allerrealste Wesen ist (ens perfectissimum und realissimum), dann kann ihm das Daseein nicht mangeln. Das Gegenteil anzunehmen wäre ein Widerspruch, so daß das Dasein mit Notwendigkeit aus dem Wesen Gottes folgt.
Der Anselmsche Beweis besagt keineswegs, dass „die sich erhebende Vernunft notwendig den richtigen Gott“ intendiert. Die Religionen haben bekanntlich grundverschiedene Gottesvorstellungen, die sich teilweise widersprechen. Diejenigen, die daran festhalten, dass Gott das allervollkommenste Wesen ist, z. B. Christen und Muslime, lehren durchaus Widersprüchliches über dieses vollkommendste Wesen; also können nicht beide richtig sein; die Muslime verfehlen die richtige Gottesvorstellung.
Man darf eben nicht von einer richtig erkannten Eigenschaft Gottes, hier die Vollkommenheit, darauf schließen, dass die betreffende Religion den wahren Gott lehrt. (Den analoge Fehler findet man übrigens im Konzilsdokument Nostra aetate) Das Wissen des Christen über Gott ist auch keineswegs schattenhaft, wie Sie behaupten, denn Gott selbst hat sich durch Christus geoffenbart, wenn auch die Fülle Gottes, wie Sie richtig sagen, nicht erfasst werden kann.
Redaktion benachrichtigen Assisi: In der Basilika wird dem Olokun gehuldigt
#56   Rückkehr-Ökumene   19:14:33 | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Was ist der hauptsächliche Skandal?
Der eigentliche Skandal ist die Einladung an die Vertreter der nichtchristlichen Religionen, zu ihren falschen Gottheiten zu beten. Denn wenn sie beten, dann beten sie zu ihren falschen Gottheiten, und das weiß der Papst genau.
Dass man sich in Assisi trifft und dass der Inhalt des Gebets der weltliche Friede ist, das ist ganz sekundär.
Der Skandal würde auch bestehen, wenn Benedikt XVI. auf ein Treffen verzichtet und einen anderen Gebetsinhalt gewählt hätte.
Allein die Tatsache, dass ein Papst dazu aufruft, zu falschen Gottheiten zu beten, das ist der Skandal, weil dieser Aufruf ein Verstoß gegen das erste Gebot ist.
Man sollte deshalb sein Urteil über das Assisi-Treffen nicht davon abhängig machen, ob dort noch zusätzliche Skandale stattfinden, möglicherweise in etwas geringerm Umfang als vor 25 Jahren. Der Haupütskandal hatte sich also schon ereignet, bevor die Vertreter der Religionen in Assisi eintrafen.
Redaktion benachrichtigen Assisi-Greuel: Der wahre Dialog will bekehren
#97   Rückkehr-Ökumene   19:11:27 | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Was ist der eigentliche Skandal?
Der eigentliche Skandal ist die Einladung an die Vertreter der nichtchristlichen Religionen, zu ihren falschen Gottheiten zu beten. Denn wenn sie beten, dann beten sie zu ihren falschen Gottheiten, und das weiß der Papst genau.
Dass man sich in Assisi trifft und dass der Inhalt des Gebets der weltliche Friede ist, das ist ganz sekundär.
Der Skandal würde auch bestehen, wenn Benedikt XVI. auf ein Treffen verzichtet und einen anderen Gebetsinhalt gewählt hätte.
Allein die Tatsache, dass ein Papst dazu aufruft, zu falschen Gottheiten zu beten, das ist der Skandal, weil dieser Aufruf ein Verstoß gegen das erste Gebot ist.
Man sollte deshalb sein Urteil über das Assisi-Treffen nicht davon abhängig machen, ob dort noch zusätzliche Skandale stattfinden, möglicherweise in etwas geringerm Umfang als vor 25 Jahren. Der Haupütskandal hatte sich also schon ereignet, bevor die Vertreter der Religionen in Assisi eintrafen.
Redaktion benachrichtigen Der deutsche Schäferhund ringt den Schweizer Bernhardiner nieder
#106   Rückkehr-Ökumene   14:12:54 | Sonntag, 9. Oktober 2011
Schlimmer als keine Kritik zu üben, ist das Vorbringen einer das Übel verharmlosenden Kritk und zu behaupten, diese sei die notwendige Kritik.
Die notwendige Kritik würde in Bezug auf das Konzil u.a. lauten: „Die Weigerung des Pastoralkonzils zu sagen, dass die Kirche Christi und die katholische Kirche ist, und das „ist“ durch „subsistit“ zu eretzen, ist ein Verrat an der katholischen Kirche.“
In Bezug auf die Neue Messe lautet die notwendige Kritik u.a.: Sie ist in sich schlecht und gefährdet den katholischen Glauben, deshalb soll man ihr fern bleiben.
Wenn Rom zugesteht, dass die Bruderschaft weiterhin Krtik üben dürfe, dann besagt das gar nichts!
Denn dann wird dieses Rom nur noch eine harmlose Kritik dulden, die von der notwendigen Kritik ablenkt. Es entscheidet ja darüber, welche Kritik dann noch sein darf und die sich unterstellt haben, müssen sich danach richten.
Dann lieber gar keine Kritik! Denn auf die, die dann noch möglich sein wird, kann man getrost verzichten! Und nicht nur das: Denn dann wird an die Stelle der notwendigen Kritik diese überflüssige Kritik gesetzt und so der falsche Eindruck erweckt, als wäre das die notwendige Kritik.
Dadurch wird nicht die Rückkehr Roms zur Tradition beschleunigt, sondern im Gegenteil, sie wird blockiert, weil ein Schleier über die Tradition gelegt wird. Die verharmlosende Kritik verhindert nämlich, dass die unüberbrückbare Kluft zwischen der traditionellen Lehre und der Lehre des pastoralkonziliaren Roms deutlich gemacht wird
Redaktion benachrichtigen Der deutsche Schäferhund ringt den Schweizer Bernhardiner nieder
#97   Rückkehr-Ökumene   12:57:47 | Sonntag, 9. Oktober 2011
Wird es für die Priesterbruderschaft St. Pius X. nach einer „Versöhnung mit Rom“, wie Pater Pfluger sagt, „sehr sehr schwierig sein“ die Kritik am modernistischen Rom weiterzuführen?
Hier ist es unumgänglich zu unterscheiden:
Es wird nicht „sehr, sehr schwierig sein“ eine Kritik vorzubringen, die nicht an die Wurzel des Übels geht und die die unüberbrückbare Kluft, die zwischen der traditionellen Lehre der Kirche und der Lehre des vom Konzil geprägten Roms verharmlost.
Es wird aber nicht nur sehr, sehr schwierig sein, die notwendige Kritik, die an die Wurzel des pastoralkonziliaren Übels geht, insbesondere –
Das Konzil hat mit dem „subsistit“ Verrat am Absolutheitsanspruch der Kirche geübt und die Neue Messe ist in sich schlecht –, sondern sie kann dann überhaupt nicht mehr vorgebringen (!), weil sich das moderne Rom von denen, die sich ihm unterstellt haben natürlich nicht vorwerfen lässt, dass es Verrat an der katholischen Kirche geübt hat und immer noch übt.
Die notwendige Kritik, die das Zeugnis für die Wahrheit verlangt, kann die Priesterbruderschaft St. Pius X. nur vorbringen, solange sie sich in der Position des Abseits in Bezug auf den offiziellen Innenraum der Kirche befindet.
Wir müssen dafür beten, dass der ganzen Priesterbruderschaft diese Erkenntnis zuteil wird, und sie deshalb mit einem Abkommen wartet, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückkehrt.
Der Rosenkranz des Rosenkranz-Kreuzzuges sollte jetzt (zumindest auch) in dieser Intention gebetet werden
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#94   Rückkehr-Ökumene   12:31:43 | Sonntag, 9. Oktober 2011
Die theologischen Gespräche, welche die Bruderschaft mit dem modernen Rom geführt hat, dienten auch dazu auszuloten, ob eine inhaltliche Übereinstimmung erzielt werden kann.
Das Ergebnis war den Berichten zufolge negativ:„Ihr versteht uns nicht, und wir verstehen euch nicht.“
Die fällige Konsequenz wäre gewesen, dass beide Seiten Abstand nehmen von einem Abkommen.
Rom will aber die Bruderschaft in seine Gewalt bekommen, deshalb machte es trotz der unüberbrückbaren Gegensätze im Inhaltlichen ein Unterstellungs-Angebot.
Die Bruderschaft hat jetzt die Möglichkeit, klare Abänderungsvorschläge zu formulieren und diese wird Rom nicht übernehmen, weil es sie nicht anerkennen will und weil es dann auch nicht sein Gesicht wahren könnte.
Wenn es zu keiner Unterstellung kommt, dann kann die Bruderschaft am besten der Kirche dienen, weil sie diesem Rom den Spiegel für seine Abweichungen von der überlieferten Lehre weiter täglich vor Augen halten kann, und gegen dieses Zeugnis für die Wahrheit kann kein anderes Argument ins Feld geführt werden, auch nicht die Aussicht auf ein größeres missionarisches Wirken.
Zugleich wendet sie dadurch eine drohende Spaltung in ihren Reihen ab, denn man kann davon ausgehen, dass die Abgänge in diesem Fall am geringsten sein werden.
Unter Hinweis auf die Ablehnung der Änderungsvorschläge kann die Bruderschaft St. Pius X. dann nämlich nachweisen, dass die Zeit für ein Abkommen noch nicht gekommen ist.
Redaktion benachrichtigen Die Tradition muß wieder erblühen
#105   Rückkehr-Ökumene   09:14:58 | Sonntag, 9. Oktober 2011
Die theologischen Gespräche, die die Bruderschaft mit dem modernen Rom geführt hat, dienten auch dazu auszuloten, ob eine inhaltliche Übereinstimmung erzielt werden kann.
Das Ergebnis war den Berichten zufolge negativ:„Ihr versteht uns nicht, und wir verstehen euch nicht.“
Die fällige Konsequenz wäre gewesen, dass beide Seiten Abstand nehmen von einem Abkommen.
Rom will aber die Bruderschaft in seine Gewalt bekommen, deshalb machte es trotz der unüberbrückbaren Gegensätze im Inhaltlichen ein Unterstellungs-Angebot.
Die Bruderschaft hat jetzt die Möglichkeit, klare Abänderungsvorschläge zu formulieren und diese wird Rom nicht übernehmen, weil es sie nicht anerkennen will und weil es dann auch nicht sein Gesicht wahren könnte.
Wenn es zu keiner Unterstellung kommt, dann kann die Bruderschaft am besten der Kirche dienen, weil sie diesem Rom den Spiegel für seine Abweichungen von der überlieferten Lehre weiter täglich vor Augen halten kann, und gegen dieses Zeugnis für die Wahrheit kann kein anderes Argument ins Feld geführt werden, auch nicht die Aussicht auf ein größeres missionarisches Wirken.
Zugleich wendet sie dadurch eine drohende Spaltung in ihren Reihen ab, denn man kann davon ausgehen, dass die Abgänge in diesem Fall am geringsten sein werden.
Unter Hinweis auf die Ablehnung der Änderungsvorschläge kann die Bruderschaft St. Pius X. dann nämlich nachweisen, dass die Zeit für ein Abkommen noch nicht gekommen ist.
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#102   Rückkehr-Ökumene   05:20:58 | Sonntag, 9. Oktober 2011
Wird es für die Priesterbruderschaft St. Pius X. nach einer „Versöhnung mit Rom“, wie Pater Pfluger sagt, „sehr sehr schwierig sein“ die Kritik am modernistischen Rom weiterzuführen?
Hier gilt es zu unterscheiden:
Es wird nicht „sehr, sehr schwierig sein“ eine Kritik vorzubringen, die nicht an die Wurzel des Übels geht und die die unüberbrückbare Kluft, die zwischen der traditionellen Lehre der Kirche und der Lehre des vom Konzil geprägten Roms verharmlost.
Es wird andererseits aber nicht nur sehr, sehr schwierig sein, die notwendige Kritik, die an die Wurzel des pastoralkonziliaren Übels geht, insbesondere –
Das Konzil hat mit dem „subsistit“ Verrat am Absolutheitsanspruch der Kirche geübt und die Neue Messe ist in sich schlecht –, sondern sie kann dann überhaupt nicht mehr vorgebringen, weil sich das moderne Rom von denen, die sich ihm unterstellt haben natürlich nicht vorwerfen lässt, dass es Verrat an der katholischen Kirche geübt hat und immer noch übt.
Die notwendige Kritik, die das Zeugnis für die Wahrheit verlangt, kann die Priesterbruderschaft St. Pius X. nur vorbringen, solange sie sich in der Position des Abseits in Bezug auf den offiziellen Innenraum der Kirche befindet.
Wir müssen dafür beten, dass der ganzen Priesterbruderschaft diese Erkenntnis zuteil wird, und sie deshalb mit einem Abkommen wartet, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückkehrt.
Der Rosenkranz des Rosenkranz-Kreuzzuges sollte jetzt (zumindest auch) in dieser Intention gebetet werden.
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#96   Rückkehr-Ökumene   21:12:01 | Samstag, 8. Oktober 2011
Wird es für die Priesterbruderschaft St. Pius X. nach einer „Versöhnung mit Rom“, wie Pater Pfluger sagt, „sehr sehr schwierig sein“ die Kritik am modernistischen Rom weiterzuführen?
Hier gilt es zu unterscheiden: Es wird nicht „sehr, sehr schwierig sein“ eine Kritik vorzubringen, die nicht an die Wurzel des Übels geht und die die unüberbrückbare Kluft, die zwischen der traditionellen Lehre der Kirche und der Lehre des vom Pastoralkonzil geprägten Roms verharmlost.
Es wird andererseits aber nicht nur sehr, sehr schwierig sein, die notwendige Kritik, die an die Wurzel des pastoralkonziliaren Übels geht, und für die ich unten Beispiele gegeben habe, vorzubringen, sondern sie kann dann überhaupt nicht mehr vorgebracht werden, weil sich das moderne Rom von denen, die sich ihm unterstellt haben natürlich nicht vorwerfen lässt, dass es Verrat an der katholischen Kirche geübt hat und immer noch übt.
Die notwendige Kritik, die das Zeugnis für die Wahrheit verlangt, kann die Priesterbruderschaft St. Pius X. nur vorbringen, solange sie sich in der Position des Abseits in Bezug auf den offiziellen Innenraum der Kirche befindet.
Wir müssen dafür beten, dass der ganzen Priesterbruderschaft diese Erkenntnis zuteil wird, und sie deshalb mit einem Abkommen wartet, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückkehrt.
Der Rosenkranz des Rosenkranz-Kreuzzuges sollte jetzt (zumindest auch) in dieser Intention gebetet werden.
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#93   Rückkehr-Ökumene   19:49:54 | Samstag, 8. Oktober 2011
Schlimmer als keine Kritik zu üben, ist das Vorbringen einer das Übel verharmlosenden Kritk und zu behaupten, diese sei die notwendige Kritik.
Die notwendige Kritik würde in Bezug auf das Konzil z. B. lauten: „Die Weigerung des Pastoralkonzils zu sagen, dass die Kirche Christi und die katholische Kirche ist, und die Ersetzung des „ist“ durch „subsistit“ ist ein Verrat an der katholischen Kirche.“
In Bezug auf die Neue Messe habe ich eine notwendige Kritik schon unten beschrieben.
Wenn Rom zugesteht, dass die Bruderschaft weiterhin Krtik üben dürfe, dann besagt das gar nichts!!!
Denn dann wird dieses Rom nur noch eine harmlose Kritik dulden, die von der notwendigen Kritik ablenkt. Es entscheidet ja darüber, welche Kritik dann noch sein darf und die sich unterstellt haben, müssen sich danach richten.
Dann lieber gar keine Kritik! Denn auf die, die dann noch möglich sein wird, kann man getrost verzichten! Und nicht nur das: Denn dann wird an die Stelle der notwendigen Kritik diese überflüssige Kritik gesetzt und damit der Eindruck erweckt, als wäre das die notwendige Kritik.
Dadurch wird nicht etwa die Rückkehr Roms zur Tradition beschleunigt, sondern im Gegenteil, sie wird blockiert, weil ein Schleier über die Tradition gelegt wird. Die verharmlosende Kritik verhindert nämlich, dass die unüberbrückbare Kluft zwischen der traditionellen Lehre und der Lehre des pastoralkonziliaren Roms deutlich gemacht wird.
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#74   Rückkehr-Ökumene   18:26:40 | Samstag, 8. Oktober 2011
„Ein vatikanisches Angebot müsse der Bruderschaft darum die Freiheit garantieren, „die Kritik am »modernistischen Rom« weiterführen zu können“.
Kritk und Kritik ist zweierlei: Das moderne Rom würde gewiss dulden, wenn eine „eingebundene“ Bruderschaft über die Neue Messe sagt, dass sie gewisse Defekte habe. Das pastoralkonziliare Rom würde aber nicht dulden, wenn die Bruderschaft dann immer noch sagt: „Die Neue Messe ist in sich schlecht und es gefährdet den katholischen Glauben, an ihr teilzunehmen. Deshalb sollen die Gläubigen nicht an ihr teilnehmen.“
Die Priesterbruderschaft sollte deshalb in Rom abklären, ob ihr gestattet wird, und zwar schriftlich (!), genau diese Kritk weiter vorzubringen.
Auf jene harmlose Kritik, „gewisse Defekte“, die den Skandal der Neuen Messe sträflich verharmlosen würde, kann sie ruhig verzichten, nicht aber auf die genannte fundamentale Kritik.
Die Formulierung „die Kritik weiterführen zu können“ ist also viel zu schwammig, denn auch eine aus Harmlosigkeiten bestehende Kritik ist eine Kritik.
Die Priesterbruderschaft sollte die Probe im genannten Sinn machen, dann wird sich ja zeigen, welche Art der Kritik das vom Modernismus geprägte Rom dann noch zulassen wird.
Die Priesterbruderschaft sollte sich erst dann Rom unterstellen, wenn Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist.
Jegliche Unterstellung vor der Wende wird ihr Unheil bringen.
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#26   Rückkehr-Ökumene   15:19:25 | Samstag, 8. Oktober 2011
„Ein vatikanisches Angebot müsse der Bruderschaft darum die Freiheit garantieren, „die Kritik am »modernistischen Rom« weiterführen zu können“.
Kritk und Kritik ist zweierlei: Das moderne Rom würde gewiss dulden, wenn eine „eingebundene“ Bruderschaft über die Neue Messe sagt, dass sie gewisse Defekte habe. Das modernistische Rom würde aber nicht dulden, wenn die Bruderschaft dann immer noch sagt: „Die Neue Messe ist in sich schlecht und es gefährdet den katholischen Glauben, an ihr teilzunehmen. Deshalb sollen die Gläubigen nicht an ihr teilnehmen.“
Die Priesterbruderschaft sollte deshalb in Rom abklären, ob ihr gestattet wird, und zwar schriftlich (!), genau diese Kritk weiter vorzubringen.
Auf jene harmlose Kritik, „gewisse Defekte“, die den Skandal der Neuen Messe sträflich verharmlosen würde, kann sie verzichten, nicht aber auf die genannte fundamentale Kritik.
Die Formulierung „die Kritik weiterführen zu können“ ist also viel zu schwammig, denn auch eine aus Harmlosigkeiten bestehende Kritik ist eine Kritik.
Die Priesterbruderschaft sollte die Probe im genannten Sinn machen, dann wird sich ja zeigen, welche Art der Kritik das vom Modernismus geprägte Rom dann noch zulassen wird.
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#14   Rückkehr-Ökumene   14:45:57 | Samstag, 8. Oktober 2011
Die Priesterbruderrschaft darf kein Abkommen mit dem vom Modernismus geprägten Rom schließen.
Dies erkennt man auf beiden Ebenen, der prinzipiellen und der praktischen Ebene.
Solange die Priesterbruderschaft im Abseits steht, legt sie Zeugnis dafür ab, dass Wahrheit und Irrtum zwar de facto nebeneinander stehen aber dieses Nebeneinanderstehen nicht akzeptiert werden darf.
Wenn sie sich durch ein Abkommen in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden lässt, dann erweckt sie zumindest den Eindruck, dass sie dieses Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert und entwertet damit ihren Einsatz für die Wahrheit.
Auch im Hinblick auf der praktische Ebene ist ein Abkommen nicht zu verantworten.
Kann es ein Wirtschaftsbetrieb dulden, dass einer seiner Angestellten behauptet, dass ein von dem Betrieb hergestelltes Produkt schlecht ist? Nein! Ebensowenig wird es dieses Rom dann dulden, dass die Bruderschaft behauptet, die Neue Messe sei in sich schlecht, die Gläubigen sollen ihr deshalb fern bleiben.
Das muss sie aber sagen, um die Menschen vor dieser Messe zu warnen, wenn sie nicht ihrem Auftrag, dem Heil der Seelen zu dienen, untreu werden will.
Man wird doch nicht daran zweifeln, dass dieses Rom, wenn es erst einmal die Bruderschaft in seine Gewalt bekommen hat, Mittel finden wird, um solche Warnungen zu unterbinden.
Die Bruderschaft muss warten, bis Rom auf den Boden der überlieferten Lehre zurückgekehrt ist. Jedes Abkommen vor dieser Wende, ist falsch und verderbli…
Redaktion benachrichtigen Morgen ist der Tag
#139   Rückkehr-Ökumene   13:02:18 | Samstag, 8. Oktober 2011
Die Priesterbruderrschaft darf kein Abkommen mit dem vom Modernismus geprägten Rom schließen.
Dies erkennt man auf zwei Ebenen, der prinzipiellen und der praktischen Ebene.
Solange die Priesterbruderschaft im Abseits steht, legt sie Zeugnis dafür ab, dass Wahrheit und Irrtum zwar de facto nebeneinander stehen aber dieses Nebeneinanderstehen nicht akzeptiert werden darf.
Wenn sie sich durch ein Abkommen in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden lässt, dann erweckt sie zumindest den Eindruck, dass sie dieses Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum akzeptiert und entwertet damit ihren Einsatz für die Wahrheit.
Auch im Hinblick auf der praktische Ebene ist ein Abkommen nicht zu verantworten. Kann es ein Wirtschaftsbetrieb dulden, dass einer seiner Angestellten behauptet, dass ein von dem Betrieb hergestelltes Produkt schlecht ist? Nein! Ebensowenig wird es dieses Rom dann dulden, dass die Bruderschaft behauptet, die Neue Messe sei in sich schlecht und die Gläubigen sollen ihr fern bleiben.
Das muss sie aber sagen, um die Menschen vor dieser Messe zu warnen, wenn sie nicht ihrem Auftrag,dem Heil der Seelen zu dienen, untreu werden will.
Man wird doch nicht daran zweifeln, dass dieses Rom, wenn es erst einmal die Bruderschaft in seine Gewalt bekommen hat, Mittel finden wird, um solche Warnungen zu unterbinden.
Die Bruderschaft muss warten, bis Rom auf den Boden der überlieferten Lehre zurückgekehrt ist. Jedes Abkommen vor dieser Wende, ist falsch und verderblich.
Redaktion benachrichtigen Wenn der Generalobere zustimmt, wird die Bruderschaft mitziehen
#145   Rückkehr-Ökumene   09:00:46 | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Es liegt auf der Hand, dass das vom Pastoralkonzil geprägte Rom die Piusbruderschaft zur Anerkennung seines Modernismus bringen will, auch wenn es ihr das Praktizieren traditioneller Formen gestattet.
Dazu muss es diesem Rom gelingen, die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu integrieren. Wenn das gelungen ist, dann hat Rom Zeit mit der Erreichung dieses Zieles. Eine Zeitlang wird es vielleicht den Anschein haben, als könnte die Priesterbruderschaft die Neue Messe öffentlich ablehnen und dem Konzil die pauschale Anerkennung versagen. Rom hat dann aber genug Möglichkeiten sein Ziel Zug um Zug zu erreichen.
Eine dieser Möglichkeiten bietet sich bei der nächsten Bischofsweihe im Rahmen der Bruderschaft, die in absehbarer Zeit anstehen wird. Dann wird dieses Rom nur einem Kanditaten zustimmen, der dem genannten Ziel dient.
Jedes Abkommen, bevor Rom zu seiner Tradition zurückgekehrt ist, ist ein schwerer Fehler.
Es wird erhebliche Abgänge in der Bruderschaft beim Abschluss eines Abkommens geben, und wenn dann Rom die Zähne zeigt und sich für die Bruderschaft die Notwendigkeit ergibt, wieder ins Abseits zu gehen, dann wird es wieder Abgänge geben.
Diese Verluste werden sie in die Bedeutungslosigkeit abdrängen.
Was ist zu tun, angesichts der Tatsache, dass es viele in der Bruderschaft gibt, die ein Abkommen wollen. Lange, lange Gespräche führen, und da gibt es ja immer etwas, was noch nicht geklärt ist. Mit Vorschlägen einkreisen, womit dieses Rom sich die Hintertür offen hält.
Redaktion benachrichtigen Wenn der Generalobere zustimmt, wird die Bruderschaft mitziehen
#139   Rückkehr-Ökumene   21:11:05 | Montag, 3. Oktober 2011
„Für eine zukünftige Anerkennung der Bruderschaft Sankt Pius X. ist eine volle Anerkennung des Zweiten Vatikanums und des Lehramts der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. und von Benedikt XVI. eine unverzichtbare Bedingung.“ Wenn es damals so hieß und man heute darauf verzichtet, dann heißt das nur, dass man auf eine direkte Anerkennung verzichtet. Das mit allen dipl. Wassern gewaschene moderne Rom kann aber das Ziel der Anerkennung auch auf indirektem Wege erreichen, indem es „interpretationsfähige Formulierungen“ wählt, bei denen es nachher die Interpretationshoheit beansprucht. Wenn Bischof Fellay sagt, dass beide der Bruderschaft vorgelegten Texte Unklarheiten enthalten, dass sollte sie der Gegenseite Umformulierungen vorlegen und darauf bestehen, dass die Umformulierungen übernommen werden.
Unabhängig davon, sollte die Priesterbruderschaft abwarten, bis Rom auf den Boden der überlieferten Lehre zurückkehrt. Ansonsten erweckt sie den Eindruck, dass man auf zwei Weisen katholisch sein kann, nämlich auf traditionelle Weise und auf pastoralkonziliare Weise. Aber Wahrheit und Irrtum sind nicht verschiedene Spielarten ein und desselben.
Wenn Bischof Fellay feststellt: Wie die Sache ausgeht, sie wird Folgen haben, dann meint er wohl, dass es Abgänge in der PB geben wird. Also sollte er die Sache nicht zu Ende gehen lassen. Warum sollten nicht Umformulierungen sehr lange Zeit hin-und hergehen? So dürften sich die Folgen minimalisieren lassen.
Redaktion benachrichtigen Wenn der Generalobere zustimmt, wird die Bruderschaft mitziehen
#34   Rückkehr-Ökumene   20:47:39 | Samstag, 1. Oktober 2011
Der Artikel vom 27.9.:„Ist die dogmatische Präamel ein Wischi-Waschi Text?“ ist viel informativer.
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor den Widerstand der Priesterbruderschaft St. Pius X. gegen das Konzil und die Neue Messe brechen will, und das kann es nur, wenn es ihm gelingt, sie über einen kanonischen Status zu integrieren.
Dieses Ziel kann Rom auf zwei Weisen anstreben, entweder direkt, indem es jene Anerkennungen ausdrücklich fordert, oder indirekt. Die theologischen Gespräche haben erneut gezeigt, dass der direkte Weg nicht zum Ziel führt. Also wird dieses Rom den indirekten Weg zum Ziel einschlagen. Dieser besteht offenbar darin, dass es versucht, die Anerkennung „interpretationsfähiger Texte“ zu erreichen, wobei klar ist, dass die „Interpretationshoheit“ bei Rom liegt. Deshalb hat Bischof Fellay völlig Recht wenn er sagt, dass die Priesterbruderschaft keine unklare Texte unterschreiben wird.
Sie muss nun sorgfältig prüfen, ob die interpretationsfähigen Texte die Anerkennung von Konzil und Neurer Messe durch die Hintertür bedeuten können. Wenn sich Rom gegen gewisse Umformulierungen sträubt, lassen sich vielleicht seine Absichten besser erkennen. Keineswegs sollte sich die Priesterbruderschaft unter Zeitdruck setzen lassen.
Redaktion benachrichtigen Ist die dogmatische Präambel ein Wischi-Waschi-Text?
#70   Rückkehr-Ökumene   08:42:40 | Donnerstag, 29. September 2011
Ein gutes und notwendiges Prinzip!
Man kann davon ausgehen, dass Rom nach wie vor den Widerstand der Priesterbruderschaft St. Pius X. gegen das Konzil und die Neue Messe brechen will, und das kann es nur, wenn es ihm gelingt, sie über einen kanonischen Status zu integrieren.
Dieses Ziel kann Rom auf zwei Weisen anstreben, entweder direkt, indem es jene Anerkennungen ausdrücklich fordert, oder indirekt. Die theologischen Gespräche haben erneut gezeigt, dass der direkte Weg nicht zum Ziel führt. Also wird dieses Rom den indirekten Weg zum Ziel einschlagen. Dieser besteht offenbar darin, dass es versucht, die Anerkennung „interpretationsfähiger Texte“ zu erreichen, wobei klar ist, dass die „Interpretationshoheit“ bei Rom liegt. Deshalb hat Bischof Fellay völlig Recht wenn er sagt, dass die Priesterbruderschaft keine unklare Texte unterschreiben wird.
Sie muss nun sorgfältig prüfen, ob die interpretationsfähigen Texte die Anerkennung von Konzil und Neurer Messe durch die Hintertür bedeuten können. Wenn sich Rom gegen gewisse Umformulierungen sträubt, lassen sich vielleicht seine Absichten besser erkennen. Keineswegs sollte sich die Priesterbruderschaft unter Zeitdruck setzen lassen.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe geben den Klerikerstand der öffentlichen Verfolgung preis
#187   Rückkehr-Ökumene   20:12:33 | Montag, 8. August 2011
Nur ein Pastoralkonzil!
Für die Beurteilung des Konzils sollte man die folgenden Worte von Kardinal Ratzinger beherzigen: „Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte …“
Dieses Konzil hat sich geweigert in Übereinstimmung mit der traditionellen Lehre der Kirche zu sagen: Die Kirche Christi und die kath. Kirche ist ein und dasselbe, was Pius XII. in seiner Enzyklika Mystici corporis feststellte. Stattdessen verwendete das Konzil die Formulierung, dass die Kirche Christi in der katholischen Kirche subsistiert. (LG, Art.8) Der Dogmatikprofessor Ratzinger stellte dazu fest, dass dadurch der Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche reduziert wird. Da der Absolutheitsanspruch aber nur ganz oder gar nicht erhoben werden kann, deshalb heißt er ja so, beinhaltet diese Aussage das Eingeständnis, dass mit der subsistit-in-Formel der katholische Absolutheitsanspruch aufgegeben wurde.
Hier liegt ein Bruch mit der überlieferten Lehre vor.
Auch die Aussage im Ökumenismus-Dekret, dass der Heilige Geist es nicht verschmäht, die anderen christlichen Religionen als Mittel des Heiles zu gebrauchen, stellt einen Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche dar.
Damit ist aber auch klar, dass es eine Interpretation des Pastoralkonzils in Kontinuität mit der überlieferten Lehre nicht geben kann. Denn wenn ein klarer Fehler vorliegt, dann ist dieser einer Interpretation gar nicht fähig.
Redaktion benachrichtigen Bruder des Kardinalstaatssekretärs gestorben + …
#96   Rückkehr-Ökumene   22:59:03 | Samstag, 23. Juli 2011
Ratzinger ist selbst in den Modernismus verstrickt.
Ich empfehle Herrn Pater Dr. Jatzkowski z. B. das Studium der Ratzinger Schrift: „Die Tochter Zion“ (1977). Darin behauptet er, dass die Aufnahme der Gottesmutter mit Leib und Seele in den Himmel im Dogma nicht als eine historische Tatsache ausgesagt wird: „Er [Pius XII.]definiert damit den Inhalt dieses Glaubenssatzes deutlich nicht als historische, sondern als theologische Aussage.“
Dabei hebt Pius XII. doch gerade bei der Formulierung des Dogmas hervor, dass die Aufnahme Mariens in den Himmel eine historische Tatsache ist, sagt er doch in der Formulierung des Dogmas, dass die Gottesmutter „nach Vollendung des irdischen Lebenslaufes [!] mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“ Außerdem deuter Ratzinger den Inhalt des Dogmas um, indem er behauptet er sei „höchstes Marienlob“. „Höchstes Marienlob“ ist zwar eine Eigenschaft, die mit dem Inhalt dieses Dogmas wie auch mit den anderen Mariendogmen verbunden ist, es ist aber nicht der Inhalt dieses Dogmas.-
Darüber hinaus empfehle ich dem Pater das Studium von Ratzingers Schrift „Das Problem der Dogmengeschichte in der Sicht der katholischen Theologie“ (1966) in der er die Gültigkeit des Dogmas dadurch unterminiert, dass er es in einen unveränderlichen Kern von einer zeitbedingten sprachlichen Gestalt aufspaltet. An beiden Fällen erkennt man, dass Ratzinger selbst in den Modernismus verstrickt ist.
Redaktion benachrichtigen Die Seligen-Inflation hält an + …
#60   Rückkehr-Ökumene   08:56:34 | Mittwoch, 29. Juni 2011
r.ruhrgebietler
Nein, darum geht es hier nicht. Es geht um die falsche Unterscheidung zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche, die sich das Pastoralkonzil hat zu Schulden kommen lassen.
Diese Unterscheidung ist der Sündenfall des Konzils und an ihr hängt der pastoralkonziliare Ökumenismus, wie Kardinal Ratzinger zutreffend feststellte.
Wer das Konzil an der Wurzel fassen will, der muss an dieser Problematik angreifen.
Übrigens hat Kardinal Montini, der spätere Papst Paul VI., in der Konzilsaula am 3.12.1962 die Aufgabe des Konzil in der Frage zusammengefasst:
„Kirche, was sagst du von dir selbst?“
Das Pastoralkonzil hat diese Frage in einer nicht mit der überlieferten Lehre der Kirche zu vereinbarenden Weise beantwortet, und zwar in erster Linie mit seiner subsistit-in-Lehre.
Benedikt XVI. hat in einer Reihe von Abhandlungen zu dieser Problematik Stellung genommen und hat vergeblich versucht, diese neue Lehre über das Selbstverständnis der Kirche zu rechtfertigen (vgl. das Buch unter www.subsistit.de).
Redaktion benachrichtigen Die Seligen-Inflation hält an + …
#58   Rückkehr-Ökumene   22:15:12 | Dienstag, 28. Juni 2011
ruhrgebietler
Sie scheinen nicht verstanden zu haben, woraum es hier geht.
Redaktion benachrichtigen Die Seligen-Inflation hält an + …
#55   Rückkehr-Ökumene   20:53:00 | Dienstag, 28. Juni 2011
Frge an Benedikt XVI. (Nachtrag zu meinen Beiträgen
zu dem Artikel „Seit dem Konzil is die Einheit im Glauben weg“ vom 22.6.2011.
Nach katholischem Dogma hat Christus die auf Petrus gegründete Kirche, also die katholische Kirche gestiftet.
Kardinal Ratzinger macht einen Unterschied zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche und behauptet, „das Sein der Kirche Christi reicht viel weiter als die katholische Kirche.“
Frage an den Papst: „Heiliger Vater, welche Kirche hat Christus Ihrer Ansicht nach gestiftet?“
Wenn er sagt, er hat die Kirche Christi gestiftet, dann kann man ihm entgegenhalten: Da das Dogma besagt, dass Christus die katholische Kirche gestiftet hat und Sie einen Unterschied zwischen der katholischen Kirche und der Kirche Christi behaupten, widersprechen Sie dem Dogma.
Und wenn der Papst antwortet, Christus hat die katholische Kirche gestiftet, dánn kann man ihm entgegenhalten: Wie kann denn dann das Sein der Kirche Christi über das Sein Seiner Stiftung hinausreichen?
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#175   Rückkehr-Ökumene   20:28:01 | Dienstag, 28. Juni 2011
Karljosef
Wer hat denn behauptet Kardinal Ratzinger hätte die Einzigartigkeit der katholischen Kirche geleugnet?
Sie ist nach ihm einzigartig, aber in welchem Sinne? Ausschlaggebend dafür ist seine Unterscheidung zwischen der Kirche Christi und seine Aussage zu dem Verhältnis zwischen beiden: Das Sein der Kirche Christi reicht viel weiter als die katholische Kirche!!!
Die Einzigartigkeit der katholischen Kirche besteht nach dem Papst darin, dass sie im Gegensatz zu allen anderen christlichen Gemeinschaftenn alle[!] Heilsmittel besitzt.
Einzigartigkeit heißt aber nicht Einzigkeit! Einzig ist nach dem Papst die von der katholischen Kirche zu unterscheidende Kirche Christi. Sie besitzt eine volle [!!!] Verwirklichung, nämlich die katholische Kirche, nach seiner Lehre.
Da die katholische Kirche, nach der Lehre des Konzils aus Elementen erbaut wird (s. Ökumenismusdekret) und die anderen christlichen Gemeinschaften diese Elemente, ebenfalls nach der Lehre des Konzils, in mehr oder minder hohem Maße besitzen, müsste Benedikt XVI. sie auch als Verwirkl. der Kirche Christi bezeichnen, allerdings mit der Einschränkung, dass sie keine volle [!] Verwirklichungen derselben seien, weil ihnen Heilselemente fehlen.
Im Gegensatz zum Papst vertuscht Kard. Kasper diese Konsequenz nicht und spricht in Bezug auf die anderen christlichen Religionen von unvollkommenen Verwirklichungen der Kirche Christi. Also gibt es nach dieser Lehre viele Verwirklichungen der Kirche Christi, aber nur eine vollständig…
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#170   Rückkehr-Ökumene   20:14:55 | Montag, 27. Juni 2011
Karljosef
Nach dem Ökumenismusdekret besteht die katholische Kirche aus Elementen und diese sind nach der Lehre des Konzils in mehr oder minder hohem Maße auch bei den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden.
Danach ist die katholische Kirche nicht die einzige Verwirklichung der Kirche Christi, sondern nur noch die einzige vollständige Verwirklichung derselben. Benedikt XVI. reserviert zwar das „subsistieren“ für die katholische Kirche, davon darf man sich aber nicht täuschen lassen. Bezeichnenderweise sagt er in „Dominus Iesus“, dass die Kirche Christi nur in der katholischen Kirche voll !!! verwirklicht ist.
Der Sündenfall des Konzils besteht darin, dass es sich im Widerspruch zur überlieferten Lehre der Kirche ausdrücklich weigerte zu sagen, dass die katholische Kirche die Kirche Christi ist. Den anderen christlichen Gemeinschaften billigt das Konzil, ebenfalls im Widerspruch zur überlieferten Lehre zu, eine Heilsmittlerschaft zu besitzen.
Wenn Sie sich eingehender mit der subsistit-in-Lehre und ihren Folgen beschäftigen wollen, dann darf ich Ihnen das unter www.subsistit.de vorgestellte Buch empfehlen. Darin wird sowohl die diesbezügliche Lehre des Konzils analysiert als auch die römischen Dokumente aus der Zeit nach dem Konzil zu dieser Problematik. Insbesondere die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, die ausschließlich dieser Problematik gewidmet ist, wird Punkt für Punkt untersucht.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#165   Rückkehr-Ökumene   20:34:12 | Samstag, 25. Juni 2011
Keine Interpretation in Kontinuität
Das Pastoralkonzil enthält durchaus eindeutig falsche Aussagen, wie z. B. die Passage, die den anderen christlichen Religionen eine Heilsmittlerschaft zuerkennt. Da gibt es nichts zu interpretieren; sie sind einer Interpretation weder fähig noch bedürftig.
Was die Interpretation zwielichtiger Aussagen betrifft, beansprucht Benedikt XVI. eine Interpretation in Kontinuität mit der überlieferten Lehre zu geben und sieht diese im Gegensatz zu Interpretationen des Bruches, den die konsequenten Modernisten liefern. Aber ein Gegensatz besteht bei diesen Interpretationen nicht, sondern nur ein gradueller Unterschied. Jedenfalls gilt das für die Interpretation der subsistit-in-Lehre. Ratzinger liefert für sie eine Interpretation des Bruches, indem er der Sache nach behauptet, dass die anderen christlichen Religionen unvollständige Verwirklichungen der Kirche Christi seien. Die konsequenten Modernisten (z. B. Kardinal Kasper) billigen den anderen christlichen Gemeinschaften zu Verwirklichungen der Kirche Christi zu sein.
Ratzingers Interpretation des subsistit stellt also bereits eine Interpretation des Bruches dar, der von den konsequenten Modernisten nur vertieft wird.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#150   Rückkehr-Ökumene   22:05:46 | Donnerstag, 23. Juni 2011
Karljosef
Eine eingehende Behandlung der subsistit-in-Problematik finden Sie in dem Buch, das unter www.subsistit.de vorgestellt wird. Derselbe Autor hat in seiner Schrift „Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“ u.a. die Unvereinbarkeit der traditionellen Lehre mit der Lehre des Pastoralkonzils in Bezug auf das Verhältnis von Kirche und Staat nachgewiesen. Dieses kleine Buch können Sie bei der actio spes unica für 5€ bestellen.
Redaktion benachrichtigen Seit dem Konzil ist die Einheit im Glauben weg
#147   Rückkehr-Ökumene   17:12:23 | Donnerstag, 23. Juni 2011
Die traditionelle Lehre, um die es hier geht, ist nicht interpretationsbedürftig
Es ist ein Markenzeichen des vorkonziliaren Lehramtes, dass es sich klar und eindeutig geäußert hat. Die Sprache war klar, die Abweisung des Irrtums eindeutig.
Wahrte das Konzil das bei seiner Textgestaltung? Nein, allein schon der subsistit-in-Satz zeigt, dass das nicht der Fall ist, sagte doch der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation dazu:
„Ich lasse diese berühmte Formel hier zunächst unübersetzt, weil sie – wie vorherzusehen war – die widersprüchlichsten Deutungen gefunden hat –
Benedikt XVI. sieht einen Zusammenhang zwischen den Konzilsbeschlüssen und dem Zerfall des Erscheinungsbildes der Kirche, aber er führt die Zerstörungen auf Interpretationen der Konzilsdokumente zurück, die er Interpretationen der Diskontinuität in Bezug auf die überlieferte Lehre nennt, und er ist davon überzeugt, dass Rom diesen Interpretationen der Diskontinuität oder des Bruches, eine Interpretation der Reform in Kontinuität gegenüber stellt.
Es ist weithin übersehen worden, dass der Papst mit dieser Unterscheidung zugibt, dass die Konzilsdokumente zumindest in Teilen in gegensätzlicher Weise interpretierbar sind, denn er spricht den Vertretern der Interpretationen des Bruches keineswegs die wissenschaftliche Qualifikation ab.
Für sich widersprechende Interpretationen offen zu sein, ist aber bereits ein schwerwiegender Einwand gegen die Konzilsdokumente, der für den Papst Grund genug sein müsste, dieselben auf den Prüfstand stellen zu lassen.
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#143   Rückkehr-Ökumene   13:28:05 | Donnerstag, 23. Juni 2011
Karljosef
Die Wahrheit bringt das traditionelle Lehramt der Kirche zum Ausdruck.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist nur das Sprachrohr der traditionellen Lehre. Deshalb fand bei den theologischen Gesprächen zwischen Rom und der Priesterbruderschaft im Grunde ein Gespräch zwischen der traditionellen Lehre der Kirche, die durch die Priesterbruderschaft nur zu Wort gebracht wurde und dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom statt.
Fazit: Unüberbrückbare Gegensätze.
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#138   Rückkehr-Ökumene   12:03:31 | Donnerstag, 23. Juni 2011
Nicht die Einheit, sondern die Wahrheit ist der höchste Wert
Warum wurden die theologischen Gespräche zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. geführt?
Um auszuloten, ob in den Glaubensfragen Übereinstimmung besteht. Dahinter stand vermutlich die Absicht, im Falle von Übereinstimmung ein Abkommen zu schließen und im Falle von Nichtübereinstimmung kein Abkommen zu schließen. Nun hat sich gezeigt, dass keine Übereinstimmung besteht: „Wir verstehen die Vertreter der Bruderschaft nicht und sie uns nicht.“ Also kann es logischerweise kein Abkommen geben.
Benedikt XVI. scheint aber von vornherein die Übereinstimmung im Glauben nicht als Kriterium angesehen zu haben, denn sonst hätte er nicht zu einem Zeitpunkt als sich die unüberbrückbaren Gegensätze bereits gezeigt hatten, gesagt, dass er mit den Gesprächen zufrieden sei, wie Bischof Fellay einmal berichtete. Dem Papst kommt es offenbar darauf an, die Priesterbruderschaft St. Pius X. in seine Gewalt zu bekommen. Dieser Absicht gilt es zu widerstehen. Nicht die Einheit (mit dem modernen Rom) ist der höchste Wert (eigentlich ist diese Einheit ja ein Widerwert), sondern der höchste Wert ist die Wahrheit. Wer das begriffen hat, der wird erst dann die Abkommensfrage behandeln, wenn Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist.
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#121   Rückkehr-Ökumene   22:22:41 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Rom hatte vor über 20 Jahren die Petrusbruderschaft über den Tisch gezogen
Ihr wurde zugesichert, dass sie die alte Messe feiern dürfe. Aber es fehlte ein Wort: „nur“, was die Vertreter der Petrusbruderschaft offenbar nicht bemerkten, und sie strahlten. Aber das Strahlen ist ihnen vergangen. Als nämlich einige Rebellen unter ihnen sich an Rom wandten, die auch die Neue Messe zelebrieren wollten, da setzte das vom Konzil geprägte Rom den damaligen Generaloberen, Pater Bisig, kurzerhand ab. Dann dämmerte es den Petrusbrüdern, dass da ein „nur“ fehlte. Ein solcher logischer Schnitzer darf der Piusbruderschaft nicht unterlaufen. Deshalb möchte ich noch einmal auf meinen Beitrag verweisen.
Ich hoffe, dass die Bruderschaft im Sinne von Bischof Williamson jegliches Abkommen mit der Begründung ablehnt, dass die Voraussetzung „Einheit im Glauben“ nicht existiert, was ja offenbar die Gespräche noch einmal gezeigt haben.
Wenn aber der Fehler, ein Abkommen zu schließen, nicht verhindert wird, dann gilt es zumindest, solche Schnitzer, wie sie der Petrusbruderschaft unterlaufen sind, zu vermeiden.
Voraussichtlich wird Rom nicht daran denken, sich im Sinne meines vorigen Beitrags festzulegen, zumal eine solche Festlegung nicht nur diesen Papst, sondern auch seinen Nachfolger binden würde. Die Priesterbruderschaft sollte unbedingt auf dieser Nagelprobe bestehen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dadurch ein Abkommen nicht zustande kommt, und die Bruderschaft kann diese Bedingungen ja sehr gut vermitteln. Jeder wird verstehen, dass sie sich absichern muss.
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#114   Rückkehr-Ökumene   20:36:22 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Pius II. „Wenn nun ein Angebot kommt, bei dem man seine Meinung nicht ändern muss –
mit welchen theologischen Argumenten wollen Sie denn dann ablehnen?“
Die Tatsache, dass keine Einheit im Glauben zwischen dem vom Konzil geprägten Rom und der Bruderschaft besteht, ist ein hinreichender Grund kein Angebot anzunehmen. Das halte ich für den einzig sauberen Weg.
Aber wenn man ein solches Angebot in Erwägung zieht, dann sollte man folgendes bedenken: Es reicht keineswegs aus, dass Rom nicht verlangt, dass die Bruderschaft alle Konzilsaussagen und die Neue Messe anerkennt. Denn wenn in einem solchen Abkommen davon nichts steht, dann kann Rom zu jedem späteren Zeitpunkt entsprechende Forderungen nachschieben. Die Bruderschaft müsste mindestens verlangen, dass in einem Abkommen festgeschrieben wird, dass Rom von ihr in Bezug auf die Neue Messe nicht mehr verlangt, als dass sie die Gültigkeit derselben nicht ausschließt und in Bezug auf das Konzil nur verlangt, dass die Bruderschaft alle Aussagen anerkennt, die nachweislich in Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre sind.
Wenn Rom dann später versuchen sollte, Forderungen nachzuschieben, dann könne sich die Bruderschaft darauf berufen. Hier kann sie die Nagelprobe machen, ob Rom die Absicht hat Forderungen nachzuschieben, oder ob es ehrliche Absicht hat. Das ist den Gläubigen vermittelbar.
Wenn von Messe und Konzil nichts in einem Abkommen gesagt wird, dann sitzt die Bruderschaft in der Falle, denn Rom hat dann das Recht nachträgliche Forderungen zu stellen, es sei denn, es hätte sie im Abkommen ausgeschlossen…
Redaktion benachrichtigen Bei der Alten Messe endet jede Toleranz
#25   Rückkehr-Ökumene   20:11:05 | Montag, 30. Mai 2011
Pfarrer Hans Milch:
„Die Helden aber will ich rühmen, die noch im Nahkampf stehen!“ Zu diesen gehört Pfarrer Hendrick Jolie.
Redaktion benachrichtigen Deutschland: Nur die Piusbruderschaft steht hinter dem Papst
#73   Rückkehr-Ökumene   19:58:26 | Samstag, 14. Mai 2011
Michael van Laak: „Dogmatische Kostitutionen“
„Dogmatische Konstitution“ bedeutet im Konzilstext nicht, dass hier eine absolut verbindliche Lehre verkündet wird.
Man kann sich die Frage stellen, ob das Konzil ausdrücklich auf die Verkündigung einer Lehre mit höchstem Verbindlichkeitsgrad verzichtet hat. Diese Frage ist zu bejahen mit Hinblick auf die „Bekanntmachungen, die der Generalsekretär des Konzils in der 123. Generalkongregation am 16. November 1964 mitgeteilt hat“, und die Paul VI. der Kirchenkonstitution Lumen gentium als deren Bestandteil hinzufügen ließ. Dort heißt es nämlich:
„Es ist gefragt worden, welcher theologische Verbindlichkeitsgrad der Lehre zukommt, die im Schema über die Kirche ausgeführt und der Abstimmung unterbreitet wird. Die Theologische Kommission hat auf diese Frage bei der Prüfung der Änderungsvorschläge zum dritten Kapitel des Schemas über die Kirche so geantwortet: ‘Ein Text des Konzils ist selbstverständlich immer nach den allgemeinen, allseits bekannten Regeln auszulegen.’ … ‘Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens und der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert das Konzil nur das als für die Kirche verbindliche Glaubens- und Sittenlehre, was es selbst deutlich als solche erklärt’.“
Der letzte Satz bezieht sich nicht nur auf Lumen gentium, sondern auf alle Konzilsdokumente und in keinem derselben findet sich eine derartige Erklärung. Demnach hat das Konzil von sich aus an keiner Stelle eine absolut verbindliche Glaubens- und Sittenlehre definiert.
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#40   Rückkehr-Ökumene   22:43:20 | Dienstag, 26. April 2011
Rom ist in die Falschübersetzung verstrickt
Aus dem Gedächtnis kann ich sagen: Die deutsche Bischofskonferenz hat in Rom ihre Übersetzung des NOM zur Genehmigung vorgelegt und sie hat die Genehmigung erhalten. Insofern fällt die Hauptverantwortung für die falsche Übersetzung auf Rom zurück und insofern ist es m. M. nach richtig, dass Prof. Lauth Rom diese furchtbare Sünde anlastet; er sprach von einer Fälschung der Testamentsworte unseres Herrn, und was gibt es Schlimmeres?
Eine andere Frage ist, ob damit die Ungültigkeit des NOM gegeben ist. In zweifelhaften Fragen sollte man sich m. M. nach an der Untergrenze dessen bewegen, was man noch sicher weiß. Die Falschheit des „für alle“ steht außer Frage, aber das besagt nicht die Ungültigkeit.
Ich bin Lauth nicht in den Sedisvakantismus gefolgt, aber ich erkenne ihm dankbar an, dass es in ganz Deutschland keinen anderen Kreis wie um ihn gab, der auf philosophisch so hohem Niveau die Falschheit des „für alle“ nachgewiesen hat, insbesondere durch die großen Artikelserien von Dr. Franz Bader.
Auch wenn ich Lauth nicht in den Sedisvakantismus folgen konnte, so habe ich vor ihm und seinem philosophischen Denken immer die größte Hochachtung und verdanke ihm sehr viel. Ich denke, dass es in ganz Deutschland keinen zweiten Philosophieprofessor gab, aus dessen Kreis mindestens vier Priesteramtskandidaten hervorgingen, die sich dem Rettungswerk von Erzbischof Lefebvre anschlossen haben.
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#38   Rückkehr-Ökumene   21:48:11 | Dienstag, 26. April 2011
Brandenburgis: „Orginal“
ist die lateinische Version und in ihr steht „pro multis“. Die lateinische Form ist auch die Grundlage der berühmten an Paul VI. gerichteten „Kurze kritische Untersuchung des NOM“, zu der die Kardinäle Ottaviani und Bacci das Vorwort geschrieben haben und die in den Worten gipfelt:
„Es ist offensichtlich, daß der Novus Ordo nicht mehr den Glauben von Trient darstellen will. An diesen Glauben jedoch ist das katholische Gewissen für immer gebunden.“
Das „für alle“ ist, eine Übersetzungssünde, die in fast allen landessprachlichen Übersetzungen begangen wurde. Bekanntlich hat Benedikt XVI. vor einigen Jahren verlangt, dass die Bischofskonferenzen, diesen Fehler korrigieren und einen schon längere Zeit verstrichenen Termin für die Änderung gesetzt. Die deutsche Bischofskonferenz hat in ihrer Stellungnahme Rom gegenüber bekräftigt, am „für alle“ festhalten zu wollen.
Wenn man das zweite Jesus-Buch des Papstes S. 156 zu dieser Problematik liest, dann kann man wohl davon ausgehen, dass er in dieser Sache einknickt und nicht mehr auf der Änderung besteht.
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#36   Rückkehr-Ökumene   21:04:16 | Dienstag, 26. April 2011
Brandenburgis: Das Konzil hat eine Mitschuld am NOM
Prof. Georg May stellt zutreffend fest:
„An der Tatsache, daß Konzilsväter der Liturgiekonstitution zugestimmt haben, die völlig gegensätzliche, ja unversöhnliche Auffassungen über die Gestalt einer veränderten Liturgie hatten, ist zu erkennen, daß die angenommenen Texte derart kautschukartig sind, daß aus ihnen beinahe alles herausgelesen werden kann.
Was man den Konzilsvätern zum Vorwurf machen muß, ist die Zustimmung zu solch schwammigen Bestimmungen… „
Die „schwammigen Bestimmungen“ erlaubten verschiedene Umsetzungen. Paul VI. wählte eine Umsetzung im „linken Teil“ des Bereiches, den SC ermöglichte und deckte mit seiner Autorität den NOM als den Ausdruckswillen des Konzils. Er war ja kraft seines Amtes der authentische Interpret des Konzils.
Nebenbei bemerkt: Selbst in Bezug auf die Falschübersetzung der Wandlungsworte triffte das Konzil insofern eine Schuld, als es in Ad gentes sagt: … pro multis id est pro omnibus, also … für viele, das heißt für alle. Aber das heißt es eben nicht!
Redaktion benachrichtigen Papst erlaubt Kritik an Assisi
#76   Rückkehr-Ökumene   08:13:09 | Sonntag, 24. April 2011
Ergänzung zu 22.31: Kein Scheinbekenntnis
Es wäre möglich, dass der Papst in Assisi sinngemäß sagt, Wir Christen glauben, dass der christliche Gott der alleinige Gott ist“. Das wäre zwar nicht falsch, aber dadurch würde der Eindruck erweckt, als sei das bloß die subjektive Überzeugung der Christen. Darüber hinaus würde es sich um eine überflüssige Aussage handeln, denn jedermann weiß, dass wir Christen das glauben.
Es geht vielmehr darum klar zu bekennen, dass es eine objektive Wahrheit ist, dass der christliche Gott der einzige Gott ist. Beim ersten Treffen waren es die Muslime die ihre Ansprache dazu nutzten, ihren Anspruch als einen objektiv gültigen Anspruch geltend zu machen: „„Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen! Sprich: „Allah ist der alleinige, einzige und ewige Gott. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und kein Wesen ist ihm gleich.“
Wird Benedikt XVI. ein entsprechendes Bekenntnis ablegen, das die objektive Wahrheit des christlichen Glaubens beinhaltet? Es wäre seine Pflicht! Dann aber dürfte nicht von einer Einladung zu einem „Friesensgebet“ die Rede sein, sondern um eine Einladung zur Verkündigung der Wahrheit.
Redaktion benachrichtigen Papst erlaubt Kritik an Assisi
#60   Rückkehr-Ökumene   22:31:18 | Samstag, 23. April 2011
Der Skandal von Assisi
Es kommt nicht darauf an, von wem die Initiative zu dem Treffen ausging. Es kommt auch nicht in erster Linie darauf an, um was dort gebetet wird. Es ist auch nicht entscheidend, ob in Assisi dann noch zusätzliche Skandale stattfinden, wie bei dem ersten Treffen.
Auschlaggebend ist vielmehr die Tatsache, dass der Papst, indem er zu diesem Treffen eingeladen hat, die Vertreter der nichtchristlichen Religionen dazu aufgefordert hat, dort zu ihren falschen Gottheiten zu beten. Diese Aufforderung ist ein Verstoß gegen das erste Gebot und das ist der eigentliche Skandal.
Dieser Verstoß würde auch nicht dadurch wieder gutgemacht, wenn der Papst dort Christus als den einzigen Gott bekennen würde. Dieses Bekenntnis stünde dann nämlich m Widerspruch zu jener Aufforderung und würde zusammen mit ihr besagen: Betet zu einer Gottheit, die es nicht gibt.
Aber leider scheint dieser Papst keinen Schrecken vor dem Widerspruch zu haben, wenn man die Widersprüche bedenkt, die sich in seinen Schriften finden.
Redaktion benachrichtigen Der wohlgenährte Prälat hat Angst vor dem Hunger
#49   Rückkehr-Ökumene   20:06:26 | Dienstag, 29. März 2011
Reconquista
Vielleicht interessiert Sie mein Leserbeitrag zum gestrigen
Artikel: „Solche Ausfälle gibt es nur noch gegen Katholiken“, 20.00 Uhr.
Redaktion benachrichtigen Solche Ausfälle gibt es heute nur noch gegen Katholiken
#73   Rückkehr-Ökumene   20:00:02 | Dienstag, 29. März 2011
Reconquista: Kein Lapsus von Pius IX.
Didaskala hat Sie offenbar hinters Licht geführt. Der von ihm angeführte Satz steht im Syllabus also im Verzeichnis der von Pius IX. verurteilten !!! Sätze; s. H. Denzinger: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen“ Freiburg 1991, Nr. 2918.
Redaktion benachrichtigen Er geht einen diplomatischen Mittelweg
#21   Rückkehr-Ökumene   17:40:47 | Freitag, 11. März 2011
Ratzinger zum Protestantismus
„War es für die katholische Kirche in Deutschland und darüber hinaus nicht in vieler Hinsicht gut, daß es neben ihr den Protestantismus mit seiner Liberalität und seiner Frömmigkeit, mit seinen Zerrissenheiten und mit seinem hohen geistigen Anspruch gegeben hat? Gewiß, in den Zeiten des Glaubenskampfes war Spaltung fast nur Gegeneinander; aber immer mehr ist dann auch Positives für den Glauben auf beiden Seiten gewachsen, …“
in „Zum Fortgang der Ökumene“, in J. Ratzinger: „Gesammelte Schriften“, Band 8/2, Freiburg 2010, S 735. ür den Glauben auf beiden Seiten gewachsen, …“
Das Zerstörungswerk Luthers, durch das unzählige Menschen des wahren Glaubens und der Sakramente verlustig gingen und noch heute verlustig gehen, dieses furchtbare Unheil, das über viele Völker hereinbrach, erscheint hier in einem positiven Licht, insofern es angeblich eine „Dimension [besitzt], die einem gött-lichen Verfügen entspricht“:
„Auch wenn Spaltungen zuallererst menschliches Werk und menschliche Schuld sind, so gibt es in ihnen doch auch eine Dimension, die einem göttlichen Verfügen entspricht.“(Ebenda, S. 735)
Redaktion benachrichtigen Den Fragestellungen von vorgestern verhaftet
#43   Rückkehr-Ökumene   23:08:59 | Donnerstag, 10. März 2011
Zwei legitime Weisen?
„Es gibt … zwei Weisen, das Alte Testament nach 70 neu zu lesen: die Lektüre mit Christus, von den Propheten her, und die rabbinische Lektüre […].“
Will der Papst damit sagen, dass es zwei legitime Weisen gibt, das Alte Testament zu lesen? Dann würde er sich im Widerspruch zur traditionellen Lehre befinden. Es ist aber schon schlimm genug, dass er die Frage nach der Legitimität offen lässt. Gemäß der traditionellen Lehre der Kirche gibt es hier tatsächlich nur ein Gegeneinander, denn ihr zufolge ist nur das Verstehen des AT auf Christus hin richtig und das Verständnis der Juden diesbzüglich ist falsch.
Dieses Gegeneinander in der Sache will Benedikt XVI. nicht. Will er im Dialog erst noch klären, was richtig ist? Mit einer derart zwielichtigen Rede unterminiert er das Vertrauen des Gläubigen in die Lehre der Kirche darüber, wie das AT zu lesen ist.
Redaktion benachrichtigen Das ist der Sand + …
#22   Rückkehr-Ökumene   20:03:20 | Montag, 7. März 2011
Zur Information: Vor den Bischöfen Chiles, 1988,
sagte Kardinal Ratzinger: „Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem niedrigeren Rang als reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte …“
Der Kirchenkonstitution, Lumen gentium, ließ Paul VI. eine „Nota explicativa praevia“ hinzufügen. In dieser heißt es:
„Es ist gefragt worden, welches denn die theologische Qualifikation der Lehre sein solle, die im Schema über die Kirche dargelegt und der Abstimmung zugrundegelegt wird. Die Lehrkommission hat auf die Frage bei der Abwägung der Modi, die sich auf das dritte Kapitel des Schemas über die Kirche beziehen, mit folgenden Worten eine Antwort gegeben:
‘Wie aus sich selbst klar ist, ist ein Text des Konzils immer nach den allgemeinen, von allen gekannten Richtlinien auszulegen.’…‘Unter Berücksichtigung des konziliaren Brauchs und der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert diese Heilige Synode nur das von den Angelegenheiten des Glaubens und der Sitten als von der Kirche festzuhalten, was es selbst als solches ausdrücklich erklärt hat’.“
„Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils“, Hrsg. P. Hünermann, Freiburg 2004, S. 186.
Der letzte Satz bezieht sich nicht nur auf Lumen gentium, sondern auf alle Konzilsdokumente und in keinem derselben findet sich eine derartige Erklärung!
Demnach hat das Konzil von sich aus an keiner Stelle „von den Angelegenheiten des Glaubens und der Sitten“ eine Lehre definiert, die „von der Kirche festzuhalten“ ist !!!
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#87   Rückkehr-Ökumene   22:49:43 | Montag, 28. Februar 2011
clarissa colonia: Warum denn so giftig?
ist es Ihnen entgangen, dass ich den Dogmatikprofessor Ratzinger in Bezug auf can 87 CIC 1917 zitiert habe? Da es hier um den Vergleich der Kirchengliedschaftsbedingungen gemäß der apologetisch-dogmatischen mit der kanonistischen Traditionslinie geht, reicht das von ihm Zitierte völlig aus, um den Unterschied zu markieren.
Ratzinger hat wohl Recht , wenn er sagt: „In dieser Sache stehen sich innerhalb der katholischen Theologie seit langem zwei gegensätzliche Überlieferungen gegenüber.“ Demnach wurden die beiden Traditionsstränge in vorkonziliarer Zeit leider nicht zusammengeführt. Wenn Rom auf den Boden seiner traditionellen Lehre zurückgekehrt ist, dann wird dieses Problem geklärt werden müssen.
Wichtig erscheint mir aber, was ich unter Fortsetzung 5 gesagt habe, dass nämlich das Pastoralkonzil mit seiner Konzeption einer gestuften Kirchengliedschaft, die auf seiner falschen Elemente-Ekklesiologie beruht, von der traditionellen Lehre abgewichen ist, für die in beiden Traditionssträngen die Kirchengliedschaft eine nicht quantifizierbare Größe ist.
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#74   Rückkehr-Ökumene   21:42:53 | Montag, 28. Februar 2011
Fortsetzung 5
Nun zur Frage, ob sich die dogmatisch-apologetische bzw. die kanonistische Auffassung der traditionellen Lehre über die Kirchengliedschaft mit der Lehre des Pastoralkonzils über dieselbe in Einklang bringen lässt?
Das ist nicht der Fall, denn das Pastoralkonzil lehrt eine quantitativ gestufte Kirchengliedschaft, was den beiden gekennzeichneten Traditionslinien fremd ist. Wohl unterscheidet die kanonistische Gliedschaftslehre, um es mit den Worten von Mörsdorf auszudrücken, zwischen aktiv-tätigem und nicht aktiv-tätigem Verbundensein mit der Kirchengemeinschaft. Das ist aber eine Unterscheidung innerhalb der Kirchengliedschaft, und sie quantifiziert nicht die Kirchengliedschaft selbst!
Die Kirchengliedschaft ist also für beide Traditionslinien eine unteilbare Größe und das zeigt die Unvereinbarkeit mit der Lehre des Pastoralkonzils über diese Gliedschaft.
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#71   Rückkehr-Ökumene   21:36:57 | Montag, 28. Februar 2011
Fortsetzung 4
Der Kirchenrechtler Peter Krämer bemerkt zu den beiden Traditionslinien in Bezug auf die Kirchengliedschaft:
„Die unterschiedlichen Ausgangspunkte zur Bestimmung der Kirchenzu-gehörigkeit laufen … auf ein und dieselbe ekklesiologische Konzeption hinaus, wonach die Kirche Christi in einem exklusiven Sinn mit der ka-tholischen Kirche gleichzusetzen ist. Die kanonistische Traditionslinie betont unter dieser Rücksicht stärker die Begründung der Kirchenzugehörigkeit im sakramentalen Taufgeschehen, so daß die Getauften der katholischen Kirche zugehören; demgegenüber bezieht sich die apologetische Traditionslinie auf die Entfaltung dessen, was in der Taufe grundgelegt wird, so daß nunmehr nur diejenigen als Glieder der Kirche bezeichnet werden können, die sich auch tatsächlich zu ihr bekennen.“
P. Krämer: „Die Zugehörigkeit zur Kirche“, in „Handbuch des katholischen Kirchenrechts“, Hrsg. J. Listl, H. Müller, H. Schmitz, Regensburg 1983, S. 164.
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#66   Rückkehr-Ökumene   21:30:13 | Montag, 28. Februar 2011
Fortsetzung 3
Danach ist Kirchenglied nur, wer im Glaubensbekenntnis, Sakramentenempfang und Unterordnung unter die Hierarchie (einschließlich Papst) mit der Kirche geeint und nicht exkommuniziert ist…
Hinter dieser Zweiheit von Überlieferungen steht tieferhin ein doppelter sakramentaler Ausgangspunkt: Die Kanonistik denkt von der Taufe als dem Sakrament der Christwerdung her; alles Christliche aber hat mit der Kirche zu tun. Ein bloß individuelles Christsein gibt es nicht, sondern Christsein heißt immer zum ganzen Christus und so zur Kirche gehören. Da es aber nur eine Kirche gibt, muss jeder, der Christ ist, in irgendeiner Form Glied der einen Kirche sein.
Die zweite Überlieferung knüpft hingegen offenbar an die Gleichung Kirche = communio an, die besagt, dass der wesentliche Inhalt des Christseins das Kommunizieren im Leib des Herrn ist. Wenn aber die Kirche Kommuniongemeinschaft ist, dann ist nur der in der Kirche, der kommuniziert. Von hier aus ergibt sich die Einengung auf die vorhin genannten Gliedschaftsmerkmale von selbst…“
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#63   Rückkehr-Ökumene   21:27:58 | Montag, 28. Februar 2011
Fortsetzung 2
Nun gibt es aber neben jener sogenannten dogmatisch-apologetischen Lehre der Kirche über die Kirchengliedschaft noch eine zweite Lehre der Tradition über die Kirchengliedschaft, die als ihre kanonistische Lehre bezeichnet wird, und es gelang in vorkonziliarer Zeit nicht, beide Lehren miteinander in Einklang zu bringen.
Nach der dogmatisch-apologetischen Lehre müssen, wie gesagt, die drei genannten Bedingungen für die Kirchengliedschaft erfüllt sein. Wer sich von der Kirche trennt, der verliert die Kirchengliedschaft.
Demgegenüber handelt es sich bei der Kirchengliedschaft im Sinne des kanonistischen Traditionsstranges um eine unverlierbare Eigenschaft des Menschen: Wer die gültig gespendete Taufe erhalten hat, der bleibt für immer ein Glied der Kirche.
Professor J. Ratzinger nahm zur Kirchengliedschaft im Jahre 1963 wie folgt Stellung:
„In dieser Sache stehen sich innerhalb der katholischen Theologie seit langem zwei gegensätzliche Überlieferungen gegenüber. Da gibt es zunächst eine mehr kanonistische Überlieferungsreihe, die sich im can. 87 CIC/1917 kristallisiert, wenn hier gesagt wird, der Mensch werde durch die Taufe zur ‘Person in der Kirche.’ Daneben steht eine dogmatisch-apologetische Überlieferungslinie, die zuletzt in der Enzyklika [Mystici corporis] von 1943 nachdrücklich formuliert wurde und ins neue Kirchenschema ebenfalls eingegangen war. Danach ist Kirchenglied nur, wer im Glaubensbekenn
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#59   Rückkehr-Ökumene   21:16:53 | Montag, 28. Februar 2011
Fortsetzung
Leo XIII. bemerkt in seiner Enzyklika Satis cognitum:
„Zerstreute und getrennte Glieder können nicht mit demselben Haupte, um zugleich e i n e n Leib zu bilden, verbunden sein. Nun sagt aber Paulus: ‘Alle Glieder eines Leibes aber, obwohl sie viele sind, sind dennoch e i n Leib: so auch Christus’ [1 Kor 12, 12]. Deswegen, sagt er, sei dieser mystische Leib ‘zusammengefügt und verknüpft’: ‘Haupt <ist> Christus: von ihm aus <ist> der ganze Leib zusammengefügt und verknüpft durch jedes Band der Dienstbarkeit entsprechend der einem jeden Glied ange-messenen Tätigkeit’ [Eph 4, 15f]. Wenn deshalb Glieder von den übrigen Gliedern getrennt umherschweifen, können sie nicht mit demselben und einzigen Haupte verschmolzen sein.“
Im gleichen Sinn sagt Pius XI. in seiner Enzyklika Mortalium animos dazu:
„Der mystische Leib Christi, das ist die Kirche, ist ja eine Einheit (I Kor XII 12), zusammengefügt und zusammengehalten (Eph. IV 16) wie der physische Leib Christi, und so ist es unangebracht und töricht zu sagen, der mystische Leib könne aus getrennten und zerstreuten Gliedern beste-hen. Wer mit dem mystischen Leib Christi nicht eng verbunden ist, der ist weder ein Glied desselben, noch hat er einen Zusammenhang mit Christus, dem Haupte.“
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#57   Rückkehr-Ökumene   21:03:30 | Montag, 28. Februar 2011
Kirchengliedschaft
Die Enzyklika Mystici corporis von Pius XII. stellt drei Bedingungen für die Kirchengliedschaft:
a)den gültigen Empfang des Taufsakramentes,
b)das Bekenntnis des wahren Glaubens,
c)das Verbundensein mit der Gemeinschaft der Kirche.
Das ist die Lehre vom dreifachen Band – vinculum liturgicum (Band des Kultes), vinculum symbolicum (Band des Glaubens) und vinculum hierarchicum (Band der kirchlichen Gemeinschaft).
L. Ott führt dazu aus:
„Durch Erfüllung dieser drei Bedingungen unterwirft sich der Mensch dem dreifachen Amt der Kirche, dem Priesteramt (Taufe), dem Lehramt (Glaubensbekenntnis) und dem Hirtenamt (Gehorsam gegen die kirchliche Autorität). Da die in diesen drei Ämtern fortlebenden Gewalten, die Weihegewalt, die Lehrgewalt und die Regierungsgewalt, die Einheit und die Sichtbarkeit der Kirche konstituieren, so ist die Unterwerfung unter jede dieser Gewalten Bedingung für die Zugehörigkeit zur Kirche.
Daß diejenigen, die sich von dem Glauben und der Gemeinschaft der Kirche trennen, aufhören, Glieder der Kirche zu sein, ist die allgemeine Überzeugung der Tradition.“
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#130   Rückkehr-Ökumene   20:51:15 | Montag, 21. Februar 2011
Ergänzung
Notwendigerweise versagen hier die Leisetreter der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Sie müssen sich aufgrund des Schweigeabkommens, das sie de facto mit dem modernen Rom geschlossen haben, auf das „Richtigsagen“ und „Richtigmachen“ beschränken. Aber das reicht nicht! Zu dem geforderten Zeugnis für die Glaubenswahrheit gehört es, und zwar nicht fakultativ, sondern not-wendig, dass der Glaubensirrtum öffentlich angeprangert wird, zur Ehre Gottes und damit die Menschen nicht den Glaubensirrtum für die Glaubenswahrheit halten. Zu dem geforderten Zeugnis für die Glaubenswahrheit gehört insbesondere, dass die falschen Lehren und zwielichtigen Äußerungen des Pastoralkonzils in der Öffentlichkeit zur Sprache gebracht werden.
Die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum, insbesondere dadurch, dass sie die Neue Messe akzeptieren. Warum sind sie denn dann nicht bereit, sie neben der überlieferten Messe zu zelebrieren? Ihre Abhängigkeit vom modernen Rom zwingt sie zur Heuchelei: Schimmerndes Elend!
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#126   Rückkehr-Ökumene   20:22:54 | Montag, 21. Februar 2011
Die Ecclesia-DeiGemeinschaften: Schimmerndes Elend
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist von den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften dadurch fundamental unterschieden, dass sie dem vom Pastoralkonzil geprägten römischen Modernismus öffentlich entgegentritt. Sie ist groß, weil sie nicht nur bei der Wahrnehmung ihrer priesterlichen Aufgaben das Richtige sagt und tut, sondern weil sie in aller Öffentlichkeit nachweist, dass das vom Pastoralkonzil geprägte Rom in dieser und jener Hinsicht nicht in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche aller Zeiten ist, und dass die Neue Messe in sich schlecht ist.
Durch dieses mutige Handeln nimmt sie eine gesamtkirchliche Verantwortung wahr. Sie begnügt sich nicht damit, ihr „Schäfchen ins Trockene zu bringen“, indem sie primär ein möglichst günstiges Abkommen für sich aushandeln will, wozu ihr Glaubensdifferenzen verharmlosende Abkommensbefürworter raten, sondern sie stellt das Wohl der Gesamtkirche über ihre Eigeninteressen als Priesterbruderschaft. Und diese Verantwortung für die Gesamtkirche, die könnte sie unter den gegebenen Umständen so nicht mehr wahrnehmen, wenn sie sich, ohne dass Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist, in den offiziellen Innenraum der Kirche einbinden ließe.
Notwendigerweise versagen hier die Leisetreter der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Sie müssen sich aufgrund des Schweigeabkommens, das sie de facto mit dem modernen Rom geschlossen haben, auf das „Richtigsagen“ und „Richtigmachen“ beschränken. Aber das reicht nicht! Zu dem geforderten Zeugnis für di
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#39   Rückkehr-Ökumene   22:51:46 | Mittwoch, 16. Februar 2011
Nephtali
In seiner Ansprache zum „Weihnachtsempfang für das Kardinalskollegium und die Mitarbeiter der Römischen Kurie“, 2005, unterschied Benedikt XVI. in Bezug auf das Pastoralkonzil eine Interpretation der Kontinuität, die er „Hermeneutik der Reform“ nennt, und die er selbst zu geben meint, von einer „Hermeneutik der Diskon-tinuität“, die von anderen Theologen vertreten werde.
Aber eine Analyse zeigt, diese Entgegensetzung im Hinblick auf die subsistit-in-Lehre unzutreffend ist. Die diesbezügliche Interpretation des Papstes ist danach nur scheinbar eine Interpretation der Kontinuität in Bezug auf die überlieferte Lehre der Kirche. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Interpretation verschleierter Diskontinuität in Bezug auf die traditionelle Lehre, wogegen die konsequenten Modernisten diesbezüglich Interpretationen offensichtlicher Diskontinuität vertreten.
Dies hat der Autor dieser Artikelserie in eiem Buch nachgewiesen, das unter www.subsistit.de vorgestellt wird. In Kürze wird eine erheblich erweiterte Fassung (350) Seiten erscheinen.
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#37   Rückkehr-Ökumene   00:01:40 | Mittwoch, 16. Februar 2011
Nephtali: Eine Ergänzung
Übrigens stellt auch das, was Benedikt XVI. die Interpretation der Kontinuität nennt, in Wirklichkeit keine Kontinuität mit der überlieferten Lehre dar.
Das wird deutlich im Zusammenhang mit der subsistit-in-Lehre des Konzils. Benedikt XVI., der als Peritus von Kardinal Frings entscheidend daran beteiligt war, dass das „subsistit“ anstelle von „est“ in den Konzilstext kam, hat immer wieder versucht, das „subsistit“ zu retten, wodurch in Wahrheit aber das Selbstverständnis der Kirche geändert wurde. Zuletzt hat er es über die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 zu retten versucht, aber auch dieser Versuch konnte widerlegt werden (vgl. www.subsistit.de).
Die Veränderung des Selbstverständnisses der Kirche ist u.a. die Grundlage für den Ökumenismus des Pastoralkonzils. Hinter dem „subsitit“ steht die Überzeugung, dass nicht gesagt werden kann, dass die katholische Kirche die Kirche Christi ist. Ratzinger hat mehrmals von einer Differenz zwischen der katholischen Kirche und der Kirche Christi gesprochen und eingestanden, dass auf dieser angeblichen Differenz der Ökumenismus des Konzils beruht. Die Abkehr von der Gleichung Katholische Kirche = Kirche Christi ist m. M. nach d e r Sündenfall des Pastoralkonzils. Ratzinger gestand ein, dass dadurch der Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche aufgegeben wurde, was weitreichende Konsequenzen hat.
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#35   Rückkehr-Ökumene   22:26:50 | Dienstag, 15. Februar 2011
Nephtali
Sie haben natürlich recht: es ist eine Schande, dass die Konzilstexte überhaupt der Interpretation bedürftig sind. Das scheint Benedikt XVI. nicht zu erkennen. Er sieht zwei Interpretationen: die Interpretation der Kontinuität und die Interpretation der Diskontinuität. Er sagt nicht, dass letztere falsch ist, sie wird ja wohl auch von der überwiegenden Zahl der Theologen vertreten, die er sonst als unfähig hinstellen würde.
Ja, er scheint sogar die Interpretation der Diskontinuität für eine wissenschaftlich mögliche Deutung zu halten und stellt nur fest, dass sie zu einem Bruch mit der traditionellen Lehre führt.
Abgesehen von der Schande der Interpretationsbedürftigkeit vieler Texte, müsste ihn allein die Tatsache, dass zwei miteinander unvereinbare Interpretationen existieren, zu einer Revision der Konzilstexte veranlassen.
Sie müssen auf den Prüfstand gestellt werden, wobei die überlieferte Lehre der Maßstab ist. Darum hat der emeritierte Professor der Lateran-Universität, Brunero Gherardini, in einem Gesuch an den Papst gebeten.
Redaktion benachrichtigen Noch ein Schub Heiliger + …
#38   Rückkehr-Ökumene   20:22:34 | Dienstag, 15. Februar 2011
Assisi-Frevel
Die Einladung nach Assisi ist der große Frevel.
Wenn der Papst alle Religionen nach Assisi einläd, um zu beten, dann läd er insbesondere Vertreter der nichtchristlichen Religonen dazu ein. Diese beten aber nicht zum dreifaltigen Gott und das weiß Benedikt XVI. Die Einladung enthält somit die Aufforderung an die Verteter der nichtchristlichen Religionen, zu ihren Göttern zu beten. Mit dieser Aufforderung verletzt der Papst das erste Gebot. Seine Aufforderung an diese, ist, objektiv gesehen, eine Aufforderung zur Sünde gegen das erste Gebot.
Es ist also nicht in erster Linie relevant, ob dann in Assisi noch etwas Spektakuläres passiert, wie seinerzeit bei Johannes Paul II., der Skandal besteht in der Einladung zu einem solchen Treffen
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#33   Rückkehr-Ökumene   10:28:49 | Dienstag, 15. Februar 2011
Vineta
Ganz so einfach ist die Sache nicht, denn es gibt zu jener von Ihnen zitierten natürlich skandalösen Stelle, mit der den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkannt wird, eine Gegenstelle in „Lumen gentium, Art. 14, die der überlieferten Lehre entspricht:
„Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die sehr wohl wissen, dass die katholische Kirche von Gott durch Jesus Christus als eine notwendi-ge gegründet wurde, jedoch nicht entweder in sie eintreten oder in ihr ausharren wollten.“
Freilich ist auch das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum ein Skandal, der aber noch deutlicher hervortritt, wenn man durch eine wissenschaftlich saubere Argumentation nachweist, dass die antikatholische Passage im Konzilstext bestimmend wurde. Das gilt insbesondere für die subsistit-in-Lehre.
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#25   Rückkehr-Ökumene   17:07:41 | Montag, 14. Februar 2011
Apologet
Vielleicht finden Sie unter www.zweites-vatikanum.de unter dem Button „Dialog“ etwas Brauchbares. Der Autor hat dort einen fiktiven Dialog zwischen zwei Konzilsvätern dargestellt, der quer durch die Konzilstexte führt und die Intentionen mitliefert.
Er hat, wie er mich wissen ließ, den Traum, das Pastoralkonzil auf diese Weise einmal auf die Bühne zu bringen. Nur weiß er nicht recht, wie er das anstellen soll.
Übrigens wäre das nächste Jahr ein geeigneter Termin. Dann „feiern“ die Progressisten nämlich das 50-jährige Jubiläum des Konzilsbeginns. Ein solches Zwei-Mann-Theaterstück, auf CD erhältlich, wäre vielleicht ein geeigneter Beitrag um zu demonstrieren, dass es da nichts zu feiern gibt, sondern Anlass zur Trauer und zum Widerstand besteht.
Redaktion benachrichtigen Wie nett: Der Papst im trauten Kreis von Götzendienern
#29   Rückkehr-Ökumene   20:30:12 | Mittwoch, 26. Januar 2011
Crysanthus
Sie sagen, dass die katholische Kirche einen Absolutheitsanspruch erhebt. Das gilt in der Tat für ihre traditionelle Lehre. Auf dem Pastoralkonzil wurde dieser Absolutheitsanspruch aufgegeben und durch eine inklusivistischen Position ersetzt. Das zeigt sich besonders deutlich daran, dass in Lumen gentium die Gleichung katholische Kirche= Kirche Christi durch die subsistit-in-Lehre ersetzt wird. Mit Recht sprach seinerzeit der heutige Papst mit Bezug auf diese Lehre von einer „Reduzierung des Absolutheitsanspruch“. Nun gibt es aber bei „absolut“ kein Mehr oder Weniger, deshalb bedeutet die subsistit-in-Lehre die Preisgabe des katholischen Absolutheitsanspruchs.
Die Pluralistische Religionstheologie (PRT) hat den Übergang vom Exklusivismus zum Inklusivismus mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, und sie sieht im Inklusivismus eine instabile Zwischenposition, die schließlich zum Pluralismus führt. Vgl. P. Schmidt-Leukel: „Gott ohne Grenzen“. Der heutige Papst bezeichnete den Autor einmal als den profiliertesten Vertreter der PRT.
Redaktion benachrichtigen Viele Annullierungen sind de facto Scheidungen + …
#44   Rückkehr-Ökumene   21:18:02 | Sonntag, 23. Januar 2011
Vineta: Sie haben Recht: Regieren ist etwas anderes als appellieren
Auch als Präfekt der Glaubenskongregation hatte Kardinal Ratzinger sich häufig auf das Appellieren beschränkt. So beklagte er zum Beispiel den Zerfall der Liturgie in seiner Ansprache beim Zusammentreffen mit der Chilenischen Bischofskonferenz in Santiago am 13. Juli 1988 mit folgenden Worten:
„Viele Motive sind es, die viele dazu verleitet haben können, in der alten Liturgie ihre Zuflucht zu suchen. Hauptgrund ist, daß sie dort die Würde des Sakralen gewahrt finden. Nach dem Konzil haben viele bewußt die ‘Entsakralisierung’ zum Programm erklärt, … man [hat] die heiligen Paramente aufgegeben, die Kirchen wurden soweit man nur konnte des Glanzes beraubt, der an das Sakrale erinnerte, und die Liturgie wurde der Sprache und den Gesten des täglichen Lebens mit Begrüßungen, Freundschaftsbezeigungen und ähnlichem angepaßt… Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie wiedergewinnen… das Wesentliche in der Liturgie ist das Mysterium, …“
Zutreffend bemerkte der Kommentator Marcus in der italienischen Zeitschrift si si no no zu jener Ansprache:
„Der Präfekt der Glaubenskongregation bringt die schlimmsten Verwüstungen in der Doktrin zur Anzeige, als wenn er Prozeßteilnehmer wäre und nicht der Richter.“
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#76   Rückkehr-Ökumene   21:05:59 | Dienstag, 18. Januar 2011
Sycamore
Ihre Frage ist Ausdruck Ihrer argumentativen Schwäche.
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#73   Rückkehr-Ökumene   09:51:22 | Dienstag, 18. Januar 2011
Widersprüche
Im Denken des heutigen Papstes lassen sich eine Reihe von Widersprüchen nachweisen.
Vgl. dazu Steffen Köhler „Joseph Ratzinger-Papst Benedikt XVI. – Die neue Tradition.
Dabei handelt es sich nicht nur um Widersprüche zwischen zeitlich weit auseinander liegenden Äußerungen.
Falls der Papst um diese Widersprüche weiß, dann scheinen sie ihn wenig zu kümmern, denn sie werden offenbar auch in seine Gesammelten Schriften aufgenommen, die Zug um Zug erscheinen.
Vielleicht kann man generell sagen, dass bei Ratzinger die spekulative Kraft die kritische Kraft deutlich übersteigt.
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#65   Rückkehr-Ökumene   21:05:00 | Montag, 17. Januar 2011
Sycamore: Sie sollten sachlich bleiben
Ich habe in meinen vorangegangenen Leser-Beiträgen weder Ihnen noch dem Konzil etwas unterstellt. Es ging um Aussagen von Benedikt XVI. zur Ökumene, die mit der diesbezüglichen traditionellen Lehre der Kirche nicht zu vereinbaren sind. Statt der traditionellen Rückkehr-Ökumene wird hier einer Koexistenz-Ökumene das Wort geredet.
Dass man zwischen moralischer und dogmatischer Ebene unterscheiden muss, bedarf doch gar nicht Erwähnung. Aber darum geht es hier nicht.
Dass man die Konzilstexte und die entsprechenden nachkonziliaren Dokumente sine ira et studio angehen soll, ist natürlich richtig, und es ist ein Erfordernis wissenschaftlicher Arbeit. Aber ebenso ist es ein Erfordernis, sie ohne Illusionen und vorgefasste Meinungen angehen.
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#63   Rückkehr-Ökumene   15:31:16 | Montag, 17. Januar 2011
Die Texte sind nicht einwandfrei, sondern revolutionär
„An die Stelle der Idee der Konversion, die für den einzelnen, den sein Gewissen so weist, durchaus ihren Sinn behält, wird grundsätzlich die Idee der Einheit der Kirchen treten, die Kirchen bleiben und doch eine Kirche werden.“
Das „Modell“ einer Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ stammt von Rahner/Fries. Gemeint ist, dass alle christl. Konfessionen sich gegenseitig als verschiedene Ausprägungen des christlichen Glaubens anerkennen sollen. Das ist keine Einheit in der Wahrheit des katholischen Glaubens, vielmehr wird den Lehren, die der Lehre der katholischen Kirche widersprechen, ein Existenzrecht zuerkannt, was auch in den Ausführungen von Ratzingers geschieht, denen das Zitat entnommen ist. Es geht also keineswegs um eine Einheit von wünschenswerter Vielgestaltigkeit im Rahmen der Rechtgläubigkeit.
Dasselbe gilt für das zweite Zitat:
„Das eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“
Was ist das wohl für eine Einheit, in der die der katholischen Lehre widersprechenden Konfessionen [!] in einer „Kirche“ vereint werden. Jedenfalls keine Einheit in der Wahrheit, denn diese ist widerspruchsfrei.
Konversion beruht auf einem Gesinnungswandel mit dem Ergebnis, dass der Betreffende seine irrtumsbehaftete Gemeinschaft verlässt und in die katholische Kirche eintritt.
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#60   Rückkehr-Ökumene   05:24:58 | Montag, 17. Januar 2011
Sycamore
Der heutige Papst hat auch an anderen Stellen seine Vorstellung vom Ziel der Ökumene zum Ausdruck gebracht.
„An die Stelle der Idee der Konversion, die für den einzelnen, den sein Gewissen so weist, durchaus ihren Sinn behält [als wäre die Konversion zur katholischen Kirche keine objektive Notwendigkeit], wird grundsätzlich die Idee der Einheit der Kirchen treten, die Kirchen bleiben und doch eine Kirche werden.“
J. Ratzinger: „Das Konzil auf dem Weg. Rückblick auf die zweite Sitzungsperiode“, Köln 1964, S. 65f.
Er hat dieses Fernziel, auch als er der oberste Glaubenshüter war formuliert, nämlich in seinem Aufsatz „Luther und die Einheit der Kirche“, aus dem Jahre 1983, wobei er einschlussweise die protestantischen Gemeinschaften als „Konfessionskirchen“ bezeichnet. Als Papst hat er sich erneut hinter dieses Ziel gestellt, indem er das folgende Zitat unverändert abdrucken ließ:
„Das eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“
J. Ratzinger: „Luther und die Einheit der Kirchen“, J. Ratzinger: „Gesammelte Schriften“, Band 8/2, Freiburg 2010, S. 954.
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#43   Rückkehr-Ökumene   20:32:26 | Sonntag, 16. Januar 2011
Sycamore:Es gibt in den Texten des Konzils vieles Richtige,
aber es gibt auch die Querschläger, die zu einem Relativismus innerhalb des Christentums geführt haben. Da wird das „est“ verleugnet und durch „subsistit in“ ersetzt und da wird den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zuerkannt. Prof. Ratzinger sprach mit Recht von der Zweigesichtigkeit der Texte. Eine Folge dieser Zeigesichtigkeit ist die Bereicherungsideologie, die das Zitat von 16:19 beinhaltet:
Indem Kard. Ratzinger eine derartige Hilfsbedürftigkeit der katholischen Kirche behauptet, sät er tiefen Zweifel an der Lehre der Kirche Gottes, ja deren Lehrverkündigung wird geradezu unter Generalverdacht gestellt. Da fragt man sich doch: Was lehrt die katholische Kirche in defekter Weise, weshalb sie der Reinigung bedürftig sein soll? Und was fehlt der katholischen Lehrverkündigung, dass sie von den anderen christlichen Gemeinschaften bereichert werden kann und soll?
Kardinal Ratzinger untergräbt mit diesen Behauptungen das Vertrauen in die katholische Lehrverkündigung! Braucht man sich da zu wundern, dass in nachkonziliarer Zeit der Glaube unzähliger Katholiken erschüttert wurde und sie sich infolgedessen von der Kirche abgewandt haben? Zugleich fördert der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre mit diesen Äußerungen den Relativismus im Rahmen des Christentums, obwohl er doch insbesondere in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation die Aufgabe hatte, diesem glaubenszerstörenden Relativismus entgegenzutreten.
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#41   Rückkehr-Ökumene   16:19:15 | Sonntag, 16. Januar 2011
Vineta: Rom muss zu seiner Tradition zurückkehren
Eine Rückkehr der Dissidenten zur katholischen Kirche kann nur gefordert werden, wenn zuvor Rom zu seiner Tradition zurückkehrt. Wie weit das vom Pastoralkonzil geprägte Rom davon entfernt ist, lässt u.a. die folgende Äußerung von Kardinal Ratzinger erkennen:
„Vielleicht sind wir alle noch nicht reif für die Einheit und brauchen einen Stachel im Fleisch, der der andere in seiner Andersheit ist, um uns aus unserem mittelmäßigen und verkürzten Christentum aufzuwecken… Und es gibt eine Pflicht, sich vom anderen reinigen [!] und bereichern [!] zu lassen… All diese Haltungen müssen sich stets mit dem festen Willen verbinden, für den Augenblick der Einheit zu reifen. Das Modell der versöhnten Verschiedenheit muß man also in diesem dynamischen und prozeßhaften Sinn auslegen…
Wir anerkennen den christlichen Bruder und die Schwesterkirche [!], wir lieben die Gemeinschaft des anderen, und wir begreifen uns gemeinsam in einem Prozeß der göttlichen Erziehung, in der der Herr die verschiedenen Gemeinschaften, eine für die andere benutzt, um uns der endgültigen Einheit fähig und würdig zu machen.“
J. Ratzinger: „Das Papsttum und die Ökumene“, ein Gespräch zwischen Kardinal Ratzinger und der römischen Gemeinde der Waldenser am 29.1.1993. Erschienen in: „30 Tage in Kirche und Welt“, Februar 1993, S. 66.
Redaktion benachrichtigen Das Richtige wird durch seine Koppelung an das Falsche entwertet
#19   Rückkehr-Ökumene   20:11:47 | Samstag, 15. Januar 2011
Keine materiellen Güter
Es geht hier nicht um materielle Güter, sondern um die geistigen Güter. Der hl. Augustinus erläutert es an der Taufe: Die Taufe ist Eigentum der katholischen Kirche, denn Christus hat Seiner Kirche die geistigen Güter, die Sakramente und die Hl. Schrift anvertraut. Die Taufe, die in häretischen Gemeinschaften gespendet wird, kann gültig sein, aber sie ist nicht das Eigentum dieser Gemeinschaft und schon deshalb stellt sie keine Gemeinsamkeit der katholischen Kirche mit dieser Gemeinschaft dar.
Und alle für sich betrachtet wahren Glaubensaussagen, die in einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft vorkommen, sind dort an die Irrtümer derselben gebunden. Für sich betrachtet, werden diese Glaubensaussagen nicht entwertet, aber eingebunden in den Irrtum sind sie entwertet, denn sie stehen in einem ambivalenten Verhältnis zur Wahrheit. Für das Glaubensganze der anderen Gemeinschaft wird nämlich zu Unrecht Wahrheit beansprucht, und von dieser unrechtmäßigen Wahrheitsbeanspruchung ist jeder Aspekt dieses Glaubensganzen betroffen, mag er auch für sich betrachtet einen wahren Sachverhalt zum Ausdruck bringen.
Redaktion benachrichtigen Eiligsprechung 2011? Es fehlt nur noch die Unterschrift Benedikt XVI.
#25   Rückkehr-Ökumene   21:24:19 | Mittwoch, 12. Januar 2011
Mi.cha.el, kleine Ergänzung
Benedikt XVI. nimmt wohl keinen Anstoss an den Aussagen und Taten von Johannes Paul II. in Bezug auf den Islam.
Auf seiner Englandreise sagte er:
„Ich darf Ihnen versichern, dass die katholische Kirche den Weg der Begegnung und des Dialogs aus wahrem Respekt für Sie und Ihr religiöses Bekenntnis verfolgt“.
In seinem Buch: „Licht der Welt“ geht der Papst noch weiter, indem er bekundet, Ehrfurcht vor dem Islam zu haben: „Bei meinem Besuch in der Türkei konnte ich zeigen, dass ich Ehrfurcht[!] habe vor dem Islam, dass ich ihn als eine große religiöse Wirklichkeit anerkenne, mit der wir im Gespräch stehen müssen.“ Benedikt XVI.: „Licht der Welt“, Freiburg 2010, S. 123.
Redaktion benachrichtigen Es kann in der Kirche keine Spaltung geben
#62   Rückkehr-Ökumene   20:40:08 | Montag, 10. Januar 2011
Rudolfus
Zweifellos ist Kardinal Kasper ein Häretiker. Prof. Georg May hat in seinem kleinen Buch „Gefahren, die der Kirche drohen“,1999, auf den Seiten 27-43 eine ganze Anzahl von Positionen Kaspers gekennzeichnet, die im Widerspruch zur traditionellen Lehre der Kirche stehen. Bekannt geworden ist insbesondere sein Angriff auf das Dogma, sagt er doch: „Dogmen können durchaus einseitig, oberflächlich, rechthaberisch, dumm und voreilig sein.“ (S. 30). May schreibt: „Mit der progressistischen Exegese setzt Kasper zum Frontalangriff gegen die Wunder Jesu an. Er ist der Meinung: ‘daß wir viele Wundergeschichten der Evangelien als legendarisch bezeichnen müssen.’“ (S. 35)
„Die Auferweckung Jesu ist ihm ‘kein objektiv und neutral feststellbares historisches Faktum’“ (§. 37). Soweit einige Hinweise zu seinen Häresien.
Andererseits ist Kasper aber im Hinblick auf das fatale „subsistit in“ viel klarer als der heutige Papst, was ich erklären könnte.
Übrigens hat ihn Kardinal Ratzinger nach seiner Ernennung zum Bischof von Rottenburg mit den Worten gelobt:
„Die theologische Kompetenz und der pastorale Weitblick Kaspers sind für die katholische Kirche Deutschlands eine kostbare Gabe.“ (Deutsche Tagespost 20.4.1989)
Redaktion benachrichtigen Nach den Kondomen jetzt Assisi
#90   Rückkehr-Ökumene   19:57:13 | Samstag, 8. Januar 2011
Der entscheidende ekklesiologische Irrtum von Benedikt XVI.
Die gesamte Tradition der Kirche lehrt, dass die Kirche Christi und die katholische Kirche ein und dasslbe ist.
Das bestreitet der heutige Papst. In einem Interview mit der FAZ vom 22.9.2000, wendet er sich ausdrücklich gegen die Enzyklika Mystici corporis von Pius XII. (1943), indem dieser, in Übereinstimmung mit der Tradition, diese exklusive Identität klar zum Ausdruck brachte.
In diesem Interview behauptet der heutige Papst, dass das Sein der Kirche Christ weit über das Sein der katholische Kirche hinausreicht.
Dadurch wird das Sebstverständnis der katholischen Kirche in fundamentaler Weise verändert, und als Folge dieser Veränderung ändern sich auch die Verhältnisse derselben zur Welt und zu den anderen Religionen im Sinne des Pastoralkonzils.
Die Ursache dieser Veränderungen ist also das gewandelte Selbstverständnis der katholischen Kirche, das dieses Konzil mit seiner subsistit-in-Lehre festgeschrieben hat. Ratzinger sprach infolgedessen mehrfach von einer Differenz zwischen „est“ und „subsistit“. Der eigentliche Skandal ist die Veränderung des Selbstverständnisses der katholischen Kirche auf diesem unseligen Konzil.
Redaktion benachrichtigen Nach den Kondomen jetzt Assisi
#61   Rückkehr-Ökumene   19:49:44 | Freitag, 7. Januar 2011
Ehrfurcht vor dem Islam?
Wie vor jedem Menschen, so muss man selbstverständlich auch Ehrfurcht haben vor den Anhängern des Islam. Aber einer falschen Religion darf man keine Ehrfurcht entgegen bringen. Benedikt XVI. ist da anderer Ansicht:
„Bei meinem Besuch in der Türkei konnte ich zeigen, dass ich Ehrfurcht habe vor dem Islam, dass ich ihn als eine große religiöse Wirklichkeit anerkenne, mit der wir im Gespräch stehen müssen.“ Benedikt XVI.: „Licht der Welt“, Freiburg 2010, S. 123.
Redaktion benachrichtigen Benedikt XVI. wird ein interreligiöses Friedensgebet in Assisi abhalten
#203   Rückkehr-Ökumene   21:05:10 | Sonntag, 2. Januar 2011
Zweigesichtigkeit
Benedikt XVI. ist bekanntlich ein Verehrer des Pastoralkonzils. Aber er stellte im Jahre 2000 in seinem Vortrag: Die Ekklesiologie der Konstitution Lumen gentium fest:
„Aber es scheint mir wichtig, das, was uns auf dem Konzil freudig und dankbar gemacht hat, nun auch in seiner Zweigesichtigkeit zu erkennen.“
Vielleicht wird das geplante Assisi-Treffen in puncto Zweigesichtigkeit ein Licht auf den Pontifex werfen, wodurch manchem die Augen geöffnet werden können.
Redaktion benachrichtigen Schon mal was von den Kommunionbriefen gehört?
#39   Rückkehr-Ökumene   20:42:40 | Sonntag, 2. Januar 2011
Sinah: Sie haben Recht
mit Ihrer Aussage, dass die nachkonziliaren römischen Verlautbarungen zur Communio-Ekklesiologie mit denen des Pastoralkonzils übereinstimmen und deshalb genauso kritisiert werden müssen wie diese. Nur soll in dieser Artikelreihe offenbar nur gezeigt werden, dass die Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche nicht mit der des Pastoralkonzils übereinstimmt.
Die Behauptung des nachkonziliaren Roms, das Konzil hätte bezüglich der Ekklesiologie traditionskonform gelehrt, gilt es zu widerlegen. Der Glorienschein, mit dem sich die Nachkonziliaren umgeben, dass nämlich das Pastoralkonzil in ekklesiologischer Hinsicht zu den Quellen zurückgegangen sei und so die nachtridentinischen ekklesiologischen Engführungen überwunden hätte, muss als Irrtum, wenn nicht gar als Betrug entlarvt werden.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Ökumenismus-Bischöfe wollen keinen Dialog mit den Altgläubigen
#133   Rückkehr-Ökumene   19:29:07 | Montag, 27. Dezember 2010
Magnificat: Das Zweite Vatikanum ist nicht unfehlbar
Das geht hervor aus den „Bekanntmachungen, die der Generalsekretär des Konzils in der 123. Generalkongregation am 16. November 1964 mitgeteilt hat“, und die Paul VI. der Kirchenkonstitution Lumen gentium als deren Bestandteil hinzufügen ließ. Dort heißt es nämlich:
„Es ist gefragt worden, welcher theologische Verbindlichkeitsgrad der Lehre zukommt, die im Schema über die Kirche ausgeführt und der Abstimmung unterbreitet wird. Die Theologische Kommission hat auf diese Frage bei der Prüfung der Änderungsvorschläge zum dritten Kapitel des Schemas über die Kirche so geantwortet: ‘Ein Text des Konzils ist selbstverständlich immer nach den allgemeinen, allseits bekannten Regeln auszulegen.’ … ‘Unter Berücksichtigung des konziliaren Verfahrens und der pastoralen Zielsetzung des gegenwärtigen Konzils definiert das Konzil nur das als für die Kirche verbindliche Glaubens- und Sittenlehre, was es selbst deutlich als solche erklärt’.“
K. Rahner/ H. Vorgrimler: „Kleines Konzilskompendium“, Freiburg 1966, S. 197. Der letzte Satz bezieht sich nicht nur auf Lumen gentium, sondern auf alle Konzilsdokumente und in keinem derselben findet sich eine derartige Erklärung. Demnach hat das Konzil von sich aus an keiner Stelle eine absolut verbindliche Glaubens- und Sittenlehre definiert.
Redaktion benachrichtigen Weihbischof: „Wir brauchen einen neuen Syllabus“
#59   Rückkehr-Ökumene   10:10:25 | Dienstag, 21. Dezember 2010
Wer sitzt bei den theologischen Gesprächen am Tisch?
Vordergründig gesehen, sitzen am Tisch Vertreter Roms und Vertreter einer rebellischen Gemeinschaft.
Aber der Schein trügt! Am Tisch sitzen nur Vertreter Roms!
Allerdings eines gespaltenen Roms, nämlich Vertreter des Roms der Tradition und Vertreter des modernen Roms.
Die Vertreter des modernen Roms versuchen die Vertreter des Roms der Tradition davon zu überzeugen, dass die neuen Lehren keinen Bruch mit der traditionellen Lehre darstellen. Umgekehrt versuchen die Vertreter der Tradition die Vertreter des modernen Roms vom Gegenteil zu überzeugen.
Immerhin räumt das moderne Rom ein, dass es Interpretationen des Konzils gibt, von Wissenschaftlern, die es selbst auf Lehrstühle der Theologie berufen hat, die nicht mit der überlieferten Lehre übereinstimmen und die großen Schaden angerichtet haben und immer noch anrichten.
Damit gibt das moderne Rom zugleich zu, dass die Texte des Pastoralkonzils teilweise interpretierbar sind. Allein deren Mehrdeutigkeit müsste doch genügen, die Texte einer Revision zu unterziehen!
Aber davor scheut das moderne Rom zurück, weil sich zeigen würde, dass es die Interpretation der Kontinuität des Konzils nicht gibt, sondern, dass eine Interpr. im Sinne der Kontinuität nur möglich ist, wenn man die falschen Aussagen des Konzils umgeht und die zwielichtigen im Sinne der Tradition eindeutig macht. Also: Eine Interpr. im Sinne der Kontinuität ist nur möglich, wenn man Slalom durch die Texte fährt und dabei die rechtgläubig klingenden Passagen ansteuer…
Redaktion benachrichtigen Jeder gehört dorthin, wo er die Kommunion empfängt
#41   Rückkehr-Ökumene   20:59:18 | Montag, 20. Dezember 2010
galilei
In der Mathematik spielt nicht nur die Aussagenlogik, sondern auch die Prädikatenlogik und die Klassenlogik eine Rolle.
Aber es geht ja bei der anstehenden Thematik nicht um eine spezielle Logik. Es geht um das logische Denken überhaupt, auf das die Theologie nicht verzichten kann, wenn sie den Anspruch erhebt, eine Wissenschaft zu sein.
Es geht hier nicht um Humanwissenschaften oder um das Leben in der Kirche, sondern es geht um theologische Positionen, die entweder wahr oder falsch sind, wenn man auf dem Boden der katholischen Lehre steht.
Das hat nichts mit einer Einschränkung auf eine bestimmte Logik zu tun, sondern das ist einfach Sache des menschlichen Verstandes.
Gewiss gibt es viele Bereiche im menschlichen Leben, die mit dem Gegensatz von wahr und falsch nicht erfasst werden können. Aber diese stehen hier nicht zur Debatte.
Hier geht es ausschließlich um die Frage, ob das Pastoralkonzil mit seiner Communio-Ekklesiologie in Übereinstimmung ist mit der Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche oder nicht, und da gibt es nur ein Ja oder Nein, tertium non datur.
Redaktion benachrichtigen Jeder gehört dorthin, wo er die Kommunion empfängt
#30   Rückkehr-Ökumene   23:03:11 | Sonntag, 19. Dezember 2010
Die Unvereinbarkeit der Communio-Ekklesiolgie
des Pastoralkonzils mit der Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche aufzudecken, ist für die Auseinandersetzung mit den Modernisten wichtig.
Diese versuchen traditionsverbundene Katholiken gelegentlich dadurch zu verunsichern, dass sie behaupten, das Pastoralkonzil sei mit seiner Communio-Ekklesiologie tiefer mit der traditionellen Lehre der Kirche verbunden als die Priesterbruderschaft St. Pius X., die sich auf die nachtridentinische Ekklesiologie stütze, die durch Engführung und Einseitigkeit gekennzeichnet sei.
Das Konzil wäre tiefer in die Tradition eingedrungen, weil es sich auf die Ekklesiologie der frühen Kirche stütze, die diese Engführung nicht kenne.
Dabei wird unterstellt, dass die Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche mit der des Pastoralkonzils vereinbar sei. Aber das ist eine falsche Unterstellung, denn diese Ekklesiologien stehen in mehr als einer Hinsicht im Widerspruch zueinander. Eine dieser Hinsichten benennt der Artikel.
Man lasse sich nicht ins Bockshorn jagen!
Redaktion benachrichtigen Jeder gehört dorthin, wo er die Kommunion empfängt
#16   Rückkehr-Ökumene   21:52:37 | Samstag, 18. Dezember 2010
Zum Zusammenhang
Das vom Pastoralkonzil geprägte Rom lobt das Konzil dafür, dass es die vorkonziliare Enge in der Ekklesiologie dadurch überwunden habe, dass es die Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche wieder entdeckt hätte.
Diese Behauptung ist nur dann richtig, wenn die Eigenschaften der frühkirchlichen Communio-Ekklesiologie auch Eigenschaften der Communio-Ekklesiologie des Pastoralkonzils sind.
Ein besonders wichtiges Merkmal dieser Communio-Ekklesiologie besteht darin, zu lehren, dass die katholische Kirche zu den anderen christlichen Gemeinschaften in einer unvollkommenen Communio stehe.
Der Artikel zeigt nun, dass eine solche Vorstellung der Communio-Ekklesiologie der frühen Kirche völlig fremd ist, so dass insofern von einer Wiederentdeckung derselben durch das Konzil keine Rede sein kann, weil jene in Bezug auf die Communio nur ein Entweder-Oder kennt.
Diese Problematik ist deshalb besonders wichtig, weil an der Vorstellung einer unvollkommenen Communio mit den anderen christlichen Gemeinschaften der Ökumenismus des Pastoralkonzils hängt, denn sein Ziel ist es ja, die angeblich unvollkommene Gemeinschaft in eine vollkommene Gemeinschaft zu überführen.
Redaktion benachrichtigen Diese Identität ist eine Selbstverständlichkeit
#122   Rückkehr-Ökumene   23:47:11 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
Roland Janka, Fortsetzung 6
Das Element selbst wird auf diese Weise zum Träger der Kirchlichkeit gemacht!
Aber das Element selbst ist gar nicht der Träger der Kirchlichkeit, vielmehr hat diese ihren Grund im Verbundensein des Elements mit dem Ganzen der Kirche.
Das, was in Wirklichkeit eine Relationseigenschaft ist, wird in der Denkweise des vom Pastoralkonzil geprägten Roms irrigerweise zu einer Objekteigenschaft gemacht!
Infolgedessen wird das Element irrigerweise als für sich bestehend zu einem kirch-lichen Element erklärt. Da in dieser Denkweise die Eigenschaft der Kirchlichkeit sozusagen am Element selbst haftet und nicht durch seine Beziehung zum Ganzen der Kirche konstituiert wird, kommt es zu der Fehlvorstellung, dass dieses Element die Eigenschaft der Kirchlichkeit auch als in anderen christlichen Gemeinschaften existierend besitzt und diesen dadurch einen kirchlichen Charakter verleiht.
Natürlich kann man den Inhalt eines kirchlichen Elements betrachten und von den Beziehungen desselben zum Ganzen der Kirche absehen. Dieses Absehen ist ein Akt der Abstraktion, wodurch von den objektiv bestehenden Beziehungen zum Ganzen der Kirche abgesehen wird.
Durch das Absehen von diesen Beziehungen werden die Beziehungen aber keines-wegs inexistent, sie bestehen vielmehr unverändert weiter, sie werden nur nicht be-achtet. Infolge der Abstraktion, die von einem kirchlichen Element nur den Inhalt festhält, aber die Beziehungen auf das Ganze der Kirche wegblendet, erhält man also ein Abstraktionsprodukt des
Redaktion benachrichtigen „Mag sein, daß mich einige für verrückt halten“
#55   Rückkehr-Ökumene   23:40:56 | Donnerstag, 16. Dezember 2010
Ernst von Zwiefalten
Die Allgenwärtigkeit Gottes ist eine geistige Anwesenheit. Im Tabernakel aber ist Christus auch leiblich anwesend, und nur dort ist Er auch leiblich anwesend. Deshalb das schöne Lied zur Aussetzung: „Du Gottmensch bist mit Fleisch und Blut wahrhaftig hier zugegen.“!
Wenn man also die Anbetung des im Tabernakel mit dem Hinweis herunterspielt, dass Gott doch allgegenwärtig sei, dann leugnet man implizit die leibliche Anwesenheit des Herrn im Tabernakel.
Wenn Ratzinger sagt: „Aussagen wie ‘Hier wohnt Gott’ und das auf solche Weise drücken eine Verkennung des christlogischen Geheimnisses wie des Gottesbegriffs aus, die den denkenden und um Allgegenwart Gottes wissenden Menschen notwendig abstößt“, dann fragt der Katholik doch: „Wohnt Gott denn nicht im Tabernakel? Wieso ist diese Wahrheit „eine Verkennung des christologischen Geheimnisses“? Und wieso stößt diese Wahrheit „den denkenden und um die Allgegenwart Gottes wissenden Menschen ab“?
„Eucharistische Anbetung oder stille Besuchung in der Kirche kann sinnvollerweise nicht einfach Unterhaltung mit dem lokal zirkumskriptiv [abgegrenzt] präsent gedachten Gott sein.“ Aber genau das ist die eucharistische Anbetung!
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#33   Rückkehr-Ökumene   20:19:08 | Mittwoch, 15. Dezember 2010
Professor Ratzinger über die eucharistische Anbetung
in einer Abhandlung mit dem Titel „Die sakramentale Begründung christlicher Existenz“, 1961, die er 2008 erneut abdrucken ließ. Darin heißt es:
„Eucharistische Anbetung oder stille Besuchung in der Kirche kann sinnvollerweise nicht einfach Unterhaltung mit dem lokal zirkumskriptiv [abgegrenzt] präsent gedachten Gott sein. Aussagen wie: ‘Hier wohnt Gott’ und das auf solche Weise drücken eine Verkennung des christlogischen Geheimnisses wie des Gottesbegriffs aus, die den denkenden und um Allgegenwart Gottes wissenden Menschen notwendig abstößt.
Wenn man das In-die-Kirche-Gehen damit begründen wollte, daß man den nur dort anwesenden Gott besuchen müsse, so wäre dies in der Tat eine Begründung, die keinen Sinn hätte und vom modernen Menschen mit Recht zurückgewiesen werden würde.“
Wird hier nicht die leibliche Gegenwart Christi im Tabernakel implizit geleugnet?
Zweifllos hat der Papst mit treffenden Worten zur eucharistischen Anbetung anlässlich der Missbrauchsfälle in Irland aufgerufen. Wie kann er nur jene katastrophale Passage erneut abdrucken lassen?
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#120   Rückkehr-Ökumene   20:58:07 | Dienstag, 7. Dezember 2010
Roland Janka, Fortsetzung 5
Gewiss stimmen wir in wichtigen Punkten überein, aber die Differenz scheint mir nicht nur eine der Benennung zu sein, denn ich halte ja die Elemente-Ekkl. für falsch und begründet das so:
Es wurde erkannt, dass die Eigenschaft eines Elements ein kirchliches Element zu sein, wesentlich in seinem Verbundensein mit dem Ganzen der katholischen Kirche begründet ist. Es ist also nicht der Inhalt des Elements allein, der ein Element zu einem kirchlichen Element macht, sondern es sind auch die Beziehungen, in denen der Inhalt des Elements zu allen anderen Elementen der katholischen Kirche und zum Ganzen der Kirche steht.
Deshalb verliert ein kirchliches Element die Eigenschaft der Kirchlichkeit, wenn es in eine andere christliche Religion eingebunden wird. In dieser ist es kein kirchliches Element, wohl aber im Gefüge der katholischen Kirche.
Warum wird das von dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom nicht erkannt und sogar das Gegenteil behauptet, dass nämlich dieses Element auch in diesen Religionsgemeinschaften ein kirchliches Element sei? Wo genau ist hier der Irrtum der konziliaren Denkweise zu lokalisieren?
Er entsteht dadurch, dass nicht gesehen wird, dass der Grund für die Eigenschaft eines Elements, ein kirchliches Element zu sein, wesenhaft im Verbundensein des Elements zum Ganzen der Kirche besteht. Dadurch entsteht die Fehlsicht, dass die Kirchlichkeit des Elements durch seinen Inhalt allein gegeben ist. Das Element selbst wird auf diese Weise zum Träger der Kirchlichkei…
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#118   Rückkehr-Ökumene   19:35:06 | Montag, 6. Dezember 2010
Roland Janka, Fortsetzung 4
Der hl. Augustinus, der in der Trennung von der katholischen Kirche das größte Verbrechen sieht, hat den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz in Bezug auf die Taufe klar erkannt, sagt er doch über die häretischen bzw. schismatischen Gemeinschaften:
„Euch gehört nicht die Taufe, die wir akzeptieren, denn es ist nicht die Taufe von Schismatikern beziehungsweise Häretikern, sondern die Taufe Gottes und der Kirche, wo immer sie vorgefunden wurde und wohin immer sie übertragen wurde. Euch gehört nur, daß ihr falsch denkt und frevlerisch handelt und euch gottlos trennt“ .
Darüber hinaus hat der Heilige klar zum Ausdruck gebracht, dass auch die übrigen Elemente, die sich die anderen christlichen Gemeinschaften von der katholischen Kirche genommen haben, in deren Gemeinschaften das Eigentum der katholischen Kirche bleiben und als solche wirksam werden:
„Es gibt daher nur eine Kirche und sie allein wird katholisch genannt; was sie [die katholische Kirche] an Eigenem in den von ihrer Einheit getrennten Gemeinschaften der Verschiedenen besitzt, genau aufgrund dessen, was sie in ihnen besitzt, gebiert sie Gotteskinder und nicht jene Gemeinschaften… Diese eine Kirche also, deren Sakramente beibehalten wurden, gebiert in allen Gemeinschaften; …
Auch im Hinblick auf die dritte der von uns angegebenen charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements, die Eigentumseigenschaft, stellt die Taufe also keine partielle Identität in Bezug auf alle christlichen Gemeinschaften dar…
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#71   Rückkehr-Ökumene   17:00:48 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Sycamore
Vielen Dank für die Information!
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#115   Rückkehr-Ökumene   15:07:37 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Roland Janka: Fortsetzung 3
… und sie besitzen keine „Teilhabe am Sein der Kirche Christi“, so dass bei ihnen nicht die „Gegenwart des Ekklesialen“ gegeben ist…
Unsere Überlegung zeigen, dass für das vom Pastoralkonzil geprägte Rom ein kirchliches Element lediglich in seinem Inhalt besteht, nicht aber auch in seinem Verbundensein mit dem Ganzen der Kirche.
Wir wollen die Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils noch einmal am Beispiel der Taufe erläutern. Die Taufe ist im Sinne des vom Pastoralkonzil geprägten Roms ein kirchliches Element, das als kirchliches Element in allen christlichen Gemeinschaften vorhanden ist. Als kirchliches Element trägt es im Sinne der Lehre des Pastoralkonzils wesentlich mit dazu bei, den anderen christlichen Gemeinschaften einen kirchlichen Charakter zu verleihen.
Danach stellt die Taufe eine partielle Identität in Bezug auf alle christlicher Gemeinschaften dar. Wenn dem so wäre, dann gäbe es keine Eigenschaft, welche die Taufe zwar in der katholischen Kirche besitzt, nicht aber in den anderen christlichen Gemeinschaften.
Das ist aber falsch, denn die Taufe ist als Element der anderen christlichen Denominationen nicht mit den übrigen kirchlichen Elementen verbunden und sie ist insbesondere als Element der anderen christlichen Gemeinschaft nicht mit ausschließlich wahren Glaubensaussagen verbunden. Darüber hinaus ist die Taufe auch nicht Eigentum der anderen christlichen Gemeinschaften, sondern sie ist – wo auch immer sie existiert – Eigentum der katholischen Kirche…
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#64   Rückkehr-Ökumene   14:57:56 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Febron: Missverständnis
Keineswegs habe ich unterschlagen, dass Maria die Mittlerin aller Gnaden ist. Um diese Thematik ging es überhaupt nicht. Es ging lediglich um die Unterscheidung zwischen der richtigen und falschen Suche.
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#61   Rückkehr-Ökumene   13:10:55 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Richtige und falsche „Suche“ (Ende)
Die gute Suche ist hingegen eingedenk des Augustinuswortes:
„Nicht die Suche nach der Wahrheit macht selig, sondern ihr Besitz.“
Die gute Suche will deshalb mit allem Nachdruck finden, und erst wenn sie gefunden hat, ist sie glücklich. Dann wird aus dem ehemaligen Suchen nach der Wahrheit ein Suchen in der Wahrheit und in diesem Suchen in der Wahrheit, nämlich nach immer tieferer Erkenntnis derselben, vollzieht sich das spirituelle Leben des seiner Erlösung bewußten Christen.
Nur das Suchen in der Wahrheit ist mit dem christlichen Glauben vereinbar, nicht das Suchen nach ihr, was Kardinal Newman in einer Ansprache vom 30. Septembe 1849, zu dem Thema Glaube und Zweifel, mit den eindrucksvollen Worten zum Ausdruck brachte:
„Nun glaube ich, meine Brüder, werdet ihr verstehen, warum die Forschung dem Glauben vorausgeht, nicht aber ihm folgt. Ihr habt nachgeforscht, ehe ihr zur Kirche gekommen seid; ihr habt eure Befriedigung gefunden, und Gott hat euch mit der Gnade des Glaubens belohnt. Wäret ihr aber nun entschlossen weiterzuforschen, dann würdet ihr uns auf den Gedanken bringen, ihr hättet die Gnade wieder verloren; denn Suchen und Glauben sind ihrer Natur nach unvereinbar miteinander.“
(J. H. Newman: „Zur Philosophie und Theologie des Glaubens“, Ausgewählte Werke, 6. Band, Mainz 1964, S. 342.)
Im Zitat ist mit Forschung bzw. Suche die Forschung bzw. Suche nach der Wahrheit und nicht in der Wahrheit gemeint.
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#59   Rückkehr-Ökumene   12:06:09 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Richtige und falsche „Suche“, Fortsetzung
Es ist die Schmach, die den offiziellen Raum der katholischen Kirche seit zwanzig Jahren bedeckt, verschüttet, besetzt hält, daß man dort so tut, als dürfe oder müsse man, gar gemeinsam mit anderen, die der Fülle nicht teil-haftig sind, auf die Suche gehen nach der Wahrheit. So etwas im offiziellen Raum der Kirche zu behaupten ist Gotteslästerung.“
Die Einstellung, welche die Suche nach der Wahrheit dem Finden der Wahrheit vorzieht, jene Mentalität, die heute weithin den Innenraum der Kirche Gottes beherrscht, bringt Gotthold Ephraim Lessing mit folgenden Worten prägnant zum Ausdruck:
„Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit, und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke, und sagte: Vater gib! Die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!“
Eine oberflächliche Beurteilung könnte darin den Ausdruck von Beschei-denheit sehen. In Wirklichkeit handelt es sich aber um die in den Mantel der Bescheidenheit gehüllte Ablehnung der Wahrheit, da hier ja das Angebot der Wahrheit zurückgewiesen wird. Für einen derart Suchenden ist die Suche Selbstzweck; er will in ihr verharren, um im Unverbindlichen verweilen zu können und sich offen zu halten für „zeitgemäße Veränderungen“.
Die gute Suche ist hingegen eingedenk des Augustinuswortes:
„Nicht die Suche nach der Wahrheit macht selig, sondern ihr Besitz.“ Die g
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#57   Rückkehr-Ökumene   05:33:33 | Sonntag, 5. Dezember 2010
Richtige und falsche „Suche“
Die richtige Suche ist eine Suche i n der schon gefundenen Wahrheit der katholischen Kirche. Die falsche Suche ist die Suche
n a c h der Wahrheit.
Johannes Paul II lehrte die falsche Suche, als er u.a. in seiner Enzyklika Ut unum sint, Art. 33, sagte:
„Im Verständnis des Konzils hat der ökumenische Dialog den Charakter einer gemeinsamen Suche nach der Wahrheit, besonders über die Kirche.“
Im Gegensatz dazu sagte Pfarrer Hans Milch:
„Im Dogma erkennst Du das Gesicht der Wahrheit; hier bietet sich Dir end-gültig die Wahrheit an; sie ist wie ein offenes Tor, durch das Du schreiten kannst ohne Bedenken, um drinnen in der Wahrheit zu forschen. Denn die Wahrheit ist uns endgültig geschenkt, so daß wir – Du und ich – im Besitze der Wahrheit sind. Wir forschen nicht nach der Wahrheit – ein katholischer Christ, der behauptet, er müsse sich der Wahrheit nähern und die Wahrheit erforschen, verrät Christus und die Kirche.
Der katholische Christ weiß, daß ihm gnadenhaft, unverdienterweise, die ganze weltumspannende, ewige, endgültige Wahrheit um seinetwillen, als sein herrliches Glück geschenkt ist.
Und nun geht er daran immer tiefer sich einweihen zu lassen in die Wahr-heit. Er sucht nicht nach der Wahrheit, sondern er sucht in der Wahrheit. Das ist das Kennzeichen des katholischen, des beglückten Christen, der eingebet-tet ist, gesichert ist im Ewigen und Endgültigen.
Es ist die Schmach, die den offiziellen Raum der katholischen Kirche seit zwanzig Jahren bedeckt, verschüttet, bes…
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#113   Rückkehr-Ökumene   21:42:29 | Samstag, 4. Dezember 2010
Fortsetzung 2
Um zu prüfen, ob die Behauptung wahr ist, dass Inhalte der katholischen Kirche, die in anderen christliche Gemeinschaften vorkommen, kirchliche Elemente sind, betrachten wir die erste charakteristische Eigenschaft eines kirchlichen Elements, nämlich sein Verbundensein mit allen anderen kirchlichen Elementen der katholischen Kirche.
Man erkennt sofort, dass diese Eigenschaft bei den Elementen der anderen christlichen Gemeinschaften nicht erfüllt ist. Denn ein Element einer anderen christlichen Gemeinschaft ist als solches nicht mit der katholischen Kirche verbunden, sondern es ist verbunden mit der anderen christlichen Religion; infolgedessen ist es kein kirchliches Element.
Dasselbe Ergebnis erhält man in Hinblick auf die zweite charakteristische Eigenschaft eines kirchlichen Elements, derzufolge es mit ausschließlich wahren Aussagen über den Glauben verbunden ist. Denn jedes Element einer anderen christlichen Gemeinschaft ist auch mit den falschen Glaubensaussagen derselben verbunden, also ist es auch aus diesem Grund kein kirchliches Element.
Deshalb können kirchliche Elemente, die ihrem Inhalt nach in einer anderen christlichen Gemeinschaft vorkommen, in dieser keinen „kirchlichen Charakter“ besitzen und ebensowenig diesen Gemeinschaften eine „echte kirchliche Dimension“ verleihen. Infolgedessen stellen die anderen christlichen Gemeinschaften auch keine „echte kirchliche Wirklichkeit“ dar und sie besitzen keine „Teilhabe am Sein der Kirche Christi“, so dass bei ihnen n…
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#111   Rückkehr-Ökumene   18:55:50 | Samstag, 4. Dezember 2010
Fortsetzung 1
An der ersten Eigenschaft erkennt man, dass ein kirchliches Element nicht nur durch seinen Inhalt bestimmt ist, sondern auch durch sein Verbundensein mit allen anderen kirchlichen Elementen und mit dem Ganzen der katholischen Kirche. Dieses Verbundensein ist kein akzidentelles, sondern es ist ein essentielles Merkmal eines kirchlichen Elements.
Nehmen wir als Beispiel für den sakramentalen Bereich der Kirche die Taufe. Die Taufe ist, wegen der ersten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements, mit allen anderen Sakramenten verbunden sowie mit allen Glaubenswahrheiten und allen Aspekten der Hierarchie der katholischen Kirche. Wegen der zweiten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements ist sie mit ausschließlich wahren Aussagen über den Glauben verbunden und wegen der dritten charakteristischen Eigenschaft eines kirchlichen Elements ist die Taufe Eigentum der katholischen Kirche.
Das gleiche gilt für jede Glaubenswahrheit der katholischen Kirche sowie für alle Aspekte ihrer Hierarchie.
Darüber hinaus wird behauptet, dass die kirchlichen Elemente, die angeblich bei den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, diesen einen „kirchlichen Charakter“ und eine „echte kirchliche Dimension“ verleihen, dass die anderen christlichen Gemeinschaften infolge dieser Elemente eine „echte kirchliche Wirklichkeit“ darstellen und sie eine „Teilhabe am Sein der Kirche Christi“ besitzen, so dass bei ihnen die „Gegenwart des Ekklesialen“ gegeben ist.
Um z…
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#60   Rückkehr-Ökumene   04:34:41 | Samstag, 4. Dezember 2010
zeitgemäße Missionsarbeit
Die Zeit ist ein Patient. Um einen Patient wirkungsvoll behandeln zu können, muss ein Arzt zunächst seine Krankheit studieren. Die Art der Krankheit des Patienten „Welt“ oder „Zeit“ ändert sich im Laufe der Zeit, und der Arzt muss sich darauf einstellen. Die Zeit ist aber für den Arzt kein Maßstab, von dem er sich seine Behandlungsweise diktieren lassen darf.
Die Kirche ist der Arzt der Welt, berufen sie zu heilen, sofern sie heilungswillig ist. Aber die Vertreter der Kirche haben sich auf und seit dem Pastoralkonzil so gegen ihren Auftrag gerichtet verhalten, wie ein Arzt, der, anstatt einem Tuberkulosekranken starke Medikamente zu verabreichen, sich über ihn beugt und seine Tuberkulosebazillen einatmet, um sich mit dem Kranken zu solidarisieren. Der Konzilsvater, Kardinal J. Döpfner, sah im „Solidaritätsgedanken“ einen „Wesenszug dieses Konzils“. Die Früchte dieses Wesenzuges sind zeigen sich immer deutlicher.
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#108   Rückkehr-Ökumene   17:54:37 | Freitag, 3. Dezember 2010
Beginn
Die folgenden Passagen sind einer geplanten Veröffentlichung entnommen, so dass z. B. das „Wir“ hier etwas komisch klingt:
Definition: Ein kirchliches Element ist ein die Sakramente oder den Glauben oder die hierarchische Struktur betreffender Besitz der römisch-katholischen Kirche.
Die in der Definition genannten Besitztümer werden durch den jeweils ausgewählten Gesichtspunkt beschrieben, unter dem man das Ganze der katholischen Kirche betrachten kann.
Beispiel: Zum Sakrament der Taufe als eines kirchlichen Elements gelangt man, wenn man vom Ganzen der katholischen Kirche ausgeht und die Betrachtung auf jenen Aspekt ihrer Sakramentenlehre einschränkt.
Wir geben nun drei charakteristische Eigenschaften eines kirchlichen Elements an, die für unsere Untersuchung der Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils von Bedeutung sind.
1) Jedes kirchliche Element ist mit allen anderen kirchlichen Elementen der
katholischen Kirche verbunden, also ist es verbunden mit allen
sakramentalen kirchlichen Elementen, mit allen kirchlichen Glaubenselementen
und mit allen kirchlichen Elementen der Hierarchie der katholischen Kirche.
2) Jedes kirchliche Element ist verbunden mit ausschließlich wahren Aussagen
über den Glauben.
3) Jedes kirchliche Element gehört nicht nur zum Besitz der katholischen Kirche,
sondern es ist auch ihr Eigentum. Denn Christus hat Seine Kirche gestiftet und
sie mit allen Gütern beschenkt.
An der ersten Eigenschaft erkennt man, dass ein kirchliches Element nicht …
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#106   Rückkehr-Ökumene   21:48:41 | Donnerstag, 2. Dezember 2010
Roland Janka
Bevor ich versuche, systematisch auf die Elemente-Problematik einzugehen, möchte ich anstelle Ihres Kuchenbeispiels ein Beispiel anführen, das mir insofern geeigneter erscheint, als es das materiale Außerhalb-Vorhandensein von Inhalten zum Ausdruck bringt, ohne dass es sich um ein Wegnehmen handelt.
Gauss gilt als der bedeutendste deutsche Mathematiker; er hat auf mehreren Gebieten, neben Mathematik auch in Physik, neue Erkenntnisse in Form von Sätzen gebracht. Sein Werk besteht allein schon im Hinblick auf die verschiedenen Gebiete aus Teilen.
Nach ihm haben unzählige Wissenschaftler die Sätze von Gauß in ihren Lehrbüchern verwendet. Sie haben ihm nichts weggenommen, sondern Erkenntnisse von ihm übernommen. Diese Übernahme ändert nichts daran, dass sein Werk aus Teilen besteht.
Im Hinblick auf die kirchliche Problematik ist festzuhalten:
Die Personen, die seine Sätze übernommen haben, haben durch diese Übernahme keine „Teilhabe am Werk von Gauß“, und das Vorhandensein seiner Sätze in ihren Lehrbüchern erteilt diesen Personen keinen „Gauß’schen Charakter“, keine „Gauß’sche Dimension’ und keine „Gauß’sche Wirklichkeit’. Gauß ist und bleibt der einzige Eigentümer jener Sätze, die anderen befinden sich nur in ihrem Besitz.
Hier gibt es Parallelen zur Elemente-Problematik, wie ich ev. morgen abend darlegen könnte, wobei schon ein Wort Ihrerseits die Fortsetzung ermöglichen würde.
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#103   Rückkehr-Ökumene   21:33:31 | Mittwoch, 1. Dezember 2010
Roland Janka: Der Widerspruch ist nicht auflösbar
Wenn die katholische Kirche aus Teilen erbaut ist, wie das Ökumenismusdekret, Art. 3 sagt, dann besteht sie aus Teilen und ist somit teilbar.
Die Tatsache, dass der katholischen Kirche nichts weggenommen werden kann, besagt nur, dass sie nicht verminderungsfähig ist. Verminderungsunfähigkeit besagt aber nicht Unteilbarkeit.
Sie ist im Sinne des Pastoralkonzils als aus Teilen bestehend trotzdem nicht verminderungsfähig. Das vielfache Auftreten eines kirchlichen Elements bei gleichzeitiger Verminderungsunfähigkeit der Kirche im Sinne des Pastoralkonzils, ist kein Zeichen von Unteilbarkeit derselben, sondern ein Zeichen von „Reproduzierbarkeit“ der sogenannten Elemente.
Übrigens ist offenbar auch Monsignore Pozzo der Ansicht, dass der Widerspruch nicht aufgelöst werden kann, denn er sagt ja: „In dem Paradox, sozusagen, des Unterschieds zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts, spiegelt sich der Widerspruch der Spaltung und der Sünde.“
Spaltung und Sünde sind nach Pozzo also die Gründe für einen tatsächlich vorhandenen Widerspruch.
Darüber hinaus ist es logisch nicht sinnvoll zu sagen, die Kirche ist in einer gewissen Hinsicht teilbar und in einer anderen Hinsicht unteilbar. Die Eigenschaften teilbar bzw. unteilbar schließen sich in Bezug auf die Kirche aus, so dass nicht in einer Hinsicht eine der Eigenschaften bestehen kann und in anderer Hinsicht ihr Gegenteil.
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#94   Rückkehr-Ökumene   22:39:19 | Montag, 29. November 2010
Fortsetzung
In dem Paradox, sozusagen, des Unterschieds zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts, spiegelt sich der Widerspruch der Spaltung und der Sünde.“
Monsignore Pozzo lobt also das Pastoralkonzil für eine Lehre, von der er zugibt – wenn man von dem verschleiernden „sozusagen“ – absieht –, dass sie eine Paradoxie enthält. Die Paradoxie zeigt, dass diese Lehre vor dem logischen Denken keinen Bestand haben kann.
Die Frage ist aber, wo der Fehler steckt. Man müsste wohl im Sinne der traditionellen Lehre näher bestimmen, was ein kirchliches Element ist und seine hier relevanten Eigenschaften bedenken. Falls Sie es wünschen, kann ich Ihnen meine Gedanken dazu ausführlich erläutern. Allerdings würden sie eine Reihe von Abschnitten in Anspruch nehmen.
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#92   Rückkehr-Ökumene   22:29:48 | Montag, 29. November 2010
Roland Janka
Das macht nichts, ich denke schon, dass ich Sie verstehe.
Ich stimme Ihnen zu, dass das, was an Inhalten der katholischen Kirche bei den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden ist, dort durch die katholische Kirche wirksam wird. Auch wenn Sie sagen, dass die Gemeinsamkeiten sich auf die materielle Seite beziehen, stimme ich Ihnen zu. Nicht zustimmen kann ich, wenn Sie von Teilen der Kirche sprechen, denn es ist
traditionelle Lehre der Kirche, dass sie unteilbar ist. Auch Benedikt XVI. hielt an der Unteilbarkeit der Kirche fest, als er anlässlich einer Stellungnahme zur Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 sagte: „ … dass somit die Einheit, die Unteilbarkeit [!] und die Unzerstörbarkeit der Kirche Christi durch die Trennungen und Spaltungen der Christen nicht annulliert wird. Aber wie kann die Kirche einerseits unteilbar sein und zugleich Teile von ihr außerhalb von ihr existieren können?
Auf diese Problematik kam auch der Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Monsignore Guido Pozzo, zu sprechen, als er in einem am 20. Juli 2010 in Wigratzbad gehaltenen Vortrag sagte:
„Das Verdienst des Konzils besteht einerseits darin, die Einzigkeit, die Unteilbarkeit und die Nicht-Multiplizierbarkeit der katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht zu haben, andererseits darin, anerkannt zu haben, daß auch in den christlichen, nicht katholischen Konfessionen Gaben und Elemente existieren, die kirchlichen Charakter haben…
In dem Paradox, sozusagen, …
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#86   Rückkehr-Ökumene   23:20:20 | Sonntag, 28. November 2010
Roland Janka
„ … Gott kann nicht mehr zum Vater haben, wer die Kirche nicht zur Mutter hat… Wer diese Einheit nicht festhält, hält das Gesetz Gottes nicht fest, hält den Glauben an den Vater und Sohn nicht fest, hält das Leben und Heil nicht fest.“
Zu 2) Sie sagen mit Bezug auf die anderen christlichen Gemeinschaften: „Diese Teile sind von der katholischen Kirche ‘genommen’ (z. B. die hl. Schrift), das Katholisch sein ist aber erst gegeben, wenn alle diese Teile vorhanden sind und das sind sie nach unserem Glauben ausschließlich in der katholischen Kirche!“
Wie schon meine obigen Ausführungen zeigen, bin ich davon überzeugt, dass die Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils falsch ist. Wenn Sie möchten, bin ich gerne bereit, Ihnen meine Gedanken dazu ausführlich darzulegen. Um Klarheit über Ihre Auffassung zu haben, möchte ich Sie aber zunächst noch fragen:
Verstehe ich Sie richtig, dass Sie in jenen Teilen, die auch in den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, partielle Identitäten mit der katholischen Kirche sehen? Würden Sie diese als Gemeinsamkeiten der katholischen Kirche mit den betreffenden anderen christlichen Gemeinschaften bezeichnen? Stimmen Sie dem heutigen Papst zu, dass jene Teile den anderen christlichen Gemeinschaften eine „kirchliche Dimension“, einen „kirchlichen Charakter“, eine „Teilhabe am Sein der Kirche“ geben, so dass bei diesen die“Gegenwart des Ekklesialen“ zu finden ist, weil es sich um kirchliche Elemente handle?
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#84   Rückkehr-Ökumene   22:47:51 | Sonntag, 28. November 2010
Roland Janka
Sie sprechen zutreffend von Aspekten. Aspekte sind aber an das Ganze gebunden von dem sie Aspekte sind; also darf es, wenn es mit rechten Dingen zugeht, zu keiner Verselbständigung dessen kommen, was der Aspekt bezeichnet.
Aber ich möchte zunächst meinen letzten Abschnitt zum Teil vervollständigen:
… war der hl. Cyprian. In seiner Abhandlung Über die Einheit der katholischen Kirche legt er diese Einheit unter verschiedenen Aspekten dar, u.a. unter der Überschrift Der ungenähte Rock Christi, ein Typus der Einheit der Kirche wie folgt:
„Reiß einen Sonnenstrahl von dem Körper (der Sonne) los; die Einheit des Lichtes ist der Teilung nicht fähig. Vom Baume brich einen Ast; der abgebrochene wird nicht vermögen, Knospen zu treiben. Von der Quelle schneide den Bach ab; der abgeschnittene vertrocknet. So verbreitet auch die Kirche des Herrn mit überströmendem Lichte ihre Strahlen auf dem ganzen Erdkreise. Dennoch ist das Licht, welches nach allen Seiten hin ausströmt, nur Eines, und wird die Einheit des Leibes nicht zerrissen. Ihre Äste dehnt sie in reicher Fülle über die ganze Erde aus, weithin verbreitet sie die reichlich hervorströmenden Bäche. Doch ist nur Eine Quelle, nur Ein Ursprung, nur eine Mutter, reich durch ergiebige Fruchtbarkeit. Aus ihrem Schoße werden wir geboren, von ihrer Milch genährt, von ihrem Geiste beseelt… Sie erhält uns für Gott, sie überweist die Kinder, welche sie geboren hat, dem Himmelreich…
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#80   Rückkehr-Ökumene   19:28:11 | Sonntag, 28. November 2010
Roland Janka
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Wenn Sie zustimmen, dann können wir die Problematik des Verhältnisses der katholischen Kirche zur Kirche Christi im Sinne des Pastoralkonzils einmal zur Seite lassen, weil wir darüber schon gesprochen haben.
Zu 1) Sie halten es für selbstverständlich, dass die katholische Kirche aus Teilen besteht und führen dazu jene Stelle aus Mystici corporis an. An dieser Stelle ist aber von den Gliedern der Kirche die Rede, und es wäre doch zu kurz gegriffen zu behaupten, dass die katholische Kirche zu identifizieren sei mit ihren Gliedern. Aber selbst diese Stelle verbietet es m. M. nach, die katholische Kirche als aus Teilen bestehend zu betrachten, denn Pius XII bezeichnet hier den Heiligen Geist als das unsichtbare Prinzip der Kirche, das bewirkt, dass „alle Teile des Leibes sowohl untereinander als auch mit ihrem erhabenen Haupt verbunden sind“. Damit ist das Prinzip genannt, das die Glieder zu einer Einheit verbindet. Diese Einheit macht sie überhaupt erst zu Gliedern des mystischen Leibes.
Aber auch die andere, tiefe Beschreibung der Kirche als die Braut Christi zeigt, dass die Kirche sich nicht aus Teilen zusammensetzt. Schon auf der natürlichen Ebene ist es unsinnig, sich das Sein einer Braut als Kompositum aus Elementen des Brautseins vorzustellen. Ebenso wenig besteht das Sein der Braut Christi aus Elementen des Brautseins, vielmehr ist die Braut Christi eine unteilbare Einheit.
Ein wortgewaltiger Verteidiger der Einheit der Kirche war der hl. Cy…
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#77   Rückkehr-Ökumene   15:28:44 | Sonntag, 28. November 2010
Lisibald Poier
Wenn Sie damit meinen, dass es neben der katholischen Kirche auch „die Ostkirche“ gibt, dann gibt es mindestens zwei Kirchen, was dem Dogma von der Einzigkeit der Kirche widerspricht: L. Ott: „Grundriss der katholischen Dogmatik“, S. 365: „Die von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig. De fide“
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#75   Rückkehr-Ökumene   15:11:33 | Sonntag, 28. November 2010
Roland Janka
Sie sagen „Die anderen christlichen Gemeinschaften sind nicht Teile der Kirche Christi, sondern sie sind lediglich im Besitz von einzelnen Elementen der einen Kirche Christi, dass ist ein großer Unterschied.“ Können Sie mir bitte drei Fragen:
1) Besteht die Kirche Christi aus Teilen?
2) Sind Sie einverstanden, wenn man in Ihrem Satz „Kirche Christi“ durch „katholische Kirche“ ersetzt?
2) Machen Sie einen Unterschied zwischen „Element“ und „Teil“?
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#52   Rückkehr-Ökumene   21:59:03 | Freitag, 26. November 2010
Roland Janka
Sie behaupten: „Das Wesentliche (der Absolutsheitsanspruch) hat sich nicht geändert, …“
Ist Ihnen nicht bekannt, dass der heutige Papst eingeräumt hat, dass durch das „subsistit“ der Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche „reduziert“ wurde?! Er sagte: „Die Reduktion des Absolutheitsanspruchs, die in der neuen Formel artikuliert ist, …“ Redukktion des Absolutheitsanspruchs heißt aber, wie ich dargelegt habe, die Preisgabe desselben.
Und der heutige Papst kritisierte Pius XII, weil er in seiner Enzyklika „Mystici corporis“ gesagt hatte, dass die römisch katholische Kirche i s t.
Wenn die katholische Kirche die Kirche Jesu Christi i s t ,
dann liegt, weil beide ein und dasselbe sind, eine Totaldeckung vor, oder etwa nicht?
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#36   Rückkehr-Ökumene   20:58:44 | Freitag, 26. November 2010
Fortsetzung
Der Versuch, die Veränderung der Lehre der Kirche über sich selbst durch die subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils herunterzuspielen, unternahm noch kürzlich der Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Monsignore Guido Pozzo, in seinem bereits erwähnten Vortrag, den er am 20. Juli 2010 im Priesterseminar der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad gehalten hat. Dort bemerkte der Monsignore:
„Zusammenfassend tritt klar hervor, daß die authentische Verkündigung der Kirche in Bezug auf ihren Absolutheitsanspruch sich nicht wesentlich mit der Lehre des II. Vaticanums geändert hat.“
Damit gesteht Monsignore Pozzo ein, dass sich durch die subsistit-in-Lehre die Verkündigung der katholischen Kirche in Bezug auf ihren Absolutheitsanspruch geändert hat, aber er bezeichnet diese Änderung als „nicht wesentlich“. Das ist aber, logisch gesehen, unhaltbar. Denn wenn man am Absolutheitsanspruch etwas ändert, dann heißt das, dass er aufgegeben wird, da es hier es kein Mehr oder Weniger gibt. Der Absolutheitsanspruch wird entweder erhoben oder er wird nicht erhoben, tertium non datur. Also stellt die Preisgabe des katholischen Absolutheitsanspruchs durch die subsistit-in-Lehre eine wesentliche Veränderung der Lehre der Kirche über sich selbst dar.
Hier liegt doch ein klarer Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche über sich selbst vor, mit weitreichenden Folgen für das Verhältnis zu den anderen christlichen Gemeinschaften.
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#34   Rückkehr-Ökumene   20:54:14 | Freitag, 26. November 2010
Der Versuch, die Abweichung herunterzuspielen
Insbesondere seit dem Beginn des Pontifikats Benedikt XVI. ist Rom bemüht, den Widerspruch des Pastoralkonzils gegen die traditionelle Lehre herunterzuspielen, derzufolge gilt: Katholische Kirche = Kirche Jesu Christi.
So heißt es im Kommentar zu der Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, dass „dem Übergang von ‘ist’ zu ‘subsistiert’ keine besondere theologische Bedeutung im Sinn einer Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre zukommt“.
Allerdings scheint der Kommentar aber eine gewisse Bedeutung im Sinne der Diskontinuität einzuräumen, indem er behauptet, dass dem Übergang vom ‘ist’ zum ‘subsistiert’ keine „besondere [!] theologische Bedeutung im Sinne einer Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre zukommt“. Natürlich ist das Gegenteil der Fall, was der Papst auch implizit eingestand, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war, und zwar sowohl mit den Worten: „Die Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein“ als auch mit den im Artikel zitierten Worten: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Und da soll dieser Ersetzung „keine besondere theologische Bedeutung im Sinn einer Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre“ zukommen?
Der Versuch, die Veränderung der Lehre der Kirche über sich selbst durch die subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils herunterzuspielen, unternahm noch kürzlich der Sekretär der Päpstlichen …
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#32   Rückkehr-Ökumene   20:47:10 | Freitag, 26. November 2010
Roland Janka
Wenn die katholische Kirche identisch mit der Kirche Jesu Christi ist, dann kann keine Differenz zwischen beiden bestehen! „Identität“ heißt doch, wenn der Begriff richtig verstanden wird, „es gibt keine Differenz“, beides ist ein und dasselbe.
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#29   Rückkehr-Ökumene   20:31:07 | Freitag, 26. November 2010
Der Sündenfalls des Pastoralkonzils
in ekklesiologischer Hinsicht kann man mit einem Satz kennzeichnen:
Der Sündenfall des Pastoralkonzils in ekklesiologischer Hinsicht besteht darin, dass es eine von der katholischen Kirche zu unterscheidende Kirche Jesu Christi eingeführt hat.“
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#26   Rückkehr-Ökumene   20:18:41 | Freitag, 26. November 2010
Roland Janka
Warum hat sich denn dann das Konzil ausdrücklich geweigert zu sagen, dass die katholische Kirche die Kirche Christi i s t ?
Es war den Konzilsvätern doch klar, dass dies die Tradition einhellig das „ist“ gelehrt hatte, zuvor noch Pius XII. in seiner Enzyklika Mystici corporis.
Und warum spricht der heutige Papst denn von einer Differenz zwischen „subsistit“ und „est“?
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#20   Rückkehr-Ökumene   18:39:30 | Freitag, 26. November 2010
Phineas (Fortsetzung)
Der Nachsatz in der Übersetzung: „Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind“ bzw. in der neuen Übers.: „ … auch wenn sich außerhalb ihres Gefüges mehrere Elemente der Heiligung und der Wahrheit finden…“, schließt zumindest nicht aus, dass sich außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche Teilverwirklichungen der Kirche Christi finden.
Dann wäre der Unterschied zwischen der kath. Kirche und den anderen christl. Gemeinschaften in Bezug auf die Kirche Christi etwa so wiederzugeben:
In der katholischen Kirche ist die Kirche Christi voll verwirklicht in anderen christlichen Gemeinschaften ist sie in mehr oder weniger hohem Maße verwirklicht.
Die Ausdrucksweise „voll verwirklicht“ verwendet Ratzinger tatsächlich in „Dominus Iesus“!
Warum ist die katholische Kirche in dieser Sichtweise die volle Verwirklichung der Kirche Christi? Weil sie alle kirchlichen Elemente enthält. Demzufolge sind die anderen christlichen Gemeinschaften unvollständige Verwirklichungen der Kirche Christi. Danach wäre der Argumentation nach die kath. Kirche nicht die einzige Substistenz der Kirche Christi, sondern nur die einzige vollständige Subsistenz derselben. Das wird nur dadurch verdeckt, dass Ratzinger den Begriff Subsistenz nur für die vollständige Subsistenz gelten lässt. Der Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils zufolge ist der Sache nach nicht die Subsistenz einzig, sondern nur die Vollständigkeit der Subsistenz.
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#16   Rückkehr-Ökumene   18:23:55 | Freitag, 26. November 2010
Phineas:
Zweifellos ist das subsistit vorsätzlich gewählt worden. Aber ich denke, dass in der Erklärung der Glaubenskongregation über das Buch von L. Boff (1985) keine faktische Identifikation der Kirche Christi mit der katholischen Kirche stattfindet.
Auf die Aussage von Boff:
‘In der Tat kann sie (nämlich die einzige Kirche Christi) auch in den anderen christlichen Kirchen ‘subsistieren’’
antwortet Kardinal Ratzinger:
„Das Konzil hingegen hatte das Wort ‘subsistit’ gerade deshalb gewählt, um klarzustellen, daß nur eine einzige ‘Subsistenz’ der wahren Kirche besteht, während es außerhalb ihres sichtbaren Gefüges lediglich ‘Elemente des Kircheseins’ gibt, die – da sie Elemente derselben Kirche sind – zur katholischen Kirche tendieren und hinführen (Lumen gentium, Nr. 8). Das Dekret über den Ökumenismus bringt dieselbe Lehre zum Ausdruck (vgl. Unitatis redintegratio, Nr. 3-4), die in der Erklärung Mysterium Ecclesiae, Nr.1, noch einmal präzisiert wurde (AAS LXV, 1973, S. 396-398)“.
Die von Kardinal Ratzinger hier behauptete Einzigkeit der Subsistenz der Kirche Christi in der katholischen Kirche bedeutet wie ich nun zu zeigen versuche, keine Identifikation.
Zunächst ist zu bemerken, dass die Aussage von Boff, dass die Kirche Christi auch in anderen christlichen Kirchen „subsistieren“ kann, jedenfalls dem Vordersatz des subsistit-in-Satzes nicht widerspricht, weil dieser offen lässt, ob es noch andere Verwirklichungen der Kirche Christi gibt…
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#50   Rückkehr-Ökumene   21:13:40 | Donnerstag, 25. November 2010
Man sollte bedenken, warum „für viele“ richtig und „für alle“ falsch ist
und zwar nicht nur aus Übersetzungsgründen, sondern aus sachlichem Grund.
Es stimmt, dass Christus für alle Menschen gestorben ist, aber das sagt doch nicht, dass dieser Tod allen Menschen das Heil bringt. Es kommt darauf an, ob der Mensch das Heilsangebot Christi annehmen will, oder ob er sich ihm verweigert.
Das Heilsangebot bezieht sich auf alle Menschen, die Heilswirksamkeit aber nicht.
Die Frage ist nun, ob es bei den Wandlungsworten um das Heilsangebot Christi geht, oder um die Heilswirksamkeit.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiter bestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
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#67   Rückkehr-Ökumene   15:35:42 | Mittwoch, 24. November 2010
Der Papst müsste nun einen Fehler eingestehen
Über Bischof Williamson heißt es im Buch: „Er war Anglikaner und ist vom Anglikanismus direkt zu Lefebvre übergegangen. Das heißt, er hat nie in der Großkirche, nie in Gemeinschaft mit dem Papst gelebt.“
Wenn das stimmen würde, dann hätte er gar nicht exkommuniziert werden können, denn nur eine Person, die in Gemeinschaft mit dem Papst lebt, kann aus dieser Gemeinschaft ausgestoßen werden. Also müsste der Papst eingestehen, dass eine Exkommunikation bei Bischof Williamson nie bestanden hat.
Oder der Papst hält daran fest, dass Bischof Williamson seinerzeit exkommuniziert wurde, dann erkennt er implizit an, dass Bischof Williamson vorher in Gemeinschaft mit dem Papst gelebt hat. In diesem Fall müsste der Papst eingestehen, dass er sich mit seiner Behauptung geirrt hat, „Williamson … hat … nie in der Gemeinschaft mit dem Papst gelebt.“
Wenn man Benedikt XVI. auf den Widerspruch der Aussagen: „Bischof Williamson war nie in der Gemeinschaft mit dem Papst“ und „Bischof Williamson wurde exkommuniziert“ hinweisen würde, sähe er vermutlich keinen Anlass zum Widerruf einer der beiden Aussagen, denn wenn man um die zahlreichen Widersprüche in seinem Werk weiß, dann gewinnt man den Eindruck, dass er nicht von der Notwendigkeit überzeugt ist, dass ein von ihm erkannten Widerspruch korrigiert werden muss.
Redaktion benachrichtigen Der Kondom-Papst provoziert schlüpfrige Diskussionen
#45   Rückkehr-Ökumene   21:25:06 | Dienstag, 23. November 2010
Das „Sollen“ ist völlig unabhängig vom „Ist“-Zustand
„Der Papst läßt klar erkennen, daß er weiß, daß ein Großteil der Katholiken die Vorgaben ihrer Kirche nicht praktiziert, weshalb er Reformbedarf sieht“
Wenn das stimmt, dann hat der Papst nicht begriffen, dass das „Sollen“ völlig unabhängig ist von dem, was ist. Das was gesollt ist, muss und darf sich keineswegs nach dem richten, was ist. Die Tatsache, dass die meisten Katholiken in der Kondom-Frage sich nicht nach dem richten, was sein soll, kann niemals rechtfertigen, das zu ändern, was sein soll.
Es war in der Philosophie der Neuzeit die große Leistung von Immanuel Kant, erkannt zu haben, dass das Gesollte unbedingte Geltung hat, weshalb das Sittengesetz ein kategorischer Imperativ ist, d. h. ein Imperativ, der unter allen (!) Umständen Gültigkeit hat.
Redaktion benachrichtigen Der alte Mann ist vor dem Druck zusammengeklappt
#158   Rückkehr-Ökumene   18:23:12 | Sonntag, 21. November 2010
Etwas genauer
Das Prinzip „Der Zweck heiligt die Mittel meint“, dass ein guter Zweck die Anwendung eines schlechten Mittels rechtfertigt. Warum liegt dieser Fall bei der Äußerung des Papstes vor?
1)Eine Person einer Ansteckungsgefahr mit möglicherweise tödlichem Ausgang auszusetzen ist eine schwere Sünde.
2)Nach Lehre der Kirche ist die Verwendung eines Kondoms Sünde, das heißt, die Verwendung ist unter allen Umständen Sünde.
Der Papst spricht sich in dem betreffenden Fall indirekt dafür aus, dass die Sünde 2) begangen werden darf, wenn damit die Sünde 1) vermieden wird.
Der zweite Grund, warum der Papst das Begehen der Sünde 2) in dem betreffenden Fall für berechtigt hält, ist ein weiterer Zweck, nämlich, um möglicherweise zu „einer anders gelebten, menschlicheren Sexualität“ zu gelangen.
Da das Begehen einer Sünde aber überhaupt nicht gerechtfertigt werden kann, ist die neue Position des Papstes falsch.
Das Prinzip, der Zweck heiligt die Mittel ist ein falsches moralisches Prinzip, weil das Böse durch nichts gerechtfertigt werden kann, also auch nicht, um etwas Gutes zu erreichen. Weil das Böse nicht sein soll, deshalb soll es unter allen Umständen nicht sein, also auch nicht um etwas Gutes zu erreichen.
Redaktion benachrichtigen Der alte Mann ist vor dem Druck zusammengeklappt
#146   Rückkehr-Ökumene   17:07:38 | Sonntag, 21. November 2010
Es geht um eine prinzipielle Frage
Hat Benedikt XVI. nicht in diesem Fall das Prinzip vertreten: „Der Zweck heiligt die Mittel?“
Jedenfalls ist es ein falsches Prinzip. Vermutlich wird der Papst in der nächsten Zeit viele Informationen darüber erhalten, was mit diesem Prinzip noch alles gerechtfertigt werden kann.
Redaktion benachrichtigen Wann korrigieren die deutschen Bischöfe die Wandlungsworte?
#69   Rückkehr-Ökumene   14:54:52 | Samstag, 20. November 2010
Es gilt zu unterscheiden
Es stimmt, dass Christus für alle Menschen gestorben ist, aber das sagt doch nicht, dass dieser Tod allen Menschen das Heil bringt. Es kommt darauf an, ob der Mensch das Heilsangebot Christi annehmen will, oder ob er sich ihm verweigert.
Das Heilsangebot bezieht sich auf alle Menschen, die Heilswirksamkeit aber nicht.
Die Frage ist nun, ob es bei den Wandlungsworten um das Heilsangebot Christi geht, oder um die Heilswirksamkeit.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiter bestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
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#35   Rückkehr-Ökumene   18:14:06 | Freitag, 19. November 2010
Noch einmal: Die Falschheit des „für alle“
Es gilt: „pro multis“ = „für viele“ und „pro omnibus“ = „für alle“. Kurz gefasst, kann man wie folgt gegen die Falschübersetzung argumentieren:
Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiter bestimmt wird.
Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
(Eine ausführliche Argumentation findet man in: W. Schüler: „Pfarrer Hans Milch – eine große Stimme des katholischen Glaubens mit einer Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil“, Band 2, im Abschnitt „Zur Problematik der landessprachlichen Übersetzungen des Novus Ordo und der Skandal der Veränderung der Wandlungsworte“)
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#33   Rückkehr-Ökumene   16:41:06 | Freitag, 19. November 2010
Der Frevel der falschen Übersetzung
Der Catechismus Romanus gibt das entscheidende Argument dafür an, daß das „für alle“ falsch ist, wenn er sagt:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!]. Und hierauf beziehen sich jene Worte des Apostels: ‘Christus ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler wegzunehmen’ (Hebr. 9,28), und was der Herr bei Johannes sagt: ‘Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diese, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.’ (Jo 17,9 Redakti…
Redaktion benachrichtigen Ein bischöflicher Eifer, der an Fanatismus erinnerte
#54   Rückkehr-Ökumene   19:13:36 | Donnerstag, 18. November 2010
Walther von Stolzing hat völlig Recht
1) Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
2) Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiter bestimmt wird. Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
(Eine ausführliche Argumentation findet man in: W. Schüler: „Pfarrer Hans Milch – eine große Stimme des katholischen Glaubens mit einer Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil“, Band 2, im Abschnitt „Zur Problematik der landessprachlichen Übersetzungen des Novus Ordo und der Skandal der Veränderung der Wandlungsworte“)
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#52   Rückkehr-Ökumene   18:46:46 | Donnerstag, 18. November 2010
Catechismus romanus: Zweiter Teil, viertes Hauptstück, Kirchen/Sieg, 1970, S. 170.
Der Catechismus Romanus gibt das entscheidende Argument dafür an, daß das „für alle“ falsch ist, wenn er sagt:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!]. Und hierauf beziehen sich jene Worte des Apostels: ‘Christus ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler wegzunehmen’ (Hebr. 9,28), und was der Herr bei Johannes sagt: ‘Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diese, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.’ (Jo 17,9
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#57   Rückkehr-Ökumene   16:13:44 | Freitag, 12. November 2010
Lorenz: Wo sagt das Dostojewski?
Sie hatten von Dostojewski zitiert:
„Der vollkommene Unglaube ist die vorletzte Stufe jener Leiter, deren letzte der vollkommene Glaube ist.“
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir sagen könnten, wo diese Aussage zu finden ist. Dieses Zitat richtet sich auch gegen die elende Elemente-Ekklesiologie des Pastoralkonzils. derzufolge man sozusagen additiv durch Hinzunahme immer weiterer Glaubenselemente zum wahren Glauben gelangt.
Dieser Fehlvorstellung liegt die unausgesprochene Annahme zugrunde, dass der Glaube teilbar ist und daran hängt der ganze pastoralkonziliare Ökumenismus mit seiner Ideologie von unvollkommener Gemeinschaft mit den schismatischen und häretischen Gemeinschaften.
Diesem „quantitativ versuddelten Denken“ wehrt das Zitat und bringt zum Ausdruck, dass es sich beim Glauben um ein 0-1-Gesetz handelt, um ein Entweder-Oder.
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#55   Rückkehr-Ökumene   13:20:13 | Freitag, 12. November 2010
Pater Prosinger und das Schwiegertochter-Problem
In obigem Artikel, den kreuz.net nur im Auszug gebracht hat, sagt Pater Prosinger:
„Professor Spaemann formulierte … eine ganz praktische Konsequenz: es sei ihm eine Moslema als Schwiegertochter lieber als eine Atheistin.
Frage an die Priesterbruderschaft St. Pius X.: Stimmt die praktische Konsequenz Spaemanns oder nicht?“
Ich würde antworten: „Nein, Professor Spaemann hat nicht recht, denn es kommt wesentlich auf die menschlichen Qualitäten der Schwiegertochter an. Es müsste doch ein herzloser und engstirniger Vater sein, der seinem Sohn lieber eine Muslima wünscht, die ein „Ehe-Teufel“ (Joseph Haydn) ist als eine sympathische und gütige Atheistin. (Natürlich gibt es auch den Fall einer sympathischen und gütigen Muslima und einem atheistischen „Ehe-Teufel“)
Spaemann hat meiner Ansicht nach selbst dann nicht recht, wenn es sich um dieselbe Person handeln würde, die Muslima oder Atheistin wäre. Dann käme es immer noch darauf an, wie sie ihre Religion bzw. Anti-Religion lebt. Eine Atheistin lässt sich u. U. leichter zum wahren Glauben bekehren als eine „Beton-Muslima“.
Kurzum: Die Frage von Pater Prosinger ist ohne umfassende weitere Informationen nicht sinnvoll beantwortbar.
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#41   Rückkehr-Ökumene   21:07:12 | Donnerstag, 11. November 2010
Schluss
Seltsamerweise kommt Pater Recktenwald zwar auf das Problem zu sprechen, „wie weit die explizite Leugnung neutestamentlich geoffenbarter Glaubenswahrheiten den unvollständigen Gottesbegriff des Alten Bundes in einen irrigen mutiert“, er löst es aber nicht, sondern bemerkt lediglich, daß dieses Problem unabhängig von der alttestamentlichen Offenbarung ist; das ist zwar richtig, geht aber an der anstehenden Problematik vorbei. So gelangt er schließlich zu der irrigen Ansicht: „Folglich ist ein wahrer Gottesbegriff [auch nach der Offenbarung durch Christus] ohne den Glauben an Jesus Christus möglich.“
Übrigens zeigt sich an der Argumentation von Pater Recktenwald, daß er bezüglich dieser Problematik in der additistischen Denkweise befangen ist. Die Offenbarung durch Christus betrifft nämlich den Glauben als Ganzes. Man darf also nicht so tun, als käme durch Seine Lehre zum alttestamentlichen Glauben nur noch etwas in additiver Weise hinzu. Es ist eben nicht so, daß der unvollständige Gottesbegriff des Judentums durch die Offenbarung bloß ergänzt wird. Vielmehr bestimmt die durch Christus ermöglichte begriffliche Weiterbestimmung des Schöpfergottes, diesen als einen Gott, der in drei Personen existiert, und wer das leugnet, wie das Judentum, der verliert infolge dieser Leugnung den Begriff des wahren Schöpfergottes. –
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#38   Rückkehr-Ökumene   21:01:43 | Donnerstag, 11. November 2010
1. Fortsetzung
Entscheidend dabei ist, daß dieses eingeschränkte Glaubenswissen für die richtige begriffliche Weiterbestimmung Gottes offen war, die durch die Offenbarung von Christus ermöglicht wurde.
Dadurch, daß die Juden Christus nicht als den Sohn Gottes anerkannten, bewahrten sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr den wahren Glauben, was insbesondere folgende Stellen aus dem Johannesevangelium zum Ausdruck bringen:.
–„Und Sein [ des Vaters] Wort habt ihr nicht in euch bewahrt, weil ihr dem nicht glaubt, den jener [der Vater] gesandt hat“ (Joh 5,38).
–„Ihr kennt weder Mich noch meinen Vater; würdet ihr Mich kennen, würdet ihr auch Meinen Vater kennen“ (Joh 8,19).
Pointiert ausgedrückt könnte man sagen:
Vor dem Auftreten von Christus sagt das Judentum: „Es gibt einen einzigen Gott, welcher der Schöpfer des Himmels und der Erde ist“, was stimmt. Nach dem Auftreten von Christus sagt es:
„Es gibt einen einzigen Gott, welcher der Schöpfer des Himmels und der Erde ist, und dieser Gott hat keinen Sohn, der in Jesus, dem Sohn Mariens, Mensch geworden ist“ und das ist natürlich falsch.
Die falsche Weiterbestimmung des Schöpfergottes erzeugt einen falschen Gottesbegriff und deshalb hat das Judentum den Glauben an den wahren Gott seit Christus nicht bewahrt.
Seltsamerweise kommt Pater Recktenwald zwar auf das Problem zu sprechen, „wie weit die explizite Leugnung neutestamentlich geoffenbarter Glaubenswahrheiten den unvollständigen Gottesbegriff des Alten Bundes in einen irrigen mutiert“, er löst
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#35   Rückkehr-Ökumene   20:55:57 | Donnerstag, 11. November 2010
Beten Christen und Juden denselben Gott an?
Zur Klärung dieser Problematik ist es nützlich, auf die Kritik von Pater Engelbert Recktenwald (Priesterbruderschaft St. Petrus) einzugehen, die er an einer Aussage von Pater Bernhard Zaby (Priesterbruderschaft St. Pius X.) geübt hat, die er zunächst wie folgt zitiert:
„Seit Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, kann man nicht an Gott glauben, ohne zugleich an Jesus Christus zu glauben. Die Juden haben also nicht ‘bis heute den Glauben an diesen Gott bewahrt’. Da sie an Jesus Christus nicht glauben, glauben sie auch nicht an Gott.“
Pater Recktenwald entgegnet: „Das ist logischer Unsinn. Durch die Menschwerdung hat sich die Identität Gottes nicht gewandelt. Wenn der Glaube an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs wahr ist, dann ist er wahr sowohl vor wie nach der Menschwerdung. Denn da Gott laut katholischem Dogma unveränderlich ist, ist auch die Wahrheit über ihn unveränderlich. Die alttestamentliche Offenbarung kann nicht im Nachhinein falsch werden, unabhängig von der Frage, wie weit die explizite Leugnung neutestamentlich geoffenbarter Glaubenswahrheiten den unvollständigen Gottesbegriff des Alten Bundes in einen irrigen mutieren.“
Dazu ist zu bemerken: Der Glaube des Alten Testaments kennt Christus nicht. Dieses Glaubenswissen enthält keine falsche wohl aber eine eingeschränkte Lehre über Gott und deshalb hatten die Juden einen wahren, wenn auch eingeschränkten Gottesglauben bewahrt, bis zum Auftreten von Christus. Entscheidend dabei ist, daß dieses eingeschränkte G…
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#31   Rückkehr-Ökumene   20:47:01 | Donnerstag, 11. November 2010
Zweite Fortsetzung
5. Wie kann man einer falschen Religion „wahren Respekt“ entgegenbringen,wie es der Papst tut?
Man kann und muss Menschen, individuellen Personen, die in einer falschen Religion gefangen gehalten werden, mit Respekt begegnen. Doch dies gilt auf keinem Fall für die Religion selbst, die den Menschen in die Irre führt und ihn vom wahren Heil gerade fern hält.
Diese Aussagen des Papstes sind nicht katholisch, sondern fördern den Indifferentismus, den Relativismus und den Glaubensabfall. Kein Katholik, der von der Wahrheit Jesu Christi und seiner heiligen Kirche überzeugt ist, kann ihnen zustimmen.“
Ergänzung: Wie Lumen gentium, Art. 16 und Nostra aetate, Art.3, huldigte auch Johannes Paul II. jener falschen, über die christlichen Denominationen hinausgreifenden Gemeinsamkeitsideologie, in einer Ansprache in Marokko, 1985, als er sagte.
„Wir Christen und Moslems als Gläubige [!] und als Menschen haben viele Gemeinsamkeiten … Wir glauben an denselben einzigen Gott, …“
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#29   Rückkehr-Ökumene   20:27:25 | Donnerstag, 11. November 2010
Fortsetzung
Ein solches Zeugnis zu lobpreisen ist eine
schwerwiegende Verfehlung gegen den katholischen Glauben. Es geht nicht
um irgendwelche ‘religiösen Überzeugungen’, die schon deshalb, weil sie
‘religiös’ sind, auch schon lobenswert sind, sondern es geht einzig und allein
um den wahren Glauben und die wahre Religion, denn nur diese führt zum
Heil.
3. Insbesondere das II. Vatikanum hat dem religiösen Pluralismus und
Relativismus Vorschub geleistet und den Glauben an den einen wahren
Gott, der allein das Heil bringen kann, der allein Gesellschaft und Kultur in
ihre rechte Ordnung führen kann, geschwächt. Jeder Katholik kann dies
heute deutlich erkennen. Lobhudeleien über diese Aussagen des Konzils sind
deshalb nichts anderes als ein gegen die Erfahrung stehendes starrköpfiges
Festhalten am Niedergang der Kirche.
4. Über was soll denn dieser „Dialog“ geführt werden, von dem der
Papst spricht? Über die Wahrheit? Die Wahrheit kann man nur verkünden,
man kann sie unter Umständen erläutern, aber gewiss nicht den offiziellen
Vertretern falscher Religionen, sondern vielleicht den einfachen Angehörigen derselben. Doch dies ist dann nicht „Dialog“, sondern Mission und Apostolat.
5. Wie kann man einer falschen Religion „wahren Respekt“ entgegenbringen,
wie es der Papst tut? Man kann und muss Menschen, individuellen Personen, die in einer falschen Religion gefangen gehalten werden, mit Respekt begegnen. Doch dies gilt auf keinem Fall für die Religion selbst, die den Menschen in die Irre führ…
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#27   Rückkehr-Ökumene   20:12:59 | Donnerstag, 11. November 2010
Einen Gott anbeten oder d e n einen Gott anbeten?
Pater Prosinger stellt sich hinter die Aussage von Art. 3 der Erklärung des Pastoralkonzils „Nostra aetate“, dass „die Muslime … den alleinigen Gott anbeten. Im gleichen Sinne heißt es in der Kirchenkonstitution dieses Konzils, „Lumen gentium“, dass die Muslime „mit uns den einen Gott anbeten.“
Beide Aussagen sind falsch. Zwar ist der Islam wie das Christentum ein Ein-Gott-Glaube, aber der Gott des Islam ist nicht der Gott des Christentums. Der Gott des Christentums ist ein dreipersönlicher Gott, was der Islam leugnet. Also beten Christen und Muslime nicht d e n einen Gott an.
Im Übrigen hat Dr. R. Hüntelmann mit den folgenden klaren Worten zu den Aussagen des Papstes Stellung genommen:
1. Die anderen Religionen, insbesondere der Islam, sind unserem HerrnJesus Christus, dem einzigen Weg zum Heil und dem einzigen wahren Gott, wesensmäßig feindlich gesinnt. Deshalb sind sie nicht in der Lage, einen
Beitrag ‘zum Wohl der gesamten Gesellschaft’ zu leisten. Im Gegenteil schaden sie dem Gemeinwohl.
2. Das ‘wichtige Zeugnis’, das die anderen Religionen nach Auffassung Benedikt XVI. angeblich abgeben, ist ein falsches Zeugnis, das Zeugnis einer Irrlehre, das die Menschen nicht zu ihrem wahren Heil, sondern – im
Gegenteil – von diesem wegführt. Ein solches Zeugnis zu lobpreisen ist eine schwerwiegende Verfehlung gegen den katholischen Glauben. Es geht nicht um irgendwelche ‘religiösen Überzeugungen’, die schon deshalb, weil sie religiös’ sind, auch schon lobenswert sind, sonde
Redaktion benachrichtigen Es bahnt sich ein tiefgreifender Loyalitätskonflikt an
#14   Rückkehr-Ökumene   12:58:53 | Sonntag, 24. Oktober 2010
Warum „für viele“ und nicht „für alle“,Fortsetzung
Übrigens bereitet der Konzilstext die falsche Übersetzung von pro multis mit für alle vor, indem das Missionsdekret Ad gentes in Art. 3 eine Gleichsetzung von pro multis mit pro omnibus vornimmt:
„Filius Hominis non venit ut sibi ministraretur, sed ut ipse ministraret et daret animam suam redemptionem pro multis, id est pro omnibus.“ Die Übersetzung im LThK dafür lautet:
„Der Menschensohn kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld hinzugeben für die vielen, das heißt für alle.“
Indem der Konzilstext unerlaubterweise pro multis und pro omnibus bzw. für viele und für alle gleichsetzt, leistete er jener falschen Übersetzung der Wandlungsworte Vorschub und machte sich dadurch an dieser mitschuldig.
Der Fehler jener Gleichsetzung ist als Fehler im Text des Pastoralkonzils bisher, soweit ich sehe, nicht beachtet worden. Wenn wieder einmal nach Fehlern im Konzilstext gefragt wird, dann sollte man diesen Fehler nicht vergessen.
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#12   Rückkehr-Ökumene   12:37:38 | Sonntag, 24. Oktober 2010
Warum „für viele“ und nicht „für alle“?
1) Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heils-wirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
2) Die Tatsache, daß es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, daß das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird. Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
Die Falschheit der Übersetzung des pro multis mit für alle bringt der Catechismus romanus mit den klaren Worten zum Ausdruck: „Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auser-wählten die Frucht des Heiles gebracht hat.“ Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, dieser eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen – ein beispielloser Skandal!
Übrigens bereitet der Konzilstext die falsche Übersetzung von pro multis mit für alle vor, indem das Missionsdekret Ad gentes in Art. 3 eine Gleichsetzung von pro multis mit pro omnib
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#21   Rückkehr-Ökumene   22:12:19 | Samstag, 23. Oktober 2010
Man lasse sich keinen Bären aufbinden, Teil 3
… „Denn ‘bei der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn im Heiligen Abendmahl bekennen sie, daß hier die lebendige Gemeinschaft mit Christus bezeichnet [significari profitentur] wird, und sie erwarten seine glorreiche Wiederkunft.’“
Hier wird die Verfälschung der katholischen Lehre von der Transsubstantiation (Wesensverwandlung) in eine Transsignifikation (Umbezeichnung) im Protestantismus als ein bonum, ein Gut, gewertet. Wir fragen: Wie kann man die Verfälschung des wahren Meßopfers als Grund der Wertschätzung und als geeignetes Mittel zum Heil ausgeben? Hinter diesem Widersinn steht die Idee eines quantitativ gestuften Sakramentsbegriffes in Bezug auf die Eucharistie.
Dieser quantitativ gestufte Sakramentsbegriff entspricht der Vorstellung des Konzils von einer quantitativ gestuften Glaubenswahrheit. Die katholische Kirche hat danach nur den Vorzug, die Glaubenswahrheit sowie die sakramentale Wirklichkeit vollständig zu besitzen, während die anderen christlichen Denominationen sie in mehr oder minder hohem Maße in Besitz haben. Was der Glaubenswahrheit in den Konzilstexten widerfährt, indem sie durch die additistische Denkmethode in Teile zerlegt und damit quantitativ verstanden wird, das widerfährt nun in analoger Weise auch der sakramentalen Wirklichkeit in Bezug auf die Eucharistie.
Davon kann bei der frühkirchlichen Communio keine Rede sein. Das Konzil entdeckte also diese nicht wieder, sondern es pervertierte sie.
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#19   Rückkehr-Ökumene   17:06:16 | Samstag, 23. Oktober 2010
Man lasse sich keinen Bären aufbinden, Teil2
In Konsequenz dieser falschen ökumenistischen Lehre von Liturgie wird in Art. 8 der von Paul VI. persönlich approbierten Instructio de cultu mysterii eucharistici aus dem Jahre 1967 ein Loblied auf die (angeblichen) eucharistischen Reichtümer der anderen christlichen Konfessionen gesungen, wobei wir hier etwas über den Grund der Hochschätzung erfahren. Die Seelsorger werden dort unter Bezugnahme auf das Ökumenismusdekret, Art. 15 und 22, aufgefordert, die Gläubigen zur rechten Wertschätzung der Güter [bona] anzuleiten, die in der eucharistischen Tradition der Feier des Herrenmahles bei den anderen christlichen, also auch protestantischen Denominationen, erhalten sind. Es heißt nämlich:
„Gemäß dem Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über den Ökumenismus sollen die Gläubigen zur rechten Wertschätzung der Reichtümer angeleitet werden, die in der eucharistischen Tradition der Feier des Herrenmahls bei den Brüdern der anderen christlichen Konfessionen erhalten sind.“
Die geforderte Wertschätzung bezieht sich also keineswegs nur auf die Orthodoxie, für die sie mit Recht gefordert wird, weil sie gültige Sakramente, insbesondere das Altarsakrament, besitzt, sondern auch auf die protestanti-schen Denominationen. Als Grund dafür wird angegeben:
„Denn ‘bei der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn im Heiligen Abendmahl bekennen sie, daß hier die lebendige Gemeinschaft mit Christus bezeichnet [significari profitentur] wird, und sie erwarten seine glorreiche Wi
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#10   Rückkehr-Ökumene   06:22:40 | Samstag, 23. Oktober 2010
Man lasse sich keinen Bären aufbinden
Wenn gilt: Die frühkirchliche „Communio ist das Band der Einheit, zwischen Bischöfen und Gläubigen, der Bischöfe untereinander, der Gläubigen untereinander“, dann ist dieses Band in Bezug auf die „getrennten Brüder“ nicht etwa ausgedünnt, sondern es existiert nicht in Bezug auf diese.
Und wenn dieses Band „bewirkt und gleichzeitig manifestiert wird durch die eucharistische Communio“, dann bezieht es sich ebenfalls nicht auf die „getrennten Brüder“, also auch nicht in „unvollständiger Weise“.
Wenn das Pastoralkonzil in Art. 22 den protestantischen Gemeinschaften zuerkennt, eine unvollständige Eucharistie zu besitzen, dann ist diese Irrlehre mit der frühkirchlichen Communio-Ekklesiologie nicht vereinbar.
Allein daran erkennt man schon: Das Pastoralkonzil hat die frühkirchliche Communio-Ekklesiologie nicht wiederentdeckt, sondern es hat sie pervertiert.
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#6   Rückkehr-Ökumene   21:13:52 | Freitag, 22. Oktober 2010
Keine „unvollkommene Communio“
Wenn, wie Pater Hertling sagt, der gemeinsame Glaube Voraussetzung für die Communio in der frühen Kirche ist, dann gibt es für sie keine Communio mit Häretikern und Schismatikern und ganz gewiss auch nicht mit ihren Gemeinschaften.
Wenn es aber k e i n e Communio mit ihnen gibt, dann gibt es auch keine „unvollkommene Communio“ mit diesen, wie das Pastoralkonzil irrigerweise lehrt und mit ihm das vom Pastoralkonzil geprägte Rom.
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#47   Rückkehr-Ökumene   21:21:35 | Montag, 18. Oktober 2010
Mi.cha.el
„ … dann ist es unvermeidlich, die Amtsträger auf die Bedingungen wahrer Stellvertretung Christi und damit wahrer Amtsvollmacht hinzuweisen und Klarheit einzufordern, ohne welche die Herde ihre „Hirten“ nicht (an)erkennen kann!“
Keineswegs verzichtet die Priesterbruderschaft darauf, im Gegenteil: Die theologischen Gespräche mit dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom dienen vor allem dem Zweck, diesem die Irrtümer dieser Synode vor Augen zu stellen und ihm die Maßstäbe „wahrer Stellvertretung Christi“ ins Gedächtnis zurückzurufen und auf deren Anwendung zu drängen.
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#38   Rückkehr-Ökumene   22:43:12 | Samstag, 16. Oktober 2010
Mi.cha.el.: Kein falscher Gehorsam
„Haben wir einen rechtmäßigen Oberhirten, dann müssen wir auch gehorchen.“
Ja, aber nur, wenn seine Anweisungen in Übereinstimmung mit der überlieferten Lehre der Kirche sind. In puncto Gehorsam gilt, wie Pfarrer Milch sagte: Er ist entweder geboten [nämlich im Rahmen der katholischen Lehre] oder er ist verboten [falls er im Widerspruch zur katholischen Lehre eingefordert wird.]
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#34   Rückkehr-Ökumene   20:42:31 | Samstag, 16. Oktober 2010
Keine „unvollkommene Gemeinschaft“ 2. Fortsetzung
Kardinal Kasper:
„Das Bestreben des ökumenischen Dialogs ist es darum, die unvollkommene Gemeinschaft, in der wir mit anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften schon jetzt stehen, mit Gottes Hilfe zur vollen Gemeinschaft wachsen zu lassen.
Die ökumenisch grundlegende Einsicht besteht demnach darin, dass unter den Getauften eine bereits grundlegend existierende Einheit oder communio besteht, so dass wir nicht zwischen voller und überhaupt keiner communio, sondern zwischen voller und unvollkommener Einheit bzw. communio zu unterscheiden haben.
Diese Einsicht wurde durch die ökumenischen Dialoge auf vielfältige Weise konkret bestätigt. Sie haben gezeigt, dass die unvollkommene communio, welche uns mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften verbindet, keine bloße Theorie, sondern eine erfahrbare Realität ist.“
Diese Ausführung enthalten ebenfalls jenen doppelten Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche, denn es besteht nach derselben in Bezug auf anderen christlichen Gemeinschaften überhaupt keine Gemeinschaft mit der katholischen Kirche und ebensowenig stehen die getrennten Christen in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche, weil sie sich durch ihre Trennung selbst aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen haben.
Das Verlangen von Nichtkatholiken zur katholischen Kirche zu gehören, bewirkt eine „Hinordnung“ auf sie, aber keine Gemeinschaft (s. Mystici corporis).
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#32   Rückkehr-Ökumene   20:14:05 | Samstag, 16. Oktober 2010
Keine „unvollkommene Gemeinschaft“, Fortsetzung
Johannes Paul II. hat die Lehre des Pastoralkonzils in seiner Ökumenismus-Enzyklika, Art.11 mit folgenden Worten bekräftigt:
„Die Elemente der Heiligung und der Wahrheit, die in den anderen christlichen Gemeinschaften in je unterschiedlichem Grad vorhanden sind, bilden in der Tat die objektive Grundlage der, wenn auch unvollkommenen, Gemeinschaft, die zwischen ihnen und der katholischen Kirche besteht. In dem Maße, in dem diese Elemente in den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, ist die eine Kirche Christi in ihnen wirksam gegenwärtig. Deshalb spricht das II. Vatikanische Konzil von einer gewissen, wenngleich unvollkommenen Gemeinschaft.“
In Art. 14 dieser Enzyklika trifft man auf eine Vermischung der Personen-Ebene und der Religionsgemeinschafts-Ebene; dort liest man unter Verweis auf Art. 4 des Ökumenismusdekrets
„Die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche [Christi] existieren in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften, wo gewisse Aspekte des christlichen Geheimnisses bisweilen sogar wirkungsvoller zutage treten. Das Bestreben des Ökumenismus ist es eben, die zwischen den Christen bestehende teilweise Gemeinschaft bis zur vollen Gemeinschaft in der Wahrheit und in der Liebe wachsen zu lassen.“
Auf diese Passage bezieht sich Kardinal Kasper und auch bei ihm ist jenes Hin -und Hergehen zwischen der Personen-Ebene und der Ebene der Religionsgemeinschaften festzustellen:…
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#16   Rückkehr-Ökumene   13:09:25 | Samstag, 16. Oktober 2010
Keine „unvollkommene Gemeinschaft“
Nach dem Kirchenrecht, CIC von 1917, unterliegen die Christen, die sich von der katholischen Kirche getrennt haben einer Sperre, die sie von der kirchlichen Gemeinschaft ausschließt. Zutreffend bemerkt der Kirchenrechtler K. Mörsdorf, dass eine Sperre die „Verbundenheit mit der Kirchengemeinschaft hindert …“
Dem widerspricht das Pastoralkonzil, wenn es in Art.3 des Dekrets über den Ökumenismus von einer „unvollkommenen Gemeinschaft“ in Bezug auf die Anhänger der anderen christlichen Gemeinschaften spricht:
„Diejenigen nämlich, die an Christus glauben und die Taufe in der rechten Weise empfangen haben, werden in eine gewisse, wenn auch nicht vollkommene Gemeinschaft mit der katholischen Kirche gestellt.“
Das Pastoralkonzil macht also aus einer nicht bestehenden Gemeinschaft mit den Christen, die sich von der katholischen Kirche getrennt haben, eine „unvollkommene Gemeinschaft“.
Die Abweichung des Konzils von der traditionellen Lehre der Kirche betrifft aber nicht nur die getrennten Christen, sondern vor allem deren Gemeinschaften. Mit diesen hat nach der überlieferten Lehre nie eine Gemeinschaft bestanden und kann nie einer Gemeinschaft bestehen, weil sie sich im Widerspruch zur katholischen Kirche konstituiert haben.
Dem widerspricht das Pastoralkonzil in Art. 4, wo es unter Bezug auf die anderen christlichen Gemeinschaften heißt: „ … und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen [!] Gemeinschaft der katholischen Kirche …“
Johannes Paul II. hat die L…
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#14   Rückkehr-Ökumene   09:11:16 | Samstag, 16. Oktober 2010
Ergänzung
Pius XI… Wer mit dem mystischen Leib Christi nicht eng verbunden ist, der ist weder ein Glied desselben, noch hat er einen Zusammenhang mit Christus, dem Haupte.“
Pius XII. bekräftigt in seiner Enzyklika Mystici corporis die zitierten Aussagen sei-ner Vorgänger wie folgt:
„Den Gliedern der Kirche sind aber in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind…
Wie es also in der wahren Gemeinschaft der Christgläubigen nur einen Leib gibt, nur einen Geist, einen Herrn und eine Taufe, so kann es auch nur einen Glauben in ihr geben (vgl. Eph. IV 4); und deshalb ist, wer die Kirche zu hören sich weigert, nach dem Gebot des Herrn als Heide und öffentlicher Sünder zu betrachten (vgl. Matth. XVIII 17). Aus diesem Grund können die, welche im Glauben oder in der Leitung voneinander getrennt sind, nicht in diesem einen Leib und aus sei-nem einen göttlichen Geiste leben.“
Andererseits stellt nach derselben Enzyklika bereits das Verlangen von Nicht-Katholiken zur Kirche zu gehören, auch wenn es unbewusst ist (votum implicitum), ein Hingeordnetsein auf sie dar, das allerdings keine Kirchengliedschaft bewirkt.
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#12   Rückkehr-Ökumene   08:01:14 | Samstag, 16. Oktober 2010
Nach überlieferter Lehre wird man durch die Taufe
ein Gied der katholischen Kirche und nicht ein Glied einer von der katholischen Kirche zu unterscheidenden Kirche Christi!
Die Frage ist, was für diejenigen gilt, die sich von der katholischen Kirche trennen.
Leo XIII. bemerkt in seiner Enzyklika Satis cognitum:
„Zerstreute und getrennte Glieder können nicht mit demselben Haupte, um zugleich e i n e n Leib zu bilden, verbunden sein. Nun sagt aber Paulus: ‘Alle Glieder eines Leibes aber, obwohl sie viele sind, sind dennoch e i n Leib: so auch Christus’ [1 Kor 12, 12]. Deswegen, sagt er, sei dieser mystische Leib ‘zusammengefügt und verknüpft’: ‘Haupt <ist> Christus: von ihm aus <ist> der ganze Leib zusammengefügt und verknüpft durch jedes Band der Dienstbarkeit entsprechend der einem jeden Glied angemessenen Tätigkeit’ [Eph 4, 15f]. Wenn deshalb Glieder von den übrigen Gliedern getrennt umherschweifen, können sie nicht mit demselben und einzigen Haupte verschmolzen sein.“
Im gleichen Pius XI. sagt in seiner Enzyklika Mortalium animos dazu:
„Der mystische Leib Christi, das ist die Kirche, ist ja eine Einheit (I Kor XII 12), zusammengefügt und zusammengehalten (Eph. IV 16) wie der physische Leib Christi, und so ist es unangebracht und töricht zu sagen, der mystische Leib könne aus getrennten und zerstreuten Gliedern bestehen…
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#72   Rückkehr-Ökumene   11:59:35 | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Es gibt nur Einzelkonversionen
Volle Zustimmung zu Lycobates. Wie ist aber dann die „Konversion einer Gruppe“ zu denken?
Zur Konversion ist das Bekenntnis des katholischen Glaubens notwendig und das kann niemand einer Person abnehmen. Eine andere Frage ist das Prozedere, d.h. auf welche Weise die Willensbekundung der Einelperson erfolgt. Wenn sie Mitglied einer getrennten Gemeinschaft ist, und die Führer dieser Gemeinschaft erklären konvertieren zu wollen, dann geben sie ihren Widerstand gegen die katholische Kirche auf. Als eine im Widerstand gegen die Kirche befindliche Gruppe existiert sie dann nicht mehr, deshalb sagte ich „als solche“.
Die Mitglieder dieser Gruppe stehen dann vor der Frage, ob sie diesem Schritt folgen wollen oder nicht. Wer in der übertrittswilligen Gruppe verbleibt, der bekundet damit sein Bekenntnis zum katholischen Glauben, das dann von den Führern stellvertretend abgegeben werden kann. Selbst wenn alle Mitglieder der ehemaligen Gruppe zusammen bleiben, handelt es sich nicht mehr um eine im Widerstand zur katholischen Kirche befindliche Gruppe, sondern um eine Gruppe innerhalb der katholischen Kirche. Die Widerstandsgruppe existiert nicht mehr, es existiert eine neue Gruppe, theoretisch sogar mit denselben Personen.
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#67   Rückkehr-Ökumene   17:59:38 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Bitte keine Vermischung der Ebenen
Bei der Konversion der Anglikaner ging es, wie bei jeder Konversion um Personen, nicht um Gemeinschaften. Konvertieren und ein Glied der katholischen Kirche werden, können nur einzelne Personen. Die Aussage, dass eine religiöse Gruppe konvertiert, die sich im Widerspruch zur katholischen Kirche konstituiert hat, besagt, dass sich diese Gruppe als solche auflöst und ihre Mitglieder zur katholischen Kirche übertreten. Es ist dann durchaus in Ordnung, wenn Rom gewisse religiöse Praktiken der ehemaligen Gruppe akzeptiert, sofern diese mit dem Glauben der Kirche in Übereinstimmung sind.
Im Artikel geht es aber nicht um Aussagen über Personen, sondern es geht um Aussagen über deren Religionsgemeinschaften. Man darf die Personenebene nicht mit der Ebene der Religionsgemeinschaften verwechseln. Das Revolutionäre des Ökumenismusdekrets des Pastoralkonzils liegt nicht zuletzt darin, dass es von der Personenebene, die ausschließlich Gegenstand der vorkonziliaren Rückkehr-Ökumene war, zur Religionssystem-Ebene hinüber gleitet. In der Tat ist die Vermischung von Personen- und Religionssystem-Ebene im Ökumenismusdekret nachweisbar.
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#65   Rückkehr-Ökumene   15:16:20 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Fortsetzung
Lobhudeleien über diese Aussagen des Konzils sind
deshalb nichts anderes als ein gegen die Erfahrung stehendes starrköpfiges Festhalten am Niedergang der Kirche.
4. Über was soll denn dieser „Dialog“ geführt werden, von dem der Papst spricht? Über die Wahrheit? Die Wahrheit kann man nur verkünden, man kann sie unter Umständen erläutern, aber gewiss nicht den offiziellen
Vertretern falscher Religionen, sondern vielleicht den einfachen Angehöri-gen derselben. Doch dies ist dann nicht „Dialog“, sondern Mission und Apostolat.
5. Wie kann man einer falschen Religion „wahren Respekt“ entgegenbringen,wie es der Papst tut?
Man kann und muss Menschen, individuellen Personen, die in einer falschen Religion gefangen gehalten werden, mit Respekt begegnen. Doch dies gilt auf keinem Fall für die Religion selbst, die den Menschen in die Irre führt und ihn vom wahren Heil gerade fern hält.
Diese Aussagen des Papstes sind nicht katholisch, sondern fördern den Indifferentismus, den Relativismus und den Glaubensabfall. Kein Katholik, der von der Wahrheit Jesu Christi und seiner heiligen Kirche überzeugt ist, kann ihnen zustimmen.“
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#63   Rückkehr-Ökumene   15:01:53 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Zu Äußerungen des Papstes auf seiner England-Reise
hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. mit einem Artikel von Dr. R. Hüntelmann mit 5 Punkten Stellung genommen:
„Wir können diesen Aussagen des Papstes in keinem Fall zustimmen, da sie der überlieferten Lehre der Kirche diametral entgegengesetzt sind.
1. Die anderen Religionen, insbesondere der Islam, sind unserem Herrn Jesus Christus, dem einzigen Weg zum Heil und dem einzigen wahren Gott, wesensmäßig feindlich gesinnt. Deshalb sind sie nicht in der Lage, einen
Beitrag „zum Wohl der gesamten Gesellschaft“ zu leisten. Im Gegenteil schaden sie dem Gemeinwohl.
2. Das „wichtige Zeugnis“, das die anderen Religionen nach Auffassung Benedikt XVI. angeblich abgeben, ist ein falsches Zeugnis, das Zeugnis einer Irrlehre, das die Menschen nicht zu ihrem wahren Heil, sondern – im
Gegenteil – von diesem wegführt. Ein solches Zeugnis zu lobpreisen ist eine schwerwiegende Verfehlung gegen den katholischen Glauben. Es geht nicht um irgendwelche ‘religiösen Überzeugungen’, die schon deshalb, weil sie ‘religiös’ sind, auch schon lobenswert sind, sondern es geht einzig und allein
um den wahren Glauben und die wahre Religion, denn nur diese führt zum Heil.
3. Insbesondere das II. Vatikanum hat dem religiösen Pluralismus und Relativismus Vorschub geleistet und den Glauben an den einen wahren Gott, der allein das Heil bringen kann, der allein Gesellschaft und Kultur in
ihre rechte Ordnung führen kann, geschwächt. Jeder Katholik kann dies heute deutlich erkennen…
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#54   Rückkehr-Ökumene   09:46:53 | Dienstag, 12. Oktober 2010
Rudolfus: „Ut unum sint“ ist eine Katastrophe
aus glaubenstreuer Sicht. Aber diese Enzyklika beschreibt zutreffend den Ökumenismus des Pastoralkonzils. Benedikt XVI. hat sich auch anlässlich seiner Papstwahl klar hinter diesen Ökumenismus gestellt. Insofern beschreibt Ut unum sint auch die Generallinie, die er in puncto Ökumenismus verfolgt, ganz im Sinne seiner Äußerungen, die im Artikel zitiert sind.
Demgegenüber ist die Aufnahme der Anglikaner, deren Umstände mir nicht näher bekannt sind, als eine isolierte Singularität zu betrachten.
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#51   Rückkehr-Ökumene   18:58:18 | Montag, 11. Oktober 2010
Karljosef:Das würde ich mir wünschen, aber der heutige Papst steht leider hinter dem Ökumenismus de…
Pastoralkonzils, den Joh. Paul II in seiner Enzyklika „Ut unum sint“ so beschreibt:
„Zum Ökumenismus gehört, daß sich die christlichen Gemeinschaften gegenseitig helfen, damit in ihnen tatsächlich der ganze Inhalt und alle Ansprüche dessen gegenwärtig sind, ‘was uns seit den Zeiten der Apostel überkommen ist.’ Ohne dies wird eine volle Gemeinschaft nie möglich sein. Diese gegenseitige Hilfe bei der Suche nach der Wahrheit ist eine vortreffliche Form der Liebe im Sinne des Evangeliums.“ … „Ein Vorteil des [konziliaren] Ökumenismus besteht darin, daß durch ihn den christlichen Gemeinschaften geholfen wird, den unerforschlichen Reichtum der Wahrheit zu entdecken.“
Unter der Überschrift „Beitrag[!] der katholischen Kirche auf der Suche nach der Einheit der Christen“ heißt es:
„Auf dem Weg, der zur vollen Einheit führt, bemüht sich der ökumenische Dialog, eine brüderliche Hilfe füreinander zu wecken, durch die sich die Gemeinschaften gegenseitig das geben sollen, was eine jede braucht, um dem Plan Gottes entsprechend zur endgültigen Fülle zu wachsen (vgl. Eph 4,11 13). Ich habe gesagt, daß wir uns als katholische Kirche bewußt sind, vom Zeugnis, von der Suche und sogar von der Art und Weise gewonnen zu haben, wie bestimmte gemeinsame christliche Güter von den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften hervorgehoben und gelebt worden sind… Auf dem Wegstück, an dem wir angekommen sind, muß die Tatkraft gegenseitiger Bereicherung [!] ernsthaft in Betracht gezogen werden.“
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#49   Rückkehr-Ökumene   15:19:05 | Montag, 11. Oktober 2010
Rudolfus hat Recht
Es gilt: katholische Kirche = römisch katholische Kirche. Demgegenüber bezeichnet der Begriff „lateinische Kirche“ die Teilkirche innerhalb der römisch-katholischen Kirche, in der der römische Ritus verwendet wird. Das scheint aber auch in dem vom Pastoralkonzil geprägten Rom nicht mehr klar zu sein. Jedenfalls behauptete Kardinal Kasper:
„ … die römisch-katholische (lateinische) Kirche ist nicht identisch mit der katholischen Gesamtkirche“ (W. Kasper: „Wege der Einheit – Perspektiven für die Ökumene“, Freiburg 2005, S. 116).
Auch der Dogmatikprofessor Ratzinger hielt offenbar nicht an der Gleichung fest: katholische Kirche = römisch-katholische Kirche“, sagte er doch, dass die „Zufügung des ‘Romanum’ … zweifellos eine gewisse Einschränkung des Catholicum bedeutet …“ (J. Ratzinger: „Das neue Volk Gottes“, Düsseldorf 1969, S. 232.)
Übrigens gibt der heutige Papst Zug um Zug seine Gesammelten Schriften heraus, und zwar durch eine Kommission, die durch Bischof Müller geleitet wird. Dem Vernehmen nach bleiben darin seine früheren Schriften unverändert, was noch zu prüfen wäre. Wenn dem so ist, dann stellt sich Benedikt XVI. ausdrücklich auch hinter seine früheren theologischen Abhandlungen.
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#45   Rückkehr-Ökumene   12:49:56 | Montag, 11. Oktober 2010
Eine neue Lehre
Das Pastoralkonzil hat der Rückkehr-Ökumene eine Absage erteilt und sie durch eine Koexistenz-Ökumene ersetzt.
Übrigens hatte der Dogmatikprofessor Ratzinger das Ökumenismusdekret des Konzils in seiner vorletzten Form, an der anschließend keine gewichtigen Änderungen mehr vorgenommen wurden, als ein „nahezu revolutionäres Dokument“ bezeichnet.
Kardinal Kasper hat diese Revolution mit den Worten beschrieben:
„Es galt [vor dem Pastoralkonzil] das Konzept der Rückkehrökumene. Die These lautete: Die katholische Kirche ist die wahre Kirche Jesu Christi, deshalb ist Einheit nur als Rückkehr der anderen in den Schoß der katholischen Kirche möglich. Das II. Vatikanische Konzil hat dieses Konzept aufgegeben. Ausgangs- und Bezugspunkt ist nicht mehr die katholische Kirche, sondern die eine Kirche Jesu Christi.“
Das Urteil von Kardinal Ratzinger über Kasper anlässlich seiner Ernennung zum Bischof von Rottenburg mit den Worten lautete:
„Die theologische Kompetenz und der pastorale Weitblick Kaspers sind für die katholische Kirche Deutschlands eine kostbare Gabe.“
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#19   Rückkehr-Ökumene   21:51:05 | Sonntag, 10. Oktober 2010
Pius XII. sagt in seiner Enzyklika Mystici corporis, 1943
„Bei einer Wesenserklärung dieser wahren Kirche Christi, welche die heilige, katholische, apostolische, römische Kirche ist, kann nichts Vornehmeres und Vorzüglicheres, nichts Göttlicheres gefunden werden als jener Ausdruck, womit sie als ‘der mystische Leib Jesu Christi’ bezeichnet wird. Dieser Name ergibt sich und erblüht gleichsam aus dem, was in der Heiligen Schrift und in den Schriften der heiligen Väter häufig darüber vorgebracht wird.“
Die hier ausgesprochene Identifizierung der Kirche Christi mit der römisch-katholischen Kirche bzw. die Beschreibung derselben als „der mystische Leib Christi“ rief damals Widerspruch hervor, weshalb Pius XII. sie in seiner Enzyklika Humani generis von 1950 wiederholte. Dabei wies er jene zurück, die sich nicht an die Lehre gebunden glauben, „die Wir vor wenigen Jahren in Unserem Rundschreiben dargelegt haben, und die, gestützt auf die Quellen der Offenbarung, besagt, der Mystische Leib Christi und die römisch-katholische Kirche seien ein und dasselbe.“
Redaktion benachrichtigen Die Kirche Roms relativiert sich selber
#77   Rückkehr-Ökumene   17:55:05 | Dienstag, 5. Oktober 2010
Karljosef: Kleiner Nachtrag
Der quantitative Gesichtspunkt scheint mir sogar im Vortrag von G. Pozzo besonders ausgeprägt. Kurz nach dem Satz: „Eine Kirche ist im vollen Sinne nur da auszumachen, wo sich die notwendigen und unverzichtbaren ‘heiligen’ Elemente vereint finden, …“ heißt es: „Wenn eines dieser Elemente fehlt oder mangelhaft vorhanden ist, wird die kirchliche Wirklichkeit in Proportion [!] zum entsprechenden Mangel verfälscht. Zu dem „in Proportion“ würde aber besser passen: „vermindert“. Dann ließe sich das Maß an Kirchlichkeit einer christlichen Gemeinschaft mit dem ersten Strahlensatz („Dreisatz“) berechnen, wobei auf der einen Achse die kirchlichen Elemente, die sie besitzt, abgetragen werden und auf der anderen der Prozentsatz ihrer Kirchlichkeit. Für die katholische Kirche wären dann auf der Elemente-Achse alle Elemente abzutragen und auf der Kirchlichkeits-Achse 100%. Der Schnittpunkt der Parallele zu diesen beiden Punkten durch den Punkt auf der Elemente-Ache, der zu der betreffenden Gemeinschaft gehört, ergäbe dann auf der Kirchlichkeits-Achse den Prozentsatz ihrer Kirchlichkeit.
Redaktion benachrichtigen Die Kirche Roms relativiert sich selber
#67   Rückkehr-Ökumene   22:50:48 | Montag, 4. Oktober 2010
Karlkosef: „Eine Kirche ist im vollen Sinn …“
Ich denke, dass der Artikel von Guido Pozzo auf der Linie von „Dominus Iesus“ und der Erklärung der Glaubensk. vom 7.2007 liegt. Das Ökumenismusdekret sagt in Art.3, dass die Kirche aus Elementen erbaut wird und diese Elemente befinden sich angeblich, in mehr oder weniger hohen Maße auch außerhalb der katholischen Kirche. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Satz von G. Pozzo: „Eine Kirche ist im vollen [!] Sinne nur da auszumachen, wo sich die notwendigen und unverzichtbaren ‘heiligen’ Elemente vereint finden, …“
Das liegt ganz auf der Linie von „Dominus Iesus“, wo Kardinal Ratzinger sagt: „ … dass die Kirche Christi … voll [!] nur in der der katholischen Kirche weiter besteht.“
Auffällig ist im Vortrag von Pozzo, dass er von der Unteilbarkeit der Kirche spricht, was ihn aber sogleich in Schwierigkeiten bringt: „In dem Paradox [!], sozusagen, zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjekts, …“
Wenn nämlich die Kirche aus Elementen erbaut ist, wie das Ökumenismusdekret sagt, dann ist sie nicht unteilbar, weil die Elemente als selbständige Teile verstanden werden, was ihre angebliche teilweise Existenz auch außerhalb des Gefüges der katholischen Kirche zeigt. Kurzum: Wenn man an der Unteilbarkeit der Kirche festhält, dann ist es tatsächlich paradox von Elementen von ihr außerhalb ihres Gefüges zu sprechen.
Redaktion benachrichtigen Pius-Gläubige sind leider keine Anglikaner
#159   Rückkehr-Ökumene   20:27:02 | Samstag, 18. September 2010
Sycamore
Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die Antwort, die ich auf Frage 2 gegeben habe, die Antwort von Pius XII. auf Ihre Frage ist. Wollen Sie dem Papst vorschreiben, wie er hätte antworten sollen?!
Es dürfte Ihnen auch nicht entgangen sein, dass ich in unserem Disput zu zeigen versuche, dass das Konzil mit dem subsistit mit der überlieferten Lehre gebrochen hat, wogegen Sie es zu rechtfertigen versuchen. Dann ist es doch völlig unsachgemäß, wenn Sie von mir erwarten, dass ich Sinne des Pastoralkonzils antworte. Nebenbei: Wenn der Dogmatikprof. Ratzinger sagt,: „Es [das Pastoralkonzil] hat auf das restlos identifizierende ‘est’ (corpus Christi est ecclesia Romana catholica) verzichtet“, (von „sichtbar“ ist nicht die Rede!), dann hat in diesem Punkt das Konzil gegen ihn traditionskonform gelehrt, denn es sagt im Dekret über die Ostkirchen Orientalium Ecclesiarum, Art. 2: „Die heilige und katholische Kirche, die der mystische Leib Christi ist …“.
Schließlich: Mit der Lehre von einer „unvollkommenen Communio“ widerspricht das Pastoralkonzil der traditionellen Communio-Ekklesiologie. Es löst das Entweder-Oder in ein Mehr oder Weniger auf. Hier zeigt sich wieder das Revolutinäre: Eine unteilbar Qualität, die Kirchengliedschaft, wird in eine Quantität aufgelöst, in ein Mehr oder Weniger (unvollk.)
Diesen Bruch hat Grillmeier in seinem Kommentar zu LG im LThK dargestellt.
Da ich jetzt Reisevorbereitungen treffe, kann ich unseren Disput nicht fortsetzen.
Redaktion benachrichtigen Pius-Gläubige sind leider keine Anglikaner
#157   Rückkehr-Ökumene   14:45:30 | Samstag, 18. September 2010
sycamore: Antwort auf Ihre Fragen
Frage 2: Ja
Frage 1:Hier muss man differenzieren. Sie fragen nach der Kirchengliedschaft, denn die katholische Kirche ist der mystische Leib Christi (Enzyklika Mystici corporis). Durch die Taufe, wo immer sie gespendet wird, wird der Mensch in die katholische Kirche aufgenommen und wird somit zum Glied der Kirche.
Aber die Kirchengliedschaft ist verlierbar. Mystici corporis:
„Den Gliedern der Kirche sind aber in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind.Wie es also in der wahren Gemeinschaft der Christgläubigen nur einen Leib gibt, nur einen Geist, einen Herrn und eine Taufe, so kann es auch nur einen Glauben in ihr geben (vgl. Eph. IV 4); und deshalb ist, wer die Kirche zu hören sich weigert, nach dem Gebot des Herrn als Heide und öffentlicher Sünder zu betrachten (vgl. Matth. XVIII 17). Aus diesem Grund können die, welche im Glauben oder in der Leitung voneinander getrennt sind, nicht in diesem einen Leib und aus seinem einen göttlichen Geiste leben.“
Nachtrag: Es geht nicht um: Kirche Christi = sichtbare katholische Kirche, sondern um Kirche Christi = katholische Kirche.
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#155   Rückkehr-Ökumene   09:05:55 | Samstag, 18. September 2010
Sycamore: Sie wollen die Revolution nicht wahrhaben
Erstens habe ich die Frage nicht gestellt und zweitens spielt die Unterscheidung zwischen der „ecclesia militans“, der „ecclesia purgans“ und der „ecclesia triumphans“ für die anstehende Problematik keine Rolle! Sie weichen der Problematik aus, weil Sie die Revolution des Pastoralkonzils in dieser Sache nicht wahrhaben wollen und reden an der Problematik vorbei. Noch eine Stimme dazu:
Kardinal Lehmann hat in seinem Eröffnungsreferat zur Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 24.9.2007 in Fulda, in dem er über die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 referierte festgestellt:
„Die katholische Kirche erblickt in den anderen christlichen Glaubensgemeinschaften eine wirkliche Anteilnahme am Kirchesein. Sie kann ihren Anspruch auf eine substanzielle Identität nicht preisgeben, hat aber ihren absoluten Anspruch im Sinne einer puren Identifikation reduziert. Wenn sie an dieser substanziellen Identität mit der Kirche Jesu Christi festhält, vertritt sie dennoch kein exklusives, absolutes Identitätsideal… Die Gleichsetzung Kirche Jesu Christi = katholische Kirche in einem exklusiven Sinn wird eingeschränkt.
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#153   Rückkehr-Ökumene   23:28:05 | Freitag, 17. September 2010
Sycamore
Die von Ihnen zitierten Stellen besagen nicht, dass nach dem Konzil die katholische Kirche die Kirche Jesu Christi i s t. In Ihrem Zitat ist von der „Kirche Christi“ gar nicht die Rede! Es müsste Ihnen doch zu denken geben, dass das Konzil das „est“ aus „ökum. Gründen“ abgelehnt hat. Nach der Lehre des Konzils besitzt die katholische Kirche die Fülle der Güter in dem Sinne, dass sie alle Elemente besitzt, wogegen die anderen Gemeinschaften diese Güter nur zum Teil besitzen. Die katholische Kirche hat demnach alle Heilselemente und deshalb ist die Anzahl der Elemente bei ihr in größerer Quantität vorhanden als bei den anderen Gemeinschaften; deshalb „quantitative Sichtweise“.
Kardinal Ratzinger sagt, dass in der Differenz [!] von „est“ und „subsistit“ das ganze ökumenische Problem verborgen liege. Das moderne Rom weiß genau, warum es Klarstellungen im Sinne der traditionellen Lehre vermeidet. Es scheut das „est“ wie der Teufel das Weihwasser. Aber es hat eine Meisterschaft darin entwickelt, mit entsprechenden Formulierungen den Schein der Traditionsverbundenheit zu wahren.
Noch einmal weise ich darauf hin, dass der heutige Papst nicht nur ausdrücklich von der Differenz der Kirche Christi mit der katholischen Kirche gesprochen hat, er hat auch behauptet, dass keine „Totaldeckung“ zwischen beiden besteht, und er sagte ausdrücklich, dass das Konzil darauf verzichtet hat, beide „restlos zu identifizieren“. Mir ist schleierhaft, wie Sie trotzdem immer noch behaupten können
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#149   Rückkehr-Ökumene   18:57:36 | Freitag, 17. September 2010
Sycamore
Ihre Ansicht, dass das, was bei den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden ist „eigentlich die katholische Kirche selbst ist“, entspricht der traditionellen Lehre, aber das steht nicht im Text von Dominus Iesus, sondern Sie interpretieren das m. M. nach in den Text hinein. Jedenfalls kann man es nicht der von Ihnen angeführten Stelle entnehmen, dass der Herr einzig der katholischen Kirche „alle Güter des Neuen Bundes anvertraut“ hat.
Vielmehr besitzen die anderen christlichen Gemeinschaften, nach UR, Art.3, selbst ‘vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit’, was auch Dominus Iesus sagt. Das sind nach Lehre des Konzils zwar keine anderen Elemente, als diejenigen, die die katholische Kirche besitzt, sondern es sind Elemente, die auch die katholische Kirche besitzt und darüber hinaus sogar in Vollzähligkeit. Deshalb sagt Dominus Iesus, dass diese Elemente „in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften“ existieren. Übrigens unterstreicht Dominus Iesus diese quantitative Sichtweise, wenn es dort heißt: „ … dass die Kirche Christi … voll [!] nur in der katholischen Kirche weiter besteht …“
Demgegenüber beantwortet der hl. Augustinus die Frage, was die anderen christlichen Gemeinschaften an Eigenem haben, folgendermaßen: „Euch gehört nur, daß ihr falsch denkt und frevlerisch handelt und euch gottlos trennt.“
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#142   Rückkehr-Ökumene   09:14:18 | Freitag, 17. September 2010
Sycamore: Ein neues Selbstverständnis der Kirche
Ihr Verständnis von „subsistieren“ im Sinne von Fortbestehen wird in der Erklärung der Glaubenskongregation bestätigt. Was helfen die richtigen Aussagen im Konzilstext und den diesbezüglichen nachkonziliaren römischen Verlautbarungen, wenn sie an anderer Stelle relativiert werden? Im Jahre 2000 kritisierte Kardinal Ratzinger die exklusive Identifikation der Kirche Jesu Christi mit der katholischen Kirche (Mystici corporis und Humani generis): „Pius XII. hatte in seiner Enzyklika über die Kirche schlichtweg gesagt: Die römisch-katholische Kirche ‘ist’ die eine Kirche Jesu Christi. Das schien eine Totaldeckung auszudrücken…“ Dann erläutert er, warum nach seiner Ansicht keine „Totaldeckung“ vorliegt. 1966 bemerkte er. „Es [das Konzil] hat auf das restlos identifizierende ‘est … verzichtet“.
Im Jahre 2000 sagte er auch : „Die Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein“ bzw. „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.
Diese Äußerungen bringen eine Veränderung des Selbstverständnisses der Kirche zum Ausdruck. Das „Fortbestehen“ der Kirche Christi in der katholischen Kirche ist im Sinne des Konzils als ein „vollständiges Vorhandensein“ zu verstehen. Den anderen christl. Gemeinschaften wird sinngemäß ein „unvollständiges Vorhandensein“ der Kirche Christi zuerkannt. Dann besteht nur noch ein quantitativer Unterschied.
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#128   Rückkehr-Ökumene   22:02:40 | Donnerstag, 16. September 2010
Sycamore: Die Glaubenskongregation hat sich zum subsistit-in erklärt
in der Erkl. vom 7.2007 und dem Kommentar. Das übelste an der Erkl. ist der Schein der Traditionskonformität, durch den Missbrauch des Begriffs Identität. Jeder vernünftige Mensch versteht unter Identität, „ein und dasselbe“. Das ist aber nicht gemeint, sondern es ist nur eine Identität in bestimmter Hinsicht gemeint (Heilsmittel).
Kard. Lehmann hat auf der Vollvers. d. Dt. Bischofskonf. 2007 auf die Erkl. reagiert und gesagt: „In gewisser Weise hat es [das Konzil] was die Ausgestaltung der Beziehung zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche einerseits und im Verhältnis beider zu den anderen Kirchen betrifft, weitere Klärung offen gelassen.“ Wenn wirklich Identität gemeint wäre, dann wäre doch nichts offen gelassen! Außerdem bestätigt er Ratzingers Überzeugung, dass die subsistit-in-Lehre den katholischen Absolutheitsanspruch „reduziert“ hat, sagte er doch:
„Die katholische Kirche erblickt in den anderen christlichen Glaubensgemeinschaften eine wirkliche Anteilnahme am Kirchesein. Sie kann ihren Anspruch auf eine substanzielle Identität nicht preisgeben, hat aber ihren absoluten Anspruch im Sinne einer puren Identifikation reduziert. Wenn sie an dieser substanziellen Identität mit der Kirche Jesu Christi festhält, vertritt sie dennoch kein exklusives, absolutes Identitätsideal… Die Gleichsetzung Kirche Jesu Christi = katholische Kirche in einem exklusiven Sinn wird eingeschränkt.“ Ratzinger sagte. Das Konzil hat auf eine restlose Identifizierung verzichtet…
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#73   Rückkehr-Ökumene   20:01:51 | Montag, 13. September 2010
Eine erstaunliche Einsicht
In seinem Epilog: „Zehn Jahre Nach Konzilsbeginn“, also 1973, sagt der Dogmatikprofessor Ratzinger: „Hat etwa das Konzil die Krise geschaffen, da es keine zu überwinden hatte? Nicht wenige sind dieser Meinung. Sie ist sicher nicht gänzlich falsch, aber sie trifft doch auch nur einen Teil der Wahrheit. In „Dogma und Verkündigung“, 4. Aufl. 2005,S. 433.
Wenn es demnach zum Teil wahr ist, dass das Pastoralkonzil die Krise geschaffen hat, dann trägt es doch eine Mitschuld an dieser.
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#37   Rückkehr-Ökumene   19:20:19 | Sonntag, 12. September 2010
gunter maria michel: Da gibt es nichts zu differenzieren
Es irrt wer meint, dass die Taufe auch anderen christl. Gemeinschaften gehört. Durch die katholische Kirche besitzt jeder Mensch die Vollmacht, die Taufe zu spenden. Im Notfall spendet sie selbst ein Ungläubiger, wenn er sie formgerecht vollzieht. Diese Vollmachtsübertragung betrifft aber ausschließlich Personen, also keine Religionsgem. Wenn ein protest. Pastor die Taufe spendet, dann spendet er sie nicht in seiner Eigenschaft als protest. Religionsdiener, sondern er spendet sie als Privatperson. Deshalb sagt der hl. Augustinus: „Euch [den schismatischen bzw. häretischen Gemeinschaften] gehört nicht die Taufe [!], die wir akzeptieren, denn es ist nicht die Taufe von Schismatikern beziehungsweise Häretikern, sondern die Taufe Gottes und der Kirche, wo immer sie vorgefunden wurde und wohin immer sie übertragen wurde. Euch gehört nur, daß ihr falsch denkt und frevlerisch handelt und euch gottlos trennt“.
Der Heilige stellt fest, dass die in anderen christl. Gemeinschaften gespendete Taufe das Eigentum der katholischen Kirche bleibt und als solches wirksam wird, sagt er doch in Bezug auf die Taufe:
„Es gibt daher nur eine Kirche und sie allein wird katholisch genannt; was sie an Eigenem in den von ihrer Einheit getrennten Gemeinschaften der Verschiedenen besitzt [!], genau aufgrund dessen, was sie in ihnen besitzt [!], gebiert sie Gotteskinder und nicht jene Gemeinschaften… Diese eine Kirche also, deren Sakramente beibehalten wurden, gebiert in allen Gemeinschaften;“
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#92   Rückkehr-Ökumene   18:44:18 | Sonntag, 12. September 2010
Roland Jahnka
Ich stimme Ihnen vollständig zu, wenn Sie sagen:„Aus den Worten des Herrn selbst (Mat 16,18) läßt sich also der exklusive Anspruch der katholischen Kirche mit Gewißheit ableiten.
Warum hat denn dann aber das Pastoralkonzil sich geweigert, die Gleichung Kirche Jesu Christi = katholische Kirche anzuerkennen?!!! Warum die Abkkehr vom „est“ und seine Ersetzung durch „subsistit-in“? Da ist doch etwas faul im Staate Dänemerk, oder?
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#85   Rückkehr-Ökumene   06:21:14 | Samstag, 11. September 2010
Sie sollten die Problematik nicht auf die psychologische Ebene schieben.
Es geht nicht um Misstrauen gegen das kirchl. Lehramt, sondern es geht darum, dass das Konzil mit der subsistit-in-Lehre das Selbstverständnis der Kirche geändert hat. Das Zweite Vatikanum war kein dogmatisches Konzil, sondern nur ein Pastoralkonzil war. Als solches können seine Texte revidiert werden. Wer die Abweichungen des Konzils von der traditionellen Lehre zur Sprache bringt, der zieht nicht die „Integrität des Lehramtes“ in Frage, sondern der setzt sich für die unverfälschte Lehre der Kirche ein. Es geht hier nicht um das Lehramt als solches, sondern um revidierbare Irrtümer bei der Ausübung desselben in den Texten des Konzils und in nachkonziliaren römischen Dokumenten. Wenn Sie nicht in der Lage sind zu begreifen, dass wenn jemand sagt, A ist identisch mit B und anschließend behauptet, dass die gemeinte Identität nur in einer speziellen Hinsicht gilt, dass dann ein Missbrauch des Begriffs Identität vorliegt, wie es in der Erklärung der Glaubensk. vom 7. 2007 und dem Kommentar geschieht, dann ist es sinnlos mit Ihnen über diese Problematik weiter zu debattieren.
Wenn wirklich Identität gemeint wäre und nicht nur „substantielle Identität“, warum hat denn dann das Pastoralkonzil nach eingehender Debatte das „est“ ersetzt durch „subsistit in“? Und warum weigert sich das Rom pastoralkonziliarer Prägung denn nach wie vor beharrlich zum „est“ zurückzukehren? Übrigens hat Kard. Lehmann hier nicht seine Privatmeinung geäußert, sondern er hat den Inhalt der Erklärung erläute…
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#80   Rückkehr-Ökumene   23:49:45 | Freitag, 10. September 2010
Die „echten Fakten“ zur subsistit-in-Lehre bestehen in jenen Dokumenten,die Rom dazu veröffentlicht
hat, besonders in der Erkl. vom 7.2007 und dem Kommentar. Das übelste an der Erklärung ist der Schein der Traditionskonformität, die sie erweckt, durch den Missbrauch des Begriffs Identität. Jeder vernünftige Mensch versteht unter Identität, „ein und dasselbe“. Das ist aber nicht gemeint, sondern es ist nur eine Identität in bestimmter Hinsicht gemeint (Heilsmittel).
Kardinal Lehmann hat auf der Vollvers. der Deutschen Bischofskonf. am 24.9.2007 auf die Erklärung reagiert und u.a. gesagt: „In gewisser Weise hat es [das Konzil] was die Ausgestaltung der Beziehung zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche einerseits und im Verhältnis beider zu den anderen Kirchen betrifft, weitere Klärung offen gelassen.“ Wenn wirklich Identität gemeint wäre, dann wäre doch nichts offen gelassen! Außerdem bestätigt er Ratzingers Überzeugung, dass die subsistit-in-Lehre den katholischen Absolutheitsanspruch „reduziert“ hat, sagte er doch:
„Die katholische Kirche erblickt in den anderen christlichen Glaubensgemeinschaften eine wirkliche Anteilnahme am Kirchesein. Sie kann ihren Anspruch auf eine substanzielle Identität nicht preisgeben, hat aber ihren absoluten Anspruch im Sinne einer puren Identifikation reduziert. Wenn sie an dieser substanziellen Identität mit der Kirche Jesu Christi festhält, vertritt sie dennoch kein exklusives, absolutes Identitätsideal… Die Gleichsetzung Kirche Jesu Christi = katholische Kirche in einem exklusiven Sinn wird eingeschränkt.
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#78   Rückkehr-Ökumene   20:57:07 | Freitag, 10. September 2010
Roland Janka
Die Stelle an der Ratzinger feststellt, dass das subsistit den Absolutheitsanspruch der katholischen Kirche „reduziert“ finden Sie in: „Das neue Volk Gottes“, Düsseldorf 1969, S. 236
Die beiden anderen Zitate von Kardinal Ratzinger sind entnommen einem Vortrag, den er am 27.2.2000 im Vatikan zum Thema hielt: „Über die Ekklesiologie der Konstitution ‘Lumen gentium’“; abgedruckt in „Die Tagespost“, März 2000, S. 7.
Diese Zitate sagen doch direkt, dass nach der Lehre des Pastoralkonzils eine Differenz zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche besteht.
Ihr Zitat aus der Antwort zu Frage 2 ist zwar korrekt, aber man muss den anschließenden subsistit-Satz hinzunehmen, der das zuvor Gesagte relativiert. Im Kommentar finden Sie in den Erläuterungen zu Frage 2, dass es sich um eine „substantielle“ Identität handelt.
Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, der Problematik nachzugehen, empfehle ich Ihnen, das im Text des Artikels rot unterlegte „subsistit in“ anzusteuern und das Buch von Dr. Schüler zu lesen. Darin werden eingehend die nachkonziliaren römischen Dokumente zur subsistit-in-Lehre
untersucht, u.a. auch „Dominus Iesus“ und die Erklärung vom 10.7.2007. Letztere wird auf über 30 Seiten Punkt für Punkt analysiert. Außerdem finden sie wichtige Informationen darüber, wie es auf dem Konzil zur Abkehr von der exklusiven Identität kam, die Pius XII. noch ausdrücklich in „Mystici corporis“ hervorgehoben hatte und welche Rolle der heutige Papst dabei gespielt hat.
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#75   Rückkehr-Ökumene   09:34:02 | Freitag, 10. September 2010
Roland Janka
Die „Klarstellungen“, die das vom Konzil geprägte Rom zum subsistit gegeben hat zeigen, dass es zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche unterscheidet. Oder sind Ihnen z. B. die folgenden Aussagen von Kardinal Ratzinger unbekannt?:
Die Reduktion des Absolutheitsanspruchs [!], die in der neuen Formel artikuliert ist, … (1966)
„Die Differenz [!] zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein“ bzw. „In der Differenz [!]zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“ (2000)
„So wollten die Väter sagen: Das Sein der Kirche [Jesu Christi] als solches reicht viel weiter als die römisch-katholische Kirche [!] …“ (2000)
Der Grund für die Ersetzung des „est“ durch „subsistit in“ war die Abkehr von der Lehre der exklusiven Identität der Kirche Jesu Christi mit der katholischen Kirche. Und die Weigerung des modernen Roms zum „est“ zurückzukehren, zeigt doch an, dass man auch heute noch diese exklusive Identität bestreitet und deshalb ist im Begleitschreiben zur Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 nur von einer „substantielle Identität“ die Rede, die nur eine Identität in gewisser Hinsicht ist meint, nämlich hinsichtlich der Heilsmittel. Die traditionelle Lehre von der Identität in jeder Hinsicht reduziert das moderne Rom auf eine Identität in einer speziellen Hinsicht. Insofern trifft die Aussage des Dogmatikprofessors Ratzinger von der „Reduktion des Absolutheitsanspruchs“ genau den Punkt.
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#66   Rückkehr-Ökumene   10:07:49 | Donnerstag, 9. September 2010
„Kirchen“ ist theologisch gesehen nicht der Plural von „Kirche“
Denn es gibt nur eine Kirche. Diese ist die von Christus gestiftete römisch-katholische Kirche, die der Herr auf Petrus gegründet hat.
Wenn den orthodoxen Gemeinschaften der Titel „Kirchen“ zugesprochen wird, dann handelt es sich um einen Ehrentitel, der ihnen zuerkannt wird, weil sie die apostolische Sukzession bei ihrem Auszug aus dem Vaterhaus 1054 bewahrt haben. Alle christlichen Gemeinschaften, die von dem Gefüge der römisch-katholischen Kirche getrennt sind, sind „Nicht-Kirche“. Die „Elemente der Heiligung und der Wahrheit“, die sie besitzen, sind nicht ihr Eigentum, sondern sie sind das vom Herrn der römisch-katholischen Kirche geschenkte Eigentum. Sie sind nur solange „kirchliche Elemente“ wie sie sich in Einheit mit der römisch-katholischen Kirche befinden. Diese Eigenschaft verlieren sie, wenn sie in nicht-katholische Gemeinschaften eingegliedert werden. Bei dieser Herausnahme blieb zwar der Inhalt jener „Elemente“ erhalten, nicht aber die Eigenschaft der Kirchlichkeit. Außerdem verloren jene „Elemente“ bei der Herausnahme auch die Eigenschaft, mit ausschließlich wahren Glaubensaussagen verbunden zu sein, sowie die Eigenschaft, mit der Hierarchie der auf Petrus gegründeten Kirche verbunden zu sein.
Ich habe mich hier auf den Boden der pastoralkonziliaren Elemente-Ekklesiologie gestellt, in der Aspekte der unteilbaren Kirche irrigerweise als Teile derselben missverstanden werden.-
Die Trennung von der Kirche Gottes ist nach dem hl. Augustinus das größte Verbrechen.
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#48   Rückkehr-Ökumene   22:35:14 | Mittwoch, 8. September 2010
katholische Kirche=römisch-katholische Kirche?
In der subsistit-Formel ist mit katholische Kirche die römisch-katholische Kirche gemeint. Aber Ihre Frage ist sehr berechtigt, denn modernistische Theologen, wie Kardinal Kasper unterscheiden zwischen katholischer Kirche und römisch-katholischer Kirche. So sagt er: „ … die römisch-katholische (lateinische) Kirche ist nicht identisch mit der katholischen Gesamtkirche“ (W. Kasper: „Wege der Einheit – Perspektiven für die Ökumene“, Freiburg 2005, S. 116.) In den Verhandlungen mit Rom sollte die Priesterbruderschaft St. Pius X. eine schriftliche Definition des Begriffs „Kirche Jesu Christi“ verlangen und wenn von katholischer Kirche die Rede ist, sollte sie sich jeweils versichern, dass römisch-katholische Kirche gemeint ist. Die katholische Kirche von Kardinal Kasper scheint mir die pastoralkonziliare Überkirche, genannt Kirche Jesu Christi, gemeint zu sein, deren Sein, nach der Behauptung von Kardinal Ratzinger, über das Sein der katholischen (gemeint ist römisch-katholischen) Kirche weit hinausreicht, was ein glatter Widerspruch zur traditionellen Lehre der Kirche ist.
Redaktion benachrichtigen Warum Erzbischof Lefebvre die Unterredungen mit Kardinal Ratzinger abbrach
#114   Rückkehr-Ökumene   13:06:43 | Dienstag, 7. September 2010
Warum hat Erzbischof Lefebvre zunächst unterschrieben und dann widerrufen?
Ein Erklärungsversuch: Erzbischof Lefebvre hat um die richtige Einstellung zum modernen Rom gerungen und dabei eine bewundernswerte geistige Entwicklung vollzogen. In der Anfangszeit versuchte er in Rom nur seiner Gemeinschaft einen hinreichenden Schutz davor zu verschaffen, nicht im Sinne des pastoralkonziliaren Modernismus praktizieren zu müssen. Er wollte der Tradition ein Fortbestehen im Rahmen der kirchlichen Offizialität ermöglichen.
Im Zuge seiner geistigen Auseinandersetzung mit dem modernen Rom wurde ihm immer mehr seine Verantwortung für die gesamte Kirche bewusst, und er gelangte zu der Erkenntnis, dass er darauf bestehen müsse, dass Rom vor einem Abkommen zu seiner Tradition zurückkehren müsse. Deshalb sagte er dann:
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mimit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimoder-nisteneid? Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Ge-sellschaft? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
Redaktion benachrichtigen Der Angriff auf die kirchliche Hierarchie
#18   Rückkehr-Ökumene   21:02:32 | Montag, 6. September 2010
aufrechterkatholik
Der Priester, der auf dem von Ihnen angegebenen Video zu sehen und zu hören ist, ist nicht Pfarrer Milch!
Redaktion benachrichtigen Der Angriff auf die kirchliche Hierarchie
#14   Rückkehr-Ökumene   20:51:29 | Montag, 6. September 2010
Ergänzung für M. Kirschbaum
Prof. Hoeres schrieb in seiner Rezension des Buches von Dr. Schüler über das priesterliche Wirken von Pfarrer Hans Milch: „Vielmehr legt Schüler … eine großangelegte und umfassende Auseinandersetzung mit der Theologie des Konzils und der nachkonziliaren Zeit vor. Sie zeichnet sich durch Scharfsinn, philosophischen und theologischen Tiefgang und vor allem durch klare und verständliche Sprache aus, … So ist ein Werk entstanden, an dem die Auseinandersetzung um die rechte Interpretation des Konzils und seiner Rezeption nicht vorbeigehen kann.“ Una Voce Korrespondenz, Nov./Dez. 2005, S. 339.
Redaktion benachrichtigen Der Angriff auf die kirchliche Hierarchie
#9   Rückkehr-Ökumene   20:33:51 | Montag, 6. September 2010
Gotthard und M. Kirschbaum: Können Sie nicht sachlich bleiben?
Gotthard: Es ist nicht wahr, dass Dr. Schüler jemals die sedisvakantistische Position unterstützt hat. Im Gegenteil, er hat sich in seinem zweibändigen Werk: „Pfarrer Hans Milch eine große Stimme des katholischen Glaubens“ mit aller Schärfe gegen den Sedisvakantismus ausgesprochen.
M. Kirschbaum: Prof. Hoeres hat sich darüber geärgert, dass ihn Dr. Schüler in seiner Schrift:„Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“ Punkt für Punkt widerlegt hat. Sollte er sich wie von Ihnen zitiert geäußert haben, dann dürfte diese Äußerung Ausdruck seiner argumentativen Ohnmacht sein.
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#57   Rückkehr-Ökumene   18:03:54 | Dienstag, 31. August 2010
Hat der Ökumenismus des Konzils nur den Rang einer praktischen Handlungsanweisung?
Nein, das Ökumenismusdekret enthält Lehren, und zwar auch gravierende Irrlehren.
So erkennt es z. B. im Widerspruch zur traditionellen Lehre
– den anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft zu
– behauptet es, dass die Kirche aus Elementen, also aus Teilen erbaut wird
– behauptet es, dass diese Elemente z. T. auch außerhalb der katholischen Kirche existieren
– behauptet es, dass die protestantischen Gemeinschaften eine unvollständige Eucharistie besäßen. Denn nach Artikel 15 von Lumen gentium heißt es von den anderen christlichen Gemeinschaften „sie anerkennen und empfangen [außer der Taufe] auch andere Sakramente in ihren Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften.“ Bezüglich der protestantischen Gemeinschaften bezieht sich jenes „andere Sakramente“ auf die Eucharistie und von dieser heißt es in Art. 22 des Ökumenismusdekrets, daß sie „vor allem wegen des Fehlens des Weihesakramentes die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit (substantia) des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben, …“
Danach hätten die protestantischen Denominationen das eucharistische Mysterium zwar nicht vollständig bewahrt aber immerhin doch bewahrt, wenn auch unvollständig. Was aber ist das eucharistische Mysterium? Die Wand-lung der Gaben Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi. Diese Wandlung findet entweder statt, oder sie findet nicht statt. Es ist also sinnlos, von einem mehr oder weniger verwirklichten eucharistischen Mysterium zu sprechen.
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#51   Rückkehr-Ökumene   17:17:16 | Dienstag, 31. August 2010
Seltsame Einmütigkeit
Mit Recht hat Prof. May die zerstörerische Wirkung von Kardinal Kasper insbesondere im Hinblick auf den Ökumenismus angeprangert.
Aber das Urteil von Kardinal Ratzinger über diesen fiel ganz anders aus. Anlässlich der Ernennung von Kasper zum Bischof von Rottenburg lobte ihn Ratzinger mit den Worten:
„Die theologische Kompetenz und der pastorale Weitblick Kaspers sind für die katholische Kirche Deutschlands eine kostbare Gabe.“
Seit wann ist eine glaubenszersetzende Theologie ein Ausdruck von theologischer Kompetenz, pastoralem Weitblick und eine kostbare Gabe für die katholische Kirche?!
Seit wann ist eine glaubenszersetzende Theologie ein Ausdruck von theologischer Kompetenz, pastoralem Weitblick und eine kostbare Gabe für die katholische Kirche?!
Im Hinblick auf das Ziel der konziliaren Ökumene dürften beide übereinstimmen, denn wenn Kardinal Ratzinger sagt:
„Das eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind“, dann kann er des Beifalls und der Unterstützung von Kardinal Kasper bei der Verfolgung dieses Zieles sicher sein.
Wenn Benedikt XVI., der sich auch seit Beginn seines Pontifikats hinter den pastoralkonziliaren Ökumenismus stellt, diesem ein Ende bereiten wollte, dann müsste er eine Revolution seiner diesbezüglichen Gesinnungsart vollziehen.
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#62   Rückkehr-Ökumene   20:15:17 | Montag, 30. August 2010
ruhrgebietler
ich habe nicht von etwas Verwerflichem gesprochen und bin im Gegenteil der Überzeugung, dass der Maßstab, den Erzbischof Lefebvre hier angibt, genau der richtige Maßstab für die Abkommensproblematik ist.
Ich habe großes Vertrauen in die Führung der Priesterbruderschaft St. Pius X., dass sie sich an diesen Maßstab wie in der Vergangenheit so auch in Zukunft halten wird und sehe in diesem Maßstab das geistige Vermächtnis ihres Gründers in Bezug auf das Verhältnis zu dem vom Pastoralkonzil geprägte Rom.
Redaktion benachrichtigen Warum die vier Pius-Bischöfe geweiht wurden
#59   Rückkehr-Ökumene   19:56:37 | Montag, 30. August 2010
lux in tenebris
Sie haben die Frage gestellt, ob Erzbischof Lefebvre unter den heutigen Bedingungen den Kampf außerhalb oder innerhalb der kirchlichen Offizialität fortsetzen würde. Nach den Bischofsweihen beantwortete er diese Frage.Unter der Überschrift: „Bei einer Wiederaufnahme der Gespräche mit Rom stelle ich meine Bedingungen“, legte er dar, dass inhaltliche und nicht organisatorische Fragen zum Prüfstein dafür gemacht werden sollen, ob er sich auf weitere Gespräche einlässt; der Erzbischof führte aus:
„Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen Enzykli-ken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Im-mortale Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie für die Königsherr-schaft Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.
Redaktion benachrichtigen Ein neues Motu Proprio?
#130   Rückkehr-Ökumene   16:43:00 | Dienstag, 24. August 2010
Ende der Ansprache/Fidei defensor fidelis
Sinngemäß übereinstimmend wollte ich es sagen, nämlich so:
Vertrauend auf das Wort des Herrn, daß die Pforten der Hölle Seine Kirche nicht überwältigen werden, harren wir, betend und sühnend für deine Bekehrung, dem Tag der großen Wende entgegen, jenem Tag, an dem du vor aller Welt dein mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa im Hinblick auf das Pastoralkonzil und seine Folgen sprechen wirst.
Dann wirst du diese für die Kirche so verhängnisvolle Bischofsversammlung verurteilen und mit den Enzykliken Mystici corporis und Humani generis von Pius XII. vor aller Welt bekennen, daß die katholische Kirche und die Kirche Jesu Christi ein und dasselbe ist.
Du wirst ihren absoluten Wahrheitsanspruch verkünden und verteidigen, für die Rückkehr-Ökumene eintreten und das Königtum Jesu Christi über die Völker einfordern. Insbesondere wirst du die Neue Messe beseitigen und die wahre Opfermesse wieder zu Ehren bringen.
Mit dieser totalen Wende wirst du dir allerdings der Haß der Welt und der anderen Religionen zuziehen, aber du wirst ihn in Treue zu Christus erdulden und wissen, daß er ein sicherer Indikator dafür ist, daß du auf den gottgewollten Weg zurückgekehrt bist.
Infolge deiner Bekehrung wird dann, zur Beglückung aller Gutgesinnten, das Erscheinungsbild der Kirche wieder ein Spiegel ihres herrlichen Wesens sein.
Redaktion benachrichtigen Ein Zerstörer des Glaubens verläßt die Kurie
#36   Rückkehr-Ökumene   16:35:51 | Dienstag, 24. August 2010
Antwort an karljosef
Sie hatten zwei Fragen gestellt
1) Hat die katholische Kirche ihren Absolutheitsanspruch aufgegeben?
2) Trägt das Konzil Schuld an der Krise? (An früherer Stelle)
Zu beiden Fragen hat der Dogmatikprofessor Ratzinger geantwortet.
Zu 1) sagte er, dass die subsistit-in-Formel eine Reduktion des katholischen Absolutheitsanspruchs zum Ausdruck bringt.
Bedenkt man, dass es hier kein Mehr oder Weniger, sondern nur ein Entweder-Oder gibt, dann enthält diese Aussage das Eingeständnis der Preisgabe des katholischen Absolutheitsanspruchs.
Zu 2: In seinem Epilog: „Zehn Jahre Nach Konzilsbeginn“, also 1973, sagt Ratzinger: „Hat etwa das Konzil die Krise geschaffen, da es keine zu überwinden hatte? Nicht wenige sind dieser Meinung. Sie ist sicher nicht gänzlich falsch, aber sie trifft doch auch nur einen Teil der Wahrheit. In „Dogma und Verkündigung“, 4. Aufl. 2005,S. 433.
Wenn es demnach zum Teil wahr ist, dass das Pastoralkonzil die Krise geschaffen hat, dann trägt es doch eine Mitschuld an dieser.
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#128   Rückkehr-Ökumene   14:36:01 | Dienstag, 24. August 2010
Dritte Fortsetung der Ansprache/Antwort an karljosef
Am 27.7. erschien der Bericht über den Vortrag von Mons. Pozzo. In einer langen Diskussion haben Sycamore und ich die Problematik der Teilbarkeit behandelt; am 4. 8. ging ich auch auf das angebliche Paradox ein, wovon Pozzo spricht.
Hier möchste ich zunächst die Ansprache weiterführen
Darüber hinaus dienen wir dir in folgender Weise: Wir sind der Spiegel, der dir deinen Frevel täglich vor Augen hält, indem wir den Weg weitergehen, den die Kirche durch alle christlichen Jahrhunderte gegangen ist! …
Bis zu dem gottgesegneten Tag, an dem du die große Wende vollziehen wirst, flehen wir zum Herrn durch Sühne, Opfer und Gebet, daß Er dir die Augen über deinen Irrweg öffne und dir die Kraft schenke, das Ruder herumzuwerfen und auf den Boden der katholischen Wahrheit zurückzukehren, die untrennbar mit dem Absolutheitsanspruch verbunden ist.
Danach wirst du, bei der Durchsetzung der vollzogenen Wende, im Klerus, in der Theologenschaft und im Kirchenvolk gewaltige Widerstände zu überwinden haben und dann, aber auch erst dann, werden wir an deiner Seite gegen die Feinde der Kirche in den eigenen Reihen kämpfen. Solange du aber selbst einem inkonsequenten Modernismus anhängst, lassen wir uns nicht dazu missbrauchen, dich gegen die konsequenten Modernisten im Innenraum der Kirche zu verteidigen, die mit deiner Duldung seit Jahren ihr Unwesen treiben und die dir nun immer mehr aus dem Ruder laufen.
Vertrauend auf das Wort des Herrn, daß die Pforten der Hölle Seine Kirche nicht überwältige…
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#122   Rückkehr-Ökumene   12:51:43 | Dienstag, 24. August 2010
Zweite Fortsetzung der Ansprache an das moderne Rom
So erweisen diese Kinder ihren Eltern den größten Dienst und praktizieren zugleich ihnen gegenüber den wahren Gehorsam.
Wie diese Kinder ihren Eltern ins Gewissen reden wieder pflichtgemäß zu denken und zu handeln, so reden auch wir dir ins Gewissen, dem Ungeist des Pastoralkonzils abzuschwören, den absoluten Wahrheitsanspruch der katholischen Kirche wieder laut, vor aller Welt, zu erheben, aller Doppelzüngigkeit zu entsagen und so zur Tradition unserer heiligen Kirche zurückzukehren. Und wie diese Kinder, die allen Anweisungen ihrer ansonsten versagenden Eltern Folge leisten, die nichts Schlechtes beinhalten, so leisten auch wir, unter Führung glaubenstreuer Bischöfe und Priester, allen deinen Anweisungen Folge, die im Einklang mit der überlieferten Lehre der Kirche stehen. Auf diese Weise lösen wir das für sich betrachtet Gute, was du sagst und forderst, aus der Verbindung mit den Irrtümern und Zwielichtigkeiten, die dein sonstiges Gebaren kennzeichnen und bewahren es so vor der Entwertung, die jenes Gute durch die Verbindung mit dem Antikatholischen erfährt. So üben wir dir gegenüber den wahren, den gottgewollten Gehorsam aus.
Vor allen Dingen aber beten wir für dich, insbesondere im Te igitur des Kanons der wahren Opfermesse und unser ständiges Gebet gilt deiner Bekehrung zur Tradition unserer heiligen Kirche. Darüber hinaus dienen wir dir in folgender Weise: Wir sind der Spiegel, der dir deinen Frevel täglich vor Augen hält, indem wir den Weg weitergehen, den die …
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#120   Rückkehr-Ökumene   07:50:01 | Dienstag, 24. August 2010
Erste Fortsetzung der Ansprche an das moderne Rom
In uns lebt das sentire cum ecclesia – das Fühlen mit der Kirche, und deshalb schmerzt uns der Zerfall des Erscheinungsbildes unserer geliebten Kirche. Wir leiden darunter wie Kinder leiden, wenn ihre geliebten Eltern auf die schiefe Bahn geraten und an diesem Beispiel wollen wir dir, modernes Rom, noch einmal unsere Einstellung zu dir verdeutlichen.
Gesetzt also, Kinder stellen mit Entsetzen fest, daß ihre Eltern, die bis dahin gute Eltern waren, infolge schlechten Einflusses auf Abwege geraten und sogar kriminelle Handlungen begehen. Die Kinder, die den rechten Weg nicht verlassen wollen, machen ihren Eltern daraufhin unmissverständlich klar, daß sie sich von deren Handlungen distanzieren und ihnen den Gehorsam verweigern in allem, was auch sie vom rechten Weg abbringen würde. Zugleich aber zeigen diese Kinder ihren versagenden Eltern, daß sie sich nicht von ihnen trennen, sondern mit ihnen verbunden bleiben, freilich nicht mit ihrem gegenwärtigen Gebaren, sondern mit ihrem Wesen. Diese Verbundenheit beweisen die Kinder einerseits dadurch, daß sie denjenigen Anweisungen ihrer Eltern Folge leisten, die nichts Schlechtes beinhalten und andererseits dadurch, daß sie ihnen ihr pflichtgemäßes Handeln vor Augen stellen und beständig an sie appellieren, dem Frevel abzuschwören und auf den rechten Weg zurückzukehren. Vor allem aber flehen sie Gott im Gebet an, daß Er ihren Eltern die Gnade und die Kraft schenken möge, auf den rechten Weg zurückzukehren…
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#118   Rückkehr-Ökumene   23:38:00 | Montag, 23. August 2010
Ansprache an das vom Pastoralkonzil geprägte Rom
eine solche Ansprache findet man unter www.zweites-vatikanum.de.
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#115   Rückkehr-Ökumene   22:58:11 | Montag, 23. August 2010
Teil II
Während also für die überlieferte Lehre die Identität zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche in jeder Hinsicht besteht, besteht die Identität nach der subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils (gemäß der verbindlichen Interpretation der Glaubenskongregation vom 10.7.2007, die vom Papst bestätigt wurde,) nur in einer speziellen Hinsicht, nämlich hinsichtlich der Heilsmittel.
Der Fehler des Pastoralkonzils besteht nicht darin, dass es die Identität in dieser Hinsicht behauptet, denn das stimmt ja. Der Fehler besteht vielmehr darin, dass es leugnet, dass die Identität in jeder Hinsichtbesteht, und es leugnet das durch die ausdrückliche Ablehnung des „est“.
Die Feststellung des Dogmatikprofessors Ratzinger, dass die subsistit-in-Formel eine Reduktion des katholischen Absolutheitsanspruchs (genauer gesagt, die Preisgabe des katholische Absolutheitsanspruchs) darstellt, ist also richtig.
Man kann jetzt sogar genau sagen, worin diese „Reduktion“ besteht. Sie besteht darin, dass die Identität in jeder Hinsicht, die nach der traditionellen Lehre zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche besteht, reduziert wird auf die Identität in nur einer speziellen Hinsicht, nämlich hinsichtlich der Heilsmittel.
Die Einschränkung ist falsch. In der subsistit-in-Lehre steckt also dieser „Identitäts-Einschränkungs-Irrtum“.
Damit ist die subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils unlösbar mit mindestens zwei Irrtümern über die katholische Kirche verbunden.
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#113   Rückkehr-Ökumene   22:42:55 | Montag, 23. August 2010
Die subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils mit mindestens zwei Irrtümern
Die subsistit-in-Lehre enthält erstens den Irrtum, dass die katholische Kirche teilbar sei, sonst könnten nicht Elemente von ihr außerhalb ihres Gefüges existieren, was der subsistit-in-Satz behauptet. Dieser Irrtum der Teilbarkeit der Kirche wird in UR, Art.3, sogar direkt behauptet, indem gesagt wird, dass die katholische Kirche aus Elementen, d.h. aus Teilen, erbaut werde.
Der zweite Irrtum, mit dem die subsistit-in-Lehre verbunden ist, betrifft eine Einschränkung der Identität, die nach dieser Lehre zwischen der Kirche Christi und der katholischen Kirche existiert.
Begründung: Nach der überlieferten Lehre ist die Kirche Christi und die katholische Kirche ein und dasselbe. Anders ausgedrückt, die Kirche Christi und die katholische Kirche ist in jeder Hin-sicht identisch.
Indem das Pastoralkonzil es abgelehnt hat, zu sagen, dass die katholische Kirche die Kirche Jesu Christi ist („est“), lehnt es zugleich ab, dass die Identität zwischen Kirche Christi und katholi-scher Kirche in jeder Hinsicht besteht.
Nach der Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 bedeutet die Identität zwischen der Kirche Christi und der katholischer Kirche eine bloß substantielle Identität, was dahingehend erklärt wird, dass die Identität hinsichtlich der Heilsmittel besteht, und zwar in dem Sinne, dass die katholische Kirche alle Heilsmittel besitzt, im Gegensatz zu den anderen christlichen Gemeinschaften.
Während also für die überlieferte Lehre die Identität zwischen der Kirche Christi un…
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#103   Rückkehr-Ökumene   20:33:51 | Montag, 23. August 2010
Zentrale Irrlehren des Pastoralkonzils finden sich auch im KKK
In den Nummern 816 und 819 trifft man z. B. auf
den subsistit-in-Satz und die falsche Elemente-Vorstellung von der Kirche, die -wie O.H. Pesch zutreffend bemerkte- dem Ökumenismusdekret überhaupt erst Realitätswert geben.
Außerdem enthält 819 die falsche Aussage, dass die anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilsmittlerschaft besitzen.
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#98   Rückkehr-Ökumene   12:38:58 | Freitag, 20. August 2010
Soramonas
Es geht nicht um einzelne Personen, sondern es geht um Religionsgemeinschaften, die im erklärten Widerspruch zur katholischen Kirche gegründet wurden.
Nach dem Dogma „Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen heilsnotwendig“ (Ott, S. 376) hat die katholische Kirche die alleinige Heilsmittlerschaft.
Anderen christlichen Gemeinschaften eine Heilmittlerschaft zuzusprechen, wie es das Ökumenismusdekret in Art.3 macht, widerspricht der traditionellen Lehre der Kirche.
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#93   Rückkehr-Ökumene   19:53:50 | Donnerstag, 19. August 2010
Domenico Tuttisanti
Wenn es nur wahre und zwielichtige Aussagen gäbe, dann wäre sowohl eine Interpretation der der Kontinuität als auch eine Interpretation der Diskontinuität in Bezug auf die Aussagen des Pastoralkonzils möglich. Aber die Texte enthalten auch falsche Aussagen, wobei es zum Beweis ausreicht, ein Beispiel anzugeben.
In Unitatis redintegratio, Art.3, heißt es von den anderen christlichen Gemeinschaften:
„Denn der Geist Christi weigert sich nicht, sie als Mittel des Heils zu gebrauchen, deren Kraft sich von der Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet, die der katholischen Kirche anvertraut ist.“
Diese Aussage widerspricht der traditionellen Lehre der Kirche. Der Nachsatz rettet die Sache nicht, denn mit Recht bemerkte Erzbischof Lefebvre:
„Eine solche Behauptung enthält jedoch einen Irrtum: Eine Gemeinschaft kann, insoweit sie eine von der katholischen Kirche getrennte Gemeinschaft ist, nicht den Beistand des Heiligen Geistes geniessen, da ihre Trennung ein Widerstand gegen den Heiligen Geist ist. Dieser kann nur direkt auf die Seelen wirken oder Mittel gebrauchen, die von sich aus kein Zeichen der Trennung aufweisen:“
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#82   Rückkehr-Ökumene   20:04:43 | Mittwoch, 18. August 2010
Interpretation der Kontinuität bzw. der Diskontinuität?
Die Behauptung, dass die Texte des Pastoralkonzils im Sinne der Kontinuität bzw. im Sinne der Diskontinuität in Bezug auf die überlieferte Lehre der Kirche interpretiert werden können ist sinnlos.
Denn zerlegt man alle Aussagen des Pastoralkonzils in drei disjunkte Teilmengen, nämlich in die Teilmenge der wahren Aussagen, die Teilmenge der falschen Aussagen und in die Teilmenge der zwielichtigen Aussagen, dann sind nur Aussagen der letzteren interpretationsfähig.
Wenn nichts verdreht wird, dann gibt es für die wahren Aussagen keine Interpretation im Sinne der Diskontinuität und für die falschen Aussagen gibt es keine Interpretation im Sinne der Kontinuität.
Für alle Aussagen des Pastoralkonzils gibt es also weder eine Interpretation der Kontinuität, noch eine Interpretation der Diskontinuität.
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#29   Rückkehr-Ökumene   20:25:59 | Freitag, 13. August 2010
Das Ziel des Ökumenismus nach Kardinal Ratzinger
J. Ratzinger: „Luther und die Einheit der Kirchen“. Ein Gespräch mit der Internationalen katholischen Zeitschrift ‘Communio’. Veröffentlicht in: „Internationale katholische Zeitschrift ‘Communio’“, 12, 1983, S. 581.
„Das eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche sind.“
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#37   Rückkehr-Ökumene   04:45:57 | Donnerstag, 5. August 2010
Die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen
Der Zerfallsprozess des Erscheinungsbildes der katholischen Kirche wird solange weiter gehen, bis Rom die Irrtümer des Pastoralkonzils erkennt und sie öffentlich widerruft.
Dann wird der schon vorhandene Glaubensabfall vieler offenbar werden. Die Talsohle des Tales der Tränen ist vermutlich noch lange nicht durchschritten. Aber:
Die Kirche als solche bleibt von diesem Zerfallsprozess unberührt. Sie ist und bleibt die makellose Braut Christi.
Am Ende wird auch ihr Erscheinungsbild wieder ein Spiegel ihres herrlichen Wesens sein.
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#33   Rückkehr-Ökumene   23:24:52 | Mittwoch, 4. August 2010
Joh.Chrysostomos und Sycamore
Joh. Chrysostomos: Am 28.7. habe ich unter Lesermeinungen in mehreren Abschnitten, das weiterauszuführen versucht, was Sie sagen: Die angeblichen Elemente der Kirche sind in Wirklichkeit Gesichtspunkte, Aspekte unter denen man das unteilbare Ganze betrachten kann.
Sycamore: Ein Hingeordnetsein auf die katholische Kirche kann es bei Nicht-Katholiken geben, aber nicht bei deren Denominationen. Denn diese wurden in Opposition zur Kirche Gottes ins Leben gerufen und sie verharren in dieser Opposition. Deshalb riefen die vorkonziliaren Päpste die Nicht-Katholiken auf, ihre Gemeinschaften zu verlassen und in die katholische Kirche einzutreten.
Die Rückkehr-Ökumene ist also auf Personen geschlüsselt. Im Gegensatz dazu ist die Koexistenz-Ökumene des Pastoralkonzils auf nicht-katholische Gemeinschaften geschlüsselt. Darin besteht die ökumenische Revolution dieses unseligen Konzils.
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#28   Rückkehr-Ökumene   21:34:09 | Mittwoch, 4. August 2010
Sycmore: Die Elemente Vorstellung als conditio sine qua non des Ökumenismus
In der Beurteilung der Elemente-Vorstellung stimmen wir überein. Aber wie hätten die Neuerer ohne sie den pastoralkonziliaren Ökumenismus ins Werk setzen können? Johannes Paul II. sagt dazu in Ut unum sint, Art.11:
„Die Elemente der Heiligung und der Wahrheit, die in den anderen christlichen Gemeinschaften in je unterschiedlichem Grad vorhanden sind, bilden in der Tat die objektive Grundlage der, wenn auch unvollkommenen, Gemeinschaft, die zwischen ihnen und der katholischen Kirche besteht.
In dem Maße, in dem diese Elemente in den anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, ist die eine Kirche Christi in ihnen wirksam gegenwärtig. Deshalb spricht das II. Vatikanische Konzil von einer gewissen, wenngleich unvollkommenen Gemeinschaft.“
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#25   Rückkehr-Ökumene   20:38:27 | Mittwoch, 4. August 2010
Sycamore
Mons. Pozzo wiederholt die Aussage von Benedikt XVI., dass es zwei Interpretationen des Konzils gibt, nämlich eine Interpretation der Kontinuität und eine Interpretation der Diskontinuität, und er beschreibt die negativen Folgen der letzteren.
Beide erörtern aber nicht die Frage, ob die Interpretation der Diskontinuität falsch ist. Sollte man tatsächlich mit guten Gründen beide Interpretationen aufrecht erhalten können, dann müssten doch die Texte des Pastoralkonzils auf den Prüfstand gestellt und geändert werden. Man kann doch nicht hinter Texten stehen, die in widersprüchlicher Weise gedeutet werden können. –
Mons. Pozzo behauptet, dass die Kirche Jesu Christi im Sinne des Pastoralkonzils als ungeteiltes Subjekt in der katholischen Kirche fortbesteht und bemerkt danach: „In dem Paradox, sozusagen, des Unterschiedes zwischen Einzigkeit der katholischen Kirche und der Existenz von wirklich kirchlichen Elementen außerhalb dieses einzigen Subjektes …“
Das ist aber nur deshalb ein Paradox, weil der Satz davor nicht stimmt. Nach dem Ökumenismusdekret, Art.3, wird die Kirche aus Elementen erbaut und ist demnach nicht unteilbar. Somit können Teile von ihr auch außerhalb von ihr bestehen.
Die ganze Elemente-Ekklesiologie ist verfehlt und steht im Widerspruch zur überlieferten Lehre der Kirche
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#66   Rückkehr-Ökumene   18:10:29 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore:Elemente 6 (Rest)
Mit Abstraktionsprodukten lässt sich aber schwerlich der Ökumenismus im Sinne des Pastoralkonzils auf den Weg bringen.
Dieser Ökumenismus beruht nämlich auf der Vorstellung von Gemeinsamkeiten in den Bekenntnissen der christlichen Religionen, was die letzten Päpste übereinstimmend mit den Worten zum Ausdruck brachten: „Was uns eint, ist viel größer als was uns trennt“, und sie haben diese Überzeugung sogar als das Wesen des Ökumenismus des Pastoralkonzils bezeichnet. Dahinter steht ganz offenbar die Elemente-Ekklesiologie.
Warum haben die vorkonziliaren Päpste nicht so gesprochen? Weil für sie die Kirche ein unteilbares Ganzes war, das also nicht aus Elementen besteht. Und deshalb vertraten sie die Rückkehr-Ökumene, wogegen ihre Nachfolger gemeinsam mit dem Pastoralkonzil für eine der Rückkehr-Ökumene widersprechende Koexistenz-Ökumene eintraten; auch Benedikt XVI. steht hinter ihr.
Ende meiner Überlegungen dazu.
Sollten Sie an den Ausführungen zur Communio-Ekklesiologie in „Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“ interessiert sein, könnten Sie mir vielleicht die Adresse eines Ihrer Bekannten nennen; dann könnte ich Ihnen ein Exemplar (kostenlos) zugehen lassen. Einen schönen Sonntag wünscht Rückkehr-Ökumene
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#62   Rückkehr-Ökumene   17:56:06 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore: Elemente 5 (Ende)
Diese Bezeichnung bringt nämlich das abstrahierende Tun des denkenden Subjektes zum Ausdruck (aspicere = anschauen, nämlich das Anschauen des unteilbaren Glaubensganzen von einer bestimmten Seite).
Aber das wäre nicht im Sinne des Pastoralkonzils, denn dann würde deutlich, dass es sich um Aspekte von verschiedenen und sich teilweise widersprechenden Glaubensganzen handelt, und infolge der Anbindung an diese keine Gemeinsamkeiten sind.
Aus diesen Überlegungen kann man nun eine Folgerung ziehen, die für die Beurteilung des pastoralkonziliaren Ökumenismus von ausschlaggebender Bedeutung ist: Die angeblichen Gemeinsamkeiten im Glauben der katholischen Kirche und einer anderen christlichen Gemeinschaft, insbesondere einer protestantischen Gemeinschaft, sind in Wirklichkeit gar keine Gemeinsamkeiten im Glauben, sondern es sind Gemeinsamkeiten in Bezug auf Abstraktionsprodukte der entsprechenden Glaubensbekenntnisse. Dabei wird jeweils auch von der Anbindung an verschiedene, ja von der Anbindung an sich widersprechende Glaubenswahrheiten abstrahiert.
Da die einzelnen Glaubenswahrheiten aber durch die Anbindungen an die anderen Glaubensaussagen des betreffenden Glaubens gebunden sind, wird eine Gemeinsamkeit vorgegaukelt, die in Wirklichkeit nicht besteht.
Die so durch Abstraktion von Widersprüchen erzeugten scheinbaren Gemeinsamkeiten sind also keine Gemeinsamkeiten der betreffenden Bekenntnisse, sondern es sind nur übereinstimmende Abstraktionsprodukte.
Mit Abstraktionsprodukt…
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#60   Rückkehr-Ökumene   17:48:21 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore: Elemente 4
Die Ansicht von der Zusammensetzung des Glaubens aus Teilen beruht auf dem Irrtum, dass das Absehen von der Anbindung der einzelnen Glaubenswahrheit an alle anderen, die Anbindung selbst aufhebt und dadurch die einzelne Glaubenswahrheit objektiv verselbständigt wird. (Der Häretiker vollzieht also einen doppelten geistigen Akt. Zunächst reißt die einzelne Glaubenswahrheit aus ihren Zusammenhängen, erhält sie dadurch als eine vereinzelte, und dann leugnet er sie.)
Infolge der Abstraktion erhält man also nur die eine Seite der betreffenden Glaubenswahrheit, ihren Inhalt, ihre andere Seite, die in jenen Beziehungen besteht, wird weggeblendet. Durch Abstraktion erhält man sie also gar nicht in ihrer Totalität, sondern von dieser nur die eine, nämlich die inhaltliche Seite.
Die angeblichen Glaubensteile sind also in Wirklichkeit Abstraktionsprodukte in Bezug auf den Glauben, die nur die eine Seite der betreffenden Glaubenswahrheiten festhalten.
Der Begriff „Glaubenselement“ oder „Glaubensteil“ bringt also nur scheinbar einen objektiv bestehenden Sachverhalt zum Ausdruck. In Wirklichkeit ist die Vereinzelung ein subjektives Erzeugnis, nämlich ein Produkt des abstrahierenden Denkens.
Dieses Abstraktionsprodukt kommt zustande, indem eine abstrahierende geistige Tätigkeit auf einen Aspekt des Glaubens angewendet wird. Anstatt von Elementen des Glaubens sollte man deshalb besser von Aspekten des Glaubens sprechen. Diese Bezeichnung bringt nämlich das abstrahierende Tun des denkenden…
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#58   Rückkehr-Ökumene   17:40:36 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore: Elemente 3
Die Loslösung einer Glaubenswahrheit von den anderen Glaubenswahrheiten ist die Tat eines denkenden Subjektes. Die Loslösung vollzieht die abstrahierende Person, denn die betreffende Glaubenswahrheit ist nicht der Sache nach losgelöst, also kein Teil des Glaubens, sie bleibt vielmehr in den Beziehungen zu den anderen Glaubenswahrheiten verankert; sie ist nur für den sie geistig Fixierenden losgelöst, weil er von jenen Beziehungen absieht.
Nun ist es keineswegs meine Absicht, das abstrahierende Denken zu verteufeln. Im Gegenteil, das abstrahierende Denken ist notwendig, denn der Mensch ist nicht in der Lage, den Glauben als Ganzes in der Reflektion zu erfassen. Er ist gezwungen, sich in der Reflektion auf jeweils einen Aspekt des Glaubens einzuschränken und diese Einschränkung kann er bewerkstelligen, weil er die Fähigkeit besitzt, von den anderen Glaubenswahrheiten zu abstrahieren.
Nur darf ihn diese Abstraktionsfähigkeit nicht dazu verleiten, das Abstraktionsprodukt, die einzelne Glaubenswahrheit, als unabhängig von den anderen Glaubenswahrheiten anzusehen, also sie als Teil oder Element des Glaubens zu betrachten.
Mit etwas anderen Worten: Wenn man eine spezielle Glaubenswahrheit in den Blick fasst, dann sieht man ab von etwas, was unverändert weiter besteht, nämlich von ihrer Anbindung an die anderen Glaubenswahrheiten. Das Absehen von diesen Bindungen kann diese Bindungen nicht aufheben, sie existieren, ob ich von ihnen absehe oder nicht.
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#54   Rückkehr-Ökumene   17:05:28 | Samstag, 31. Juli 2010
Elemente 3
Ich möchte unsere Elemente-Erörterung kurz unterbrechen mit einer Bemerkung, die Sie vielleicht interessieren wird:
Das subsistit war ursprünglich nicht die Idee von P. Tromp. Der glaubenstreue Pater, der an Mystici corporis mitgearbeitet hatte, wollte das „est“ und bemerkte, dass sich die katholische Kirche wegen des Ökumenismus doch nicht selbst verleugnen dürfe.
Dann geriet er unter Druck. In dieser Lage machte der protestantische Pastor Wilhelm Schmidt, der als Beobachter zugelassen war, den Vorschlag mit dem subsistit und übermittelte ihn dem Berater von Kardinal Frings, Joseph Ratzinger.
Dieser war Mitglied der Theologischen Kommission und so erhielt P. Tromp, der Sekretät der Theologischen Kommission. den Vorschlag von Pastor Schmidt.
Dieser berichtet diesen Sachverhalt in einem Brief, der in dem unter www.subsistit.de erwähnten Buch abgedruckt ist.
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#52   Rückkehr-Ökumene   13:20:10 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore: Elemente 2
Man kann freilich eine solche Glaubenswahrheit für sich betrachten, das heißt aber nicht, dass sie ein Teil des Glaubens ist.
Denn die einzelne Glaubenswahrheit besteht in zwei Momenten, nämlich einerseits in dem Glaubensinhalt, den sie zum Ausdruck bringt und andererseits in den Beziehungen in denen sie zu den anderen Glaubensinhalten steht.
Wenn man nun eine Glaubenswahrheit für sich betrachtet, dann heißt das, dass man sie nur durch einen geistigen Akt der Loslösung von den anderen Glaubenswahrheiten als einzelne erhält.
Dieser geistige Akt der Loslösung ist ein Akt der Abstraktion, wodurch von den objektiv bestehenden Beziehungen zu den anderen Glaubenswahrheit abgesehen wird. Als einzelne betrachtet erhält man also nur ihre inhaltliche Seite, die zweite Seite dieser Glaubenswahrheit, nämlich ihre Beziehungen zu allen anderen Glaubensaussagen, wird sozusagen weggeblendet.
Der springende Punkt dabei ist nun der, dass durch das Absehen von diesen Beziehungen dieselben keineswegs aufgehoben werden, sie bestehen vielmehr unverändert weiter, sie werden nur nicht beachtet!
Die Nichtbeachtung hebt diese Beziehungen nicht auf, ja sie berührt sie gar nicht. Also kann durch die Nichtbeachtung der Beziehungen kein Teil des Glaubens erzeugt werden.
Die Loslösung einer Glaubenswahrheit von den anderen Glaubenswahrheiten ist die Tat eines denkenden Subjektes. Die Loslösung vollzieht die abstrahierende Person, denn die betreffende Glaubenswahrheit ist nicht der Sache nach losgelöst, …
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#50   Rückkehr-Ökumene   06:32:02 | Samstag, 31. Juli 2010
Sycamore: Elemente 1
Was die Communio-Ekklesiologie des Pastoralkonzils betrifft stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich eine Rückbesinnung auf die frühkirchlich Communio-Ekklesiologie ist, oder ob sie mit dieser unvereinbar ist. In einer Schrift „Glaubenswahrheit und Abkommensfrage“ hat Dr. W. Schüler auf S. 49-67 letzteres nachgewiesen, indem er Kernpunkte verglichen hat.
Derselbe Autor hat sich in einem Buch, das unter www.subsistit.de vorgestellt wird, ausführlich mit der Elemente-Vorstellung von der Kirche auseinandergesetzt. Wer auf dem Konzil auf den Gedanken kam, mit ihr zu operieren, ist mir nicht bekannt.
Hier kann nur der philosophische Problematik angeleuchtet werden. Da ich einige Abschnitte brauche, meine Gedanken dazu mitzuteilen, wäre, falls von Ihrer Seite jeweils noch Interesse besteht, ein kurzes Posting erforderlich, damit ich fortsetzen kann.
Die katholische Kirche und insbesondere de katholische Glaube ist eine unteilbare Ganzheit. Das hat insbesondere der hl. Cyprian dargelegt, es u.a. mit dem ungenähten Rock Christi begründet und in dem schönen Bild zusammengefasst: „Die Einheit des Lichtes ist der Teilung nicht fähig“
Man wird zur Verteidigung der gegenteiligen Behauptung, dass der Glaube aus Teilen, nämlich den einzelnen Glaubenswahrheiten besteht, vielleicht einwenden: Man kann doch z. B. irgendeine Glaubenswahrheit für sich betrachten, also hat man dann doch einen Teil des Glaubens und damit einen Teil der Kirche erhalten. Nein, das ist ein Irrtum! Man kann freil…
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#48   Rückkehr-Ökumene   22:22:07 | Freitag, 30. Juli 2010
Sycamore: Es geht um die Gemeinschaften der Nicht-Katholiken
Bereits unter Pius XII. hat man das anerkannt, was Sie eine „gewisse communio“ mit der katholischen Kirche nennen. In einem Brief des Hl. Offiziums vom 8. August 1949 an den Erzbischof von Boston heißt es:
„Unter besonderen Umständen, nämlich im Falle unüberwindlicher Unkenntnis oder des Unvermögens, kann die aktuelle Zugehörigkeit zur Kirche ersetzt werden durch das Verlangen (votum) nach derselben. Dieses braucht nicht ausdrücklich (explicite) vorhanden zu sein, sondern kann auch in der sittlichen Bereitschaft, den Willen Gottes treu zu erfüllen, eingeschlossen sein (votum implicitum).“
Das Neue des Pastoralkonzils diesbezüglich besteht darin, dass es die anderen christlichen Denominationen grundsätzlich anders beurteilt als es der traditionellen Lehre entspricht und diesen Denominationen – im Widerspruch zur immerwährenden Lehre der Kirche – sogar eine Heilsmittlerschaft zuerkennt.
Dazu kam es m. M. nach durch eine andere Auffassung von der katholischen Kirche auf der Grundlage der Elemente Ekklesiologie. Ginge es nur um einen unglücklichen Begriff, würde es nicht die Mühe lohnen, sich damit eingehend zu beschäftigen. Aber es geht um die Auffassung, dass sich die katholische Kirche aus Teilen, eben aus Elementen, zusammensetzt und diese falsche Vorstellung ist die Grundlage des konziliaren Ökumenismus.
Wie es zu der Fehlvorstellung kommen kann, dass die katholische Kirche sich aus Teilen zusammensetzt, könnte ich erläutern.
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#46   Rückkehr-Ökumene   20:52:45 | Freitag, 30. Juli 2010
Sycamore: Ich will zunächst noch ergänzen, was in meinem vorvorigen Beitrag gekappt worden ist:
Übrigens sagt Kardinal Ratzinger in der Erklärung Dominus Iesus der Glaubenskongregation: „Mit dem Ausdruck ‘subsistit in’ wollte das Zweite Vatikanische Konzil … auf der einen Seite [sagen], dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiter besteht, …“ Stimmt denn das „voll [!] … weiter besteht“ nicht genau mit dem Denkschema „vollständig – unvollständig“ überein?
Übrigens sollte man sich darauf einigen, dass für das subsistit – Verständnis ausschließlich die Interpretation die Rom gegeben hat maßgeblich ist, und zwar zuletzt und am ausführlichsten in der Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007.
In der Antwort auf Frage 2 heißt es zwar, dass der Ausdruck „subsistiert in“ „die vollständige Identität der Kirche Christi mit der katholischen Kirche besagt, …“ Aber das beigefügte Begleitschreiben erläutert, dass mit „vollständig identisch“ lediglich eine „substantielle Identität zwischen dem Wesen der Kirche Christi und der katholischen Kirche“ gemeint sei, was besagt, dass „in der [katholischen Kirche] allein alle [!] von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben.“ Die anderen Gemeinschaften besitzen diese Elemente zwar nicht vollständig, aber doch so substantiell, dass sie „den kirchlichen Charakter und die wirklich kirchliche Dimension“ ja sogar eine Heilsmittlerschaft besitzen, weil „der Geist Christi sich nicht weigert, ‘sie als Mittel des Heils zu gebrauchen.’“
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#42   Rückkehr-Ökumene   17:26:44 | Freitag, 30. Juli 2010
Sycamore: Bitte nicht ausweichen
Wir können uns nicht verständigen, weil Sie meinen Argumenten ausweichen. Warum lassen Sie sich denn nicht auf die Elemente-Ekklesiologie ein, wozu doch aller Anlass ist, nachdem Lumen gentium im zweiten Teil des subsistit-Satzes sagt: „Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente [!] der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind“ und wenn Unitatis redintegratio, Art. 3. sagt: „Überdies können von den Elementen [!] oder Gütern, aus denen insgesamt genommen die Kirche selbst erbaut [aedificatur] und belebt wird, einige, ja sogar sehr viele und bedeutende außerhalb der sichtbaren Zäune der katholischen Kirche existieren.
Nach diesen Zitaten besteht die katholische Kirche aus Elementen, und die anderen christlichen Gemeinschaften besitzen diese zum Teil. Wenn dann die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche verwirklicht ist, was der erste Teil des subsistit-Satzes sagt, dann folgt daraus, dass sie in den anderen Gemeinschaften zum Teil verwirklicht ist.
Außerdem: Wenn Sie behaupten, dass nach dem Pastoralkonzil die katholische Kirche die Kirche Christi sei, wie wollen Sie dann den Satz von Kardinal Ratzinger erklären: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
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#40   Rückkehr-Ökumene   14:28:17 | Freitag, 30. Juli 2010
Werte(r) Sycamore
Vielen Dank für Ihre Entgegnung. Ich darf vorschlagen, dass wir unsere Auseinandersetzung nur in deutscher Sprache führen.
Zu Ihrem Punkt 1. Diese Passage ist natürlich richtig, doch trifft sie nicht die anstehende Problematik, die das Verhältnis von Kirche Jesu Christi und katholischer Kirche im Sinne des Pastoralkonzils zum Gegenstand hat.
Zu Punkt 2: Ihrer Aussage, dass die einzige Kirche Christi die katholische Kirche ist, stimme ich natürlich zu.
Aber das ist leider nicht die Lehre des Pastoralkonzils Um dieses „ist“ wurde ja gerungen, wovon Sie sich in der Dissertation von A. v. Teuffenbach über die subsistit-in-Lehre überzeugen können. Das Pastoralkonzil hat mit vollem Bewusstsein „ist“ durch „subsistit-in“ ersetzt, und zwar aus ökumenischen Gründen.
Diese Ersetzung ist so gravierend, dass Kardinal Ratzinger sagte, dass in dem Unterschied [!] zwischen „est und „subsistit in“ das ganze ökumenische Problem verborgen ist.
In der von Ihnen zitierten Passage, ist die Kirche Jesu Christi gemeint, wie man am Satz davor erkennt, und sie gibt nicht her, dass Kirche Jesu Christi und katholische Kirche ein und dasselbe ist.
Zu Punkt 3 und 4: Auch diese Zitate erhellen nicht dieses Verhältnis im Sinne des Pastoralkonzils. Sie liegen vielmehr auf der Linie des falschen Denkschemas „vollständig – unvollständig“, das in Elemente Ekklesiologie dieses Pastoralkonzils begründet ist, die nicht mit der traditionellen Lehre der Kirche übereinstimmt.
Übrigens sagt Kardinal Ratzinger in …
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#37   Rückkehr-Ökumene   06:22:50 | Freitag, 30. Juli 2010
Lumen gentium, 8,und Unitatis redintegratio, 3, gehören zusammen
Man muss die beiden Stellen zusammennehmen, um zum richtigen Verständnis des subsistit zu gelangen. Das zeigt auch die Stellungnahme der Glaubenskongregation vom 10.7. 2007. Sie bringt zwar nicht explizit diese beiden Stellen in Zusammenhang, aber die Beschreibung dessen, was das subsistit besagen soll, wird als die Meinung des Pastoralkonzils nur verständlich, wenn man beide Stellen zusammen bringt.
Aus beiden Stellen folgt, dass es eine unvollständige und zahlreiche unvollständige Verwirklichungen der Kirche Jesu Christi gibt, was der traditionellen Lehre widerspricht.
Diese Lehre unterminiert das Dogma: „Die von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig.“ (s. L. Ott, S. 365)
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#34   Rückkehr-Ökumene   22:43:27 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Worin liegt der Widerspruch der subsistit-in-Lehre des Konzils zur traditionellen Lehre der Kirche
1) Nach der traditionellen Lehre der Kirche ist die Kirche Jesu Christi und die katholische Kirche ein und dasselbe!
2)Das Pastoralkonzil sagt in Lumen gentium, Art. 8.2., dass die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche subsistiert. Das Verhältnis zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche im Sinne des Pastoralkonzils versteht man nur, wenn man Unitatis redintegratio, das Ökumenismusdekret, Art. 3, hinzunimmt, demzufolge die Kirche (gemeint ist die katholische Kirche) insgesamt aus Elementen erbaut wird!
3)Der subsistit-Satz von Lumen gentium sagt außerdem, dass außerhalb der Zäune der katholischen Kirche, in den anderen christlichen Gemeinschaften, Elemente der Wahrheit und der Heiligung vorhanden seien.
4)Wenn die katholische Kirche aus Elementen besteht und diese zum Teil auch in anderen christlichen Gemeinschaften vorhanden sind, dann ist die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche vollständig verwirklicht und in den anderen christlichen Gemeinschaften in mehr oder weniger großem Umfang.
5)Die katholische Kirche ist der Lehre des Pastoralkonzils gemäß demnach nicht die einzige Verwirklichung der Kirche Jesu Christi, sondern sie ist nur die einzige vollständige Verwirklichungen derselben und die anderen christlichen Gemeinschaften sind unvollständige Verwirklichungen derselben. Das haben u.a. die Kardinäle Kasper und Lehmann auch direkt behauptet.
Das ist eine neue, mit der traditionellen Lehre der Kirche nicht zu vereinbarende Lehre.
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#30   Rückkehr-Ökumene   18:38:53 | Donnerstag, 29. Juli 2010
Zur subsistit-in-Lehre von Lumen gentium, Art. 8.2
Unter der Überschrift „Wie absolut ist absolut“ hat Dr. W. Schüler hier am 4.8.2008 in einem Artikel Stellung zur subsistit-in-Lehre genommen und gezeigt, dass diese Lehre des Pastoralkonzils einen Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche darstellt, der dem Ökumenismus des Konzils die Tür öffnete.
Übrigens sind alle Interpretationen der subsistit-in-Lehre unmaßgeblich außer derjenigen, die Rom selbst gegeben hat, und zwar insbesondere mit der Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007.
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#48   Rückkehr-Ökumene   20:11:41 | Mittwoch, 28. Juli 2010
Walther von Stolzing
Zwischen der Liturgiekonstitution Sacrosanctum concilium und dem Novus Ordo besteht ein enger Zusammenhang. Ich darf Ihnen dazu den Artikel „Kautschukartiges Konzil“ empfehlen, den Sie hier in den Sucher eingeben können.
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#64   Rückkehr-Ökumene   14:50:57 | Sonntag, 18. Juli 2010
Mary Cruz
Dieser Aussage von Lumen gentium kann man wohl zustimmen, aber Sie werden mir vielleicht zustimmen, dass durch sie die subsistit-in-Problematik nicht gelöst wird.
Übrigens muss man im Umgang mit dem heutigen Rom noch vorsichtiger sein und sich jeweils versichern, ob auch tatsächlich die römisch-katholische Kirche gemeint ist, wenn von katholischer Kirche die Rede ist.
Falls Sie an der subsistit-in-Problematik im Zusammenhang mit der Theologie des Papstes interessiert sind, kann ich Ihnen den Vortrag von Dr. W. Schüler empfehlen, den Sie auf der Homepage der actio spes unica finden und der eine Zusammenfassung seines Buches: „Benedikt XVI. und das Selbstverständnis der katholischen Kirche – Eine Analyse seiner Verlautbarungen zur subsistit-in-Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils“ darstellt.
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#62   Rückkehr-Ökumene   12:40:48 | Sonntag, 18. Juli 2010
Mary Cruz
Im Dekret über die Ostkirchen Orientalium Ecclesiarum, Art. 2, heißt es: „Die heilige und katholische Kirche, die der mystische Leib Christi ist …“.
Diese Feststellung löst aber die subsistit-in-Problematik nicht. Denn nur wenn auch gesagt wäre, dass die Kirche Jesu Christi der mystische Leib Christi ist, könnte man aus beiden Aussagen schließen, dass Kirche Jesu Christi und katholische Kirche im Sinne des Pastoralkonzils ein und dasselbe ist, wie es die Tadition lehrt.
Jene Aussage findet man aber nicht im Konzilstext, vielmehr wird mit der subsistit-in-Lehre ein Unterschied zwischen beiden gemacht.
Erst wenn Rom erklärt hat, was es unter Kirche Jesu Christi verstanden wissen will, ist ein weiteres Gespräch über die subsistit-in-Problematik überhaupt sinnvoll.
Also ist doch meine Forderung, von den Vertretern Roms in den Gesprächen mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verlangen, dass sie eine Definition des Begriffs Kirche Jesu Christi im Sinne des Pastoralkonzils vorlegen, richtig und notwendig.
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#53   Rückkehr-Ökumene   22:36:48 | Samstag, 17. Juli 2010
Mary Cruz
Es geht nicht um die Definition einer Glaubenswahrheit, sondern um die Definition eines Begriffes, nämllich um die Definition des Begriffs „Kirche Jesu Christi“ im Sinne des Pastoralkonzils.
Da die Priesterbruderschaft zunächst einmal zu dem jeweils anstehenden Thema ihre Position darlegen kann, sollte sie auf einer solchen Definition bestehen.
Es müsste doch auch der römischen Delegation klar sein, dass man über das Verhältnis zweier Begriffe zueiander erst dann sinnvoll sprechen kann, wenn klar ist, was unter diesen zu verstehen ist.
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#50   Rückkehr-Ökumene   21:13:52 | Samstag, 17. Juli 2010
Wodurch wurde der Ökumenismus auf dem Pastoralkonzil in Gang gesetzt?
Er wurde in Gang gesetzt durch die falsche, im Widerspruch zu der gesamten Tradition der Kirche stehenden Unterscheidung zwischen der Kirche Jesu Christi und der katholischen Kirche durch die sogenannte subsistit-in-Lehre von Lumen gentium 8.2.
Dieser Traditionsbruch ist so schwerwiegend, dass Kardinal Ratzinger zutreffend bemerkte: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“ !!!
Wenn in den Gesprächen zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. die Sprache auf diese Lehre kommt, dann sollte die Pius-Bruderschaft darauf bestehen, dass Rom zunächst einmal eine schriftliche Definition des Begriffs „Kirche Jesu Christi“ im Sinne des Pastoralkonzils vorlegt!
Dies einzufordern ist aus logischem Grund unbedingt erforderlich, denn: Für die gesamte Tradition der Kirche ist der Begriff „Kirche Jesu Christi“ und „katholischen Kirche“ ein und dasselbe. Dann kommt Lumen gentium und behauptet einen Unterschied zwischen diesen Begriffen ohne zu definieren, was im Sinne des Pastoralkonzils die Kirche Christi ist. Ist das nicht ein skandalöser begrifflicher Mangel?
Übrigens sind alle bisherigen Interpretationen dieser Lehre nicht maßgeblich, abgesehen von einer einzigen, nämlich jener, welche die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7.2007 gegeben hat, einschließlich des dieser Erklärung beigefügten Begleitschreibens.
Zusammen mit der geforderten Definition sollte dann diese Erklärung die Gesprächsgrundlage bilden.
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#70   Rückkehr-Ökumene   21:25:26 | Montag, 12. Juli 2010
Eine unverzichtbare Definition
Im Gegensatz zur gesamten Tradition der Kirche macht Lumen gentium einen Unterschied zwischen der Kirche Jesu Christi und katholische Kirche und dieser Unterschied ist so schwerwiegend, dass Kardinal Ratzinger zutreffend bemerkte: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische Problem verborgen.“
Wenn in den Gesprächen zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. die Sprache auf diese Lehre kommt, dann sollte die Pius-Bruderschaft darauf bestehen, dass Rom zunächst einmal eine schriftliche Definition des Begriffs „Kirche Jesu Christi“ im Sinne des Pastoralkonzils vorlegt!!!
Dies einzufordern ist aus logischem Grund unbedingt erforderlich, denn: Für die gesamte Tradition der Kirche ist der Begriff „Kirche Jesu Christi“ und „katholischen Kirche“ ein und dasselbe. Dann kommt Lumen gentium und behauptet einen Unterschied zwischen diesen Begriffen ohne zu definieren, was im Sinne des Pastoralkonzils die Kirche Christi ist. Das ist doch ein skandalöser Mangel.
Übrigens sind alle bisherigen Interpretationen dieser Lehre nicht maßgeblich, abgesehen von einer einzigen, nämlich jener, welche die Glaubenskongregation in ihrer Erklärung vom 10.7.2007 gegeben hat, einschließlich des dieser Erklärung beigefügten Begleitschreibens.
Zusammen mit der geforderten Definition sollte dann diese Erklärung die Grundlage der Gespräche zu diesem Thema bilden.
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