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Kardinal Wölki ist nicht opus-dei-Mitglied, sondern hat dieser Personalprälatur lediglich nahe gestanden,
jedenfalls bevor er nach Berlin kam. Man muß hier das opus dei vor falschem Verdacht schützen. Daß
Wölki, aus der geistlichen Schule des als integer bekannten Kardinals Meisner kommend mit seinen Ausführungen
dermnaßen daneben greift, ist schon ein Skandal, sofern seine Ausführungen richtig wiedergegeben wurden.
Die Kukulle ist nicht das Ordenskleid, sondern ein Chormantel, der seinen Namen daher hat, daß er von
den Mönchen beim Chorgebet über dem aus Tunica und Skalpulier bestehenden Ordenskleid getragen wird.
Da im Mittelalter zunehmend Mönche Bischof wurden, haben sie ihren Chormantel mitgenommen, der hier eine –
im Osten noch heute – violette bis weinrote Farbe bekam. Später bekam der Chormantel die jeweils liturgische
Farbe und wurde von allen Priestern bei der Vesprer und dem sakramentalen Segen usw. getragen. Der hierfür
gebräuchliche Begriff „Rauchmantel“ ist falsch.
#76 Graf von Galen Es trifft zu, daß die Offenbarung mit dem Tode des letzten Apostels abgeschlossen
ist. Die Erkenntnis – nicht die Offenbarung selbst – kann jedoch durch Erkenntnisse der Wissenschaft nicht
nur genauer gefaßt, sondern auch vertieft werden. Damit werden also Offenbarung und Wissenschaft nicht
auf eine Stufe gestellt. Lediglich die – so lange nicht durch Dogma festgeschriebene – fehlare Erkenntnis,
die wir aus Glaube und Wissenschaft beziehen, bedarf der Auseinandersetzung. Hierbei gibt es aber immer
Dinge, die sich einem wissenschaftlichen Zugriff von vornherein entziehen. So entzieht sich Gott selbst
einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung, weil er die Liebe ist und nur in Liebe, also seinem
innersten Wesen, erkannt werden will. Damit entzieht sich auch die Unsterblichkeit der Seele einer naturwissenschaftlichen
Beweisführung, das ist wichtig bei der Abteibungsdebatte. Hier werden vermutlich Wissenschaft und Glaube
immer gegeneinander stehen. Allerdings kann die Naturwissenschaft die Sterblichkeit der Seele ebenfalls
nicht beweisen, so daß die Befürworter der Abtreibung sich eines dolus eventualis schuldig machen: sie
nehmen billigend inkauf, daß der abgegriebene Mensch eben doch eine unsterbliche Seele hat, und damt
menschliches Leben vernichet wird. Damit genügt die Kirche mit ihrer kompromißlosen Ablehnung der Abtreibung
voll ihrer Verantwortung, so sehr auch Teile – nicht die gesamten – Naturwissenschaftler die Abtreibung
befürworten.
Die Kreuzzüge waren gut gemeint, aber bekanntlich ist das gut gemeinte das Gegenteil vom Guten! Uns heutigen
ist völlig klar, daß das heiligen Land mit den damals zur Verfügung stehenden militärischen und sonstigen
Ressourcen von Europa auf Dauer niemals haltbar war. Hinzu kommen grundlegende Feler, wie z. B. die Eroberung
Konstantinopels durch die Veneuzianer, die dort ein ebenfalls unhaltbares lateinisches Kaiserreich eingerichttet
haben. So verübeln uns die Orthodoxen die Kreuzzüge noch heute, und das nicht zu Unrecht. Die grundsätzlich
gute aber nicht verwirklichbare Idee wurde eben vom Machtstreben der telnehmenden Staaten weitgehend ins
Gegentel verkehrt.
68# Graf von Galen Daß Jesus Christus Belehrung braucht, hat niemand behauptet! Schließlich wollte Er
keine Wissenschaftler ausbilden, sondern die Menschen zu Gläubigen machen. Auch die Kirche verkündet
keine naturwissenschatlichen Wahrheiten, sondern offenbart Gott als die Liebe. Wie schon festgestellt
besteht kein Widerspruch zwschen Wissenschaft und Glauben, soindern ausschließlich in der Erkenntnis,
die wir daraus ziehen, eben, weil menschliche Erkenntnis immer begrenzt ist. Widersprüche zwischen beiden
Erkenntniswegen sind eben keinerlei Beweis für Irrtum von Kirche oder Wissenschaft. Äußeres Ungemach
bewirkt inneres Wachstum. Das gilt auch für die Probleme unterschiedlicher Erkenntnis von Wissenschaft
und Glauben. Auch die rationale und meditative Auseinandersetzung mit diesen Problemen führt zu geisltlichem
Wachstum, selbst dann, wenn wir keine rationale Lösung der genannten Fragen finden, diese Fragen also
offen bleiben.
Die Religion – hier das Christentum – ändert sich ja auch nicht! Der Auseinandersetung mit der Wissenschaft
darf das Christentum will es glaubwürdig bleiben, nicht ausweichen. Eine solche Auseinandersetungn führ
mmer zur Vertiefung des Glaubenswissens und der Glaubenserfahrung. Wissenschaft und Glauben können sich
wegen gemeinsamem Ursprungs in Gott nicht widersprechen. Was sich jedoch sehr wohl fallweise widerspricht,
sind die Erkenntnisse, die wir hieraus ziehen, eben, wegen der Begrentheit mensc’hlicer Erkenntnis. Graf
von Galen und andere reden einem völlig wirklichkeitsfremden Epigonismus das Wort, wie wir ihn – so haben
wir den Eindruck – bei führenden Vertretern des Islams finden. Das hängt damit zusammen, daß das Christentum,
wie das Judentum, eine dynamsche Religon ist, wohingegen der Islam unbeschadet einiger dynamischer Phasen
eine statische Religion ist. Nur so ist es z. B. zu erklären, daß der jüdische Staat sich bisher gegenüber
seinen feindlichen Nachbarn erfolgreich behaupten konnte.
Was soll der Vergleich von Trappisten und opu dei? Beide haben ihren eigenen geistlichen Weg, ihre jeweils eigenen Aufgaben und ihren eigenen Wert. Beide stehen voll zum (römischen) Papst.
79# Normalität Daß Eheleute heute nicht mehr unberührt in die Ehe gehen, ist nicht normal, sondern
üblich. Auch Kondome sind nicht normal, sondern üblich. Der Unterschied zwischen beiden Begriffen ist,
daß Normalität sich auf eine rechtliche oder sittliche Vorgabe beruft, also auf eine normgebende Instanz,
wohingegen Üblichkeit nur die allgemein gängige Praxis wiedergibt. Zwar gibt es auch eine statistische
Norm, wie jeder Statistiker und jeder Versicherungsmathematiker bestätigen wird, aber dieses Normverständnis
ist mangels Tiefgangs auf das praktische Leben unanwendbar.
92# und 93#: Warum soll man das opus dei verbieten? Was ich bisher an opus dei kennen gelernt habe, macht
alles andere, als einen verweltlichten Eindruck. Das sehen Sie schon daran, daß deren Priester immer
römischen Kragen und schwarze Kleidung tragen und zur Feier der Liturgie meistens im Talar kommen. Soweit
das äußerliche Bild. Aber auch Predigten und sonstige Veröffentlichungen sind von einem in jeder Hinsicht
beispielhaftem Tiefgang.
Rückkehrökumene und Ruhrgebietler: Die Tradtion beginnt eben nicht erst mit dem Konzil von Trient, sondern
mit Jesus Christus und den 12 Aposteln. Daher ist es eine Irrlehre, die gesamte Tradition an dem genannten
Konzil zu messen, so, als ob es frühere Konzilien nicht gegeben hätte! Soweit VATII überhapt zu Fragen
des Glaubens Stellung genommen hat, handelt es sich um eine Fortentwicklung der Tradition. Gerade hier
unterscheiden sich Konservative und Reaktionäre. Während letztere jede Fortentwicklung ab einem beliebigen
Zeitpunkt – hier das Konzil von Trient – mehr oder weniger kompromißlos ablehnen, suchen die Konservativen
die geistige Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Wissenschaft, insbesopndere der Naturwissenschaft
(also nach dem Bespiel von Teilhard de Chardin, der nach dem Bespiel von Thomas von Aquin ebenfalls das
Gespräch mit der Wissenschaft gesucht hat). Während damals die Philosophie vorherrschende Profanwissenschaft
war, ist das heute die Naturwissenschaft. Wegen der ständig wachsenden naturwissenschaftlichen Erkenntnis
ist die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Glaube hier viel spannngsreicher und erfordert ein
höchstmaß an Dynamik. Gerade hier ist der Konservatve gefragt, der die Entwicklung stets m Spannungsfeld
von Traditon und Innovation sieht. Progressismus und Traditionalismus (also die ideologische Ausgabe der
Tradition) führen hier nicht weiter.
Dr. Schlämmer: Tradition Das Christentum ist von Grund auf konservativ, d. h., es sieht die Entwicklung
stets im Spannungsfeld von Tradition und Innovation, getreu dem Wort des Apostels Paulus: „Prüfet alles,
das Gute behaltet“. Diese genuin konservative Haltung ergibt sich schon aus der Einstellung zum Alten
Testament, die diesen Teil der hl. Schrift nicht ablehnt, sondern fortentwickelt wird: z. B. wird aus
„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ das Gebot der Feindesliebe. Der Progressissmuss lehnt die Tradition und der
Reaktionär die Innovation ab, so daß beim Letzteren die Tradition zum Traditionalismus, also der ideologischen
Ausgabe der Tradition erstarrt, bis hin zum Epigonismus, der jede Veränderung überhaupt ablehnt. Konservativ
heißt also, an der Spitze des Fortschritts marschieren. Der Konservative ist also progressiv im Gegensatz
zum Progressisten, der eilfertig über die eigenen Beine stolpert. Natürlich boffen wir, daß die volle
kirchliche Einheit mit den Piusbrüdern gelingt. Hierdurch würde eine Dynamik freigelegt, die auch die
volle kirchliche Einheit mit den sonstigen gerennten Kirchen erleichtert. Wir dürfen in froher Erwartung
in die kirchliche Zukunft schauen.
Wieso ist das opus dei abgeglitten? Es handelt sich hier um eine Hoffnung der Kirche, von der wesentliche Impulse für die Wiederbelebung des Glaubenslebens ausgehen, wie wir aus St. Panthaleon, Köln, wissen! Die segensreiche Tätigkeit der opus-dei-Priester ist in Köln anerkannt und erfreut sich allgemeiner Hochachtung – abgesehen natürlich von den 68er, Relativisten und Genderhan sels, die ohnehin kein selbständig denkender Mensch ernst nimmt.
Wieso befindet sich opus dei im Niedergang? Die Gemeinschaft hinterläßt eher einen Eindruck wie in voller Blüten stehend, ihre Mitglieder machen einen ausgezeichneten Eindruck. Wir dürfen davon ausgehen, daß vom opus dei entscheidende Impulse zur Erneuerung der Kirche ausgehen!
#67 Tomas „Richtet nichtg, damit ihr nicht gerichtet werdet“! Wir sind nicht berechtigt, über Schuld
und Unschuld von getrennt lebenden Ehepartnern zu urteilen. Natürlich ist es vernünftig, getrennt lebende
Eheleute, wieder zusammenzuführen. Das ist aber u. U. ein langer Prozeß und damit Ziel und Ende der
seelsorglichen Begleitung und nicht der Beginn!
Wenn der Papst von Liebe nicht mehr versteht, als ein Fisch vom Radfahren, so versteht Herr Beck von der
Kirche nicht mehr, als eine Lüneburger Heidschnucke von der christlichen Seefahrt. Die Gleichsetzung
von KreuzNet und „Pro Köln“ ist eine reine Behauptung. Es ergibt sich die Frage, wer mit wem diskriminiert
werden soll.
Christus ist auferstanden! Abt und Ehe Der Abt bewegt sich hier auf einem sehr schnalen Pfad zwischen
zwei Abgründen. Denn selbstverständlich ist die Ehe unauflösbar, hieran läßt sicher auch der Abt
keinen Zweifel. Geschiedene dürfen schließlich uneingeschränkt zu den Sakramenten gehen, sofern sie
nicht (zivilrechtlich) erneut heiraten oder ohne Trauschein versorgungsrelevante Kontakte unter der Bettdecke
pflegen. Andererseits bedürfen Menschen in einer solchen Notlage der besonders liebevollen Zuwendung
der Kirche, unabhängig davon, ob sie in nicht hinnehmbaren Verhältnissen leben oder nicht. Denn wir
wissen nie, aus welcher Not heraus eine Verbindung zerbrochen ist. Gerade bei Unmöglichkeit eines Sakramentenempfangs
ist eine mitfühlende seelsorgliche Begleitung unabdingbar, wie sich aus dem Gleichnis des guten Hirten
ergibt. Schließlich sollen sich diese Menschen wegen fehlendem Sakramenenempfang nicht mehr der Kirche
entfremden, als sich zwangsläufig ergibt. Hier ist immer die Frage prüfen zu lassen, ob die Ehe überhaupt
rechtswirksam zustande gekommen ist.
Wenn die Familie Tilly für eine solche regelmäßige Liturgie zu ihren gunsten eine Stiftung hinterlassen
hat, so ist das doch in Ordnung. So eine Stiftung kann jeder von uns hinterlassen, der das notwendige
Geld hat. Es wird schließlich nicht gesagt, daß es die Liturgiefeier für Tilly die einzige Aufgabe
des Benefiziaten ist. Vogel: der Zölibat ist von Paulus eingeführt worden!
#52 Tomas: Lugo ist kein Zölibatsbrecher, denn der Zölibat bedeutet lediglich ein Heiratsverbot. Sofern
er reproduktionsrelevante Kontakte gepflegt hat, hat er damit genauso, wie jeder Laie, gegen das 6. Gebot
verstoßen, nicht mehr und nicht weniger. Das zur Rechtslage. Seit seiner Lasierung ist Lugo nicht mehr
an den Zölbat gebunden und darf daher kirchlich heiraten.
In meiner Eigenschaft als Altjosefiner (u. a. P. Günter Becker und P. Clemens Nodewald waren in mein er Klasse) bitte ich höflich um Mittelung der näheren Umstände. Wer ist z. Z. des Abbruchs Eigentümer der Gebäude? Findet sich kein anderer religiöser Nutzer? Daß die Redemptoristen in erheblicher Personalnot stehen, ist mir bekannt.
„Bischof kandidiert bei Präsidentenwahl“ Wir hatten das vor einigen Jahren bei Bischof Lugo in Paraguay.
Für den Wakampf wird der Biscof suspendiert und nach Gewinn der Wahl laiisiert. Das entspricht einer
Fortschreibung mittelalterlicher Praxis übertragen auf demokratische Staatsverfassung. Wurde im Mittelalter
ein Mítglied eines herrschenden Hauses -in Deutschland bis zum Reichsgrafen herunter – Priester, bekam
er die Zusage einer Entbindng vom Zölibat, sofern er als einziges männliches Mitglied seines Hauses
übrig geblieben ist, damit er für den Fortbesand der Herrscherfamlie sorgen kann. Nach Ende seiner fasmiliären
Verpflichtung komnte er wieder in den Klerikerstand zurückkommen. Genauso ist es bei Bischof Lugo und
dem hier genannten Bischof nach Ende der Präsidentschaft.
Natürlich sind normale römisch-katholische Kleriker und Laien konservativ! Der Konservative sieht die
Entwcklung immer im Spannungsfeld wischen Innovation und Tradition, gemäß der Forderung des Apostels
Paulus: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“ Der Progressive lehnt die Tradition und der Reaktonär die
Innovation ab. Wäre das Christentum progressiv, würde das Alte Testament kompromißlos abgelehnt. Vielmehr
ist z. B. der gesamte Psalter in das kirchlche Stundengebet aufgenommen worden. Wäre das Christentum
reaktionär, wäre alles beim Judentum geblieben.
Interessant, auf welche Nebensächlichkeiten die Auseinandersetzung über unseren neuen Generalvikar abgleiten!
Das Foto selbst íst ausgesprochen schlecht, es ist völlig unmöglich, Mons. Heße wiederzuerkennen,
wenn man ihn persönlich (z. B. in der Liturgie) erlebt hat. Das hier veröffentlichte Foto, wie er in
Wirklichkeit nicht aussieht, kann man mit Joh. 6,20 unterschreiben Vor seiner Aufnahme in das Metropolitankapitel
war Heße Subsidiar in der Apostelkirche in Köln. Nach der Sonntagsliturige um 11 Uhr ist er auf die
Messbesucher zugegangen, auf diese Weise habe auch ich ihn unmittelbar erlebt: ein guter Zelebrant und
Prediger mit verbindlichen Umgangsformen.
Ökumenische Trauung – evg. Pfarrer und r.-k. Priester gleichberechtigte Zelebranten – nicht: Leiter!
Leider sagt der Artikel nichts darüber, ob im Rahmen der Trauung Eucharistie gefeiert wird. Denn eine
evgl.-r.k. konzelebrierte Eucharistie ist ganz sicher etwas bisher nie da gewesenes, jedenfalls nicht
im Rahmen des Kirchenrechtes. Im Übrigen werden Gottesdienste nicht geleitet oder vorgestanden, sondern
gefeiert. Der hiervon abweichende Sprachgebrauch zeugt von einem stark profanisiertem Liturgieverständnis.
Onkel Heinz: Es geht eben nicht nur darum, ob der Mensch einwandfrei funktioniert, sondern auch um seinen
Charakter, also um den ganzen Menschen! Betätigt sich jemand privat als Taschendieb, so hat das nach
Ihrer Auffassung gleichgültig zu sein, erst wenn er seine Kollegen bestiehlt, darf der Arbeitgeber eingreifen?
Witz?
Die Hetze über Mons. Schwaderlapp ist in keiner Weise nachvollziehbar. Im Generalvikariat hat er, wie
von Mitarbeitern zu hören ist, einen ausgezeichneten ruf. Er gilt als fair, aufgeschlossen für ein Gespräch
und durchsetzungsfähig und hat damit alle Qalitäten einer Führungskraft. Auch seine Personalenscheidungen
gelten als kompetent. Msgr. ist laut Presseveröffentlichungen nicht Mitglied des opus dei, steht ihm
jedoch nahe. Im Übrigen: was haben manche Leute hier gegen das opus dei?
Die Linken kritisieren Gauck wegen völlig korrekten Handelns, aber wo er wirklich Fehler macht, haben
sie keinerlei Bedenken. Da sieht man doch, wie wenig ernst diese LLeute zu nehmen sind! Es kommt eben
nicht nur daraf an, wie die 68er und andere Ideologen meinen, daß der Mensch einwandfrei funktioniert,
sondern auf den ganzen Menschen, seinen Charakter, sein Rükgrad usw. Als Verantwortungsträger brauchen
wir Menschen mit Rückgrad und nicht nur mit Wirbelsäule!
Es ist ja recht lustig: zuerst einen Patchwork-Präsidenten und jetzt einen Haremspräsidenten! Da Gauck
evangelisch ist, ist hier evanelisches Kirchen- bzw. Eherecht zugrundezulegen! Die reformatorischen Kirchen
anerkennen durchweg Ehescheidungen und erlauben eine anschließende erneute kirchliche Trauung. Hiernach
ist die causa Gauck zu beurteilen. Gauck ist zudem evangelischer Pfarrer. Als solcher hat er sich aber
nicht scheiden lassen, sondern lebt lediglich getrennt von seiner Ehefrau, d. h., seine Ehe besteht auch
nach evangelischem Kirchenrecht unverändert weiter. Dassselbe gilt für das bürgerliche Recht. Auch
hiernach besteht die Gauck-Ehe mangels Scheidung unverändert weiter. Hieraus folgt: sowohl nach evangelischem
Kirchenrecht als auch nach bürgerlichem Recht führt Gauck mit seine jetzigen „Lebensgefährtin“ ein
ehebrecherisches Verhältnis. Damit ist er sowohl als Pfarrer, als auch als Bundespräsident völlig untragbar.
Das wird leider von unseren minus capaces, wie z. B. 68ern, politisch korrekten, Liberalisten, Sexoromantikern
usw. völlig übersehen. Hierzu gehört offenbar auch Herr Glück als oberster deutsche Laienkatholizist
(und nicht etwa Katholik). Wie sollen verantwortungsbewußte Eltern ihrem Nachwuchs ehelische Treue noch
als unabdingbaren Wert vermitteln, wenn selbst der Bundespräsident in öffentlichem Ehebruch lebt? Armes
Deutschland!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
zu Gauck: erst einen Patchwork-Präsidenten, jetzt einen Haremspräsidenten! Gute Nacht, Deutschland!
Herrn Glück kann man nur mit dem Mantel mtleidigen Schweigens umhüllen.
Zu #7 „Günstling der Götter“ Es ist eben nicht egal, ob ein Bundespräsident ohne Trauschein zusammenlebt
oder nicht! Als Staatsoberhapt benötigen wir unbedingt jemanden, der in jeder Hinsicht Vorbild ist. Ein
Mensch, der schon für eine eheliche Bindung nicht die notwendige Reife besitzt, ist für eine solce Aufgabe
(d. h des Bundespräsidenen) völlig untragbar. Wulff als Patchworkpräsident war schon nicht gerade unproblematisch.
Es war zu lesen, daß er seine 1. Ehefrau, mit der er kirchlich nach wie vor verheiratet ist, recht schofel
behandelt haben soll. Wenn das stimmt, war er als Bundespräsident schon alleine deswegen untragbar. Im
Übrigen sollte ein Staatsoberhaupt immer im Einlklang mit seiner Kirche leben, soweit er einer angehört.
Der Katholik Wullff war wegen seiner ungeordneten Familienvernältnisse schon ungeeignet. Jetzt haben
weitere Unregelmäßigkeiten zu seinem Rücktritt geführt. Gauck kann man als evangelischem Christen
seine Ehescheidung nicht vorwerfen, weil diese Kirche Ehescheidung und kirchliche Wiederverheiratung kennt.
Untragbar ist sein Zusammenleben ohne Trauschein. Wir dürfen hoffen, daß Gauck hier vor Amtsantritt
noch unbeanstandbare Verhältnisse schafft. Ferner dürfen wir hoffen, daß keine strafrechtsrelevanten
fürheren Tatbestände aus seiner Zeit unter der SED-Herrschaft bekannt werden, damit Gauck keine Neuauflage
von Wulff wird.
zu #88 Teilzeitheldin Es geht darum, daß die Kinder nach der Schule daheim sind, und nicht darum, die
Schule völlig durch das Elternhaus zu ersetzen! D.h., es geht um ein sowohl, als auch!
Die hier genannten Gründe unserer Kinderlosigkeit treffen zwar zu, sind aber bei weitem nicht vollständig!
Völlig ausgeblendet wird die zum Teil auf die hier angeführten Tatsachen zurückgehende Häufigkeit
voin Ehescheidungen. Ein ganz besonders hervorzuhebender Grund ist die Verunglimpfung von Müttern, die
ihre Kinder gesunderweise selbst erziehen wollen, als Heimchen am Herd und das geplante Betreuungsgeld
als Herdprämie. Solange die Arbeit einer Mutter so in unverantwortbarer Weise abgewertet und diffamiert
wird, ist die Neigung zur Reproduktion verständlicherweise extrem niedrig. Gesunde Eltern wollen ihre
Kinder selber erziehen und ihnen die in ihrer Familie überlieferte Wertrordnung uneingeschränkt mitgeben.
Eine staatlicherseits, durch widrige wirtschaftliche Umstände oder fehlende Anerkennung erzwungene unformierte
Einheitserziehung ist eine geradezu unerhörte Zumutung für jedes gesund entwickelte Elternpaar.
#13: Herzlichen Dank an Gotthard für die Veröffentlichung des Originals des hier kritisierten Artlels.
Daß Pfr. Oblinger Nachfolger von Msgr. Ortwin Gebauer wird, spricht ausdrücklich nur für ihn, denn
Gebauer ist seinen Weg zum Priestertum völlig selbständig gegangen. Er hat schon als Schüler des Gymnasiums
in Köln-Deutz, Ministrant und St.-Georgs-Pfadfinder in Köln-Rath, also als Jugendlicher, genau gewußt,
wo es lang geht und ein tief religiöses Leben geführt. Die Pfarre kann sich beglückwünschen, einen
solchen Priester gehabt zu haben. Wir dürfen hoffen, daß der Nachfolger den Standards gerecht wird,
die Gebauer gesetzt hat.
Kardinal bzw. Pater Becker SJ: die Kardinäle erhalten seit dem Konzil überhaupt keinen roten Hut mehr, sondern als Kopfbedeckung ausschließlich ein rotes Birett!
Abt Martin Werlen: das Wort „vorstehen“ im Zusammenhang mit der hl. Messe steht völlig zu recht in Gänsefüschen. Denn die hl. Liturgie wird nicht vorgestanden, sondern gefeiert!!!!!!!!!!!!!!!!!!
#30: Warum soll die hl. Messe nach den Reformen durch VATII nicht gültig sein? Sicher kann man über
das Gelingen der Reformen geteilter Meinung sein, aber das ändert nichts an der Gültigkeit. Jede Kirche
hat über die Liturgiegestaltung eine gewisse Autonomie, so lange bestimmte Grundvorausetzungen nicht
angetastet werden. Das wichtigste sind die Wandlungsworte. Daß die römische Liturgei, wie sie seit dem
Konzil von Trient gefeiert wird, stimmt einfach nicht. De römische Liturgei geht vielmehr auf die von
Alexandrien zurück, genauso, wie die byzaninische auf Antiochien zurückgeht. In diesen beiden geistigen
Zentren des Altertums haben alle christlichen Litiurgien, die auf das im NT geschilderte letzte Abendmahl
und den jüdischen Tempelkult zurückgehen, ihre Ausformung gefunden.
#Altliberal Eine gültige Bischofsweihe können Sie sich von jedem Vagantenbischof „besorgen“. Diese Bischofsweihen
sind jedoch unerlaubt und mit der Stafe der Exkommunikation für Spender und Empfänger verbunden. Hieraus
folgt, Sie haben durch eine solche Weihe ausschließlich Nachteile und keinen einzigen Vorteil!
Kardinal Angelo Scola ist nicht nach Mailand befördert, sondern degradiert worden, denn Venedig ist kein
Erzbistum, wie der Verfasser irrtümlich behauptet, sondern Patriarchalbistum, weil das Oberhaupt der
Eparchie ein Titularpatriach ist, der zwar nur Metropolitangewalt hat, wie jeder andere Metropolitanerzbischof
auch, aber den Patriachentitel führt. Der Patriachentitel kommt sonst nur dem Oberhaupt einer ecclesia
sui iuris zu, wie z. B. dem Oberhaupt der melkitischen Kirche. Das ergibt sich aus dem Wappen des veniziansichen
Patriarchen, der nur das Doppelkreuz der Metropoliten, nicht jedoch das dreifache Kreuz der Patriarchen
führt. Er timbriert jedoch in seinem Wappen mit mit beiderseitig mit je 15 Quasten, wie ein Patriarch,
wohingegen der Metropolit nur mit 10 Quasten timbriert. Im Unterschied der Kardinäle, die immer mit je
15 Quasten trimbrieren, sind die Quasten des Patriarchen grün, genauso, wie die von Erzbischöfen (je
10 Quasten) und Bischöfen (je 6 Quasten) wohingegen die Quasten eines Kardinals rot sind. Man kann also,
genaso, wie bei den Schulterklappen der Militärs, am Wappen eines Klerikers genau seinen Dienstgrad erkennen.
Venedig hat den Patriarchentitel aus Auilea geerbt, als dieses Patriarchat aufgelöst worden ist. Diese
Stadt hat heute nicht enmal einen eigenen Bischof.
#43: Herzlichen Dank für hre Ausführungen, denen ich erne zustimme. Wir dürfen gespannt sein, welche
Konvente folgen. Bei den Orden mit nicht selbständgen Häusern scheint die Gefahr nicht so groß, weil
man Streithansel und Opponenten durch Versetzung auseinanderbringen kann.
Zum Thema „Gehorsam“: Bei einer Konferrenz der Ordensoberen klagt der Benediktinerabt: „Der Gehorsam im
Orden wird ein immer größeres Problem. Jeder will es besser wissen, was zu tun ist.“ Er fragt den Jesuitenprovinzial:
„Die Jesuiten legen doch größten Wert auf Gehorsam. Wie schafft ihr es, daß dieser eingehalten wird?“
„Da hilft uns ein Trick“, antwortet dieser. „Der Obere fragt zuerst jeden Untergegbenen, was dieser will,
und das schreibt er ihm dann verbindlich vor.“ Mischt sich der Zisterienserabt ein: „Manche Ordensleute
wissen doch garnicht, was sie eigentlich wollen. Was macht ihr mit diesen?“ „Ganz einfach“, antwortet
der Jesuit, „die werden die Oberen.“
Das größte Problem der Kirche sind leider immer noch die 68er, die sich ständig im Kreis von irgendwelche
nStrukturproblemen drehen. Denn laut dieser Ideologie sind durch Strukturänderung alle Probleme lösbar.
In Wirklichkeit geht es natürlich um eine glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums. Das klappt aber
nur dann, wenn wir alle ein glaubwürdiges christliches Leben führen. Hieraus folgt zwingend: wir alle,
jeder von uns, muß bei sich selbst anfangen. Nur, wer sich selbst verändert, kann auch die Welt verändern.
Eines der besten Bespiele ist das offenbar nur wenigen bekannte geistliche Leben von Papst Johannes Paul
II… Damit haben die gesamten Auseinandersetzungen um Machtverteilung, Klerikat der Frau usw. lediglich
Allibicharakter.
Mit Interesse habe ich Anfang der Siebziger Jahre erlebt, wie zu Beginn der Regierungszeit von Abt Dr.
Placidus Mittler jedes Jahr etwa zwei neue Leute eingetreten sind. Natürlich stellt sich nun die Frage,
warum alle diese Leute wieder weg sind. Das liegt vermutlich nicht am damaligen Abt. We wir aus der Abtei
Weingarten wissen, ist die Macht einer kleinen Quertreibertruppe u. U. so groß, daß sie ein ganzes Kloster
zerstört. Wie zuweilen durchsickert, waren die angegebenen wirtschaftlichen Gründe nicht die Hauptursache
für die Auflösung der Abtei. Wir dürfen nicht vergessen, daß es Ende der 60iger Jahre schon Probleme
durch den Abt Dr. Alkuin Heising gegeben hat, der sich hat laisieren lassen, und, soweit damals bekannt,
selber das Problem war. Er hat für seinen Austritt irgendwelche gesamtkirchlichen Gründe vorgeschoben,
gegen die er mit seinem Schritt protestieren wollte.
Lycobates #81 Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Beschreibung, deren Inhalt mir unbekannt war. Es
ist daher zu begrüßen, den kirchenrechtlichen und glaubenbehogenen Hi tergrund zu veröffentlichen.
Mit Ablehnung habe ich allerdings nicht eine grundsätzliche Infragestellung gemeint, sondern lediglich
die Ablehnung für den eigenen Gebrauch. Also noch einmal: herzlichen Danf für Ihre wichtigen Ausführungen!
Ablass – Ökumene Ökumene bedeuet keine Angleichung im Sinne einer Unifoirmierung, die es in der Christenheitn
ohnehin nie gegeben hat. Es geht hier darum ,daß die einzelnen eile der einen, aber gespaltenen Kirche
sich gegenseitig in ihrer jeweiligen Einzigartigkeitg anerkennen unger der Frage, was ist zur Aufnahme
der vollen Kirchengemeinschaft notwendig. Der Ablaß spielt hier ganz sicher keine Rolle, weil er – obwohl
ausschließlich in der r.-k. Kirche bekannt – keine verpflichtende Frömmigkeitsübung ist, also auch
von einem römischen Katholiken abgelehnt werden kann, ohne damit an seiner Katholizität zu zweifeln.
zu #77 Vineta, der wirklich Arme Es geht im Gegensatz zur Auffassung der 68er immer um den banzen Menschen,
nicht nur um seine beruflichen Fähugkeiten. Denn eine Führungskraft sollte, wenn ernst genommen werden
will, auch menschlich einwandfrei sein.
Der Verfasser übersieht, daß es nicht um Katholizismus, sondern um Katholzität und nicht um Ökumenismus,
sondern Ökumene geht. Mit der Ökumene erfülle die christlichen Kirchen den in den Abschiedsreden dokmentierten
nachdrücklichen Auftrag um Einheit. Es geht darum durch gemeinsames vertieftes Eindringen in die Wahrheit
zu einem gemeinsamen Wahrheitsverständnis zu kommen. Da hier keine Eucharistie gefeiert wird, verstößt
der ökmenische Gottesdienst nicht gegen das Kirchenrecht. Außerdem ist Epiphanie im Rheinland kein gebotenet
Feiertag, so daß auch unter diesem Gesichtspunkt keine kirchenrechtlichen Einwände besehen.
Wulff hat auf mich schon immer einen aalglatten Eindruck gemacht, wie er z. seine 1. ehefrau verlassen
hat und, obwohl als r.-Katholk der Unauflöslickeit dieser Ehe verpflichtert und trotz eines Kindes aus
dieser Ehe (nur standesamtlich) erneut geheiratet hat. Soweit für mich erkennbar, hat seine jetzige Partnerin
ihn gut im Griff, so daß sich die Frae ergibt, ob sie ihn nicht etwa von seiner Ehefrau geklaut hat.
Besagte Aalglätte läßt sich auch bei seinem Umgang mit seinen umstrittenen Finanzaktionen erkennen.
Wulff sollte möglichst bald zurücktreten: besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Was tut Pfarrer Burgstaller in der Trappistenabtei? Ist er ewa Trappist? Dann ergibt sich aber die Frage, was ein Trappist auf einer Pfarre zu suchen hat.
Der Bericht enthält sachliche Fehler: 1. Verwechselt der Biscbof Zölibat und priesterliche Ehelosigkeit.
Der Zölibat geht auf 1. Tim. 3,1 ff. zurück und bedeutet lediglich eine Zweitehe als Weihehindernis.
Später wurde ein grundsätzliches Heiratsverbot nach der Diakonenweihe daraus. So ist es in den Ostkirchen
bis heute. Lediglich für Bischöfe ist eine bestehende Ehe ein Weihehindernis. 2. Den weiblichen Diakonat
hat es in Byzanz und möglicherweise weiteren Ostkirchen mit Ansnahme von Alexandrien gegeben. Wie sich
auch der Weiheformulierung ergibt, durften Diakoninnen keine liturgischen Dienste verrichten, wohl aber
in derselben liturgischen Kleidung, wie Diakone, hinter der Ikoinostase an der Liturgie teilnehmen. In
Rom und Alexandrien hat der weibliche Diakonat also keine Tradition. Da er von einer Reihe von Theologen
lediglich als „Einstiegsdroge“ für den weiblichen Klerikat gefordert wird, ist dringend davon abzuraten.
3. Daß die katholische Morallehre durch die normative Kraft des faktischen infrage gestellt wird, ist
barer Unsinn! Es besteht und bestand immer ein Spannungsverhältns zwischen gesellschaftlichem und kirchlichem
Wertverständnis: die Gesellschaft setzt auch von Lieschen Müller einhaltbare Mindestnormen, die Kirche
hingegen Höchstnormen als Orientierungspunkte für den gesunden, sauberen und selbständigen Normaldenker,
der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geistig, geistlich und menschlich-moralisch wachsen will. Ohne
Forderung kein Wachstum!
Die Kirche hat den Absolutheitsanspruch nicht preisgegeben. Katholizität ist eben weit mehr, als Katholizismus! „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, so schreibt der Apostelschüler und Martyrer Ignatius von Antiochien. So führen auch heute noch die Ostkirchen in ihrem vollen Namen die Bezeichnung „katholisch“. Wir müssen unterscheiden zwischen katholisch, römisch-katholisch (also der Kirchen, die mit dem römischen Papst in voller Kirchengemeinschaft stehen) und der lateinischen Teilkirche, die mit Abstand die größte Gruppe innerhalb der römisch-katholischen Kirche ist.
Sohn der Witwe: Die Mutter des Herrn ist eindeutig nicht „fremd gegangen“, denn wir lesen ausdrücklich, daß das angekündigte Kind von Hl. Geist ist. Zwar geht das über unsere heutige wissenschaftliche Erkenntnis deutlich hinaus, aber das besagt doch nichts gegen den Warheitsgehalt dieser Botwchaft!
Pius: Daß es Mißbräuche gibt steht außer Zweifel. Das besagt aber doch nichts über das Eucharistieverständnis
der r.-k. Kirche! Die Kritik besagter Mißbräuche ist daher berechtigt, aber es ist ausgesprochen unsachlich,
von einzelnen Mißbräuchen auf den Glauben der Gesamtkirche zu schließen. Löwenherz: Kirchensteuer
und die Besoldung der Bischöfe sind zwei Paar Stiéfel mit unterschiedlicher Rechtsgrundlage, haben also
nichts miteinander zu tun: Kirchenseuer kann jede Rekigionsgemeinschaft erheben, die die im Gesetz hierzu
genannten Voraussetzungen erfüllt. Die Erhebung der genannten Steuer ist eine Dienstleistung des Staates,
für die er von den Kirchen honoriert wird, d. h. die Erhebung geht nicht zulasten der kirchlich nicht
gebundenen Steuerzahler. De Besoldung der Bischöfe und Domkapitel sowie weiterer vom Staat unabhängig
von der Kirchensteuer erbrachten Leistungen gehen auf den Reichsdeputationshauptschluß zurück. Der Staat
hat sich verpflichtet, aus den Erträgen der enteigneten Güter die genannten Leistungen zu erbringen.
Eine Ablösung dieser Leistungen ist ausscließlich durch Rückübertragung der enteigneten Güter an
die Kirche möglich. Hierbei ergeben sich verständlicherweise technische Probleme, die besagte Rückübereignung
weitgehend ausschließen. Es bleibt daher kaum etwas anderes übrig, als es bei der bisherrigen Finanzierung
von Biscöfen und Domkapiteln zun belassen
Wir lesen leider nicht, warum der Pfarrer versetzt wurde: handelt es sich um eine Beförderung oder eine
Strafversetzung? Auch aus den Erzählungen der Juendlichen ergibt sich nichts Genaues: man hört lediglich
Bedauern, jedoch keine Kritik an der bischöflichen Behörde. Daher kann man sich aus dem Artikel kein
Urteil bilden.
Schmidberger: Es stimmt einfach nicht, daß wir Katholiken in der Eucharistiefeier ein reines Gedächtnsmahl
sehen. Hier verwechselt er woh das evangelische und das katholische Verständs für Eucharistie bzw. Abendmahl.
Eine vertiefte Beschäftigiung mit den Piusbrüdern bestärkt mich in meiner Erkenntnis, daß diese Leute
offenbar in einigen Dingen, so auch hier, völlig falsch liegen. Über die Frage, ob wir Christen und
die Moslems denselben Gott anbeten, streiten sich die Religionswissenschaftler völlig zu Recht. Wieso
kommt Schmidberger dazu, das Ergebnis der wissenschaftlichen Auseinandersetzung vorweg zu nehmen? Kann
es nicht auch sein, daß wir Christen und die Moslems (sowie weitere Religionen) lediglich unterschiedliche
Bilder und Verständnisse ein und desselben Gottes haben? Da es nur einen einzigen Gott gibt, der Schöpfer
des gesamten Kosmos ist, liegt dieser Gedanke jedenfalls nahe.
Nach heutiger Erkenntnist die offenbar immer noch benutzte Luther-Übersetzung falsch, die behauptet, Maria und Josef seien nur verlobt gewesen und nicht schon verheiratet, denn sonst hätte Josef Maria nicht einfach zu sich nehmen können. Damals ist man nach Verheiratung nicht sofort zusammen gezogen. Vor dem Zusammenziehen hat es keine erneute relgiöse Zememonie gegeben.
Lorenz: tieferes Eindringen in die Wahrheit: Lesen Sie die Kirchengeschichte, sehen Sie doch den Wahrheitsgehalt
meiner Aussage, beginnend bei den ersten Chrsten und sich fortsetzend in den christologischen Dogmen.
Auch die Mariendogmen sind letztlich christologische Dogmen. Ein Dogma hat übrigens nie neue Wahrheiten
verkündet, sondern war immer ein Abschluß einer Entwicklung. So wurde z. B. vor Verkündigung des Dogmas
über die leibhaftige Aufname Mariens der gesamte Episkopat befragt, der den Glauben an diese Wahrheit
bestätigt hat. Auch die Orthodoxie bekennt sich zu dieser Glaubenswahrheit und feiert sie genauso, wie
wir, am 15. August. Kritische Fragen Un- oder andersgläubiger sind auch nach meiner persönlichen Erfahrung
Anlässe, vertieft über die infrage gestellten Wahrheiten nachzudenken und so den Glauben an sie zu festigen.
Wer fest im Glauben steht, der wird durch solche Fragen noch gefestigter, wohingegen nicht Gefestigte
Gefahr laufen, ihren Glauben zu verlieren: „Wer hat, dem wird noch dazu gegeben, wer aber nicht hat, dem
wird das Wenige, das er hat, auch noch genommen. In der Ängstlichkeit der Pius-Brüder sehe ich vor Allem
Angst vor einem Infragestellen lassen unseres Glaubens, also einen Mangel an Glauben an den Heiligen Geist.
Schließlich hat Angst etwas mit Enge zu tun. Ziel von VATII war es aber die Kirche aus der ideologischen
Enge des Katholizismus zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität.
Reproduktionsrelevante Kontakte außerhalb der Ehe sind schon mit Rücksicht auf den nie mit 100 %iger Sicherheit verhinderbaren Nachwuchs an Verantwortungslosigkeit unüberbietbar. Wie soll man dem Nacwuchs erklären, daß er seine Exsenz lediglich einem Mallheur seiner Elern verdankt?
Tomas: Die Verpflichtung des Staates, alle Religionen zu schützen, ergibt sich aus dem Konzilsdokument
der Religionsfreiheit, das wiederum in der Schöpfiung gründet, nach der Gott wissenschaftlich nicht
zwingend beweisbar ist. Narürlich geht es um die Einheit in der Wahrheit. Die katholische Kirche ist
im Vollbesitz der Wahrheit. Eine andere Frage ist freilich, inwieweit wir diese Warheit in ihrer ganzen
Tiefe bereits erkannt haben. Hierum geht es in der Auseinandersetuung der christlichen Konfessionen, gemeinsam
immer tiefer in die uns allen gemeinsamen Wahrheit einzudringen, denn unsere menschliche Erkenntnis ist
nun einmal Stückwerk. Die gesamte Kirchengeschichte kann auch als die Geschichte der immer tiefer erkannten
Wahrheit verstanden werden.
Tomas: Ihrer Äußerung steht die in der Schöpfung begründete und von Kirche im Rahmen von VATII anerkannte Religionsfreiheit entgegen. Der Staat hat alle Religionen zu schützen!
Zunächst einmal geht es nicht um Ökumenismus, sondern Ökumene. In den Abschiedsreden Jesu Christi lesen
wir, wie sehr Ihm die Einheit aller am Herzen liegt, so daß eine Ablehnung der Ökumene einer Ablehnung
des Willens des Herrn selbst gleichkommt. Die Religionsfreiheit, um die es hier ebenfalls geht, ist in
der Schöpfung selbst begründet. Denn bekanntlich können wir Gott wissenschaftlich nicht zwingend beweisen.
Gott hätte sich in seiner Allmacht aber durchaus einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung öffnen
können. Daß Er das nicht getan hat, ist ein unwiderlegbarer Beweis dafür, daß Er das auch nicht gewollt
hat. Was will Gott und damit sagen? Die Antwort ergibt sich aus 1 Joh. 4, 16b: „Gott ist die Liebe, und
wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“. Gott will also nicht wissenschaftlich bewiesen
(dann könnte man mit Ihm respektlos experimentieren!), sondern in Liebe erkannt werden. Wer Ihn aber
in Liebe erkennt, erkennt Ihn im täglichen Leben, in der Wissenschaft und im ganzen Kosmos.
Forum: Mariawald Abt Otto hat tatsächlich äußerst segensreich gewirkt. Exprior Bernhardin Schellenberger
ist heute verheiratet. In seinem Buch „lieber Hausmann als Kirchenmann“ hat er seinen Lebensweg veröffentlicht,
auch, wie er von seiner späteren Ehefrau regelrecht übertölpelt worden ist, ohne es zu merken! Der
genannte ehemalige Pater Franciscus Heeremann OCSO (Neffe des gleichnamigen ehemaligen Bauernpräsidenten)
hat einmal in der genannten OSB-Abtei bei Heidelberg Konventsexerzitien gehalten, die den Konvent so stark
beeindruckt haben, daß sie ihn zum Abt haben wollten und auch bekommen haben. Er hat Mariawald in vollem
Frieden verlassen, ein großer Teil des damaligen Konventes ist zu seiner Abtweihe nach Heidelberg gekommen,
er hat Mariawald auch schon besucht.
Es ist richtig, daß r.-k. Kirche an der Unauflöslichkeit der Ehe festhält, sie erfüllt damit voll
den mehrfach bekundeten Willen des Herrn. ‘ Eine andere Frage sind die Probleme mit der großen Zahl gesceiterter
Ehen, der Wiederheirat dieser Geschiedenen. Wenn es stimmt, daß heute die Hälfte der Ehen geschieden
werden, führt das auf längere Sicht dazu, daß die Hälfte der Katholiken von den Sakramenten ausgesclossen
sind. Hier ergibt sich die Frage, ob die Kirche hier tatenlos zusehen darf. Ein Beispiel aus der Praxis:
ein mir bekanntes römisch-katholisches Ehepaar, kirchlich getraut, hat sic scheiden lassen, weil die
Ehepartnerin (Dr. habil) einen Ruf an eine amerikanische Uni erhielt. Der Ehemann war Beamter in der Rats-Laufbahn
und konnte ihr daher nicht folgen. Nach fast 20 Jahren ist die geschiedene Ehefrau wieder nach Deutschland
zhurückgekommen, und das Paar hat erneut standesamtlich geheiratet (kirchlich bestand die Ehe ja noch).
Solche Fälle müssen wir bei der Frage nach der derzeitigen kirchlichen Praxis natürlich auch berücksichtigen.
Bei der Frage nach er Priesterehe sollten genau gesagt werden, was deren Befürworter eigentlich wollen:
die Zulassung von Verheirateten zum Priesteramt unter Beibehaltung des Zölibates, oder sollen auch geweihte
Priester heiraten dürfen.
Leo Miles: Abtreibung Es sind nicht irgendwelche Frauen, die irgendwelche Kinder abtreben, sondern Mütter,
die ihre eigenen noch ungeborenen Kinder abmurxen lassen! Hierbei bleibt die Rolle der Väter, die nicht
selten die Mütter zu ihrem schändlichen Tun drängen und daher oft die eigentlich Schuldigen sind, leider
völlig außer Betracht!
Kardinal Meisner Auf enen groben Klotz gehört ein grober Keil! So ist es hoch erfreulich, dass ein führender
Vertreter den Linken eine passende Antwort gibt!
Der Artikelschreiber hat leider Recht. Der Fehlbetrag an Kindern entspricht recht genau der Anzahl der
abgetriebenen Kinder. Wird in Deutschland über die Probleme der Sozialsysteme verhandelt, fehlt der hier
genannte Grund regelmäßig. Man verplempert Zeit, indem man um den heißen Brei herum redet.
Eine gute Entscheidung! Auch dien Orthodoxen essen mittwochs und freitags kein Fleisch. Wer ohnehin Vegetarier
ist, kann freitags auf andere Speisen verzichten. Außerdem hat die Enthaltung von Fleischspeisen in aller
Regel auch positive gesundheitliche Auswirkung, so daß hier für Seele und Leib gut gesorgt ist!
„Dialogveranstltungen“ sind Grundvoraussetzung für jede ehrliche Begegnung. Die Bebhauptung, daß solche
Veranstaltungen als solche scnon ausreichen, entspringt der 68er Ideologie, die alle Probleme auf reinn
organisatorischer Grundlage lösen wollen und damit natürlich scheitern. Es kommt vielmehr auf das „Wie“
an, also auf ein Gespräch auf augenhöhe Offenheit und Überzeugingskraft. Man muß sich gegenseitig
ernst nehmen und die Vertreter der Kirche müssen sich immer an das „Obsculta“ der Regel OSB halten. Denn,
das entspricht meiner persönlichen Erfahrung mit anders Denkenden, bringt uns die ehrliche Auseinandersetzung
selbst mit einem kirchenfeindlichen Gegnüber oft den eigenen Glaubenshintgergrund näher. Das habe ich
z. B. in diesem Forum vor Jahren in einem langen und ausführlichen Austausch mit „DDL“ p. m. erfahren.
Ruhrgebietler: Konzil Es stimmt nicht, daß es die Anhänger von VATII waren, die Mons. Wagner weggemobbt
haben, sondern es waren 68er, die vorgeben, sich auf das Konzil zu berufen. Denn bekanntlich steht das,
was gemeinhin als Geist des Konzils ausgegeben wird, dem tatsächlichen Geist des Konzils völlig entgegen.
So behaupten die 68er, durch die Aufhebung des Unterschiedes zwischen Heiligem und Profanem sei jetzt
alles Profan und begründen damit ihre Ehrfurchtslosigkeit. Dem tatsächlichen Geistdes Konzils entspricht
aber die Auffassung, durch den Aufhub des genannten Gegensatzes ist alles heilig und damit ehrfurchtsvoll
zu behandeln. Absicht des Konzils war es, die katholische Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus
zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Die vom Katholizismius hintgerlassene
Lücke haben die 68er aber mit ihrer eigenen Ideologie gefüllt, so daß die letzten Dinge tatsächlich
schlimmer sind, als die ersten.
Deutsche Bischöfe üben Druck auf Papst aus… Sofern diese Meldung tatsäüchlich stimmt, wäre das
eine ungeheuere Anmaßung! Seit wann benötigt der Papst Richtlinien von der DBK? Als wenn er nicht selbst
wüßte, was zu tuen ist.
Dem Kardinal Meissner ist zuzustimmen: die Handkommnunion kann genauso ehrfürchtig empfangen werden, wie die Mundkoimmunion, m. E. sogar noch ehrfürchtiger, wenn man den Leib des Herrn in seiner Hand sieht und dann langsam zum Munde führt. Ich gehöre daher zu den Anhängern der Handkommunion, selbstverständlich ohne die Mundkommunion abzulehnen. Beride Formen haben, wie Kardinal Meissner zutreffend feststellt, ihre volle Berechtigung.
Wir müssen unterscheiden zwischen dem Glauben der Kirche und dem Glaubensverständnis des Kirchenvolkes.
In seiner Auffsssung von der neuen Liturgie hat Gotthard sicher Recht. In der Kathechese wird, soweit
ich gelegentlich höre, ohne irgendwie beruflich oder ehrenamtlich damit in Verbindung zu kommen, tatsächlich
ein verdünntes Chtistentim gelehrt, das sich auf das (natur)wissenschaftlich beweisbare beschränkt und,
wenn das wirklich so ist, mit der Lehre der Kirche nur noch wenig gemeinsam hat. Positive Beispiele heutiger
Erstkommunionvorbereitung sind mir aus der Kupfergasse in Köln bekannt, wobei ich die Entwicklung nach
der Pensionierung von Herrn Prälat Plenker allerdings nicht mehr mitbekommen habe. Soweit erkennbar fehlt
völlig eine ausführliche Erklärung über Gott als die Liebe, als deren Ebenbild wir geschaffen sind,
und welche Anforderung diese Wahrheit an uns stellt. Es ist letztlich der Punkt der Gewissenserforschung
schlechthin, wie wir in unserem allltäglichen Denken, Reden und Handeln uns von dieser Grundlage aller
Wahrheiten leiten lassen. Daß eine solche Haltung der 68er Ideologie völlig entgegengesetzt ist, versteht
sich von sebst.
Abu: Islamische Gotteshäuser in Deutschland Gegen den Bau von islamischen Gotteshäusern in Deutschland
wäre nichts einzuwenden, wenn die Christen in islamischen Ländern ebenfalls uneingeschränkt Kirchen
bauen dürften.
Alte und neue Liturgie Unabhängig davon, was der Verfasser unter einer Disco-Messe versteht, weiß ich
aus eigener Anscbhaung (Ministrant von Oktober 1952 bis April 1967), daß Beat-Messen mit einem teilweise
Höllenlärm auch vor dem Konzil gesungen wurden. Daß seit Jahrzehnten kaum noch gebeichtet wird, hängt
in keiner Weise mit VATII zusammen! Alleinige Ursache ist vielmehr die 68er Ideologie, nach der alleine
die Wünsche des Menschen höchste Wirklichkeit besitzen. Es versteht sich von selbst, daß unter diesem
Verständnis Sünde unmöglich ist, d. h., der Mensch kann nach diesem Verständnis überhaupt nicht schuldig
werden. Wer nicht sündigt, braucht natütlich nicht zu beichten. Daß dieser in sich logische Denkansatz
natürlich völlig wirklichkeitsfremd und damit falsch ist, weiß jeder selbständige Normaldenker.
Ruhrgebietler: Liturgie Ich was selber biritueller Ministrant (römisch – sowohl vor, als auch nach dem
Konzil – und byzantinisch und bin daher in beiden Riten gleichermaßen zu hause) und habe ferner auf Philoxenia-Tagungen
eine Reihe vorchalcedonensicher Litutgie einschließlich Ostsyrer, Kopten und Äthiopier kennen gelernt,
so daß meine Feststellung auf eigener Erfahrung beruht.
Ruhrgebietler: Alte Liturgie Damit kein Mißverständnis entsteht, noch einmal: ich habe mit meinen Ausführungen
in keiner Weise gegen die alte Liturgie Stellung genommen. Ich kann Ihnen jetzt kein Buch nennen, mein
Wissen habe ich zu diesem Thema aus den ostkirchlichen Seminaren der Benediktinerabtei Niederaltaich.
Meine Ausührungen wird Ihnen jeder Liturgiewissenschaftler bestätigen. Denn es ist doch klar, daß im
Tempel von Jerusalem nicht nach dem heutigen römschen Messformular zelebriert wurde. Das ergibt sich
schon aus der Vielzahl der heutigen Liturgien, die alle ohne Ausnahme auf den jüdischen Tempelkult zurückgehen.
Sie finden in allen Liturgien ohne Ausnahme denselben Aufbau: Wortgottesdienst, Opfergottesdienst und
Danksagung. Der Aufbau des Wortgottsdienstes ist in allen Litiurgien ähnlich: Gebete, dann Lesungen ursprünglich
drei davon, diese Praxis hat das Konzil in die römische Liturgie wieder aufgenommen, wobei häufig eine
Lesung überschlagen wird. Die letzte Lesung kommt immer aus dem Evangelium. Der Opfergottesdiens hat
ebenfalls denselben Aufbau, wobei die Gabenbereitung zum Teil schon vor der Liturgie stattfindet, so z.
B. bei den Byzantinern (Proskomedie), in der Liturgie von Braga/Portugal und in der vorkonzliaren Liturgie
der Dominikaner. Die Danksagung nach der hl. Kommunion ist recht unterschiedlich gestaltet, enthält aber
immer einen Kommuniongesang und endet immer mit dem Segen des Bischofs bzw. Priesters.
Alte Liturgie Die alte Liturgie – ohne deren Anhänger zu kritisieren und ohne den Wusch nach dieser Liturgie
in irgendeiner Weise zu diffamiieren –. geht nachweislich nicht auf apostolische Zeiten zurück! Die christliche
Ligurgie findet ihren Urprung im jüdischen Tempelkult und hat in den damaligen geistigen Zentren, als
Alexandrien und Antiochien ihre jeweiligen Ausprägung gefunden. Von den heute noch gebrächlichen Liturgien
gehen lediglich Rom, Abessinien und Ägypten auf Alexandrien zurück. Alle anderen Liturgien sind antiochenischen
Typs. Es gibt heute noch eine (west)syrische Liturgie in aramäisch, der Sprache unseres Herrn. Da die
Sprache der Vornehmen im römischen Reich griechisch war, wurde auch die Liturgie in dieser Sprache gefeiert.
Als nach 400 das Verständnis für griechisch spürbar nachgelassen hatte, ist man zur lateinischen Litiurgiesprache
übergegangen und hat die griechischen Noten für diese Sprache umgesetzt. Da die griechische Liturgie
(also die byzantinische) antiochenischen Typs ist auch unser gregoriansche Choral von diesem Typ. Die
westliche Liturgie ist also alexandrinisch, der Gesang jedoch antiochenisch.
Kritischer Katholik: Zölibat Der Zölibat ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Kirchendisziplin!
In 1 Tim. 3, 1 -13 ordnet Paulus, an, daß nur geweiht werden darf, wer nur einmal verheiratet ist bzw.
war. Das schließt auch eine Wiederheirat nach Verwitweung aus. Nichts Anderes bedeutet aber der in Ost
und West gleichermaßen verpflichtgende Zölibat! Das Heiratsverbot für ledig Geweihte bedeutet eine
Erweiterung der Zölibatsverpflichtung. Im Osten kommt für Bischöfe und im Westen zusätzlich für Priester
eine bestehende Ehe als Weihehindernis hinzu. Dieses Hindernis geht über den Zölibat hinaus, ist aber
nicht dessen Inhalt. Wird im Westen ein verheirateter ehemaliger evangelischer Pfarrer nach Konversion
zum Priestr geweiht, wird lediglich vom Weihehindernis durch eine Ehe, nicht jedoch vom Zölibat dispensiert.
Denn nach Verwitweung darf dieser Priester, eben wegen des Zölibates, nicht erneut heiraten. Zwar lesen
wir, Zölibat bedeute Ehelosigkeit. Die Bedeutung dieses Begriffs hat sich jedoch gewandelt, wie die Bedeutung
vieler Begriffe. Rechtsgrundlage für die Ehelosigkeit von Ordensleuten ist nicht der Zölibat, sondern
die Ordensprofeß.
Wir dürfen froh und dankbar sein, daß wenigstens die russisch-orhodoxe Kirche offensiv gegen den Homo-Unfug
vorgeht. Natürlich denkt die römisch-katholische Kirche genauso, aber es fehlt die unmißverständliche
Ablehnung in der Öffentlichkeit. Das bedeutet natürlich keine Diskriminierung der Homos, wohl aber eine
Ablehnung der Art und Weise ihres Auftritts in der Öffentlichkeit. Hier muß man zum Verständnis unterschiedlicher
Reaktion aber sagen, daß die Russen durch ihre jüngere Vergangenheit eine ganz andere Übung im Umgang
mit kirchenfeindlichen Initiativen haben, als der Westen, der seit Jahrzehnten im wohlgeordneten Wohlstand
lebt. Außerdem sind die westlichen Kirchen durch die erfolgreiche Gehirnwäsche ihrer Mitglieder durch
die 68er Ideologie stark geschwächt.
Anaritha: Ein verheiratet Priester lebt schon zölibatär, denn der Wortsinn hat sich gewandelt: zölibatär
bedeudetet heute Heiratsverbot, analog den Bestimmungen von 1 Tim. 3. Wie mir in 1980 ein verheirateter
Diakon erklärte, besteht auch für ihn die Zölibatspflicht. Eine Rückfrage bei einem byzantinischen
Priester hat mir die Richtigkeit der Aussage besagten Diakons bestätigt: Zölibat = Heiratsverbot.
filioque: Auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1438 / 1439 haben sich Rom und Konstantinopel auf „ex patre per filium“ geeinigt. Da die liturgische Praxis der Byzantiner diese formulierung nicht übernommen hat, ist Rom wieder zum „ex patre filioque“ zurückgekehrt. Lediglich in der Kathechese der bulgarisch-orhodoxen Kirche wird die Formulierung „ex patre per filium“ noch gelehrt, kommt aber auch dort in der Liturgie nicht vor.
Thomasius: Verfassungsgeschichte Die Adelsherrschaftsromantiker sollten vorsichtig sein: der Absolutismuns
war alles Andere, als ein Paradies. Die absolut regierenden Fürsteh haben gemeinhin auch in erster Linie
an sich selbst gedacht, von Ausnahmen abgesehen. Die Moral der jeweiligen Führungsschicht hat sich so
gut wie nicht geändert, damals war es der Adel, heute sind es die Kapitalbesitzer. Nur die Rechte der
Bürger sind – zumindest zur Zeit noch – besser abgesichert, wenigstens de jure. De facto hat ein Reicher
auch heute bessere Möglichkeiten, seine Interessen durchzusetzen, weil er sich bessere Rechtsanwälte
leisten kann. Die Einrichtiung des Fürstbistum lag ursprünglich im Sinne des Kaisers: da die geistlichen
Fürstentüner nach Ableben des Fürstbischofs an den Kaiser zurückfielen, konnte sich keine Fürstenmacht
bilden, wie bei den weltlichen Reichsfürsten. Natürlich hat sich das Fürstbistum zu einer willkommenen
Ablagestelle für nachgeborene Herrschersöhne entwickelt, das zum Schluß quasierblich wurde: es verblieb
innerhalb derselben Herrscherfamilie, so z. B. Kurköln lange Jahre im Besitz des bayerischen Herzoghauses.
Bischof Ackermann: Zölibat – Priesterehe Hier ist zu unterscheiden: sollen Priester heiraten dürfen,
das bedeutet Abschaffung des Zölibates, oder sollen Verheiratete zu Priestern geweiht werden, eine Heirat
nach der Diakonweihe jedoch weiterhin ausgeschlossen sein. Eine solche Regelung ändert am Zölibat nichts.
Im letztgenannten Fall hätten wir dieselbe Regelung, wie die Ostkirchen, die für den Klerus ab Diakon
aufwärt ebenfalls den Zölbat verbindlich vorschreiben. Es ist sicher vernünftig, über diese Fragen
offen zu verhandeln, denn nur so kann man die Gegner des Zölibates überzeugen. Denn auch m. E. wird
durch die Zulassung verheirater Männer, also viri probati, keines der anstehenden PÖrobleme grundsätzlich
gelöst, es gäbe lediglich mehr Priester, der Diakonat würde vermutlich ausbluten. Das Haptproblem ist
nämlich der allgemein festestellbare Glaubensschwund, der eine von mehreren Ursachen für den Priestermangel
ist. Wenig bekannt ist im Übrigen, daß sich das zahlenmäßige Verältnis junger Leute zu den Priesteramtskandidaten
nicht wesentlich verändert hat, so daß ein weiterer Grund für den Priestermangel die im Sinne der 68er
liberalisierte Abtreibungsregelung ist. Dem kann man allerdings entgegenhalten, daß aus abtreibungsbereiten
Familien kaum Priester hervorgehen. Die Grundfrage ist für uns alle, wie wir zu unserem Glauben sehen,
wie wir ihn vertiefen und uns fest darin verwurzeln. Diese Frage ist allerdings auf organisatorischer
Ebene völlig unlösbar.
Anna Andreas Teresa: Schönborn Kardinal Schönborn gehört der fränkischen Grafenfamilie Schönborn
an. Sofern er österreichischer Staatsbürger ist, als Erzbischof von Wien kaum anders möglich, hat er
entsprechend österreichischem Adelsrecht bei seiner Einbürgerung auf den Grafentitel verzichten müssen,
weil die Republik (genauso, wie die tschechische) alle Adelstitel abgeschafft hat. Auch der jüngst verstorbene
Erzherzogthronfolger Otto durfte sich in Österreich nur Otto Habsburg nennen. Bei Schönborn kommt noch
hinzu, daß der Kardinalstitel sämtliche andere Titel verdrängt mit Ausnahme der Titel regierender Häuser.
Damit ist die richtige Benennung auich unter diesem Gesichtspunkt: Christoph Kardinal Schönborn.
„#47 la_vida_loca †-10:36:41 Sonntag, 3. Juli 2011 23:02:44Ich rede von den sogenannten „Erz-Konservativen“
und den Kreuz.net-Katholiken.“ „Erzkonservativ“ gilt bei Kirchengegnern als gleichbedeutend mit katholisch.
Sie meinen als katholische Katholiken. Gibt es auch in Ihrem Weltbild auch andere Katholiken?
Zu meiner Zuschrift vom 3. Juli, 22.39.44: Zu Beginn des 3. Absatzes muß es natürlich heißen: „Zwar
ist Venedig (also nicht Mailand), genauso, wie Lissabon und Jerusalem nur Titularpatriarchat,…
Büttner: Das mit den „sehr konservativen“ Kreisen ist natürlich hochgradiges Dienstmädchengeschwätz!
„Konservativ“ ist nicht steigerbar. Es sind ja gerade die diejenigen Katholiken, bei denen die Gehirnwäsche
durch die 68er bleibenden Erfolg hatte, die sich gegen die Eingliederung der Piusbrüder in die r.-kath.
Kirche sträuben. Dass dadurch die Kirche nach rechts rückt, ist wirklichkeitsfremder Unsinn. Es geht
um die Frage, inwieweit Thesen der Piusbrüder in der Kirche vertretbar sind. Hier gibt es leider ganz
erhebliche Probleme, solange die Piusbrüder die Konzilsdekrete über Ökumene und Religionsfreiheit ablehnen,
obwohl beide biblisch bzw. sogar in der Schöpfung begründet sind. Hier bedarf es noch eines umfangreichen
Wirkens des hl. Geistes.
Venedig ist kein Erzzbistum, sondern Patriarchat! Auf jeden Fall ist die Berufung von Venedig nach Mailand
eine Degradierung vom Patriarchen zum Erzbischof. Das ergibt sich schon aus dem Wappen: Ein Patriach tibriert
mit 15 Quasten, ein Erzbischof nur mit 10. Bei einem Kardinal wirkt sich das insoweit nicht aus, weil
er ebenfalls mit 15 Quasten timbriert, allerdings mit roten Quasten, wohingegen Bischöfe, Erzbischöfe
und Patriarchen mit grünenn Quasten timbrieren. Zwar ist Mailand, genause, wie Lissabon und Jerusalem
nur Titularpatriarchat, denn der jeweilige Stuhlinhaber hat genauso nur Metropolitanrecht, wie jeder andere
Metropolitanerzbischof auch. Aber immerhin wir er in seinem Titel und seiner Dienstbezeichnung degradiert.
Mons. Wölki Mons. Wölki hat in Köln einen ausgezeichneten Ruf. Wir dürfen hoffen, daß es ihm mit
Gottes Hilfe gelingt, die dortigen Probleme zu stemmen. Ein Ruf nach Köln scheidet wohl aus, weil Berlin
als Hauptstadterzbistum die repräsentativste deutsche Erzdiözese ist. Eine Versetzung innerhalb Deutschlands
kommt einer Degradierung gleich. Bei Kardinal Meisner war es anders, weil Berlin bei seiner Versetzung
nur Bistum war und die Bundeshauptstadt Bonn zum Erzbistum Köln gehört.
matt 3: Kommunismus hat mit dem Christentum absolut nichts zu tun. Die scheinbaren Parallelen sind allzu
oberflächlich! Denn der Kommunsimus ist eine Ideologie und damit von vornherein m enschenfeindlich, wohingegen
das Christentum den Menschen in die Ebenbildlichkeit Gottes hebt! Ein grundlegender Unterschied ist, daß
die Gütergemeinschaft der Urchristen freiwillig war, wohingegen die der Kommunisten erzwingen ist.
Josef Printz Dieser Artikel ist völlig verantwortungslos und redet einem völlig unkatholischem preußischem
Marschtrittkatholizismus das Wort! Es geht eben nicht um Traditionalismus und Katholizismus, sondern um
Tradition und Katholizität. Gerade in den Abschiedsreden setzt sich unser Herr mit allem Nachdruck für
die einheit aller ein. Für deologische Privatsüppchen ist da absolut kein Platz! Es hat in der Kirche
immer ein breites Meinungsspektrum gegeben angefangen von den Traditionalisten über die Konservativen
bis hin zu den Progressiven, wobei die Konservativen auch schon einmal fortschrittlicher sind, als die
Progressiven, letztere lehnen zum Teil sogar die Gebetstreffen in Assisi ab, die von Traditionskennern
unter den Konservativen durchaus befürwortet werden, von den Traditionalisten freilich nicht. Es gibt
einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Idologie und Christentum. Die Ideologie sieht die Wirklichkeit
ausschließlich durch die Brille einer einzigen Idee, wohingegen das Christentum immer das Ganzhe unvoreingenommen
sieht. Es gibt absolut keinen Grund, einen Trennungsstrich zwischen Piusbrüdern und Rom zu ziehen, obwohl
das, oberflächlich betrachtet, auf beiden Seiten manches vereinfachen dürfte, aber in Wirklichkeit sind
wir dazu verpflichtet, aufeinander zu hören. Die Wirklichkeit ist nun einmal vielschichtig und mit Ideologien
nicht faßbar.
Lycobates: Sakramente Es sit richtig, daß in der Bibel nicht jede Handauflegung erwähnt wird, so z.
B. bei Paulus. Bei Matthias sieht es aber anders aus: hier heißt es einfach, daß er den Apostel hizugezählt
wurde. Es stimmt, daß bei Übertritten von Katholiken zu den Orthodoxen Sakramte z. T. neu gespenet werden,
so z. B. die Taufe. Die Myronsalbung (Firmung) kan man ohnehin mehrfach empfangen, z. B. bei Wiedereintritt
in die Kirche nach vorherigem Austritt. Die r.-k. B iscöfe werden von den Orthodoxen voll anerkannt,
im Gegensatz zu den evangelischen Biscöfen, die auch bei uns nicht anerkannt sind. Allerdings anerkennen
die Orthodoxen auch die bei uns nicht anerkannten anglikanischen Weihen. Ein Übertritt eines r.-k. Bischofs
zu den Orthodoxen ist bisher nicht bekannt geworden. M. W. sind die „unierten“ Kleriker, die von Stalin
der orthodoxen Kirche zwangseingegliedert wurden, nicht erneut geweiht worden. Probleme gibt es da m.
W. nur bei der Taufe. Die Orthodoxen haben schon eine fest gefügte Sakramentenlehre, die aber sicher
seitens einer scholastischen Theologie nicht so leicht fassbar ist. Denn nach orthodoxer Auffassung gehören
analythisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation zusammen, beide gemeinsam
bilden das Ganze. Das meditative Denken geht tiefer, als das analythische, dafür ist das analythische
Denken begrifflich leichter fassbar. Mir ist klar, daß der Westler hier seine Schwierigkeiten hat.
Lycobates: Bischof Wegen mehrerer Tage online-Abstinenz erst heute: Herzlichen Dank für Ihre Hinweise!
Mir fällt aber auf, daß die römischen Weihen von den Ostkirchen auch nach den neuen nachkonziliaren
Weiheformeln anerkannt werden! Es ist kaum anzunehmen, daß man dort die Texte nicht kennt. Das wirft
die Frage auf, ob die Gegner der heutigen Formel bei aller Ernsthaftigkeit, die wir ihnen natürlich zugestehen
müssen, nicht über das Ziel hinausschießen. Es gibt einen alten Grundsatz: „Die Kirche ergänzt“. Wenn
es daher wirklich Formfehler geben sollte, werden diese durch die Anerkennung der Weihe durch die Kirche
geheilt. Denn die apostolische Sukzession geht entgegen der Meínung von Brosseder und Anderer tatsächlich
auf die Apostel zurück, immer wurde die Weihegewalt durch Handauflegung weiter gegeben. Diese Tradition
wurde vom Judentum übernommen. Ob hier auch numerisch alles stimmt, ist eine andere Frage. Denn der Apostel
Matthias wurde ohne Handauflegung in die Gemeinschaft der Apostel aufgenommen. Von Paulus ist ebenfalls
nichts von einer Handauflegung bekannt. „Ecclesia suppostet – die Kirche ergänzt“.
Vogel: Beerdigung Die Trapisten tragem bei Iher Beerdigung ihre Ordenstracht. Die Kaputze wird so zugeschnürt,
daß keine Erde an das Gesicht kommt. Im Übrigen wird der Verstorbene mit Zweigen bedeckt. Vermutlich
hatten die Trapisten damals eine Sondergenbehmigung für eine Beerdigung ohne Sarg, schließlich haben
und hatten die Abteien ihren eigenen Friedhof.
Lycobates: Bischof, Chrisam Die für die Spendung der Sakramente vorgeschriebenen Gebete haben sich inn
den einzelnen Traditionen erst mit der Zeit entwickelt. Hat ein Bischof oder Priester einen – damals selbst
gefertigten Text benutzt, der allgemein überzeugt hat, hat er sich durchgesetzt. Auch der „Canon Missae“
in seiner heutigen Form ist nicht schon im ersten Jahrhundert entstanden, sondern das Ergebnis oft jahrelanger
Änderungen. Der Canon des hl. Basilius (Erzbischofs von Cäsarea in Kappadokien) ist vermutlich von diesem
selber verfaßt, der Chrysostomus-Kanon ist vermutlich der besseren Durchsetzbarkeit halber nach diesem
Erzbischof von Konstantinopel benannt. M. W. ist neben den vorgeschriebenen Gebeten dien klare Absicht
wichtig, welches Sakrament von der Firmung bis zur Bischofsweihe gespendet werden soll. In der byzantinischen
Tradition wird m. W. genau gesagt, daß der bestimmte Priester zum Bischof geweiht wird. Nach ihren Ausführungen
hält die r.-k Kirche trotz ihrer starken Rechtsbezogenheit eine solch genaue Formlierung für überflüssig.
Hier ergibt sich allerdings die Frage, ob in den derzeit gültigen Texten der gesamten Weiheliturgie,
die mir nicht vorliegen, nicht doch ein ausdrücklicher Hinweis auf die Absicht des Weihenden vorgesehen
ist.
Lycobates: Bischof, Chrisam Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen zum Thema Chrisam! Die Ungültigkeit
der nach 1968 gespendeten Biscnofsweihen wurde hier in der Tat mehrfach behauptet und entsorechende Argumente
angeführt. Zu berücksichtigen ist aber, daß die Kirche die Weiheformel nach eigenem Gutdünken und
Erkennen vorschreiben kann, so ist sie in jedem Ritus anders. Zur Zeit der Apostel und der Apostelschüler
hat es überhaupt noch keine genauen Vorschriften gegeben, es hat die von der jüdischen Tradition übernommene
Handauflegung und die entsprechende Absicht des Weihenden genügt. Bei uns sollen es mindestens drei Weihende
sein, in der Orthodoxie ist diese Zahl zwingende Vorschrift. Auch bei uns hat es vor dem Konzil die Nogweihe
gegeben, in der außerhalb der Liturgie der Weihende dem Kandidaten die Hände auflegte, die Weihepräfaton
und einige andere Gebege sprach.
Liturgiereform Die Liturgiereform ist grundsätzlich gelungen, wie die Feier der hl. Messe in den Kölner
Innenstadtpfarren (und nicht nur dort, es gibt auch außerhalb der Innenstadt ausreichend überzeugende
Beispiele) zeigt. Ferner kann ich aus eigener Anschauung das Bistum Passau nennen. Meist wird übersehen,
daß die sich der 68er Ideologie verpflichtet fühlenden Priester die Konzilsdokumente und die dazu gehörenden
Ausführungsbestimmungen in ihrem eigenen Interessen interpretieren. Dafür kann man aber das Konzil nicht
verantwortlich machen.
Vogel, Ruhrgebietler Bei den Trapisten in Mariawald wurden zumindest bis ende der 90er Jahre keine Särge
benutzt. Ich habe selber an einer solchen Beerdigung teilgenommen. „Im Rufe der Heiligkeit“ ist etwas
völlg anderes, als eine Kanonisierung. Es handelt sich hier um die Volksmeinung, gegen die auch die Kirche
nichts hat, solange kein Kult getrieben wird.
Lycobages: Chrisam Wieso wird bei uns ungültig geweihtes Chrisam benutzt? Auch im Osten kann ein Patriarch
die Chrisamweihe an jeden Bieschof delegieren. Das tut z. B. der Papst gegenüber den byzantinischen Bischöfen
der mit ihm in voller Gemeinschaft stehenden Kirchen, die ihm unmittelbar, also keinem (anderen) Patriarchen
unterstehen. Interessante Frage: woher bekommt z. B. der autonome Erzbischof von Zypern das Chrisam? Weiht
er selber oder bezieht er es aus Konstantinopel? Ich glaube, es stimmt: die Firmvollmacht für Priester
kann heute nur noch von Rom erteilt werden. Die Firmung durch nicht infulierte Prälaten in diesem Umfang
ist mir neu.
Kriemhilde: Beweise Es geht hier selbstverständlich nicht um Verharmlosung, sodern eizig und alleine
um Rechtfindung! Denken Sie bitte daran, daß ansonsten Itriganten durch einfache Behauptungen einen integeren,
aber unbeliebten Priester oder Bischof in der Öfentlichkeit völlig unmöglich machen können, wie es
ja bei Bischof Mixa passiert ist, dessen nachgewiesene Schuld lediglich in der Umleitung von Stiftungsgeldern
in die Pfarrkasse war. Die Mißbrauchsbeschuldigung ist zu einer Blamage der Beschuldiger geworden. Natürlich
geht es dem Rechtsanwalt ausschließlich um den Schutz seines Mandanten. Die Rechtfindung ist Sache des
Richters. Der Angeklagte darf völlig legitim die Aussage verweigern, wenn er sich damit belastet. Im
Strafrecht ist immer die Schuld zu beweisen. Solange die Schuld nicht bewiesen ist, gilt der Angelklagte
als unschuldig. Das Besondere im Kachelmann-Prozeß ist, daß laut Presse sowohl die Nebenklägerin als
auch Kachelmann nachweislich die Unwahrheit gesagt haben. Damit wirkt keine der beiden Parteien glaubwürdig.
Ihren 3. Absatz verstehe ich inhaltlich nicht. Ich wünsche Ihnen und allen Lesern ein gesegnetes Pfingsfest.
Morgen verreise ich bis Montagabend.
Kriemhilde: Beweise Selbstverständlich geht es nicht um Verharmlosung. Es geht vielmehr um die Frage,
welche Ansprüche man an eine ernst zu nehmende Beweisführung stellt.
Kilian: Firmung Was Sie schreiben ist völlig richtig. Nur werden bei Verhinderung des Bischofs normalerweise
ausschließlich infulierte Priester mit der Firmung betraut.
Propst Mandl Hier ergibt sich die Frage, wieso ein einfacher Propst und Prälat firmen darf. Hierzu werden
üblicherweise auschließlich Mitraträger beauftragt. Zwar hat der Propst von Altötting bis zum Konzil
Stab und Mitra benutzen dürfen, dieses Privileg wurde jedoch von VATII unterhalt der Bischofsebene auf
Äbte beschränkt. Pröpste durften die Pontifikalien nur dann behalten, wenn sie Klostervorsteher und
damit den Äbten ranggleich waren. Der Propst von Altötting ist jedoch Diözesanpriester.
Kriemhilde: Beweise Natürlich ist die Beweislage schwierig, das ist aber nicht außergewöhnlich. Im
Fall Kachelmann kommen noch die ausgezeichneten Rechtsanwälte hinzu, die u. U. auch sehr aussagekräftige
Beweise mit durchaus zulässigen Mitteln entkräften. Die Staatsanwaltschaft hat solche Spitzenleute leider
nicht. Das ist oft ein Problem bei Strafprozessen. Bei Kardinal Groer wurde lediglich aufgrund von Behauptungen
verurteilt, dem Beschuldigten hat man, soweit bekannt, jede Möglichkeit einer qualifizierten Stellungnahme
entweder abgeschnitten oder „wohlmeindende“ Berater haben ihn zum Schweigen veranlaßt.
Sündenvergebng „Früher hätten die Christen ihre Sünden bekannt und Vergebung erbeten.“ Das ist richtig.
Heute lassen sich die Christen von den 68rn über den Tisch ziehen und stellen sich selbst infrage.
Kardinal Groer Es trifft zu, daß die angebliche Schuld von Kardinal Groer bisher in keiner Weise bewiesen
ist. Zu beweisen ist jedoch die Schuld und nicht die Unschuld. Da die angebliche Schuld von Kardinal Groer
bisher nicht gerichtlich festgestellt ist, gilt er bei allen seriösen Beobachtern als unschuldig. Von
einem Ermittlungsverfahren ist bisher ebenfalls nichts bekannt geworden. Seine Ankläger müssen sich
fragen lassen, warum sie nie Strafanzeige erstattet haben: vemutlich glauben sie selbst nicht an die Schuld
des Kardinals. Die „moralische Gewissheit“ ist der Gipfel der Unseriösität, eine faule Ausrede, ein
Muster ohne jeden Wert. Die Vitisation ist Göttweig ist nur deswegen ungünstig für den Kardinal ausgegangen,
weil Schönborn dem Kardinal vorher öffentlich empfohlen hat, auf seine bischöflichen Funktionen zu
verzichten. Man wollte eine Blamage Schönborns vermeiden. Die Bitte um Verzeihung von Seiten des Kardinals
ist durch den enormen öffentlichen begründet, unter den man den Kardinal gestellt hat. Die Entscheidung
Roms gegen den Kardinal ist nicht ernst zu nehmen, weil sie ohne Anhörung des beschuldigten Kardinals
ergangen ist. „Audiatur et altera pars“ ist nicht nur ein zwingender Rechtsgrundsatz, sondern auch ein
Gebot der Fairness, wie jeder gebildete Mensch weis.
Thomas: Relgionsfreiheit Die Religionsreiheit ist in der Schöpfung bereits grundglegt! Das ergibt sich
aus der fehlenden wssenschaftlich zwingenden Beweisbarkeit Gottes, wobei freilich seine Nichtexistens
genauso wenig zwingend wissenschaftlich beweisbar ist. Gott ist die Liebe, und Liebe duldet keinen Zwang.
Gott will daher in Liebe erkannt werden und nicht wissenschaftlich zwingend bewiesen werden! Es ist das
Verdienst von VATII, das erkannt zu haben.
Unauflöslichkeit der Ehe Die Unauflöslichkeit der Ehe wird auch von den Orthodoxen anerkannt, trotzdem
ist eine zweimalige Wiederheirat möglich, unabhänig davon, ob die Ehe durch Tod oder Scheidung endete.
Die r.-k. Kirche hat es immer vermieden, diese orthodoxe Praxis zu verurteilen, kennt sogar selber die
Trennung von Tisch und Bett, schließt aber eine Wiederheirat vor dem Tod eines Ehepartners aus. Bei den
Evangelischen sieht es mitunter anders aus, weil die Ehe dort als vielfach als „weltlich Ding“ ohne sakramentalen
Charakter gesehen wird. Durch das Kinzilsdekret über die Religionsfreiheit läßt auch die r.-k. Kirche
unter Nichtkatholiken andere Eheverständnisse zu. Damit will sie ausdrücklich nicht ihr eigenes Eheverständnis
denjengen aufzwingen, die in keiner Weise zur r.-k. Kirche gehören. Dazu gehört auch, daß die r.-k.
Kirche den Staat nicht zum Büttel für die Durchsetzung des Evangeliums und seiner Bestimmungen machen
will. Bei den beiden genannten Ländern ergibt sich die Frage, in wieweit die römischen Katholiken dort
eine Mehrheit stellen. Auf jeden Fall bleibt es für römische Katholiken bei der kompromisslosen Unauflöslickeit
der Ehe. Eine mögliche Annulierung ist keine Auflösung, sondern eine Ungültigkeitserklärung ab Beginn.
Stotzing: würdige Feier der neuen Messe Der Hinweis, daß man die neue Messe auch würdig feiern kann,
schließt den Vorwurf ein, diese Messe würde üblicherweise unwürdig gefeiert. Dem ist entgegenzuhalgen,
daß in allen mir bekannten Kirchen der Innenstadt in Köln die neue Messe sogar sehr würdig gefeiert
wird. Dasselbe gilt für sämtliche Kirchen des Bistums Passau, die ich bisher bei häufigen dortigen
Aufenthalten kennen gelernt habe. Aber auch sonst habe ich eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.
Nummer 4, nicht Nummer 3! Der Kanzler ist nach dem Bundespräsidenten, dem Bundesratspräsidenten und
dem Bundestagspräsidenten die Nummer 4 der Republik!
Finanziele Probleme „Der Journalist erinnert daran, daß mehr Großreiche durch finanzielle Probleme und
Schulden zugrunde gegangen sind als durch feindliche Invasion.“ Hierzu gehört auch das oströmische Reich,
das den Türken nur deswegen unterlegen ist, weil kein Geld für eine Armee da war. Der Kronschatz wurde
damals zur Geldbeschaffung an Venedg verpfändet, dort ist er noch heute.
Pfarrer Meurer Seit wann darf ein r.-k. Priester Mitglied einer politischen Partei sein? M. W. ist das
von seiten der Kirche verboten. Ich bitte um Stellungnahme.
Inkulturation Es fällt auf, daß unsere heutigen Katholizisten weit empfindlicher auf die Einführung
von Landesbräuchen in die Liturgie reagieren, als unsere Vorfahren. Der gesamte christliche Kult geht
auf den jüdischen Tempelkult zurück und hat in den beiden geistigen Zentren des römischen Reiches Alexandrien
und Antiochien ihre Grundausprägung erhalten. Hinzu kamen weitere Auffächerungen durch Landestraditionen.
Auch der Grundriss der altchristlichen Basilika kommt aus dem Heidentum! Im Wort „Basilika“ steckt das
griechische Wort „basileus“ = König drin. Ab dem Kaiser Herakleus im 7. Jahrhundert erhielt es die Bedeutung
„Kaiser“. Mit der Übernahme von Landesbräuchen setzt die Kirche ihre altchristlíche Tradition fort.
Eine andere Frage ist freilich, ob die einzelnen Übernahmen sich halten können oder wegen Unhaltbarkeit
wieder verschwinden müssen. Bei aller grundsätzlicher Zustimmung gibt es im Einzelfall berechtigte Meinungsverschiedenheiten.
OB hier alle Initiativen von JPII glücklich sind, ist ebenfalls eine Frage, über die sich trefflich
streiten läßt, berührt allerdings nicht seine Heligkeit, die einzig von seinem heiligmäßigen Leben
abhängt.
Assisi – Papst Johannes Paul II Durch den Brief von Bischof Fellay wird der gesamte Unterschied des Traditionsverständnisses
zwischenn Ron und Econe deutlich: Rom hat ein konservatives Traditionsverständnis nach der Auforderung
des Apostels Paulus: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“ Wir wissen heiute, u. a. vor Jahren im „Christ
in der Gegenwart“ veröffentlicht, daß Budda selbst im römischen Heiligenkalender steht: die Erzählung
der heiligen Barlaam und Joasaph ist nur eine christlich gefärbte Buddaerzählung, so daß diese beiden
Heiligen für Budda stehen. Damit ist nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Buddastate auf dem Altar steht,
der in den genannten heiligen Barlaam und Joasaph verehrt wird. Die Pius-Brüder hingegen haben ein reaktionäres
Traditionsverständnis, sie sind keine Anhäger der Tradition, sondern des Traditionalismus, also der
ideologischen Ausgabe der Tradition, die bis hin zum Epigonenhaften geht. Denn Hand in Hand mit fortschreitender
wissenschaftlicher Erkenntnis geht eine wachsende und vertiefende Erkenntnis des eigenen Glaubensgutes,
die u. a. erkennt, daß vieles, aber keineswegs alles, was wir aus unserer (excklusiven) biblischen Offenbarung
wissen, in anderen Religionen ebenfalls bekannt ist. Das gilt insbesondere für die asketischen Schriften
Buddas. „Der hl. Geist wird euch an alles erinnern und in die Wahrhet einführen“, also keine neuen Wahrheiten
eröffnen, sondern die bereits verkündeten vertiefen.
Anno: Bischof Mixa Eine zweckfremde Verwendung von zweckgebundenen Spenden ist natürlich in keiner Weise
zu rechtfertigen. Hierzu wurde aber festgestellt, daß Mixa die besagten Mittel aus seiner Privatschatulle
erstattet hat. In jedem Fall rechtfertigt der Vorgang keine Amtsenthebung, eine öffentliche Rüge, wie
im Fall Erzbischofs Marx (nunmehr Kardinal) geschehen, hätte völlig ausgereicht.
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Ihre Ausführungen sind hoch interessant! Haben Sie eine Quelle dafür,
daß die Annuität deutlich geringer ist, als der Zins? Bei Vorbringen dieses stichhaltigen Argumentes
wird natürlich immer nach der Quelle gefragt, die ich dann gerne angeben würde.
Bischof Mixa / Kirchensteuer Die Verfehlungen Mixas rechtfertigen keineswegs eine Amtsendhebung. Das meiste,
was da vorgegragen wurde, hat sich in Schall und Rauch aufgelöst. Für den verbliebenen Rest hätte eine
Rüge genügt. Zu Anno „unbescholten“: der Link hinerläßt insgesamt keinen ernst zu nehmenden Eindruck.
Schon der Hinweis auf die Kirchensteuer ist reines Dienstmädchengeschwätz: denn dort wird ernsthaft
behauptet, mit den bisherigen Zahlungen seien die Vermögensschäden durch die Enteignung längst abgegolten.
Das ist Schwachsinn. Denn es ist nicht nur der damalige Wert der enteigneten Güter zu entschädigen,
sondern auch der Wert der damit verbundenen Einkünfte. Im Übrigen sind die geleisteten Zalungen keine
Abschlagzahlungen, sondern Ersatz für entgangene Einkünfte. Denn selbst bei einer Abschlagzahlungsvereinbarung
ist immer die Verzinsung des Restkapitals zu berücksichtigen. Damit ergibt sich die Frage, ob der Zinsgewinn
des Staates zuzüglich des entgangenen Gewins der Kirchen im Jahr möglicherweise noch höher ist, als
die jährlichen Zuwendungen. In diesem Fall ist die Enteignung immer noch ein Gewinn für den Staat. Ferner
handelt es sich hir um einen Vertrag mit unbegrenzter Dauer. Wenn der Staat die Kirchen abfinden will,
geht das ausschließlich über Rückübertragung der damals enteigneten Güter! Hoffentlich ist das auch
den Kirchen klar. J. G., Köln Versicherungsbetriebswirt (DVA)
Melchisedech: Feiertage Die grünen Faschisten sollen Karfreitag, Ostersamstag, Ostersonntag und Ostermontag
Meinen Sie den Ostersamstag, also den Samstag nach dem Ostersonntag, oder den Karsamstag?
Counsellor: Natürlich handelt es sich hier auch um eine Rechtsfrage. Beim Recht handelt es sich um die
Spielregeln, nach denen sich das öffentliche bzw. kirchliche Leben abspielt. Oder haben Sie etwas gegen
Juristen*?
Sacerdos Helveticus: Du ICh darf zu Ihren Ausführungen noch ergänzen, daß es zwei verschiedene DU-Verständnisse
gibt: Da das DU eine besondere Nähe ausdrückt, drückt es auch eine ebenso hohe Achtung aus, denn man
sucht ja nur die Nähe von Menschen, vor denen man Achtung hat. Wenn wir das DU Gottes, der unsere Würde
ernst nimmt, wie sonst niemand, erwidern, drücken wir gegenüber unserem Herrn auch eine entsprechende
Achtung aus. Es gibt frelich auch ein schlichteres DU-Verständnis, und das scheint mir weiter verbreitet
zu sein, als das Vorgenannte: man duzt sich, weil man die anerkannten Ansgandsregeln für überflüssig
hält. Ein solches DU gegenüber Gott ist freilich eine unerhörte Respektlosigkeit.
Vogel: Beichtgeheimnis Ihre Ausführungen sind grundsätzlich richtig. Nur zur Lossprechung ein Hinweis:
der Beichtvater richtet nicht über die Schuld des Beichtenden, sondern ausschließlich über seine Bußgesinnung.
Hierbei ist grundsätlích von einer angemesenen Bußgesinnung auszugehen, wenn sich aus der Beichtpraxis
nichts Anderes ergibt. Der Priester kann der genannten Mutter den Gang zu Polizei nahelegen, darf sie
aber auf keinen Fall dazu zwingen, etwa daß er ihr nur unter der Zusage einer Selbstanhzeige die Lossprechung
gibt.
ruhrgebietler, sacerdos h., vineta R.: Ich bekenne mich zur Katholizität, Sie hingegen zum Katholizismus!
SH: Sie wissen, daß ich Ihre Stellungnahmen ansonsten sehr schätze, aber hier darf ich eine andere Auffassung
vertreten: Die Umleitung von Stiftungsgeldern in die Pfarre war selbstverständlich nicht in Ordnung,
da gibt es keinen Zweifel. Da die genannten Gelder jedoch im Bereich der Kirche geblieben sind, sehe ich
hier keinen Skandal, zumal Bischof Mixa, wenne ich mich recht erinnere gelesen zu haben, den Schaden aus
eigener Tasche beglichen hat. V: Sie berufen sich hier auf Presseveröffentlichungen ohne Prüfung von
deren Wahrheitsgehalt. Bei den schweren Geschützen, die damals gegen den Bischof aufgefahren worden sind,
war ein Vorgehen gegen verhältnismäßge Randerscheinungen kaum durchführbar, wobei ich die Ohrfeigen
in keiner Weise verharmlose. Bis sich solche Verbote durchsetzen dauert es mehr oder weniger lange, zumal
die Eltern die genannten Missgriffe offenbar stillschweigend gediuldet haben.
Blackmore, sacerdos helveticus: Bischof Mixa Fest steht jedenalls, daß Biscof Mixa nirgendwo rechtskräftig
verurteilt ist. Damit gilt er ohne wenn und aber als unschuldig! Prügelstrafe war früher – so bedaerlich
das ist ud so sehr wir deren Abschaffung völlig zu recht begrüßen – damals allgemein üblich. Es ist
völlig klar, daß Bischof Mixa keine Gelder veruntreut hat, er hat lediglich Stiftungsgelder für die
Pfarre benutzt, was er natürlich nicht durfte, aber es war keine Zweckentfremdung zu privatem Nutzen.
Daß die Zweckentfremdung nicht früher herausgekommen ist, ist dem Stiftungsrat und den Wirtschaftsprüfern
alleine anzulasten. Interessant ist die Frage, wieso die Dinge gerade jetzt das Licht der Öffentlichkeit
erblickten. Hinsichtlich sexuellen Verfehlungen hat das von seinen Gegnern ausersehene Opfer Marco Scheider
überhaupt erst durch die Presse erfahren, daß er von bischof mißbraucht wurde bzw. genauer, mißbraucht
worden sein soll! Die Mixa-Gegner war doch, und das unter den Augen der deutschen Bischofskonferrenz ungern
der Verantgwortung von Erzbischof Zollitsch alles versucht, um ihren unbequemen Mitbruder fertig zu machen.
Die Bußzeit ist keine Gerichtsentscheidung und ist damit kein Schuldweweis, wie wir schon bei Kardinal
Groer gesehen haben: auch hier sind Bischöfe nach Rom gepilgert, um seine Verurteilung zu erreichen,
ohne daß der Beschuldigte überhaupt gehört wurde – „audiatur et altera pars!“ Unbliebte Führungskräfte
sind in Kirche und Welt leicht los zu werden, wenn die Gegner sich einig sind.
Verantwortung von Führungskräfte Wir müsen hier zwischen persönlicher Verantwortung und Verantwortung
von Amts wegen unterscheiden. EineFührungskraft – sowohl innerhalob, als auch außerhalb der Kirche –
ist für alle Vorgänge innerhalb seines Jurisdiktionsbereiches verantwortlich und zwar von Amts wegen,
unabhängig davon, ob ihn auch persönliche Verantwortung trifft. Klaut ein Mitarbeiter goldene Löffel,
so wird untersicht, ob die zuständige Führngskraft ihren Kontrollfunktionen ordnungsgemäß naachgekommen
ist. Ferner, ob er bei der Einstellungsprüfung ausreichend sorgfältig war (sofern er den Mitarbeiter
selber eingestellt hat). Die Liste läßt sich verlängern. Hat die Führunskraft versagt, so ergibt sich
die Frage eines adäquaten Kausalzusammenhangs mit dem Fehlverhalten des Mitarbeiters. Bei Bestehen eines
solchen adäquaten Kausalzusammenhangs wird die Führungskraft zur Verantwortung gezogen, bis hin zur
Entlassung; normalerweise unter Beachtung der gesetlichen bzw. vertraglichen Kündigungsfrist. Das sieht
dann so aus, daß die Führungskraft von ihrer vertraglichen Arbeitsverpflichung freigestellt wird und
bis zum Ender der Kündigungsfrist unverändert Gehalt bezieht.
Pater von Gemmingen Was soll der Unsinn: „Ich würde sagen… „? Er sagt es doch. Hier wird ein Konditionalsatz
begonnen, ohne ihn zu vollenden. Pater von Gemmingen hat in Rom wohl insbesondere deutsch verlernt!
bejorommer: Zölibat Was Sie schreiben ist völliger Unsinn! Frage ist nicht, ob es verheiratetete Priestger
gab, sondern ob sie zum Zölibat verpflichtet waren!
Faulhaber Nicht „Kardinal Faulhaber“, sondern Kardinal von Faulhaber“! Faulhaber ist noch während der
byerischen Monarchie Bischof von Speyer und anschließend Erzbischof von München geworden. Unter den
bayerischen Königen hat es jedoch ausschließlich adelige Diözesanbischöfe gegeben. War der Bischof
bürgerlicher Abstammung, hat er anläßlich seiner Weihe den persönlichen (also nicht erblichen) Adel
bekommen, war also insoweit den 3 bzw. 4-Sterne-Generälen gleichgeselllt. Bürgerliche Weihbischöfe
erhielten keinen Adelstitel.
Rudolfus: Erzbistum Salzburg Dieser Erzbischof führt nicht den Titel „Primas von Deutschland“ sondern
„Primus Germaniae“! Und zwar ist dieser Titel an dieses Erzbistum gebunden und wird daher von jedem Erzbischof
von Salzburg geführt (neben dem Titel „geborener päpstlicher Legat“ der auch vom jeweiligen Erzbischof
von Köln geführt wird). Der Titel „Primas von Deutschland“ wurde vom Erzbischof von Mainz geführt,
war jedoch nicht erblich war, sondern jedem Inhaber des heiligen Stuhls von Mainz (diesen Titel führt
Mainz noch heute) erneut verliehen wurde.
Tchibo: zölibatär lebende Priester Es gibt in den Traditionskirche ausschließlich zölibatär lebende
Priester! Das gilt auch für die Ostkirchen, deren Priester nach Verwitweun nicht erneut heiraten dürfen,
denn etwas anderes bedeutet der Zölibat nicht! Sie meinen sicher „ehelos lebende Priester“. Auch die
durch Dispens verheirateten Priester der lateinischen Teilkirche sind zum Zölibat verpflichtet, denn
nach Verwitweung dürfen auch sie, genauso, wie die ostkirchlichen verwitweten Preister, nicht erneut
heiraten.
Meinerven, Mufelius: Adel Der Adel ist in Deutschland nie abgeshafft worden! Das ergibt sich aus den vielen
Adelsvereingungen, die in Form eines e.V. bei den Registergerichten eingetragen sind, wohlgemerkt als
„Adelige“ und nicht als „ehemalige Adelige“! Lediglich die entsprechende Vereinigung des seinerzeitgen
oströmschen Reiches, deren Sekretariat in Neuß sitzt oder einmal dort gesessen hat, nennt sich Vereinigung
ehemaliger byzantinischer Adeliger. In Deutschland wurden Aelstitel lediglich um Bestandteil des Familiennamens
erklärt, aber nicht ganz so konsequent: die Ehefrau eines Grafen von N nennt sich von unseren Behörden
völlig unbeanstandet Gräfin von N. Bei den gefürsteten Grafen schaut man genauer hin: der älteste
Sohn des vor Jahren verstorbenen Otto Fürst von Bismarck MdB (Enkel des gleichnamigen Reichskanzlers)
darf sich nur „Graf von Bismarck“ nennen.
Vineta, …UndStolz US: Die Katholizität insbesondere und das Christentum allgemein sind keine Ideologien,
wie vom unserem 68erideologisch verseuchten Hinterwäldlertum verbreitet wird, sondern eine Konfession
bzw. eine Religion, also das genau Gegenteil einer Ideologie. V: Auch, wenn es auch im Ausland 68er gibt,
die solchen Unfug verbreiten, so bleiben es dennoch dennoch geistige Abfallprodukte, die irgendwann auf
der Müllkippe der Geschichte landen. Was sind denn Ideologien anderes, als Denkhilfen für Gehirnprothesenträger?
Warum wollen Sie Rom zumuten, seine Zeit mit etwas zu verplempern, das ohnehin wieder verschwindet. Das
würde die Bedeutung dieses geistigen Kompostes unnötig erhöhen. Ideologien sind immer menschen- und
damit gottfeindlich, zumindest, wenn sie Macht gewinnen, wie die braune und die rote Ideologie genauso
überzeugend zeigen, wie die farblose von 1968, die heute mehr und mehr vom Relativismus und der Genderideologie
abgelöst wird. Es erfordert eben wesentlich weniger geisitige Ressourcen, es sich in der bequemen Enge
einer Ideologie gemütlich zu machen, als selbständig zu denken. Geistige Trägheit gehört mit zu den
Hauptsünden! Laut einem Wort Jesu Christi sollen wir Christen das Salz und nicht der Honig bzw. der Zucker
der Erde sein!
Vineta: dem Fürsten sind die von Ihnen genannten Punkte sicherlich bekannt. Von Rom kann man nicht verlangen,
daß jeder Unfug, der von einer kleinen Landeskirche kommt, ernst genommen wird. Daher ist die Veröffentlichung
des Fürsten in Orndung.
Der Fürst hat ohne Zwiefel Recht! Laut Paulus ist das Christentum eine Religion der Stärke und nicht
der Schwäche. D. h. der normale Christ gehört eben nicht zu den angepassten Trotteln, die wie tote Fische
mit dem Strom der jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklung schwimmen! Die Meinung der Gesellschaft ist
eben nicht die höchste Norm! Die konservative Grundhaltung war von jeher die Entwicklung im Spannungsfeld
von Innovation und Tradition zu sehen, ganz im Sinne des hl. Paulus: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“
Die Anerkennung von homo- und lesbischen Paaren ist im Wesentlichen eine Folge der freien, orientierungslosen
Beliebigkeit der 68er Ideologie. Hier wird geflissentlich übersehen, daß jede Ideologie letztlich ein
Anschlag auf die Intelligenz ist.
Rudolfus Byzabtiner „Byzanzsektierer“ ist natürlich DienstmädchenGeschwätz! 1054 bedeutet, wie schon
mehrfach betont, ausschließlich eine Trennung zwischen Rom und Byzanz, nicht jedoch mit den anderen östlichen
Patriarchaten!!!!!!!!!!!!!!!!!! Auf dem Konzil von Lyon/Lugdunum wurde am 6. Juli 1274 die Einheit zwischen
Rom und Byzanz vollzogen! Am 22. Februar 1281 wurde der Franzose Martin IV Papst, ein blindes Werkzeug
des mächtigen sizilianischen Königs Karl von Anjou, auf dessen Druck Martin IV die Union mit Byzanz
kündigte. Die Union von Ferrara-Florenz 1438/1439 hatte, wie bereits erwähnt, nur kurzen Bestand. Trotzdem
feierten am 29. April 1453 Römer und Byzantiner in der Hagia Sophia den letzten gemeinsamen Gottesdienst,
am 30. Mai 1453wurde Byzanz von den Türken erobert. 1724 oder 1725 haben sich Rom und Antiochien endgültig
getrennt, damit war die Spaltung zwischen Römern und Byzantinern abgeschlossen. Eine begrenzte Kirchengemeinschaft
hat es auf dem Balkan weiterhin gegeben, als von rom ernannte Bischöfe wegen dr Entfernung zu Rom sich
ihre Bischofsweihe nach Vorlage ihrer Ernennungsurkunde vom othodon „Kollegen „ spenden ließen. Diese
Praxis wurde auf Betreiben des damaligen Primas von Ungarn unter dem Einfluß der Aufklärung beendet.
1461 wurde das Kaiserreich Trapezunt als letztes griechisches Territorium von den Fürken erobert.
Rudolfus: Ihre Sachkenntnis ist geradezu dürftig! Die Kircheneinheit zwischen Rom und Byzanz wurde im
Konzol von Lugdunum/Lyon wieder besiegelt dann vom französichstämmigen Papst Martin wieder gekündigt,
und zwar wegen der französischen Machtinteressen in Unteritalien und Sizilien, und auf dem Konzil von
Ferrara-Florenz 1438 /1439 wieder hergstellt. Wegen des filioque wurde die formulierung „ex patre per
filium“ festgesetzt, die aber von Byzanz nicht praktiziert wurde weil am 30.Mai 1454 erobert. Rom ist
dann auch wieder zur alten Formulierung zurückgekehrt, nur Bulgarien benutzt die Formulierung von 1439
noch in seiner Kathechese, nicht jedoch in der Liturgie.
Rudolfus: Hauptkirche Es gibt keine lateinische Hauptkirche, alle mit Rom in voller Gemeinschaft lebenden
Kirchen sind völlig gleichwertig. Das Unverheiratet mit dem Fremdwort „Zölibatäre“ bezeichnet werden,
ist Unsinn! Unverheiratete Laien sind keine Zölibatäre, weil sie jederzeitheiraten dürfen. Der Zölibat
geht auf 1 Tim 3 zurück, die Ordensprofeß ist anderer Rechtsnatur.Das gilt unabhängig von ihrer sprachlichen
Herleitung!
Zölibats-Brecher Der Zölibat bedeutet lediglich ein Heiratsverbot. reproduktionsrelevante Kontakte sind
für Priester genauso eine Sünde gegen das 6. Gebot, wie für einen Laien außerhalb der Ehe.
Didaskala, Gotthard In der Schrift ist noch nicht vonn einer Weihe, wohl aber von Handauflegung die Rede!
Verheiratete evangelische Pfarrer, wie der genannte Fall, werden für die Priesterweihe in keiner Weise
vom Zölibat entbunden! Auch gilt der Zölibat nicht für Ordensleute! Der Zölibat geht auf 1 Tim 3 zurück.
Hier bestimmt Paulus, daß nur einmal verheiratete Männer zum Diakon geweiht werden dürfen. Eine Zweitehe
nach Verwitweung schließt die Weihe aus! Nichts anderes bedeutet aber der Zölibst, der in West und Ost
für Priester und Diakone gleichermaßen gilt: ein Heiratverbot für den Geweihten, nicht mehr und nicht
weniger! Eine bei der Weihe bestehende Ehe darf vollumfänglich fortgesetzt werden. Im Westen kommt für
den Priester und im Osten für den Bischof eine bestehende Ehe als Weihehindernis hinzu. Wird im Westen
ein verheirateter ehemaliger ev. Pfarrer zum Priester geweiht, wird er nicht vom Zölibat, sondern vom
Weihehindernis einer bestehenden Ehe entbunden. Die Zölibatsverpflichtung besteht unverändert, denn
nach Verwitweung darf er nicht erneut heiraten, genauso, wie unsere verheirateten Diakone und die orthodoxen
Priester und Diakone. Rechtsgundlage für die Ehelosigkeit von Ordensleuten ist nicht der Zölibat, sondern
die Ordensprofeß, zu der bekanntlich nur Unverheiratete zugelassen werden, abgesehen von einigen Dritten
Orden, die auch Verheiratete kennen.
Rudolfus: Kirchenspaltung Ihre Ausführungen stimmen insoweit nicht, als 1054 ausschließlich eine kurze
Trennung zwischen Rom und Konstantinopel bis zum Konzil von Lugdunum/Lyon, nicht jedoch zwischen Rom und
den anderen östlichen Patriarchaten bedeutet. Die Trennung war ein langer Prozeß, der im Wesentlichen
mit der endgültigen Trennung zwischen Rom und Antiochien in 1724 oder 1725 abgescnlossen wurde! Zum Konzil
von Trient sind sämtliche griechischen Bischöfe eingeladen worden, wobei die im türkischen Machtbereich
Lebenden nicht gekommen sind, um den Modus Vivendi mit der dortigen Regierung nicht zu gefährden. Noch
einmal: man kann das Jahr 1054 nicht für die Trennung von Rom und der gesamten Orthodoxie verantwortlich
machen.
Zölibat Dabei hätten auch zölibatäre Priester zur Verfügung gestanden. Witz? selbstverständlich
gilt der Zölibat auch für verheiratete Priester und Diakone, denn auch sie dürfen nach Verwitweung
nicht erneut heiraten!
Blackmore: Mixa Es kommt nicht darauf an, was die Presse schreibt, sondern ob Mixa wegen Devisenvergehen
rechtskräftig verurteilt ist. Solange es keine Veruteilung gibt, gilt der Beschuldigte als unschuldig.
Das ist jedenfalls rechtsstaatliche Praxis.
Blackmore: Devisenvergehen Dann sollte man diese Vorwürfe beim Namen nennen und nicht von unaufgeklärten
Vorwürfen sprechen. Wer hat diese Vorwürfe unter den Teppich gekehrt, und wer garantiert deren Wahrheitsgehalt?
Was wissen Sie selbst zu diesem Thema, und können Sie Ihre Aussagen glaubhaft belegen?
„bis heute nicht vollständig aufgeklärten Vorwürfe“ gegen Mons. Mixa Worin sollen diese angeblichen
Vorwürfe denn bestehen? Außer den Ohrfeigen und den vo der Stiftung in die Pfarrkasse umgeleiteten Geldern
war doch nichts! Zwar gab es Vorwürfe wegen sexuellen Mißbrauchs, aber Marco Schneider hat von seinem
Mißbrauch durch Mixa erst durch die Zeitung erfahren. Bei den Anderen handelt es sich um außerhalb einer
Gerichtsverhandlung und damit belanglosen eidesstattlichen Erklärungen. Da den diese Erklärungen veranlaßten
Rechtsanwälten die Ungefährlichkeit von Meineiden außerhalb des Gerichtssaals bekannt ist, sind die
beeidenten Vorwürfe nicht ernst zu nehmen. Wenn man jemanden etwas anhängen will und nichts geeignetes
findet, spricht man immer von unaufgeklärten Vorwürfen. Ich habe neulich im meinem eigenen weiteren
Umfeld entsprechendes erlebt.
Christr: Zölibat Ich interpretiere den Zölibat richtig! Die sprachliche Herkunft entscheidet nicht,
weil Vokabeln ihre Bedeutung verändern. So haben wir heute ein anderes Realitätsverständnis, als die
Scholastik (Universalienstreit), auch das Wort „Arbeit“ hatte im Mittelalter die Bedeutung der Tätigkeit
des Ritters, wohingegen es heute in seiner Bedeutung viel umfassender ist. Dann gibt es noch den Argeiter
als Berufsbezeichnung, der nichts mit dem Allgemeinen Begriff der Arbeit zu tun hat, wie im Begriff „Arbeitnehmer“!
Also bitte Vorsicht mit der Festschreibung dr Bedeutung von Begriffen! Die Rechtsgrundlage der Ehelosigkeit
von Mönchen und Ordensleuten bildet nicht der Zölibat, sondern die Mönchsweihe bzw. die Ordensprofess.
Denn vom Zölibat kann die Kirche aus eigener Machtvollkommenheit dislensieren, wohingegen sich die Mönchsweihe
bzw. die Ordensprofeß an Gott selbst richtet, so daß die Kirche bei einer Dispens im Namen Gottes handelt.
Ordensleute leben also nicht zölibatär, sondern ehelos. Da die Bischöfe der Ostkirchen aus dem Mönchtum
kommen, ist deren Ehelosigkeit nicht durch den Zölibat, sondern durch die Mönchsweihe begründet. Wird
ein verheirateter evangelischer Pfarrer nach Konversion Priester der lateinischen Kirche, so wird er nicht
vom Zölibat dispensiert, sondern von dem Weihehindernis einer bestehenden Ehe. Das ergibt sich daraus,
daß er nach Verwitweung – genauso, wie unsere ständigen Diakone und die verheirateten Priester der Ostkrichen –
nicht erneut heiraten dürfen…
Gotthard: zur Klarstellung Um was es in der latenischen Teilkirche geht, ist leider nicht so klar, weil
alle von der Abschaffung des Zölibates sprechen. Wenn man das wörtlich nimmt, geht damit die Forderung
einher, daß Priester auch nach der Weihe heiraten dürfen. So weit wird es aber nicht kommen, weil die
lateinische Kirche den aus apostolischer Zeit stammenden Zölibat unverändert beibehalten wird. Wie Sie
richtig feststellen, ist allenfalls mit einer Zulassung verheirateter Männer zum Priestertum zu rechnen.
Zölibat „Die orthodoxe Gemeinschaft sei erst bei einer Synode 682 vom bis dahin gemeinsamen Weg abgekommen:“
Diese Behauptung ist blanker Unssinn! Der Zölibat ist in der heutigen Orthodoxie noch genauso verpflichtend,
wie in der lateinischen Kirche! Offenbar kann der Autor nicht zwischen Zölibat und priesterlicher Ehelosigkeit
unterscheiden! Der Zölibat geht in der Tat auf Paulus (1 Tim. 3, 1-8). Im Titusbrief steht inhaltlich
im Wesenlichen daselbe. Hiernach darf nur Diakon werden, wer höchtsens einmal verheiratet war bzw. ist.
Damit ist für den Geweihten eine Zweitehe nach Verwitweung ausgeschlossen. Nichts Anderes besagt der
Zölibat, nämlich ein Heiratsverbot vom Diakon aufwärts. Hinzu kommt noch die Ehe als Weihehindernis
in der lateinischen Kirche für den Priester und in den Ostkirchen für den Bischof. Auch unsere lateinischen
ständigen Diakone dürfen nach der Weihe nicht mehr heiraten, auch nicht nach Verwitweung. Eine bereits
bestehende Ehe darf vollumfänglich fortgesetzt werden, das gilt in allen Traditionen für den Diakon
und im Osten auch für den Priester. Die Verwechselung zwischen Zölibat und priesterlicher Ehelosigkeit
ergeben sich aus den Verhältnissen in der lateinischen Kirche vor VATII: Damals war eine bestehende Ehe
ein grundsätzliches Hindernis zur Aufnahme in den Klerikat. Die Veränderungen nach VATII wurden offenbar
selbst von Theologen verschlafen.
Kissler: Brief an Lammert An dem Brief von Kisssler ist nichts auszusetzen, er liefert eine gut nachvollziehbare
Begründung für priesterlliche Ehelosigkeit (nicht zu verwechseln mit dem Zölibat!). Warum der Verfasser
ironisch schreibt: „Dann kommt Kissler ins Sinnieren“ ist nicht nachvollziehbar. Die Ausführungen von
Kissler, das muß ebenfalls gesagt werden, besitzen keinen Absolutheitsanspruch. Man kann durchaus die
Auffassung vertreten, daß nach dem Beispiel der Ostkirchen auch Verheiratete – selbstverständlich unter
Wahrung des Zölibates, wie auch dort zwingend – zu Priestern geweiht werden sollen. Die Anhänger dieser
Forderung übersehen jedoch geflissentlich die Folgen einer priesterlichen Ehescheidung: im Osten verliert
ein geschiedener Kleriker jede Möglichkeit, seine Weihevollmacht weiter auszuüben. Da das Weiheamt auch
wirtschaftliche Lebensgrundlage ist, liegt der Priester bzw. Diakon dann mittellos auf der Straße. Die
Gegner der priesterlichen Ehelosigkeit mögen da bitte genauer hinschauen. Über die Scheidungsrate unserer
verheirateten Diakone sind leider keine Zahlen bekannt. Möglicherweise liegt hier die Scheidungsrate
unter dem Bevölkerungsdurchschnitt, weil sie die Weihe in vorgerücktem Alter als reife Männer empfangen
und nicht in jugendlichem Alter, in dem man noch Träume hat und die Romantik einen nicht unerhebliche
Rolle spielt.
Abt Odilo Lechner Ich habe Altabt Odilo in 1974 während eines Aufenthaltes in einer bayerischen OSB-Abtei,
die er gemeinsam, mit Abt Adalbert Brettner aus Augsburg visitiert hat, persönlich kennnen gelernt, er
hat damals einen sehr soiliden Eindruck hinterlassen. Seine offensichtliche Sinneswandlung ist nicht nachvollziehbar.
Eigentlich müßte ein Abt wissen, daß der Zölibat auf Paulus selbst zurückgeht, in 1 Tim. 3 ordnet
er an, daß nur einmal Verheiratete Männer zu Diakonen geweihtwerden dürfen. Das schließt selbstverständlich
eiune Wiederheirat nach Verwitweung aus. Nichts anderes bedeutet aber der Zölibat: ein Heiratsverbot
für geweihte Kleriker vom Diakon aufwärts! Eine Änderung einer apostolischen Anweisung ist so gut wie
ausgeschlossen, das müßte ein Abt eigentlich wissen! Der Zölibat gilt in Ost und West gleichermaßen.
Im Westen kommt für Priester und im Osten für Bischöfe eine bereits bestehende Ehe als Weihehindernis
hinzu. Wird ein zur r.-K. Kirche (nicht etwa zum Katholizismus) konvertierter verheirateter evangelischer
Pfarrer zur Priesterweihe zugelassen, so wird er nicht von der Verpflichtung zum Zölibat dispensiert,
sondern von dem Weihehindernis einer bestehenden Ehe. Das ergibt sich aus dem Verbot, nach Verwitweung
erneut zu heiraten. Er wird also genauso behandelt, wie ein verheirateter ostkirchlicher Priester. Empfängt
ein Verheirateter die Diakons- oder Priesterweihe, darf er seine Ehe vollumfänglich fortsetzen.
Goldengel: Götzen Ihre Ausführungen sind völlig in Ordnung, widerlegen aber nicht die meinigen! Eben,
weil es nur einen einzigen Gott gibt, der sich uns in Jesus Christus geoffenbart hat, liegt der Gedanke
nahe, daß alle Religionen letztlich bewußt oder unbewußt denselben Gott meinen. Ob diese meine These
richtig oder falsch ist, wird das kirchliche Lehramt im Einvernehmen mit der vergleichenden Religionswissenschaft
in sicher nicht naher Zukunft klären.
Sykamore, Goldengel: Zölibat Im Osten wie im Westen darf bereits ein geweihter Diakon nicht heiraten.
Ein Geweihter, der sich scheiden läßt, verliert sein Weiheamt. Die lateinische Kirche ist die einzige,
die, von Ausmnahmen abgesehen, keine verheirateten Prieter kennt. Wollen Sie den gesamten verheirateten
Klerus des Ostens verurteilen? Bei aller Achtung vor Ihrer sauberen Grundhaltung: Sie scheinen mir ein
wenig vorschnell.
Zölibat – Priestermangel Bekanntlich hat sich das Verhältns von lebend geborenen Männern und Priesteramtskandidaten
kam verändert, d. h. die Anzahl der Priesteramtskandidaten ist etwa in demselben Verhältnis zurückgegangen,
die der Geburten. Der Zölibat stammt tatsächlich aus apostolischer Zeit. Paulus fordert in 1 Tim. 3,
daß nur Diakon werden kann, wer höchstens einmal verheiratet war bzw ist. Das schließt eine Wiederverheiratung
nach Verwitweung aus. Nicht mehr und nicht weniger beinahaltet der Zölibat. Später kam die Ehe als Weihehindernis
für Priester im Westen und für Bischöfe im Osten hinzu. Deswegen kennt der Osten verheiratete Prieser,
der Westen jedoch nur verheiratetete Diakone. Verheiratete Bischöfe sind sowohl in Ost, als auch in West
heute unbekannt.
Priesterehe – Zölibat Der Zölibat wird mit Sicherheit nie aufgehoben, weil er innerhalb der Traditionskirchen
allgemein anerkant ist. Damit gibt es auch keine Heirat von Priestern und Diakonen. Eine andere Frage
ist, ob die Ehe als Weihehindernis für die Priester aufgehoben wird, wie in den Ostkirchen üblich und
bei unseren Diakonen praktiziert, für die die Zölibatsverpflichtung unverändert weiter gilt.
Götzen Woher weißbesagter Destriktoberereigentlich, daß die anderen Religionen zu Götzen beten? Kann
es nicht auch sein, daß sie unter einem jeweils anderen Gottesbild denselben Gott meinen? Das ergibt
sich daraus, daß es nur einen einzigen Gott gibt und nicht mehrere Götter, einmal abgesehen von jenen,
die ihren Bauch zu ihrem Gott machen.
„byzantinische Gemeinschaften“ ist falsch, richtig: „byzantinische Kirchen“, schon alleine deswegen, weil
ein Teil davon mit Rom in voller Kirchengemeinschaft lebt!
gallei: „Bischof spielen“ In der r.-k. Kirche ist, genauso, wie in den östlichen Kirchen die Ehe ein
Weihehindernis für den Empfang der Bischofsweihe. Es handelt sich um eine uralte Tradition, daß die
Bischöfe im Osten aus dem Mönchstand genommen werden. Im r.-k. Westen gilt dieses Weihehindernis bereits
für die Priesterweihe. Es handelt sich hier ausschließlich um Fragen der Kirchendisiplin und nicht um
Glaubensfragen. Für die Orthodoxie gilt m. W. die Ehe der anglikanischen Bischöfe nicht als Hindernis
für eine volle Kirchengemeinschaft.
Rudolfus: Kardinal Die Bezeichnung „Ehrenkardinal“ ist schon alleine deswegen völlig unsinnig, weil sie
kein juristischer Begriff ist, sondern rechtlich belanglose Erfindung irgendwelcher völlig bedeutungsloser
wichtigtuerischer Privatleute. Dagegen kennt das Recht Ehrenmitglieder, Ehrenvorsitzende, Ehrendechanten,
Ehrendomherren usw… aber keinen Ehrendomkapitular, Ehrenabt, Ehrenbischof usw… Diese Leute heißen
nach Resignation Domkapitular i. R., Altabt, Altbischof usw… Diese Leute verlieren mit ihrer Pensionierung
alle jurisdiktionellen Recht, Kardinäle über 80 jedoch lediglich das Recht und die Pflicht, an der Papstwahl
teilzunehmen. Bleibt ein Kardinal übr das 80. Lebensjahr hinaus residierender (Erz-)Bischof, verliert
er ausschließlich das Recht der Papstwahl, nicht jedoch das der Leitung seiner Eparchie, z. B. Kardinal
Tomaschek, ehemaliger Erzbischof von Prag.
Ghislieri, Sycamore GH: Sie sehen die Angelegenheit zu oberflächlich. Es geht nicht um ein Angebot von
oben herab, sondern um die Frage, was zur Wiedererlangung der vollen Kirchengemeinschaft notwendig ist.
SY: Ihren Ausführungen stimme ich zu. Zur „heiligen katholischen Kirche“: Der Apostelschüler Ignatius
von Antiochien sagt: Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“. Damit ist christlich und katholisch
gleichbedeutend. Selbst Luther hat sich noch als katholisch und uns römische Katholiken als Papisten
bezeichnet. Erst seit der Aufklärung hat der Begriff „katholisch“ , und das auch nur im Westen, seine
konfessonelle Bedeutung. Alle Ostkirchen führen in ihrem vollen Titel noch heute das Adjektiv „katholisch“.
So geht die Ökumene heute von der einen, aber gespaltenen Kirche aus.
Rudolfus: Jurisdiktion Das von Ihnen zitierte Jurisdikionsverständnis ist aber nicht durchsetzbar, weil
die Ostkirchen sich auf die Tradition von vor 1000 berufen und spätere Dogmen -unabhängig von möglicher
inhaltlicher Anerkennung (wie z. B. 15. August)- nicht als Dogmen anerkennen! In den gesamten Dogmen über
die Jurisdiktionsgewalt des Papstes sehen diese Kirchen eine rein lateinische Angelegenheit. Das ist ja
gerade das Problem!
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Liturgische Farben habn absolut nichts mit Folklore zu tun, obwohl es hier
in den einzelnen Traditionen Unterschiede gibt. So benutzt die byzantinische Tradition an Pfingsten z.
B. grün, genauso die römische vor dem Tridentinum. Schließlich sagt die liturgische Farbe Wesentliches
über das Festverständnis aus und ist damit keine oberflächliche Sache.
Der Rabe: 68er Ideologie Ihrer Auffassung stimme ich zu! Zwar sind die braune und die rote Ideologie auch
nicht ohne, aber die geistige Verwirrung durch die 68er ist wohl einmalig in der Geschichte.
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Was versstehen Sie in diesem Zusammenhang unter Folklore? Das Glaiubensbrekenntnis
ist – abgesehen vom filioque – in allen christlichen Kirchen gleich! Damit besteht eine breite gemeinsame
Grundlage. Es geht also, wie schon festgestellt, um das Kirchenverständnis bei den reformatorischen Kirchen
und das Petrusamt im Verhältnis zu den anderen Traditionskirchen! Hinsichtlich des filioque wurde auf
dem Konzil von Ferrara-Florenz die gemeinsame Formel „ex patre per filium“ gefunden, die von der bulgarischen
Kirche in der Kathechese noch heute benutzt wird.
Ghislieri: Ihre Stellungnahme Die Teilnahme an der Papstwahl ist nicht das einzige Recht der Kardinäle,
es handelt sich hier nicht nur um ein Recht, sondern um eine Pflicht. Nach Ihrem privaten Verständnis
wären alle Kardinäle über 75 JAhren Ehrenkardinäle, diesen Begriff kennt die Kirche jedoch nicht.
Es heißt nicht einmal „Kardinal i. R.“ oder „Kardinal a.D.“, wie bei Domkapitularen. „Ehrenkardinal“
ist also eine Titulatur privaten Rechtes und damit Unsinn. JPII wird werder eilig, noch heilig, sondern
seliggesprochen. Eiligsprechung ist also Unsinn. Assisi ist kein Greuel, sondern Mission auf höchster
Ebene! Auch in der alten Kirche wurden theologische Streitfragen auf der Ebene von Hymnen ausgetragen,
erst später wurden Konzilien Philisophenkongresse. An diese Tradition knüpft JPII im Gespräch mit anderen
Religonen an.
Sykamore: Ökumene, nicht Ökumenismus Es ist richtig, daß Voraussetzung guter Gespräche gegenseitige
Ernstnahme ist. Hier wird aber gefordert, daß die anderen Kirchen bedingungslos und reuig zu Rom zurückkehren,
und diese Forderung ist schlichtweg nicht durchsetzbar. Es geht vielmehr um die Frage, was zur Wiederaufnahme
der vollen Kirchengemeinschaft notwendig ist ohne dabei Grundlegendes der eigenen Tradition aufzugeben.
Hier gibt es selbstverständlich gerade mit den reformatorischen Kirchen wegen deren von den Traditionskirchen
abweichendem Kirchenverständnis (apostolische Sukzession) Probleme, die für uns Heutige so gut wie unüberwindbar
erscheinen. Mit den anderen Tradiktionkirchen geht es im Wesentlichen um ein gemeinsames Verständnis
des Petrusamtes. Hier ist klar, daß Rom gegenüber den anderen Patriachaten nicht dieselbe Jurisdiktionsgewalt
hat, wie gegenüber den Bischöfen der eigenen lateinischen Teilkirche, weil sich die Ostkirchen zu Recht
auf die Tradition vor 1000 berufen. Hier ist wieder zwischen Reichskirche und den Kirchen außerhalb des
Römischen Reiches zu unterscheiden, die Rom nie unterstanden haben.
Familie Man sieht hier eindrucksvoll die geistigen Exkremente der „Frankfurter Schule“! Die kritische
Theorie geht von dem Axiom aus, daß der Kapitalismus Bewußtsein, Lebensform und Charakter des Menschen
deformiere, übersieht aber geflissenlich, daß das für jede Ideologie gilt, also auch für die von 1968!
Aus der „Frankfurter Schule“ stammt die Meiunung, die Familie sei die Keimzelle jeglichen Faschismus,
so ist die heute übliche Diskriminierung der Familie zu erklären.
Brandmüller, Eiligsprechung Brandmüller ist ordnungsgemäßer Kardinal! „Ehrenkardinal“ ist Unsinn!
Abgesehen vom Recht der Teilnahme an der Papstrwahl hat Brandmüller alle Rechte und Pflichten eines Kardinals,
wohingegen ein Ehrenkardinal keinerlei Verpflichtung hätte! „Eiligsprechung“ ist ebenfalls dummes Zeug,
JPII wird ordnungsgemäß selig gesprochen! Hier wurde – wie bei Mutter Theresa – lediglich die Frist
zwischen Ableben und Begiunn des Verfahrens verkürzt, wie Kardinal Meisner in einem Interview mit dem
Domradio bestätigt hat.
Ökumene – Wertschätzung Das Gebot der Nächstenliebe als auch die Pragmatik verlangen, mitdem jeweiligen
Gesprächspartner auf Augehhöhe zu verhandeln, soll es überhaupt zu ernsthaften Verhandlungen kommen.
Nur ein Gesprächpartner, der sich ernst genommen weiß, verhandelt auch ernsthaft. Hier sind offenbar
einigen Leuten, die seitens Rom eine Verhandlung von oben herab erwarten, sämtliche Sicherungen durchgeknallt.
Der Rabe: Hirntot In der Columba-Kirche in Köln (St. Maria in den Trümmern), von den Minoriten betreut,
wird regelmäßig für die ungeborenen Kinder gebetet!
…alte Mißstände Wir dürfen froh und dankbar sein, daß BXVI die Linie seines Vorgängers, die auch
die Linie von VATII ist, nahtlos fortsetzt, also fort vom Kathoilizismus und hin zur Katholizität.
„Miterlöserin“ VATII hat ganz bewußt ein Dogma in Sachen Miterlöserin abgelehnt. Die Mutter unseres
Herrn ist eben nicht Miterlöserin, sondern Ersterlöste. Das ergibt sich auch aus dem goldenen Buch von
Ludwig Maria Grignon von Montfort. Das Fest „Matis Königin“ hat es bereits vor VATII gegeben, es wurde
am 31. Mai gefeiert und wurde von VATII auf den ehemaligen Oktavtag von Mariä Entschlafung verlegt. Die
byzantinische Tradition feiert am 15.August (mit Okttav!) dasselbe, wie wir lateinische Katholiken (Mariä
Himmelfahrt), obwohl im Osten nicht dogmatisiert.
Pius-Brüder Natürlich ist ein Haß auf die Piusbrüder völlig unvertretbar. Es geht einfach darum daß
diese Bruderschaft die Religionsfreiheit und die Ökumene ablehnt, also am Katholizismus zulasten der
Katholizität festhält. Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, denn die von der Bruderschaft
vorgetragenen Argumente sind zwar nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen, aber sachlich überzeugend
und zwingend widerlegbar.
Johannes Paul II Hier treffen offenbar Vertreter von Katholizität und Katjholizismus unversöhnlich aufeinander.
Die ernsthafte Sorge der Katholizisten um den Erhalt des rechten Glaubens ist selbstverständlich ernst
zu nehmen. Gleichzeitig müssen wur aber sehen, daß das Glaubensgut weit über die vom Katholizismus
vertretene Ideolgie hinausgeht. Es läßt sich z. B. nicht leugnen, daß gewisse Grundwahrheiten in allen
Hochreligonen vertreten werden, das bedeutet jedoch nicht, daß diese Religionen gleich sind, denn an
der Inkarnation der Liebe durch Jesus Christus führt kein Weg vorbei, und hierin steht das Christentum
an der Spitze der Evolution. Verwiesen sei hier auf die Tagung „Die Evolution der Religionen – Humanwissenschaften
auf der Suche nach dem ‘Sinn’ des Glaubens“ vom 11.-13. Febr. 2011, veranstaltet durch den Arbeitskreis
„Naturwissenschaft und Glaube“ des Bundes Neudeutschland, in Oberwesel (näheres unter nugev.de). Wir
dürfen nicht vergessen, da JPII ein glühender Marienverehrer war, damit (so Grignon) eine gute Verbindung
zum Hl. Geist pflegte und täglich Stunden in der Stille des Gebees zugebracht hat. Er hatte damit einen
deutlich weiteren Horizont, als die Mehrheit der Theologieprofessoren, von denen er übrigens auch einer
war. Schließlich ist der Fall des Eisernen Vorhanges zu einem guten Teil sein Verdienst.
Ruhrgebietler: Religionsfreiheit Wir müssen unterscheiden zwischen dem völlig legitimen Wahrheitsanspruch
der biblischen Glaubensaussagen und den damit verbundenen Ausführungen des kirchlichen Lehramtes einerseits
und dem Recht auf Religionsfreiheit anderseits. Hinsichtlich Ihrer Aussagen über die r.-k. Kirche stimme
ich Ihnen selbstgverständlich zu, nicht jedoch Ihrer Ablehnung der Religionsfreiheit, die sich aus der
Schöpfung selbst unmittelbar ergibt: Wir können weder die Existenz Gottes noch ihr Gegenteil zwingend
wissenschaftlich beweisen, und dieser Tatsache haben wir uns zu stellen, ob wir wollen oder nicht. Gott
hätte sich in seiner Allmacht unstreitig einer wissenschaftlich zwingenden Beweisführung öffnen können.
Daß er das nicht getgan hat, zeigt unwiderlegbar daß er das auch nicht gewollt hat und bis heute nicht
will! Was will Gott uns damit sagen? Nun, wir wir im 1. Johannesbrief lesen, ist Gott die Liebe, und wer
in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Gott will also nicht wissenschaftlich bewiesen,
sondern in Liebe erkannt werden, und wer ihn in Liebe erkennt, erkennt ihn im gesamten Kosmos, in der
Wissenschaft und im gelebten Alltag. Das Erkennen in Liebe ist aber kein objektiver, sondern ein subjektiver
Vorgang. Denn wir verdanken unsere individuelle persönliche Verschiedenheit alleine der Tatsache, daß
Gott jeden von uns anders liebt und von jedem auf seine unverwechselbare eigene Art wieder geliebt werden
will.
Viderung omnes: Assisi Es handelt sich um eine eigenständige christliche Philosophie, und damit um einen
ähnlichen Austausch, wie zwischen dem Christentum und der ebenfalls heidnischen griechischen Philisophie
des Aristotheles! Warum soll ein solcher Austausch nur im Altertum erlaubt gewesen sein? Unsere Vorstellungen
über die Hölle z. B. sind weitestgehend den griechischen Vorstellungen entnommen. Ich verwerfe nicht
frühere Aussagen, sondern ergänze sie. Mit dem zusätzlichen Hinweis auf den politischen Hintergrund
sind die Aussagenzur Theologie in keiner Weise relativiert. Hätten Sie mit Fremdsprachen zu tun, kennten
Sie die Übersetzungsprobleme. In unsererem Fall kommt noch die völlg unterschiedliche Denkweise von
Semiten und Griechen hinzu. Selbstverständlich darf der Papst ein solches Gebetstreffen einberufen, weil
es sich um die Fortentwicklung altkirchlkicher Tradition handelt, wie bereits festgestellt. Sie begreifen
eben nicht, daß ein Austausch nicht nur auf der Ebene des analythischen Denkens der Wissenschaft, sondern
auch auf der Ebene des verknüpfenden Denkens der Meditation und des Gebetes möglich ist, wie auf den
ersten Konzilien geschehen. So erwecken Sie den Eindruck eines extremen Rationalisten.
Viderung omnes: Assisi Daß sich die Traditionskirchen wegen Ablehnung von Neuerungen gegrennt haben,
ist nachweislich falsch. Es ging um Politik, wobei die Trennung theologisch begründet wurde. Denn solange
die Kirche im Römischen Reich verfolgt wurde, hatten es die Christen außerhalb des Reiches gut. Nach
dem Mailänder Tolleranzedikt und der Anerkennung des Christentums als Staatsreligion durch Konstantius
galten die Christen als römische Agenten.Auch die Trennung von Rom und Byzanz hatte nachreislich politische
Gründe. So hat Papst Martin nach dem Konzil von Lyon/Lugdunum die dort beschlossene Einheit wegen französischer
Machtinteressen gekündigt. Daß die Annäherung der Religionen zum Synkretizismus führen muß, ist eine
unbewiesene Behauptung. Zum filioque hat das Konzil von 1439 die Formulierung (ex pastre per filium) gefunden,
die heute nur noch in der bulgarischen Kirche, dort aber nur in der Kathechese benutzt wird. Gerade die
Protestanten haben sich aus theologischen Gründen ( u. a. Transsubstantiation – Consubstantiation, Opfercharakter
der Messe) getrennt. In Assisi geht es eben nicht um einen Einblick, wie Sie als Rationalist behaupten,
sondern m das Erlebnis, die Ausstrahlung chistlichen Betens und um ein unmittelbares – also nicht nur
wissenschaftliches – Kennenlernen der Spiritualität als Grundlage für ein Gespräch auf wissenschaftlicher
Grundlage, um das tiefere Erlebnis des Umgangs mit Gott, wobei die Frage, ob alle Religionen zu ein und
demselben Gott beten, umstitten ist.
Helena: Kreuze Die ganze Antikreuzpolitik ist eigentlich ein trauriger Witz! Denn 74 % der heutigen Mitglieder
der EU sind Christen! Wieso bestimmt die Minderheit von 26 %, wo es lang geht. In Demokratien entscheidet
aber normalerweise die Mehrheit! Damit sind die Kreuzgegner schlichtweg anmaßend! Die Kirchen stellen
sich hier wegen Fehlens jeglicher Reaktion als der größte Schlafsaal Europas vor. Wieso werden die wenigen
Schüler, die anmaßenderweise die Entfernung der Kreuze durchsetzen, nicht so lange gemobbt, bis sie
klein beigeben oder die Schule verlassen? Aber auch eine andere Reaktion ist möglich: Wieso hängt man
nicht statt des Kreuzes eine Europa-Flagge auf? Die 12 Sterne stehen nämlich für die mit 12 Sternen
gekrönte Frau in der Apolalypse. Damals ist es den Christen glücklicherweise gelungen, die Ahteisten,
die diesen Zusammenhang nicht kennen, über den Tisch zu ziehen. Gegen die Europa-Flagge kölnnen selbst
fanatische Atheisten nichts einwenden.
Pius-Brüder Dien Pius-Brüder vertreten eben nicht die Katholizität, sondern den Katholizismus, wie
sich aus deren Ablehnung von Religionsfreiheit und Ökumene ergibt, also dem wesentlichen Lehrunterschieden
zwischen Rom und Econe. Die Verpflichtung zur Ökumene ergibt sich aus den Abschiedsreden Jesu, in denen
er geradezu leidenschsaftlich zur Einheit aufruft. Damit liegt die Bruderschaft mit der Ablehnung der
Ökumene völlig falsch. Die Religionsfreiheit ist in der Schöpfung selbst grundgelegt, aus der sich
keine zwingende Beweisbarkeit Gottes (freilich auch nicht des Gegengteils!) ergibt. Er hätte sich in
seiner Allmacht durchaus einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung öffnen können, wenn er gewollt
hätte. Gott will eben nicht wissenschaftlich zwingend bewiesen, sondern in Liebe erkannt werden, und
wer ihn in Liebe erkennt, erkennt ihn in der gesamten Schöpfung, im Kosmos, in der Wissenschaft und im
gelebten Alltag! Damit liegt die Bruderschaft auch hier voll daneben. Wir hoffen und beten, daß es doch
nur zur vollen Kirchengemeinschaft kommt.
Dr. Christph Heger: gemeinsamer Gott Ich habe vorsichtig als These formuliert und damit ausdrücklich
darauf verzichtet, Allgemeingültigkeit zu beanspruchen! Zu meiner These selbst: Ihren Ausführungen stimme
ich zu, nicht jedoch den Folgerungen, die Sie hieraus ziehen: denn, wie ich ausdrücklich festgesellt
habe, ist es durchaus möglich, daß die verschiedenen Religionen unterschiedliche Vorstellungen von ein
und derselben Gottheit haben, die sich selbstverständlich gegenseitig ausschließen können. Wir Christen
beziehen unsere Offenbarung durch Jesus Christus in der hl. Schrift.
Vderung omnes: Assisi Ihre Ausführungen gehen im Sinne eines extremen Rationalismus (also der ideologischen
Ausgabe der Rationalität!) weit an der Wirklichkeit vorbei! Natürlich können wsich Religionen ohne
Aufgabe grundlegende eigener Lehraussagen einander annähern, wie die Auseinandersetung zwischen der ostsyrischen
Kirche und den Anhängern der Lehre Buddas vor 1248 beweist, die zu einer eigenständgen christlichen
Philosophe geführt hat, die keinen Personenbegriff kennt. Im Übrigen hat Budda über in der Gestalt
von Barlaam und Joasaph sogar Eingang in den r.-k. HEiligenkalender gefunden! Wie lange der Weg zur Verständigung
dauern kann, sehen wir selbst im christlichen Bereich: 1500 (i. W. fünfzehnhundert) Jahre hat es gedauert,
bis sich herausgesgellt hat, da die vorchalcedonensischen Kirchen hinsichtlich der Natur Jesu Christi
dasselbe meinen und dem Nestorius damals großes Unrecht geschehen ist. Das Problem war die Übersetzung
der griechischen Konzilstexte in die semitischen Sprachen, die infolge völlig anderer Denkweise auch
anders konstruiert sind. Dei Probleme mit anderen Religionen sind verständlichrweise deutlich größer.
Es geht ja in Assisi gerade darum, durch Vortrag von Gebeten das Christentum von Innen heraus bekannt
zu machen, also nicht nur auf wissenschaftliche Ebene, wiewohl letztere natürlich voll dazu gehört.
Sie übersehen geflissentlich, daß Assisi Mission auf höchster Ebene ist.
Poier, Ghislieri Poier: Ihren Ausführngen stimme ich zu. Ghislieri: Es stimmt, daß das Tirdentinum -zumindest
meines Wissens – keinen Ritus verboten hat. Zwar hat der damalige Papst versucht, den ambrosianischen
Ritus von Mailand abzuschaffen, konnte sich aber nicht gegen seinen Neffen, den damaligen Karl Kardinal
Borromäus, Erzbischof von Mailand durchsetzen. Letzterer hat kurzerhand und erfolgreich mit einem Schisma
gedroht, und dieser Ungehorsam hat seiner Heiligkeit keinen Abbruch getan. In Trient wurde jedoch ein
pyramidales Ritenverständnis entwickelt, nachdem sich der Wert eines Ritus danach richtete, wie ähnlich
er dem römischen Ritus war. Dieses pyramidale Ritenverständnis hat VATII abgeschafft.
Viderung omnes: Assisi Es geht hier eben nicht um Sophistik, sondern um eine Entwicklung im Sinne der
Sozialisation von Teilhard de Chardin. Was ist dagegen einzuwenden, wenn verschiedene Religionen in Gegenwart
von Vertretern anderer Religionen beten? Es handelt sich, wie bereits festgestellt, um kein gemeinsames
Gebet verschiedener Religionsvertreter. Sie dürfen nicht vergessen, daß es es ein Anliegen des Konzils
war, die r.-k. Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus (also des 19. Jahrhunderts) zurückzuführen
in die ursprüngliche Weite und Freiheit ihrer Katholizität. „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“,
so der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Von Katholzismus bzw. einer katholizistischen Kirche ist
da nichts gesagt. Unübersehbar ist, daß hier eine altchristliche Tradition im konservativen Sinne fortentwickelt
wird und nicht im Sinne des Epigonentums unverändert übernommen wird, wie Sie offenbar unterstellen.
Ob eine solche Entwicklung Bestand hat, wissen wir im Voraus nie, dürfen aber hoffen und darum beten,
daß sie vom Geist des Herrn getragen wird.
Dr. Christoph Heger: gemeinsamer Gott Über die Frage, ob Christen, Juden und Moslems zu ein und demselben
Gott beten, gehen die Meinungen m. E. völlig zu Recht auseinander. Letztlich ungeklärt ist die Frage,
ob es nur unterschiedliche Bilder von ein und demselben Gott sind, oder tatsäch verschiedene Gottheiten.
Meine These: da es nur einen einzigen Gott gibt, muß es dieselbe Gottheit sein, zu der alle Religionen
beten, die Religionen haben lediglich unterschiedliche Vorstellungen von ein und demselben Gott. Wir Christen
verdanken unser Wissen über diese einzige Gottheit, die es gibt, der Bibel, in der sich Gott in seinem
Sohn Jesus Christus selbst offenbart.
„Interreligiöses“ Gebet in Assisi Das Treffen ist in keiner Weise synkretistisch, weil die Teilnehmer
nicht gemeinsam begten, sonden jede Relgion ihre Gebete alleine Vorträgt! Es handelt sich also gar kein
interreligiöses Gebet, weil die Vertreter der verschiedenen Relgionen eben nicht gemeinsam beten. Schon
auf die ersten Konzilien, die noch keine Philosophenkongressen waren, wurde die richtige Glaubensformulierung
auf der Ebene von Hymnen gefunden, der Hymnus mit der richtigen Theologie wurde von Konzil als richtig
anerkannt. Auch heute noch sind die ostkirchlichen Hymnen weitestgehend gesungene Theologie! Auf diese
Tradition griff JPII zurück, und es ist hocherfreulich, daß sein Nachfolger diese Tradition fortsetzt,
denn es handelt es sich hier um Mission auf höchster Ebene! Interessant ist, daß dieses Treffen gerade
von den Konservativen (ich selber bin konservativ) richtig eingeschätzt wird, die so fortschrittlicher
sind, als die Progressiven.
Lisibals Poier: Ritus Bis zum Konzil von Trient waren alle Riten gleichwertig! VATII hat diese Ornung
wieder hergestell! Ritus ist nicht nur Liturgie, sondern die Gesamtheit von Kult, Theologie und Tradition.
Das einizige, was unns von den Ostkirchen tatsächlich trennt, ist das Verständnis des Petrusamtes. Hierbei
ist zu berücksichtigen, dáß die Kirchen außerhalb des römischen Reiches Rom nie unterstanden haben
und sich daher ihr Verhältnis zu Rom anders stellt, als für die Kirchen des ehemaligen römischen Reiches!
Lisibald Poier: Kirche Die sogenannten unierten Kirchen gehören genauso zr römisch-katholischen Kirche,
wie die lateinische Teilkirche. Insoweit sind Ihre Ausführungen falsch. Katholisch ist eben weit mehr,
als lateinisch!
Ökumene, nicht Ökumenismus! Die Kritik Scheiders an der Rede des Papstes im Bundestag ist in keiner
Weise nachvolliehbar. Mit seinem Hinweis auf die unterschiedliche Auffassung von Amt und Kirche nicht
nur zwischen evangelischer und katholischer Kirche, wie er meint, sondern zwischen reformatorischen und
Traditionskirchen grundsätzlich hat er Recht. Ihm ist aber anzukreiden, daß sich sein Kirchenhorihzont
sich offenbar auf katholisch und evangelisch beschränkt. Das läßt für die Ökumene auf nichts gutes
hoffen. Hinsichtlich des Papstes bestehen mit den nichtkatolischen Traditionskirchen ähnliche Probleme.
Das sollte Schneider berücksichtigen.
Abtreibung Es sind häufig nicht die Mütter, die abtreiben wollen, sondern die Väter, die die Verantworung
für ihr Kind mangels persölicher Reife nicht übernehmen wollen und daher die Mütter gegen ihren Willen
zur Abtreibung drängen. So lange „Donum vitae“ als kirchliche Organisation zumindest stillschweigend
geduldet wird, ändert sich nichts.
Sykamore: Zölibat Die dort genannten Quellen schaue ich nicht nach, weil das von mir beschriebene Zölibatsverstgändnis
mit dem Sachverhalt völlg übereinstimmt. Leider wird über den Zölibat viel Unfug geschrieben und geredet,
weil die Leue nicnhgt zwischen priesterlicher Ehelosigkeit und Zölibat ungerscheiden können!
Kondom Die Angrffe auf den Papst in Sachen seiner Verlautbarung über Kondome zeigen nur die schwach entwickelte
geistige Infrastrukur seiner Kritiker. Denn es ging hier ausschließlich um Nutten, die ohnehin außerhalb
der kirchlichen Wertordnung leben. Hier ist die Kondombenutzung zur Vermeidung von Ansteckungsgefahr eindeutig
das kleinere Übel.
Macadamia Nuts: Mobbing Eine andere Möglichkeit als herausmobben gibt es leider aufgrund der derzeitigen
Rechtslage nicht! Denn wenn der Schüler bzw. die Schülerin in der Klasse bleibt, hat er bzw. sie einen
einklagbaren Rechtsanspruch auf Entfernung des Kreuzes, der nur durch hinausmobbing entfällt.
Sycamore: Zölibat Der Zölibat gilt unverändert in der lateinischen Kirche und den katholischen, orthodoxen
und vorchalcedoinensischen Kirchen gleichermaßen, er geht auf 1 Tim. 3 zurück. Hier bestimmt Paulus,
daß ein Kleriker bei seiner Weihe nur einmal verheiratet sind darf, das schließt eine erneute Ehe nach
Verwitweung aus. Das grundsätzliche Heiratsverbot nach der Weihe bedeuget eine Erweiterung dieser Vorschrift.
Nichts anderes bedeutet aber der Zölibat: ein Heiratsverbot nach der Diakonenweihe. Eine bereits bestehende
Ehe darf uneingeschränkt fortgesetzt werden. In der lateinischen Kirche kommt zum Zölibat noch das Weiheverbot
zum Priester bei einer bestehenden Ehe hinzu. Hiervon wird aber dispensiert, wenn ein verheirateter evangelischer
Pfarrer zur lateinischen Kirche übertritt und dort Priester werden möchte. Das bedeutet aber keine DIspenz
vom Zölibat, denn nach Verwitweung darf besagter Priester nicht erneut heiraten, d. h., es gilt dieselbe
Regelung, wie bei den Ostkirchen, die ebenfalls – wegen der Zölibatsverpflichtung – eine Heirat oder
Wiederheirat nach der Weihe verbieten.
krak: Bischöfe krak stimme ich gerne zu! Die fortgesetzten Äußerungen zu den Mißbrauchsfällen sind
reine Beschäftigungstheorie der deutschen Bischöfe, um von den tatsächlich jetzt anstehenden Problemen
abzulenken! Da ist zunächst die Abnahme der Kreuze in den Schulen und möglicherweise in weiteren öffentlichen
Gebäuden. Die Tatenlosigkeit, mit der die offiziellen Kirchen (r.-k., evgl.) solche Skandalurteile schlucken,
ist himelschreiend! Wieso werden die abgenommenen Kreuze nicht durch die Europa-Flagge ersetzt, die mit
ihren 12 Sternen der sternengekrönten Frau aus der Apokalypse entnommen ist und daher ebenfalls ein relgiöses
Zeichen ist, mit der die damals noch wachen Christen die Laizisten über den Tisch gezogen haben? Man
sieht an der felenden Reaktion, daß die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland gleichzeitig
die größten Schlafsääle sind. Im Übrigen sind 74 % der Europäer Christen. Wieso bestimmt die Minderheit
von 26 %, wo es lang geht? Wenn in einer Klasse mit überwiegend christlichen Schülern einen das Kreuz
stört, wieso muß auch hier die Mehrheit nach der Pfeife der Minderheit tanzen? Wieso wird der betreffende
Schüler nicht sollange gemobbt, bis er Ruhe gibt?
Gallow: Sie schreiben Unsinn! Die Priester der römischen und orthodoxen byzantinischen Kirchen dürfen
nicht heiraten!!!!!!!!!!!!!!!! Auch für diese Priester und Diakone gilt die Zölibatsverpflichtung genauso,
wie für die Kleriker der lateinischen Teilkirche! Sie können nicht zwischen priesterlicher Ehelosigkeit
und Zölibat unterscheiden! Der zölibat geht auf 1 Tim. 3 zurück, wo Paulus festsetzt, daß ein Kleriker
nur einmal verheiratet sein darf. Das schließt eine Wiederheirat des Geweihten nach Verwitweung aus.
Der nächste Schritt war das grundsätzliche Heiratsverbot für Geweihte, eine bereits bestehende Ehe
darf uneingeschränlt fortgesetzt werden, so ist es bis heute, auch für unsere ständigen Diakone. Nicht
mehr und nicht weniger bedeutet der Zölibat! Für Priester der lateinischen Teilkirche kommt eine bestehende
Ehe als Weihehindernis hinzu. Wird ein verheirateter evangelischer Pfarrer nach Konversion zur lateinischen
Teilkirche zum Priester geweiht, so wird lediglich vom Weihehindernis einer bestehenden Ehe dispensiert,
nicht jedoch vom Zölibat: nach Verwitweung darf ein solcher Priester – genauso, wie ein bei der Weihe
verheirateter orhodoxer Priester – nicht erneut heiraten.
Saubere Ärzte werden dann ihren Dienst beenden und andere Tätigkeiten suchen, in denen sie Ihre berufliche
Qualifiukation verwerten können. Was zur Behandlung von Patienten übrig bleibt, ist menschlich-moralischer
Schrott!
Obige Messe war ganz klar ungültig, weil nur die Wandlung des Brotes in den Leib Christi vollzogen wurde,
nicht jedoch die des Weines in das Blut unseres Herrn, es sei denn, man hat diesen Teil der hl. Wandlung
im Rahmen der Kürzung ausgeschnitten. Die Epiklese ist mehr, als dünn und wohl mit Sicherheit ebenfalls
ungültig. Der r.-k. Zelebrant trägt eien Ring. Maßt es sich etwas biscöfliche Würden an ?
Bischof Mixa Außer ein paar Ohrfeigen, die aber kein Rücktrittsgrund sind, gibt es gegen diesen Bischof
überhaupt keine ernst zu nehmenden Anklagen. Das ergibt sich eindeutig aus dem bishr fehllenden Ermittlungsverfahren.
evangelischer Christ: Zölibat Auf der von mir zitierten Übersettungn beruht doch der klerikale Zölibat
in Ost und West gleichermaßen. Ihre Übersetzung ist deswegen nicht richtig, weil es in der gesamten
jüdischen und christlichen Tradition Vielmännerei nie gegeben hat!
Westerwelle Hier von Ehe zu prechen, ist der Gipfel der Verhöhnung anständig Denkender. Daß die Presse
hier von ener heimlichen Hochzeit schreibt, ist ein weiterer Beweis für die Verhöhnung der Öffentlichkeit.
Men sieht hier die Überheblichkeit der politischen Klasse!
verheiratete Priester Daß verheiratete Priester für die Gemeinden Nachteile, erst recht schwere Nachteile
haben, ist vollendeter Unsinn. Eine ganz andere Frage ist natürlich, ob man in der (lateinischen) Westkirche
Verheiratetere zu Priestern weihen sollte. Meiner persönlichen Meinung nach würde das Nachgeben gegenüber
dem bestehenden Druck die derzeitige westliche Substanzglosigkeit nur vergrößern. Da die verheirateten
Priester aus dem ständigen Diakonat genommen würden, würde dieser ausbluten, was nicht im Sinne von
VATII ist. Man sollte die Gründe dafür und dagegen gut abwägen, denn erweist sich die Zulassung Verheirateter
zum Priestertm als Fehlentscheidung, wäre sie nicht mehr rückgängig zu machen. Weiter ergibt sich die
Frage wegen des Episkopates. Im Osten entstammen sämtliche Bischöfe dem Mönchsstand. Ein verheiratetes
Weltpriestertum könnte dazu führen, daß bei uns Bischöfe ausscnhließlich dem Ordensstand entnommen
würden, dieser würde damit ausbluten. Im Osten ist das anders, weil die Bischöfe nicht aus den Klöstern,
sondern aus den in der Seelsorge oder an den Unis tätigen Mönchspriestern kommen. In Rußland wird der
Bischofsnachwuchs in eigenen Seminaren gesondert ausgebildet.
Pojer: Herzlichen Dank für Ihr Zitat des hl Johannes Chrysostomus, der völlig zu Recht den Beinamen
„Goldmund“ trägt. Kennen Sie übrigens seine herrliche Osterpredigt, die noch heute in jeder Osternacht
vorgelesen wird? Nur eine kleine Korrektur am Rande: Joh. Chrysostomus war nicht Bischof, sondern Erzbischof
von Konstantinopel, das mit der Inaugurierung in 330 zur Hauptstadt zum Erzbistum erhoben wurde (vorher
als Byzanz Suffragan von Herakleja). Die Titulierung in unserm Schott ist also falsch.
evangelischer Christ: Zölibat Sie werfen – für ein hiervon nicht betroffenes Mitglied der reformatorischen
Kirchen verzeihlich – Zölibat und priesterliche Ehelosigkeit durcheinander! Der Zölibat geht auf apostolische
Zeiten zurück, wie sich u. a. aus 1 Timotheus 3,13 ergibt. Hier heißt es , daß ein Diakon – für andere
Geweihte gilt daselbe – nur einmal verheiratet sein darf. Das schließt eine Wiederheirat nach Verwitweung
aus. Diese Regelung wurde später so erweitert, daß nach der Weihe auch für Ledige eine Erstheirat ausgeschlossen
ist. Nichts Anderes bedeutet der in Ost und West gleichermaßen verbindliche Zölibat: ein Heiratsverbot
nach der Diakonenweihe. Sowohl unsere ständigen Diakone, also auch der ostkirchliche Weltklerus darf
nach der Diakonweihe nicht heiraten. Eine vor der Weihe geschlossene Ehe darf jedoch nach der Weihe uneingeschränkt
fortgesetzt werden. In der (lateinischen) Westkirche kommt noch eine bestehende Ehe als Weihehindernis
zum Priester hinzu. Tritt ein verheirateter evangelischer Pfarrer zur r.-k. Kirche über und möchte Priester
werden, so kann er vom Weihehindernis wegen seiner Ehe dispensiert werden. Das ist aber kein Dispens vom
Zölibat, denn nach Verwitweung darf er ganauso wenig erneut heiraten, wie sein ostkirchlicher Amtsbruder.
In der byzantinischen Tradition wird üblicherweise für den Empfang der Diakonweihe eine bestehende Ehe
oder die Mönchsweihe vorausgesetzt. Das unverheiratete Weltpriestertum ist dort unüblich. Man ist entweder
verheiratet oder Mönch.
Ehe und Keuschheit Der Verfasser behauptet, der Expriester heirate, obwohl er im Rahmen des Zölibates
Keuschheit versprochen habe. Seit wann ist die Ehe unkeusch? Richtig ist, daß der Priesteramtskandidat
Ehelosigkeit versprochen hat, denn zur Keuschheit ist jeder getaufte Christ schon durch das 6. Gebot verplichtet!
Orgelform Ich höre erst jetzt von diesem Forum. Es ist völlig klar, daß von kirchlichen Funktionsträgern
auch im privaten Bereich eine rückhaltslose Zustimmung zur Glaubens- und Sittenlehre der r.-k. Kirche
unabdinare Vorassetzung ist, und daß Sie diese Grundsätze auch verwirklichen. Damit ist jede Mitarbeit
von bekennenden Homos, wiederverheirateten Geschiedenen und möglicherweise anderen in der Kirche nicht
fest verwurzelten Gruppen ausgeschlossen. So praktiziert es die russisch-orthodoxe Kirche völlig zu Recht,
wobei es durchaus berechtigte Ausnahmen gibt, wenn z. B. der Ehepartner einfach wegläuft. Ich kenne z.
B. einen Fall (in der r.-k. Kirche), wo ein Ehepaar in der Pfarre mitarbeitet. Der treulose Ehemann hat
seine Frau verlassen und eine andere genommen. Trotzdem arbeitet er ärgerniserregender Weise unverdrossen
im Pfarrgemeinderat mit. Daß seine verlassene Ehefrau in einer solchen Lage unverändert als Kommunionhelferin
und im Pfarrbüro Dienst tut, ist sicher nicht zu beanstanden, solange sie keinen neuen Partnern nimmt.
Man darf sie schließlich nicht für die Treulosigkeit ihres Ehemannes bestrafen. Kirchliche Mitarbeiter
haben nun einmal Vorbildfunktion. Es ist dringend geboten, der freien Beliebigkeit und Willkür der 68er
unmißverständliche Grenzen zu setzen.
Bussmann: Frau und Seele Die Aufassung, die Frau habe keine Seele, ist mehr, als abenteuerlich! Möglicherweise
wird diese These vom Islam tatsächlich vertreten, weil die Frau dort minderberechtigt ist. Laut Schrift
hat die Frau aus einer Rippe des Adam geschaffen. Das ganz bewußt, damit sie seinem Herzen nahe sei,
nicht aus dem Kopf, damit sie ihn nicht beherrsche und nicht aus dem Fuß, damit er sie nicht beherrsche.
Da also die Frau Fleisch von Fleisch des Mannes und Rippe vom Knochen des Mannes ist, warum soll sie dann
keine unsterbliche Geistseele haben? Natürlich hat heute jeder Mensch einen Mann zum Vater und eine Frau
zur Mutter. Hieraus ergibt sich die Frage, wieso nur der Sohn die unsterbliche Seele vom Vater erben soll,
nicht aber die Tochter. Oder sind Sie tatsächlich der Meinung, keine unsterbliche Seele zu haben? Bitte
überlegen Sie die Folgen: wenn mit dem Tode für die Frau alles aus ist, warum soll sie dann ein tugendhaftes,
Gott wohlgefälliges Leben führen, statt munter drauf los zu sündigen?
Orthodoxie Die hier veröffentlichten Kritiken an der römisch-kath.Kirche sind genauso überzogen, wie
die an der Orthodoxie und an den Pius-Brüdern! Der Fehler der Pius-Brüder ist lediglich, daß sie die
von VATII weiterentwickelte Theologie nicht annehmen wollen, so die in der Schöpfung begründete Religionsfreiheit
und die sich aus den Abschiedsreden ergebende Verpflichting zur Ökumene. Von der orthodoxem Kirche trennt
uns lediglich das Papstvertständnis. Alle anderen Unterschiede sind nicbt kirchentrennend. Es ist zwar
richtig, daß es nach VATII eine Menge Orientierungslosigkeiten gibt, die durch die Erkenntnis der in
der Schrift ausdrücklich genannten Freiheit gründen, für die die breite Masse offenbar noch nicht reif
ist, wie sich aus der Hinwendung zum preußischen Marschtrittchristentum eines Katholizismus der Piusbrüder
bzw. zur 68er Ideologie ergibt.
Bussmann: Diskriminierung Sind Sie etwa auch für das Priestertum der Frau? Die Frage ensteht, weil Sie –
völlig zu Recht – gegen die Diskriminierung von Frauen sind. Manche sehen jedoch in der Nichtzulassung
von Frauen zum Priestertum eine Diskriminierung, obwohl Jesus Christus auch ausschließlich Männer in
sein Apostelkollegium berufen hat. Treibt man das Ganze auf die Spitze, kann man auch in allen sonstigen
Kriterien für die Zulassung eine Diskriminierung derjenigen sehen, die die gestellten Bedingungen nicht
erfüllen. – Zum Tiertransport: nach diesem Erlebnis kann ich Ihre Abneigung gegen Fleischkonsum durchaus
verstehen. Sie sollten hieraus aber keine Allgemenverbindlichkleit herleiten.
Dr. Schlämmer, Sinah: Glaube; Beda: Gottesbeweis Beda: Ihren Ausführungen über Gotteserkenntnis stimme
ich natürlich zu, aber Gotteserkenntnis ist nicht gleich Gottesbeweis! Erkenntnis ist subjektiv, d. h.
ich kann aus der Schöpfung den Schöpfer erkennen, diese Erkenntnis ist aber nicht allen Menschen zwingend
vermittelbar! Ein Beweis ist hingegen objektiv und für jeden grundsätzlich nachvollziehbar. Dr. S, Si:
Volle Zustimmung an Dr. S. Kirche kommt von Kyriakä, d. h. zum Herrn gehörig, und zum Herrn gehören
alle Getauften. Mit den Traditionskirchen haben wir darüber hinaus alle 7 Sakramente gemeinsam. Es wird
hier gerade von Anhängern des Katholizismus (nicht der Katholizität) gerne der Fehler gemacht, ausschließlich
das Trennende zu sehen. Zu einem Gesamtbild gehört aber Beides, sowohl das Gemeinsame, als auch das Trennende,
wobei bei letzterem kritisch zu fragen ist, ob und inwieweit unterschiedliche Auffssungen im Einzelfall
eine Trennung rechtfertigen, oder ob es um berechtigte Meinungsverschiedenheiten geht. Auch in der Mathematik
gibt es Gleichungen mit mehreren richtigen Lösungen.
Ehe und Familie „Gemessen an Kernproblemen, kommt der rot-grüne Vertrag einer Bankrotterklärung auf
dem Gebiet der Gesellschaftspolitik gleich.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein voller Sieg der 68er!
counsellor: Kausalschluß Ihre Auffassung scheint mir gewagt! Schließlich ist das Kausalitätsprinzip
selber nicht beweisbar, weil man es zu seiner Beweisführung benutzen müßte! Es ist aber unzulässig,
einen Lehrsatz mit sich selbst zu beweisen.
Bussmann: Fleisch Daß der Herr Fleiisch gegessen hat,brauchte damals nicht erwähnt zu werden, weil es
noch keine Vegetarier gab bzw. wenn, daß sie keine entscheidende Rollg gespielt haben. Außerdem ist
vom Osterlamm die Rede, daß der Herr mit seinen Jüngern gegessen hat. Sie dürfen nicht für alles einen
Beleg in der Schrift suchen, manches, wie das Essen von Fisch und Fleisch ergibt sich von selbst. Es steht
jedenfalls nirgendwo, daß der Herr von den gefangenen Fischen nichts gegessen hat.
Rückkehr-Ökumene Die lateinische Kirche ist nur eine Teilkirche der römisch-katholischen Kirche, zu
letzter gehören auch die griechischen melkitischen, armenischen usw. Katholiken. Hieraus folgt: zur römisch-katholischen
Kirche gehören alle Kirchen, die mit dem (römischen) Papst in voller Kirchengemeinschaft stehen (Römischer
Papst im Gegensatz zum koptischen Patriarchen von Alexandrien, der den Titel „Papst und Patriarch von
Alexandrien und Afrikia“ führt). Wir können natürlich den anderen Traditionskirchen (Orthodoxe, Altorientalen,
Assyrer) die Katholizität nicht absprechen, die sie in ihrem vollen Titel führen, sie sind lediglich
nicht römisch-katholisch. Die Frage, in welchen Kirchen bzw. in welcher Kirche die von Jesus Christus
gegründete Kirche fortlebt, läßt sich aus der Bibel beantworten, wo davon die Rede ist, daß wir alle
Glieder des mystischen Leibes Jesu Christi sind. Diese Zugehörigkeit können wir auch den reformatorischen
Christn wohl kaum absprechen. Damit läßt sich die Auffsassung von der einen gespaltenen Kirche begründen,
in der die von Jesus Christus gegründete Kirche fortlebt.
Pius XII Liturgie In der Kölner Innenstadt wird die neue Liturgie vorbildlich zelebriert, wenn man einmal
von ein paar Ausrutschern (Vesper in St. Maria i. d. Kupfergasse während der Pfarrer Vosen auf der auf
der Kanzel herumturnt und den Chormantel erst zu sakramentalen Segen trägt; Hochamt in St. Apostel, wo
Pfarrer Biskupek am 15.08.2008 das „Vater unser“ im abendlichen Festhochamt nur rezitieren ließ). Auch
im Kölner Dom, wo normalerweise mit angemessener Würde zelebriert wird, geraten die Pontifikalämter
zu einer Lachnummer: während der Klerus sitzt, so z. B. bei der Lesung, tragen die einfachen Kleriker
einscnhließlich Diakon Birett, wohingegen die Bischöfe – abgesehen vom Tonsurkäppi – barhäuptig herumsitzen.
Normalerweise tragen die höheren Chargen Kopfbedeckung und die niedrigen sitzen barhäuptig. Im Kölner
Dom ist das umgekehrt, wie an Karneval.
Evolution „Evolutionsideologie“ ist natürlich Unsinn, richtig: Evolutionstheorie. Daß die Anhänger
der Evolutionstheorie an den Zufall glauben, ist eine Irrlehre, und Irlehrer wurden bekanntlich im Mittelalter
verbrannt!
katholische Kirche – christliche Kirche Die Ausführungen in diesem Artikel sind leider mißverständlich!
„Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“ sagt unmißverständlich der Apostelschüler Ignatius von
Antiochien. Damit sind die Begriffe „christlich“ und „katholisch“ deckungsgleich. Alle Ostkirchen führen
heute noch in ihrem vollen Titel das Adjektiv „katholisch“. Auch Luther hat sich selbst als katholisch
und uns römische Katholken als Papisten bezeichnet. Erst in der Aufklärung bekam das Wort „katholisch“
einen negativen Beigescmack und wurde deswegen gerne uns römischen Katoliken zur Alleinverwendung überlassen.
Damit bekamt der Begriff im Westen seine konfessionelle Bedeutung, die er ursprünglich nicht hatte. Es
gibt hier also einen Begriff mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen, so daß die Gefahr besteht, an einander
vorbei zu reden. Zu allem Überfluß kommt hier noch der im 19. Jahrhundert entstandene Katholizismus
hinzu. Zumindest ein Teil der heutigen Ökumene (nicht des Ökumenismus!) sieht ein einzige, aber gespaltene
christliche = katholische Kirche. Hierauf wird von unterschiedlichen Katholizitätsverständnissen unterschiedlich
reagiert. Es ist völlig richtig, daß wir als römische Katholiken mit unserem Glauben auf dem richtigen
Weg sind, es besteht damit absolut kein Anlaß zur Verunsicherung. Damit ist allerdings in keiner Weise
gesagt, daß die Mitglieder der von Rom getrennten Teilkichen einen falschen Glauben haben. Kirchentrennend
ist lediglich das Papst- bzw. Kirchenverständns.
Bussmann: Fleisch Ach Jesus Christus hat Fleisch gegessen,wie z. B. das Osterlamm. Und was glauben Sie
wohl,was er mit den vielen gefangenen Fischen gemacht hat?
Erzbischof Marx Seine Ernennung zum Kardinal wäre eine Katastrophe. Es wäre geradezu eine Einladung
zum Ungehorsam gegenüber dem Papst. Auf der anderen Seite werden die Mixa-Gegner erheblichen Druck für
eine Ernennung von Marx zum Kardinal machen. Wahrscheinlich wird es daher in absehbarer Zeit keine Konsistorien
geben.
Poier: Seele Wenn Tiere und Pflanzen überhaupt keine Seele haben, aufgrund welchen lebensbewirkenden
Prinzips leben sie dann? Seele ist nun einmallebensbewirkendes Prinzip. Was Sie ansonsten über Tiere
sagen, stimmt mit der Lehre der Kirche voll überein.
Pock: Priesterehe tatsächlich gibt es keine theologischen Gründe gegen die Priesterehe, wie die Praxis
des christlichen Ostens zeigt. Es handelt sich hier um eine Frage der Kirchendisziplin. Hiervon zu unterscheiden
ist der Zölibat, der lediglich eine Heirat von Geweihten verbietet und auf 1 Tim. 3,12 ff. zurückgeht.
Hier heißt es, daß ein Weihekandidat nur einmal verheiratet sein darf. Das schließt auch eine Heirat
des Geweihten nach Verwitweung aus. Eine Erweiterung der Vorschrift bedeutet ein Heiratsverbot auch für
einen bei der Weihe noch Ledigen. Nichts Anderes bedeutet er Zölibat, der also auf Paulus zurückgeht.
Auch Diakone und Priester Ostkirchen dürfen nach Verwitweung nicht erneut heiraten, das gilt auch für
unsere verheirateten Diakone. Bei uns kommt eine bereits bestehende Ehe als Weihehindernis für einen
Priester hinzu, von dem aber in begründeten Einzelfällen dispensiert wird, so z. B. wenn ein evangelischer
Pfarrer nach Konversion katholischer Priester werden will. In solche Fällen wird aber nicht vom Zölibat
dispensiert, denn nach Verwitweung darf ein solcher Priester nicht erneut heiraten. Wir müssen also zwischen
Priesterehe und Priesterheirat unterscheiden. Pock fordert lediglich die Priesterehe, also keine Aufhebung
des Zölibates und befindet sich damit voll in der Tradition der Ostkirchen.
Lisibald Poier Wir dürfen die Aussagen der Bibel nicht naturwissenschaftlich interpretieren. Wir wissen
heute, daß sich das Leben vom Einzeller aufwärts entwickelt hat. Was Mensch und Tier unterscheiden,
ist die Art der Seele: unsterliche Geistseele, sensitive und vegetative Seele. Das Tiere und Pflanzen
leben, ist unstreitig, daß der Mensch eine unsterbliche Geistseele hat, ebenfalls. Darüber, daß Pflanzen
und Tiere eine sterbliche Seele haben, besteht ebenfalls Einigkeit. Die Auffassung hierzu von Hieronymus
ist m. W. von niemendam bestätigt worden, aber auch nicht vom kirchlichen Lehramt verurteilt. Warum wollen
Sie daher den Anhängern von Hieronymus ihren Glauben nicht lassen?
Wadenbeißer: Juden Die ganze in der Zuschrift beschriebene Misere den Juden in die Schuhe zu schieben
ist sowohl sachllich falsch, also auch beleidigend. Ich bitte die Redaktion, die genannten judenfeindlichen
Abschnitte innerhalb der genannten Zuschrift zu löschen.
Konzil Es ist deutlich zu unterscheiden zwischen den Konzilsbeschlüssen und den von kirchlichenn Organisationen
hierzu erlassenen Ausführungsbestimmungen. Bei letzteren ist sorgfältig zu prüfen, inwieweit hier die
68er Ideologie Pate gestanden hat. Das gilt auch für die Liturgiereform. So stammt z. B. die Zelebration
versus populum nicht vom Konzil selbst sondern von der liturgischen Bewegung (Guardini, Ildefons Herwegen).
Aber auch diese ist nicht von vornherein negativ, man kann den der Gemeinde zugewandten Priester auch
als wandelnde Ikone Jesu Christ sehen, der ihm seine Gestalt leiht. Die 68erkonforme freie Beliebigkeit,
die sich unabhängig von Guardini und Herwegen engestellt hat, ist allerdings in keiner Weise zu rechtfertigen.
Die Religionsfreiheit ist schon in der Schöpfung grundgelegt, das entsprechende Konzilsdokument ist also
völlig in Ordnung. Die Ökumene ergibt sich aus den Abschiedsreden des Herrn, der seinen Jüngern die
Einheit mit unüberbietbarem Nachdruck ans Herz gelegt hat. Es ist völlig klar, daß der Übergang vom
preußischen Marschrittchristentum des Katholizismus zur paulinischen Freiheit der Katholizität gerade
von der geistigen Trägheit nicht verkraftet wird. Dasselbe Problem haben wir im ehemaligen Ostblock nach
dem Niedergang der sozialistischen Diktatur. Für manche war die ständige Gängelung so schön bequem.
Auch die Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland hatte selbst unter den Begünstigten nicht lauter Zustimmung.
Trotzdem war sie unumgänglich!
Mathäus 3: Ehe Die Lehrauffassung der Kirche hat natürlich ihren Grund, der für 68er nie einsehbar
sein wird, weil es der Kirche mit ihrer wohlbegründeten Ordnung um das Wohl des Menschen und nicht um
irgelndwelche Willkürentscheidungen zulasten Anderer geht. Die Behauptng, Familie hinge von einer kirchlichen
Eheerlaubnis ab, stammt von Ihnen. Kein Katholik ist verprlichtet, seinen Pfarrer zu fragen, wenn er heiraten
will. Für Nichtkatholiken fühlt sich die katholische Priesterschaft erst recht nicht zuständig. Sie
sind nicht berechtigt, einem Kind das Recht auf Geburt inn eine Familie zu nehmen, weil Sie Ihre Triebe
nicht beherrschen können! Natürlich hört die Sorge der Kirche bei der Gebiurt eines Kindes nicht auf.
Noch nie etwas von Misereor, „Aktion Leben für alle“ und ähnliche kirchliche Organisationen gehört?
Für 68er sind solche Vorschriften ein Greuel, weil es ihre freie Beliebigkeit hindert. Die gute alte
katholische Sexpflicht, auch „eheli… also geben Sie doch zu, daß die Kirche nicht sexfeindlich ist!
Sykamore: Ökumenismus Es geht, wie schon mehrfach festgestellt, um Ökumene und nicht um Ölumenismus,
also der ideologischen Ausgabe der Ökumene! Es gibt in jeder Konfession unterschiedliche Richtungen,
bei den Evangelischen gibt es Christen, die innerlich katholisch sind, aber wegen des Konfessionalismus
nicht konvertieren. In ihrer eigenen Kirche können sie viel für die Annäherung tun, nach einer Konversion
sind sie für die Ökumene verloren. Genauso gibt es evangelische Christen, die innerlich orthodoxbzw.
katholisch sind, aber aus den genannten Gründen nicht konvertieren. In der katholischen Kirche gibt es
neben den Katholiken, die mitten in der Kirche stehen, ebenfalls Christen, die innerlich evangelisch bzw.
orthodox sind, aber aus den genannten Gründen nicht wechseln. Genauso gibt es bei den Orthodoxen Cnristen,
die innerlich evangelisch bzw. katholisch sind, aber aus den genannten Gründen nicht konvertieren. Es
geht eben um die Einheit, um Ökumene und nicht um Konfessionalismus, um die Wirklichkeit und nicht um
Ideologie, um Gott selbst und nicht um irgendwelche Sandkastenspiele.
Bussmann: kirchliche Lehre zunächst einmal ist die Sprache der Bibel keine Sprache der Symbole, sondern
eine Bildersprache. Erst in der Scholatik hat sich hieraus eine Begriffssprache entwickelt. Für die Rechtsgültigkeit
eines Dogmas spielt die Entstehungsgeschichte keine Rolle. Gott schreibt selbst auf krummen Zeilenmn gerade.
Der Mensch hat laut Lehre der Kirche eine unsterbliche Geistseele. Das Tier hat eine sensitive und die
Pflanze eine vegetatie Seele. Seele ist lebensbewirkendes Prinzip. Die Sterblichkeit der Tier- und Pflanzenseele
ist nicht dogmatisiert, schließlich ist Auffassung des hl. Hieronymus über die Unsterblichkeit der Tierseele
niemals verurteilt worden.
matt 3: Ideologie Sie müssen doch zugeben, daß durch keine andere Einrichtung, als durch die Ideologie
die meisten Menschenleben vernichtet worden sind, denken Sie nur an die braune und die rote Ideologie
des letzten Jahrhunderts. Auch die Freigabe der Abtreibung, die nur auf der geistigen Grundlage der 68er
Ideologie möglich war, hat schon ausreichend Menschenleben gefordert. Die Nebeneinandernennung dieser
drei Ideologien bedeutet selbstverstämndlich keine Gleichstellung. Auf die Unterschiede habe ich in diesem
Forum wiederholt hingewiesen.
Kirchentag für Tiere Laut Auffassung des kirchlichen Lehramtes habe Tiere einesensitive, also sterbliche
Seele. Daß der hl. Hieronymus hier anderer Meinung war, widerlegt nicht die kircliche Lehrauffassung,
die aber nicht dogmnatisiert ist.
Bischof Dick: Liturgiereform Bei den Ausrührungen Dicks ist sein weiter Erfahrungshorizont mit unterschiedlicher
liturgischer Praxis zu berücksichtigen. In der Kölner Innenstadt, wo ich üblicherweise je nach Tageszeit
in unterschiedlichen Kirchen an der hl. Messe sonn- und werktags teilnehme, gibt es absolut nichts zu
beanstanden. Es sollten nicht gerade die Priester, die die Würde des hl Opfers uneingeschränkt achten,
solche Kritik auf sich beziehen.
Mathäus 3: Ehe Um all den Unfug zu widerlegen, den Sie hier behaupten, fehlt einfach der Platz. Vor-
und außerehelicher ehelicher Verkehr ist natürlich schon alleine wegen möglichen Nachwuchses verboten,
der dann nicht in eine Familie hineingeboren wird. Denn absolut sicher Verhütungemittel gibt es nicht,
und auch die Würde des Un- bzw. Neugeborenen ist unantastbar. Für einen 68er sind solche voll berechtigen
Vorschriften kaum einsehbar. Für die Zeit ab Eheschließung sind eheleute zu reproduktionsrelevanter
Kontaktpflege verpflichtet. Daß die Ehe erst durch ihren vollzug gültig wird, stimm auch wieder nicht.
Es ist hier, wie bei jedem Vertrag: nicht durch das Verpflichtungsgeschäft, sondern durch das Verfügungsgeschäft
wird der Vertrag erfüllt. Hieraus folgt: die Ehe wird erst durch ihren ersten Vollzug unauflöslich.
Vorher ist sie zwar, sofern rchtsgültig zustande gekommen, gültig, aber noch auflösbar. Füßr die
Auflösung genügt der Beweis fehlenden Vollzugs. Das Versprechen katholischer Kindererziehung gilt nicht
bei ökumenischen Trauungen. Im Rahmen der natürlichen Empfängnisverhütung können Ehepaare durchaus
nach eigenen Vorstellungen planen. Bei echter Liebe ist die Einhaltung einer Trauung, bei Christen die
in der eigenen Kirche, selbstverständlich. Gerade hierdurch zeigt man, daß es sich um Liebe und nicht
um Leidenschaft handelt, denn Liebe dauert ewig, weil Gott die Liebe ist. Wer die Perversität von Homopaaren
nicht einsieht, dem ist nicht zu helfen.
„Schaden durch Ökumenismus“ von Georg May May sieht geflissentlich darüber hinweg, daß es um Ökumene
und nicht um Ökumenismus geht. Sofern der den Ökumenismus, also die ideologische Ausgabe der Ökumene,
tatsächlich meint, ist ihm vollumfänglich zuzustimmen, denn jegliche Ideologie führt letztlich in den
Abgrund. Meint er jedoch die Ökumene, so liegt er ausweislich der Abschiedsreden unseres Herrn völlig
falsch, denn gerade dort legt Jesus Christus seinen Jüngern die Einheit mit unmißverständlicher Dringlichkeit
ans Herz. Umbrüche führen bei geistiger Trägheit (eine der sieben Hauptsünden!) immer zur Orientierungslosigkeit.
Das erleben wir im ehemaligen Ostblock nach dem Niedergang des Kommunismus genauso. Aber sollte alleine
deswegen alles beim Alten bleiben?
Rechercheur: sozial – sozialistisch Natürlich habe ich Ihren Text vollständig gelesen. Hieraus ergibt
sich, daß Sie den Unterschied zwischen sozial und sozialistisch immer noch nicht verstanden haben. Was
hat die zitierte Bibelstelle mit diesem Thema zu tun?
Themenverfehlung Wieso „behauptet der Papst“? Der Anstoß ging von der orthodoxen Kirche aus. Damit handelt
es sich um ein Thema, im Rahmen dessen sich die Konfessionen annähern können.
Rechercheur: Sozial – sozialistisch Ihrer Bibelzitate sind in Ornung, doch was haben die mit dem Sozialismus
zu tun? Ich habe bereits festgestellt, daß Jesus Christus sozial, aber nicht sozialistisch war, daselbe
gilt für das Christentum! Der Sozialismus ist, wie bereits festgestellt, eine Ideologie, und jede Ideologie
ist von vornherein gottes- und menschenfeindlich! Sind Ihnen denn die Umstände im damaligen Ostblock
(Schießbefehl usw.) unbekannt? Der Sozialismus ist die ideologische Ausgabe der Sozialität, Ideologien
stellen immer ihre eigene Idee, hier des Sozialen über alles andere, einschließlich den Menschen. Durch
keine Einrichtung sind so viele Menschen umgekommen, wie durch Ideologien, wie die jüngste Geschichte
(Sozialismus, Nationalsozialismus) doch unübersehbar vor Augen führt. Ideologie, damit auch der Sozialismus,
ist der Inbegriff der Wirklichkeitsferne! Der Sozialismus – nicht die Sozialtät – hat das Spannungsfeld
zwischen Freiheit und Gleichheit zugunsten absoluter Gleichheit zulasten der weitestgehend unterdückten
Freiheit entschieden. Das Christentum verbindet aber die Sozialität mit der Freiheit, bejaht dieses Spannungsfeld
vollinhaltlich und ist damit genuin antisozialistisch und mit keiner Ideologie vereinbar. Nicht umsonst
hat das Konzil den Katholizismus (auch eine Ideologie) zugunsten der Katholizität überwunden. Math.19,24
wäre erst dann sozialistisch, wenn man eine Zwangsjacke daraus machen würde.
Kardinal Meisner: Christenverfolgung Daß das Christentum die meistverfolgte Religion ist, hat einen ganz
handfesten Grund, der von einem mit leider namentlich nicht bekannten Atheisten schon vor Jahrzehnten
offen genannt wurde: „Die größte Kraft, die es überhaupt gibt, ist die Liebe der Christen, doch zum
Glück wissen sie es nicht“. Werden wir uns dieser Kraft bewußt, so werden wir die uns entegegenstehenden
negativen Kräfte überwinden. 74 % der EU-Bevölkerung sind Christen, der Rest von 26 % gibt den Ton
an. Da stimmt doch etwas mit den Christen nicht!
Luxemburg, Rechercheur Luxemburg: Ich verbitte mir die Anrede „Genosse“ Was habe ich mit den Sozialisten
zu tun? Im Übrigen haben Sie eine rege Phantasie, woher wollen Sie wissen, ob ich überhaupt arbeitete?
Rechercheur: Die Formulierung, in welchem Sinne Jesus Christus Sozialist war, ist völlig unsinnig, weil
Er eben nachweislich keiner war, und zwar in keinem Sinne. Wenn Sie die Schrift kennen würden, wüßten
Sie, daß eine Vereinnamung des Herrn für jegliche Ideologie meilenweit an der Wirklichkeit vorbei geht.
Sofern Sie tatsächlich Christentum und Sozialismus in Nachbarschaft bringen wollen, haben Sie entweder
den Sozialismus oder das Christentum oder beide nicht verstanden. Die Vereinnamung des Christentums für
den Sozialismus oder andere Ideologien ist einer der übelsten Propagandatricks, auf den insbesondere
die geistige Bedürfnislosigkeit gerne reinfällt.
Melchisedech, Luxemburg, Rechercheur M: Bitte, geben Sie die ISBN-Nummern für Ihe drei Büchr an, Die
„Machtübernahme“ möchte ich gerne kaufen. L, R: Sie können ja nicht einmal zwischen sozial und sozialistisch
unterscheiden! Schämen Sie sich! Jesus Christus war selbstverständlich in keiner Weise Sozialist, sondern
Realist, hat die Entwicklung immer im Spannungsfeld von Innovation und radition gesehen, war also der
Inbegriff des Konservativen. Konservative sind aber in Ablehnung jeglicher Ideologie, stets Pragmatiker
(keine Pragmatisten, es geht um Pragmatik, nicht um Pragmatismus!). Jesus Christus war sozial, aber nicht
sozialistisch! Schon Kurt Schumacher hat die Kommunisten als rot lackierte Faschisten bezeichnet. Dem
ist nichts hinzuzufügen.
bejorommer: Sexualität und Kirche Wie kommn Sie zu Ihrer völlig wirklichkeitsfremden Meinung, die Kirche
habe etwas gegen Sexualität? Richig ist, daß die Kirche sogar zu praktizierter Sexualität verpflichtet,
nämlich Eheleute. Hieraus folgt: die Kirche hat ausschließlich etwas gegen ungeordneten Sexualität.
Schließlich werden Sie der Kirche auch nicht unterstellen, sie habe etwas gegen Essen und Trinken, weil
sie den Diebstahl (selbstverständlich nicht nur) von Nahrungsmitteln verbietet, oder sie fördere FKK,
nur, weil sie den Diebstahl von Textilien verbietet!
alpha: „Welt noch in Ordnung“ Die Anhänger dieser These übersehen geflissentlich, daß mit der Ablösung
des Katholizismus durch die Katholizität im Rahmen des Konzils viele mit der neuen Freiheit nichts anzufangen
wußten und wissen. Es ist dasselbe Problem, wie im Ostblock nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: auch
hier sehnen sich manche nach der alten Ordnung, die ihnen eigenständiges Denken abgenommen hat.
Wandlung Das der Kanon der chaldäischen Kirche keine Wandlungsworte enthält, stimmt nachweislich nicht.
Denn es besteht schon lange Einigkeit darüber, daß die Meinungsverschiedenheit, ob Wandlung bei Anamnese
oder Epiklese geschieht, nicht kirchentrennend ist. Hier ist May eindeutig nicht au dem neuesten Stand
der ökumenischen Theologie. Das wirft natürlich die Frage nach seiner Fachkompetenz in den anderen genannten
Fragen auf.
Martin Weber: Ihrer letzten Stellungnahme stimme ich grundsätzlich zu. Die Verwicklung von Juden in die
sowjetsche Führung ist mir nicht in allen Einzelheiten bekannt, deswegen will ich hierzu fairerweise
nichts sagen. M. W. war Trotzki-Bronstein Jude. Mikojan war Armenier, ehemals armenisch-orthodoxer Priester,
Stalin war eine Zeit im georgisch-orthodoxen Priesterseminar, ist allerdings frühzeitig gegangen oder
gegangen worden. Andropow war Armenier (ehemals Andropian). Was die Amis betrifft, sollten wir wegen fehlender
Kenntnis der genauen Hintergründe ebenfalls vorsichtig sein. Durch die Presse und sonstige Medien erfahren
wir meist für eine ernsthafte Meinungsbildung nicht genug. Pressefreiheit ist zwar grundlegend und positiv,
aber wir wissen nicht, welch Nachrichten unterdrückt werden. Wie Sie wissen, wird den Amis in Sachen
Irakkrieg ebenfalls (aktive) Fehlinformation vorgeworfen. Die tatsächliche (positiven oder negativen
)Gründe wisen wir ebenfalls nicht. Kennen Sie die Zeitschrift „Privatdepesche“, die mir in 1974 einmal
vorgelegt worden ist? Möglicherweise gibt es sie heute noch.
Toter polnischer Priester Insbesondere ergibt sich die Frage, warum das Bistum Essen diesen Priester trotz
Priestermangels nicht gewollt hat. Vor wenige Jahren hatten wir einen Fall in München, als Erzbischof
Marx einen Benediktiner (Laurentius Wild) nicht mehr gewollt hat, der jetzt im Bistum Passau erfolgreich
arbeitet. Der Ratschluß manchen Bischofs scheint noch unerforschlicher zu sein, als der göttliche.
Martin Weber: „idiotischer Nazivergleich“ Wieso ist der Nazivergleich idiotisch? Ws heißt denn vergleichen
anderes, als die Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden? Warum soll man Gemeindsamkeiten
und Untrschiee nicht auch zwischen der Massenabttreibung und dem Masenmord der Nazis herausarbeiten? Das
Naziverbrechen war Mord. Abtreibung hingegen ist kein Mord, sondern ein in §§ 218 und 219 StGB gesondert
geregelter Straftatbestand. Bei beiden handelt es sich um abscheuliche Verbrechen, (so JPII völlig zu
recht) denen eine völlige Mißachtung meschlichen Lebens zugrundeliegt. Warum sollte man diese und andere
Gemeinsamkeiten und Unterschiede nicht nennen dürfen?
tjark p: homos Diue homos sind hier nie diskriminiert worden! Heute verlangren sie Rechte, die ihnen nicht
zustehen, sondern von einer orientierungslosen Gesellschaft nachgeworfen werden! Armes Deutschland, armer
Westen!
Trinkfeste Predigerin Wohl neidisch, kein solches Fassungsvermögen zu haben? Wir alle haben unsere Fehler,
und es ist ein ausgeprägtes Merkmal von Unreife, einem Menschen ein früheres Vergehen, wegen dem er
seine Konsequenzen gezogen hat, immer noc vorzuwerfen. Noch nie etwas von Buße und Vergebung gehört?
Rosi Luxemburg: Achtung und Sozialismus Eine Devise des Sozialismus ist die von Ihnen geforderte Achtung
eindeutig nicht! Schließlich ist der Sozialismus eine Ideologie, und Ideologie kennen außer ihren eigenen
Doktrinen nichts! Daher ist jede Ideologie der Inbegriff des Unmenschlichen!
Die außerordentliche Liturgie, auch tridentinische genannt, geht nachweislich nicht auf den Apostel Petrus
zurück! Die gesamte christliche Liturgie hat sich aus dem jüdischen Tempelkult entwickelt und in den
beiden geistigen Zentren des Altertums, Alexandrien und Antiochien (beide neben Rom die ersten Patriarchate =
Triarchie) ihre Auspägung gefunden. Damit sind sämtliche christlichen Liturgien entweder alexandrinischen
oder antiochenischen Typs. Die römische Litiurgie – Rom war seit Cäsar und Cleopatra mit Alexandrien
verheiratet – ist alexandrinischen Typs. Zu diesem Typ zählen heute sonst nur noch die koptische und
die äthiopische Liturgie. Alle anderen heutigen Liturgien sind antiochenischen Typ, alo auch die byzantinische.
Es hat vor 1000 in Böhmen eine Petrusliturgie gegeben, es handelt sich um eine Mischung zwischen der
römischen und byzantinischen Liturgie. Die Meinung, die römische Liturgie ginge auf den Apostel Petrus
zurück, ist eine schöne liturgische Romantik, mehr nicht.
Moderner Kunst, VATII Es ist ein grundlegender Fehler, die gesamten Mißbräuche nach 1965 dem Konzil
in die Schuhe zu schieben. Die Konzilsdokumente sprechen eindeutig eine andere Sprache. Wie schon mehrfach
bemerkt, ist die Auslegung der Konzilsdokumente zumTeil in die Hände der 68er geraten, die Folgen sind
bekannt. Ebenso unbegründet ist die pauschale Verurteilung er Liturgiereform. Die Feier durch die Konvente
von Groß-St. Martin in Köln ist, wie mehrfach bemerkt von der alten Liturgie nicht erreichbar. Aber
auch die tägliche Liturgie in vielen Kirchen in der Innenstadt von Köln überzeugt vollumfänglich,
so St. Columba (ofm conv.) und St. Pantaleon (opus dei), die ich beide gut durch persönliche Teilnahme
gut kenne. Man sollte aus der Bewertung von alter und moderner Kunst keine Ideolgie machen. Moderne Kunst
ist nicht von vornherein un- oder antikatholisch, genausowenig, wie der von Anhängern der modernen Kunst
oft zutiefst verurteilte Barock. Es handelt sich hier durchweg um Fragen des persönlichen Geschmacks.
Die hier gezeigten Räume in Mainz empfinde ich aufgrund der Fotos ebenfalls als kahl, es kommt aber weit
mehr auf die dort herrschende im Foto nicht dokumentierbare geistliche Dichte an. Nach meinem persönlichen
Eindruck aus St. Andrea in Köln sind die Dominikaner auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Zwar
feiern sie eine würdige Liturgie, aber der Pfarrer (in Personalunion Prior) versucht sich gerne mit seinem
umfangreichen ostkirchlichen Halbwissen zu profilieren.
Priestrehe Mit seiner Forderung nach einer Priesterehe veröffentlicht Glück seine ganze Unwissenheit.
Das Verbot der Priesterehe ist eine Fortentwicklung von Titus 1,6. Dort heißt es, daß ein Diakon nur
einmal verheiratet sein darf. Hiraus ergibt sich ein Heiratsverbot bei Verwitweung nach der Weihe. Das
auch ein bei der Weihe Unverheirateter nach der Weihe nicht heiraten darf, ist eine folgerichtige Fortentwicklung
der im genannten Paulus-Zitat begründeten Zölibatsverpflichtng, die so auf apostolische Zeiten zurückgeht.
Daher gilt der Zölibat für Ost und West gleichermaßen. Auch unsere verheirateten Diakone dürfen nach
Verwitweung nicht erneut heiraten, auch für sie gilt daher der Zölibat. Die Fortsetzung einer bei der
Weihe bereits bestehenden Ehe steht dem Zölibat nicht entgegen. Die Ehe als Weihehindernis für einen
Priester ist eine spätere, über den Zölibat hinausgehende Bedingung für den Presbaterat, die es im
Osten nicht gibt.
„Alte“ und „neue“ Messe In der Verurteilung der neuen Messe und der Würdigung der alten Messe wird m.
E. stark übertrieben! Beatmessen hat es auch vor VATII schon gegeben. Die Kritik an der neuen Messe schüttet
m. E. das Kind mit dem Bade aus, wobei es natürlich an der Praxis sehr berechtigte Kritik gibt. Die Liturgiefeier
in Groß-St.-Martiun in Köln ist ü’ber jeden Diffamierungsversuch erhaben. Eine solche Feierlichkeit
und Schönheit (aus der Tiefe kommend und in der äußeren Gestalt) finden wir in der alten Liturgie nicht.
Aber auch in den anderen Kölner Kirchen, so in St. Columba, wird die Litiurgie verbunden mit franziskanischer
äußerer Schlichtheit mit einer beeindruckenden Tiefe gfeiert, die mich diese Liturgie sehr gerne besuchen
läßt. Nicht nur ich sehe das so: erst jüngst ist ein junger Mann aus dem engen Umkreis des Klosters
dort eingetreten. Ähnliche Beispiele finden wir in anderen Kirchen der Innenstadt in Köln. Ich habe
den eindruck, daß die nachkonziliare Tradition dem Menschen deutlich mehr Freiheit gibt, als die vorkonziliare.
Freiheit fordert aber Verantwortung. Die vorkonziliare Tradition gibt dem Menschen unter nicht notwendiger
Einschräkung seiner Freiheit wesentlich mehr Orientierung, das kommt dem noch suchenden jungen Menschen
deutlich entgegen. Das heutige Durcheinander in der Kirche ist nicht einzigartig. Auch im Osten hat der
Fortfall der Ideologie zumindest vorübergehend zu Orientierungsproblemen geführt.
Patriarch und Erzbischof Wieso „Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal“ und nicht einfach „Patriarch
Fouad Twal von Jerusalem“? Sie schreiben ja auch nicht:„der Erzbischof von Bamberg, Bischof Schick“. Patriarch
ist genauso ein Titel und gleichzeitig eine Dienstbezeichnung, wie Erzbischof und Bischof.
Brandenburgis: Kirche Es geht eben um Tradition und nicht um Traditionalismus, Katholizität und nicht
Katholizismus, Wirklichkeit und nicht Ideologie! Entwicklung vollzieht sich immer im Spanungsfeld von
Tradition und Innovation, und das Konzil hat der Kirche die Augen für die Innovation geöffnet, freilich
auch zu einer damit umfassenderen Sicht der Tradition ohne ideologische Scheuklappen. Nur so sind z. B.
die Konzilsdokumente über Religionsfreiheit und Ökumene zu verstehen, die im Rahmen des Katholizismus
völlig undenkbar sind. Gerade VATII hat die alte Ordnung der Gleichberechtigung aller Riten wieder hergestellt,
auch das wäre innerhalb des Katholizismus völlig unmöglich! Nicht die nachkonziliare Kirche hinterläßt
den Eindruck einer Sekte, sondern die am Katholizismus klebenden Piusbrüder, die – im Gegensatz zu den
Petrusbrüdern – den Anschluß nicht geschafft haben und nun die von der Kirche getrennte geistige Nachhut
bilden.
Brandenburgis, Einfalt Brandenburgis: Sie sollten sich nehr um Vermeidung des Eindrucks geistiger Dackelperspektive
bemühen. Einfalt: Wie kommen Sie zu solchem Unsinn? Leben Sie noch im 19. Jahrhundert? Es ist völlig
klar, daß die nackonziliare Kirche trotz aller Probleme, die natürlich nicht verschwiegen werden können,
katholischer ist, als die vorkonzliare.
Hacki: Pius-Bruderschaft Die Pius-Bruderschaft ist nicht katholisch, sondern katholizistisch, sie orientiert
sich weiterhin am Katholizismus, also der im 19. Jahrhundert entstandenen ideologischen Ausgabe der Katholizität.
Antipacelli: JPII Wegen längerer Reiseabwesenheit erst heute: Prof. Siebel ist, wie seinen Ausführungen
zu entnehmen ist, eindeutig Vertreter des Katholizismus, also der im 19. (!) Jahrhundert entstandenen
ideologischen Ausgabe der Katholizität. Die zitierten Ausführungen JPII stellen in keiner Weise den
absoluten christlichen Wahrheitsanspruch infrage und verstoßen ebensowenig gegen den Missionsauftrag
Jesu Christi. Es handelt sich vielmehr um eine Mission auf gleicher kultureller Ebene, die wir verlernt
haben, weil wir in unserer westlichen Mission weitestgehend gleichzeitig Kulturbringer waren. In einer
Hochkultur kann eben nur durch Begegnung auf Augenhöhe missioniert werden. Genau das hat JPII auf höchster
Ebene bahnbrechend geleistet. Es ist höchst bedauerlich, daß er in der r.-k. Kirche und darüber hinaus
in solcher Weise mißverstanden wird. JPII gehörte nicht nur zur geistigen Vorhut, sondern war sogar
deren Anführer. Geistige Vor- und Nachhut haben offenbar in der Kirche immer mehr oder weniger große
Schwierigkeiten, wie das Beispiel von Teilhard de Chardin (Vorhut) und die Probleme mit den Piusrüdern
(Nachhut) zeigen. Schon das Konzil hat ermuntert, auch in den Schriften anderer Geligionen Wahrheit zu
suchen. Der im eigenen Glauben Gefestigte findet sich dort bereichert bestätigt, wohinbegen der Ungefestigte
zusätzliche Unsicherheit erfährt. Die Erfahung der erstgenannten Gruppe kann ich aus eigener Praxis
vollumfänglich bestätigen.
Iamsseblo: Weihen, Antipacelli: Papstwahl I. : Hinsichtlich der Ungültigkeit der Weihen stimme ich Ihnen
zu, nicht jedoch hinsichtlich Ihres Urteils über die Päpste. Ich habe den Eindruck Sie sind Anhänger
des vom Konzil überwundenen Katholizismus, also der im 19. Jahrhundert entstandenen ideloogischen Ausgabe
der Katholizität. A.: Woher wollen Sie um die konklaveinternen Umstände bei der Wahl von 1958 bzw. 1978
wissen? Im Übrigen scheint mir unklar, ob Sie das Konklave von 1958 (Wahl Joh. XXIII) oder 1978 ( Wahl
Joh. P. I und II; also zwei Konklave) meinen. Hat Siri in 1978 überhaupt noch gelebt?
Walter von Stolzing, Gotthard: Pius-Brüder Die Weihen durch die Piusbischöfe sind wegen Suspension de
jure unerlaubt, aber gültig. Daran gibt es nichts zu rütteln. Die ständige Übertretung dieses Verbotes
ändert nichts an der Rechtslage. Da Rom nichts gegen die Weihen Handlungen unternimmt – das war bei Erzbischof
Lefebrve übrigens genauso, er ist erst durch die verbotenen Bischofsweihen exkommuniziert – gibt Rom
tatsächlich zu erkennen, gegen die Verbotsübertretungen nichts einzuwenden zu haben. Damit besteht das
Verbot de jure zwar unverändert, de facto ist es jedoch wegen fehlender Sanktionen aufgehoben.
Protestantischer Pastor zum Priester gerweiht Das hier vom Zölibat dispensiert wurde, stimmt nicht! Der
Zölibat bedeutet das Heiratsverbot für Klerikr vom Diakon aufwärts. Von diesem Heiratsverbot ist der
ehemalige Protestantische Pastor nicht dispensiert worden, d. h. wenn seine Ehefrau stirbt, darf er nicht
erneut heiraten. Besagter Pastor ist lediglich vom Weihehindernis einer bestehenden Ehe entbunden worden.
Actor: Bischof Mixa Woher wollen Sie den Ínhalt der Dossuers kennen? Woher wollen Sie wissen, daß der
Inalt der Wirklichkeit entspricht? Solange der Beschuldigte und sein Anwalt keine Möglichkeit zur Stellungnahme
haben, erinnert das Ganze mehr an Bananenrepublik!
Bischof Mixa Ich finde folgende Formulierung sehr interessant „Für den Druck, den er bei Unterzeichnung
seines Rücktritts empfunden hat, macht Bischof em. Dr. Mixa niemand verantwortlich und niemandem Vorwürfe.“
Wenn man es genau liest, ist das eben kein Schuldeingeständnis!!! Im Gegenteil, es zeigt noch einmal
deutlich, dass es einen Druck gab, als Bischof Mixa die Resignation unterschrieb!!! Allerdings sieht er
nun davon ab, jemanden dafür verantwortlich zu machen und jemanden deswegen Vorwürfe zu machen. Letztlich
ist es also nichts anderes als ein Maulkorb. Das bestätigt auch seine Verpflichtung gegenüber seinen
Feinden, in Rom seinen Rücktritt nicht mehr infrage zu stellen. Warum soll er sich da freiwillig verpflichten?
Man stelle sich die Lage von Zollitsch und Marx vor, wenn Mixa nicht nachgegeben hätte. Beide Erzbischöfe
wären erledigt gewesen. Obwohl die erwähnten Geheimdossiers mit Sicherheit nicht stimmen, peinlich wäre
deren Veröffentlichung auf jeden Fall gewesen. Man muß halt nur genügend Schmutzkübel ausschütten,
um seinen Gegner fertig zu machen.
Clarissa Colonia Wenn die eingestandene Schuld tatächlich besteht, ergibt sich aber die Frage, warum
man die sexuelle Verfehlung gegen Marco Schneider erfunden hat. Ferner haben Heinkinder für Mixa ausgesagt,
ihnen wären keine Prügel bekannt. Ohrfeigen sind keine Prügel. Mixas Anwalt hat festgestellt, daß
er (Mixa) sich nicht persönlich bereichert hat. Mixa ist mit Geheimdossiers bedroht worden, also mit
rechtlich irrlevantem Zeug, er wurde also unter Druck gesetzt. Selbst wenn deren Inhalt frei erfunden
ist, peinlich wird es auf jede Fall. Stellen Sie sich bitte einmal die Lage von Zollitsch und Marx vor,
wenn Mixa weiter und erfolgreich gekämpft hätte, die Vorwürfe gegen ihn also nicht erhärtet werden
können. Die provisorische Bistumsleitung will Mixa schließlich nicht mehr im Bistum haben, weil er unbeliebt
ist, sondern im Gegenteil, weil es wegen seiner Belebtheit zwei sich unversöhnlich gegenübersehende
Parteiungen gibt und nicht wegen der Schuldfrage!
Bischof Mixa Das Schreiben ist ein vollumfängliches Schuldbekenntnis, und das trotz Anwesenheit seines
Rechtsanwaltes und trotz des Freispruchs vom Vorwurf der sexuellen Schandtaten gegenüber Herrn Marco
Schneider. Es gibt hier zwei Möglichkeiten: Entweder Mixa war so fertig, daß er willenlos mit jeder
Formulierung einverstanden war, oder sein Rechtsanwalt taugt nichts.
Bischof Mixa Der Papst aber habe Mixa nach Augsburg geholt, obwohl es massive Vorbehalte der Deutschen
Bischofskonferenz gegeben haben solle.“ Es geht nicht darum, welche Bedenken es gegeben haben soll, sondern
welche es tatsächlich gegeben hat. Isabelle: ich habe eben Ihre Auseinandersetung mit Clarissa Colonia
gelesen, die ein recht niedriges Niveau Ihrerseits bezeugt. Damit brauche ich auf Ihre Mixa-Kritik nicht
einzugehen.
cc: Bischof Mixa Liebe Clarissa, bleibt immer noch die Möglichkeit einer geziehlten Falschinformation
durch die Wissensträger, auf die auch ein Ponitfex angewiesen ist. Ich möchte nicht an seiner Stelle
sein.
CC: Apostel oder Apostelin Die von mir benutzte Karrer-Bibel läßt die Frage in ihrer Anmerkung offen.
Da die Frage offen ist, scheint mir der Text als Nachweis einer apostola viel zu dünn.
Öcher: Bischof Mixa Wieso nehmen Sie sich die Frechheit heraus, diesen Bischof kriminell zu nennen? Wo
sind die Beweise?Verläumdung ist bekanntlich eine strafbare Handlung, der Strafe entziehen Sie sich in
unverantwortbarer Weise durch Ihre Anonymität!
Mi cara Clarissa: Herzliche Dank für Ihre Klarstellung. Wie Sie aus dem Zusammenhang sehen, stammt die
Behauptung einer Unterstellung nicht von mir, sondern vom Redakteur, und hierauf bezieht sich meine Kritik.
Ihre Antwort beruhigt mich.
ggkram. gelobtseijesus, Vatikan: Bischof Mixa Es kommt alleine darauf an, was bewiesen ist, und nicht,
was unterstellt wird. Ohrfeigen hat Mixa zugegeben, sonst nichts, Prügel wird von seinen Jugendlichen
ausdrücklich abgestritten, den Schwestern ist ebenfalls nichts davon bekannt. Was wollen Sie eigentlich?
Sofern der Vatikan tatsächlich unterstellt, ist das eine Ungeheuerlichkeit.
Bischof Mixa Besonders widersinnig ist, daß Mixa das Bistum verlassen soll, weil er beliebt ist und nicht,
weil er unbeliebt ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Strohsack, Heiliger: Bischof Mixa Wenn bischof Mixa an einem Abend mit einem Seminaristen zusammen war
und dieser ihm anschließend wahrheitswidrig HS-Kontaktversuche vorwirft, so ist an der Aussage des Seminaristen
auch etwas Wahres dran: nämlich das Zusammensein, die Tat, um die es geht, ist aber unerhörte Lüge!
Es kommt also nicht darauf an, ob an den belastenden Aussagen etwas Wahres dran ist, sondern ob sie insgesamt
stimmen! Eine halbe Wahrheit ist oft schlimmer, als eine volle Lüge! Ihre Ausführungen stimmen übrigens
nicht mit Veröffentlichungen der Diözesanadministratur überein, wonach er zu viele Mixa-Fans gebe!
Melek Tavus: Bischof Mixa Aehnliches hoerte man ueber die Pruegelvorwuerfe, die dann von Mixa selbst zugegeben
wurden. Stimmt nicht! Mixa hat lediglich Ohrfeigen zugegeben, aber keine Prügel! Bitte genau lesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bischof Mixa Woher der Vatikan seine Entscheidungsgrundlagen nimmt, ist nicht zweit-, sondern erstrangig.
Oder versteht der Vatikansporecher die r.-k. Kirche etwa als Bananenrepublik? Die Bezeichnung der Anhänger
von Mixa als Fans, also als Fanatiker, ist der Gipfel unverschämter Anmaßung. Im Übrigen spalten nicht
die Anhänger von Mixa, sondern seine Gegner das Bistum. Schließlich vergiften diese doch, nachdem sie
von der Staatanwaltschaft abgeschmettert wurden, mit geheimen Dossiers und anderem Verbalgekötzel die
Atmosphäre. Daß dem Bischof mit ernsthaften Methoden nicht beizukommen ist und seine Gegner nun keine
andere Möglichkeit sehen, als ihn mit verbalem Unrat zu bewerfen, spricht nur für die persönliche Integrität
Mixas. Die beiden Weihbischöfe und ihre Gefolgsleute würden sich am besten öffentlichkeitsirrelevante
Aufgaben wie Krankenhausseelsorge suchen, sofern sie durch ernsthafte Seelsorge nicht etwa geistig überfordert
sind.
Goldengel: Kaisr Karl I. Sie irren! Sie unerscheiden nicht zwischen Anbetung und Bittgebet. Angebetget
wird ausschließlich Gott, da liegen Sie völlig richtig. Ein Bittgebet können wir zu jedem kanonisierten
Heiligen bzw. Seligen sprechen, weiter zu jedem Verstorbenen, von dem wir vermuten, daß er sein Leben
im Herrn vollendet hat. Wir können unsere Verstorbenen Angehörign genauso bitten, wie vor ihrem Ableben,
das ist gesicherte Lehre der Kirche, denn das Leben wird gewandelt, nicht genommen.
Nixnutz, Mary Cruz N: Ich muß leider zugeben, die Stelle in der hl Schrift ebenfalls auf Anhieb nicht
zu finden, werde aber weiter suchen. Bei Paulus gibt es eine ganze Reihe von Zitaten in diese Richtung,
die aber nicht gemeint sind. MC: Ich stimme Ihnen voll zu! Es besteht in der Tat die Gefahr des Abgleitens
in einen schwammigen Subjektivismus! Leider gibt es Priester, die sich bei einer Frage um Rat, selbst
bei Rechtsfragen, festlegen wollen und der Bequemlichkeit halber auf das Gewissen verweisen. So habe ich
einmal einen Fachnann(!) gefragt, wie es nach dem letzten Schreiben von JPII mit der Möglichkeit des
Empfangs des Abendmahles durch Katholiken in einem evangelischen Gottesdienst aussieht. Der Mann, Priester
immerhin Mitraträger (kein Bischof), Theologe, Ökumeniker, hat mich allen Ernstes auf das Gewissen verwiesen!
Durch bohrendes Nachhaken und durch eigene allgemeine juristischen Kenntnisse erst bin ich auf eine brauchbare
Antwort gekommen. Hier wird übersehen, daß es neben der subjektiven Norm auch eine objektive Norm gibt,
das Recht als ethische Mindestnorm oder als Spieregeln, nach denen sich öffentliches und kirchliches
Leben vollzieht, von denen auch kein Gewissen entbinden kann. Schließlich können wir uns im Straßenverkehr
oder beim Fußball auch nicht durch Gewissentscheid über geltende Regeln hinwegsetzen.
Kirche der Sünder – mystischer Leib Jesu Christi Die letzen Wahrheiten sind tatsächlich pardox. Die
Kirche ist tatsächlich der mystische Leib Jesu Christi, das ergbibt sich aus der Bibel „Ich bin der Leib,
ihr seid die Glieder“ = Wort des Herrn! Daran gibt es nichts zu deuteln! Genauso richtig ist, daß wir,
also die Glieder des mystischen Leibes Jesu Christi, alle sündige Menschen sind und laufend sündigen,
wie die Erfahrung ganz unmißverständlich lehrt. Beide Sätze, soweit für uns erkennbar in keiner Weise
zu überbrückende Gegensätze, gehören trotzdem zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen
Satzes! Mit dieser Wahrheit müssen wir leben, ob wir wollen oder nicht!
Kairos: Bischof Mixa ist kein kranker Man, sondern lediglich durch die jahrelangen Mobbingerlebnisse fertig.
Ihn als krank zu vernglimpfen macht scnbon einen äßerst bösartigen Eindruck!
Bischoif Mixa: Herr Glück Wenn der oberste Deutsche Laie die Fehler nicht erkennt, die im Falle von Biscnof
Mixa gemacht wurden, sollte er scnleunigst zurücktreten.
Erzbischof Paetz: Rehabilitierung Rehabilitierung bedeutet, jemandem eine Stellung zurückzugeben, die
man ihm vorher zu recht oder unrecht, hier zu recht entzogen hat. Msgr. Paetz war Erzbischof von Gnesen.
Auf diesem Stuhl sitzt jetzt ein anderer Erzbischof. Damit wurde Mons. Paetz eindeutig nicht rehabilitiert.
Die Erlaubnis, öffentlich zu zelebrieren ist damit keine Rehabilitierung, sondern lediglich ein Gnadenakt,
mit dem seine Suspendierung teilweise aufgehoben ist.
Brandenburgis: Bischof und Politik Ich habe nicht behauptet, ein Bischof dürfe sich überhaupt nicht
zu politischen Dingen äußern, sondern nur ein zu weites hinauslehnen aus dem Fenster kritisiert. Eine
Stellungnahme zum Wahrheitsgehalt von Holocoust und anderen geschichtlichen Tatsachen gehört nicht zu
den Aufgaben der Kirche, wohl aber dessen moralische Wertung, und da besteht weitestgehende Übereinstimmung.
Großwildjäger, Brandenburgis G: o.k. B: Es ergibt sich überhaupt die Frage, warum sich ein Bischof
in politischen Fragen so weit aus dem Fenster lehnt.
Burgorus, Brandenburgis Ihre Definitionn von rechtsextrem stimmt. Nun wird aber gerade der Holocoust von
den Rechtsextremen abgestritten, so daß m. E. die diesbezüglichen Äuperungen von Williamson in der
rechtsextremen Ecke anzusiedeln sind. Ich muß allerdings nach den Erfahrungen mit der überwiegend tendenziösen
Berichterstattung über Bischof Mixa zugestehen, daß möglicherweise auch hier ein bewßt falsches Bild
gezeichnet wird, um Williamson unmöglich zu machen. Hiergegen sprechen jedoch die Sanktionen von Seiten
der Pius-Bruderschaft, die ihn von der Leitung eines Priesterseminars entbunden hat und daß er sich,
so weit bekannt, nur in seiner Heimat England ohne Gefahr einer Verhaftung aufhalten kann. Damit spricht
fast alles für die Richtigkeit der öffentlichen Verurteilung Williamsons.
Bischof Mixa: Schaden für das Bistum Erschreckend, ja geradezu schockierend ist die geballte negative
Energie, mit welcher Mons. Mixa auch heute noch von der Bistumsleitung schikaniert wird. Da ist an erster
Stelle die öffentliche Feier seines Prieserjubiläums zu erwähnen. Für dieses Verbot gibt es absolut
keinen Grund, außer der Hysterie der derzeitigen Bistumsleitung, es ergibt sich die Frage nach der Rechtsgrundlage
des Verbotes. Wahrscheinlich ist unbändiger Haß der einzige Grund für das Verbot. Daß Bischof Mixa
seinem Bistum geschadet hat, ist ein Märchen. Wirklich geschadet haben nicht nur dem Bistum, sondern
zumindest der gesamten katholischen Kirche in Deutschland die Intrigantenerzbischöfe Marx und Zollitsch
sowie die Intrigantenweihbischöfe in Augsburg. Einen nicht weniger bösartigen Eindruck hinterläßt
der Vorwurf des Devisenschmuggels. Bis jetzt ist er mir ausschließlich in diesem Forum begegnet. Warum
wohl?
Brandenburgis: Pius-Brüder Daß Sie die Ansichten von Lefebrve und Williamson teilen, ist Ihr gutes Recht.
Nur dürfte Lefebrve nicht besonders glücklich sein, mit Williamson in einem Atemzug genannt zu werden.
Gotthard: Bischof Mixa ist nach allen seinen bisher bekannt gewordenen Asführungen ein Mann der Mitte,
nicht der Rechten, dort sind wohl eher die Pius-Brüder anzusiedeln. Von rechtsextrem kann man aber auch
hier durchweg – von Ausnahmen, wie Williamson abgesehen – nicht sprechen.
Brandenburgis: Lefebvre war der Vertreer des Katolizismus schlechthin! Wo wollen Sie ihn sonst ansiedeln?
Nachdem VATII die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückgeführt hat in die ursprüngliche
Weite ihrer Katholizutät, war es doch gerade Lefebbvre, den hier nicht mit wollte! Hinsichlich seiner
Thesen sollte Wiulliamson erst einmal Beweise bringen!
Erzbischof Marx Hier ist noch kritisch anzumerken, wie Marx ohne jede Rechtsgrundlage den Abt von Etal
zum Rücktritt gedrängt hat. Marx hat hier in die Zuständigkeit der Ordenskongragation eingegriffen.
Die Ernennung eines Preußen zum Erzbschof von München stellt dem gesamtenn bayerischen Klerus ein kräftiges
Armutszeugnis aus. Als ob es dortigen Klerus keinen geeigneten Kandidaten gegeben hätte. Der Papst muß
es ja wissen, er ist selbst Bayer.
Bischof Mixa – Erzbischof Marx Zu Erzbischof Marx ist noch an die Causa Laurentius Wild, bis 2008 Pfarrer
bzw. Pfarradministrator in Aufkirchen und Höhenrain bei Starnberg zu erinnern. Normalerweise sind Bstümer
für jeden einsatzfähigen und einsatzbereiten Priester dankbar, nicht jedoch Erzbischof Marx. Trotz nachdrücklicher
Eingaben der genannten Pfarren hat Erzbischof Marx diesen Ordenspriester an die Luft gesetzt. Wild ist
jetzt im Bereich Wegscheid/Hauzenberg des Bistums Passau priesterlich tätig, wie aus privaten Qellen
(ein mir persönlich bekannter Pfarrer aus seiner Nachbarschaft) bestätigt, weiterhin als begnadeter
und allseits beliebter Seelsorger. Also auch hier ein Beispiel, wie überheblich Mons. Marx sich über
die berechtigten Interessen seiner Gläubigen hinwegsetzt.
Bischof Mixa Solche Erlebnisse, die Bischof Mixa mit seinen „Mitbrüdern“ hatte, können bei ausreichender
Dauerhaftigkeit schon zu seelischen Störungen führen. Mobbingresistenz ist bekanntlich unterschiedlich
stark ausgebildet. Wenn Erbischof(!) Marx Herrn Bischof Mixa als Psychopathe ausgibt, begibt es sich in
gefährliche Nachbarschaft zu anderen Ideologien, so z. B. der roten, die Abweichler ebenfalls so behandelt
hat. Andere Ideologien deshalb, weil das Anti-Mixa-Triumvirat eindeutig der 68er Ideologie zuzurechnen
ist. Wie wird wohl der Hochhuth heißen, der die DBK in hoffentlich nicht allzu ferner Zeit der allzu
intimen Nähe zu den 68er zeihen wird? Denn von der DBK ist bisher kein Widerstand bekannt geworden. Anscheinend
wird dort gesteigert: Feind – Todfeind – Mixa.
Clarissa Colonia: Zollitsch – Marx – Losinger Daß Sie nun den zwar irrenden, aber keinerlei unehrenhafte
Handlungen begangen habenden Erzbischof Lefebvre in Beziehung zu den drei genannten schwarzen Schafen
in der DBK sezten, ist für nicht nachvollziebar, hinzu kommt noch die Nachbarschaft zu den beiden anderen
Personen. Lefebvre ging es immerhin um das Wohl der Kirche, auch wenn er in seinem Hang zum Katholizismus
völlig daneben liegt. Bei den drei von mir genannten Bischöfen ist nach meinem Eindruck ein Höchstmaß
an negativer Energie nicht abstreitbar. Lefebvre befand sich in gutgläubigem Irrtum, und das kann man
Marx, Zollitsch und Losinger mit Sicherheit nicht zugestehen. Williamson macht auf mich keinen ernst zu
nehmenden Eindruck, er weiß wohl nicht, was er tut, die Beziehung zu den drei von mir genannten Bischöfen
fehlt daher ebenfalls. Es handelt sch daher bei den von mir genannten Bischöfen und den von Ihnen genannten
Personen in keiner Weise um deckungsgleiche Fälle. Ein Vergleich brngt daher nichts oder zumndest keine
ins Gewicht fallenden Gemeinsamkeiten, ja nicht einmal ernst zu nehmende Ähnlichkeiten.
Hinrichtung – Zeitung Es gibt auch eine verbale Hinrichtung, siehe Rufmord. „Die Welt am Sonntag“ ist
keine Tageszeitung, sondern wegen ihres einmaligen Erscheinens in der Woche eine Wochenzeitung. „Die Welt“
lese ich bereits seit 1967. Sie ist nicht kirchenfeindlich. Axel Springer war sogar ein tief religiöser
Mensch, wie ich aus einer persönlichen Begegnung im November 1979 weiß. Es ist richtig, daß sich das
geistige Erscheinungsbild der WELT seit Springers Tod in 1985 negativ entwickelt hat. Gernot Facius ist
nach seinen Beiträgen, die nicht gerade von Sachkenntnis triefen, zu schließen, eher ein 68er, als ein
Christ. Dagegen sind die Beiträge von Paul Badde informativ und kirchenfreundlich. „Die Welt am Sonntag“
lese ich nicht.
Konzil Bei dem Prälaten liegt einiges schief: Die Scholastik ist nicht alleinseeligmachend, wie das Beispiel
der Ostkirchen zeigt. Auf jeden Fall wichtiger sind die Kirchenväter. Auch die Kritik an der Zulasung
des kritisierten Kanons der chaldäischen Kirche geht an der Wirklichkeit vorbei: die Meinungsverschiedenheit,
ob Wandlung bei Epiklese oder Anamnesee stattfindet, ist nicht kirchentrennend. „Nestorianisch“ ist ein
Schimpfwort, weil erst vor etwa 60 Jahren bekannt wurde, daß dem Nestorius großes Unrecht geschehen
ist. In der Dreifaltigkeitslehre von Rom, Byzanz und den Altorientalen gibt es keine kirchentrennendenn
Unterschiede. Richtig : apostolische Kirche des Ostens oder assyrische Kirche. Der Text spricht von Ökumenismus,
also einer Ideologie. In Wirklichkeit geht es um Ökumene. Oder handelt es sich um einen Übersetzungsfehler,
weil das Italienische diesen Unterschied möglicherweise nicht kennt? Der Prälat übersieht geflissentlich,
daß die Religionsfreiheit schon in der Schöpfung grundgelegt ist. Die Kollegialität der Bischöfe ergibt
sich schon aus der Bibel: alle Apostel leiten ihr Amt von Christus her und nicht von Simon Petrus. Das
Verhältnis von Patriarchen und sosntigen Bischöfen ist in den einzelnen Patriachaten unterschiedlich
geregelt. Die Panne mit der Abschaffung der Pfingstoktav übersieht der Prälat ebenfalls.
Ottoder Rabe: Zölibat Wie schon bemerkt, gibt es keine Unvereinbarkeit von Weihe und Ehe, wie schon das
Beispiel der Ostkirchen zeigt. Der Zölibat ergibt sich aus Titus 1,6 und weiteren Stellen schon in apostolischer
Zeit. Hier steht ausdrücklich, daß ein Weihekandidat nur einmal verheiratet sein darf, das schließt
auch eine Wiederheirat nach der Weihe aus. Auch im Osten hat es verheiratete Bischöfe gegeben, in Einzelfällen
ist der Sohn dann ebenfalls Bischof geworden. Erst später war dort das Mönchtum Voraussetzung für die
Bischofsweihe. Vielleicht meinen Sie auch nur, daß in 1074 die Ehe als Weihehindernis für den Presbyterat
oder auch schon für den Diakonat eingeführt wurde. Sie müsen also zwischen Zölibat und die darüber
hinausgehende Ehe als Weihehindernis unterscheiden. Das päpstliche Dokument von 1074 hat den Zölibat
also nicht neu eingeführt, sondern lediglich bekräftigt, möglicherweise auch für den Fall, das er
nicht immer gebührend beachtet wurde.
Boff: Marxismus Der Kerl hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank! Nachdem der Marxismus den gesamten
Ostblock in den Sand gefahren hat, will er, daß die Welt ausgerechnet an dieser vollumfänglich gescheierten
Ideologie gesundet. Wir dürfen froh und dankbar für seine Laisierung sein. Man kann den Aufruf auch
als Rache-Dokumente der deutschen Linkstheologen gegen den Papst sehen. Dem ist vollinhaltlich zuzustimmen.
Otto Rabe: Zölibat Der Zölibat hat tatsächlich nichts mit kultischer Reinheit zu tuen, wie sollte er
auch? Ihre Frage verstehe ich nicht. Die genannten Priester werden, wie schon bemerkt, auch nicht vom
Zölibat dispensiert, sondern vom Weihehindernis einer bestehenden Ehe. Nach einer Verwitweun dürfen
diese Priester also genaujsowenig erneut heiraten, wie verwitwete Preister in den Ostkirchen sowie unsere
westlichen Diakone nach Verwitweung. Hieraus folgt: die Zölibatsverpflichtung besteht auch für die vom
genannte Weihehindernis dispensierten Priester. Bei der genannten Dispens handelt es sich nicht um einen
Willkürakt, sondern um Fälle von zur katholischen Kirche konvertierten evangelischen, altkatholischen
und anglikanischen Pfarrern.
Schüttel: Bischof Mixa Bischof Mixa ist bisher nicht wegen Prügelns rechtskräftig verurteilt worden.
Bisher gibt es weder Strafanzeige, geschweige Ermittlungsverfahren. Es gibt lediglich ein paar Notizen
von einem mixafeindlichen Rechtsanwalt, von interessierter Seite zum Sonderermittler hochstilisiert, der
die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe behauptet. Es geht hier um eidesstattliche Erklärungen. Bekanntlich
sind Meineide ausschließlich vor Gericht strafbar, ansonsten also ungefährlich. Das wissen insbesondere
Intriganten, die ihren Falschaussagen mit einer eidesstattlichen Erklärung das dringend benötigte Gewicht
verschaffen. So versteht es sich von selbst, daß die Vorlage der Falschaussagen sowohl dem verleumdeten
Bischof, als auch seinem Rechtsanwalt nachdrücklich verweigert worden ist. Die Mixa-Gegner lassen den
Vorgang so lange schmohren, bis sich niemand mehr dafür interessiert und sich sein schlechter Ruf in
der veröffentlichten Meinung gefestigt hat.
Keuschheit – Ehe – Zölibat Hier werden immer wieder Begriffe durcheinander geworfen: Keuschheit hat nicht
mit Ehe und Ehlosigkeit zu tuen. Unkeuschheit ist immer eine Sünde gegen das 6. Gebot. Auch Ehebruch
ist unkeusch, hingegen haben reproduktionsrelevante Kontakte innerhalb der Ehe nichts mit Unkeushheit
zu tuen. Also: auch Eheleute leben keusch. Der Zölibat bedeutet lediglich ein Heiratsverbot für Kleriker
vom Diakon aufwärts und besteht schon seit dem Altertum! Eine bestehende Ehe darf also vollumfänglich
fortgesetzt werden, lediglich nach Verwitweung ist eine Wiederheirat ausgeschlossen. Versorgungsrelevante
Kontakte unterhalb der Bettdecke sind daher kein Verstoß gegen den Zölibat, sondern – genauso, wie bei
jedem Laien – ein Verstoß gegen das 6. Gebot. Erst eine verbotene (Wieder-)Heirat vertößt gegen den
Zölibat. Im Übrigen steht bereits in einem der Paulus-Brief (an Titus oder Timotheus) daß ein Kandidat
für das geistliche Amt nur einmal geheiratet haben darf. Eine Zweitehe ist damit damals schon ein Weihehindernis.
Zum Zölibat kommt bei uns noch hinzu eine bereits bestehende Ehe als Weihehindernis für den Presbytherat
und im Osten für das Bischofsamt. Im Westen kann für den Presbytherat vom besagten Weihehindernis dispensiert
werden, im Osten muß die Ehefrau gegf. Nonne werden, damit der Ehemann die zur Vorbereitung auf die Bischofsweihe
notwendige Mönchs- und Archimandritenweihe empfangen kann.
Vaticanum2: Priesterehe Meinen Sie Priesterehe oder auch Priesterheirat? Das ist nämlich ein grundlegender
Unterschied. Die erstere ändert nämlich nichts am Zölibat. Es stimmt durchaus, daß die Ehe als Weihehindernis
für Priester einige Probleme lösen würde. Es kämen aber wenigtens ebenso viele Probleme hinzu!
Gotthard, Clarissa Colonia Gotthard: herzlichen Dank für Ihre Zustimmung! Clariussa Colonia: ich muß
vielleicht noch ergänzen, daß ein Ge- oder Verbot, dessen Übertretung nicht mit Sanktionen bedroht
ist, deswegen auch nicht durchsetzbar ist. Die Piusbischöfe weihen weiterhin verbotenerweise Priester
und Diakone, dise Weihen sind zwar wegen Suspendierung der Bischöfe verboten, aber m. W. trotzdem gültig,
so daß deren Sakramente – Buße, Altarssakrament – gültig sind! Die durch die Piusbischöfe gespendeten
Weihesakramente waren m. W. sogar zur Zeit von deren Exkommuniulation zwar verboten, aber gültig. Wir
im Westen ungerscheiden hier zwischen verboten und gültig, wohingegen bei den Orthodoxen verboten auch
ungültig ist.
DrCreativ Man beachte das 60 % der Priester schwul sind Und warum steht die Kirche nicht dazu ? Wie kommen
Sie dazu, solches zu behaupten? Bitte Quellen!
Vogel: Frauen Mir gefällt es nicht, wie Priester und auch Bischöfe übereinander herziehen, wie sie
sich gegenseitig schlecht machen,da geht es ja in einem Großraumbüro mit lauter Frauen friedlicher zu.
Was haben Sie gegen Frauen?
Gotthard, Clarissa Colonia Gotthard: Ihren Ausführungen stimme ich zu. Wo liegt Ihr Problem mit meiner
Aussage? Clarissa Colona: Zu 1: ich gestehe ungenaue Fromulierung: die Exkommunizierten sind von der Sakramentengemeinschaft
ausgeschlossen und gehören damit m . E. nicht voll dazu. Bei akuter Lebensgefahr ist m. W. Sakramentenempfang
trotzdem möglich. Zu 2: Volle Zustimmung, nur, wo sehen Sie da Probleme? Zu 3: Damit sind wir uns einig,
daß das Verbot de jure beseht. De facto besteht ein Ge- oder Verbot m. W. nur, wenn seine Übertretung
mit Sanktionen bedroht ist. Welche Sanktonen drohen einem suspendierten Bischof, der Priester und Diakone
weiht? Welche Sanktionen drohen einem suspendierten Priester, der trotzdem Sakramente spendet, die hl.
Messe feiert usw.?
EB Zollitsch – B. Mixa Kairos 3: die Tat von Zollitsch geht sogar noch über Rufmord hinaus, weil er Mixa
sogar bei der vorgesetzten Behörde in Rom verleumdet hat. Irgendwie neigt man dazu, über die jetzigen
Probleme von Zollitsch Schadenfreude zu empfunden, sähe man nicht den Hinergrund, nach dem die 68er,
Genderrevolutionäre und ähnlichen Schwätzer versuchen, die r.-k. Kirche zu zerstören. Nachdem Mixa
offenbar als abgehakt gilt, wendet man sich jetzt unmttelbar dem Vórsitzenden der DBK zu, wobei die Vorwürfe
in beiden Fällen (also gegen Zollitsch genauso, wie gegen Mixa) völlig haltlos sind. Nachdem man mit
der Causa Mixa einen Keil in die DBK getrieben hat, werden jetzt die einzelnen Biscöpfe so nach und nach
unmöglich gemacht. Wie stark sich die Kirchenfeinde fühlen, zeigt nur, daß sie sich schon jetzt den
Vorsitzenden vorknüpfen. Natürlich ist die Justitz, d. h. die Rechtsprechung, unabhängig. Die Staatsanwälte
sind aber genauso wenig wie frei praktizierende Rechtsanwälte, deren Organe. Genauso, wie der Rechtsanwalt
die Interessen des Privatmannes wahrnimmt, nimmt der Staatsanwalt die Interessen des Staates wahr und
ist damit auch von der Politk abhängig. Unabhänig sind gemäß Verfassung lediglich die Richter.
Przybislav Iamesseblo: Katholizismus – Ökumenismus sind zwei Ideologien, die sich tatsächlich gegenseitig
ausschließen, das haben Sie völlig richtig erkannt! Vom Apostelschüler Ignatius von Antiochien stammt
der bereits mehrfach zitierte Satz: „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, von einer katholizistischen
Kirche (katholizistisch ist das Adjektiv zu Katholizismus, katholisch das zu Katholizität) steht da nichts,
weil es den Katholizismus erst seit dem 19.(!) Jahrhundert gibt. Anliegen von VATII war es ja gerade,
die katholische (nicht: katholizistische) Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückzuführen
in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Anders wären die Dekrete über Ökumene und Religionsfreiheit
völlig ausgeschlossen, die mit dem Katholizismus in der Tat unvereinbar sind. Es geht also um Ökmene
und nicht um Ökumenismus, der ideologischen Ausgabe der Ökumene. Die Pius-Brüder bekennen sich weiter
zum Katholizismus und lehnen folgerichtig Ökumene und Religionsfreiheit ab.
Priesterweihen Bischof Müller sieht geflissentlich darüber hinweg, daß durch die Aufhebung der Exkommunikation
die Pius-Bschöfe wieder voll zu römisch-katholischen Kirche hinzugehören. Lediglich suspendiert sind
sie noch. Die Exkommunikation steht nur auf verbotene Bischofsweihen, Weihen unterhalb der Bischofsebene
sind nicht mit Sanktionen bedroht und damit nur de jure, nicht jedoch de facto verboten. Bischof Müller
ist wohl ein Bavaropreuße, der alles 150 %ig macht und damit päpstlicher ist, als der Papst.
Bischof Mixa Es wird Zeit, daß der Augsburger Intrigantenstadel kräftig ausgemistet wird, einschließlich
Diözesanadministrator. Augsburg braucht einen genuin konservativen Bischof, der sowohl ein sehr guter
Seelsorger ist, aber auch das Durchsetzungsvermögen eines Feldwebels hat.
Bischof Mixa Daß Bischof Mixa seine Verleumder nicht strafrechtlich verfolgt, sehe auch ich auf den ersten
Blick kritisch. Hier bedarf es eines Hinweises seines Rechtsanwaltes über die gesamte verfahrenstechnische
Problematik eines solchen Prozesses. Hier muß m. W. erste einmal ein Schiedsmann eingeschaltet werden,
der zwischen den Konfliktgegnern vermittelt. Erst nach dem Scneitern ener solchen Verhandlung ist ein
Strafprozeß zulässig. Da nicht Unschuld, sondern Schuld nachzuweisen ist, liegt hier die Beweispflicht
schuldhaften Verhaltens beim Kläger, also Bischof Mixa. Die Beweisführung dürfte hier äußerst schwierig
sein. Ich hoffe auf eine umfassende Stellungnahme eines Strafrechtlers zu diesem Thema.
Bischof Mixa Großwildjäger: …fast alle vergessen, dass Mixa auch gelogen, gestohlen und betrogen hat.
Von dem Devisenvergehen ganz zu schweigen… Weiter an der Wirklichkeit vorbei geht es wohl nicht?! Wannhat
Bischof Mixa gelogen, wann hat er gestohlen, wann hat er betrogen? Sie lesen offenbar nur die Angriffe,
nicht jedoch die Verteidigung, leiden damit an beschränktem Wahrnehmungsvermögen. Finkelstaszaijn: Wer
die Rehabilitation als Bischof von Mixa fordert geht so ziemlich total an der Realität vorbei. Der Mann
soll sein Leben in Ordnung bringen und seine Pension genießen. Also 6000 € aus dem Säckel des bayerischen
Steuerzahlers. Alles Gute für die Steuerzahler in Bayern. Wer die Rehabilitation von Bischof Mixa fordert,
geht nicht an der Wirklickeit vorbei! Da Sie an anderer Stelle zugeben, sich eine Lebensgefährtin zu
halten, anstatt ordnungsgemäß zu heiraten, kann ich ihre irrige Meinung jedoch nachvollziehen. Im Hildebrandslied
ist das Wort „gimahalen“ überlefert, es bedeutet, feierlich und unverbrüchlich erklären. Aus diesem
Wort leitet sich das Wort „Gemahl(in)“ ab. Wer für eine solche Erklärung inerlich zu schwach ist, sollte
den Mund nicht so weit aufmachen, als könne er Spargel quer essen!
Bischof Mixa: Spaltung Daß Bischof Mixa das Bistum gespalten haben soll, ist bösartigste Verleumdung.
Wenn sich schon an Jesus Christus die Geister scheiden, dann selbstverständlich auch an einem Biscnof,
der auftritt, sei es gelegen oder ungelegen.
Bischof Mixa Das Kesseltreiben gegen Bischof Mixa ist auch nicht zu verstehen. Leider unterliegen kirchliche
Personalentscheidungen niucht, wie im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft selbstverständlich,
der gerichtlichen Billigkeitskontrolle!
Zweifler: eidesstattliche Erklärungen und unabhängiger Anwalt Meineide außerhalb einer gerichtlichen
Verhandlung sind nicht strafbar und daher ungefährlich. Gerade deswegen versuchen schmutzige Intriganten
immer wieder, ihren Falschaussagen durch eine außeregerichtliche eidestattliche Erklärung das dringend
benötigte Gewicht zu verschaffen. „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften
mangelt“, so Goethe in seinem Thasso. Mitanderen Worten: gerade, weil sie mit (außergerichtlichen) eidesstattlichen
Erklärungen arbeiten, entlarven sich Intriganten und Verläumder, so auch hier. Rechtsanwälte sind nicht
zur Ermittlung einer strafbaren Handlung da, sondern zur Vertedigung ihrer Mandanten gegen Honorar. Das
Zeugnis des genannten zum „Sonderermittlers“ hochstilsierten Anwalts besagt also nichts. Schließlich
hält er lediglich Aussagen für glaubwürdig, und das ist eine zulässige Meungsäußerung, die nichts
zum Tatbestand sagt. Wie bereits in anderen Kreuznet-Beiträgen nachgewiesen, hat sich Bischof Mixa keine
finanzhiellen Verfehlungen uschulde kommen lassen. Im Übrigen herzlichen Dank für den ausgezeichneten
Artkel. Es stimmt schon: die Vernichtung menschlichen Lebens durch Abtreibung gilt harmnloser, als eine
Ohrfeige. Witz? Auch die sexuellen Verfehlungen der Anhänger er sexuellen Revolution der 68er werden
kritiklos hingenommen. Witz?
neuer Bischof Mons. Hanque muß in Eichstätt bleiben, weil woh sonst niemand mit den Problemen der kathh.
Hochschule fertig wrid. Nach augsburg gehört ein Mann mit dem Durchsetzungsvermögen eines Hauptfeldwebels.
Salesianerpater: erzkonservativ ist ein Begriff aus der Mottenkiste des 19. Jahrhunderts. Die Benutzung
dieses Begriffs weist Sie als Vorgestrigen aus. „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“
Bischof Mixa Die unbekümmerte Sicherheit, mit der die Intriganten Herrn Marco Schneider ohne vorherige
Rückfrage als Mißbrauchsopfer nannten, erregt den Verdacht eines so hohen „Honorars“ daß mit einer
Ablehnung durch das ausersehene „Opfer“ nicht gerechnet werden konnte. Umso anerkennenswerter ist die
Charakterfestigkeit von Herrn Schneider.
Orientale Sie scheinen nicht zu wissen, welche Interessen große Teile der höheren Kreise in der RKK
verfolgen. Wenn Sie wüssten, was bestimmte Würdenträger so vorhaben und an welchen Veranstaltungen
sie „privat“ teilnehmen, Sie wären wirklich überrascht. Ihre Antwort felt noch! Auf welche Quellen berufen
Sie sich?
inquisitor: Bischof Mixa So lange Vorwürfe nicht bewiesen sind, gilt der Beschuldigte als unschuldig!
Basta! Alleine die Tatsache, daß die Ankläger Herrn Marco Schneider nicht vorher gefragt haben, erregt
den Verdacht, daß sie sich wegen eines attraktiven „Honorars“ ihrer Sache sicher fühlten.
Orientale: RKK Dann beschreiben Sie doch bitte einmal, an welchen Veranstaltungen bestimmte Würdenträger
nach Ihrer Auffassung privat teilnehmen, und was sie nach Ihrr Auffassung vorhaben. Ihr Argmentieren mit
Andeutungen ist unerträglich und unverantwortliche Stimmungmache gegen die Kirche.
Clarissa Colonia: Truhe Sie geben leider keine Quellen an. Als Wissenschaftlerin wissen Sie aber um die
Notwendigkeit von Quellenangaben, es sei denn, Sie seien bei der behaupteten Entwendung selber anwesend
gewesen. Bitte, reichen Sie daher Ihre Informationsquelle nach. Im Übrigen freue ich mich, nach so langer
Zeit wieder von Ihnen zu lesen.
Chris: Wiedereinsetzung von Bischof Mixa bloß nicht! Die in Augsburg werden Mixa dann so fertig machen,
daß er bald das Zeitliche segnet. Wir sind aber darauf angewiesen, daß Mixa weiterso, wie bisher, „auftritt,
sei es gelegen oder ungelegen“. Leider ist er der einzige deutsche Bischof, der sich an diesem Herrenwort
orientiert. Kardinal Meisner ist zwar grundsätzlich aus demselben Holz geschnitzt, aber nach Kritik zuckt
er leider zurück. Offenbar hat er im Domkapitel – mit Ausnahme von GV Schwaderlapp -genauso wenig Rückhalt,
wie Bischof Mixa im seinigen. Natürlich ist Mixa zu rehabilitieren. Das kann auch durch Ernennung zum
Erzbischof oder durch einen Kardinalsposten in Rom geschehen. Da Mixa aus der Seelsorge kommt und mit
Leib und Seele Seelsorger ist, wird ihm ein Verwaltungsposten vermutlich weniger zusagen. Es wird Zeit,
daß Zollitsch, ohnehin nur den Eindruck eines kleinen Kanzleibeamten hinterlassend, endlich – auch als
Erzbischof – abgelöst wird. Daß er Vorsitzender der DBK werden konnte stellt m. E. diesem Gremium ein
überwältigendes geistiges Armutszeugnis aus. Auch in der Causa Mixa handelt er offenbar nur aufgrund
Schützenhilfe aus München. Marx macht zwar nach außen den Eindruck eines stämmigen Westfalen, innerlich
knickt geht er aber vor den 68ern in die Kniee, wie jeder andere deutsche Bischof außer Mixa. Noch einmal:
wie wird wohl der Hochhut heißen der die DBK eines hoffentlich nicht mehr allzu fernen Tages der allzu
intimen Nähe zu den 68ern anklagen wird?
Vineta: Bischof Mixa Wieso ist Bischof Mixa ein Skandal? Worum geht es denn außer den Ohrfeigen noch?
Die finanzielle Angelegenheit mit der Stiftung, bei der es um Zweckentfremdung und nicht um Unterschlagung
bzw. ungerechtfertigte Bereicherung ging, war jedenfalls schon lange vor seiner Bischofsernennung geregelt,
und die eidesstattlichen Erklärungen wegen Prügel sind letztlich nicht ernst zu nehmen.
Krak de Chevaliers und andere: Bischof Mixa Der Auffassung, daß jeder, der gegen den kirchlichen Mainstream
schwimmt, so fertig gemacht wird, geht m. E. an der Wirklichkeit vorbei: es geht hier um die in der Kirche
wirkenden 68er, die keinen Widerspruch dulden und deswegen mit Mobbing antworten. Blaues Hemd: man wird
auch von einem Bischof nicht verlangen können, daß er als Patient im Krankenhaus klerikale Kleidung
trägt. Es ist übrigens bekannt, daß Oprierte schon sehr früh weder aufstehen, aber zur Auskurierung
noch im Krankenhaus bleiben müssen. Wie erinnerlich, hat Bischof Mixa trotz eines Beinbruchs beim Weltjugendtag
in Köln mitgewirkt. Möglicherweise ist der jetzige Krankenhausaufenthalt eine Folge der damals verschleppten
Verletzung.
defendor: Rücktritt und nicht u vrgessen: der rücktritt von Erzbischof Marx. Hoffentlich findet die
Kirche den Mut zu einer vollen Rehabilitierung Bischof Mixas
unbestechlicher: Bischof Mixa Die Tatsbestandswrtung hängt nicht von Ihrem persönlichen Wissensstand
ab! Mit Mißbrauch Minderjähriger war nichts, denn hier wurden völlig belanglose eidesstattliche Erklärungen
abgegeben. Bekantlich ist Meineid ausschließlich vor Gericht eine’strafbare Handlung, d. h. außerhalb
des Gerichtssaals völlig ungefährlich. Was liegt daher näher, als eine Verläumdung mit einer belanglosen
eidesstattlichen Erklärung zu bekräftigen, denn „durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit
und an Kräften mangelt!“
unbesrtechlicher: Bischof Mixa Der Vorgang stammt aus der Zeit vor der Bischofsernennung Mixas. Wie eben
beschrieben hat Mixa sofort nach Beanstandung durch WP und Stiftungsrat den nicht veruntreuten, sondern
zweckentfremeten Betrag beglichen. Damit ist der Vorgang abgescnlossen.
unbestechlicher: Bischof Mixa Was haben Sie dagegen einzuwenden, wenn ein Bischof gerne guten Wein trinkt?
Soll zukünftig jede Bischofsernennung davon abhängen, ob der Kanidat ein Weinverächter ist? Singt doch
selbst der Psalmist vom Wein, der des Menschen Herz erfreut. Auch Jesus Christus hat auf der Hochzeit
zu Kana Wasser in Wein verwandelt. Die Sache mit der Zweckentfremdung ist doch nach Beanstandung durch
Stiftungsrat und WP schon lange durch Schadenersatzzahlung aus der Welt. Haben Sie das verschlafen?
Bischof Mixa Das Bürgertum hat den Kampf mit den 68ern bereits verloren. Durch die Anname des Rücktitsgesuchs
von Bischof Mixa hat die Kirche diesen Kampf nun ebenfalls verloren. Das ist das Ergebnis einer durch
und durch Verachtundsechzigerung der DBK. Es ist völlig klar, daß die DBK diesen nicht in ihr ideologisches
Schema passenden Bischof los werden wollte. Wie wird wohl der Hochhut heißen, der die katolische deutsche
Ortskirche einmal der allzu großen Nähe zu den 68ern anklagen wird?
Lehmann – Mixa Wenn Kard. Lehmann schon vor der Ernennung Mixas zum Bischof Nachteiliges über dessen
Lebenswandel gehört hat, warum hat er dann keine Untersuchung veranlaßt? Soll man Kard. Lehmann etwa
noch ernst nehmen?
unbestechlicher: Sanktionen Eine mögliche Sanktion ist z. B. Exkommunikation! Eine weitere Möglichkeit
ist das Verbot unter Sünde oder schwerer Sünde. Manchmal hilft bloßes Nachdenken.
Abendmahl für Kathholiken und Kommunion für Protestanten So einfach, wie hier dargestellt, ist die Sache
nicht! Das Abendmahl für Katholikenn ist zwar streng verboten, wie JPII noch einmal ausdrücklich bestätigt
hat. Wie ich von einem römisch-katholischen Ökumenefachmann erfahren habe, ist dieses Verbot jedoch
in keiner Weise mit Sanktionen behaftet. Das hat zur Folge: das Verbot besteht zwar de iure, ist aber
de facto wegen felender Durchsetbarkeit rechtsunwirksam. Denn es ist ein allgemeiner Rechtsgrundsatz:
ein Gebot oder Verbot, dessen Übertretung nicht mit Sanktionen bedroht ist, ist unabhängig von seinem
Bestand je iure de facto wegen fehlender Durchsetzbarkeit de facto wirkungslos. Lediglich Klerikern und
gegf. sonstigen hauptberuflichen kirchlichen Mitarbeitern drohen bei Sakramentenempfang in nicht in voller
kirchlichr Gemeinschaft mit Rom stehenden Kirchen disziplinarrechtliche Sanktionen, so daß für diesen
Personenkreis auch ein de-facto-Verbot besteht. Es versteht sich von selbst, daß man beim Sakramtenempfang
in einer anderen Kirche deren Sakramenenverständnis achtet und so z.B. bei den Orthodoxen nicht geht,
weil man dort, genauso, wie in Rom, die Aufassung vertritt, daß Sakramentengemenschaft volle Kirchengemeinschaft
voraussetzt.
„Jeder blamiert sich so wie er kann“ ist als Reaktion auf diese unerhörte Provokation mehr, als dürftig.
„Si tacuisses…“ Nun ist der Münsterpfarrer und Dekan Dr. Trennert-Helwig leider als linientreuer 68er
bekannt!
Erleben Natürlich haben wir unsere Geburt erlebt, denn wir waren ja dabei. Nur können wir uns nicht
mehr erinnern. Wenn ein Säugling keinen Schmerz erleben würde, würde er auch nicht schreien. Nur erinnertr
er sich nach 20 Jahren meist nicht mehr. Im Übrigen kann man bewiußt und unbewußt erleben.
Berger hat 27. April d. J. einen Artikel im „Kölner Stgadtanzeiger“ veröffentlicht. Hier schreibt er
u. a. ganz zwanglos von der Rehabilitierung des Holocaustluegners Williamson, stellt u. a. konservativ
und progressiv als Gegensätze dar. Andererseits ist ihm das Wort „reaktionär“, also der Gegensatz von
progressiv, durchaus geläufig, er benutzt es im Zusammenhang mit „Kreuz.net“. Diese Beispiele zeigen
doch schon, daß der Mann (Berger) nicht ernst zu nehmen ist. Ansonsten heult er dem Leser viel über
seine Probleme mit der Kirche wegen seiner Homosexualität vor. Die Frage, warum er seine abartige Veranlagung
an der Große Glocke hängt, beantwortet er nicht. Jedem Arbeitgeber wird das Recht der Auswahl seiner
Mitarbeiter nach Eignung problemlos zugestanden, nur die Kirche soll offenbar kritiklos alles nehmen.
Pater Damian Mai OFM Conv Hier ist interessant, daß sich keiner der Ankläger in die Öffentlichkeit
wagt und es auch keine Gegenüberstellung von Ankläger und Angeklagten gibt, worauf der An- geklagte
jedoch Anspruch hat. Den Verdacht einer Intrige von vornherein abzustreiten, wie es Provinzial und Generalvikar
tuen, ist damit völlig verantwortungslos zumal die Staatsanwalt keine Straftat festgestellt hat. Vermutlich
handelt es sich hier um Trittbrettfahrer, die einen erfolgreichen Jugendseelsorger zerstören und die
Kirche unglaubwürdiug machen wollen.
Thomasius: JPII Sie haben im Zusammenhang mit dem begreffenden Kardinal das Wort „Lügner“ ins Spiel gebracht
und nicht ich. Wollen Sie auch noch behaupten, daß JPII in Anwesenheit des Kardinals über die Missetaten
des Bischofskandidaten informiert worden ist oder ob er ihm ein entsprechendes Schriftstück persönlich
übergeben hat? Waren Sie etwa als Zeuge persönlich anwesend? Es ist völlig klar, da man jetzt versucht,
der Kirche um jeden Preis einen auszuwischen, um sie in der Welt unglaubwürdig zu machen. Deswegen ist
erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Sie sollten nicht zu leichtgläubig sein, sondern recherchieren, bevor
Sie sich ein Urteil bilden. Bei dem bekannten persönlichen Hintgergrund des genannten Papstes ist eine
bewußte Inkaufnahme solcher Mängel bei einem Bischofskandidaten völlig ausgeschlossen.
Thomasius: JPII Ich habe keine Meinung geäußert, sondern lediglich und berechtigtrweise gefordert, daß
das Wissen des Papstes zwingend nachzuweisen ist. Denn nach allgemein als gültig anerkannter Rechtslage
ist die Schuld des Angeklagten zu beweisen und nicht dessen Unschuld!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! So lange die
Schuld nicht zwingend nachgewiesen ist, gilt der Angeklagte als unschuldig.
Johannes Paul II Wieso seine Seligsprechung in weite Ferne rückt, ist nicht einzusehen, denn hierzu müßte
nachgewiesen werden, daß dem Papst die Verfehlungen des Bischofs bzw. Bischofskandidaten bekannt waren.
Bschof Mixa Es handelt sich hier um eine reine Kampagne gegen die Kirche, nur die Erzbischöfe Marx und
Zollitsch gebährden sich hier als Quislinge der veröffentlichten Meinung. Wieso tauchen die Vorwürfe
gegen Mixa erst jetzt und nicht schon vor seiner Ernennung zum Bischof auf? Bei den angeblichen oder tatsächlichen
finanziellen Unregelmäßigkeiten in Höhe eines zweistelligen Euro- Begrages muß gefragt werden, ob
der zuständige Stiftungsrat und der Wirtschaftsprüfer damals geschlafen haben und erst heute auf Druck
der Medien fündig geworden sind. Die Ohrfeigen waren zur Zeit der Bischofsernennung ebenfalls bekannt,
zumindest den Betroffenen. Bei der angeblichen Prügel, die – nebenbei bemerkt – nicht mit Ohrfeigen gleichgesetzt
werden kann, muß die Frage nach dem Grund der eidesstattlichen Erklärung gestellt werden, denn durch
Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt. Außerhalb einer Gerichtsverhandlung
ist ein Meineid nämlich keine strafbare Handlung, so daß die Verläumder in der Wahl der beeidegen Beschuldigung
völlig frei sind. Es liegt ledigich der Straftatbestand der Verleumdung vor, nicht jedoch der eidlichen
Falschaussage. Wen jemand zurücktreten muß, dann die Erzbischöfe Marx und Zollitsch wegen nachgewiesener
Unfähigkeit zu einem professionellem Konfliktmanagement. Es ist völlig klar, daß die Kampagne gegen
Mixa von langer Hand vorbereitet ist und jetzt mit den sexuellen Mißbrauchsvorwürfen zu einer Kampagne
zusammengeschraubt wird.
Przybislav Iamesseblo:Teilhard Den insbesondere in der byzyntinischen Tradition höchst umstrittenen Augustinus
als den größten Kirchenvater zu bezeichnen, ist mehr, als gewagt. Schließlich geht auf seine Sexualmoral
die gesamte sexuelle Verklemmung zurück, die noch die Generation meiner Eltern nach einem reprodutionsrelevanten
Kontakt nicht ohne vorherige Beichte zur hl. Kommunion gehen ließ. Sind Sie sicher, D. v. Hildebrand
hier richtig zu verstehen? Teilhard hat die Transzendenz nie abgelehnt, sondern lediglich gesagt, daß
die gesamte Schöpfung heilig ist und so den Unterschied zwischen Heiligtum und Profanem abgestritten.
Die 68er verstehen diese auch von VATII übernommene Auffassung bewußt miß, indem sie wegen Aufhebung
dieses Unterschiedes alles für profan erklären. In Wirklichkeit finden wir diese von Teilhard gelehrte
Einheit schon bei Paulus, Benedikt von Nursia und Anderen: „Ihr mögt essen oder trinken, tut alles im
Namen unseres Herrn Jesus Christus“ (Paulus) und Benedikt fordert in seiner Regel, das geringste Klostergerät
wie heiliges Altargerät zu achten. Abt Emmanuel Jungclaussen OSB hat uns bei „Kloster auf Zeit“ im September
1980 nachdrücklich erklärt, daß diese Aufforderung nicht pädagogisch, sondern im Sinne der Heiligkeit
auch des Alltäglichen zu verstehen ist. Gerade diesem Thema gilt meine ganz besondere Aufmerksamkeit,
es ist gerade dieses Thema, das mich in 1963 zu Teilhard hat finden lassen, so daß ich unzulässige Verallgemeinerungen
und Ungenauigkeiten mit Argusaugen verfolge.
Auferstehung Wenn es tatsächlich stimmt, daß selbst eine Reihe von prominenten Theologen nicht mehr
an Auferstehung und ewiges Leben glauben, so kommt das vermutlich aus einer einem einseitigen Glauben
an die Naturwisenshaft, der alles, was sich einer (natur)wissenschaftlichen Beweisführung entzieht, von
vornherein ablehnt. Dabei entzieht sich Gott selbst jeden wissenschaftlichen Beweises, freilich ist seine
Nichtexistenz genauso wenig beweisbar. Es zeigt sich hier wieder der durch einseitiges Denken verengte
Horizont: das analythische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören
zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Beide gemeinsam bilden das Ganze und werden
dem Leben und der Wahrheit, soweit überhaupt möglich, gerecht. Jede Übertreibung ist vom Teufel und
jede Einseitigkeit führt notwendigerweise in eine Sackgasse.
Tradition sollte nicht mit Traditionalismus verwechselt werden! Es kommt hier wirklich auf peinlichste
Genauigkeit an, denn Tradition ist nicht statisch, sondern dynamisch, solange sie nicht in Tradionalismus
ausartet bis hin zum Epigonischen! Die Entwicklung vollzieht sich immer im Spannungsfeld von Traditon
und Innovation. Schließlich kann man mit der Scholastik unbeschadet der grundsätzlich auch heutigen
Gültigkeit ihrer Thesen nicht auf die von der heutigen Naturwissenschaft gestellten Fragen antworten.
Grundlage heutigen Denkens ist eben nicht mehr die das Mittelalter beherrschen de Philosophie, sondern
die Naturwissenschaft. Da naturwissenschaftliche Erkenntnis einem weit umfangreicherem Wandel unterliegt,
als die philosophische, besteht ein deutlich größeres Spannunsvernhältnis wischen Naturwissenschaft
und Glaube als zwischen Philosophie und Glaube.l So war auch Teilhard de Chardin ein Konservativer, dem
die Fortentwucklung der Tradition ein Herzensanlegen war.
Siegfried: Ihre Stellungnahme Junge Männer, die so weltfremd sind und bereits als Priesteramtskandidaten
ein Gebetsleben aufbauen, wie die täglichen Gebetszeiten, der tägliche Rosenkranz, der tägliche Besuch
der heiligen Messe, zeigen kaum ein geeignetes Bild zum Priesteramt. Das sind weltfremde Herren. Wer behauptet
denn solchen Unsinn? Dise Priester scheitern nicht, weil sie zu viel, sondern zu wenig Rosenkranz und
Brevier beten, zu selten zelebrieren und keine Zeit der Stille halten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die genannte eidesstattliche Erklärung ist völlig wertlos, weil Eide und eidestattliche Erklärungen
ausschließlich vor Gericht verbindlich sind. Ansonsten kann jeder beeiden, was er will, es sei denn die
Erklärung als solche ist eine strafbare Handlung, wie z. B. Verleumdung. Hier bewirkt der Eid aber nie
eine bekräftigung der ihm zugrunde liegenden Aussage!
Bischof Mixa – DIE WELT vom7.4.10, S. 2: „Katholiken fordern Aufklärung von Mixa!“ Der Diözesanratsvorsitzende
Helmut Mangold behauptet frech, man müsse die eidesstattlichen Erklärungen der Beschuldiger überprüfen.
Das ist völliger Unsinn, denn Eide und eidesstattliche Erklärungen sind ausschließlich vor Gericht
verbindlich. Ansonsten kann jeder völlig straffrei beeiden, was er will, es sei denn, die Erklärung
als solche ist eine strafbare Handlung, wie z. B. Verleumdung. Hier wirkt der Eid aber außerhalb einer
Gerichtsverhandlung nicht aussageverstärkend, d. h. die strafbare Handlung besteht ausschließlich in
der Verleumdung und nicht im Meineid. Ferner behauptet Mangold, die genannte Überprüfung sei wichtig,
um die Unschuld des Bischofs zu beweisen! Auch hier handelt es sich um allerdümmstes Dienstmädchengeschwätz,
denn außerhalb des engen Bereiches der Gefährungshaftung, der hier aber nicht vorliegt, ist nicht Unschuld,
sondern Schuld zu beweisen! Damit liegt die Beweislast ausschließlich bei den Anklägern und nicht beim
Angeklagten. Letzterer kann sich darauf beschränken, die Argumente der Ankläger zu widerlegen. Den Diözesanratsvorsitzenden
Helmut Mangold kann man nur mit dem Mantel mitleidigen Schweigens umhüllen, er sollte sich lieber als
Briefträger oder Taxifahrer versuchen. Wenn solche völlig unfähigen Leute leitend in kirchlichen Gremien
mitarbeiten, muß es einem um die Zukunft der Kirche geradezu angst und bange werden. Hoffentlich hat
Bischof Mixa wenigstens einen guten Rechtsanwalt
Puchil2: Schuld Noch einmal: genauso, wie es keine Kollektivschuld gibt, gibt es auch keine Schuld der
Strukturen, denn sonst wären die Strukturverantgwortlichen eben doch die Schuldigen! Schuld ist immer
persönlich.
Hl. Geist Negative Entwicklungen nach VATII sind eindeutig nicht auf fehlendes Wirke des hl. Geistes zurückzuführen.
Schließlich wirkt der hl.Geist nicht mechanisch, wie irgendwelches Schmieröl, daß man in ene Maschine
gießt. Er (der hl. Geist) setzt víelmehr das Mitwirken der Menschenn in voller Freiheit voraus. Wir
können unsere Freiheit auch mißbrauchen und das Wirken des hl. Geistes verhindern. Diese Behinderung
des hl. Geistes dem hl. Geist selbst in die Schuhe zu schieben zeugt entweder von erschreckender Unkenntnis
oder bitterer Ironie. Schließlich ist der Geist der Zeit nicht immer der Geist der Zeit des Geistes.
Ruhrgebietler: VATII Einzige Grundlage der von mir kompromißlos abgelehnen 68er Ideologie (wie jeder
anderen Ideologie auch) ist in keiner Weise VATII, sondern die „Frankfurter Schule „ von Marcuse! VATII
unlautere Beweggründe zu unterstellen, ist mehr, als gewagt! Wer Johannes XXIII zumindest aus der Literatur
kennt, kann von seinen guten Absichten nur vollumfänglich überzeugt sein. Wir müssen uns hier vor der
Ideologie des Katholizismus hüten! Wir haben in der Kirche ähnliche Probleme, wie der Ostblock nach
Fortfall der ideologischen Zwangsjacke, weil die Leute mit ihrer neu gewonnenen Freiheit genauso wenig
anzufangen wissen, wie die Unsrigen nach Fortfall der ideologischen Enge des Katholizismus. Einen ganz
gewaltigen Schildbürgerstreich haben sich die mit den konziliaren Ausführungsbestimmungen betrauten
Gremien jedoch geleistet: den Fortfall der Pfingstoktav und der damit verbundenen Kürzung des Pfingstfestes
auf einen einzigen Tag (der Pfingstmontag ist eine deutsche Besonderheit). In einer Zeit, die erwiesenermaßen
keine Zeit des Geistes ist, wurde das Fest des hl. Geistes, der ganz sicher nicht der Geist der Zeit unseres
Geistes ist, auch noch abgewertet!
Miles: reproduktionsrelevante Kontakte Ich teile Ihre Meinung. Es ergibt sich aber die Frage, inwieweit
die kirchlichen Behörden von den reproduktionsrelavanten Kontakten einzelner Priester – es handelt sich
ganz sicher um eine Minderheit – wissen und stillschweigend dulden. Eine Duldung solcher Kontakte bedeutet
dann Duldng von Todsünden und infolgen Empfang des Leibes und Blutes unseres Herrn bei der Zelebration.
Es gibt hier also kritische Fragen an die Ordinariate.
Leo Mkles: Unzucht – Ehebruch Das ist richtig. Trotzdem gibt es auch innerhalb der Todsünden verschiedene
Gewichte: so ist z. B. Mord sicher eine schwerere Sünde, als Unzucht, obwohl beides Todsünden sind.
Es git eine Minderheitsmeinung, nach der reproduktionsrelevante Kontakte keine Todsünde sind, wenn beide
sich lieben und als ein Paar verstehen, was ich hiermit ohne eigene Stellngnahme weitergebe. Diese Meinung
wird jedoch von Anderen entrüstet abgelehnt.
Vortäuschung eines gemeinsamen Abendmahles ist Unsinn. Das müßte der Verfasser, sofern er kein liturgischer
Analphabeth ist, eigentlich wissen. In einer Vesper – das gilt auch für eine byzantinische Vesper – gibt
es keine Konsekration, so daß die beanstandete Speisung eine reine Agape-Feier ist.
Puchil 2 Täter sind nämlich nicht nur einzelne Mitglieder der Kirche, sonder auch die Kirche als ganze
mit ihren Strukturen und Einrichtungen und an der Spitze der Papst. Der Satz liegt völlig danaben. Schuldig
und damit Täter sind immer nur einzelne Personen. EIne Kollektivschuld gibt es nicht. Oder fühlt sich
Puchil 2 etwa auch persönlich schuldig? Das Strafrecht kennt zwar die Verführung zu einer Strafttat
als eigenständigen Straftatbestand. diese Verantwortung trifft alle, die sich für die Freigabe versorgungsrelevanber
Kontakte unter der Bettdecke mit Minderjährigen eingesetzt haben. Ferner nuß man die Frage stellen,
in wieweit nicht alle ANhänger der 68er Ideologie, die bekantlich die geistige Grundlage für die genannten
Verfehlngen liefert, schuldig geworden sind. Diese Mitschuld durch mittelbare oder unmittelbare -Anstiftung
mindert aber in keiner Weise die strafrechtliche Schuld des Täters. Schließlich hat schon Adam der Hinweis
auf seine Verführung durch Eva nichts genutzt: beide flogen aus dem Paradies. (Selbstverständlich bedeutet
dieser Hinweis keine Stellungnahme zur Geschichtlichkeit des Ereignisses, es geht vielmehr um die Beschreibung
des Umgangs Gottes selbst mit Schuld und Anstiftung zu schuldhaftem Verhalten.)
Die genannte Fürbitte ist doch völlig in Ordnung! Wir dürfen hoffen, daß sie so gebetet wird. Für
sein eigenes Bistum kann der Bischof diese Fürbitte vermutlich auf eigene Verantwortung vorschreiben.
Vaticanum II Die Auffassung des Verfassers ist nicht ganz richtig. Er sieht geflissentlich darüber hin
weg, daß das Konzil in 1965 oder 1966 endete und die 68er Ideologie erst – gemäß ihrem Namen – in 1968
ihr zersetzendes Wirken begsann. Also kann es nicht die Absicht des Konzils und erst recht nicht des Pfingsten
1963 verstorbenen Papstes Johannes XXIII gewesen sein, die Kirche der 68er Ideologie anzugleichen! Es
ging Papst und Konzil vielmehr darum, die Kirche aus der geistigen Enge des Katholizismus herauszuführen
in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Es ist eine große Tragik der Kirche, daß in die vom
Katholizismus hinterlassene geistige Lücke die 68er Ideologie hineingeschlüpft ist. Idelogien, nichts
Anderes, als Denbkhilfen für Gehirnprothesenträger, nehmen ihren Anhängern mit vorgefertigten Lösungen
so gut wie jedes selbständige Denken ab. Die alte Kirche war immer für ein Gespräch nach allen Seiten
offen und hatte daher mit umfangreichen Problemen zu kämpfen. Nach Wiederzulassung der Eigenverantwortlichkeit
des Katholiken waren die entstandenen Probleme normal, wie wir auch im Ostblock sehen: die Leute können
mit der neu gewonnenen Freiheit nichts anfangen und sehnen sich nach der alten Gängelei zurück, dieser
Bedarf wird heute von Pius- und Petrusbrüdern gedeckt, oder sie verwechseln Freiheit mit Willkür. Die
Öffnung der Kirche – gerade die von Teilhard de Chardin vorangetriebene Auseinandersetung mit der Naturwissenschaft,
war und ist aber dringendst geboten.
St. Anton: Eherecht Sie haben natürlich Recht, es gibt keinen Notfall, der zur Trauung durch einen Pius-Priester
zwingt. Ich habe den Hiweis auf die genannten Notfall ausschließlich der Vollständigkeit halber gebracht.
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf die offensichtliche Mißverständlichkeit meiner Ausührung.
clarissa colonia: Eherecht Ein äußerst interessanter Gesichtspunkt! Eine Ehe kann nur vor dem Pfarrer
der Braut bzw. bei konfessionsverschiedener Ehe vor dem Pfarrer des r.-k. Partners rechtsgültig geschlosse
werden (nebst zwei Zeugen). Dann sind die vor einem Pius-Bruder geschlossenen Ehen also ungültig und
können jederzeit für nichtig erklärt werden. Nu machen die Piusbrüder abr eine Notfallklausel geltend.
Und m. W. können Katholiken bei Unerreichbarkeit eines Priesters (z. B. bei Christenverfolgung) auch
vor drei Zeugen rechtsgültig heiraten. Auf diesen Notfall werden sich die Piusbrüder wegen Fehlens eigener
Pfarrer vermutlich berufen. Interessant wird es, wenn Partner einer Piusbruder-Ehe es nicht mehr miteinander
wollen und deswegen vor dem zuständigen (r.-k.) Diözesangericht auf Annullierung klagen.
Internate Die Richtigkeit der Auffassung Mixas von evangelischer Seite bestätigt zu wissen, ist äußerst
wertvoll, zumal sich gegen seine Auwführungen heftigster Widerstand regt, der sicher durch die erwähnte
Sexindustrie, aber auch durch grundsätzliche Kirchenfeindlichkeit verursacht ist. Ständig verschiegen
werden leider die geistigen Wurzeln des Mißstandes in der 68er Ideologie. Über die persönliche Schuld
der Missetäter läßt sich wenig grundsätzliches sagen. Hier spielen sicher die erwähnten Umstände
eine Rolle. Aber auch das Strafrecht kennt die Anstiftung zu einer Straftat als eigenen Straftatbestand.
Jedoch mildert die Anstiftung nicht die Verantwortung des Angestiftetem, der für seine Straftat trotz
allem voll verantwortlich ist. Die persönliche (subjektive) Schuld hängt unabhängig von der Schuld
im strafrechtlichen Sinne von der persönlichen und sittlichen Reife des Straftäters ab. Zu berücksichtigen
ist ebenfalls, daß es keine staatlich anerkannte Berufsausbildung für Internatserzieher gibt und damit
auch kein staatlich anerkanntes Berufsbild. In der Frage der notwendigen persönlichen Nähe des Erziehers
und des gebotenen Mindestabstandes sind die Internatserzieher so völlig auf sich alleine gestellt.
Clemens H.: Litiurgie Selbstverständlich darf die Kirche die Liturgie ändern. Anders sind doch die unterschiedlichen
litirgischen Entwicklungen in den einzelnen Teilkirchen überhaupt nicht erklärbar!
Clemens H. Die liturgischen Vorschriften gehören selbstverständlich nicht zun Lehrbereich, sind also
nicht dogmenrelevant. Das ergibt sich schon aus den unterschiedelichen liturgischen Vorschriften der einzelnen
Teilkirchen (z. B. römisch, byzantinisch usw.) Wie kommen Sie zu Ihrem diesbezüglichen Einwand?
Clemens H. : Glauben Beider Abschaffung des Limbus handelt es sich wohl eher um Änderung einer kirchlichen
Lehrmeinung, als um eine Änderung des Glaubens, weil nicht dogmenrelevant.
Leo Miles: Ehebruch – Unzucht Ihre Ausführungen sind nicht ganz richtig: zwar ist jeder Ehebruch auch
Unzucht, geht jedoch deutlich darüber hinaus. Dagegen ist nicht jede Unzucht Ehebruch. Versorgungsrelevante
Kontaktpflege unter der Bettdecke ist nur dann Ehebruch, wenn wenigstens einer der beiden „Partner“ anderweitig
verheiratet ist. Andernfalls handelt es sich zwar um Unzucht, jedoch nicht um Ehebruch. Also: Ehebruch
ist weit sclimmer, als Unzucht.
Walter von Stolzing: Unklarheiten im Glauben Welche Unklarheiten in Glaubenssachen hat VATII denn Ihrer
Meinung nach verursacht? Die von den Piusbrüdern abgelehnten Dokumente über Religionsfreiheit und Ökumene
ergeben sich aus Schöpfung und Bibel und bedingen daher keine Glaubensunklarheiten.
Ehebruch Nach der damaligen Bldersprache verseht es sich von selbst, daß mit dem 6. Gebot der gesamte
Bereich abgedeckt ist. Selbst wenn nicht, ergibt sich die heute übliche weie Auzslegung aus der Meschenwürde:
der Mensch ist nun einmal kein Lustobjekt. Ein Umkehrschluß scheidet also in jedem Fall aus.
Pius-Brüder Man miuß leoder immr wieder feststellen, dáß die Piusbrüder sich leider nicht zur Katholizität,
sondern zum Katholizismus, also der ideologischen Ausgabe der Katholizität bekennen. Das ergibt sich
eindeutig aus deren Ablehung von Religionsfreiheit und Ökumene. Zwar haben die Piiusbrüder mit ihrer
Beanstandung des heutigen kirclichen Durcheinanders völlig Recht. Es handelt sich hier jedoch um eine
natürliche Folge der von VATII anerlkannten Freiheiten, die bei der mehr oder weniger großen Gruppe
der minus capaces zur Oreitnierungslosigkeit führt. Im ehemaligen Ostblock sind die Probleme nach Fortfall
der ideologischen Zwangsjacke ähnlich, wobei ich selbstverständlich keine Verbindung zwischen vorkonziliarer
Kirche und Kommunismus herstelle, die Unterschiede zwischen beiden sind allzu groß.
Mary Cruz: Ihre Stellungnahme Natürlich ist es besser, wenn die Bischöfe mitmachen. Aber die gemeinsame
hl. Messe ist trotzdem von grundlegender Wichtigkeit, so daß die Lebenschützer sie sich nicht verbieten
lassen sollten. Hier scheint es tatsächlich notwendig, daß die Laien dem Klerus zeigen, wo es lang geht.
P. Schmidberger Wir dürfen P. Schmidberger für seine klaren und unmißverständlichen Worte dankbar
sein, auch dann, wenn wir, wie ich, nicht zur Sympathisantenszene der Pius-Brüder gehören. Daß eine
solche Sprache den 68er Hansels nicht paßt, ist völlig klar. Schade, daß wir von den romtgreuen Katholiken
solches kaum zu hören belommen! Umso drängender ist die volle Kirchengemeinschaft zwischen Rom und Econe.
Lebensschützer Die vernünfigte Lösung ist doch, ganz einfach gemeinsam eine hl. Messe in einer ausreichend
großen Kirche, so z.B. im Dom, zu besuchen! Was die Abtreibungshansels können, sollten die Lebensschützer
schon lange praktizieren. Hierbei braucht es in keiner Weise zur Gewalt kommen: die Lebensschützer ziehen
ganz einfach in die Kirche ein und mischen sich unter die übrigen Besucher der hl. Messe. Es ist ganz
wichtig, daß eine gegenüber den Abtreibungshansels ängstliche Amtskirche zu spüren bekommt, daß die
Lebensschützer stärker und entschlossener sind. Wenn die Abtreiber die Kirche das Fürchten lernen,
sollten es die Lebensschützer erst recht tun.
Leo Mkiles: Sekten Die heute nochj bestehenden vorchalcdonensischen Kirchen waren nie Sekten! Sie glauben
hinsichtlich der Gottheit Jesu Christi genau dasselbe, wie wir. Es hat da einige Mißverständnisse gegeben,
die seit 50 bzw. 60 Jahren bereinigt sind. Das Problem war die Übersetzung vom Griechischen in die semitischen
Sprachen, wie man heute weiß. Hinzu kamen politische Probleme. Als das Christentum in Rom unter Kaiser
Konstantius Ende des 4. Jahrhunderts Staatsreligion wurde, war die Versuchung groß, sich zur Abwehr von
Verfolgung in den an das Reich angrenzenden Gebieten von Rom loszusagen. (311 war nur ein Tolleranzedikt).
Olav Clynekind: naiv Sie haben ausschließlich behauptet, aber in keiner Weise sachlich begründet! Naiv
ist auf jeden Fall Ihr Versuch, die Abtreibungsgegner in dier rechte Ecke zu drücken, nur deswegen, weil
es auch rechts (genauso, wie übrigens links und in der Mitte) Abtreibungsgegner gibt. Wenn Sie schon
die Abtreibungstoten mit dem Völkermord Hitlers in Bezug setzen, warum nicht auch mit dem Massenmord
Stalins? Die drei genannten Straftatbestände (Völkermord – Massenmord – Tötung Ungeborener) sind in
keiner Weise deckungsgleich. Wieso Abtreibung weniger ernst zu nehmen ist, als Kindesmißbrauch, bleibt
Ihr Geheimnis, ebenso, was Abtreibung mit dem Islam zu tun hat. Daß Abtreibung in ein eigenständiger
Straftatbestand (§§ 218, 219 StGB) ist und kein Mord (§ 211 StGB habe ich schon oft genug festgestellt,
was Sie poffenbare verschlafen haben.
Olav Clynekind: naiv Wieso halten Sie es für naiv, einen Bezug zwischen den Reaktonen der veröffentlichten
Meinung (nicht zwischen den beiden Straftatbeständen selbst) auf Kinderschändung und Abtreibung herzustellen?
Brandenburgis: Sekten Dann nennen Sie doch bitte einmal die Sekten, in die das damalige arabische Christentum
aufgespalten war! Die Nestorianer gibt es überhaupt nicht. Seit über 50 Jahren ist bekannt, daß dem
Nestorius großes Unrecht geschehen ist. Die richtige Bezeichnung ist „assyrische Kirche“. Mit dieser
Kirche haben wir zwei Konzilien gemeinsam, es gab 1994 einen Friedensschluß zwischen Rom und den Assyrern.
Soweit bekannt, sind die Bemühungen um eine volle kirchliche Einheit am weitesten fortgeschritten. Das
Problem ist die Spaltung dieser Kirche, die nur noch 200.000 Mitglieder zählt und bis zu ihrer weitestgehenden
Vernichtung durch Tschingis Khan (1248, Patriarch Yaballa III) in großer Blüte gestanden hat. Sie hat
eine erfolgreiche China- und Japan-Mission betrieben, einer ihrer Patriarchen war sogar Chinese. In Auseinandersetzung
mit der Lehre Buddas hat die genannte Kirche eine eigenständige Philosophie entwickelt, die keinen Personenbegriff
kennt. Weitestgehend unbekannt ist, daß sich im Rahmen dieses Christentums die Assyrer und Babylonier
bis heute gehalten haben. Ninive und Babylon gibt es heute noch als Mittel- bzw. Kleinstadt, es sind aber
so gut wie keine Reste aus der Blütezeit der beiden Völker erhalten.
Kinderschändung Kinderschändung ist ein schweres Verbrechen, Abtreibung allerdings auch. Wie kommt es,
daß es über Abtreibung weit weniger Empörung gibt, als über Kinderschändung, so sehr die Empörung
über den letztgenannten Straftatbestand selbstverständlich uneingeschränkt berechtigt ist?
Pascal 123, Luteranerin Pascal: die Ehe diskriminiert niermanden, es gibt lediglich eine zunehmende Parallelgesellschaft
von Orientierungslosen, die sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen diskriminiert fühlen. Lutheranerin:
gibt es denn in Unterfranken überhaupt eine FB-Mannschaft in der 1. Bundesliga? Die einzigen fränkischen
Bundesliga-Vereine überhaupt sind m. W. Nürnberg und Fürth. Ihrer Antwort, selbst aus Unterfranken
(Eltmann) stammend, sehe ich mit Interesse entgegen.
Linkstrent stoppen Hier gibt es leider keinen Hinweis, wo man die Forderung unterzeichnen kann. Ferner
gehört ein socher Aufruf unbedingt in große deutsche Tageszeitungen, wie „DIE WELT“, FAZ, usw.
naturmensch8: Installieren ist der ofizielle kirchenrechtliche Ausdruck. Auch Äbte werden nach Ihrer
Wahl (also noch vor der Benediktion!) installiert und haben ab diesen Zeitpunkt alle Pflichten und Rechte.
Ab diesem Zeitpunkt tragen sie das Pektorale, wohingegen sie Ring, Mitra und Stab erst bei der Benediktion
erhalten.
kristall: Abtreibung Schauen Sie doch in das Strafgesetzbuch: dort ist Mord unter § 211 und Abtreibung
unter §§ 218 und 219 abgehandelt, wie schon mehrfach festgestellt!!!!!!!!!!!!!!!!
Freinsberg: Stufengebet Ich habe ebenfalls noch in der alten Liturgie ministriert. Daß das Stufengebet
abwechselnd zu rezitieren war, ist mit natürlich bekannt. Nur: es ist eben – entgegen der liturgischen
Vorschrift – nicht immer geschehen. Daß es sich hier um einen Misbrauch handelte, ist ebenfalls klar.
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, daß lturgische Misbräuche nicht erst nach der Liturgiereform
entstanden sind.
Goldengel: Ihre Stellungnahmen Wegen längerer Reiseabwsenheit erst jetzt: Wenn Sie den Apostel Pulus
so beurteilen. sind Sie nicht ernst zu nehmen. Abtreibung ist zwar Todsünde, wie Sie richtig bemerken,
aber kein Mord, wie Sie irrtümlich behaupten. Daß Liebe immer den ganzen Menschen erfaßt, haben Sie
ebenfalls noch nicht begriffen. Zwar erfordert Liebe, wie Sie richtig bemerken, zuweilen Verzicht. Aber
gehen Sie doch einmal Ihre eigenes Leben durch, ob Sie sich bei Bedarf aus Liebe, oder nicht ganz deckungsgleich
formuliert, primärmotiviert lösen konnten!
Goldengel: Ihre Stellungnahme Ich entstamme einer gleichnamigen Patrizierfamilie aus Schwäbisch Hall,
habe also einen jahrhunderta alten Stammbaum, Sitte und Anstand sowie umfassende Allgemeinbildung hat
in meiner Familie eine entsprechend lange tradition. Was Ihre Vorfahren um 1400 gemacht haben, wissen
Sie vermutlich selber nicht. „Ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will“,
schreibt selbst Paulus. Sie sollten also erst enmal dien Schrift lesen, bevor Sie drauflos urteilen! Folgt
man Ihren Ausführungen, so wäre selbst Paulus als Apostel noch böse gewesen. Denke Sie bitte daran:
Wer im Glaushaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Wenn Sie selber unmittelbare oder mittelbare Lebenserfahung
hätten, wüßten Sie, daß Verliebte – zumindest hinsichtlich ihrer Beziehung – meist nicht mehr klar
denken können. Ihre Forderung geht also auch hier daneben. Ich habe weder für Hurerei, noch für Abtreibung
geschrieben. Daß Abtreibung kein Mord ist, überlesen Sie geflissentlich. Ich gewinne bei Ihnen mehr
und mehr den Eindruck der Hysterie.
Freinsberg: alzte Liturgie Das ist richtig, die beiden mußten aber aufeinander eingespielt sein: so haben
z. B. beim Stufengebet Zelebrant und Ministrant die ihnen zukommenden Gebetsteile gleichzeitig (nicht
etwa gemeinsam, um Mißverständnisse zu vermeiden) rezitiert, also während der Zelebrant das „In nomine
Patris… sprach, begann der Ministrant gleichzeitig: „ad deum qui laetificat…“, so daß der Zelebrant
ohne Unterbruch sofort mit „Iudica…“ fortsetzen konnte und der Ministraant ensprechend ohne den Priester
abzuwarten mit „Quia tu es deus…“ usw. Ein Team kann auch aus zwei Mitgliedern bestehen.
Goldengel: Ihre Stellungnahmen Abteibung ist in §§218 und 219 StGB geregelt, Mord jedoch in § 211.
Damit ist Abtreibung kein Mord, sondern ein eigenständiger Straftatbestand. Das ändert nichts an der
Richtigkeit der Aussage von JPII, nach der Abtreibung ein verabscheuungswürdiges Verbrechen ist. Schauen
Sie genauer hin: selbst Gott verabscheut lediglich die Sünde, liebt aber den Sünder. Sie unterscheiden
nicht zwischen Tat und Täter. Sie erinnern mich lebhaft an den Vorwurf des Herrn an jene, die den Balken
im eigenen Auge nicht sehen und trotzdem den Splitter aus dem Auge des Anderen entfernen wollen. Ein reines
Herz haben Sie sicher nicht, denn hierzu gehört das Vollmaß der Liebe unabdingbar hinzu; diese Liebe
spricht aus Ihren Ausführungen gerade nicht, denn Sie tun so, als hätten Sie keine Fehler, um sich umsomehr
auf die Ihrer Mitmenschen stürzen zu können. Damit steht ein Priester, der aus menschlicher Schwäche
seinen Zölibatsverpflichtungen nicht folgt, aber trotzdem eifrig und verantwortungsbewußt Seelsorge
betreibt und so seine Gottes- und Menschenliebe ausdrückt, deutlich höher, als Sie, die Sie nur vollmundig
verurteilen. „Wer steht, siehe zu, daß er nicht falle!“ „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werden
!“ Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und nicht jeder, der sich als Engel verkauft, ist auch einer.
Denn Engel kommt von „Angelos“, das heißt, Bote. Als Boten waren aber zumindest in damaliger Zeit ausschließlich
gestandene Mannsbilder brauchbar und keine Pharisäer.
Seefeldt: Abstammung Jesu Christi In der byzantinischen Tradition heißt es hinsichtlich der Abstammung
unseres Herrn m. W. immer: „dem Fleische nach“. Hier ist also klar zwischen der unmnittelbaren göttlichen
Herkunft als der 2. göttlichen Person und seiner menschlichenn Abstammung unterschieden. Im Übrigen
noch einmal herzlichen Dank für Ihre fachkundigen Stellungnahmen, ich habe den Eindruck, Fachkundige
ziehen sich mehr und mehr von diesem Forum zurück und überlassen das Feld damit leider den umfassend
Halbwissenden.
Goldengel: Ihre Stellungnahmen lassen auf wenig Lebenserfahrung und viel Pharisäerei schließen. Nicht
jede Tötung ist ein Mord, es kann sich auch um Totschlag handeln. Ihr Priesterbild ist zwar grundsätzlich
richtig, aber wie Sie mit den Schwierigkeiten des Lebens umgehen, widert einen an. Denken Sie daran, wie
der Herr mit der Ehebrecherin umgegangen ist und schauen Sie auf Ihre eigenen Fehler!
Interdkt Hintergrundinfos sind zu einer abschließenden Beurteilung des Falles schon notwendig. Das Interdikt
kann eine sinnvolle disziplinarische Maßnahme sein. Es ist von der Exkommunikation zu unterscheiden,
die ausschließlich Personen betrifft. Bei einem Interdikt hingegen wird Zelbration in der betreffenden
Kirche verboten, es bleibt den Praffangehörigen jedoch unbenmmen, in einer anderen Kirche zu praktzieren.
Ein Interdikt ist also im Gegensatz zur Exkommunikation ortsgebunden. Richtig ist, daß das religöse
Wissen heute selbst bei Menschem, die einen hoch qualifizierten Beruf zum Teil sogar leitend, ausüben,
häufig gerade noch oder oft nicht einmal dem Wissen eines Abiturienten entspricht. Solche Leute reden
in den Pfarrgremien durchaus bona fide mit, obwohl ihr religiöses Wissen oft in keiner Weise mit zunehmendem
Alter und zunehmendem sonstigen wissen gewachsen ist. Wir sollten den kirchlichen Ehenamtlichen nicht
von vornherein Böswilligkeit unterstellen. Einen wesentlichen Anteil an der Misere hat die 68er Ideologie,
die sicher links anzusiedelnn ist, der sich aber nur Leute mit gehöriger Denkfaulheit oder sogar Unfähigkeit
anschließen. Wir sollten hier nicht pauschal von Linken sprechen, sondern das Kind beim Namen nennen.
Was ist eine Ideologie anderes, als eine Denkhilfe für Geirnprothesenträger?
Siegfried: Mundkommunion In unserer Pfarrkirche „Zum Göttlichen Erlöser“ in Köln Rath-Königsforst
ist die Mundkommunion zwar in der Minderheit, wie fast überall, aber trotzdem problemlos möglich, obwohl
der Pfarrer den Netzwerk kölner Priester angehört(e). Auch sonst habe ich nie Probleme mit der Mundkommunion
erlebt, wenn sie jemand empfangen wollte. Daß Pastoralreferenten Juristdiktion über Priester ausüben,
ist mir bisher nicht begegnet, sollte es solche Fälle tatsächlich geben, wäre das ein schwerer Skandal.
Goldengel: priesterliche Ehelosigkeit Zu Ihrem Vokabular: „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm
an Wahrheit und an Kräften mangelt“, denn es sind erfahrungsgemäß die Invaliden, die sich gerne besonders
kriegerisch gebährden. Das besagte Spannungsverhältnis betrifft den Menschen in seiner Gesamtheit, einmal
hingezogen zu seiner Partnerin und weiter hingezogen zum Herrn, von dem der Priester weiß, daß von Ihm
solch verbotene Praxis nicht geduldet wird. So kann er nur auf das Herrenwort vertrauen: „Selbst , wenn
euer Herz euch verurteilt, Gott ist größer, als euer Herz“! Die betreffende Haushälterin ist keine
Hure, weil sie ihre versorgungsrelevanten Kontakte unter der Bettdecke nicht gewerblich ausübt und nur
einen einzigen Partner hat. Von Rechtsfragen haben Sie offenbar keine Ahnung. Gegenstand des Arbeitsverhältnisses
sind ausschließlich Haushaltsführung und u. U. Mitarbeit in der Pfarre, hierzu besteht ein arbeits-
und sozialversicherungsrechtliches Dienstverhältnis, das ausschließlich aus gerichtlicher Billigkeitskontrolle
unterliegenden Gründen beendet werden kann. Besagte Kontaktpflege unter der Bettdecke ist also im Arbeitsverhältnis
nicht erfaßt und daher kein gerichtlich anerkannter Kündigungsgrund. Zwar ist der Mensch kein Tier,
wie Sie richtig bemerken, aber Sie wissen doch: „Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach“.
Oder sind Sie selbst in jeder Hinsicht völlig fehlerlos? Die Bischöfe wissen schon, aber meine Frage
hinsichtlich der Priesterausbildung richtet sich an Sie.
Mary Cruz, Seefeld: Pilatus iPilatusn hätte unseren Herrn freisprechen müssen, denner fand, wie es ausdrücklich
heißt, keine Schuld an Ihm. Er hat mait Erfolg versucht, seine Schuld an dem Justitzmord an die Hohen
Priester abzuschieben, anstatt in freizusprechen. Es gib auch heute kaum eine Führungskraft, der man
bei ausrechender Böswilligkeit nicht irgendwie ein mehr oder weniger umfangreiches Versagen in die Schuhe
schieben kann. Das gilt damals umso mehr, weil die Provinzoberen wegn der Entfernung zur Hauptstadt damit
rechnen konnten, daß Unregelmäßigkeiten nicht ans Licht kamen und so Behördenwillkür an der Tagesordnung
war. Umso leichter konnte man diese Leute in Rom anschwärzen. In solchen Fällen ging es darum, wer die
durchsetzungsfähigsten Anklagepunkte hatte und die besten Zeugen kaufen konnte. Natürlich waren Falschaussagen
auch damal nicht ungefährlich, sie erhöhten, wie jedes Fehlverhalten, lediglich die Erpressbarkeit.
Goldengel: Zölibat Ich habe mich nie gege den Zölibat ausgesprochen!!!!!!! Priester, die trauscheinlos
zusammen leben oder sonstige versorgunsrelevante Kontakte unter der Bettdecke pflegen, leben, soweit sie
ihre priesterlichen Verpflichtungen ernst nehmen, und das ist vermutlich bei der überwiegenden Mehrheit
so, in einem bis ins Äußerste gehenden Spannungsverhältnis. Denn sie wissen natürlich genau um die
Verwerflichkeit ihres Tuns, können aber nur sehr schwer davon weg, wie z. B. in dem Fall, den ich kenne,
aber inzwischen wegen Versetzung des Priesters aus den Augen verloren habe, wo es die eigene Haushälterin
ist, ein junges, kerniges Mädel, dem sicher auch die Verwerflichkeit ihres Tuns bewußt ist. Wenn der
Priester seine Haushälterin einfach entläßt bekommt er Probleme mit dem Arbeitsgericht. Ich kenne einen
anderen Fall, schon Jahre zurückliegend, in dem der Priester seiner Haushälterin ein Volksschullehrer-Studium
finanziert hat, um die Angelegenheit diskret zu lösen. Die betreffende Dame ist tatsächlich eine hoch
angesehene Lehrerin geworden, beide sind schon seit Jahren verstorben. Ihre Auffassung ist theoretisch
vollkommen richtig, nur die Umsetzung in der Praxis wirft oft nicht unerhebliche Probleme auf, je länger
das Verhältnis besteht. Insbesondere übersehen Sie, daß der Sexualtrieb nach dem Nahrungstrieb der
zweitstärkste ist. Es ergibt sich die Frage, inwieweit Priesteramtskandidaten ausreichend auf die mit
der Ehelosigkeit verbundenen Probleme vorbereitet werden.
Alte Liturgie Ich bin mehr, als überraschgt, zu hören, daß seit Wiedereinführung der alten Liturgie
in Maria Wald dort ein umfangreicher Nachwuchs zu verzeichnen ist. Zwar bin ich keineswegs Anhänger der
alten Liturgie, aber die Verhältnisse in Maria Wald lassen hier auf eine umfangreiche, von der offiziellen
Kirche totgeschwiegene Nachfrage scvhließen.
der 30-jährige Krieg war anfänglich – uzumindest nach außen – ein Glaubenskrieg, nicht von Preußen,
sondern von Schweden von Zaun gebrochen, das in Deutschland absolut nichts zu suchen hatte. Tatsächlich
ging es um die Ausbreitung Schwedens als Großmacht. Seinen Charkaker als Glaubenskrieg hat der 30-jährige
Krieg spätetens mit Eintritt Frankreichs auf Seiten Schwedens verloren.
Serifo: Magie Ihr Versuch, die hl. Messe der Traditionskirchen mit Magie in Verbindung zu brigen, zeugt
von einer solchen Unwissenheit, daß Sie besser schweigen.
Goldengel: wie sind Kirche Laut Ihren Argumenten sind eher Sie der Organisation „Wir sind Kirche zuzuordnen“.
Ich gehöre jedenfalls nicht dazu, bin vielmehr uneingescnränkt Anhänger der Katholizität.
Seefeld, Mary Cruz: Gottesmord, Necist: HNolocaust S, M: Es ist zwar richtig, daß die Hohenn Priester
unseren Herrn zwecks Todesstrafe an Pilatus ausgeliefert haben, schließlich hatten sie unter den Römern
kein Recht zu einem solchen Urteil nebst Vollstreckung. Das Wort „Erpressung“ trifft den Tatbestgand,
es handelt sich m Erzwingung einer strafbaren Handlung, wozu Justizmord zweifellos gehört. Pilatus hat
sich tatsächlich erpressen lassen, trägt aber trotzdem die alleinige Verantwortung, weil er seine Erpressbarkeit
selber verschuldet hat. N: Für den Holocaust sind alleine die Braunen verantwortlich, die maßgeblichen
Entscheidungsgräger waren keine praktizierenden Christen. Scnhließlich war Stalin auch Angehöriger
der georgisch-orthodoxen Kirche,aber nicht praktizierend. Trotzdem kommt kein normal Denkender auf den
Gedanken, die georgische Kirche für seinen Terror verantwortlich zu machen.
Gottesmord Daß die Juden Jesus Christus ermodet haben – Justitzmord – stimmt nachweislich nicht, denn
so weit bekannt, war Pilatus ein Römer. Von jüdischer Abstammung ist jedenfalls nichts bekannt. Zwar
haben sich die Hohen Priester durch Aufwiegelung des anwesenden Volkes mit allem Nachdruck und erfolgreich
um das gewünschte Urteul bemüht, aber der verantwortliche Richter war nachweislich Pilatus, nachgewiesen
ein Schwächling, nach eigener Aussage keine Schuld am Herr findend, der wie ein toter Fisch mit dem Strom
der aufgewiegelten Masse geschwommen ist. Das endbindet ihn jedoch in keiner Weise von seiner Schuld.
Die damaligen Hohen Priester – keineswegs das gesamte jüdische Volk, in dem der Herr ausreichend Anhänger
hatte, also bitte keine Sippenhaft – sind zwar der Anstiftung zum Justizmord schuldig, jedoch nicht des
Justitzmordes selbst.
Arkanum: Interview von Mons. Wagner Nach Lektüre des Interviews ist festzustellen, daß Mons. Wagner
nie einen Zusammenhang von Kathastrophen und Sünde der Welt behauptet hat. Er hat vielmehr aufgefordert,
hierüber nachzudenken. Es ist vollkommen klar, daß die Naturwissenschaft einen solchen Zusammenhang
mit allem Nachdruck ablehnt, zumal es tatsächlich wissenschaftlich überzeugende Erklärungen gibt, und
die Kirche hat selbstverständlich ein berechtigtes Interesse, keiner anderen Disziplin ins Handwerk zun
pfuschen. Den Naturwissenschaftlern muß entgegengehalten werden, daß wegen der Unbeweisbarkeit Gottes
auch sein Wirken in der Natur nicht beweisbar ist. So ist die Haltung der Naturwissenschaft völlig in
Ordnung. Als Gläubige Christen wissen wir aber, daß es auch Wunder quo ad modum gibt, also Wunder, die
wissenschatlich erklärbar sind, lediglich der Zeitpunkt des Eintrittes des Ereignis ist also das Wunder.
Im Übrigen weiß jeder Mensch mit geistlicher Erfahrung, daß unsere positiven und negativen Gedanken
und Handlngen nicht ohne Auswirkung auf unsere Umwelt sind. Je größer die Anzahl der so handenden und
denkenden Menschen ist, desto größer ist damit die Auswirkung auf die Umwelt. Damit ist klar: die Behauptung
eines Zusammenhangs zwischen einem geistlichen bzw. geistigen Niedergang und Naturkatastrophen ist wegen
fehlender zwingender wissenschaftlicher Beweisbarkeit schlichtweg anmaßend. Die Aufforderung hierüber
nachzudenken ist jedoch nicht zu beanstanden.
Goldengel – Es ist nicht alles Gold, was glänzt Sie sehen geflissentlich darüber hinweg, daß die große
Mehrheit der Priester ihren Verpflichtungen mit ganzer Hingabe und Treue erfüllt. Sie sehen nur die am
Rande des Scheiterns stehende Minderheit und tun so, als seien das die Priester schlechthin. In der Tat
ist nicht alles Gold, was glänzt, aber sie verkaufen das nicht Glänzende als reines Gold.
Petrus Abälard, Goldengel: Zölibat Goldengel: Ihre Ausführungen gegenüber Abälard sind eine einzige
Unverfrohrenheit! So geht man nicht mit jemandem um, der offen über Probleme spricht, die mit der priesterlosen
Ehelosigkeit verbunden sind. Mir waren auch einige von PA geschilderten Gesichtspunkte neu. Selbstverständlich
darf man nicht überspitzen. Mit seiner Mahnung, wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat im Herzen
schon mit ihr Ehe gebrochen, warnt lediglich vor leichtfertigem Gleitenlassen von Blicken, denn eine Sünde
geschieht erst bei einer ausdrücklichen Einwilligung, nicht schon bei Gedanken und Vorstellungen, die
unwillkürlich kommen, und gegen die man sich überhaupt nur durch langes Training schützen kann. „Satan
hat verlangt, euch sieben zu dürfen, wie den Weizen!“ Sie, Goldengelchen, haben überhaupt keine Ahnbung
und sollten daher mit Behauptungen vorsichtig sein. Fragen können Sie natürlich stellen, wie jeder,
und ich es auch getan habe, aber beachten Sie bitte: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“
P. Häring An den Ausführungen Härings ist viel Richtiges dran, so z. B. die Ablehnung der liturgischen
Entwicklung der Kirche seit VATII. Auf die Jahreszahl (1962) kommt es weniger an, so z. B. ob die Pius-Brüder
die Kürzung des Stufengebetes um den Psalm „Judica“ sowie den Fortfall es erneuten „Confiteor“ vor der
Spendung der hl. Kommunion noch mitmachen oder nicht. Auch die Nachkonziliare Kirche lehnt den Ökumenismus
ab. Hier kann Härung offenbar nicht zwischen Ideologie und Wirklichkeit unterscheiden! Die Kirche ist
für den Ökumene, nicht für den Ökumenismus. Das Mißverständnis ergibt sich offenbar, weil andere
europäische Sprache hier keine unterschiedlichen Begriffe für Ökumene und Ökumenusmus haben, wie auch
das entsprechende Konzilsdekret beweist. Übersetzung ist halt Glücksache! Daß die Kirche mit den Pius-Brüdern
nicht verhandeln kann, weil so der Schwanz mit dem Hund wackelt, ist allerbilligste Polemik und liegt
weit unter dem Niveau, das man von einem Hochschulehrer und Mitglied der Benediktinerabtei Metten (bei
Deggendorf/Ndb) erwartet. Leider steht Häring – zumindest in Deutschland – mit seiner Meinung nicht alleine
da. Noch nie etwas vom Gleichnis vom Guten Hirten und vom in den Abschiedreden niedergelegten Einheitsgebot
gehört?
Mary Cruz: Zölibat Es stimm einfach nicht, daß ein Verheirateter nicht am Altar stehen und die hl. Eucharistie
feiern kann: siehe die Praxis der Ostkirchen. Sowohl der Priester, als auch der Diakon und jeder Gläubige,
der zum Tisch des Herrn geht, muß sich dort, so jedenfalls die byzantinische Tradition, allerdings in
der vorherigen Nacht enthalten. Es stimmt auch nicht, daß Eheleuten das ewige Leben verschlossen ist:
Die alte Kirche kennt zwei Saktamente der Einheit: Das Altarssakrament und das Ehesakrament! Im Altarssakrament
begegnen wir Christus, in Christus allen Menschen, die in Christus sind, und dem gesamten Kosmos. Bei
Vollzug des Ehesakramentes begegenen wir dem Partner, Christus, dem im Partner lebt, allen Menschen, die
in Christus sind und dem gesamten Kosmos. Nach Ihrer Auffassung führt das Sakrament der Ehe von Christus
und damit vom ewigen Leben fort. Wollen Sie das wirklich behaupten?
Petrus Abälard: Ihr Schriftwechsel mit Goldengelchen Ja, ich habe mein Zölibatsversprechen begrochen,
in dem Sinn wie jeder Priester ohne Ausnahme seine Unschuld verloren hat, sonst könnte er kein Priester
sein. Ihre Ausführungen habe ich mit Interesse gelesen, insbesondere, wie Sie manche Probleme Ihres Priestertum
schildern. Obigen Satz verstehe ich allerdings nicht. Darf ich Sie um eine Erläuterung bitten? Laut Kathechismus
ist Autosexualität (gemeint ist wohl Masturbation) schwehre Sünde, d. h. man darf anschließend nicht
das Altarssakrament empfangen, ohne vorher zu beichten. Sie sehen das offenbar anders. Auf welche Autoritäten
beziehen Sie sich? Ich kann mir zwar auch nicht vorstelle, daß insbesondere ein junger Mensch, der das
so seine Probleme hat, durch Nachgeben physischen Drucks sein ewiges Leben verwirkt, aber in meiner Jugendzeit
wurde so gelehrt, und der Kathechismus lehrt, wie gesagt, m. W. heute noch so. Ihre Ausführungen habe
ich – damit kein Mißverständnis entsteht – keineswegs unter dem Gesichtspunkt der genannten Fragen gelesen,
die sich jedoch nach Lektüre Ihrer Ausführungen stellen. Ansonsten schließe ich mich Ihren Ausführungen
vollinhaltlich an.
Pius-Brüder und Ökumene Es ist klar, daß die Pius-Brüder sich nicht aktiv in die Ökumene (nicht Ökumenismus,
wie der Autor irrtümlich schreibt) einschalten müssen, die berechtigte Forderung ist lediglich, daß
sie eine durch und durch positive Einstellung zur vollen Kirchengemeinschaft aller Christen haben.
Fridericius, Blaukohl F: die 74 % stimmen, 24 % ist ein Rechenfehler. Sie übersehen, daß jede juristische
Person an der Stärke ihrer Mitglieder gemessen wird, unabhängig davon, ob die einzelen Mitglieder aktiv
am Geschehen ihrer Körperschaft teilnehmen. Es ist jedenfalls ausgeschlossen, wegen fehlender äußerer
Anteilnahme von vornherein auf Ablehnung der Körperschaftssatzungen zu scbhließen. B: Sie behaupten
recht viel. Wir haben schließlich schon darüber verhandelt, daß die Bibel, wie heute noch der gesamte
Orient und wir bis zur Scholastik, eine Bildersprache spricht, die nach den Erkenntnissen der heutigen
Wissenschaft in eine Begriffssprache zu übersetzen ist. Bei dieser Übersetzung kann es durchaus, wie
auch bei Übersetzung von Fremdsprachen, zu Meinun gsverscbhiedenheiten kommen. Sie hingegen wollen das
Kind mit dem Bade ausschütten. Sie sehen doch die allgemeine Oreintierungslosigkeit, wie sie sich z.
B. in der Freigabe von Abtreibung und der Forderung, HS-Paaren Adoptionen zu erlauben, ausdrückt. Im
Übrigen sind es ja gerade die Kirchen, die zur verantwortungsbewußten Nutzug der Ressourcen mahnen,
einschließlich Umweltschutz, wohingegen die Verantwortungslosen sich einträchtig außerhalb relgiösen
Verantwortungsbewußtseins sammeln. Soweit Sie auf Geburtenregelung hinauswollen: in Deutschland und weitgehend
in Europa gibt es keinen Geburtenüberschuß, vielmehr sorgt die abgespeckte Geburtenrate sogar schon
in der Privatwirtschaft für Nachwuchssorgen.
Zölbat Hier werden offensichtlich einige Dinge durcheinander gabracht: der Zölibat bedeutet ausschließlich
das Heiratsverbot für Kleriker vom Diakon aufwärts. Damit bedeutet ein außereheliches Verhältnis noch
keinen Zölibatsbruch, es handelt sich hier vielmehr um Unzucht, also einen Verstoß gegen das 6. Gebot.
Hier ist zwar nur vom Ehebruch die Rede, aber nach wohlgesicherter kirchlicher Lehrmeinung (nicht nur
in der r.-k. Kirche) schließt dieses Gebot das in der Schrift eindeutig verworfene Unzuchtsverbot mit
ein. Den Zölibat bricht der Priester erst durch seine zivilrechtliche Trauung.
Christentum Die Entwicklung zeigt in welche Orientierungslosigkeit die Loslösung einer Gesellschaft von
ihrem religiösen Wurzeln führt. 74 % aller Bewohnr der heutigen EU sind Christen, aber die restlichen
24 % der Orientierungslosen bestimmen den Standard. Schon Lenin hat es auf einer Konferrenz in Londen
verstanden, mit seiner eigenen entschlossenen Minderheit die unentschlossene Mehrheit in eine Minderheit
zu manöverieren und sich so rücksichtslos durchzusetzen. Heute schläft die christliche Mehrheit.
Mary Cruz: Ehe [kursiv]„Es ist auch gottgewollt, dass sie zusammenbleiben, und nach der abgeflauten körperlichen
Beziehung und nach der gewünschten Kinderzahl sich wieder Gott zuwenden und ihre Seele zu Ihm erheben;
d. h. ihre Seele nicht mehr vom Körper beherrschen zu lassen, sondern umgekehrt. kursiv]“ Im Umkehrschluß
zu Ihren Ausführungen bedeuten die körperlichen Beziehungen eine Abwendung von Gott. Meinen Sie das
wirklich so? Ich darf daran erinnern, daß die Ehe ein Sakrament ist, deren Vollzug der Vollzug eines
Sakramentes ist. Auch beim ehelichen Vollzug begegnen die Partner dem Christus im Partner bzw. der Partnerin!
Schönborn Jeder Bischof und Erzbischof darf die Pontifikalien (Stab und Mitra) ausschließlich in seinem
eigenen Jurisdiktionsbereich benutzen. Außerhalb dessen benötigt er die Erlaubnis des zuständigen Bischofs
bzw. Jurisdiktionsträgers. Abweichende Sonderrechte für Kardinäle sind mit zumindest nicht bekannt.
Damit hat Schönborn eindeutig gegen Kirchenrecht verstoßen.
Matthäis Drei: BXVI Dann führen Sie doch bitte die päpstlichen Thesen auf, die berechtigter Kritik
bedürfen. Daß 68er, politisch Korrekte, Anhänger der Diktatur des Relativismus und der Gender-Revolution
in ihrer Orientierungslosigkeit den Papst kritisieren, ist verständlich. Gegen aufbauende Kritik ist
ohnehin nichts einzuwenden, aber die desruktive Kritik der genannten Kreise ist in iher Orientierungslosigkeit
nicht ernst zu nehmen.
chico flojo: Bischof Williamson Die von Ihnen genannte Gefühlsreligion ist das andere Extrem, genauso
einseitig, wie der Rationalismus. Es kommt eben auf die goldene Mitte an (natürlich nicht auf die goldene
Mittelmäßigkeit)!
Glaube, Wille, Vernunft „Die Religion sei allerdings nicht zuerst eine Sache des Gefühls, sondern des
Intellekts und des Willens“. Hier handelt es sich um eine bekannte Irrlehre, die entweder von Williamson
alleine oder der gesamten Pius-Briuderschaft vertreten wird! Der Schöpfer hat nicht nur unseren Kopf,
sondern den Menschen in seiner Gesamtheit erschaffen, also will er auch Hingabe unseres gesamten Menschseins
und nicht nur unsres Kopfes! Hieraus folgt: wir können Gott nur – wenn auch nur innerhalb unserer eigenen
Begrenztheit -Gott nur mit unserem gesamten Menschsein erkennen, also Verstand, Herz, Gemüt, Sinne, Wille,
ohne mit dieser Aufzählung den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Der altindische Weisheitslehre
würde sagen: alle unsere Chakren sind an unsrer Religiösität beteiligt. Vielleicht ist Williamsons
allzu kalte Rationalität (oder besser: sein Rationalismus) Ursache für sein Versagen. Nur wer Gott liebt,
erkennt ihn auch im täglichen Leben, in der Wissenschaft und im gesamten Kosmos. Liebe schließt abr
immer unser ganzes Menschsein ein, beschränkt sich also weder auf Gefühl, noch auf Intellekt, denn das
analytische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammen, wie
die beiden Themen eines symphonischen Satzes, beide gemeinsam bilden das Ganze. Selbst, wenn wir die Aussage
Williamsos als nur Akzentsetzung verstehen, ist sie falsch, weil immer unser ganzes Menschsein beteiligt
sein soll, andernfalls steht das Ganze auf schwachen Füßen.
Blaukohl: „biblisch-katholisches Völkermorden“ Was haben die dort erwähnten Kriege mit dem Christentm
allgemein und mit der katholischen Kirche insbesondere zu tun?
siggi 666: ultrakonservativ Natürlich können Sie diese Wort gebrauchen, wenn Sie Ihre Umgebung mit der
Nase darauf stoßen wollen, daß Sie noch im 19. Jahrhundert leben!
Kardinal Meisner hat Recht. In Deutschland wird der jetzige Papst tatsächlich von einem Club von Miesmachern,
politisch Korrekten, 68ern und sonstigen Schwätzern in unverständlicher Weise kritisiert. Danke für
den wichtigen Hinweis, daß immer noch 80 % der Eltern ihre Kinder zu hause selber erziehen. Seine positven
Gesichtspunkte zum Priestermangel kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Meist wird der Grund übersehen:
wegen des stark abgespeckten Bekinderungsgrades von Paaren im reproduktionsfähigen Alter sinkt natürlich
auch die Zahl der Priesteramtskandidaten. Schließlich hat die Wirtschaft ebenfalls Nachwuchssorgen. Ein
weiterer Punkt sich die trauscheinlosen Paare, die ihrem Nachwuchs aus verständlichen Gründen eine verantwortungsbewußte
religiöse Erziehung vorenthalten. Die 68er Ideologie hat mit Verantwortung ebenfalls wenig im Sinn. Die
in der Tat völlig deplazierten Äußerungen sind rein politischer Natur und dürfen auf keinen Fall die
kirchliche Einheit behindern. Wir dürfen hoffen, daß dieser unmögliche Bischof auf Dauer kalt gestellt
bleibt. Mit dem Hinweis, Rom hätte von der Angelegenheit wissen müssen, fällt Meisner dem Papst unnötig
in den Rücken.
siggi666: Ultrakonservativ Aus der Benutzung dieses Begriffs ergibt sich schon Ihre mangelde Qualifikation,
denn „Ultrakonservative“ gibt es nicht! Zu 666: Die Quersumme ist 18, deren Quersumme wieder 9, also 3
mal 3 ist. Wir kommen also doch wieder auf Gott!
fundamental-christian: Kardnal Meisner findet, soweit von mir beobachtet, immer die richtigen Worte, sei
es in seiner Epiphanie-Predigt 2006, sei es jetzt wieder. Lediglich sein Management macht (nicht nur)
auf mich einen eher gutsherrschaftlichen Eindruck. Man sollte hier schon unterscheiden. Wenn Herr Lardinal
Meisner – wie bei der genannten Predigt vom 6.1.2006 – nachher zurücksteckt und mit seinem Bedauern eine
halbe Entschuldigung ausspricht, liegt das, soweit bekannt, daran, daß sein Domkapitel weitesgehend nicht
nur nicht hinter ihm, sondern offenbar frontal gegen ihn steht. Die einzige bekannte Ausnahme ist sein
auch in seiner erzbischöflichen Behörde hoch angesehener Generalvikar Schwaderlapp, der erfreulicherweise
vorbehaltslos hinter unserem Erzbischof steht.
Zölibat in Linz Es trifft nicht zu, daß der Bischof von Linz einen seiner Priester vom Zölibat entbunden
hat, denn letzterer beinhaltet lediglich das Heiratsverbot für Kleriker vom Diakon aufwärts. Damit vestößt
der genannte Priester mit seiner wilden Ehe ebenfalls nicht gegen den Zölibat! Das Verhalten des Priesters
ist vielmehr, wie bei jedem anderen Christen auch, ein Verstoß gegen das 6. Gebot, das vom genannten
Bischof mehr oder weniger stillschweigend geduldet wird. Diese Duldung hebt die Sündhaftigkeit der wilden
Ehe des Priesters in keiner Weise auf,d. h., er darf wegen schwerer Sünde nicht einmal die hl. Messe
feiern, sein Empfang der hl. Kommunion ist ein Gottesraub und damit ebenfalls schwer sündhaft.
Fallabella: Bibel Natürlich kann eine Liturgie auch langweilig gefeiert werden, deswegen suche ich mir
ja die Kirche aus, in der ich teilnehme! Im Übrigen wird für einen extrem extrovertierten Menschen so
gut, wie jede Liturgie langweilig, weil es hier keine „events“ gibt. Die Bibel ist in ihrer Bildersprache
immer auf dem neuesten Stand, weil zeitlos. Jede Zeit und jede Kultur kann sie mit ihrem Erkenntnissen
interpretieren, soweit ihre verbindlichen Glaubensaussagen nicht verfälscht werden. Denn das Bild geht
tiefer, als das Wort, das Wort aber ist deutlicher, als das Bild. So gehören beide zusammen wie die beiden
Themen eines sympohonschen Satzes. Die Sprache der Alten war und die des Orientes ist heute noch eine
Bildersprache. Unsere Sprache ist seit der Scholastik eine Begriffsprache. Es geht also für uns Westler
darum, die Bildersprache der Bibel entsprechend wissenschaftlicher Erkenntnis (natürlich auch naturwissenschaftlicher!)
und allgmeinem Sprachgebrauch in einer Sprache der Begriffe zu erklären. Mit „Zeitgeist“ seien Sie bitte
vorsichtig, denn der Geist der Zeit ist nicht immer der Geist der Zeit des Geistes.
Blaukohl: HS Hier ergibt sich die Frage, welche Unterschiede Sie zwischenn kirchlichem und staatlichem
eheverständnis meinen. Die Frage, ob uns Gott seine Wahrheit einmal geoffenbat hat oder es eine laufende
Offenbarung gibt, läßt sich je nach Standpunkt unterschiedlich beantworten. Mit der Bibel ist die göttliche
Offenbarung nach Lehre der Kirche abgeschlossen, aber wir dringen im Laufe der Entwicklung immer tiefer
in die Wahrheit ein. Heißt es doch: „der hl. Geist wird euch erinnern und in alle Wahrheit einführen“.
So kennt auch die r.-k. Kirche eine Dogmenentwicklung, und die Lehre über die verschiedenen Glaubenswahrheiten
hat sich im Laufe der Zeit entfaltet. Andererseits: Gott offenbart sich auch in seiner Schöpfung, die
laut der auch von mir vertretenen Evolutionstheorie nicht abgeschlossen ist. Insoweit ist auch die Offenbarung
nicht abgescnlossen, und zwar aus zwei Gründen: einmal offenbart sich Gott auch in der Evolution und
durch neue Erkenntnis der Naturwissenschaft gewinnt der gläubige Naturwissenschaftler auch neue Gotteserkenntnis.
Unrerschiedliche Kulturen haben selbstveratändlich verschiedene Gottesbilder. Auch im Christentum gibt
es z. B. ein benediktinisches, ein dominikanisches, ein franziskansches usw. Christusbild. Letztlich gibt
es so viele Christusbilder, wie es Menschen gibt, den jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes. Bush hat nicht
als Vertreter einer bestimmten Kirche, und die Meinung eines Kardinals ist noch lange nicht die offuzielle
Lehrmeinung der Kirche.
Unbestechlicher: Kirche, 68er Ideologie Für die Legitimität der zumindest der christlichen Kirchen gibt
es einen schriftlichen Beleg: die Bibel. Daß durch die Änderung von § 218 StGB die Abtreibung, die
es , wie Sie richtig bemerken, schon lange vorher gegeben hat, abgenommen, stimmt nachweislich nicht,
ihre Anzahl ist vielmehr sprunghaft gestiegen. Daß Glaube Ideologie sein kann, bedarf näherer Begründung.
Natürlich kann man auch an eine Ideologie glauben. Der Ideologe sieht die Wirklichkeit ausscbließlich
durch die Brille einer einzigen Idee, so der Sozialist durch die soziale Brille. Das Ergebnis ist nicht
gerade sozial.
Unbestechlicher 68er und Mord Sie haben völlig Recht, unter der Knute der 68er ist jedenfalls so weit
bekannt, tatsächlich niemand ermordet worden. Denn Abtreibung ist in der Tat kein Mord (§ 211 StGB)
sondern in §§ 218 und 219 abgehandelt und damit ein eigenständiger Straftatbestand. Das täuscht jedoch
áusschließlich Wirklichkeitsblinde über die Tatsache der massenhaften Abtreibung hinweg, also der wohl
inzwischen weltweit millionenhaften Vernichtung menschlichen Lebens. Ist Ihnen das entgangen, oder versuchen
Sie tatsächlich, sich auf das Formaljuristische zurückzuziehen. Finden Sie Ihr Argument nicht ein wenig
heuchlerisch? Die Kirchen sind von Gott selbst legitimiert, Ideologien hingegen ausschließlich durch
das Bedürfnis Denkunfähiger und Denkfauler nach einer Denkhilfe für Gehirnprothesenträger.
Blaukohl: HS Bitte, bleiben Sie ruhig und sachlich! Ich habe nie der Diskriminierung von HS oder sonstigen
Minderheiten das Wort geredet! Sie sind tatsächlich blind, sonst sähen Sie, daß die HS die völlige
Gleichstellung von Ehe und eingetragenen Partnerschaften einschließlich Adoptionsrecht fordern. Einen
Teilerfolg haben die HS durch Anerkennung einer eingetragenen Partnerschaft. Ist Ihnen das etwa unbekannt?
Im übrigen laufen die HS hier gegen die Zeit, denn die Heteros wollen mehr und mehr ohne Trauschein zusammenleben,
wohingegen die HS mit ihrer eingetragenen Partnerschaft einen Trauscheinersatz durchgesetzt haben. Reaktionärer
(im Sinne des Progressismus) geht es nicht. Ferner sehen Sie geflissentlich darüber hinweg, daß wir
in der Bibel eine geistige Entwicklung finden. So hat es die im AT durchaus vorhandene Polygamie zur Zeit
Christi nicht mehr gegeben. Dasselbe gilt für die Verherrlichung eines Eroberungskrieges. Der Grundsatz
„Auge um Auge und Zahn um Zahn“ war damals ein Fortschritt, der Gegenforderungen im genannten Sinn begrenzt
hat: also bei Verlust eines Zahn es nicht mehr, als den Zahnersatz zu forden (oder: ich darf jemandem,
der mir einen Zahn ausgeschlagen hat, nicht mehr, als ebenfalls einen Zahn ausschlagen und keinesfalls
mehr). Jesus Christus hat diesen Satz zugunsten der christlichen Nächstenliebe aufgehoben.
Caldonazzi: Mons. Wagner Sie zitieren leider keine einzige Äußerung Wagners, mit der er sich nicht mit
dem Finger am Puls der Zeit ausweist! Statt dessen behaupten Sie drauf los. Wenn die Leute, vermutlich
68er und sonstige politisch Korrekte die Verkündigung Wagners lächerlich finden, so ist dem die starke
positive Korrelation zwischen der Enge des eigenen Horizontes und der Bereitschaft, über nicht Verstandenes
zu lachen, entgegenzuhalten. An profilierten Persönlichkeiten scheiden sich häufig die Geister, das
gilt sogar für Jesus Christus, der gesagt hat, er sei nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern
das Schwert. Das Schwert ist hier als Instrument der Spaltung zu verstehen, sonst hätte es keinen Sinn
und liefe der christlichen Botschaft zuwider. Tragischerweise ist in die vom Katholizismus hinterlassene
geistige Lücke die 68er Ideologie in die Kirche eingedrungen, die so tatsächlich zu Verwirrung und Kirchenaustritten
geführt hat. Damit stimmt ihre Bebauptung nicht. Sie sehen als vermutlich Progressiver darüber hinweg,
daß Wagner eben kein Reaktionär, sondern ein Konservativer ist, also die Entwicklung im Spannungsfeld
von Innovation und Tradition sieht.
Fridericus: alte Liturgie Daß es sich bei den Anhängern der alten Liturgie ausscnließlich um Fundis
handelt, stimmt nachweislich nicht. Das Problem ist durch die radikale Liturgiereform PVI entstanden,
und wie Sie wissen, ist selbst heute das Hochamt noch ein Provisorium in dem – im Gegensatz zur vorkonziliaren
Praxis und der heutigen sonntäglichen Übung in Groß-St. Martin in Köln immer noch mehr oder weniger
viel rezitiert wird. Selbst in St. Apostel in Köln, das gerne als liturgisches Aushängeschild gehandelt
wird, habe ich während des abendlichen Hochamtes am 15. August 2008 erlebt, wie die Gemeinde das „Vater
unser“ nur rezitiert hat. Die Grun dform der Liturgie ist nun einmal traditionsgemäß die missa cantata
und nicht die missa recitata, Sie können sich im gesamten Osten davon überzeugen. Obwohl, wie gesagt,
selber kein Anhänger der alten Liturgie, habe ich volles Verständnis für diejenigen, die die göttliche
Kalokagathia mangels anderer Möglichkeiten im tridentinischen Hochamt suchen. Mir selbst steht außer
der genannten Möglichkeit in Köln noch die (katholische) byzantinische Liturgie offen, weil ich in dieser
Tradition zum Teil aufgewachsen und daher dort genauso zu hause bin, wie in der lateinischen. Ich kenne
genügend Leute, die gleich mir konservativ, trotzdem die alte Liturgie vorziehen, obwohl sie nicht mit
den Pius-Brüdern und damit dem Katholizismus sympathisieren.
Blaukohl: HS Lenin hat es doch vorgemacht, wie eine kleine Minderheit, die weis, was sie will, eine große,aber
unentschlossene Mehrheit in die Minderheit manöveriert. Sie sehen doch auch, mit welcher Rücksichtslosigkeit
sich HS-Verbände heute durchsetzen und die Gleichstellung ihrer „eingetragenen Partnerschaft“ mit der
Ehe, bis hin zum Adoptionsrecht, ohne Rücksicht auf Verluste, durchzusetzen versuchen und hierbei trotz
ihrer Minderheit Erfolg haben. Sind Sie blind?
Alte Litiurgie Ich gehöre zwar nicht zu den Anhängern der alten Litrgie, trotzdem ergibt sich für mich
die Frage, warum sie von manchen Leuten geradezu fanatisch abgelehnt wird. Ist es nicht weit sinnvoller,
die hier verpulverten Energien gegen die Abtreibung („donum“ vitae usw.) und andere Mißstände (Diktatur
des Relativismus, Genderrevoltion, politisch Korrekte usw.) einzusetzen?
Mons. Wagner gebührt aufrichtiger Dank und hohes Lob für seine deutlichen und unmißverständlichen
Worte. Es ist offenbar ein Priester, der mit seinem Finger am Puls der Zeit fühlt. Daß man ihn erfolgreich
als Bischof verhindert hat, ist ein schwerwiegender Verlust für die Kirche in Österreich und ein Ärgernis
für alle verantwortungsbewußten Katholiken.
al-Muschrik: Demokratie Aufgrund Ihres Namens vermute ich Sie aus einem islamischen Land, daher ist Ihr
Beirag besonders ineressant. Ihre Ausführungen stimmen, wenn Demokratie in Demokratismus ausartet, sich
der Staat z. B. – wie bei der Freigabe des Schwangerschaftsabruchs – das Recht anmaßt, willkürlich über
Leben und Tot seiner Bürger zu verfügen. M. W. war es Karl Steinbuch, der darauf hingewiesen hat, daß
Demokratie überhaupt nur bei einem Mindestkathalog gemeinsamer Werte funktioniert. Dieser Wertekathalog
ist heute nur noch rudimentär vorhanden. Absolute Trennng von Saat und Kirche funktioniert also nicht.
Es muß unbedingt eine Leitkultur her, in Europa christlich und in den moslemischen Staaten islamisch
geprägt, wobei allerdings Relgionsfreiheit nicht eingeschränkt werden darf. Ein solches Modell führt
ganz selbstverständlich zu Spannungen, aber solche können auch fruchtbar sein. In einer gesunden Demokratie
besteht immer ein fruchtbares Spannngsverhältnis zwischen den autonomen Bereichen Politik, Religion und
Wirtschaft. Weiter wird unsere Demokratie zunehmend durch die Diktatur der politischen Korrektheit eingeschränkt,
deren Wächter weder mittelbar noch unmittelbar einer parlamentarischen Kontrolle unterliegen, so z. B.
Diktatur des Relativismus und Genderrrevolution. Solche Flausen wären bei einem gesunden religiös geprägten
Verantwortungsbewußtsein ausgeschlossn. Ich vermute hier eine weitestgehende Übereinstimmung zwischen
Christentum und anderen Religionen (Islam, Judentum u.a.)
Antipacelli: Ökmene – Ökumenismus Ökumenismus ist die ideologische Ausgabe der Ökumene, die alles
ausschließlich durch die Brille der Ökumene sieht und ihr alles andere unterordnet, stellt also nicht
die Frage nach Wahrheit, sondern ausschließlich nach kirchlicher Einheit, überspitzt formuliert: „wir
glauben alle gleich wenig, was trennt uns noch?“ Es stimmt, daß kein Papst die Freiheit ausdrücklich
abgeschafft hat, aber wie sehen Sie z. B. das mittel- und nachmittelalterliche Verbot, als Laie die Bibel
zu lesen? Am Beispiel von Eva und der Schlange stellen Sie völlig richtig dar, daß Freiheit gefährlich
ist. Aber schließlich ist es nicht unsere Aufgabe, uns widerstandslos in den Himmel karren zu lassen,
sondern uns in Feiheit zu bewähren. Auch Lucifer und seine Anhänger haben sich nicht bewährt. Aber
glauben Sie, die Kirche handele richtig, wenn sie uns den vom Herrn verordneten Bewährungsauftrag vorenthält?
Sie stellen völlig richtig fest, daß es auch um Wahrheit und Gerechtigkeit geht: „Ich bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben „. Aber sind nicht beides Funktionen der göttlichen Liebe? Glauben Sie, wer in
der Liebe – d. h. in Gott – lebt, handele (bewußt) ungerecht, ist bewußt unwahrhaftig? Das englische
Wort „true“ (= wahr) ist eines Wortstammes mit dem deutschen Wort „treu“. Damit besteht eine enge Verbindung
zwischen Wahrheit und Treue. In der Tat ergibt sich der Wert eines Menschen aus dem Maß an Treue, in
der er zur Wahrheit steht. Als Christen wissen wir, wer diese Wahrheit ist…
unbestechlicher : 68er Ideologie Warum stellen Sie die (farblose) 68er Ideologie nicht in eine Reihe mit
mit der braunen und der roten? Beide lassen sich ebenfalls mit gesellschaftlichem Wandel begründen, aber
damit alleine sind sie doch nicht legitimiert! Wandel alleine legitimiert nicht, es kommt auf die Richtung
an. Auch die Evolution kennt Sackgassen. Jede Ideologie ist lebensfeindlich. Hinsichtlich rot und braun
sind wir uns also einig. Aber die Freigabe der Abtreibung wäre ohne die kritische Theorie völlig ausgeschlossen,
also auch diese Ideologie fordert Menschenleben, wenn auch die strafrechliche Grundlage verschieden ist
(rot = Massenmord, braun = Völkermord und 68er zwar kein Mord – § 211 StGB – , sondern nach §§218
u. 219 eigenständiger Straftatbestand). Allen drei Straftatbeständen liegt eine rein ideologisch begründete
in keiner Weise zu rechtfertigende Geringschätzung menschlichen Lebens zugrunde. Sehen Sie nicht, daß
die Probleme umso unlösbarer werden, je länger die 68er herrschen? Die Schwäche der Kirchen ist u.
a. damit begründet, daß ihr Management weitestgehend von 68er Professoren geschult wurde. Christsein,
zumindest ernst genommen, setzt aber selbständiges Denken voraus. Marcuse ist mit seinen Kapitalismskritischen
Thesen in Amerika nicht angekommen, in Deutschland flogen ihm die Herzen – besser gesagt die Köpfe –
nur so zu. Dabei gilt seine These, der Kapitalismus korrumpiere das Denkvermögen des Menschen, für alle
Ideologien, einschließlich seiner eigenen.
unbestechlicher: 68er Ihre abfällige Bemerkung über die Kirche kann ich in ihrer Schnodderigkeit natürlich
nicht teilen. Über die Ursachen kirchlicher Probleme wäre gesondert zu verhandeln. Ansonsten herzlichen
Dank für Ihre teilweise Zustimmung. Doch in einem Punkt muß ich Ihnen mit allem Nachdruck widersprechen:
Ihre Ausführungen kann man so verstehen, als glauben Sie, die Leute würden durch die 68er Ideologie
schlauer. Wie Sie wissen, hat bisher jede Ieologie, sofern sie Macht hatte, in den Abgrund geführt. Bei
den Braunen ging es glücklicherweise besonders schnell, aber leider ebenso gründlich, weil sie zwei
Ideologien unter einem Dach vereingt hat: den Nationalismus und den Sozialismus. Die Folgen waren, wie
Sie zugeben müssen, kathastrophal, nicht nur für Deutschland. Daß die rote Ideologie, also der Sozialismus,
den Karren kräftig in den Sand gefahren hat, geben Sie hoffentlich auch zu. Je länger und umfangreicher
68er die Macht im Westen verkörpern, umso unlösbarer werden die Probleme, wie selbst ein Blinder mit
dem Krückstock spürt. So hat schon Karl Steinbuch in seiner „Kurskorrektur“ am Beispiel der 68er nachgewiesen,
daß mit Ideologien, einer Erfindung des 19. Jahrhunderts, auf Dauer keine Probleme gelöst werden können.
Manche Leute sind absolut lernunwillig. Also: Was ist eine Ideologie anderes, als eine Denkhilfe für
Gehirnprothesenträger?
unbestechlicher: Priesterweihen Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, daß der Schwund an Neupriestern
auch am zunehmend abgespeckten Bekinderungsgrad der Paare im reproduktionsfähigen Alter liegen kann?
Wenn sich z. B. der Bekinderungsgrand der genannten Paare seit 1950 halbiert hat, wird sich die Anzahl
der Priesteramtskandidaten wenigstens ebenso halbieren. Hinzu kommt selbstverständlich noch die verhehrende
Auswirkung der 68er Ideologie. Bekanntlich leidet auch die Privatwirtschaft am Nachwuchskräftemangel.
Antipacelli: Katholizität – Katholiziusmus Es geht nicht um Ökumenismus, den Sie mir in die Schuhe schieben,
sondern um Ökumene. Ihre Auffasung entspricht weitgehend dem Katholizismus. Als Katholiken, also nicht
als Katholizisten, vertreten wir die Meinung, daß Gott entsprechend dem 1. Johannesbrief die Liebe ist.
Liebe aber setzt Freiheit voraus. Gott selbst hat sich zur Vermeidung jeden Zwanges einer zwingenden wissenschaftlichen
Beweisführung verschlossen, weil er in Liebe erkannt werden will. Die Freiheit, die uns Gott geschenkt
hat, darf uns auch die Kirche nicht nehmen, weil sie uns sonst unsere Liebesfähigkeit nähme. So läßt
sich die Auffassung der r.-k. Kirche wiedergeben, mit Feimaurerei hat das absolut nichts zu tun. Nach
dem Konzil von trient hat sich tatsächlich die Meinung in der Kirche gebildet, man müsse die Katholiken
unter Brechung jeglichen Wiederstandes in den Himmel karren. Das wird aber dem Sinn unseres Menschseins
nicht gerecht, nachdem wir unsere Freiheit dazu nutzen sollen, unserer eigenen Verantwortung bewußt zu
werden, entsprechend zu handeln und so zu reifen und in die Vollendung hineinzuwachsen. Nämen wir die
nachtridentinische Auffassung ernst, hätte unser Leben doch überhaupt keinen Sinn! Religionsfreiheit
ist somit im Geist des Chrisentums selbst begründet.
Trennung Papstz Martin IV (Papst seit 1281) hat die Kirchentrennung französischen Machtinteressen folgend
verfügt. Dami t war de Union vom Konzil von Lugdunum/Lyon hinfällig.
Brandenburgis: Monarcie, Demokratie Sie schildern ein Idealbild der Monarchie, das so de facto nie bestanden
hat. Wie sehen Sie z. B. den Ehebruch als Zeitvertreib des Adels? In den europäischen Monarchien ist
die moralische Infrastruktur keineswegs besser, als in den Demokratien.
Brandenburgis: Staatsgewalt Natürlch wissen wir als Christen um den Ursprung jeder Macht und jeder Gewalt
von Gott. Es geht aber hier um die Frage, inwieweit den Gewaltenträgern dieser Ursprung bewußt ist.
Die Folgen Fehlenden Bewußtseins sind in Monarchien und Demokratie gleich, wie bereits festgestellt.
Jedenfalls ist es völlg falsch dem Christentum eine bestimmte Staatsform zuzuordnen.
Brandenburgis, Antipacelli B: In der Monarchie geht alle Staatsgewalt vom Monarchen aus, also auh nicht
von Gott. Daran ändert auch das „von gottes Gnaden“ de facto nichts. Es kommt alleine darauf an, ob sich
der Mon arch des Ursprungs seiner Herrschergewalt bewußt ist und entsprechend handelt. In der Demokratie
ist es ähnlich: natürlich geht die Staatsgewalt unmittelbar vom Volk aus, aber es hängt vom Bewußtsein
des Volkes ab, ob es sich des Ausgangs aller Gewalt von Gott aussetzt, es sich des transzendenten Ursprungs
aller Gewlt bewußt ist oder glaubt selbst über das Leben seiner Mitglieder befinden zu knnen, so z.
B. Abtreibung, die es m. W. auch in monarchischen Ländern gibt. A: Genau das habe ich weder gesagt, noch
gemeint. Es geht in diesem Zusammnhang weniger um den Besitz der Warheit,als vielmehr um Kirchenpolitik
HarroMeyer: Staatform Es gibt zwar Leute, die Ihre Meinung teilen, aber in Wirklichkeit wird man wohl
gibt es wohl kaum eine Staatsform die das Christentum ausscließt. Das gilt auf jeden Fall für die Demokratie,
warum auch nicht? Schwierig wird es bei Diktaturen (zuletzt braun und rot).
Großwildjäger: HS Die Widerlegung wird lediglich von interessierten Gruppen forciert, wird aber, nach
allem, was bekannt ist, wissenschaftlich ausschließlich von HS und Sympatisantenszene ernst genommen.
Mathäus drei: Werte Es geht hier um unterschiedlich hohe Wertanforderungen, nicht um gegen säthzliche.
Was Sie über die protestantische Bibel schreiben bzw. deren Verbot und der konfessionsverschiedenen Ehe
ist doch alles Ausdruck des Katholizismus, von der sich die r.-k. Kirche gerade durch das Ökumene-Dekret
und das Dekret über Reigionsfreiheit verabschiedet hat! Ist die kirchliche Entwicklung der letzten 40
Jahre an Ihnen spurlos vorbei gegangen? Sind Sie etwa Epigone?
Antipacelli: Ideologie Der Katholizusmis ist eine Ideologie, weil er die gesamte Wirklichkeit aus der
Sicht der r.-k.Kirche betrachtet und damit jedenfalls im Wesentlichen wegen Leugnung von Religionsfeiheit
und Ablehnung der Ökumene nicht katholisch sein kann. Hierin besteht ja gerade die Auseinandersetzung
mit den Pius-Brüdern. Die r.-k.Kirche hat sich mit Annahme der beiden genannten Dekrete vom Katholizismus
ab- und der Katholizität zugewandt. Wir sollten um den hl. Geist für die Verhandlungsteilnehmer bitten,
daß er uns zur vollen kirchlichen Einheit zurückfinden läßt. Ideologie sieht die Wirklichkeit immer
ausschließlich durch eine einzige Idee, so der Sozalismus durch das Soziale und der Nationalismus durch
die eigene Nation. Alle Ideologien, die entsprechende Macht hatten, haben Menschenleben gefordert, so
der Sozialismus das des Klassenfeindes bzw. was man dafür hält und der Nationalismus den des Rassefeindes
oder was man dafür hält. Die derzeit bestehende Freigabe der Abtreibung wäre ohne die 68er Ideologie
völlig ausgeschlossen.
Prälat Hinter: Schönborn Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung! Hier ergibt sich die Frage, warum der
zuständige Bischof dem Kardinal Schönborn die Zelebration am Wallfahrtsort nicht einfach verbietet!
Das kann sogar der zuständige Pfarrer, ohne dessen Zustimmung in seinem Pfarrterritorium keine hl. Messe
gefeiert werden darf, selbst von keinem diözesanfremden Bischof. Gelten hier für Kardinäle Sonderbestimmungen
?
Mathäus drei: Religionen Die Wertsysteme sind eben nicht völlig unterschiedlich, sondern stellen unterschiedlich
hohe Anforderungen. Hierzu habe ich dch bereits Stellung genommen.